Wolfgang Amadeus Mozart: Cosi fan tutte

  • Hallo Opernfreunde,



    Eigentlich wollte ich nicht schon wieder eine Oper von Mozart an die Reihe nehmen, aber da ich zufällig gerde eine neue Cosi unter Rene Jacobs erstand, war das Thema naheliegend.


    Das Werk gehört in die Gruppe der sogenannten "Da Ponte"-Opern, von dem das Libretto stammt.
    Da Ponte griff hier auf eine Geschichte zurück, die sich (angeblich) am Wiener Hof in ähnlicher Form abgespielt haben soll. Das Werk war wegen seines "unmoralischen Inhalts", vor allem im 19. Jahrhundert sehr angefeindet.
    Die Geschichte zweier Freunde, die angestachelt durch den Philosophen Don Alphonso die Treue ihrer Verlobten auf die Probe stellen wollen ist bekannt, daher brauche ich darauf nicht näher einzugehen.


    Die Frage ist eher: Was ist anders an dieser Neuaufnahme ? Die Antwort (fast) Alles !


    Jacobs Stil zeigt sich schon bei den ersten Klängen der Ouvertüre: Schnell, Rhytmisch, jeder Schönung des Klanges abhold des öfteren aggressiv und - trotzdem beschwingt.



    Wer Mozarts Schönklang sucht wird den hier nicht finden , aber dafür andere Feinheiten die man sonst vergeblich sucht. Das Concerto Cöln (ein Klangkörper den ich eigentlich nicht mag) dürfte unter Jacobs Hand die rechte Balance zwischen Rhythmus und Melodik gefunden haben, das Ergebnis ist beeindruckend. Die Sänger-Crew bietet eine sehr gute Overall-Performance, auch schauspielerisch.
    Der Zugang ist jedoch auch hier mehr kammermusikalisch, alles klingt "leicht"


    Etliche Striche vergangener Jahre wurden geöffnet
    und eine Mode, die man in meiner Jugend jerade als überwunden betrachtete wurde wieder eingeführt: Verzierungen. Darüber könnte man viel schreiben. Ich mag sie - wohldosiert, versteht sich. :happy:


    Ist diese Aufnahme nun "besser" als jene unter Böhm, um nur ein Beispiel zu nennen (Böhm hat sie übrigens allein in Stereo mindestens 3 Mal eingespielt). Wohl kaum. Die haben wieder andere Meriten, und dann gibt es noch ein paar weitere Aufnahmen mit anderen Dirigenten. Aber es ist eine Aufnahme, die ein anderes Mozartbild prägt, ohne (mich) zu verstören.


    Klassik Heute schrieb über diese Aufnahme:


    Sie federt, sie knackt, sie schwingt, sie pumpt, sie flirtet und säuselt-kurzum sie "groovt" von A bis Z, sie macht Laune diese René-Jacobs Version von Mozarts "Cosi fan tutte"



    Weitere gute Aufnahmen werde ich noch im Laufe des Threads empfehlen, nun seid Ihr an der Reihe



    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Irgendwann vor vielen Jahren brachte ich meine Freundin mal mit dem Auto zu Ihr nach Hause, auf der guten Stunde Rückfahrt, die uns damals noch trennte, erlabte ich mich an fantastischer Opernmusik aus dem Autoradio. Ich hatte keine Ahnung, was das war, schätzte aber Mozart. Die Vermutung bestätigte sich mit der abschließenden Moderation - ich blieb noch 10 Minuten im geparkten Auto sitzen, um mitzubekommen, was es gewesen war. Es war dies der zweite Akt der Cosi aus folgender Aufnahme gewesen:



    Zwei Tage später befand Sie sich dann auch schon in meinem Besitz. Und obwohl meines Wissens andere Aufnahmen Böhms höher gehandelt werden, bin ich Ihr doch treu geblieben. Einziger Wermutstropfen ist der in das Finale reinbrechende Schlussapplaus, der mir volle 6 Sekunden Musik vorenthält. :(


    Es bleibt aber festzuhalten, dass ich so schon Jahre vor dem Zusammentreffen mit Alfred eine Aufnahme mit Böhm erwarb. :cool:


    Gruß
    Anti

  • Hallo Anti und Opernwelt,


    In der Tat werden die anderen Aufnahmen Böhms teilweise höher bewertet, obwohl aus jene die Du hast IMO auch hervorrgagend ist.
    Die Einschränkungen sind einerseits durch die Tatsache gegeben, daß die Aufnahme live ist, und somit die theoretisch bessere Aufnahmetechnik, Ihren Vorgängern gegenüber nicht zum Tagen kommt,
    andererseits daß die Besetzung zwar gut ist, jene der Vorgängeraufnahmen IMO jedoch noch besser.
    So ist die Rolle der Dorabella beispielsweise auf allen drei Böhm-Aufnahmen in Stereo, mit Christa Ludwig besetzt. (1955-1963-1975(?)).
    Unerreicht jedoch die Stimme von Elisabethj Schwarzkopf als Fiordiligi in der Aufnahmen mit dem Philharmonia-Orchestra von 1963.




    Was die erste Aufnahme (1955 Wien Redoutensaal) auszeichnet sind mehrere Dinge:


    Man hört hier eineige Stimmen des berühmten "Wiener Mozart Ensembles" der Nachkriegszeit, so beispielsweise Anton Dermota und Erich Kunz.Der Heldenbariton Paul Schöffler war mit der Rolle des Philosophen Don Alphonsa fast unterfordert,aber seine Glanzzeit als Wagnersänger hatte er schon hinter sich. Was die Aufnahme aber auszeichnet, ist neben einer guten Durchhörbarkeit und plastischem Stereo (Erstaunlich für 1955, sie rauscht allerdings)die unterschiedlichkeit des Timbres aller Stimmen, sie haben Charakter, mehr als jene der Neueinspielung unter Jacobs. Der hat die alte Böhm-Aufnahme auch voraus "Große Oper" zu bieten, mit durchaus Verdi-hafter Attitüde. Den Witz, die Bosheit und Hinterllist, sowie die Spielfreude der Neuaufnahme erreicht sie indes nicht. Zudem sind alle Böhm-Aufnahmen mit den zeitüblichen Strichen versehen, d.h einiges ist weggelassen.
    Nich vergessen möcht ich die Anmerkung daß ich die Handhabung des Continuo bei der Neuaufnahme für perfekt und unerreicht halte.


    IMO muß man beides haben, eine Böhm-Aufnahme u n d die neue Jacobs Aufnahme (die Gardimer IMO weit in den Schatten stellt)


    Grüße aus der Mozartstadt Wien
    sendet
    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Tominoianer Sagitt meint:


    Die Cosi schätze ich schon seit langer Zeit und die Aufnahme von Jacobs ist grandios und informativ ( durch die CD ROM). Oftmals haben die "herkömmlichen" aber die besseren Sänger. Was haben wir nicht großartigen Mozart-Gesang bei der Cosi erlebt, über Karajan und die Wiener Aufführungen,imForum erwähnt bis hin zu Muti und Marriner. Ich will ein wenig Werbung für meine favourite-Aufnahme in diesem traditionellen Bereich machen. Ich schätze ganz besonders Levine. Erst einmal zum Dirigenten.Der macht ja Oper in einem Ausmaß wie sonst kaum einer und ich mag seine Art sehr ( da kann ich fast sogar Wagner ertragen). Die Wiener Philharmoniker spielen unter ihm grandios. Wenn ich zu den Sängern gehe, muß ich als erstes wieder Reklame für Hans Peter Blochwitz machen. Es gab und gibt gute lyrische Tenöre, Anton Dermota ist einer davon. Mich spricht die Stimme von Blochwitz eben ganz besonders an. Wie er die aura amorosa singt, machen ihm nur wenige nach- das ist kein oohdemm der Liieehbe, wie ein anderer, viel bekannterer "lyrischer" Tenor singt. Ich finde Blochwitz ganz großartig und mit Hampson hat er einen ebenbürtigen Guglielmo. Als zweites muss ich die McLaughin nennen. Das ist es so umwerfende Zofe. Man hört ihr gerne zu und lacht sich ein wenig ins Fäustchen. Die Kanawa ist eine brauchbare Fiordiligi,obwohl sie nicht meine erste Wahl wäre ( hätte sie doch so gut gesungen wie als Gräfin bei Solti), Murray und Furlanetto runden das Ensemble und Levine führt sie zu spitzigen Spiel zusammen ( sehr wichtig bei der Cosi). Leider,obwohl bereits 1989 veröffentlicht, ist die Aufnahme nach wie vor im echten Teuro-Segment.

  • Hallo Sagitt,


    Du hast recht, die Stimmqualität der "alten" oder besser gesagt "herkömmlichen" Einspielungen war besser. ich präferiere hier vor allem die alten Böhm-Einspielungen, aber auch jene unter unter Eugen Jochum (Seefried/Merriman/Köth/Prey/Fischer Dieskau) sind hörenswert.
    Alle diese Einspielungen vermitteln irgendwie bei aller Launigkeit und allen Spielspaß doch auch "Große Oper".
    Die Spitzen des Stückes und die Bosheit kommen jedoch bei René Jacobs irgendwie besser zu Wirkung.


    Man könnte auch sagen, die älteren Aufnahmen repräsentieren das MUSIKtheater, vogegen die Aufnahme von Jacobs MusikTHEATER verkörpert. Man singt dort mit einer Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die erfrischend ist, verzichtet dabei allerdings auch auf manche "schöne Stelle.


    Die Levine-Aufnahme war für mich bisher ein unbeschriebenes Blatt.
    Das sie allerdings noch immer im Hochpreis Segment verkäuflich ist, stellt ihr eigentlich ein gutes Zeugnis aus...


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Hallo Mozarts-Opernwelt: Cosi fan tutte

    in den Beiträgen des Forum wird z.Zt. viel diskutiert über diese und jene Aufnahme welche besonders zu
    betrachten ist und welche der Ablehnung anheim fällt.


    Wie wäre es einmal über besondere LIVE-Opernaufführungen von Cosi fan tutte aus der Vergangenheit oder Gegenwart zu diskutieren!!!!


    Unvergessen bleibt für mich eine Opernaufführung von Cosi fan tutte in dem Stadttheater von Kiel im
    Rahmen der Kieler-Woche im Jahr 1963.
    Gastrolle- Sänger(innen): Ingeborg Hallstein als Dorabella, Fritz Wunderlich als Don Alfonso, gesungen in
    italienischer Sprache.... ein Genuss.
    Bei solchen Klassesänger(innen) schrieb diese Aufführung für mich Zeitgeschichte.......
    Ein leider viel zu früh verstorbener Fritz Wunderlich!!!! Unvergessen seine Solistenparts unter einem
    Karl Richter.....


    Grüße aus Spenge
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Hallo Rekliov,


    Die Diskussion über Live-Opernaufführungen scheitert allein schon daran, daß die Teilnehmer über den gesamten deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus) verstreut sind, somit also zuwenige Mitglieder bestimmte Einspielungen kennen dürften..........


    Bei CDs ist das naturgemäß anders



    Beste Grüße


    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Hallo Alfred,


    Dein Zitat:
    Die Diskussion über Live-Opernaufführungen scheitert allein schon daran, daß die Teilnehmer über den gesamten deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus) verstreut sind....
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------
    Dieser Argumentation ist nichts entgegenzusetzen, da müssten schon Foranesen in einem größeren
    Gebiet ein und das gleiche Opernhaus besuchen können, um sich auszutauschen.....


    Als Ersatz-Diskussion böte sich eine übertragene Mozart-Oper im Fernsehen an.
    Vielleicht eine Anregung ans Forum.....


    Herzliche Grüße
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Hi Reklov,


    ich greife die Anregung auf. In dieser Woche im Fernsehen ( classica) Cosi unter Muti mit sehr guten Sängern Frittoli, Kirchschläger,Schade und Skovhus- im Theater an der Wien. Eine eher traditionelle Inscenierung- ein wenig mehr auf die innewohnende Erotik anspielend( was von Maestro Muti in der Einführung zur Oper auch betont wurde), aber gut musiziert und besonders gut gesungen. Die Cosi hat es in sich. Da ist ohnehin geläufige Gurgel gefordert.
    Sehr gut die Auffassung des Dirigenten, dass der Schluss der Cosi einer trauriger sei ( was er überzeugend in der Einführung erläuterte).


    Für diese und andere Inscenierung ist classica wirklich ein sehenswerter Kanal.



    Freundliche Grüße aus Bremen


    Sagitt

  • Zitat

    Original von sagitt


    In dieser Woche im Fernsehen (classica) Cosi unter Muti mit sehr guten Sängern Frittoli, Kirchschläger, Schade und Skovhus - im Theater an der Wien. Eine eher traditionelle Inscenierung - ein wenig mehr auf die innewohnende Erotik anspielend (was von Maestro Muti in der Einführung zur Oper auch betont wurde), aber gut musiziert und besonders gut gesungen. Die Cosi hat es in sich. Da ist ohnehin geläufige Gurgel gefordert.


    Sagitt


    Ich habe diese Aufführung live dreimal mit unterschiedlichen Besetzungen gesehen, wobei die erste in der auch im TV gezeigten Premierenbesetzung ein Erlebnis war, obwohl Mutis Mozartinterpretationen nicht zu meinen Favoriten zählen.


    Die Jacobs-Aufnahme kenne ich leider nicht, ich kann nur eine andere moderne Einspielung mit Original-Instrumenten empfehlen, und zwar unter Sigiswald Kuijken live 1992. Solie Isokoski ist eine wunderbare, gefühlvolle, stimmschöne, intensive und sogar Elisabeth Schwarzkopf ebenbürtige Fiordiligi. Sie macht alle Gefühlswandlungen dieser so komplexen und vielschichtigen Figur plausibel nachvollziehbar. Ich konnte sie heuer auch live in der Wiener Staatsoper unter Ozawa (der Rest ist Schweigen...) hören, sie war der einzige große Lichtblick dieser probematischen Aufführung...


    Ansonsten habe ich lange die mittlere Böhm-Aufnahme aus London vorgezogen. Bei dieser Einspielung ist das Sänger-Ensemble insgesamt am hochkarätigsten, aber auch sehr homogen. Christa Ludwig ist am Höhepunkt ihrer Kunst, ihre Dorabella ist auch im Vergleich zur Aufnahme aus 1955 für alle Zeiten unübertroffen.


    Die Salzburger Böhm Aufnahme aus den 70er Jahren überzeugt durch die prickelnde Live-Atmosphäre, die Wiener Philharmoniker sind großartig, Gundula Janowitz und Peter Schreier spielen aber imO nicht im Mozart-Olymp mit...


    Auf meiner Wunschliste stehen die Harnoncourt- oder die Gardiner-Aufnahme -- kennt die jemand besser?


    Die Levine-Aufnahme kenne ich nicht. Mutis Einspielung mit Margaret Marshall hat mich ebenso wenig überzeugt wie Arnold Östman. Muti geht - im Gegensatz zu den Live-Aufführungen 15 Jahre später zu uninspiriert an die Sache heran. Östman kann sich nicht zwischen Opera Buffa und Seelendrama entscheiden und bleibt irgendwo im Niemandsland hängen.

  • Hallo sagitt,


    Deine Aussage:
    Für diese und andere Inscenierung ist classica wirklich ein sehenswerter Kanal.
    -------------------------------------------------------------------------------------------
    Meinst Du den Classica-Kanal von Premiere?


    Herzliche Grüße aus Spenge
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Sagitt meint:


    Nachtrag 1 :In anderen Foren lese viel Negatives über das Verhalten gegenüber Kunden von premiere. Der Sender hat auch classica praktisch um 100% verteuert und zugleich durch einen blödsinnigen Mix von kleinen Häppchen über Stunden hinweg seine Qualität verschlechtert


    Nachtrag 2: Kürzlich hörte ich die Aufnahme von Colin Davis. Gutes Handwerk, würde nicht weiter lohnen, wären da nicht die Sänger. Sowohl die Caballé als Fiordiligi als auch die Baker als Dorabella singen großartig, Gedda ist ein hochsolider Ferrando- mir ist die Stimme nicht lyrisch genug. Cotrubas als Despina.Insbesondere diese drei Frauen sollte man sich mal anhören. Das ist eben einer von diesen Maßstäben, bei denen ich mich frage, wer erreicht die heute ? Gerade diese Woche lief eine Inscenierung von John Dew aus Leipzig. Die SängerInnen waren ordentlich,aber nicht mehr. Vielleicht ist es ungerecht, eine Alterserscheinung, das man das Frühere bevorzugt ? Was meinen die reichlich vorhandenen Kenner dazu ?

  • Salut, sagitt,


    Geschmack... Geschmack... Großartige SängerInnen, aber passt Caballé zur Fiordiligi? Zu überladen, im wahrsten Sinne des Wortes, ohne gehässig sein zu wollen. Hören vielleicht, sehen nein.


    Ich denke schon, dass "junge" Künstler - wenn sie auch nur brav, ordentlich sind - eine Chance haben sollten, "großartig" zu werden. Das geht nur so. Man muss es ja nicht gleich kaufen, aber wenigstens ansehen und -hören, was Du ja tatest. Zum Glück war es nicht weniger als ordentlich, so kann es nur mehr werden.


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Hallo Ulli,


    Vorsicht, die Aufnahme ist von 1974. Ich weiss nicht, wie Frau Caballé damals aussah und es ist mir auch egal. Aber die Stimme klingt keinesfalls überladen. Im Gegenteil, ich war selbst davon angetan, mit welcher Leichtigkeit sie ihre Stimme führen konnte und meine Bewunderung für die älteren Aufnahmen der Caballé wuchs noch mehr. Sie hatte sing-darstellerisch doch eine erhebliche Bandbreite- nebenbei, wegen der Zartheit des Ansatzes ist ihre Violetta ja auch so großartig.

  • Zitat

    Vorsicht, die Aufnahme ist von 1974


    Salut, Sagitt,


    ich dachte mir das fast... aber Gesagtes nimmt man nicht zurück. Ich hatte in der Tat das heutige Bild vor Augen - nicht abwertend. Dennoch finde ich allgemein, Rollen sollten einfach passen, egal, wie gut man/frau singt. Ein Pavarotti als Tamino wäre für mich beispielsweise undenkbar... [nur als Beispiel].


    Vielleicht sollte ich die Aufnahme nochmals hören, stammt immerhin aus meinem Geburtsjahr! Ich weiß natürlich von der Krankheit der Caballé und finde es bewundernswert, welche Höchstleistungen sie dennoch erbringt.


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Hallo Ulli,


    das ist eine sehr spannende Frage, die ich fürs Sehen sofort einräumen würde. Ein Pavarotti ist selbst als hungernder Rodolfo eine Herausforderung und man bangt um Mimi, wenn er sich über sie wirft, aber nicht wegen ihres Lungenleidens.


    Aber die Stimme, ist dies nicht ganz etwas anderes ? Keinesfalls zwangsläufig haben beleibte Sängerinnen oder Sänger auch eine überdimensionierte Stimme. Ich verweise mal auf DFD ( über 190) und Th. Quasthoff, so um 140. Die größere Stimme hat eindeutig Quasthoff.


    Caballé, ich schrieb wohl mal über sie, queen of pianissimo, konnte sehr differenziert mir ihrem Organ umgehen ( Wagner wäre wohl nicht ihr Metier gewesen). Mit Domingo und Pavarotti als Mozart-Karikatur-Sängern ist sie keinesfalls zu vergleichen.


    Herzliche Grüße aus dem winterlichen ( 11.6.!) Bremen


    Sagitt

  • Salut


    Zitat

    Vorsicht, die Aufnahme ist von 1974.


    Frau Caballés Leistung ist umso bemerkenswerter, als sie 1974 schon die Salome hinter sich hatte und fleißig Traviata und Norma sang. Nicht unbedingt die idealen Voraussetzungen für so guten Mozart-Gesang.


    Ulli:
    Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich deinen Wunsch nach optischer Kongruenz der Darstellerin mit der Bühnenfigur. Aber wenn musikalisch alles passt, sollte man soviel Phantasie entwickeln können, um über gewisse optische Unzulänglichkeiten hinwegsehen zu können.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Salut,


    Cosí fan tutte mit Caballé heutzugae würde ich mir genehmigen, um Caballé zu sehen und zu hören - nicht wegen Cosí.


    ICh hoffe, damit sind alle eventuellen Misverständnisse ausgeräumt.


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit "Cosi fan tutte". Hier bin ich nun in einem Irrgarten gelandet. Ohne Lösung bzw. Klarheit was hier vor sich geht komme ich nicht weiter und das gelingt in dem Fall nicht recht.


    Es geht um die Arie Nr. 17 des Ferrando. Die Handlung ist an einem Punkt, wo sich nicht mehr beantworten läßt was zwischen den 4 jungen Leuten geschieht: ist es für die Männer nur ein Spiel oder schon Ernst, wie stehen die Frauen ihren Verlobten und den (verkleideten) Verlobten gegenüber. In der genannten Arie schwingt etwas mit von `Zeit anhalten wollen, egal was geschieht es kann nur schlimmer kommen. Wenn die Uhr zurück gedreht würde, weiß ich nicht mehr ob ich Dorabella liebe oder schon Fiordiligi`. Was mich so verblüfft an dieser Szene ist, daß Ferrando so isoliert wirkt, die Arie erklingt zusammenhanglos in der Unterhaltung der 3 Männer. Hat sich hier schon einmal jemand über die Stellung der Arie an diesem Punkt der Handlung Gedanken gemacht und kann oder möchte helfen?


    Zu allem Überfluß ist hier offensichtlich das Libretto grob falsch übersetzt (Aufnahme unter Rene Jacobs). Der italienische Text lautet:


    "Un` aura amorosa del nostro tesoro"


    übersetzt ist das mit


    "Ein liebevoller Hauch usnerer teuren Bräute"


    Gemeint ist hier aber wohl `die Braut`, also Dorabella(?).


    Weiß vielleicht auch jemand, in welcher Tonart diese Arie steht und ob es eine für Ferrando typische Tonart ist?


    Besten Dank und Grüße
    Sophia

  • Salut,


    die Arie Nr. 17 Un' aura amorosa von Ferrando steht in A-Dur und ist damit eindeutig dem Thema Liebe [A-Dur = Mozart's Liebestonart] zugeordnet. Eine Spezifikation der Tonarten bei Ferrando gibt es im weitesten Sinne: So steht seine Arie Ah! Io veggio [No. 24] in B-Dur und die Nr. 27 Tradito, schernito dal perfido cor in Es-Dur. Das Quintett No. 6 [Fior/Dora/Ferr/DA/Gug] steht ebenfalls in Es-Dur, das nachfolgende Duett [Ferr/Gug] in B-Dur, das Duett Nr. 21 [Ferr/Gug] wieder in Es-Dur.


    Auffallend: Das Duett Fiordiligi/Ferrando vor dem Finale [No. 29] steht wieder in A-Dur!


    Ich würde mal flapsig behaupten, dass Ferrando doch ziemlich sicher verliebt ist... die Stellung der Arie hat nicht nur eine Bedeutung im Kontext [dazu später mehr], sondern ist auch eine Exposition des Ferrando [also auf Publikumswirksamkeit bedacht].


    Zunächst viele Grüße
    Ulli

  • Salut,


    die Sache mit dem Irrgarten ist gar nicht so verkehrt:


    Wichtig zu wissen ist im Vorfeld, dass eine der wichtigen Basen der opera seria die Treue der Liebenden während ihrer Trennung ist. Hier übrigens - in der Seria - wird Mozarts Tonartenaffinität zum Thema Liebe besonders deutlich [Idomeneo, Mithridate, Lucio Silla, Il Ré Pastore]. Cosí fan tutte ist quasi ein hemmungsloser Angriff auf die Strukturen und das Gedankengut und die moralischen Werte der opere serie. Auffallend ist bereits, dass die beiden Liebesduette der Cosí eben nicht an der "üblichen" Stelle [nämlich der Trennung beiden der Verlobten] stehen, sondern "verwirrender Weise" gerade bei deren Verführung durch die angeblich fremden Männer. Und so ist auch die Arie des Ferrando gemeint, ich denke das wirst/kannst/willst Du nun verstehen?


    Es ist übrigens in erster Linie Lorenzo da Ponte, der hier die Opera Seria karrikiert bzw. aufs Korn nimmt - das macht einem Mozart natürlich Spaß. Wenn ich mich recht erinnere, sollte zunächst Salieri diese Oper komponieren - er konnte nicht. Mozarts Anteil an dem Possenspiel ist natürlich unverkennbar - nicht umsonst komponiert er diese Arie in A-Dur! Für den reinen Zuhörer [auch der damaligen Zeit] dürfte das aber weniger erkennbar bzw. erhörbar gewesen sein - aber Tonarten haben auch einen Charakter.


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Hallo,


    Ich arbeite dran


    zunächst mal:


    Die Übersetzung lautet WÖRTLICH


    Ein liebender (verliebter, liebevoller) Hauch
    UNSERES SCHATZES


    Das Wort heisst SCHATZ und ist in Einzahl,


    Aber es soll sagen, daß ZWEI Männer
    jeweils den Hauch IHRES Schatzes gespendet bekommen


    LG


    Alfred


    Edit: Ulli war wieder mal schneller :P


    BTW man sollte nicht allzuviel auf Logik im Ablauf pochen.


    so gibt es Beispielsweise für de Arie Nr 15 eine Ersatzarie (Nr 15a - Original von Mozart) mit anderem Text.

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Hallo Ulli,


    die Erklärungen beziehen vor allem den historischen Kontext der Entstehung mit ein. Das ist unzweifelhaft korrekt und umso interessanter. Trotzdem interessiert mich auch die persönliche Seite der Figuren, abhängig davon wie sie heute wirken. Das habe ich ja bereits versucht zu beschreiben. Wäre das uninteressant gäbe es keinen Grund, sich damit heute noch zu beschäftigen. Die von Alfred erwähnte Arie Nr. 15 a ist in der geliehenen Partitur abgedruckt, vielleicht ist das die Arie die zur damaligen Zeit als so `obszön` galt (steht so im Beiheft der Jacobs-Aufnahme). Jedenfalls schaue ich mir das gleich mal an.


    Kann es sein, daß Salieri eine OPer mit ähnlichem Thema geschrieben hat die "La grotta di Trofonio" heißt? Vergangenen Samstag wurde sie im Dradio übertragen, leider konnte ich nur kurz den Vorspann des Moderators hören wo er von den beiden Zwillingsschwestern sprach. Vielleicht war diese Komposition so eine Art "Ersatz" für "Cosi fan tutte", die Salieri wie Du schreibst nicht komponieren konnte.


    Was Du noch zu den Tonarten schreibst ist sehr interessant. Was die Parallele der Arie Ferrandos`und dem Duett Fiordiligi/Ferrando in a-dur betrifft: ist das nicht nur sinnvoll oder gültig, wenn es dazu eine Parallele bei Guglielmo/Dorabella gibt? Ich finde aber keine, bin allerdings mit dem 2. Akt auch noch nicht sehr vertraut.


    Besten Dank an Dich und Alfred für eure Mühe.
    Sophia


    NS: nur vorsichtshalber verkündet - die nächsten Tage sieht es leider ziemlich schlecht mit Freizeit und damit Schreibzeit aus...

  • Salut,


    Du hast mich voll erwischt: Ich hab' sie derzeit nich alle beieinander. Ich habe da zugegebener Maßen nun im Eifer des Gefechts etwas verwechselt. Ich meinte folgende Aussage Salieris aus einem Brief:


    […]Und außerdem mußte ich, ohne es zu bedauern, die Komposition der Oper ablehnen, welche für die Krönung in Böhmen in Vorbereitung ist, für welche Oper der Impresario fünfmal von Prag nach Wien kam, um mir den Auftrag aufzunötigen, und mir sogar 200 Zechinen [Dukaten] entgegenhielt, einen Auftrag, den ich nicht annehmen konnte, da ich mich allein den Angelegenheiten des Hoftheaters zu widmen hatte […]


    Diese Ablehnung bezog sich jedoch auf La Clemenza di Tito, nicht auf die Cosí. Sorry, dass ich nun verwirrt habe.


    Dennoch: La Grotta di Trofonio wurde bereits am 12. Oktober 1785 in Wien uraufgeführt, steht also nicht in Verbindung mit der Cosí.


    Zitat

    Was die Parallele der Arie Ferrandos`und dem Duett Fiordiligi/Ferrando in a-dur betrifft: ist das nicht nur sinnvoll oder gültig, wenn es dazu eine Parallele bei Guglielmo/Dorabella gibt?


    Nein, nicht unbedingt, was wiederum mit der Misachtung der Opera Seria zusammenhängt. Das komplette Gerüst der Seria wurde ja, wie ich schon schrieb, in der Cosí nicht mehr beachtet bzw. absichtlich nicht verwendet oder persifliert. Daher:


    Zitat

    Ich finde aber keine, bin allerdings mit dem 2. Akt auch noch nicht sehr vertraut.


    Exakt im 2. Akt befindet sich nämlich das von Dir gesuchte Duett zwischen Dorabella und Gugliemo: Es ist Nr. 23 Il core vi dono, bell' idol mio [müsste in etwa: "Ich schenk' Dir mein Herz, meine Schöne..." heißen]. Es ist genau das gesuchte Pendant, allerdings an nicht vermuteter Stelle - und Du bist darauf reingefallen.


    Ich habe die Befürchtung, dass ich Dir die Position und Bedeutung der "amorosa" noch nicht hinreichend erklärt habe?


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Wie zu erwarten bin ich natürlich hellauf begeistert von der Jacobs-"Cosi". Ich finde übrigens auch an den Stimmen nichts auszusetzen. Diesbezüglich sollte man ohnehin den unterschiedlichen Ansatz von Jacobs und zB Böhm immer vor Augen haben:


    - Jacobs dirigiert Mozart als Barockmusik, und daher auch mit auf diese Art der Musik spezialisierten oder zumindest gut eintrainierten SängerInnen. Mag sein, dass die Stimmen bei früheren Aufnahmen für sich eindrucksvoller waren. Aber Schwarzkopf oder Wunderlich zu dieser Orchesterbegleitung? - schauderbar!


    - Bei der Jacobs-Einspielung steht das Ensemble im Mittelpunkt, die Stimmen sind geradezu perfekt aufeinander abgestimmt und harmonieren wunderbar. Jedenfalls verhindert dieses Konzept so - sorry - hirnverbrannte Besetzungen wie in einem "Don Giovanni" (ich fürchte sogar unter Böhm), wo Anna und Ottavio mit Birgit Nilsson und Peter Schreier besetzt wurden - in einer Rezension steht dann (nicht unzutreffend) etwas über ein Duett zwischen Nebelhorn und Bachtrompete.


    Sehr gut gefallen hat mir auch die "Cosi" aus Aix, die auch bei den Wiener Festwochen 2006 zu sehen sein sollte. Ebenfalls mit einem sehr jungen Ensemble (zumindest die Paare) und einem transparenten Orchesterklang. Dazu eine großartige Regiearbeit von Patrice Chereau - fast ein Psychodrama.

  • @ martello


    Es steht ausser Zweifel, daß die Cosi unter Rene Jacobs, jenen unter Böhm (ich kenne zumindest 3 Aufnahmen unter böhm - 2 davon habe ich) ebenbürtig ist.


    Wie Du ganz richtig bemerkst, sind die Schwerpunkte anders gesetzt.


    Böhms Cosi ist eben mehr "Große Oper", bei Jacobs ists intimer, pointierter und schärfer. Selbst die Instrumente klingen zeitweise boshaft. -sehr zum Stück passend. Ich bin üblicherweise kein Freund von Concerto Köln, aber hier habensie sich (wie übrigens auch beim Figaro unter dem gleichen Dirigenten) wirklich selbst übertroffen.


    Freundliche Grüße


    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Lieber Ulli,


    das wird jetzt das Thema der Missverständnisse ;)


    Zitat

    Original von Ulli


    Exakt im 2. Akt befindet sich nämlich das von Dir gesuchte Duett zwischen Dorabella und Gugliemo: Es ist Nr. 23 Il core vi dono, bell' idol mio [müsste in etwa: "Ich schenk' Dir mein Herz, meine Schöne..." heißen]. Es ist genau das gesuchte Pendant, allerdings an nicht vermuteter Stelle - und Du bist darauf reingefallen.


    Das meinte ich nämlich etwas anders. Zuerst einmal das Paar Ferrando/Fiordiligi:
    Ferrando singt die Arie "Un`aura amorosa" in a-dur und singt von seinem "Schatz". Daß dieser "Schatz" hier Fiordiligi sein kann, wird immerhin wahrscheinlich, weil das Duett der beiden im 2. Akt in der gleichen Tonart wie die Arie komponiert ist. Nachdem Ferrando Fiordiligi verführt hat steht er wie ein begossener Pudel vor Alfonso und gibt zu, daß er seine Verlobte bzw. "zerrupfte Krähe" - das ist ja jetzt wieder Dorabella - liebt.


    Das Paar Guglielmo/Dorabella singt auch ein Duett im 2. Akt. Es gibt aber hier keine Arie des Guglielmo die dem Duett vorausgeht und in gleicher Tonart geschrieben ist, oder?


    Je länger ich mich mit dem Stück beschäftige desto mehr taucht auch die Frage auf, wie man sich sowas antun kann und sich auch vor sich selber demontieren kann. Das ist aber jetzt noch keine öffentliche Frage ;-).
    Jedenfalls hat die Oper den Status der `albernen, blöden Komödie` (das war ein Vorurteil nachdem ich das zweimal in Opernhäusern bis zur Pause durchgesessen hatte...) inzwischen endgültig verloren.


    Zitat

    Ich habe die Befürchtung, dass ich Dir die Position und Bedeutung der "amorosa" noch nicht hinreichend erklärt habe?i


    Das wäre fein, wenn Du dazu noch Zeit hättest :O


    Sophia

  • Hallo martello,


    Zitat

    Original von martello


    Sehr gut gefallen hat mir auch die "Cosi" aus Aix, die auch bei den Wiener Festwochen 2006 zu sehen sein sollte. Ebenfalls mit einem sehr jungen Ensemble (zumindest die Paare) und einem transparenten Orchesterklang. Dazu eine großartige Regiearbeit von Patrice Chereau - fast ein Psychodrama.


    Fand ich auch, und wie! Die Aufzeichnung hat entscheidend dazu beigetragen, mich überhaupt mal mit dem Stück zu beschäftigen. Allerdings bin ich immer wieder überrascht, wie stark die Tempounterschiede von Harding und Jacobs sind. Vielleicht suche ich bei nächster Gelegenheit mal ein Beispiel dafür heraus.


    Grüße
    Sophia