Wr. Staatsoper Saison 2008/09

  • Der Spielplan für die neue Saison der Wr. Staatsoper soll Anfang April erscheinen. Es soll wieder fünf Premieren geben. Dazu gehören Das Rheingold und Götterdämmerung, Faust und Eugen Onegin. Doch welches Werk soll noch neu inszeniert werden?


    Zu den Wiederaufnahmen gehört wohl La Juive. Weiß jemand noch von anderen Wiederaufnahmen?


    Gregor

  • Ich hoffe doch keines von den Genannten, denn die sind ja noch im Fundus.


    Margarte hat zwar eine miese Inszenierung, aber man könnte etwas daraus machen, bei einer Auffrischung.
    Vielleicht die handlung dorthin verlegen wo sie hingehört und nich in die Zeit der franz. Revolution.


    Bei Eugen Onegin, da gibt es doch auch eine Inszenierung, also die auffrischen.


    Ich weiß nicht früher im Repertoire-Spielplan der Wiener Staatsoper hatte man bedeutend mehr Werke am Spielplan,


    muss den immer jede Neueinstudierung gleich als Neu hingestellt werden?

  • Ich weiss nur,das der Spielplan am 3.4.08 vorgestellt werden soll.
    Habe auch etwas von Macbeth mit Keenlyside gehört,
    ebenso Faust mit Gheorgiu.


    Rita

  • Zitat

    Original von rita
    Ich weiss nur,das der Spielplan am 3.4.08 vorgestellt werden soll.
    Habe auch etwas von Macbeth mit Keenlyside gehört,
    ebenso Faust mit Gheorgiu.


    Lt. einem Interview wird Simon den Macbeth in Wien erst 2010 oder 2011 singen, eine Wiederaufnahme soll aber bereits Ende 2009 erfolgen.


    Faust soll mit Alagna, Gheorghiu und D'Arcangelo besetzt sein.


    Gregor

  • Zitat

    Original von rita
    Du siehst,wir müssen warten!


    Ich bin ja selbst sehr gespannt


    Du hast recht, aber dieses "Spekulieren" macht auch irgendwie Spaß ;)


    Es ist ja schon so einiges über die neue Saison durchgesickert, gerade was auch Repertoire-Vorstellungen betrifft. Manches klingt da schon sehr interessant.


    Gregor

  • Zitat

    Original von rita
    Na, was weisst Du ?
    Berichte bitte!


    Ach, Rita, jetzt bringst du mich in Bedrängnis, aber ich bin ja selbst Schuld ;)


    Also, zu Ohren gekommen ist mir unter anderem: Deborah Voigt als Salome, Gruberova wieder mal als Zerbinetta und Lucia, Nucci als Simon Boccanegra, Shicoff in La Juive, Keenlyside und Vargas in Eugen Onegin, und Kasarova soll die Carmen singen. Bin gespannt, ob Stefania Bonfadelli als Juliette zurückkehrt. In den letzten Monaten hat man allerdings gar nichts von ihr gesehen und gehört.


    Alle Angaben natürlich ohne Gewähr ;) Was tatsächlich zutrifft, wird man dann sehen.


    Gregor

    Einmal editiert, zuletzt von Gregor ()

  • Das mit der Gruberova als Zerbinetta ist interessant, sagte sie doch, als sie am 4.4.1996 diese Partie, ausgezeichnet sang, sie die Zerbinetta das letzte Mal gesungen zu haben.


    Bitte sie wird es schaffen, aber ich weiß nicht, sie hat durch Norma und Roberto Devereux / Elisabeth I., doch schon eine andere Art des Singens bekommen.


    Ja die Lucia schon noch, also Belcanto Opern, aber die Ariadne ist keine solche.


    Da könnte sie ja, mit ihren 60 Jahren, noch die Königin singen? Und als Rosalinde gefällt sie mir aber schon gar nicht.


    Wenn eine Sängerin sagt, sie singe diese oder jene Partie das letzte Mal, dann muss man es also nicht ernst nehmen.

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  • Zitat

    Original von Brangäne
    Und weil ich mirs seit Samstag auf den Robert Dean Smith so steh, weiß ich, dass er im Herbst Erik und Lohengrin singen wird.


    Stimmt, Der Fliegende Holländer im September und Lohengrin im November 2008.


    Wie ich gehört habe soll in der nächsten Saison Jonas Kaufmann den Cavaradossi in Wien singen. Ob es stimmt wird der 03.04. zeigen.


    Gregor

  • Bei der Tosca hoffe ich doch nicht in ener Neuinszenierun, die alte Wallmann Inszenierung ist besonders gut,


    haben schließlich, in Wien, viele Stars, wie Tebaldii, Stella, Price, Leonie Rysanek in dieser wenig verstaubten Inszenierung gesungen.


    Beim Holländer wünsche ich mir alte Inszenierung zurück, ich brauche keine Senta, mit "indischem Witwentod", wie sie jetzt ist.


    Grauenhaft.


    Liebe Grüße aus dem frühlingshaften Wien sendet Euch Peter.

  • Zitat

    Original von oper337
    Bei der Tosca hoffe ich doch nicht in einer Neuinszenierung, die alte Wallmann Inszenierung ist besonders gut,


    Wie man hört soll diese Inszenierung weiter im Repertoire bleiben. Genauso wie die Inszenierungen von La Traviata, La Boheme oder Madame Butterfly.


    Habe von der Kaufmann-Absage in Manon gehört. Wäre mein erstes Live-Erlebnis mit ihm gewesen. Dann heißt es also doch Warten auf den Cavaradossi in der nächsten Saison.


    Gregor

  • Zitat

    Original von Gregor


    Wie man hört soll diese Inszenierung weiter im Repertoire bleiben. Genauso wie die Inszenierungen von La Traviata, La Boheme oder Madame Butterfly.


    Habe von der Kaufmann-Absage in Manon gehört. Wäre mein erstes Live-Erlebnis mit ihm gewesen. Dann heißt es also doch Warten auf den Cavaradossi in der nächsten Saison.
    Gregor


    Hoffentlich gibt es den überhaupt in Hinblick auf die Manon-Absage. Kaufmann hat in Wien nicht zum ersten Mal abgesagt, und Holender war schon beim letzten Mal not amused.....
    lg Severina :hello:

  • So, der neue Spielplan ist da!
    Die PR sind ja schon länger bekannt (s.o.), ich freue mich natürlich auf den neuen Onegin mit Simon Keenlyside!
    Ansonsten das an der WSO übliche 0815-Repertoire, da kann man halt nix machen und nur auf die neue Direktion hoffen! Bleibt also die Vorfreude auf die Besetzungen, und da bin ich durchaus zufrieden, denn bis auf Thomas Hampson ;( sind alle meine Lieblinge vertreten :] Auch Agnes Baltsa ist wieder als Küsterin da, die Grubsi singt wieder Lucia - fein!
    Mein highlight wird sicher "Werther" mit dem Deamtam Villazón&Garanca&Eröd :jubel: :jubel: :jubel:, Villazón singt auch noch zwei Rodolfos, Flórez ist endlich wieder da mit drei Nemorinos,drei Lindoros, Beczala singt viermal Faust :jubel: :jubel: :jubel: (Das wird nach dem PR-Block mit Alagna ein wahres Labsal sein :stumm: ) Kaufmann zweimal Cavaradossi und zweimal Des Grieux. Auf Anjuschkas Violeta werde ich wohl verzichten müssen, denn ob ich Calleja als Alfredo aushalte....... :wacky: Dafür singt Elena Mosuc einen Traviata-Block, darauf freue ich mich auch sehr.
    Auch die "Alltagsbesetzungen" sind teilweise nicht so übel (Gut, ein bisschen oft Prestia......) also allles in allem: Doch, es wird nett! :] :] :] :] :] :]
    lg Severina :hello: :hello:
    Und für Repertoirezuckerl gibt's ja gottlob Zürich! :]

  • Zitat

    Original von oper337


    Margarte hat zwar eine miese Inszenierung, aber man könnte etwas daraus machen, bei einer Auffrischung.
    Vielleicht die handlung dorthin verlegen wo sie hingehört und nich in die Zeit der franz. Revolution.


    Hallo oper337 und hallo Sevi,


    wie war denn Eure alte Faust-Inszenierung vor diesem Debakel? War das noch eine historisierende?


    Und: Sevi, Du kennst doch noch die alte Schenk-Inszenierung vom Tannhäuser. Würdest Du die Essener Inszenierung dieser vorziehen bzw. wenn Du einmal die Essener gesehn hättest und dann die Wahl zwischen beiden Inszenierungen, welche würdest Du Dir mit denselben Sängern lieber wiederansehen?


    LG,


    Christoph


  • Hallo Christoph,
    ich muss gestehen, dass ich unseren alten "Tannhäser" NICHT kenne, weil mein Flirt mit Wagner ja noch sehr jung ist. In der Vergangenheit kamen vom großen Meister nur Holländer und Lohengrin in Frage, die mochte ich schon immer.
    Ich kenne also beide Inszenierungen nicht, könnte aber sicher - natürlich unter völlig anderen Aspekten - beiden etwas abgewinnen. Das ist jetzt kein "Mich-um-eine-Stellungnahme-Drücken", ich betone ja seit jeher, dass ich mich keinem der beiden "Lager" mit Haut und Haaren verschrieben habe. Mit großartigen Sängern kann ich einen Schenk-Tannhäuser sicher genauso genießen, mit schlechten allerdings fände ich ihn ebenso sicher sterbenslangweilig.
    Allerdings: Müsste ich zwischen unserem alten "Lohengrin" und dem von Barrie Koskie wählen, hätte Koskie keine Chance, denn diese Inszenierung finde ich schrecklich und bin daher unserem neuen Direktor schon jetzt dankbar, der sie genauso schrecklich findet und uns davon befreien will. Aber ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der diesem Playmobil-Lohengrin etwas abgewinnen könnte.
    lg Sevi :hello:

  • Entschuldige Sevi, ich wollte Dich nicht in eine Ecke drängen. Hatte auch gedacht, Du hättest den alten Tannhäuser noch gesehen. Bei mir ist's halt so, dass ich Regietheater mal eine zeitlang ganz interessant fand, sich das aber sehr schnell abgenutzt hat und mich heute unsäglich langweilt bzw. abstößt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich jemand z.B. den Essener Tannhäuser zehn Mal anschaut, so wie ich mir manche alten Repertoireinszenierungen immer und immer wieder anschaue, ohne einen Schaden zu nehmen.


    P.S.: Habe Dich nicht vergessen. Päckchen kommt noch.:-)

  • Zitat

    Original von Knusperhexe
    Entschuldige Sevi, ich wollte Dich nicht in eine Ecke drängen. Hatte auch gedacht, Du hättest den alten Tannhäuser noch gesehen. Bei mir ist's halt so, dass ich Regietheater mal eine zeitlang ganz interessant fand, sich das aber sehr schnell abgenutzt hat und mich heute unsäglich langweilt bzw. abstößt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich jemand z.B. den Essener Tannhäuser zehn Mal anschaut, so wie ich mir manche alten Repertoireinszenierungen immer und immer wieder anschaue, ohne einen Schaden zu nehmen.


    P.S.: Habe Dich nicht vergessen. Päckchen kommt noch.:-)


    Keine Sorge, ich bin sehr wehrhaft! ;) Bei mir ist's genau umgekehrt, ich finde moderne Inszenierungen von Mal zu Mal spannender, weil man immer neue Details entdeckt, sich alles immer mehr zu einem logischen Ganzen fügt. (Außer es ist eben ein Schmarren, wie z.B. der Lohengrin - da fügt sich gar nix, sondern der Ärger wird immer größer!) Unsere Wallberg-Tosca z.B. lockt mich wirklich nur wegen der Besetzung, der würde ich nicht sonderlich nachtrauern, verschwände sie in der Versenkung. (Tut sie aber nicht, weil sie inzwischen echten Kultstatus genießt!) Sehr träurig wäre ich allerdings, würde man unseren netten Schenk-L'Elisir ersetzen, der ist nämlich genauso, wie ich mir diese Oper wünsche. Aber unser neuer Direktor ist eh ein Schenk-Fan, zumindest stand in der Zeitung, dass etliche Schenkinszenierungen aufgefrischt werden sollen (u.a. der Rosenkavalier, dem sgar Edwin etwas abgewinnen kann ;) )
    Für dein P:S. :lips: :lips: :lips: :lips:
    lg Sevi :hello:

  • Die alte Iszenierung war eine historizierende mit kompletter Walpurguisnacht - Ballett,
    welches ich da jetzt vermisse, außer, dass die Gefängniszelle etwas wenig haltbar war, wenn Margarete sich gegen die Gitter warf, so wackelete die ganze Bühne, aber sonst Butzenscheiben, also wie ich auch den Faust gerne habe.


    Es klappt halt bei der Staatsoper nichts mehr, denn eine Holzbretterbühne geht ja, hat ja Gustaf Gründgens in seinem Faust bewiesen,


    aber zur Franuz. Revolution gehört er nicht, da hat er wirklich nichts verloren

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  • Zitat

    Original von oper337
    Die alte Iszenierung war eine historizierende mit kompletter Walpurguisnacht - Ballett,
    welches ich da jetzt vermisse, außer, dass die Gefängniszelle etwas wenig haltbar war, wenn Margarete sich gegen die Gitter warf, so wackelete die ganze Bühne, aber sonst Butzenscheiben, also wie ich auch den Faust gerne habe.


    Es klappt halt bei der Staatsoper nichts mehr, denn eine Holzbretterbühne geht ja, hat ja Gustaf Gründgens in seinem Faust bewiesen,


    aber zur Franuz. Revolution gehört er nicht, da hat er wirklich nichts verloren


    Und woher willst du das wissen, wo du nach eigenen Angaben überhaupt nicht in die Oper gehst???? Im übrigen ist gerade das Faust-Sujet eines, das in jede Zeit passt, aber worüber rege ich mich eigentlich auf........
    lg Severina

  • Hallo Severina
    das ist doch alles im neuen Spielplan top!
    Ihr Wiener seid zu beneiden.
    Ich habe auch schon ein paar Schmankerln
    gefunden,kann aber meine Zelte leider nicht das
    ganze Jahr in Wien aufschlagen.


    L:G: Rita

  • Hallo,
    für mich die neue Saison in Wien schon einige Möglichkeiten für schöne Abende, geht es nach der Papierform.
    Jede Menge Richard Strauss (ist es nicht der 60. Todestag? ein Strauss-Jahr? Egal, den Straussfan freuts). Besonders die Wiederaufnahme der Schweigsamen Frau mit Schade, Eröd, Rydl und Damrau - auf die heißt es zwar am längsten warten bis Juni 2009, aber ich bin überzeugt, es lohnt sich. Ich habe die Marelli-Inszenierung immer sehr stimmig gefunden und bin schon gespannt, wie sich die Stimme von Michael Schade heute mit der Rolle tut, bei der Premiere ging er doch noch sehr an seine Grenzen. Ob die Stimme heute vielleicht schon zu schwer dafür ist? Aber schon zu Saisonbeginn die Ariadne unter Petrenko, die schon erwähnte Salome mit Voigt und Wolfgang Koch als Jochanaan. Später eine Salome mit Denoke. Arabella wieder mit dem wunderbaren Damenpaar Pieczonka und Kühmeier. Jede Menge Capriccios mit Renee Fleming und dazwischen Rosenkavaliere mit Garanca bzw. Sophie Koch als Octavian. (Irgendwo habe ich gelesen, dass das Theater an der Wien ein Intermezzo bringen wird - ich hoffe, das Gerücht stimmt).


    Die Vollendung des Rings, drei ganze Durchläufe im Mai und Juni, jeweils innerhalb einer Woche, also opernreisenfreundlich. Und ich finde immer noch die spannendste Möglichkeit, den Ring zu hören, ich mag das gar nicht, wenn zwischen den drei großen Abenden immer eine ganze Woche liegt (wir hatten in der Vergangenheit oft Donnerstag - Sonntag - Sonntag - Sonntag für den Ring). Noch nicht gewöhnen kann ich mich an den Gedanken, dass die Brünnhilde nicht von einer Sängerin im Zyklus gestaltet wird, sondern Johansson in der Walküre einschlafen wird und Stemme im Siegfried erwachen wird und als Johansson in der Götterdämmerung wieder verlassen wird.


    Einzig der Mozart ist in der nächsten Saison eine traurige Angelegenheit (besonders erfreulich ist die heurige Saison allerdings auch nicht). Hat man aus dem Mozartjahr 2006 die Lehre gezogen, dass es egal ist, was man den Leuten vorsetzt, bei Mozart ist die Bude ohnedies voll? Einzig ein nett besetzter Don Giovanni im Mai, ein akzeptabler Figaro, das ist wenig für ein Haus wie die Wiener Staatsoper. Die Zauberflöten werden fast alle von Michael Halasz am Pult zerstört :motz:, kaum eine ist sängerisch in mehr als einer Partie rollendeckend besetzt - für Mozart ist es wohl im nächsten Jahr besser, nicht nach Wien zu kommen. Rechtfertigen astronomische Auslastungszahlen von 98,7% jede Besetzung am Pult und auf der Bühne?


    Meine persönlichen Dirigentenhighlights: der von Severina erwähnte Werther mit Garanca/Villazon/Eröd wird von de Billy dirigiert, Sebastian Weigle arbeitet weiter am Boris Godunow, und Christian Thielemann dirigiert NICHT den Parsifal zu Ostern - Wie dünkt mich doch die Aue heut’ so schön! Die Vorfreude auf die neue Saison kann beginnen


    :hello:

    leporellina


    Musik machen ist ein erotischer Akt, weil es mit Wollen, mit Leidenschaft zu tun hat. Daniel Barenboim

  • Die neue Saison bietet schon so einige highlights. Allen voran natürlich der neue Eugen Onegin mit Simon Keenlyside. Seit ich ihn entdeckt habe kann ich von diesem Sänger einfach nicht genug bekommen =)


    Auf einige Besetzungen kann man sich sicher freuen. Manon mit Inva Mula klingt sehr interessant. Die wunderbare Krassimira Stoyanova ist als Mimi angesetzt :]


    Besonders freue ich mich auf die Traviata mit Netrebko und Calleja. Diese beiden Stimmen passen sehr gut zueinander und Calleja ist seit seinem Hattrick vom vergangenen Jahr ein absoluter Publikumsliebling in Wien.


    Schön auch zu sehen, daß Calleja's Ehefrau, Tatiana Lisnic, an die Wr. Staatsoper zurückkehrt - nach zwei Babypausen in Folge. Sie singt mit Florez im Liebestrank. Donizetti ist vielleicht nicht ganz Florez' Terrain, aber man wird sehen. In der Italienierin in Algier singt er gemeinsam mit D'Arcangelo und der tollen Silvia Tro Santa Fé.


    Welche Faust-Aufführungsserie da wohl interessanter ist? Die Premierenserie mit Alagna/Gheorghiu oder die mit Beczala/Isokoski? :pfeif:
    Nachdem Kaufmann die heurige Manon-Serie abgesagt hat, probiert er es offensichtlich nächstes Jahr nochmal. Statt Netrebko dann allerdings mit Amsellem.


    Mit Bonfadelli's Wien-Comeback wird es also doch nichts. Kommt allerdings nicht überraschend, die Frau ist derzeit wirklich verschollen. Schade :(


    Cura ist offensichtlich Stammgast an der Wiener Staatsoper. Kein anderer Tenor ist derart häufig hier zu sehen :no:
    Die Werther-Serie mit Villazon werde ich mir wohl nicht antun. So wunderbar Garanca auch ist, aber Villazon's Wiener Werther war wirklich schwach. Der kam ja stimmlich kaum übers Orchester hinaus und mußte ständig forcieren. Das ist auf Dauer nicht auszuhalten.
    Außerdem waren M. Alvarez und Garanca so ein tolles Paar Werther/Charlotte, da kommt man schwer dagegen an. Die Chemie zwischen den beiden stimmte einfach. Aber wie wir inzwischen wissen, werden wir M. Alvarez in Wien ja auch nicht mehr sehen :(


    Aber im Großen und Ganzen eine tolle Saison.


    Gregor


  • Lieber Gregor,
    fragst du das im Ernst, nach Alagnas unterirdischem Des Grieux?????? Da war doch außer heißer Luft, gequälter Höhen und fahler Mittellage überhaupt nichts da. Das tue ich mir höchstens als GP an, bezahlen tu ich dafür sicher nichts und freue mich statt dessen auf die Serie mit Beczala.
    Marcelo Alvarez mochte ich einmal sehr, aber der hat in den letzten beiden Jahren so erschreckend abgebaut, dass ich ihn lieber so im Ohr behalte, wie er früher war, und nicht allzu traurig bin, dass er nicht mehr kommt. Und was seinen Werther betrifft: Er hat ihn zwar gut gesungen, wenn auch ein wenig zu kraftmeierisch für meinen Geschmack, als Typ war er in meinen Augen völlig fehlbesetzt. Alleine wie er quietschvergnügt in der Sterbeszene herumgeturnt ist, war doch unmöglich. Beim zweiten Block war er dann besser, da dürfte ihm inzwischen jemand gesagt haben, dass er eine Kugel im Leib hat....... Villazón hingegen war Werther mit jeder Faser seines Seins, und stimmlich hat er ihn im nächsten Jahr sicher (hoffentlich) besser im Griff als nach seiner fünfmonatigen Zwangspause.
    Auf Keenlysides Onegin freue ich mich genauso wie zu, auch deine Trauer wegen Bonfadelli teile ich voll und ganz.
    Ja, schade, dass sich nun Kaufmann mit der Schlafpille Amsellem herumschlagen muss und Netrebko mit Calleja. (Sorry, den mag ich nun einmal nicht, das ist mein persönliches Problem :wacky: )
    Aber du hast Recht: Insgesamt kann man mit den Besetzungen sehr zufrieden sein, mit dem Repertoire weniger.
    lg Severina :hello:


  • Hallo Severina,


    die Frage, welcher Faust interessanter ist, war eigentlich ironisch gemeint - darum das pfeifende Smiley. Ich bin deiner Meinung, was Alagna betrifft, sein Des Grieux hat mir nicht gefallen. Da hat mir Villazon zuletzt besser gefallen, obwohl ich dessen Timbre gar nicht mag, und jedesmal wenn ich ihn live höre, frage ich mich, warum ich ihn mir antue ?(


    Marcelo Alvarez hatte eine kleine Krise bedingt durch die Veränderung seiner Stimme. Doch die hat er überwunden und derzeit singt er ganz fabelhaft. Hat er doch gerade einen sehr guten Don José an der MET gesungen. Im vierten Akt war er grandios.
    Was seinen Werther in Wien betrifft, weiß ich eigentlich nicht was du meinst. Wo ist er denn da rumgeturnt? Er war doch bis jetzt der einzige Werther der seine Sterbeszene liegend auf dem Bett singen mußte :motz: Kann ja nicht gerade angenehm für einen Sänger sein in so einer Position zu singen. Umso beeindruckender waren die Piani die er so singen konnte.
    Besonders toll war sein Rodolfo in der letzten Saison :jubel: Mir fehlt er schon, so viele gute Tenöre gibt es nun mal nicht. Wenn ich denke wie oft Cura in Wien auftritt :no:


    Daß dir die nächste Manon für Kaufmann nicht gefällt, habe ich mir gedacht. Die Amsellem habe ich im Jänner sowohl als Manon als auch als Traviata gesehen, wobei ich noch sagen muß, daß sie mir als Manon besser gefallen hat. Die Traviata hingegen war eher enttäuschend. Da war Calleja der einzige Lichtblick. Der hat sie glatt an die Wand gesungen und hat sich dabei nicht mal anstrengen müssen :hahahaha:


    Gregor

  • Hallo Gregor,
    ja, Cura finde ich auch höchst entbehrlich, besonders als Don José, aber mir kommt vor, dass er in der nächsten Saison ohnehin seltener angesetzt ist als in dieser, ebenso wie Shicoff. (Heuer hatte ich nämlich irgendwie das Gefühl, es gäbe nur Cura, Shicoff und Botha :wacky: ) Was Villazón betrifft, so ist das halt das alte Problem des persönlichen Geschmacks: Ich liebe sein Timbre, du nicht, dafür kann ich mit Calleja absolut nichts anfangen.
    Zu Alvarez: Beim PR-Block ist er sehr wohl in der Sterbeszene am Bett herumgeturnt, am Stehplatz hat deswegen große Heiterkeit geherrscht, erst im Juniblock hat er ihn dann wirklich liegend gesungen. (Wobei eigentlich die meisten Werther, die ich erlebt habe, liegend gestorben sind. Für einen guten Sänger ist diese Position nicht so schwierig, habe ich mir sagen lassen.) Ich habe Alvarez' Rodolfo gehört und fand, dass seine Stimme immer noch toll trägt und er mir super in den Passagen gefällt, wo er sie so richtig aufblühen lassen kann, aber von den Piani war ich sehr enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, er singt die Piani nicht, er nimmt einfach nur die Stimme zurück, bis so ein diffuses Gesäusel übrig bleibt, aber das ist für mich kein Piano, tut mir Leid. Meine Freunde vom Fach haben wohl recht mit ihrer Prophezeiung vor fünf Jahren, dass es nicht lange gut gehen wird, wenn er nur mit seiner Naturstimme ohne eine solide Technik singt. Wobei ich froh wäre, wenn sie sich irren, denn wie gesagt: Ich fand Alvarez am Anfang wirklich toll und mochte mir lange nicht eingestehen, dass die Faszination nachließ, weil es eben nicht mehr so überzeugend klang. (Deshalb habe ich's mir in dieser Saison auch verkniffen, wegen ihm nach Zürich zu fahren.......)
    lg Severina :hello:

  • Habt ihr es gut!



    Wenn ich das nur lese! Ich hoffe, ihr Wiener seid euch dieses Privilegs bewusst!
    Ich war in meinem Leben bislang zweimal in Wien(ist leider nciht um die Ecke :() das erste Mal war das grandioseste Opernerlebnis meines damaligen Lebens und ein Geburtstagsgeschenk (Carmen unter Abbado mit Baltsa und Carreras) das zweite Mal vor wenigen Jahren der Barbiere mit Elina Garanca war gneauso grandios für meinen Wien Debütanten, dem ich Selbiges geschenkt habe.
    Und ihr wohnt da!!!!!!



    Liebe Severina, bei den Tenören sind wir uns einig und wahrscheinlich können Männer da eh nciht mitreden..... :D :untertauch:


    Alagna habe ic hneulich in einer Sendung des frz. Fernsehens live erlebt. Über den Zustand seiner Stimme kann man wenig Gutes sagen, um es vorsichtig auszudrücken. In deiser Sendung gab es jedoch auch Aufzeichnungen aus vergangenen Jahre (was ich für eine serh frustroieredne Weise der PR hielt) und sein Don José in Orange war wirklich Weltklasse. Auch wenn man die Stimme nciht mag, das muss man neidlos anerkennen.
    Da er quasi Autodidakt war und vom Schlager kam, hat er evtl technisch nicht die notwendige Ausbildung um die Stimme über Jahre und Anstrengungen zu retten. ?(
    Er macht ja inzwischen auch eigene Opern mit seinen Brüdern und gräbt vergessene Opern aus. Z.B. eine Oper von Rubinstein, aus der er eine Arie sang.
    Aber das ist serh OT, daher :stumm:


    F.Q.

  • Ad Faust) Ist es eine Bildungslücke, wenn man Kwangchul Youn nicht kennt? Weiß jemand, wie der singt?


    Ad Alagna) Den hab ich noch nie gut singen gehört, sogar auf der aus 1999 stammenden Il Trittico-Aufnahme (und das ist eine Studio-Version) zieht es einem die Schuhe aus ...


    Lg


    Roland

    Die Basis jeder Grundlage ist das Fundament

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