Les Urnes de l´Opéra - Ein jahrhundertprojekt

  • Im Jahre 1907 wurden im Beisein von Alfred Clark, Präsident der Compagnie Francaise du Grammophone eine größere Anzahl von Grammophonplatten in Gefässe verpackt und in den Kellerräumen der Opera Garnier eingemauert, sie sollten dort 100 Jahre gelagert bleiben und anschliessend wieder ans Tageslicht befördert werden um der Nachwelt Zeugnis vom Glanz damaliger Stimmen und Interpreten - und auch vom hohen Standard der Tontechnik des jungen 20, Jahrhunderts zu vermitteln, die man als ausgereift und nicht mehr verbesserbar betrachtete. Im Juni 1912 wurde eine 2. Partie nachgereicht- Ich hatte eigentlich angenommen, daß diese Aufnahmen irgendwo vergessen und unausgegraben ruhten, aber hier im Forum wurde ich von einem Mitglied (Madame Cortese ?) daruf aufmerksam gemacht, dass diese frühen Grammophonaufnahmen in der Tat ausgegraben wurden und auf 3 CDs überspielt . nun dem interessierten Sammler zu Verfügung stünden.

    Ich habe daraufhin diese 3 CD Box erworben und werde gelegentlich die einelnen Tracks in chronologischer Reihenfolge vorstellen. Interessant ist der Mix zwischen Interpreten, die noch heute wenigstens namentlich in Erinnerung sind (natürlich auch nur den Spezialisten) und solche, die man kaum mehr kennt,

    Die Tontechnik - Sie ist - wenn man das Aufnahmejahr betrachtet und die Grenzen von akustischen Aufnahmen kennt - erstaunlich gut,

    Es gibt natürlich den für diese Zeit üblichen hohen Rauschpegel und der Frequenzbereich ist ebenfall sehr eingeschränkt, Es gibt indes keine Knacker oder ausgeschliffenen Rillen, weil es sich eben um ungespielte Platten der Zeit handelt, ohne Verschleisserscheinungen.

    Das Booklet ist ausschliesslich in französischer Sprache.

    Es enthält Photographien, wo eine Reihe illustrer älterer Herrn dem historischen Akt des Einmauerns beiwohnt. Es muss ein eigenartiges Gefühl sein, zu wissen, daß man jenen des Ausmauerns nicht erleben wird.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • MARGUERITE MÉRENTIÉ


    Die erste auf dieser Edition verewigte Stimme ist, jene der französischen Opernsängerin Marguerite Merentiè


    Sie singt 2 Tracks aus Massenets "Ariane"


    La Fine Grace

    Ah! Le cruel


    Die Aufnahme (1907) ist bereits mit Orchesterbegleitung was einige Jahre zuvor gar nicht möglich gewesen wäre.

    Über die Sängerin - zwar eine Berühmtheit ihrer Zeit - ist wenig bekannt, ausser daß sie 1880 geboren wurde und daß sie in den Jahren 1907-1912 Aufnbahmen gemacht hat. Nicht mal Todesjahr ist auffindbar. Bilder gibt es wohl, die aber werden von Bilderagenturen gehortet und verkauft - obgleich die frei von Copyrigt sein sollten. Aber wikipedi ets hat sie eben derzeit nicht...


    allerdings gibt es einen Videolink zu "Opera Musica" im Internet


    https://www.operamusica.com/ar…rite-merentie/video/48386



    Und auch eine maßlos überteuerte Doppel-CD von "CARMEN"


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    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Über die Sängerin - zwar eine Berühmtheit ihrer Zeit - ist wenig bekannt, ausser daß sie 1880 geboren wurde und daß sie in den Jahren 1907-1912 Aufnbahmen gemacht hat.

    Auf der Seite http://www.Isoldes-Liebestod.net, die ich für sehr zuverlässig halte, hat Marguerite Mérentié sie einen recht ausführlichen Eintrag mit einigen Fotos. Dort wird sie unter den Sängerinnen geführt, die die Isolde zwar gesungen, aber keine Aufnahme des Liebestodes hinterlassen haben. Ein Sterbedatum wie aber auch nicht genannt.

    Es grüßt Rheingold1876

  • BERTHÉ AUGUEZ de MONTALANT


    Die nächsten Arien dieser sammlung sind der Sängerin Berthè Auguez de Montalant gewidmet. Sie wurde 1865 in Baltimore geborren und starb 1937 in Nizza,Sie debütierte 1889 in der Opéra-Comique in Paris in der Rolle der Léonore in ‘’Fidelio’’.


    Auf der Ausgabe , der dieser Thread gewidemet ist singt sie "La Procession " von Caesar Frank

    aufgenommen 1907 - mit Orchesterbegleitung

    _____________________________________________


    Hier ein Link zu einer anderen Aufnahme:


    Meyerbeer - Robert le diable - Robert, toi que j'aime - Berthe Auguez de Montalant (1908)



    Wie man sieht ist Ruhm vergänglich. Einst als "Referenz für die Ewigkeit" auf Platte verewigt - heute total vergessen...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Ich besitze von der nahezu vergessenen Sängerin immerhin noch eine LP (Label: "Club 99"/USA). Hier ist sie u. a. noch mit Arien aus W. Telll (Rossini), Juive (Halevy), Damnation de Faust (Berlioz), Herodiade (Massenet), Robert le Diable (Meyerbeer), Die Afrikanerin (Meyerbeer), Les Porcherons (Gisar), Marie-Magdeleine (Massenet) und Stabat Mater (Rossini) zu hören. Die Aufnahmen enstanden zwischen 1908 und 1911. Ich habe die LP noch nie gehört. Dank Alfred liegt sie jetzt auf dem Plattenteller ...

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • JULIA LINDSAY


    Die nächste Sängerin .

    Julia Lindsay, Tuchter amerikanische Immigranten, geboren um 1878 in Paria ist wieder „vergessen“ – Eigentlich erschreckend, wenn man edenkt, dass man für diese Edition die Creme de la Creme selktiert hatte. Denn dazu gehörte sie. Sie hatte ihre Geangsausbildung in Paris und war be Erstaufführung von Mzarts Entführung an der Grand Opera die Konstanze. Sie Sang weiters Gonoud, Verdi und Wagner und war vielgepriese, machte einige Schallplatten für HMV und Grammophone, Für das Projekt wurden 2 Arien von Gounod ausgewählt:



    Romeo et Juliette:

    Ah ! Je veux vivre dans le réve


    Faust:

    Il était un roi de Thuler“


    Diese Aufnahmen entstanden 1907 und sind mit Orchesterbegelitung

    Ab 1910 verwischt sich die Spur der Sängerin, sie scheint sich zurückgezogen haben,

    das Todesdatum ist nicht bekannt.


    Vor allem der Walzer aus Romeo und Juliette zeigt eine Stimme von äusserster Stralkraft und Sicherheit in den Höhen - uber die unzulängliche Aufnahmetechnik hinaus. Ich bin an sich kein Freund von Frauensstimmern der akustischen (heisst; mit Trichter aufgenommen) Ära, weil die Verfärbungen groß sind und die Höhen schlecht wiedergegeben werden, aber hier wurde das Erreichbare erreicht....



    Beinahe hätte ich die Clips nicht gefunden, weil die Nmen im Beiheft und iom Internet differieren...


    mfg aus Wien

    Alfred




    clck 411

    Interpreten SIND Sklaven !

  • AGUSTARELLO AFFRE



    Die nächsten beiden Arien werden von Agustarello Affre (1858-1931) einem französischen Opernsnger bestritten


    Gounod: Romeo et Juliette

    Ah ! Leve toi, soleil


    Verdi: La Trovere

    Exile sur la terra


    Diese beiden Arien wurden nicht 1907 aufgenommen sondern vereit drei Jahre zuvor, 1904 -

    mit hörbaren Konsequenzen: Damals war es noch nicht möglich Orchester aufzunehmen. Deshalb ,usste man sich mit einnem Klavier begnügen, welches indes auch relativ im Hintergrund zu hören ist.ER war sehr erfolgreich, WIKIOPEDIA bezeichnet ihnal typisch französischen Heldentenor, und er wurde auch al der "französische Tamagno" bezeichnet. Mich hat mehr die schier überbürdende Kraft seiner Stimme (trot Trichter !!) - eine Urgewalt - beeindruck, als die Schönheit des Timbres. Allerding galten 1904 andere Maßstäbe.

    Von diesem Sänger gibt es (relativ) viele Aufnahmen


    Hier ein Sample aus der Edition um die es geht (vermutlich keicht gefiltert)


    und hier eine oft gespielte Aufnahme . wie man sich eine "alte Aufnahme" vorstellt


    Mfg aus Wien


    Alfred









    Interpreten SIND Sklaven !

  • Diese beiden Arien wurden nicht 1907 aufgenommen sondern vereit drei Jahre zuvor, 1904 -

    mit hörbaren Konsequenzen: Damals war es noch nicht möglich Orchester aufzunehmen. Deshalb ,usste man sich mit einnem Klavier begnügen, welches indes auch relativ im Hintergrund zu hören ist.

    Ich möchte ergänzen, dass es schon vor 1907 möglich war, Orchester aufzunehmen. Bereits auf den ersten Schallplatten von 1890 spielen Orchester, damals allerdings mit kleiner Besetzung, vor allem Blasquartette und -quintette. Allerdings waren Orchesterbegleitungen bei Gesangsaufnahmen zunächst unüblich. Erst ab 1901 findet man sie vereinzelt, in den Jahren darauf immer häufiger. Umgekehrt werden Klavierbegleitungen ab ca. 1906 immer seltener. Ich persönlich bevorzuge die Klavierbegleitung bei akustisch aufgenommenen Schallplatten.

  • Ja man kann ja davon sprechen, daß jede Aufnahme in diesen Tagen ein Kunstwerk oder Experiment war - sie klangen unterschiedlich - oft von Stück zu Stück- vermutlich wegen der Säure, die unterschiedlich auf die Zink (?) Platte einwirkte. Aber es gab auch Plattenfrmen die die Technik besser als andere beherrschten. Das was wir indes üblicherweise zu hören bekamen, waren nicht nur Platten mit uralter Technik, sondern meist Ruinien davon. Noch schlimmer war es wenn- vor allem in den 60iger Jahren solche Ruinen mit unzulänglichen Mitteln "rerstauriert" - im Sinne von zu Tode gefiltert - wurden......


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Bis ca. Mai 1900 wurde in der Tat durch einen Ätzvorgang auf Zinkschallplatte aufgenommen. Das Zink-Master wurde danach galvanoplastisch mit Kupfer beschichtet. Endergebnis war ein Pressstempel aus vernickeltem Kupfer, mit dem Schallplatten aus Zelluloid bzw. Hartgummi, ab 1895 aus schellackgebundener Masse gepresst wurden. Ab 1900 erfolgte der Schnitt in eine Wachsplatte bei der Aufnahme. Auch diese wurde, um einen Pressstempel zu gewinnen, mit Kupfer beschichtet. Aufnahmen ab 1900 rauschen durch den Wachsschnitt wesentlich weniger.


    Eine gut erhaltene Hartgummischallplatte von 1890 und erst recht eine Schellackplatte von 1900 können erstaunlich gut klingen. Leider sind nur wenige Spezialisten in der Lage adäquate Überspielungen davon zu machen und - da hast Du ganz recht - sie nicht totzufiltern.

  • Das ist sehr erhellend - denn ich glaube einer der wenigen zu sein, der sich mit der Geschichte alter Aufnahmetechniken ein wenig vertraut gemacht hat, aber die vielen feinen Zwischenstufen kenne ich natürlich nicht- ich bin kein "Kenner"


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Maurice RENAUD

    Die nächste Arie wurde von Maurice Renaud ( 1861-1933) einem französischen Operbariton gesungen, dessen Realname eignetlich Maurice Arnold Croneua war. Er studierte am Pariser und Brüsseler Konservatorium, Er sang zuerst in Brüssel, danach ab 1891 an der Pariser Oper (Erster Bariton bis 1904) sowie in Folge während einer Reise in die USA an zahreichen rennomierten Opernhäusern. Er sang später an Covent Garden und in Manhattan, St. Petersburg und Monte Carlo mit allen Größen seiner Zeit (Enrico Caruso, Nellie Melba, Emmy Destinn, Selma Kurz, etc etc). Auf Grund einer Kriegsverwundung musste er 1919 seine Karriere beenden. Es gibt einen ausführlichen Lebenslauf auf Wikipedia.


    Ambroise Thomas: Hamlet

    Comme und pale fleur


    Die Aufnahme stammt von 1906

    Im Booklet der Box steht:

    "avec accompagnement de piano "


    Mein Gehörsinn ist - euphemistisch formuliert - nicht mehr der Beste - aber ich bin mir siche, daß das was man im Hintergrund hört, ein Orchester ist, ich würde sogar sagen: mit Strohgeigen ausgerüstet.....

    Die Stimme ist auf dieser Aufnahme überaus dunkel und kräftig, sowie gut konturiert. Es ist interessant Aufnahmen so zu hören, wie die Zeitgenossen des Sängers - und nicht als Ruinen, denen die Restauratoren der 50rt und 60er Jahre noch den Todesstoß gegeben haben..


    Maurice Renaud: ca 1900


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Jean NOTÉ


    Der nächste Interpret in dieser spektakulären Edition ist der belgische Bariton Jean Notè (1859 -1922)

    Er ist gemessen an der Zeit in der er aktiv war (ausschliessliche in der "akustischen Ära" - also über Trichter) durch zahlreiche Aufnahmen für etliche Labels sehr gut dokumentiert.

    Auf der Edition ist er mit zwei Arien aus Donizettis "La Favorita" in der Rolle von Alfonso XI von Castillien. (für Zonophone - 1906)

    Der Sänger stammte aus ärmsten Verhältnissen. Durch einen Zufall wurde er entdeckt und fand Gönner und Sponsoren, die 2 Jahre seine Ausbildung finanzierten. und erhiellt zuletzt sogar ein Staatliches Stipendium. Die ersten Stationen seiner Karriere waren in Lille, Lyon. Antwerpen und Marseille, bis er ab 1893 der Pariser Oper angehörte, wo er bis an sein Lebensende verblieb. Es gab aber auch Auftritte in Manhattan und an der MET in New York.

    Er war nicht wählerisch, sang neben Oper auch Konzert und Chanson. Er war ein Menschenfreund und beteiligte sich oft an Benefizkonzerten.


    Hier gibt es ein Kuriosum. Er singt die Marseillaise (in Kostüm)


    Der Tonfilm war noch nicht erfunden, aber es gab immer wieder Experimente, die aber auf die Spieldauer einer Wachswalze - später Schallplatte- beschränkt waren und nur mittels spezieller Fimkamereas und Phonographen, die miteinander mechanisch verbunden waren, möglich waren
    Ein Zeitfenster also, das es offiziell noch gar nicht gab ....



    mfg aus Wien

    Alfred


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Lieber Alfred,

    man hört eine kraftvolle Stimme im Dauerforte. Liegt wohl daran, dass Nationalhymnen so heroisch gesungen werden müssen. Dank und Anerkennung, dass Du immer wieder so ungewöhnliche Beiträge findest und einstellst. Bereichernd!

    Herzlicht

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Die Stimme ist in der Tat sehr Kraftvoll und beeindruckend. Mehr noch auf den Opernaufnahmen, wo er gelegentlich in - für einen Bariton - bemerkenswerte Tiefen hinabreicht. Die "Stentor- Attitüde" - dürfte sein Markenzeichen gewesen sein. Zu Zeiten der akustischen Trichteraufnahmen war das er nicht zu unterschätzender Vorteil. Seine Lautstärke war so enorm. da das damals unvermeidliche präsente Grundrauschen doch ein wenig unterdrückt wurde. Vor allem auf Zonophone komt die ganze Wucht der Stimme zum tragen. Hier ist kaum etwas von französischer Eleganz zu hören, aber viel Spontanität und Kraft (Soweit ich weiß hat er auch Wagner gesungen)Die Aufnahme ist offensichtlich ungefiltert, sowohl die Nebengeräusche als auch die Stimme kommen weitgehen unverfärbt ....

    Noté nahm für etliche Labels auf: für Edison auf Wachszylinder, für Pathé, für Zonophone, die Hannoveranische Plattenfirma FAVORIT RECORD- und Columbia, insgesamt über 100 Arien bei mindestens 10 Labeln.

    Die Kraft schöpfte er aus ausgiebigen Essen und Trinken....




    Wie man sieht ist der Plan der Initiatoren des Projekts "Katakomben der Oper" zumindest teilweise aufgegangen, der Nachwelt die Stimmen von damals im Gedächtnis zu erhalten. Möge dieser Thread dazu beitragen.

    Manches ist nur historisch interessant, anders ist - trotz unzureichender Tontechnik ein Vergnügen... (was nicht jeder so sehen wird)


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 1100

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Leon BEYLE

    Der französische Tenor Léon BEYLE (1871-^1922) studierte am Conservatoire Lyon und anschliessend am Conservatoire de Paris. Diverse erste und zweite Preise für Gesang. 1897 Debüt an der Opera Garnier, Paris, trat aber auch an der Opera Comique auf. Er nahm über 400 Plattenseiten auf. Wikipedia kennt ihn nicht


    Aber glücklicherweise gibt es immer wieder Enthusiasten, die die Erinnerung an die Künstler der Vergangenheit aufrecht halten. Auch wenn ich der Auffassung bin, dass Links zu anderen Seiten die eigene Bedeutung unseres Forums herunterdrücken (und ich sie daher weitgehend ablehne und vermeide) so bin ich in speziellen Fällen wo jemand in mühevoller Kleinarbeit recherchiert und Bilder, die kaum wo zu bekommen sind, sammelt, gerne bereit diese Leistung zu würdigen – daher der Link:


    https://www.artlyriquefr.fr/personnages/Beyle%20Leon.html


    Wir müssen aber auch den Verantwortlichen von 1907 für die spezielle Zusammenstellung dankbar sein: Durch den Überhang von französischen Sängern der damaligen Zeit hören wir Stimmen, die (von Spezialisten abgesehen) heute (fast)vergessen sind, notabene, da darzeit die „französische Schule“ leider ein wenig in den Hintergrund gedrängt ist, was natürlich auch mit den momentan präferierten Spielplänen zusammenhängt.


    Auf der titelgebneden Sammlung singt er zwei Arien von Adolphe ADAM aus der Oper


    „Si j’etais roi“


    J’ ignore son nom

    Un regard de ses yeux


    Leider nicht im Internet verfügbar, daher ein anderes Klangbeispiel um die Stimme vorzustellen. Beyle starb leider bereits 3 Jahre vor Einführung der elektischen Tonaufnahme, also alles akustisch über Trichter…



    mfg aus Wien

    Alfred











    Interpreten SIND Sklaven !

  • Hector DUFRANNE


    Hector Dufranne war ein belgischer Opernsönger (Bass-Bariton)

    Er lebte von 1870-1951

    Er wurde am Brüsseler Konservatorium ausgebildet und debütierte 1896 am Théâtre Royal de la Monnaie als Valentin in Charles Gounods "Faust" In der Folge trat er auch in Manhattan, Chica und Paris auf. Seine Aufnahmnen stammen aus den Jahren 1904- 1928. Ende der dreißiger Jahre beendete er seine aktive Sängerkarriere und widmete sich dem Unterricht.

    Die in der Edition enthaltene Aufnahme stammt aus dem Jahre 1906 für Zonophone

    Glücklicherweise ist sie auch im Web vorhanden - und somit hierher verlinkt.

    Dufranne singt hier eine Arie aus der Oper -"La Joconde" von Nicolo Isouard (1775-1818)

    "Dans un Delire extréme"

    Isouard war ein maltesischer Komponist mit französischen Wurzeln.

    Trotz seines kurzen Lebens hinterließ er über 40 Opern, die IMO ein wenig an Auber erinnern....

    Die Stimme klingt auf meiner CD - mittels Röhrenverstärker und Lautsprecher wiedergegeben ungleich beeindruckender, als das Internet-Sample mittels Kopfhörer...



    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !