Das Dogma von der "Freiheit der Kunst"

  • Immer wieder, wenn etwas als total hässlich gebrandmarkt werden soll, immer wieder wenn etwas unanhörbares, unansehnliches, moralisch verwerfliches, zu den Tabus iunserer Gesellschaft in Opposition stehendes gezeigt wird, ewas religionslästerliches, nacktes, subversives etc, - DANN wird die "Freiheit der Kunst", bzw ihre Unantastbarkeit ins Spiel gebracht.
    In weltanschaulichen Fagen wird jedoch eher mit "arbeitsplatzsichernd" oder "umweltfreundlich" argumentiert.


    Aber bleiben wir bei der Kunst, und konzentrieren wir uns auf die Musik


    Ohne jetzt auf gewisse Auswüchse einzugehen, ob sie erlaubt sind oder nicht -ich fürchte das werden bald andere machen - möchte ich an dieser Stelle die Frage(n) stellen:


    Wer hat das Dogma von der "Freiheit der Kunst" aufgebracht ? - und mit welcher Absicht ?
    Wo sind die Grenzen dieser Freiheit - oder gibt es etwa gar keine ?
    Welche Folgen hat diese Freiheit ?
    Seit wann gibt es die Behauptung, daß Kunst "jegliche Freiheit geniesse ?"


    Ich darf mir erlauben auf einen ähnlichen - aber nicht identischen Thread hinzuweisen:


    Künstlerische Freiheit der Dirigenten


    mfg
    aus dem tropischen Wien


    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • "Freie Kunst" gibt es nicht.
    (der Begriff ist auch nur im deutschsprachigen Raum anzutreffen)


    denn mit dieser Frage beschäftige ich mich gerade in Bezug auf meine Abschlussarbeit an der Kunstakademie.
    Die erste Lektion die man hier lernt, ist eben nicht mehr einfach frei zu arbeiten, sondern so zu arbeiten, dass es den zukünftigen Dozenten gefällt....



    Man hat als Künstler stets eine Erwartungshaltung zu erfüllen.
    Nur in den seltensten Fällen gelingt es wirklich ohne Einflüsse der Kundschaft zu arbeiten (denn man will ja verkaufen).


    Ansonsten wird oberflächlich behauptet, das in der Kunst alles erlaubt sei und eben jene Freiheit genießen würde.
    Das ist einfach Unsinn und geht an der Realität vorbei.



    Mein oft genanntes Beispiel, ich trommle 25 Mann zusammen, stecke sie in NS Uniformen und stürme mit vorgehaltener Waffe das Rathaus - dann werden die Fahnen gehisst und ich verkünde die Diktatur der Kunst.
    Resultat: ich werde in Handschellen abgeführt und wegen Volksverhetzung verurteilt.


    ...aber ich glaube ich mache das trotzdem irgendwann :untertauch:



    oder um ein weniger drastisches Beispiel zu nennen:


    http://www.sueddeutsche.de/bayern/372/480849/text/


    eine absolut geniale Arbeit, weil sie genau ins schwarze trifft und das typisch deutsche kleinbürgerliche Wesen karikiert... man denke nur an Gartenkolonien.


    Aber wäre die Kunst frei, dann müsste sich Herr Prof. Ottmar Hörl nicht vor Gericht verantworten.


    Wenn er verurteil wird, dann wäre dass das erbärmlichste Armutszeugnis der letzten Zeit für dieses Land.





    Aber ich werde zu dieser Thematik demnächst eh noch einen entsprechenden Text posten, den verlinke ich dann hierher, bzw. poste ihn dann hier auch nochmal.

  • Kunst ist genauso frei oder unfrei wie irgendwas anderes frei oder unfrei ist!
    Freiheit ist keine inhärente Eigenschaft von Kunst.


    Man muß sich einfach mal angucken, wann das aufkam mit dieser Parole der Freiheit der Kunst.


    Und dann sieht man, daß bestimmte fortgeschrittene Künstler es irgendwann satt hatten, sich von der Kirche oder von den Fürsten etwas sagen zu lassen. U.a. weil sie sahen, daß diese keine Ahnung und keinen Geschmack hatten und die Komponisten und Musiker als Dienstboten behandelten.


    Deswegen kam die rein politische Parole (!) von der Kunstfreiheit auf. Was ja auch insgesamt gut war, da sich allmählich durchsetzte, daß man guten und angesehenen (!) Künstlern lieber nicht allzuviel vorschrieb, da sie sonst kreativ gehemmt waren oder schlechte Laune bekamen.


    Klar, daß diese Freiheit auch zu Auswüchsen führte, als man im 20. Jahrhundert meinte, jeden Mist als Kunst verkaufen zu können und praktischerweise jede Kritik an ihr als antidemokratisch oder faschistisch brandmarken konnte.


    Und wenn man sich ernsthaft mit Kunst beschäftigt, sieht man, daß die größte Kunst nicht bei unbegrenzter Freiheit entsteht, sondern wenn man einen Rahmen hat (entweder selbstgesetzt oder von außen kommend), innerhalb dessen sich das Kunstwerk abzuspielen hat. Was wäre die Musik ohne Streichquartettbesetzung oder Fugen- oder Sonatenform? Oder nehmen wir einfach die Tonalität!


    LG,
    Hasenbein

  • Zitat

    Und dann sieht man, daß bestimmte fortgeschrittene Künstler es irgendwann satt hatten, sich von der Kirche oder von den Fürsten etwas sagen zu lassen. U.a. weil sie sahen, daß diese keine Ahnung und keinen Geschmack hatten und die Komponisten und Musiker als Dienstboten behandelten.


    hierzu habe ich eine gewagte These, ich halte die Fürsten für die eigentlichen Künstler, im modernen Sinne also "Konzeptkünstler" die Maler, Musiker, Architekten etc. waren nur die Organe die für die Umsetzung der großen Ideen sorgten.




    Aber Heute arbeitet man als Künstler natürlich nicht mehr für Fürsten oder die Kirche.
    Aber dafür gibt es den Sammler, den Galeristen, die Bonzen, die Dekoration für die Chefetagen benötigen und natürlich Kunst als Wertanlage sehen.


    ist das ein Unterschied ?


    Zitat

    Klar, daß diese Freiheit auch zu Auswüchsen führte, als man im 20. Jahrhundert meinte, jeden Mist als Kunst verkaufen zu können und praktischerweise jede Kritik an ihr als antidemokratisch oder faschistisch brandmarken konnte.


    warum soll das prinzipiell schlecht sein ?
    Dieser Gedanke öffnet zumindest völlig neue Möglichkeiten.




    Zitat

    Und wenn man sich ernsthaft mit Kunst beschäftigt, sieht man, daß die größte Kunst nicht bei unbegrenzter Freiheit entsteht, sondern wenn man einen Rahmen hat (entweder selbstgesetzt oder von außen kommend), innerhalb dessen sich das Kunstwerk abzuspielen hat. Was wäre die Musik ohne Streichquartettbesetzung oder Fugen- oder Sonatenform? Oder nehmen wir einfach die Tonalität!



    große Kunst kann sowohl entstehen wenn man bestimmte Formalien einhält, aber genauso gut kann große Kunst durch die Überwindung solcher rRgeln entstehen.
    Ohne das brechen von Regeln gäbe es gar keine Kunstgeschichte.


    in diesem Zusammenhang sei nur mal an die Opernreform Glucks erinnert....

  • Zitat in ungeschickter Form - ich bin noch nicht ganz geschult in den Zitiermöglichkeiten:
    Lullist:
    "große Kunst kann sowohl entstehen wenn man bestimmte Formalien einhält, aber
    genauso gut kann große Kunst durch die Überwindung solcher rRgeln entstehen.
    Ohne das brechen von Regeln gäbe es gar keine Kunstgeschichte."


    Stimmt. Also es müssen Regeln geben... =)



    (Aber das wissen wir ja alle- :] )


    Liebe Grüße und gute Diskussionen!
    Mit Dank.
    KP

  • Meiner Meinung nach hat es die


    "Freiheit in der Kunst"


    nie gegeben. Im Gegenteil der Künstler musste möglichst nahe an die Vorgaben des Auftraggebers herankpmmen.


    Die "Freiheit in der Kunst" wurde erst erfunden, als sich Widerstand gegen gewisse "Kunstwerke" regte, und zwar von den "Künstlern" selbst, ein gewisser Selbstschutz sozusagen. Und im Großen und Ganzen hat nur selten jemand widersprochen.


    Jeder Mist wurde mit dem Dogma von der "Freiheit der Kunst" bemäntelt und so vor wirksamer Kritik bzw Demontage geschützt, ditto jede geschmackliche Entgleisung. Und immer war mit mit dem Hinweis auf Diktaturen flink zur Hand, wenn man sein "Werk" schützen wollte und die Kritiker zum verstummen bringen wollte.


    Und eigenartigerweise hat das bis jetzt (fast) immer funktioniert.


    mfg aus Wien


    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Hallo miteinander!


    Die Freiheit der Kunst ist eine Variante der Meinungsfreiheit.


    Sind in der vorgeblichen Meinung des Künstlers dann auch noch ein paar Schlüsselbegriffe dabei, die gerade en vogue sind, dann schmilzt doch die ganze bourgeoise Szene, bestehend aus Gutmenschen, Feingeistern, Intellektuellen und was sich dafür hält, einfach dahin und ergießt sich in vor Sensibilität, Schöngeistigkeit und Fremdwörtern triefenden Rezeptionen und Rezensionen.
    Erstaunliche dabei ist nur, dass dieses Klientel trotz seiner ganzen Sensibilität und Feingeistigkeit äußerst beleidigungs- und erkenntnisresistent ist. Ob dem masochistische, opportunistische, elitäre oder monetäre Ursachen zu Grunde liegen, oder ob schlicht und einfach die gute, alte Vanitas dahinter steht, weiß ich nicht, da ich mich weder zu dieser Szene, noch zu dieser Klasse rechne.


    Als Teil der Meinungsfreiheit ist die Freiheit der Kunst absolut gerechtfertigt, jedoch gilt für sie auch, was für erstere gilt, denn auch unter der Meinungsfreiheit bleibt Schmarrn Schmarrn, genauso, wie unter der Kunstfreiheit Mist Mist bleibt. D.h. es darf grundsätzlich alles gesagt, bzw. alles getan werden, aber das war´s dann auch schon, eine Wertung beinhaltet´s nicht.
    Wenn sich also ein Publikum findet, das ein entsorgtes Leichenwägelchen mit einem Klumpen Fett und einem Stück Filz darauf als Kunst ansieht, bitte! Selbst schuld, genauso, wie die, die das Ausweiden einer Kuh über ein paar nakten Menschen für Kunst halten.
    Genauso, wie die selbst schuld sind, die sich davon auch noch provozieren lassen.


    Mit links hat das übrigens auch nichts zu tun, denn die letzte echte "linke" Kunstform war der sozialistische Realismus und nicht abstrakte Kuhmassaker in der österreichischen Provinz. Im Gegenteil, die ganze Angelegenheit ist doch hochbourgeois und sonst nichts, woran auch die ganze linke Phrasendrescherei nichts ändert, weil die doch auf den grundsätzlichen Fehler aufbaut, gegen etwas zu sein, statt zu sagen wofür sie steht.


    Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Wenn sich in "elitärsten" Bereichen unserer Gesellschaft solche Degenerationserscheinung breit machen, dann kann man diese beklagen oder sich aufregen darüber oder man denkt über eine grundsätzliche Reform unserer gesellschaftlichen Pyramide nach. :pfeif:


    Viele Grüße
    John Doe

  • Lieber Alfred,


    dein Posting enthält zwar einiges Richtige; aber man muß da natürlich sehr vorsichtig sein.


    Es gab schließlich in der Geschichte so einige Fälle, wo von der Mehrheit der Zeitgenossen Kunst für Mist gehalten wurde, dies aber von der Nachwelt völlig revidiert wurde. Wer würde heute noch die Größe eines Meisterwerks wie "Sacre Du Printemps" anzweifeln wollen? Und Van Gogh hat kein einziges Bild verkaufen können...


    (Umgekehrt gab es beispielsweise im 18. Jahrhundert viele populäre Komponisten, die von fast allen als die Größten verehrt wurden, die aber heute meist zu Recht in Vergessenheit geraten sind.)


    Ob etwas große Kunst ist, kann eigentlich erst im Nachhinein beurteilt werden, wenn die Wirkung temporärer Moden vorbei ist.


    Deswegen ist es schon angezeigt, in einem demokratischen Gemeinwesen alle Künstler gewähren zu lassen, auch die, die man vielleicht nicht versteht oder für schlecht hält. (Ob man darüber hinaus auch noch alle staatlich fördern sollte, ist eine andere Frage.)


    LG,
    Hasenbein

  • Zitat

    (Umgekehrt gab es beispielsweise im 18. Jahrhundert viele populäre Komponisten, die von fast allen als die Größten verehrt wurden, die aber heute meist zu Recht in Vergessenheit geraten sind.)



    wer denn zum Beispiel ?

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  • Noch etwas Futter:


    ZEIT: Sie haben einmal gesagt, die Aufgabe des Theaters sei es, Skandale zu erzeugen. Aber ist das nicht auch eine Art Selbstverzehr? Ist es nicht so, dass die Gesellschaft auf den Skandal mit demselben gierigen Blick schaut wie Hemingway auf die Hyäne, die sich selbst frisst?


    Bierbichler: Das hat Dario Fo schon vor 25 Jahren in einem Stück gesagt: Der Skandal ist die Katharsis der bürgerlichen Gesellschaft.


    ZEIT: Ein bisschen wie Pornografie: Ein Stellvertreter verliert an unserer Stelle sein Gesicht.


    Bierbichler: Aber das setzt voraus, dass da jemand ist, der dem Darsteller Gesichtsverlust unterstellt. Ohne die Scham, die Ängste und die Prüderie der Zuschauer funktioniert Pornografie nicht. Es gibt ja fast nichts mehr, womit man skandalös sein kann. Wenn etwas scharf gedacht ist, und es löst einen Skandal aus, weil es scharf gedacht ist, weil es etwas aufdeckt, damit hätte ich kein Problem… Aber wenn etwas von vornherein als Skandal konstruiert wird, würde mich das nicht interessieren.



    © DIE ZEIT, 23.11.2006 Nr. 48



    Das entspricht so ziemlich meiner Meinung. Ich kann mit diesem weichgespülten, political correct Mist eines Herrn Knabe, Hilsdorf oder wie sie alle heißen, nichts anfangen. Schon gar nicht, wenn sie dafür klassische Stücke verhunzen.


    Ein richtiger und ehrlicher Skandal wäre es Stücke zu schreiben über wirkliche Tabuthemen. Und deswegen: Adios Knabe, Bieto, Hilsdorf u.s.w.! Ihre Skandal-Konstruktionen interessieren mich nicht! Und der Ekel-Faktor ist für mich auch kein Anreiz, eine Karte zu erstehen. Diese Regisseure konstruieren und phantasieren "Redeverbote" und "Denkverbote" herbei - damit sie sich mit den WIRKLICH TABUTHEMEN der Gesellschaft gerade NICHT auseinandersetzen müssen.


    Sozialkritischer Kitsch unter dem Deckmantel "Freiheit der Kunst" - mit dem guten Gefühl was GETAN zu haben. Das ist Kunst auf Volkshochschulniveau, das ist eben das gute Gewissen zum Nulltarif - und RELEVANZ hat dieser Mist sowieso nicht mehr.

  • Es gibt bestimmte Themen in der Kunst die sehr gerne für "ungefährliche Skandale" benutzt werden, weil man sich halt gern mal drüber aufregt. Das ist dann aber auch schnell wieder vergessen.



    Aber die Dinge die wirklich weh tun, die echten Wunden in der Gesellschaft, da lässt man die Finger von, weil das dann doch zu heikel ist.

  • Zitat

    Original von Knusperhexe
    Das entspricht so ziemlich meiner Meinung. Ich kann mit diesem weichgespülten, political correct Mist eines Herrn Knabe, Hilsdorf oder wie sie alle heißen, nichts anfangen. Schon gar nicht, wenn sie dafür klassische Stücke verhunzen.


    Mir haben sowohl Rheingold in Essen als auch Samson und Dalila in Köln ausgesprochen gut gefallen.


    :hello:


    Gerd

  • Wir haben da eine unterschiedliche Auffassung:


    Ich empfinde Knabes Zwangsbeglückung als langweilig, lächerlich und wie oben schon gesagt als völlig aussagefrei. Ich habe mich weggelacht, als die WDR-Barbies im Foyer nach der Samson-Premiere ganz ergriffen von "ausdrucksstarken Bildern" raunten und ihre Ergriffenheit gleich beim Gläschen Sekt ausschwitzten.


    Wenn das nicht das gute Gewissen zum Nulltarif ist, dann weiß ich es nicht. Sich eigene, abstrahierende Gedanken machen beim Besuch einer werktreuen Inszenierung, das ist freilich zu viel verlangt. In der political correcten Plastikwelt muss immer alles drastisch auf dem Tablett serviert werden. Wohl bekomm's!


    Und dann dieses verklemmte Gekichere in Essen als sich Alberich einen runterholt und vom "garstig glatten glitschigen Glimmer" singt. Das ist ja so originell. Nein, was man doch alles aus einer Oper machen kann. Künstlerische Freiheit im Namen der Zwangsbeglückung. Die Kunst als Nutte, derer man sich bedienen darf. Ich find's widerlich.


    Sorry für den Zynismus, Gerd. Das ist nicht persönlich gemeint. Aber warum schreibt nicht einer der Herren mal ein Stück über die wirklichen Tabuthemen anstelle die alten Werke für irgendwelche Pseudoweisheiten zu missbrauchen???

  • Zitat

    Original von der Lullist



    wer denn zum Beispiel ?


    So eine Frage von dir? Ist das ein Scherz? Nimm einen x-beliebigen Opernkomponisten. Letztens suchte ich ein paar Haydn-Konkurrenten und kam u.a. auf Paisiello und Cimarosa.


    Wobei ich nicht sagen kann, ob sie "zu Recht" vergessen sind. Jedenfalls sind sie's, und mit ihnen hunderte weitere.


    Oder stört dich bloß die etwas zugespitzte Formulierung ("als die Größten verehrt") des Vorredners?



    Thomas Deck

  • Ich glaube, daß man bei Paisiello und Cimarosa nicht wirklich behaupten kann, sie wären "vergessen"


    Das "Vergessensein" bezieht sich ja immer auf die angestrebte Klientel, und wer miur sagt, er hab noch nie von Cimarosa oder Paisiello gehört, der wird mit mir als Gesprächspartner wenig Freude haben.


    Die stumpfe Masse,hingegn, die Mozat als den Erfinder einer Schokoladekugel sieht, Rembrandt für einen Schnaps hält und hinter Shakespeare eine Birmarke vermutet, Beethovens 3 Sinfonie als "Erotica" in Erinnerung hat - die braucht indesnicht wirklich ernst genommen zu werden,


    Wer "zu Recht" oder zu "Unrecht" vergessen wude - das ergäbe übrigens eine interessante Duskussion..nein ich glube es wäre ein Streitgesräch wo die Fetzen flögen......


    mfg aus Wien


    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Zitat

    Wobei ich nicht sagen kann, ob sie "zu Recht" vergessen sind. Jedenfalls sind sie's, und mit ihnen hunderte weitere.


    eben das ist der Punkt - ich wollte wissen wer "zu Recht" vergessen ist, nur darum ging es mir.


    Ich bin der Meinung, wenn man so eine Behauptung in den Raum stellt, dann auch bitte mit Begründung.


    Zitat

    Wer "zu Recht" oder zu "Unrecht" vergessen wude - das ergäbe übrigens eine interessante Duskussion..nein ich glube es wäre ein Streitgesräch wo die Fetzen flögen......


    :D :D :D

  • Zitat

    Original von Knusperhexe
    Wir haben da eine unterschiedliche Auffassung:


    Das wird wohl so sein. Nur eine Frage noch: Hast Du eine der beiden Opern selber gesehen?


    :hello:


    Gerd

  • Ja sicher. Alle beide, sonst könnte ich doch nicht von den WDR-Barbies und dem Gekichere schreiben. Allerdings hatte ich Freikarten, denn für sowas gebe ich schon lange kein Geld mehr aus. Das spende ich lieber.

  • Was Samson und Dlila angeht, wundert es mich, dass Du Dir das angesehen hast. Nach der ausführlichen Berichterstattung im Vorfeld wusstest Du doch, was auf Dich zukommen würde. Ich hätte mir an Deiner Stelle das dann nicht angetan.

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  • Einem geschenkten Gaul....


    Und: Musikalisch war es einwandfrei. Wenn man denn was von der Musik gehört hat: Die Statisterie war ja angehalten, streckenweise so laut kreischen, dass es die Partitur zerschießt.:-(((

  • Zitat

    Original von Knusperhexe
    Wenn man denn was von der Musik gehört hat: Die Statisterie war ja angehalten, streckenweise so laut kreischen, dass es die Partitur zerschießt.:-(((


    Damit hatte ich keine Probleme. War ja Stereo! :]


    :hello:


    Gerd