Nemorino will das Forum verlassen

  • Bekanntlich haben wir in politischen Dingen sehr unterschiedliche Denkweisen. Aber das hindert uns doch nicht, uns miteinander auszutauschen. So sollte doch eigentlich Forenkultur sein, dass man aus unterschiedlichen Denkweisen keine Feindschaften werden lässt. Denn nur wenn man freundlich und aufgeschlossen bleibt, kann auch der Andere einem überraschend entgegenkommen.

    Lieber Holger,


    das kann ich nur Wort für Wort unterstreichen. Es muß erlaubt und möglich sein, in einem demokratischen Staatswesen unterschiedliche Auffassungen zu haben und zu vertreten, solange man nicht den Andersdenkenden mundtot zu machen versucht. Unsere Denkweisen sind unterschiedlich, aber keiner von uns versucht, die seine dem anderen aufzudrängen. Daran habe ich mich mein Leben lang gehalten, und bin - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - sehr gut damit gefahren.


    Leider bin ich in den letzten Monaten nur ganz wenig dazu gekommen, Musik zu hören. Hoffentlich kommen bald bessere Zeiten. Ich habe auch noch einige CDs "auf Lager", die vielleicht für Dich von Interesse sind, bei mir sind sie doppelt vorhanden. Ich werde mich sobald wie möglich einmal dieserhalb bei Dir melden.


    LG und schönen Abend,

    Nemorino :hello:

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

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    Ich werde das Forum nicht verlassen, denn überwiegend habe ich hier freundliche und diskussionsoffene Leute kennengelernt, und ein Rückzug meinerseits wäre ja eigentlich eine Kapitulation vor einem unverbesserlichen Querulanten.

    Lieber Nemorino,


    ich lese nach meinem Nachosterurlaub diesen Thread als Ersten und :) freue mich über Deine Entscheidung hier zu bleiben. Man muss das locker sehen, den es gibt immer mal Meinungsverschiedenheiten.


    Ansonsten schliesse ich mich Gerhards Beitrag, den ich zuvor gelesen habe an:


    Mit Sl habe ich ohnehin wenig Berührungspunkte, da er ohnehin eine andere Musikrichtung verfolgt als ich. Insofern ist seine Mitgliedschaft für mich, genau wie für Gerhard, kaum von Bedeutung. Ich habe es nur weitestgehend vermeiden können mit seinem Verhalten in Berührung zu kommen.


    :hello: Beste Grüsse aus Bonn an Dich wo der Rhein 30km früher vorbei fliesst

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • ich lese nach meinem Nachosterurlaub diesen Thread als Ersten

    Lieber Wolfgang,


    ich hoffe, daß Du einen schönen und erholsamen Nachosterurlaub erlebt hast und freue mich über Deine Begrüßung. Das heutige Telefonat mit unserem Forenbetreiber Alfred hat mich wieder aufgerichtet. Auch ich hätte das Forum sehr vermißt.


    Ja, der Rhein verbindet uns beide, hoffentlich wird er in diesem Jahr nicht so austrocknen wie 2018. Der deutsche Wetterdienst sagt ja ein weiteres Dürrejahr voraus; ich glaube erst daran, wenn wir Oktober haben.


    Liebe Grüße nach Bonn

    Nemorino :hello:

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Hier mal das Statement eines Unbeteiligten:


    Letztendlich sind beide Parteien problembehaftet. Beide suchen nach Anerkennung. Warum eigentlich? Weil sie in einer Kreativitäts- bzw. Schaffenskrise sind. Die Begeisterung der ersten Jahre ist vorbei. Neue, inspirierende Beiträge gehen nicht mehr so leicht von der Hand wie früher. "Damals" war das anders. Man war begeistert, bekam auch entsprechendes Feedback und hatte gar keinen Bedarf an Konflikten oder an expliziten Lobhudeleien. Die Anerkennung ergab sich automatisch aus der Resonanz auf die eigenen Beiträge.


    Rücktrittsandrohungen sind letztendlich nur der Versuch eines Rückzugs ohne Gesichtsverlust. Dabei braucht man sich gar nicht zu schämen, wenn man nicht mehr so viel Elan hat wie früher. Das ist einfach der Lauf der Dinge. In Internetforen (ich kenne sie seit dem Jahr 1992) herrscht immer eine gewisse Fluktuation. Ein Forum muss das verkraften, und zwar dergestalt, dass immer wieder neue User dazukommen.


    Also was tun: Einfach sich selbst eine Pause gönnen, etwas Abstand gewinnen. Und danach mit frischem Schwung zurückkommen.



    Thomas

  • Hallo, Thomas!


    Hier ging es in erster Linie um Besserwisserei, Wortklaubereien, freche Wortwahl u. A.. Auch ständige Tippfehlersuche bei anderen Taminos nervten. Obwohl ich einige Jahre als Korrektor gearbeitet habe und am Layout des deutschen Bulletins und Fremdsprachen-Bulletins mitgewirkt habe, unterlaufen auch mir Flüchtigkeitsfehler. Einige Taminos haben ein dickes Fell und stecken diese Provokationen weg, Andere wie ich z. Bsp. gehen dabei an die Decke. Alfred hat seine Entscheidung getroffen und das muss man akzeptieren.


    LG Wolfgang

    W.S.

  • Leider bin ich in den letzten Monaten nur ganz wenig dazu gekommen, Musik zu hören. Hoffentlich kommen bald bessere Zeiten. Ich habe auch noch einige CDs "auf Lager", die vielleicht für Dich von Interesse sind, bei mir sind sie doppelt vorhanden. Ich werde mich sobald wie möglich einmal dieserhalb bei Dir melden.

    Das geht mir ganz genauso, lieber Nemorino! Die ungehörten CDs stapeln sich zu Türmen! ;( Und ich habe auch noch einige für Dich vielleicht interessante Dopplungen, weil ich Sammelboxen gekauft hatte! :hello:


    Schöne Grüße aus Münster (in Bonn hat unser Sohn studiert :D ) !

    Holger

  • Lieber Wolfgang,


    ein Tippfehler in einem Diskussionsbeitrag dürfte auch meiner Ansicht nach nicht der Rede wert sein. Vielfach kann man mit gutem Willen auch erkennen, wie dieser zustande gekommen ist. Z.B. fragte mal jemand zynisch bei einen Beitrag von Alfred nach, was wohl "winw" bedeutet. In diesen Fällen sehe ich doch sofort, dass das "w" neben dem "e" liegt.

    Ich haue auf der flachen Computertastatur beim schnellen Schreiben auch manchmal eher daneben als bei früheren Schreiben auf der Schreibmaschine. Obwohl ich meinen Beitrag noch einmal genau durchlese, kann es immer noch passieren, dass ich einen Fehler übersehe.

    Wesentlicher erscheint mir, Fehler in Beiträgen von bleibendem Wert, an denen sich viele Leser orientieren (z.B. dem Opernführer u.a.), auszumerzen. Dort bin ich natürlich für jeden freundlich und nicht offensichtlich oberlehrerhaft und besserwisserisch gemeinten Hinweis dankbar.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Der mangelnde Elan, der da allmählich verlorengeht - darüber havbe ich auch schon nachgedacht - die weniger werdeneden Beiträge.

    Das ist ganz natürlich. Denn wir brauchen keine Pionierarbeit mehr zu leisten. Die grundsätzlichen Themen sind abgehakt - uns bleibt nun die Feinarbeit.

    Dann kommt dazu, daß sich schon vor Jahren Tamino in zahlreiche Foren aufgeteilt hat - von denen etliche nicht mehr existieren, Verlorener Arbeitsaufwand.

    Was haben wir falsch gemacht ? Die Frage ist einfach zu beantworten, wenn man die Polit- und Parteienlandschaft (in aller Welt) ansieht.

    Alles teilt sich auf zahlreiche unbedeutende Grüppchen auf im Internet wie auch in der Realpolitik, Da diese Entwicklung eine ALLGEMEINE ist, brauchen wir uns keine Schuld zuweisen. Wir erleben Parallelszenarien in der Bilbel (das Paradies vermochte die Ansprüche der Menschen nicht zu erfüllen - und sie waren nicht bereit geringste Einschränkungen und Regeln zu akzeptieren. Ebenso die Geschichte vom Fischer und seiner Frau. Aus beiden Geschichten können wir lernen, daß die Spezies Mensch nicht zufriedenszustellen ist. Kriege entstehen auf die gleiche Weise. Anscheinend braucht der Mensch den "Kampf"

    Und daß Intelligenz niocht notwendigerweise mit Friedfertigkeit und hohem Ethischen Anspruch an sich selbst verbunden ist, das sehen wir beispielsweise bei Newton, der nicht nur mit Leibnitz im Clinch lag (und triumphierend verkündete, daß er diesem "das Herz gebrochen habe") sondern so ziemlich jedem zeitgenössischen Wissenschafter, der ihm gefährlich erschien.

    Die Welt ist wie sie eben ist.


    mfg aus Wien

    Alfred


    PS:

    Heute vor einer Woche haben Operus und ich über Werbemaßnahmen für das Forum konferiert. Darüber schreibe ich, wenn ich meine Untersuchung hinter mir habe....

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Der Elan kommt und geht - anscheinend in Wellen.


    Ich habe hier über die Jahre meiner Mitgliedschaft schon so viele Anregungen bekommen, daß ich bestimmt noch eine Weile schreiben kann.


    Um ein geflügeltes Wort abzuwandeln: Es ist schon alles geschrieben worden, aber noch nicht von allen.


    Ich habe zum Beispiel erst vor ein paar Tagen in einem Thread von Helmut Hofmann bemerkt, daß es einen mir bis dahin völlig unbekannten Dichter gab, der auch gleichzeitig Komponist war, der offenbar intelligente UND gute Texte und Musik geschrieben hat. Jedenfalls bin ich durchaus gespannt, mehr zu erfahren. Und dann werde ich auch in dem mir bisher unbekannten Feld "Lied" mehr schreiben und kennenlernen wollen.


    Und davor waren es Liszt und Rachmaninov, davor die Renaissance, davor Chorgesang, davor Arvo Pärt etc. etc.


    Vielleicht lande ich ja doch noch bei moderner Musik. Oder Oper.

  • Ja - der Elan verläuft Pendelartig - wie die gesamte Geschicht der Welt.

    Dieser thread ist somit zu einem - wie ich glaube - gutem Ende gekommen und wird somit von mir geschlossen.

    Ein weiterer, die Werbemaßnahmen und Motivation, Tamino betreffend wird folgen.

    Darüber habe ich gestern vor einer Woche in Wien mit Operus gesprochen.


    Beste Grüße aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !