Sommernachtskonzert in Wien

  • Hallo liebe Freunde der Musik,


    heute Abend steht ein ganz besonderer Konzertbesuch bei mir an. Die Wiener Philharmoniker geben ihr berühmtes Sommernachtskonzert:


    http://www.wienerphilharmoniker.at/sommernachtskonzert-main


    Im Hintergrund die malerischen, historischen Kulissen des Schloss Schönbrunns und der Gloriette. Wenn es nun auch noch trocken bleibt steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege! :jubel: Ich freue mich schon euch davon berichten zu können :)

    Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen

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  • Lieber Traubi
    Dieses Sommernachtskonzert aus Schönbrunn sehe ich schon seit Jahren - leider nur im Fernsehen und habe mir auch gestern mit Begeisterung wieder angesehen. Sicher hast du auch viel Freude daran gehabt. Ich freue mich auf deinen Bericht dazu.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Lieber Gerhard und Taminos,


    wie ihr euch sicher denken könnt hatte ich gestern viel Freude am Konzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn. Ich war bereits zwei Stunden früher dort um einen der Sitzplätze zu ergattern, denn später kann man nur noch stehen, da ein riesiger Andrang bei diesem Gratiskonzert herrscht. Ich und eine Bekannte saßen in unseren Jacken und einer Decke eingehüllt mitten in der malerischen Kulisse zwischen dem Schloss Schönbrunn und der Gloriette. Ich kann nur betonen welch unbeschreiblicher Eindruck dies war, an einem so historischen Ort ein solches Konzert ab zu halten. In Worte ist dies kaum zu fassen.. Nach einer etwas kalten Wartezeit (mit Sommer hatte das Sommernachtskonzert auf Grund der Temperatur und des Wetters recht wenig zu tun muss ich sagen ;)) begann dann schließlich das Konzert.


    Vier Stücke sind mir bei diesem Konzert am besten in Erinnerung geblieben, dass hat zum einen an dem berühmten Solisten Lang Lang und zum anderen Teil an den hervorragend spielenden Wiener Philharmonikern unter Christoph Eschenbach gelegen. Eine hervorragende Mischung wenn ihr mich fragt :)


    Das schönste Stück des Abends war Burleske von Richard Strauss, welches vom Pianisten Lang Lang so meisterhaft gespielt wurde wie man jemanden selten auf dem Klavier gesehen hat. Er betätigte die Tasten im gleichen Maße gefühlvoll wie kräftig, was sein Spiel dieses Stückes außerordentlich gemacht hat. (Man bedenke bitte, dass das Stück Burleske von vielen Zeitgenossen Strauss als unspielbar bezeichnet wurde!) Außerdem möchte ich noch die gute Harmonie zwischen den Philharmonikern und dem chinesischen Solisten hervorstreichen.


    Danach wehte ein Hauch von Mozart durch die magische Kulisse des Schlossparks als Lang Lang noch ein letztes Mal zum Klavier schritt und Mozarts türkischen Marsch zum besten gab. Auch dies war einmalig. Mir kam sogar kurze Zeit die Anekdote vom sechsjährigen Mozart in den Sinn wie er der Kaiserin nach dem Spiel im Schloss Schönbrunn auf den Schoß hüpft und diese begeistert ist von seinem Spiel.... Auch Lang Lang soll ja schon mit 6 Jahren ein Genie gewesen sein. (er hat ja auch schon mit drei angefangen)


    Nach dem Lang Lang die Bühne verließ wurde ein Teilstück der Oper Benvenuto Gellini aufgeführt, ich kannte es zwar noch nicht bzw. habe ich es gestern zum ersten mal gehört, aber ich fand es sehr gut, vor allem hat mir das kraftvolle Spiel der Philharmoniker gefallen. :jubel:


    Das letzte große Stück war dann noch Till Eulenspiegel von Richard Strauß, auch dieses natürlich meisterhaft umgesetzt und auch als Neuling konnte ich die verschiedenen Szenen der Abenteuer des Schelms, der ja ein so unrühmliches Ende nimmt, heraus hören.


    Zum Abschluss gab es dann noch einen Walzer und ein Polka die einen guten Abschluss bildeten und diesen schönen Konzertbesuch abrundeten.



    Ich hoffe ich konnte euch den gestrigen Abend etwas genauer schildern :)



    Lg. Traubi

    Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen

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  • Lieber Gerhard und Taminos,


    wie ihr euch sicher denken könnt hatte ich gestern viel Freude am Konzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn. Ich war bereits zwei Stunden früher dort um einen der Sitzplätze zu ergattern, denn später kann man nur noch stehen, da ein riesiger Andrang bei diesem Gratiskonzert herrscht. Ich und eine Bekannte saßen in unseren Jacken und einer Decke eingehüllt mitten in der malerischen Kulisse zwischen dem Schloss Schönbrunn und der Gloriette. Ich kann nur betonen welch unbeschreiblicher Eindruck dies war, an einem so historischen Ort ein solches Konzert ab zu halten. In Worte ist dies kaum zu fassen.. Nach einer etwas kalten Wartezeit (mit Sommer hatte das Sommernachtskonzert auf Grund der Temperatur und des Wetters recht wenig zu tun muss ich sagen ;) )begann dann schließlich das Konzert.


    Vier Stücke sind mir bei diesem Konzert am besten in Erinnerung geblieben, dass hat zum einen an dem berühmten Solisten Lang Lang und zum anderen Teil an den hervorragend spielenden Wiener Philharmonikern unter Christoph Eschenbach gelegen. Eine hervorragende Mischung wenn ihr mich fragt :)


    Das schönste Stück des Abends war Burleske von Richard Strauss, welches vom Pianisten Lang Lang so meisterhaft gespielt wurde wie man jemanden selten auf dem Klavier gesehen hat. Er betätigte die Tasten im gleichen Maße gefühlvoll wie kräftig, was sein Spiel dieses Stückes außerordentlich gemacht hat. (Man bedenke bitte, dass das Stück Burleske von vielen Zeitgenossen Strauss als unspielbar bezeichnet wurde!) Außerdem möchte ich noch die gute Harmonie zwischen den Philharmonikern und dem chinesischen Solisten hervorstreichen.


    Danach wehte ein Hauch von Mozart durch die magische Kulisse des Schlossparks als Lang Lang noch ein letztes Mal zum Klavier schritt und Mozarts türkischen Marsch zum besten gab. Auch dies war einmalig. Mir kam sogar kurze Zeit die Anekdote vom sechsjährigen Mozart in den Sinn wie er der Kaiserin nach dem Spiel im Schloss Schönbrunn auf den Schoß hüpft und diese begeistert ist von seinem Spiel.... Auch Lang Lang soll ja schon mit 6 Jahren ein genie gewesen sein. (er hat ja auch schon mit drei angefangen)


    Nach dem Lang Lang die Bühne verließ wurde ein Teilstück der Oper Benvenuto Gellini aufgeführt, ich kannte es zwar noch nicht bzw. habe ich es gestern zum ersten mal gehört, aber ich fand es sehr gut, vor allem hat mir das kraftvolle Spiel der Philharmoniker gefallen. :jubel:


    Das letzte große Stück war dann noch Till Eulenspiegel von Richard Strauß, auch dieses natürlich meisterhaft umgesetzt und auch als Neuling konnte ich die verschiedenen Szenen der Abenteuer des Schelms der ja ein so unrühmliches Ende nimmt heraus hören.


    Zum Abschluss gab es dann noch einen Walzer und ein Polka die einen guten Abschluss bildeten und diesen schönen Konzertbesuch abrundeten.



    Ich hoffe ich konnte euch den gestrigen Abend etwas genauer schildern :)



    Lg. Traubi

    Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen

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  • Ich habe mir dieses Event auch im Fernsehen angeschaut - die Atmosphäre ist in der Tat toll. Man sollte an ein solches Event-Konzert auch nicht allzu hohe Maßstäbe anlegen, die über dessen Zweck hinausgehen. Das weiß ich natürlich. Trotzdem hat mich das nicht vom Hocker gerissen. Der einzige Moment, wo es mir fast passierte war :D allerdings die Zugabe von Lang Lang: der berühmte Alla turca von Mozart. Da mußte ich wirklich lauthals lachen! Das war Mozart, gespielt von Lang Lang alias Tom und Jerry, Mozart als hurtig hüpfendes Zirkuspferdchen - als Lachnummer fürs amüsierte Publikum. Bei der Burleske von Strauß (einem Werk, das mich nie besonders hat begeistern können) gab es die Lang Lang-übliche Mischung aus Verzärtelung und Virtuosität - für meinen Geschmack jede Menge leer gedroschenes Stroh an virtuosem Passagenwerk. Auch das fand ich ziemlich einschläfernd. Die beiden Zugaben - Strauß-Walzer - habe ich wohl Dank Christoph Eschenbach in Wien und von den Wiener Philharmonikern noch nie so unwienerisch vorgetragen gehört. Am Passabelsten fand ich noch den Till Eulenspiegel. Aber Schluß mit der Mäkelei - es war ja nur ein Event! :D


    Schöne Grüße
    Holger

  • Dieses Sommernachtskonzert wird es auch als DVD und als CD geben.



    Ich hatte es mir auch angesehen und es hat mich nicht wirklich begeistert. Es ist natürlich immer ein Unterschied, ob man live vor Ort ist oder nur vor dem TV sitzt.


    :hello:
    Jolanthe

  • Lieber Traubi,


    Gibt es eigentlich auch ein Vorprogramm? Und für ein Event fand ich die Auswahl ziemlich mutig, da der Dirigent nicht so bekannt war, noch die Stückauswahl die meisten Besucher gekannt haben dürften . Wie ist das eigentlich mit der Sicht? Bei den Kamerafahrten hab ich immer gedacht das die die in der Mitte bzw. hinten sitzen überhaupt nichts sehen, sondern nur hören können.

  • [...] da der Dirigent nicht so beakannt war [...]


    Du machst sicher Scherze, lieber rodolfo. ;) Eschenbach ist ein weltberühmter Pianist und seit 1972 bereits auch als Dirigent tätig. Er war Chefdirigent u. a. des Philadelphia Orchestra und des Orchestre de Paris und Künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Selbst der kritische David Hurwitz lobte einige seiner Aufnahmen als maßstäblich.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Aber er ist jetzt nicht der typische "Eventdirigent". Deshalb hat es mich auch gewundert das er so eine Veranstaltung dirigiert hat. Und ich glaube, er war es auch der Lang Lang entdeckt und gefördert hat. Aber für seine Operndirigate in Wien hat er auch viel Kritik einstecken müssen. Und ich denke mal das diejenigen, die keine Klassikexperten sind, und so ein Konzert besuchen, nicht soviel mit dem Namen anfangen können.

  • Ich habe diesen "Event" bei einem Glas Rotwein genossen, mich darüber gefreut und auch festgestellt, dass sich Herr Eschenbach nicht als Dirigent fürs Neujahrskonzert empfohlen hat.


    Viele Grüße an Euch -



    Erich

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Also ich fand Eschenbach irgendwie sympathisch :) Das mag jetzt etwas laienhaft klingen aber was solls...


    Zitat

    Da mußte ich wirklich lauthals lachen! Das war Mozart, gespielt von Lang Lang alias Tom und Jerry, Mozart als hurtig hüpfendes Zirkuspferdchen - als Lachnummer fürs amüsierte Publikum.

    Also so schlimm empfand ich es jetzt nicht...Ich fand es im Gegenteil recht lebendig, dadurch das es nicht allzu ernst vorgetragen war :thumbup:



    Zitat

    Wie ist das eigentlich mit der Sicht ? Bei den Kamerafahrten hab ich immer gedacht das die die inder Mitte bzw. hinten sitzen überhaupt nichts sehen , sondern nur hören können.

    Also ich hatte das Glück, einen Sitzplatz in den mittleren Sitzreihen zu ergattern. Die Sicht war jetzt nicht sooo berauschend, aber es hat ausgereicht, der Klang war dafür wieder sehr rein und man hat alles gut verstanden. Wie das bei den Stehplätzen war kann ich nur erahnen, die dürften aber nicht so viel gesehen haben :thumbdown:

    Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen

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  • heute Abend steht ein ganz besonderer Konzertbesuch bei mir an. Die Wiener Philharmoniker geben ihr berühmtes Sommernachtskonzert:


    Lieber Traubi, liebe Freunde,


    danke für den Hinweis. Diese Information ermöglichte es meiner Frau und mir, das Konzertereignis mitzuerleben. Wir waren sehr davon angetan. Bei der Beurteilung sollte man bitte berücksichtigen, dass hier ein ganz, ganz breites nicht unbedingt konzerterfahrenes Publikum erreicht und angesprochen werden muss. Auf diese heterogene Zielgruppe muss das Programm eines solchen Events ausgerichtet sein. Diese Zielsetzung erfüllten die Programmmacher, der Dirigent, die Solisten und natürlich die Wiener Philharmoniker perfekt.
    Ich selbst habe das Glück, dass die Gottlob-Frick-Gesellschaft zusammen mit der Otto Edelmann Society am 12. November 2014 im zauberhaften Schlosstheater Schönbrunn ein Konzert mit dem Titel BASSISSIMO gestalten darf. Dass kein falscher Eindruck aufkommt. Das ist selbstverständlich kein Vergleich mit dem Megaereignis des Sommerkonzertes der Philharmoniker in Schönbrunn. Sowohl die Otto Edelmann Society als auch die Gottlob-Frick-Gesellschaft haben als Schwerpunkte ihres Wirkens die Förderung junger hochbegabter Sängerinnen und Sänger und hier besonders von Bassisten. Da 2014 der 10. Todestag von Otto Edelmann und der 20. Todestag von Gottlob Frick ist, haben beide Gesellschaften beschlossen, das Konzert Bassissimo zu gestalten. An die beiden großen Bassisten, die jahrzehntelang an der Wiener Staatsoper führend waren, soll durch Sternstunden aus ihren Glanzpartien in Bild und Ton kurz erinnert werden. Zu erleben werden also in erster Linie drei junge Bassisten mit den großen Arien und Ohrwürmern des Bassrepertoires sein. Professor Peter Edelmann, der Sohn des Sängers und selbst bedeutender Bariton, wird moderieren. Ach- und Operus wird die Gottlob-Frick-Gesellschaft repräsentieren und auch a bisserl mitspielen. Kosten wird das Ganze einen Beitrag von € 10 und entsprechend dem Zitat aus dem "Rosenkavalier" gibt es im Anschluss an das Konzert einen Schluck "von was zu trinken."
    Selbstverständlich würde ich mich freuen, wenn ich möglichst viele Tamino-Freunde bei meinem "Gastspiel" in Wien begrüßen könnte. Also Termin 12. November 2014 bitte notieren und dann einfach dabei sein.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Bei den Kamerafahrten hab ich immer gedacht das die die in der Mitte bzw. hinten sitzen überhaupt nichts sehen, sondern nur hören können.


    Das mit dem Sehen war für viele sicher ein Problem - aber nur wegen der großen Distanz zum Musikpavillion. Gegen Konzertende sollen ja ca. 40.000 Zuseher im Park gewesen sein, und die müssen ja zum größten Teil weit von der Bühne entfernt gewesen sein. Die "fliegende" Camcat hat da sicher kaum jemanden gestört. Gehört haben dürften aber alle, die mächtigen Beschallungstürme waren auch im TV nicht zu übersehen.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!