Der Wald als musikalisches Thema

  • Hallo!


    Als musikalischen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Natur ;) möchte ich den "Wald" als Thema einer offenen Sammlung ausrufen.

    Willkommen sind Lieder, Arien, sinfonische Werke und und und....

    Wer möchte, kann gerne einschlägige Gedichte, Aphorismen oder auch Stücke aus anderen Gattungen (Jazz...) präsentieren.


    Den Anfang mache ich mit dem Lied "Im Wald" aus den sechs Gesängen op. 107 von Robert Schumann - hier in der Interpretation von Christian Gerhaher.



    Im Wald

    Ich zieh’ so allein in den Wald hinein!
    O sieh zwei Falter fliegen!
    Sie tummeln sich durch die Luft,
    Und wenn sie ruh’n, so wiegen
    Sie sich in der Blumen Duft,
    Und ich bin so allein, voll Pein!

    Ich zieh’ so allein in den Wald hinein!
    O sieh zwei Vöglein erschrocken
    Entstieben dem warmen Nest!
    Doch singen und suchen und locken
    Sie hoch sich im Geäst,
    Und ich bin so allein, voll Pein!

    Ich zieh’ so allein in den Wald hinein!
    O sieh zwei Rehe zieh’n
    An der grünen Halde zumal!
    Und wie sie mich seh’n, entflieh’n
    Sie fern in Berg und Tal,
    Und ich bin so allein, voll Pein!


    Wolfgang Müller von Königswinter


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Da denke ich zuallererst an das "Waldweben" im 2. Aufzug "Siegfried", hier in einer instrumentalen Variante:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Als zweites denke ich an Carl Maria von Weber von Weber, allerdings nicht an seinen "Freischütz", sondern an den Chor "Hallo! Hallo! Im Wald wohl lebt sich's so" aus dem 1. Akt seiner Oper "Silvana".


    Hier ab 17:28 zu hören:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Mein dritte Gedanke zum Wald gild dem Waldemar, der im ersten der Gurre-Lieder singt:


    Zitat

    Nun regt sich nicht das kleinste Laub in des Waldes prangendem Haus


    Der gesamte Text der Gurre-Lieder findet sich u.a. hier:


    https://www.brilliantclassics.…r-Sung-Texts-Download.pdf

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Mein vierter Gedanke gilt dem wunderbare Falknerhaus-Bild im 2. Akt der "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss mit der Falken-Arie des Kaisers, der u.a. singt "Das Falknerhaus einsam im Walde soll die drei Tage mir Wohnung sein."


    https://gutenberg.spiegel.de/b…frau-ohne-schatten-1005/3



    (Kammersänger Klaus König singt diesen Satz in diesem Video ab 4:38)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Und als fünften (und vorerst letzten) Gedanken zu Thema Wald Gretels Lied "Ein Männlein steht im Walde" vom Beginn des 2. Aktes von Engelberts Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" (hier gesungen von Laura Aikin ab 0:30):


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Die wunderbare "Waldesnacht" von Brahms muss ich als sechstes doch noch loswerden:



    http://www.lieder.net/lieder/get_text.html?TextId=8032

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Und noch eins:


    Zitat

    "Wenn sie nur ohne Anfechtung durch den Wald gekommen ist."

    Das sagt die Mutter Gertrud in ihrem Melodram im 2. Akt der Oper "Hans Heiling" von Heinrich August Marschner:

    (Hier gesprochen und gesungen von Res Fischer.)



    Das gesamte Libretto zu dieser wunderbaren Oper findet sich hier:


    http://www.zeno.org/Literatur/…eiling/2.+Akt/4.+Auftritt

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)


  • Der Wald beginnt zu rauschen,

    den Bäumen naht die Nacht;

    als ob sie selig lauschen,

    berühren sie sich sacht.


    Und unter ihren Zweigen,

    da bin ich ganz allein,

    da bin ich ganz mein eigen:

    ganz nur Dein.



    Richard Strauss: "Waldseligkeit" nach einem Gedicht von Rudolf Dehmel. Elisabeth Schwarzkopf wird begleitet vom Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter George Szell. Für mich ist dieses Lied in dieser Interpretation nach wie vor eine Offenbarung, die niemals und durch niemanden übertroffen wurde. In meine Begeisterung ist natürlich Szell mit einbezogen. Er lässt gleich zu Beginn den Wald wirklich unendlich rauschen. Die Aufnahme zeigt mir, was an sängerischem Ausdruck möglich ist.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Robert Schumann Waldszenen op. 82



    Dieser Thread gibt Auskunft:


    Robert Schumann: Waldszenen op. 82

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

  • Franz Schubert (1797-1828)


    Im Walde (Waldesnacht) D. 708


    Friedrich Schlegel


    Windes Rauschen, Gottes Flügel,

    Tief in kühler Waldesnacht;

    Wie der Held in Rosses Bügel,

    Schwingt sich des Gedankens Macht.

    Wie die alten Tannen sausen,

    Hört man Geistes Wogen brausen.


    Herrlich ist der Flamme Leuchten

    In des Morgenglanzes Tau,

    Oder die das Feld beleuchten,

    Blitze, schwanger oft von Tod.

    Rasch die Flamme zuckt und lodert,

    Wie zu Gott hinaufgefodert.


    Ewig's Rauschen sanfter Quellen

    Zaubert Blumen aus dem Schmerz,

    Trauer doch in linden Tönen

    Schlägt uns lockend an das Herz;

    Fernab hin der Geist gezogen,

    Die uns locken, durch die Wogen.


    Drang des Lebens aus der Hülle,

    Kampf der starken Triebe wild,

    Wird zur schönsten Liebesfülle,

    Durch des Geistes Hauch gestillt.

    Schöpferischer Lüfte Wehen

    Fühlt man durch die Seele gehen.


    Windes Rauschen, Gottes Flügel,

    Tief in kühler (dunkler) Waldesnacht,

    Frei gegeben alle Zügel

    Schwingt sich des Gedankens Macht,

    Hört in Lüften ohne Grausen

    Den Gesang der Geister brausen.






    Im Walde D. 834 (Der Titel des Liedes stammt von Schubert.)


    Ernst Konrad Friedrich Schulze (unter dem Titel Ich wandre über Berg und Tal)


    Ich wandre über Berg und Tal

    Und über grüne Haiden,

    Und mit mir wandert meine Qual,

    Will nimmer von mir scheiden;

    Und schifft' ich auch durch's weite Meer,

    Sie käm' auch dort wohl hinterher.


    Wohl blühn viel Blumen auf der Flur,

    Die hab' ich nicht gesehen,

    Denn Eine Blume seh' ich nur

    Auf allen Wegen stehen.

    Nach ihr hab' ich mich oft gebückt

    Und doch sie nimmer abgepflückt.


    Die Bienen summen durch das Gras

    Und hängen an den Blüthen;

    Das macht mein Auge trüb' und naß,

    Ich kann mir's nicht verbieten.

    Ihr süßen Lippen, roth und weich,

    Wohl hing ich nimmer so an euch!


    Gar lieblich singen nah' und fern

    Die Vögel auf den Zweigen;

    Wohl säng' ich mit den Vögeln gern,

    Doch muß ich traurig schweigen,

    Denn Liebeslust und Liebespein

    Die bleiben jedes gern allein.


    Am Himmel seh' ich flügelschnell

    Die Wolken weiter ziehen,

    Die Welle rieselt leicht und hell,

    Muß immer nahn und fliehen;

    Doch haschen, wenn's vom Winde ruht,

    Sich Wolk' und Wolke, Fluth und Fluth.


    Ich wandre hin, ich wandre her

    Bey Sturm und heitern Tagen,

    Und doch erschau' ich's nimmermehr

    Und kann es nicht erjagen.

    O Liebessehnen, Liebesqual,

    Wann ruht der Wanderer einmal?




    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

  • Der dritte Aufzug von Wagners Großer romantischer Oper "Tannhäuser" beginnt so:


    Zitat

    Wohl wußt' ich hier sie im Gebet zu finden,

    wie ich so oft sie treffe, wenn ich einsam

    aus wald'ger Höh' mich in das Tal verirre.


    In nachfolgender Aufnahme betörend gesungen von Kammersänger Siegfried Lorenz (ab 8:31):


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Und natürlich ist der Wald ein zentrales Thema in Carl Maria von Webers Romantischer Oper "Der Freischütz", nicht nur in der Arie des Jägerburschen Max im 1. Aufzug mit der berühmten Textzeile "Durch die Wälder, durch die Auen".


    (Hier gesungen von Kammersänger Reiner Goldberg ab 27:08):


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Johann Strauss (1825-1899)


    Geschichten aus dem Wienerwald Konzertwalzer op. 325




    Mit witzigem englischem Text gesungen von den King's Singers


    .

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

  • In "Arabella" von Richard Strauss gibt es den Grafen Waldner! :hahahaha:

    Aber während der ein Stadtmensch ist so gar nichts mit Wald und Natur am Hut hat (sondern nur mit den Blättern seines Kartenspiels), ist das bei seinem überraschenden Besucher im 1. Akt anders: "Mein sind die Wälder", singt Mandryka.


    Hier die ganze Waldner-Szene des 1. aktes inklusive der Szene mit Mandryka:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Nikolai Rimski-Korsakow schrieb zahlreiche Oper, daraunter auch die mit dem vielleicht längsten Titel der Operngeschichte:

    "Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronia"

    Dieses Mädchen Fewronia lebt im 1. Bild der Oper von im Wald, bis der Prinz sie findet und mitnimmt. Man hört schon in der wunderbaren Orchestereinleitung das Rauschen des Waldes und das Rascheln der Blätter der Bäume im Wind. So muss für mich Wald klingen!

    Die ersten Worte Fewronias sind in der deutschen Übersetzung, die Harry Kupfer für seine Bregenzer und Berliner Inszenierung dieser wunderbaren Oper wählte, folgende: "Wald, mein Lebensquell!"

    Ich gehe mal davon aus, dass das im russischen Original gleich oder zumindest ähnlich ist. Der Wald als Schauplatz des ersten Bildes ist zumindest sicher.



    Fewronias Gesang mit "Wald, mein Lebensquell" beginnt im Video bei 3:30, aber auch das Orchestervorspiel davor ist wie gesagt sehr hörenswert und passt absolut zum Thema.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Jede musikalisch geschilderte Jagd findet im Wald statt, so auch der 3. Satz der 4. Symphonie von Anton Bruckner:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und so auch im 3. Satz von Beethovens "Eroica", mindest im von den Hörnern dominierten Trio (ab 2:43):


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und dann natürlich dieser Chor (früher genauso gerne gesungen wie die "Waldesnacht" von Brahms):



    Die ersten beiden Strophen:


    https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCtzows_wilde_Jagd


    (Wobei ich schwören könnte als Refrain gesungen zu haben: "DAS IST Lützows wilde, verwegene Jagd")

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und dann gibt es in Webers Opernschaffen gleich (mindestens) zwei Jägerchöre:



    (Der Freischütz)


    und



    (Euryanthe)


    Ok, zugegeben, der erste ist schöner, aber der zweite ist absurder und passt daher viel besser zum Thema Jagd. :D

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • In ferner Einsamkeit des Waldes,

    wo still und friedsam ich gelebt, –

    was tat ich dir, was tat ich dir?

    Freudlos, das Unglück nur beweinend,

    das lang belastet meinen Stamm, –

    was tat ich dir, was tat ich dir?


    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Hier noch ein Lied aus meiner frühen Schulzeit, gerne gesungen - wobei die Septime abwärts bei "Herbst beginnt" viele Mitschüler nicht gepackt haben. :D



    P.S. zum Vorbeitrag: Da empfehle ich alternativ dann doch eher diese Aufnahme, nicht wegen der gleichen Ortrud (Christa Ludwig), sondern wegen der anderen Elsa (Elisabeth Grümmer):


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Eine Oper, die - ähnlich wie "Parsifal" - auch ganz überwigend im Wald spielt, ist "Das schlaue Füchslein" von Leos Janacek.

    Schon im Vorspiel kann man den Wald und sein Gewimmel hören. In der Schlusszene resümmiert der Förster dann (in der Felsenstein-Version): "Und doch ist es schön, dass all dies Gewimmel der Wald hier ernährt."


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Wann dann die Flur vom Frost befreit,

    und wiederkehrt die Sommerszeit,
    was einst in langer Wintersnacht
    das alte Buch mir kund gemacht,
    das schallte laut in Waldes Pracht,
    das hört ich hell erklingen:
    im Wald dort auf der Vogelweid
    da lernt ich auch das Singen.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • "Oh, Waldther, der du also sangest, du hast die Liebe arg entstellt!"


    :hahahaha:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Hallo


    Hier wieder ein Lied:



    Es ist schon spät, es ist schon kalt,
    Was reitest du einsam durch den Wald?
    Der Wald ist lang, du bist allein,
    Du schöne Braut! Ich führ dich heim!

    “Groß ist der Männer Trug und List,
    Vor Schmerz mein Herz gebrochen ist,
    Wohl irrt das Waldhorn her und hin,
    O flieh! Du weißt nicht, wer ich bin.”

    So reich geschmückt ist Roß und Weib,
    So wunderschön der junge Leib,
    Jetzt kenn ich dich - Gott steht mir bei!
    Du bist die Hexe Lorelei.

    “Du kennst mich wohl - vom hohen Stein
    Schaut still mein Schloß tief in den Rhein.
    Es ist schon spät, es ist schon kalt,
    Kommst nimmermehr aus diesem Wald.”
      

    Joseph von Eichendorff

    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Als kleinen Ausgleich zu Hans Heukenkamps "Wagner-Schwemme" :D mal was vom anderen großen Musikdramatiker des 19. Jahrhunderts, nämlich dem südlich der Alpen: Der leider viel zu oft weggelassene 1. Akt der Oper "Don Carlos" von Giuseppe Verdi spielt in den Wäldern bei Fontainebleau:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme! (Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.)

  • Eigentlich wird der Wald und die Liebe zum Wald ja oft eher als ein typisch deutsches Thema insb. der Romatik verortet, aber auch bei Verdi haben wir z.B. im Don Carlos den Forêt de Fontainebleau und im Macbeth wird der Wald von Birnam sogar lebendig. Die passenden Ausschnitte suche ich vielleicht morgen zusammen, denn ich muss jetzt ins Bett.


    p.s. Ich sehe grad, lieber Stimmliebhaber, dass Du bzgl. des Forêt de Fontainebleau schneller warst :hello:

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.