Es raschelt im Blätterwald...

  • Die Oper Halle wurde mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet:


    Die Oper Halle sieht ja auch äußerlich recht hübsch aus.


    Das Theater Gera erhielt auch eine Auszeichnung, hier ein Teil der Begründung:

    "Die Jury begründet die Entscheidung wie folgt:

    Seit der Spielzeit 2011/12 leitet Kay Kuntze mit seinem Team Theater&Philharmonie Thüringen mit Spielstätten in Gera und Altenburg. Eine über Jahre hinweg konsequent umgesetzte Spielplanpolitik, die der zunehmenden Verengung des Repertoires auf vermeintlich publikumswirksame Titel systematisch entgegenarbeitet, hat dem Theater große Anerkennung gebracht."


    Das Geraer Publikum ist entzückt. Der Intendant darf wohl längerfristig weitermachen.


    La Roche


    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Die Oper Halle wurde mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet:

    Tja - Man sieht hier das Spiel der Mächte - und man fragt sich, wer hier in der Jury sitzt.

    Hier sind die Netzwerke (auf beiden Seiten) sehr gut zu sehen.

    Mich erinnert die Verleihung dieses Theaterpreises ein wenig an eine Episode der Geschichte, wo Papst Paul III (eigentl. Alessandro Farnese) dem englischen Erzbischof John Fisher im Mai 1535 /während dieser wegen Verweigerung des Suprematseids schon im Gefängnis war zum Kardinal ernannte und ihm den Kardinalshut übersandte um ihn zu schützen und - wie er meinete - sakrosankt zu machen.

    Ich keinne hier zu eine (wenn vielleicht nicht wahre, so doch gut erfundene) Aussage Heinrichs VIII, der da meinte: "Seine Heiligkeit schätzT die Situation falsch ein" Bishof Fisher wird keine Gelegenheit haben den Hut zu tragen - weil er keinen Kopf mehr haben wird" Ende juni 1535 wurde Fisher enthauptet.

    So ähnlich scheint es sich hier abgespielt zu haben. Man darf bei der Erwähnun des Preises nicht vergessen zu erwähnen, daß der Preis vorzugsweise an kleinere Theater und hier wiederum a nsolcche mit "gegenwartsbezogenen" Spielplänen und Inszenierungen vergeben werden soll. In meinen Augen eine zweckgebundene "Subvention" für Inszenierungen, die das Fernbleiben des Publikums geradezu herausfordern.

    Die Modernisieren sind ja auch in den Medien immer sehr laut. Hier haben sie die Oberhoheit, Man könnte glauben, daß sie die Mehrheit vertreten und das Sagen haben, Das hat ja auch sehr abge (überraschend lange) funktioniert. Nun aber kann man sich mit der Presse arrangieren, kaum je aber mit dem Publikum. Das "junge interessierte Publikum" existiert einfach nicht - zumindest nicht im relveanten Maße.

    Was die Reichen und mächtigen und die Mehrhet der Bevölkerung wirklich interessiert ist am Beispiel Notre Dame gut zu sehen.

    Alte Kunst und historische Kultur zählen eben mehr als iregendwelche armen Völker.

    Und wer bestehenede (Theater-)Kultur in Stücke schalgen will, der läuft in Gefahr, daß die Brocken ihn erschlgen (natürlich nur virtuell)


    Das (für mich) Interessanteste ist aber, ob der Fall Vorbildwirkung haben wird, quasi der Damm gebrochen ist


    mfg aus Wien

    Alfred

    Ich bitte alle Mitglieder, die über 25 Beiträge verfasst haben und noch keinen AVATAR besitzen

    sich im Thread Baustelle Avatarpool neu einen auszusuchen und am Threadende (gaaaanz weit untenI zu bestellen

  • Sicher spielt es eine Rolle, daß der Mann ein juristisches Recht auf sein Gehalt bis zum Vertragsende hat.

    Übrigens hat sich auch der Orchestervorstand öffentlich gegen eine Vertragsverlängerung ausgesprochen. Hier muß mehr passiert sein, als die Presse schreibt.

    In einer Überschrift heißt es auch, daß Herr Lutz max. bis 2021 bleiben wird. D.h. ja nichts anderes, als daß ein früherer Abschied nicht unmöglich sein wird. Ich wünschte mir, daß dieses Beispiel Signalwirkung haben möge.

    Hast Du Dich mal schlau gemacht, lieber La Roche, wie lange ein Intendant durchschnittlich an einem Haus ist und wie oft Verträge in der Regel verlängert oder nicht verlängert werden? In Münster sind es so im Schnitt 7 Jahre! Die Behauptung, dass ein Intendant, dessen Vertrag nicht verlängert wird, nur lästig geduldet wäre, ist jedenfalls mehr als gewagt.


    Ich habe gerade das Lustige hier entdeckt - ich kenne sowohl Ulrich Peters als auch OB Lewe, beides sehr sympathische Persönlichkeiten :) ^^ :


    https://www.wn.de/Muenster/332…ze-reagiert-mit-Erstaunen


    Schöne Grüße

    Holger

  • Hallo,


    ich habe diese Nachricht nicht aus dem Blätterwald, sondern aus dem Radio. Im NDR wurde bereits am Samstag mitgeteilt, dass sich Ekaterina Gubanova bei den Proben zur neuen Bayreuther "Tannhäuser"-Inszenierung so schwer verletzt hat, dass sie in der Premiere am 25. 7. 2019 durch Elena Zhidkova in der Partie der 'Venus' ersetzt wird.


    LG


    Carlo