George Gershwin: An American in Paris

  • Liebe Taminoianer,


    Wie ich ja immer betone, die besten Ideen für neue Threads kommen von Euch direkt aus dem Forum.


    Heute Hat Maik zugeschlagen und mich auf das Thema "Ein Amerikaner in Paris" von George Gershwin gebracht.


    Code
    1. http://web02.hnh.com/composerPaintings/Gershwin/Gershwin.jpg
    2. Der Link verlangt jetzt einen Login!


    Am 13. Dezember 1928 in New York uraufgeführt, zählt das Werk nach der "Rhapsodie in Blue" zum Beliebtesten was Gershwin je geschrieben hat. Gershwin, zum Zeitpunkt der Komposition gerade 30, wurde durch eine Parisreise dazu inspiriert.
    Nach eigenen Worten, wollte er die akustischen Eindrücke die ein amerikanischer Tourist bei einem Parisbummel hat, musikalisch festhalten,
    Den Auto- und Straßenlärm, die gesamte französische Atmosphäre.


    Es ist beileibe keine allein französiche Impression, Ragtime und Charleston Motive sind vorhanden.


    Gershwin verwendet in dieser Komposition Autohupen, genauer gesagt Taxihupen. Für die Uraufführung in New York wurden eigens welche aus Paris geholt.


    Nun könnt Ihr Eure Aufnahmen vorstellen und Bemerkungen zum Werk machen, das ja oft genug im Kreuzfeuer stand, insbesondere wegen seines (angeblichen) Grenzgängertums zwischen E- und U Musik.


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred

    Ich bitte alle Mitglieder, die über 25 Beiträge verfasst haben und noch keinen AVATAR besitzen

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  • Hallo,


    dank dir Alfred, dass du diesen Thread geöffnet hast, nach einer eher ungewollten Inspiration von mir :]


    Ich mach dann mal so meine Bemerkungen zu diesem Werk. Mein persönliches lieblings Stück von Gershwin.


    Ansich ist <An Amrican in Paris> ein vertontes Gedicht, in dem unter anderem Jazzelemente einflossen.
    Damit wären wir schon mal da, dass nicht nur französische Motive eingeflossen sind. Denn Jazz hat seinen Ursprung ja in Amerika.


    Kurz zum Inhalt des Ursprungsgedichtes:
    Der junge amerikanische Soldat Jerry Mulligan bleibt nach dem Ende des 2. Weltkrieges in Paris, um dort Maler zu werden. Er verliebt sich in die hübsche Parfümverkäuferin Lise, die jedoch mit dem gefeierten Sänger Henri Baurel liiert ist. Um wenigstens halbwegs finanziell über die Runden zu kommen, lässt sich Jerry auf die reiche Amerikanerin Milo ein. Als Jerry und Lise auf einem Kostümfest voneinander Abschied nehmen, wird das Gespräch von Baurel belauscht, der daraufhin seine Ansprüche auf Lise aufgibt. (aus Wikipedia)


    Leider hab ich kein Original des Gedichtes gefunden...wäre auch mal interessant.


    Zitat

    Gershwin verwendet in dieser Komposition Autohupen, genauer gesagt Taxihupen. Für die Uraufführung in New York wurden eigens welche aus Paris geholt.


    Ich find es unglaublich , dass sogar extra Taxihupen aus Paris geholt wurden!!!
    Aber hat er das nur gemacht, um einen Show-Effekt zu erzielen oder gibt es extrem gravierende Unterschiede bei diesen Hupen??? Oder eben eine Besonderheit bei den Pariser, denn Hupen unterscheiden sich ja...das ist ja normal :D


    Gleich zu Beginn ein Eindruck...
    Entdecken des Neuen...
    Wenn man sich an dem Gedicht orientiert, wird es verständlich, denn er ist dort in einer unbekannten Umgebung.
    Er wirkt etwas nervös, aber auch wissbegierig und sehr erkundungsfreudig.


    Ein anderer Eindruck, den ich gewonnen hab, ist, dass ein "Schlender-Motiv" rauszuhören ist.
    Das umhergehen in den Straßen von Paris...stets geschmückt mit Überraschungen...gekennzeichnet durch die Vielseitigkeit und ständige Abwechslung.



    Nach etwa 2,34min wird es sehr ruhig...ein neues Motiv!
    Ich denke das es mit Lise zu tun hat!
    Denn es könnte ja sein, dass er sie beim schlendern im Parfümerieladen trifft ;)


    Das soll zu einigen meiner Eindrücke reichen, damit andere auch wa sagen können :D


    Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Hallo Taminoaner,


    ein schönes Thema "GERSCHWIN", der voll meinen Musikgeschmack trifft.
    Da ich schon vor langer Zeit (vor Jahrzehnten) alle Orchesterwerke von gerschwin hatte mußte ich soeben feststellen, das die besten Aufnahmen von Ein Amerikaner in Paris gar nicht mehr im Handel sind. Es gibt aber so viele Aufnahmen, das auch heute jeder seine finden wird.


    Da gerade bei Gerschwin-CD´s immer EAIP mit drauf ist, habe ich mehrere TOP-Aufnahmen auf CD:
    1.) Zubin Metha / San Francisco SO auf Decca (um 1970)
    --- die CD ist gestrichen und gehört zu meinen Lieblingsinterpretationen des Werkes, da hier wirklich alles stimmt und präzise durchhörbar und energiegeladen präsentiert wird.


    2.) Seiji Ozawa / San Francisco SO auf DG(80er-Jahre)
    --- eine Megaaufnahme die alles an Energie mitbringt was man sich wünscht - ich habe zudem den Eindruck, das DG-Aufnahmen aus den USA durchweg besser gelingen, als in Europa (ich vermute das USA-Aufnahmegeräte mitbenutzt werden, sodaß der DG-typische Sound erst gar nicht aufkommen kann). Klanglich ein Fest und mit dem hervorragenden Drei Pieces für Blues-Band und Sinfonieorchester von Russo gekoppelt (kennt hier warscheinlich kaum einer !?!).


    3.) Bernstein / New Yorker PH auf SONY / CBS (von 1958 )
    --- wer könnte es besser machen als Bernstein ? Eine Aufnahme die auch in der Bernstein-Original-Jacket-Kollektion auf 10SONY-CD´s mit Bernsteins besten Aufnahmen zu haben ist; oder derzeit auch in dieser Version:


    4.) Ormandy / Philadelphia Orchestra auf SONY (um 1975)
    --- Eine TOP-Interpretation, die nur klanglich nicht an die Metha und Ozawa-Aufnahme heranreicht.


    5.) Maazel / Cleveland Orchestra auf Decca (1975)
    --- Maazel läßt auch kaum Wünsche offen und bringt eine Aufnahme zustande, die der Super-Metha-Aufnahme ähndelt, aber nicht ganz so viel Feuer mitbringt. Da diese CD derzeit zu haben ist und auch eine interessante Kopplung anderer Gerschwin - Werke enthält, kann man diese CD heute als "erste Wahl" bezeichnen. Die Rhapdody in blue mit Ian Davis,Klavier ist IMO die Beste und Aufregenste (ich habe ca.10verschiedene).


    Welche weiteren Aufnahmen bevorzugt ihr und kennt jemand eine meiner Aufnahmen ??? Wie ich gerade feststelle sind meine Aufnahmen von Ein Amerikaner in Paris alles keine Digitalaufnahmen --- aber alle genialgut !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo teleton,


    leider hab ich keine deiner Aufnahmen, aber mich würde die unter Bernstein sehr interessieren, da mir seine Art und Interpretation meist sehr gut gefällt!
    Das kommt sicher, weil ich ihn schon hab dirigieren sehen...nein, nicht live...wie auch? :D Ich war 3 als er starb...
    Im Fernsehen bei Classica auf Premiere. Besonders toll fand ich immer (und find ich!), dass er sehr häufig die Werke erklärte...das ist immer sehr faszinierend!!!


    Ich bevorzuge diese Aufnahme:


    Boston Pops Orchestra unter Arthur Fiedler.


    Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • ...ist hier noch etwa einen Monat online: http://www.drs.ch/www/de/drs/s…zwei/2633.sh10171053.html Von den oben erwähnten ist nur die von Bernstein dabei. Schade, Ozawa hätte mich brennend interessiert, der Blues war in allen vorgestellten eher langsam. Trotzdem sehr empfohlen: dreimal nacheinander diesen Blues verschieden interpretiert zu hören ist ganz wunderbar, egal in welchem Tempo!

    writing about music is like dancing about architecture

  • Hallo Anna,


    seit meinem Beitrag 3 in dem ich fünf favorisierte Aufnahmen nannte, sind schon wieder 6Jahre ins Land gegangen.
    Ich habe noch eine dazubekommen, die sich auch wirklich sehen lassen kann. Diese ist auch in deinem Vergleich von 5 Aufnahmen, gem. dem Internet-Link dabei:


    Es ist die Aufnahme mit Dutoit / Montreal SO (Decca, 1989, DDD), die sich auf dieser hervorragenden klangstarken Gershwin Decca-Doppel-CD befindet:
    Es ist zudem meine erste Digitalaufnahme von dem Stück. Schon wegen des audiophilen Klanges macht es Spass, diese Aufnahme zu geniessen.
    Der von Dir Anna abgesprochene Blues ist bei Dutoit etwas langsamer, aber dafür geht er in den Forte-Abschnitten ab, wie Schmidts Katze ! Und für die Paukenliebhaber gibt es auch ordentlich was auf die Ohren. (Spieldauer 19:06)



    Decca, 1971-1989, ADD/DDD



    :!: Meine Favoroiten bleiben aber diese Drei. Nun mit Bild, nachdem mir das 2005 misslungen war:


    1. Bernstein / New Yorker PH (Spieldauer 18:23)
    Trotz des Aufnahmedatums eine detailreiche und sauber klingende Stereo - Aufnahme, die auf der abgebildeten CD-Version von C 2006 super remastert wurde.


    Ich halte diese Interpretion für die absolute Referenzaufnahme. Keiner versetzt sich besser in das Werk hinein als Lenny - da stimmt einfach alles !



    SONY, Dez 1958 (EAIP), ADD



    2. Ozawa / San Francisco SO (Spieldauer 18:03)
    Die Ozawa-Aufnahme sprüht vor Eneregie. Es gi´bt sie bei DG in den verschiedensten Kopplungen (bei mir auch in zwei verschiedenen). Ich habe bewust diese CD als Abb gewählt um mal wieder auf den genialen Russo aufmerksam zu machen (Es gibt im Forum auch Hörer, die ihn nicht mögen, wie das Ergebnis eines privaten Hörnachmittages zeigte !).
    Im Beitrag 3 hatte ich hier versehentlich die Angabe 80er-Jahre geschätzt ! Die Aufnahme ist von 1977 und bietet das San Francisco SO mit amerikanischem Pepp - astrein.



    DG, 1977, ADD



    3. Zubin Metha / San Francisco SO
    Das ist die Aufnahe von der ich von Anfang an geprägt wurde. Ich habe sie nur auf LP. Metha läßt keinen Effekt aus und läßt, mit dem gleichen Orchester wie Ozawa, so richtig "die Sau raus". Es ist die Fetzigste !





    Übrigens: MONO würde ich für dieses Werk als Blasphemie ansehen / oder sagen wir gemildeter als Beleidigung für die Ohren !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • MONO würde ich für dieses Werk als Blasphemie ansehen / oder sagen wir gemildeter als Beleidigung für die Ohren!

    Das war natürlich eine Steilvorlage für einen Liebhaber historischer Aufnahmen wie mich :D


    Der Dirigent der Uraufführung in der Carnegie Hall vom 13. Dezember 1928, Walter Damrosch, hat leider keine Einspielung hinterlassen, es gibt aber von Arturo Toscanini eine schöne historische Aufnahme, die in verschiedenen Editionen erhältlich ist, z.B. diesen beiden hier:




    Und auch Lennie hat sich dem Werk nicht erst zu Stereo-Zeiten genähert. Seine RCA-Einspielung aus dem Jahr 1947 mit dem RCA Victor Symphony Orchestra "beleidigt" im teletonschen Sinne seit Jahren meine Ohren :thumbup:

  • Und wieder mal ein Grund, sich die Jackett-Collection über Bernstein zu besorgen, die immer wiede zu unglaublich günstigen Preisen angeboten wird. (Nach dem Kauf allerdings sofort die 5. von Shostakovich diskret entsorgen). Hier erlebt auch die Gershwinsuite eine herrliche Feier. Es geht richtig rund mit Verkehr und Leben und Europa, wie es ein Amerikaner erlebt. Immer wieder ein erfrischendes Erlebnis.


    Verdammt noch mal, jetzt kauft euch endlich diese Box! Das kann doch nicht so schwer sein! Ihr kriegt unter anderem die beste Eroica und die das beste Frühlingsopfer aller Zeiten. Und noch die 2. von Ives mit einer herrlichen Erklärung. Und was Bernstein zur Eroica zu sagen hat, ist einfach herrlich. Also bitte...

    ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

  • Hallo Klaus,


    um die TOP-Bernstein-Aufnahme von Ein Amerikaner in Paris zu haben muss man nicht unbedingt diese Original-Jacked-Collection erwerben. Da ist es sinnvoller sich die SONY-CD (siehe Beitrag 6) zuzulegen und hat dann mit der Rhapsody in blue und dem KK sauber geordnet zusätzlich zwei weitere wirklich exemplarischen Aufnahmen von Gershwin-Werken auf einer CD.


    Ich halte gerade von dieser OJC mit Bernstein-Aufnahmen nicht so viel, weil hier von SONY einige Bernstein-Aufnahmen von diversen Komponisten ausgewählt wurden, die eben für herausragend gehalten werden. ;) Weit sinnvoller wäre es sich diese Komponisten in den Einzel-Aufnahmen; ggf. GA geschlossen mit Bernstein zuzulegen, als dieses Kudelmudel-Ducheinander von unzusammenhängneden Werken in gerde dieser OJC. Was soll man mit der Eroica oder Ives 2 alleine - da müssen die Bernstein-GA her ! (((Die Schost 5 (SONY,59) ist gar nicht so schlecht, wie sie von Dir immer gemacht wird !!!)))


    Es gibt überrigens eine zweite Bernstein-OJC auf 10CD, die nur Werke von Bernstein enthällt - das ist dann OK.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Ich halte diese Interpretion für die absolute Referenzaufnahme. Keiner versetzt sich besser in das Werk hinein als Lenny - da stimmt einfach alles !

    Dem kann ich nur absolut beipflichten! Lange schon liegt dieser Thread brach; ob das Werk weniger populär ist als ehedem? Mich jedenfalls hat es massiv begeistert, auch die Klangtechnik ist liebevoll überarbeitet worden und bietet eine immense Räumlichkeit und Transparenz. Leonard Bernstein entfaltet hier großen Drive, Schmiss und Eleganz, er bringt das Ganze in einer Art und Weise zum Strahlen, dass es eine wahre Freude ist und einen kaum ruhig auf der Sotzfläche lässt. Das New York Philharmonic ist bestens aufgelegt. Alles in allem, eine sehr bunte, lebhafte Komposition, die hier mit Verve zum Blühen gebracht wird.

  • In einer der Young People's Concerts, "The Road to Paris" führt Leonard Bernstein in "An American in Paris" ein und dirigiert das Werk anschliessend. Spannend auch für solche, die das Werk zu kennen glauben. Die vorkommende Bitonalität wird erklärt.


    Die Erklärung beginnt bei 1 min 12 s. Das Werk dirigiert er bei 9 min 25 s. Es endet bei 20 min 53 s.


    .

    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

    .

  • In den 1970/80er Jahren galt diese Aufnahme als Favorit, wenn es um Gershwins "An American in Paris" ging:

    André Previn (Pianist und Dirigent) mit dem London Symphony Orchestra (Aufnahme: 1970).


    Auch ich war mit ihre lange sehr zufrieden, bis ich diese hier kennenlernte:

    Earl Wild (Klavier) und das Boston Pops Orchestra, Dirigent: Arthur Fiedler (Aufnahme: 1959).

    Eine temperamentvolle, großartige Version, auch durch die Kopplung mit anderen Gershwin-Stücken interessant.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Lieber nemorino,


    :) ich finde es sehr gut, dass dieser Gershwin-Thread, dessen Orchesterwerke ich aussrordentlich schätzte, mal wieder ein Thema ist.


    Ich habe jahrelang die Aufnahmen von Ein Amerikaner in Paris mit Bernstein auf SONY, Ozawa auf DG und klanglich herausragend Dutoit auf Decca favorisiert, die es wirklich in sich haben.


    Erst viel später hatte mir Michael Schlechtriem (Ex-Tamino und Cellist) mit die Artur Fiedler-Aufnahme (RCA, 1959) empfohlen. Ich hatte bis dahin Vorbehalte, weil es in den USA mit dem Boston Pops Orchestra Konzerte gibt, bei denen gegessen werden darf ... :/

    =O Aber weit gefehlt, denn die Gershwin-Werke auf der von Dir abgebildeten CD sind allererste Sahne und auch klanglich ohne Fehl und Tadel - eine ganz tolle Gershwin-CD, der ich mit gutem Gewissen Referenzqualitäten bescheinigen möchte !


    Als die CD aufkam, habe ich die Previn-CD auch oft in allen CD-Geschäften gesehen, aber nie gekauft, weil ich für Previn als Dirigent nicht gerade der Fan bin. ;) Ausserdem hatte ich zu der Zeit schon die Bernstein-Aufnahme .... was soll man dann noch mit Previ ???

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • weil ich für Previn als Dirigent nicht gerade der Fan bin.

    …. mir geht es ebenso, lieber Wolfgang, obwohl ich nicht erklären kann warum!

    In meiner Sammlung ist Previn lediglich durch zwei Tschaikowsky-Ballette (Nußknacker und Dornröschen) vertreten.

    Ich hatte bis dahin Vorbehalte, weil es in den USA mit dem Boston Pops Orchestra Konzerte gibt, bei denen gegessen werden darf …

    …. auch das ist nachvollziehbar, aber die berühmten Glyndebourne-Festspiele zeichnen sich auch dadurch aus, und haben doch erstklassige Interpretationen aufzubieten, zumindest in der Vergangenheit. Neuere Produktionen sind mir leider nicht bekannt.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Man kann sich sicher Vorstellen, dass das Chicago SO auch DER Klangkörper ist dieses TOP-Werk ganz ausgezeichnet zu Gehör zu bringen.

    :love: Diesem Vorhaben wurde 1990 James Levine gerecht, der ein rhythmisches Feuer der Extraklasse liefert.


    Ich muss sagen, dass mir nicht alle Gershwin - Werke auf der CD ganz herausragend gut gefallen: So ist mir die Rhapsody in blue zu unsinfonisch in der Jazz Band version (Soll ja so sein, aber ich ziehe die mit grösserer Besetzung vor !), dafür hat sie grösste Transparenz; die Porgy and Bess-Suite Catfish Row ist ebenfalls das Original und hat nicht die zündenden Nummern drauf, wie die Porgy and Bess - Suite in der Fassung von Bennett.

    Das ist Meckern auf hohem Niveau, denn die CD ist ausgezeichnet und die Cuban-Ouvertüre und Ein Amerikaner in Paris sind Luxusklasse ... und das von der Int und vom audiophil anmutenden Sound.

    :saint: Hörspass pur !!!


    DG, 1990, DDD

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Ormandy / Philadelphia Orchestra

    Ich stelle gerade fest, dass die o.g. Levine - Aufnahme nach Fiedler, Maazel, Dutoit, Ozawa, Bernstein, meine 7.Aufnahme von Ein Amerikaner in Paris auf CD ist. ;) 8) An solchem Repertoire ist mein Interesse eben grösser als zu manchem frühklassischen Langweiler :pfeif:


    *** Noch nicht erwähnt wurde Eugene Ormandy, der natürlich auch das rhythmische Feeling mitbringt. Leider ist die Aufnahme von 1967 klanglich die am wenigsten erfreuliche, sodass ich dann lieber zu den Favoriten Bernstein, Fiedler und Levine greife.


    :!:Die SONY-Doppel-CD ist auch interessant für die wenig bekannten Gershwin - Ouvertüren; die Rhapsody in blue findet sich hier in einer Klavierrollenaufnahme von Gershwin himself, der dann orchestral von M.Tilson Thomas/Columbia Jazz Band begleitet wird. Das hört sich zum Einen recht ungewohnt an, wird aber in atemberaubender Geschwindingkeit (13:43) präsentiert:


    SONY, 1967 (EAIP), ADD


    (Die Doppel-CD ist megapreiswert zu haben !)

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Ich besitze -fast hätte ich geschrieben "beide" Einspielungen . die unter Bernstein und die unter Levine. . und beide sind erstklassikg, was mich damals bei der DGG Aufnahme sehr wunderte. Aber vielleicht ist das Werk auch ein "Selbstläufer"

    Die Aufnahme uner Bernstein war eine meiner ersten CBS Langspielpatten, Und hier habe ich gelern, zu erfahren, da0 manche Firmen natürlichen räumlichen Orchesterklang besse aufnehmen könne als das Gelblabel.

    Heute habe ich diese Aufnahme auf CD - und sie hat durch die digitasle Überspielung, bzw Remansteong nichts von ihrer Spontanität und Frische oder Klangfarbentreue eingebüsst. Ich habs mir soeben angehört.

    Klangeidrücke können sich ändern - wegen falscher Erinnerung, nachlassen des Gehörs, anderer Stereokombination.

    Im konkreten Fall hat mich die Aufnahme via Röhrenverstärker FEZZ Titania und Canton Vento 809 Lautsprecher aus den Socken gehauen,,,,,


    mfg aus Wien

    Alfred



    ...und den "frühklassischen Langweile " habe ich nonchalant überlesen.....

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