Was ist so faszinierend am Regietheater ?

  • Zitat

    Die Umerziehungstendenzen des Regietheaters haben wir doch schon zig Mal belegt. Ich denke allein an die neckischen Antwortschreiben div. Intendanten, "das Publikum müsse sich daran gewöhnen". Das finde ich schon massiv übergriffig: An was ich mich gewöhnen muss, das entscheide immer noch ich. Dann die ständige Verunglimpfung des traditionellen
    Theaters und dessen Freunde als "reaktionär". Insofern sollte man es auch "lässig" so nennen, was es ist: brainwash.

    Eben, da du es letztlich entscheidest, kann keinesfalls von "brainwash" gesprochen werden. Der Ausdruck sei aber dir gegönnt, nebst der implizierten Lässigkeit, auch wenns der Realität nicht entspricht, wie eben erläutert.



    Zitat

    Werbung und Medien arbeitet tagtäglich erfolgreich mit wissenschaftlichen Methoden an der Formung deines Geschmacks. Du entscheidest selbst schon wesentlich weniger, als du gerne würdest...

    warum beklagen z.B. so viele Zahnärzte dann die geringe Neigung zur Zahnpflege, trotz intensiver Werbung für Zahncreme ?
    :hello:

  • warum beklagen z.B. so viele Zahnärzte dann die geringe Neigung zur Zahnpflege, trotz intensiver Werbung für Zahncreme ?


    Weil die Werbung dir nicht so leicht einreden kann, dass du etwas tun sollst, aber viel leichter, was du dann machst!


    Das heißt in deinem Fall: die Zahnpasta-Reklame wird nicht so viele zum Zähneputzen verleiten können (das ist auch der Job der Zahnärzte und Gesundheitsvorsorgeeinrichtungen), aber die, die es ohnehin tun, die werden in der Auswahl der Zahnpasta beeinflusst.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • na schön, aber glaubst du etwa im Ernst, dass sich ein Publikum von ungeschickten bis dummen Verlautbarungen eines Indendanten ("es müsse sich gewöhnen") soweit beeinflussen lässt, dass es die Neigungen im wesentlchen ändert ? Dann müssten die Opernhäuser in einigen Fällen doch eine Spielplan aufweisen, der voll gespickt ist mit Werken die in der Vergangenheit nicht gerade der absolute Renner waren.. z.B. Berg, Schönberg (auch die sog. Einakter) und Pfitzner....
    Das Publikum müsste dann auch bei den mißlungenen Arbeiten des sog. "Regietheaters" vollen Beifall geben. Das ist mir arber bisher nicht aufgefallen..
    :hello:

  • Wenn intendanten alle alten Inszenierungen auf einen Schlag entsorgen, wie es in Düsseldorf und Köln geschah, und den Beschwerden des Publikums lässig entgegnen, "daran müsse man sich gewöhnen"....


    Wenn Opernerstbesuchern gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ein Werk unverfälscht und ohne Zutaten des Regietheaters erlebn...

  • Zitat

    Wenn intendanten alle alten Inszenierungen auf einen Schlag entsorgen, wie es in Düsseldorf und Köln geschah, und den Beschwerden des Publikums lässig entgegnen, "daran müsse man sich gewöhnen"....


    Wenn Opernerstbesuchern gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ein Werk unverfälscht und ohne Zutaten des Regietheaters erlebn...

    ... Dann bleibt man wie ich und einige andere Musikfreunde meines Bekanntenkreises, viele Jahre Abonnement-Besitzer, dem Theater (Oper und Operette) fern.

    W.S.

  • Ganz genau. So traurig es auch ist.


    Doch, dass die Intendanten und die Presse trotzdem ihre brainwash-Schiene weiterfahren, spricht von einer Ignoranz, die mich fragen lässt:


    Warum wollen sie gezielt die Freunde des alten Theaters vertreiben? Was steckt dahinter?


    Für mich ist die Antwort klar, doch ich bin mal gespannt, was Du, amfortas, dazu sagst. Und bitte jetzt nicht wieder: "So sollen junge Leute ins Theater gelockt werden." Das hatten wir ja schon geklärt, dass die konservativer sind als unsereins. Darüber hatte sich zuletzt schon der Kölner Intendant gewundert, der ja erfreulicherweise gemäßigte Regietheaterkost serviert. München bedaure ich allerdings sehr.

  • Zitat

    Wenn Opernerstbesuchern gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ein Werk unverfälscht und ohne Zutaten des Regietheaters erlebn...

    Ja, das sehe ich auch so, es gibt in der Tat noch andere traurige Beispiele von dem, was du als verfälscht bezeichnest:


    leider ist keines dieser Produktionen ohne Hilfe der Regie entstanden. Also eindeutig alles "Regietheater".



    Zitat

    ... Dann bleibt man wie ich und einige andere Musikfreunde meines Bekanntenkreises, viele Jahre Abonnement-Besitzer, dem Theater (Oper und Operette) fern.

    Da du fern bleibst, bist du deshalb in der Lage uns jetzt und fürderhin einen adäquaten Überblick über die zeitgenössische Regie zu geben. Meine Hochachtung vor diesem Kunststück . Bravo !!!



    Zitat

    Doch, dass die Intendanten und die Presse trotzdem ihre brainwash-Schiene weiterfahren, spricht von einer Ignoranz, die mich fragen lässt:
    Warum wollen sie gezielt die Freunde des alten Theaters vertreiben? Was steckt dahinter?

    Eine für die sog. „konservative“ Riege zutreffende Erklärung für diese unterstellte Behauptungen wäre:


    Es gibt eine ganz mächtige Volksfront, die sich zusammensetzt aus bösen Intendanten und den linken Organen der feuilletonistischen Kampfpresse. Und das ist alles gleichgeschaltet wie im fernen Reich des geliebten Führers Kim Jong Il . Kein Opernbesucher traut sich was zu sagen, da er sofort in den Knast käme.



    Zitat

    Für mich ist die Antwort klar, doch ich bin mal gespannt, was Du, Amfortas, dazu sagst. Und bitte jetzt nicht wieder: "So sollen junge Leute ins Theater gelockt werden." Das hatten wir ja schon geklärt, dass die konservativer sind als unsereins.

    Auf Umfrageergebnisse wäre man aber doch gespannt. In den Sinfoniekonzerten sind auch immer weniger junge Leute zu beobachten. Vermutlich sind diese Konzerte auch durchsetzt vom schamlosen Ungeist des kulturfeindlichen "Regietheaters".


    :hello:

  • Zitat

    Da du fern bleibst, bist du deshalb in der Lage uns jetzt und fürderhin einen adäquaten Überblick über die zeitgenössische Regie zu geben. Meine Hochachtung vor diesem Kunststück . Bravo !!!


    Amfortas hat noch nicht entdeckt, dass es auch noch andere Quellen außerhalb des Theaterabonnements gibt, in denen man sich - und sogar in viel größerem Umfang - einen adäquaten Überblick über die zeitgenössische Regie verschaffen und sich Opern vergleichend ansehen kann: Fernsehen, die DVD, Youtube usw.

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Hallo, Amfortas08!


    Du scheinst ja des Lesens und Schreibens mächtig zu sein. Dann kannst Du genau wie ich die verheerenden Kritiken in der Presse lesen. Und das reicht mir. Ich bin, und das solltest Du meinen vorherigen Schreiben entnommen haben, durch miserable und eklige Inszenierungen von der Opernbühne abgerückt. Nicht ganz. Wenn die Kritiken positiv waren, bin ich auch noch einigemale in der Oper gewesen. Nur bedeutend weniger. Hast Du es verstanden?


    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Ja, das sehe ich auch so, es gibt in der Tat noch andere traurige Beispiele von dem, was du als verfälscht bezeichnest:


    leider ist keines dieser Produktionen ohne Hilfe der Regie entstanden. Also eindeutig alles "Regietheater".


    Gähn, amfortas, Gähn - diese Polemik langweilt mich und eine Antwort auf meine Frage hast Du mir auch nicht gegeben.


    Nachfolgend etwas Zucker von Mama wikipedia:


    Eine Inszenierung wird als „Regietheater-Inszenierung“ bezeichnet, wenn nach Meinung des Rezensenten die Ideen des Regisseurs einen zu großen Einfluss (verglichen mit den Ideen des Autors, der Darsteller oder im Musiktheater des Komponisten, der Sänger bzw. des Dirigenten) auf die Darbietung haben.


    Zu den wichtigsten Vorwürfen gegenüber einem Regisseur, die dazu führen können, dass seine Inszenierung als Regietheater bezeichnet wird, gehören die folgenden:


    • Die Inszenierung verletzt die Intentionen des Autors (im Musiktheater auch: des Komponisten). In diesem Zusammenhang werden insbesondere kritisiert: Willkürliche Zusätze und/oder Kürzungen, Verlegung der Handlung an einen anderen Ort oder in eine andere Zeit.


    • Die Inszenierung lenkt vom eigentlichen Gehalt des Werkes ab. Dieser Vorwurf ist insbesondere im Musiktheaterbereich verbreitet, wo Regisseuren gelegentlich die Ablenkung von der Musik vorgeworfen wird, kommt aber auch im Sprechtheater vor, wo er sich meist auf das Einfügen von Szenen, die nichts mit dem eigentlichen Werk zu tun haben, bezieht.


    • Die Inszenierung enthält Einlagen, die für das Werk entbehrlich sind. Kritisiert werden in diesem Zusammenhang beispielsweise das Zurschaustellen von Nacktheit oder unverhältnismäßiger Brutalität um ihrer selbst willen.


    Mit dem Begriff des Regietheaters (in seiner ursprünglichen, negativen Bedeutung) eng verknüpft ist der Vorwurf, dass die Zunahme von Regietheater-Inszenierungen zu einer Verschlechterung der Qualität in der deutschsprachigen Theaterlandschaft führe. Einer der Wortführer dieser Meinung ist der deutsche Regisseur Peter Stein: „Inzwischen kann ja am Theater jeder machen was er will, aber in der ganzen Welt wird das deutsche Regietheater inzwischen verlacht.“

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  • Hallo, Knusperhexe!


    Es ist doch schon alles mehrmals gesagt und durchgekaut worden. Ich habe auch keine Zeit und Lust mehr, auf das Geschreibsel von Amfortas08, was nur aus Zitaten welche aus dem Zusammenhang gerissen sind und seiner Polemik besteht, zu antworten. Diese Art von Diskussion führt zu nichts.


    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Hallo Wolfgang


    Eigentlich hat Amfortas unserer Sache doch sehr gedient. Er hat sich mit dem von dir genannten Geschreibsel selbst soo bloß gestellt, dass endlich auch der Dümmste erkennen muß, wer dahinter steckt!

    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • es gibt in der Tat noch andere traurige Beispiele von dem, was du als verfälscht bezeichnest: ( es wird hier auf die Boheme verwiesen )
    leider ist keines dieser Produktionen ohne Hilfe der Regie entstanden. Also eindeutig alles "Regietheater".

    Hallo, Amfortas
    Vielleicht verstehe ich Deine Aussage völlig falsch oder kann sie nicht interpretieren und deshalb wäre ich auf eine Erklärung sehr gespannt. Was ist denn an dieser " Boheme " traurig? Abgesehen von der Handlung, deren Finale bekanntlich wirklich traurig ist. Natürlich haben die Herren Zeffirelli und v. Karajan 1965 diese Oper mit ihrer Handschrift inszeniert. Was sollte an dieser Inszenierung traurig sein oder nicht stimmen? Diese Aufführung ist genial und ist in der Gesamtheit in allem rundum stimmig. Adäquat gibt es eine DVD - Aufnahme von 1986 aus San Francisco. Die halte ich für noch gelungener. Das liegt aber vor allem am Gesangsensemble, das ich für noch besser und idealer halte. Das ist aber mein rein persönlicher Geschmack und meine subjektive Meinung. Für mich ist diese Aufnahme das Non plus Ultra. So und nicht anders erwartet man als Liebhaber und Kenner diese Oper. In ähnlicher Form lief die Boheme auch seinerzeit in der Berliner Staatsoper in der Inszenierung von Erhard Fischer mit einem hervorragenden, großartigen Gesangsensemble. Wenn alle Beteiligten sich so dem Werk anpassen und unterordnen, kann man gegen das Wort " Regietheater " nichts sagen.
    Vielleicht mal eine Grundsatzerklärung, die vielleicht antiquiert und erzkonservativ klingt. Für mich hat ein Opernhaus etwas seriöses, feierliches. Und das erwarte ich ebenfalls von den Aufführungen, die dort stattfinden. Für Show, Klamauk und spektakuläre Experimente ist da kein Platz und der Würde des Hauses nicht angemessen.
    Vor etwa drei Wochen wurde in meiner Zeitung über eine Aufführung mit Bildern berichtet. Leider kann ich zum betreffenden Werk und auch dem Aufführungsort nichts sagen. Mir haben die Bilder gereicht: Eine männliche Person liegt auf einem Sofa. Auf ihm sitzt breitbeinig in eindeutiger Pose eine Frau. Weiteres spare ich mir... Falls Du jetzt denkst, Du hast in meiner Person einen überaus hochmoralischen, senilen, alten Tattergreis vor Dir, muß ich Dich enttäuschen. Ich bin alles andere als das und gewiß nicht prüde. Aber solche Dinge gehören nicht in ein seriöses Opernhaus! Das ist, höflich ausgedrückt, geschmackloser Klamauk, und im wahrsten Sinne " unter der Gürtellinie "! Wenn ich so etwas sehen und haben will, da gibt es z. B. in Hamburg eine bestimmte Gegend. Und hier bin ich mir ganz sicher, daß ich mit meiner Meinung mit allen unserer Forenmitglieder konform gehe. Man sollte auch nicht vergessen, daß vielleicht auch mitunter größere Kinder in die Oper gehen! Mir wäre das mehr als peinlich.
    Gruß
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Hallo, Chrissy!


    Genau das habe ich auch schon und noch viel drastischer erlebt. An anderer Stelle habe ich mich schon ausführlich dazu geäußert. Eine ältere Frau saß mit Ihrem Enkelkind in der Nähe und war sehr empört. Sie und viele andere Besucher verließen unter Protest die Oper. Solche Regisseure sollen ihre sado-maso und sexuellen Fantasien woanders auslassen als in der Oper.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Leider gibt es heute keine Operninszenierungen mehr ohne Nackte auf der Bühne, obszönen Handlungen oder Beleidigungen von kirchlichen Symbolen. Und ich werde wohl auch keinen Lohengrin mehr sehen indem Lohengrin mit einem Schwan auftritt. Ich bin schon froh wenn im Tannhäuser der Chor im 2. Akt keine SS Uniformen an hat. Ich kann mich durchaus mit modernen Inszenierungen anfreunden wo ich merke das sich ein Regisseur mit dem Stück befasst hat und inszeniert weil ihn das Stück interessiert und nicht die Provokation. Vom Kosky Ring kenne ich zum Glück nur die Götterdämmerung aus Essen, wo der RIng mit 4 verschiedenen Regissseuren gemacht worden ist. Die Lösung ist deshalb unglücklich weil die meisten Besucher den Kosky Ring in Hannover nicht gesehehn haben werden. Und die Besucher aus Hannover neben den ich gesessen habe, haben nur gemeint sie würden sich so eiinen Schwachsinn in Hannover nicht nocht einmal antun. Ich bin mal gespannt was Herr Brieger heute abend aus Mozarts Cosi fan tutte in Düsseldorf macht.

  • Die Cosi tu ich mir bestimmt nicht an. Habe Fotos gesehen und gelesen, was da wieder an Ungereimtheiten fabriziert wurde. Finden wir uns damit ab, das Opernhaus ist zum gut subventionierten Tollhaus geworden.

  • Zitat

    Die Cosi tu ich mir bestimmt nicht an. Habe Fotos gesehen und gelesen, was da wieder an Ungereimtheiten fabriziert wurde. Finden wir uns damit ab, das Opernhaus ist zum gut subventionierten Tollhaus geworden.


    Hallo, Knusperhexe!


    Anders kann man es wirklich nicht mehr ausdrücken!



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Seid froh das ihr euch die Cosi in Düsseldorf nicht angetan habt. Was die Sänger angeht war es mehr als ordentlich. AUch das Orchester unter Axel Kober hat hervorragend gespielt. Nur die Inszenierung war furchtfbar. Natürlich wieder ein Einheitsbühnenbild das aus einer großen Wand und Würfeln auf denen die Namen der Protagonisten draufstanden bestand. Die Figuren waren allesamt viel zu überdreht. Und die Oper ging bis 23.15 Uhr. Ich verstehe die Rheinoper nicht, das man Opern die solche Längen haben, nicht bereits auch Samstags um 19 Uhr anfangen lässt. Da war mir doch die alte Inszenierung von Tobias Richter lieber. Ich hoffe Herr Brieger vergreift sich nicht noch an den anderen Da Ponte Opern die ebenfalls neu inszeniert werden sollen. Nächste Spielzeit wird es einen neunen Figaro geben.

  • Kleiner Nachtrag zur Cosi in Düsseldorf: In einer Kritik in Klassik.com steht das die es Herrn Brieger gelungen ist eine dezente Inszenierung mit kluger Personenregie auf die Bühne zu bringen. Er hat die Handlung ohne Schnickschnack auf die Bühne gebracht. So kann man das einfallslose Bühnenbild auch bezeichnen. Aber wahrscheinlich haben wir alle mal wieder keine Ahnung.

  • Leider gibt es keinen sich übergebenden Smily hier, sonst würde ich den gerne, ob der Rezi benutzen.



    Woher weißt Du, dass Figaro kommt? Ist der neue Spielplan raus?

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  • Die neue Spielzeit wird kommt erst im Mai raus. Aber das Figaro kommt hat uns die Dramaturgin beim Einführungsvortrag verraten.

  • Hallo, Amfortas
    ich bin immer noch gespannt auf Deine Antwort auf meinen obigen Beitrag 73, vor allem auch auf Deine Meinung, bzw. Analyse der von Dir erwähnten Boheme.
    Gruß
    CHRISSY
    PS.: Bedanken möchte ich mich bei Rodolfo und Wolfgang für ihre Beiträge, bzw. Zustimmung.

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Vor einer halben Stunde begann im TV auf " Classica " die Sendung einer Aufzeichnung der Oper " Rienzi " aus der Deutschen Oper Berlin. In der Titelrolle " Torsten Kerl ".
    Nun bin ich kein Wagnerkenner und großer Liebhaber seiner Musik, wollte aber trotzdem mal reinschauen. Das Vorspiel, bzw. die Ouverture war sehr gut. Ich habe inzwischen weggeschalten. Rienzi in weißer Uniform a la Göring. Typen auf der Bühne mit Maschinenpistolen, Revolvern, Dolchen und Schlagstöcken..., das muß ich im Theater nicht haben und tue ich mir nicht an !!! Was sagen die Wagner - Fans dazu?
    Herzlichst
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Was die Wagner-Fans sagen: A so ein Bledsinn, hearst. :thumbdown:


    Aber ich denke, das Thema führt zu nichts. Es gibt das Lager der Gegner, aber auch ein großes Lager der Leute, die sowas ganz toll finden. Und keiner wird nachgeben.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Vor einer halben Stunde begann im TV auf " Classica " die Sendung einer Aufzeichnung der Oper " Rienzi " aus der Deutschen Oper Berlin. In der Titelrolle " Torsten Kerl ".
    Nun bin ich kein Wagnerkenner und großer Liebhaber seiner Musik, wollte aber trotzdem mal reinschauen. Das Vorspiel, bzw. die Ouverture war sehr gut. Ich habe inzwischen weggeschalten. Rienzi in weißer Uniform a la Göring. Typen auf der Bühne mit Maschinenpistolen, Revolvern, Dolchen und Schlagstöcken..., das muß ich im Theater nicht haben und tue ich mir nicht an !!! Was sagen die Wagner - Fans dazu?


    Nun bin ich kein ausgesprochener Wagnerianer, aber ich liebe diese Oper sehr und hätte sie natürlich auch sehr gerne auf DVD. Da ich aber einiges an Bühnenbilder von dieser Produktion gesehen hatte, konnte ich mich nicht dazu aufraffen, sie zu kaufen. Leider kann ich "Classica" nicht empfangen, sonst hätte ich da auch zumindest mal reingeschaut.
    Ich werde mich also weiterhin mit meinem sehr schönen Mitschnitt, die Titelrolle singt Peter Seiffert, begnügen.
    :hello:


    Jolanthe

  • Hallo, chrissy, hallo, Jolanthe!


    Ich bin Wagnerianer! Aber das sind diese Inszenierungen, wo ich gerne einem Regisseur eins in die (Entschuldigung!) Fresse hauen möchte!


    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Ich hab mir Rienzi auch angetan und nach einer Stunde hab ich zum FUßball umgeschaltet. Die Inszenierung war eine Zumutung. Während der Overtüre musste es natürlich wieder eine Handlung geben, weil man ja dem Zuschauer nicht zutraut die wunderschöne Overtüre so lange konzentriert zuzuhören. Und wenn Rienzi schon mal aufgeührt wird, dann bittte nicht so stark gekürzt. Der Regisseur hat sich warhscheinlich nicht getraut den Chor in SS Uniformen auftreten zu lasssen Und Irene sah aus, wie man sich ein deutsches Mädchen im 3. Reich vorgestellt hat. Alles vollkommen daneben.

  • Aber das sind diese Inszenierungen, wo ich gerne einem Regisseur eins in die (Entschuldigung!) Fresse hauen möchte!


    Oh, du willst also Leute, die andere Ansichten vertreten als du, handgreiflich von deiner Meinung überzeugen?


    (Ein Glück, dass du kein Fussballfan bist. Du würdest als "tätiger Überzeuger" sehr schnell Stadionverbot bekommen!)


    :no:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Aber das sind diese Inszenierungen, wo ich gerne einem Regisseur eins in die (Entschuldigung!) Fresse hauen möchte!


    Oh, du willst also Leute, die andere Ansichten vertreten als du, handgreiflich von deiner Meinung überzeugen?


    Lieber Theophilus,


    dass durch Regietheater latente Aggression und Gewaltbereitschaft an die Oberfläche gespült wird, zeigt doch nur, dass die Regisseure ganz im Sinne der Komponisten und Librettisten handeln. Auch "Nozze di Figaro", "Ballo in mascera" usw. usw. sollten ja wegen subversiver und anarchischer Tendenzen verboten werden. Offenbar sind diese Regiearbeiten dazu geeignet - wie damals die Opern -, subversiv und anarchisch zu wirken.


    Wobei ich mich von anarchistischem Denken klar distanzieren möchte. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass hier eine Ergebniskongruenz vorliegt.

  • Oh, du willst also Leute, die andere Ansichten vertreten als du, handgreiflich von deiner Meinung überzeugen?


    Lieber Theophilus
    Das will der Wolfgang ernsthaft garantiert nicht. Ich bin zwar bestimmt nicht autorisiert für ihn zu sprechen und bitte um Entschuldigung wenn ich mich hier einmische. Aber ich habe Wolfgang beim Tamino- Treffen als einen netten und äußerst sympathischen Menschen kennengelernt, dem man so etwas ernsthaft nie zutrauen würde. Deshalb sollte man solche spontanen, gefühlsmäßigen Äußerungen nicht überbewerten und den Symbolcharakter einer solchen Aussage erkennen. Ich weiß, wie er das meint und kann schon verstehen, daß man sich über solchen Mist schon mal spontan ärgern kann und das dann einfach drastisch rauslassen muß.
    Herzlichst
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

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