Gibt es noch Hörkultur? Hifi im Spiegel der Presse

  • Aktuell habe ich mir gerade ein neues Kabel gekauft - aber noch nicht ausprobiert. Es ist kein "0815"-Kabel selbstverständlich! ;) :D


    Die Hifi-Kultur ist allgemein im Schwinden begriffen. Anders als in meiner Jugend- und Studentenzeit interessiert sich heute kaum Jemand mehr für Hifi. Der PC und das Multifunktionsgerät oder gar die ollen Ohrstöpsel für das Handy haben die gute - und nicht ganz billige - Hifi-Anlage abgelöst. Die Entwicklung merkt man auch im Handel. In den 1970iger und 1980iger hatte der Hifi-Fachhandel Geräte in allen Preisklassen vorführbereit, selbst die ganz billigen für den Studenten. Heute sind die Geräte der unteren Preisklasse in die Konsumer-"Blöd"-Märkte gewandert - und der Fachhandel führt nur noch die mittlere bis obere Preisregion mit ausgesuchten Geräten. Ökonomisch ist das verständlich, wenn Hifi zum Nischenprodukt geworden ist steigen die Preise - leider - entsprechend in teilweise kaum noch bezahlbare Höhen.


    Parallel zu dieser Entwicklung macht sich in Teilen der Hifi-Presse eine Ressentiment-Haltung breit. Das Gute, Teure und Bessere wird schlecht geredet; die Hörkultur als Hybris von Suggestionisten verteufelt. Dem, der sich nicht mit dem Billigsten zufrieden gibt, soll ein schlechtes Gewissen eingeredet werden und andersherum demjenigen, der es sich nicht leisten kann wird suggeriert: Das Teure und Bessere ist in Wahrheit nicht mehr wert als das Billige und Billigste! Genau das ist die Kultivierung des Ressentiments gegen die Hifi-"Hoch"-Kultur, wovon mein Essay handelt, dass ich in Kürze in Etappen auf meine Kolumnenseite hier stellen werde:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Schöne Grüße

    Holger

  • Ich war in meiner Jugend das, was man einen Freak nennen würde, auch damals schon, als HiFi-Anlagen noch groß waren .... :). Bei mir ist über die Jahre ein gewisser Anspruch an die Qualität dessen, was ich meinen Ohren zumute geblieben. Allerdings habe ich das auch immer ein wenig den Umständen angepasst. Meine ersten versuche im Auto mp3 zu hören wurden alle wieder gelöscht, weil mich dieses Klangbild nach kurzer Zeit aufgeregt hat, die Höhen waren für mich nicht erträglich. Damals kam Aplle mit dem AAC Format, wo die Komprimierungen an die physiognomischen Besonderheiten des menschlichen Ohres angepasst waren. Das funktionierte dann bei mir im Auto ... (Vorher lief da ein CD-Wechsler) Die gab es irgendwann nicht mehr....


    Anders als in meiner Jugend- und Studentenzeit interessiert sich heute kaum Jemand mehr für Hifi. Der PC und das Multifunktionsgerät oder gar die ollen Ohrstöpsel für das Handy haben die gute - und nicht ganz billige - Hifi-Anlage abgelöst.

    So drastisch würde ich das nicht sehen. Es gab auch damals Menschen, die eine Anlage ohne gößeres Interesse hatten. Die sind heute mit billigen Inventar glücklich. Man sollte auch sehen, dass man für verhältnismäßigen passablen Klang heute weniger ausgeben muss, als damals (1970+). Meine erste Anlage war von DUAL (Plattenspieler, Verstärker und Boxen) und kostete damals mein ganzes Erspartes ... Die Qualität bekommt man heute für deutlich weniger Geld.



    Heute sind die Geräte der unteren Preisklasse in die Konsumer-"Blöd"-Märkte gewandert - und der Fachhandel führt nur noch die mittlere bis obere Preisregion mit ausgesuchten Geräten. Ökonomisch ist das verständlich, wenn Hifi zum Nischenprodukt geworden ist steigen die Preise - leider - entsprechend in teilweise kaum noch bezahlbare Höhen.

    Das sehe ich nicht wirklich so. Auch damals war das sogenannte Hi-End in fast unbezahlbaren Regionen. Das lag und liegt auch heute noch daran, dass da wirklich viel Handarbeit hineingeht. Standardchips können die Ansprüche logischerweise nicht abbilden. Aber das sogenannte Mittelfeld (ordentlicher Klang, wo auch ein Streichquartett noch Spaß machen kann) ist heute wirklich schon für deutlich weiiger zu haben. Bsp: Ordentlicher Streamingdienst (20 Euro pro Monat) + Tablet ( hat man mittlerweile sowieso) + ordentlich Ohrstöpsel ca. 300 Euro und man schon recht gut hören ... Das wäre damals zu dem Preis reine Fantasie geblieben. Da hätte man ein besseres Kofferradio gehabt ...



    Parallel zu dieser Entwicklung macht sich in Teilen der Hifi-Presse eine Ressentiment-Haltung breit. Das Gute, Teure und Bessere wird schlecht geredet; die Hörkultur als Hybris von Suggestionisten verteufelt.

    Das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich Tests und solche Sachen immer weniger lese .... Aber einige Diskussionen hier im Forum legen das tatsächlich nahe. Wobei ich keinem einreden möchte, dass er viel Geld für's Hören ausgeben muss. Ein jeder nach seiner Facon ...

  • Generell ist zu sagen, daß das dereinst nicht vewentlich anders war. Die Mehrheit kaufte Consumer-Geräte. Dann gab es die bessere Klasse. und bei HIGH End (damals "State of ther Art") gab es viele Scharlatane.

    In der Tat ist die Unterklasse weitgehend in die Mitte gerutscht. Die Unterklasse - ich nenne sie bewusst nicht "Einsteigerklasse", weil derern Käufe nie vorhatten "Einzusteigen" das was sie bekamen genügte für ihre Ansprüche. Das ist übrigens kein HIFI Problem, sondern eines des gesamten Warenangebots. Das gilt für Essen, Bekleidung und Wohnungseinrichtung, aber auch für Hobbys wie Fotografieren, Filmen, Modelleisenbahn, Modellbau,

    Briefmarkensammeln, Sammeln von Büchern, Kochen, Basteln etc etc.

    Einerseits ist es den Großkonzernen gelungen das Lohnniveau für Neueinsteiger massiv zu senken, bei gleichzeitgem Trend zo oft unbezahlten Überstunden, andereseits sind neue Medien dazugekommen, einer seits der Computer an sich. Da gibt es Leute, die ihre Zeit damit verbringen, den Computer in Schuss zu halten, mit installierten Addons, Upgrades, Sicherheitskopien und regelmäßigen Austausch der Festplatten.

    Dann wieder jene, im Internet "surfen" - durchaus ein anderer Interessenbereich

    und wieder jene, die Filme bei Netlix und anderen Portalen regelmäßg schauen

    Dann gibt es ferne die Tendenz, da der gesllsaftliche Imagefaktor" sowohl bei Kleidung als auch bei HIFI-Wquipment enorm nachgelassen hat.

    In meiner Jugend haben wohlhabende noch ihren staunenden Freunden ihre High- End Hifi Anlage vorgeführt.

    Es gibt eine weitere Ursache, die ich mal so formuliert habe:

    Die jungen können sich die teuren Anlagen nicht leisten - die Alten hören sowieso das meiste nicht mehr.

    Und natürlich auch der Rückzug der Klassischen Musik. Ich muß mich immer wieder wundern welch wertlose Musik in den Fachzeitschriften in den letzten Jahren (als ich sie noch gelegentlich las) als Klangbeispiele empfoheln wurden...

    Da reicht dann wirklich der Supermarkt Trash......


    mfg aus Wien

    Alfred

    Wenn ich schon als Vorbild nicht tauge - lasst mich wenigstens ein schlechtes Beispiel sein !



  • Hier kommen die einleitenden Teile Nr. 1 -7:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Die Fortsetzungen folgen! :!:

    Ich war in meiner Jugend das, was man einen Freak nennen würde, auch damals schon, als HiFi-Anlagen noch groß waren .... :) . Bei mir ist über die Jahre ein gewisser Anspruch an die Qualität dessen, was ich meinen Ohren zumute geblieben.

    So ist das bei mir auch!

    So drastisch würde ich das nicht sehen. Es gab auch damals Menschen, die eine Anlage ohne gößeres Interesse hatten. Die sind heute mit billigen Inventar glücklich. Man sollte auch sehen, dass man für verhältnismäßigen passablen Klang heute weniger ausgeben muss, als damals (1970+). Meine erste Anlage war von DUAL (Plattenspieler, Verstärker und Boxen) und kostete damals mein ganzes Erspartes ... Die Qualität bekommt man heute für deutlich weniger Geld.

    Klar, wir konnten uns damals auch keinen Accuphase leisten! Damals kaufte ich mir lieber ein Gerät weniger und dafür etwas Ordentliches - das fehlende wurde später dazu gekauft. Ich habe nie zu den Leuten gehört, die sich alle 2-3 Jahre meinten eine neue Ablage zu kaufen, um up to date zu sein. Es fällt auf, dass es die Mittelklassegeräte (damals um 1500 DM), heute zwischen 1000-2000 Euro bei etlichen bekannten Marken immer noch gibt. Aber das Angebot ist erheblich dünner geworden. Und manche Geräte, die etwas darüber lagen und die sich der etwas anspruchsvollere Hifi-Freund dann leisten konnte, sind vom Markt verschwunden wie die bezahlbaren, sehr guten Yamaha Vor-Endstufen. Heute haben sie wieder und nur noch eine - und die kostet 16000 Euro!

    Das sehe ich nicht wirklich so. Auch damals war das sogenannte Hi-End in fast unbezahlbaren Regionen. Das lag und liegt auch heute noch daran, dass da wirklich viel Handarbeit hineingeht. Standardchips können die Ansprüche logischerweise nicht abbilden. Aber das sogenannte Mittelfeld (ordentlicher Klang, wo auch ein Streichquartett noch Spaß machen kann) ist heute wirklich schon für deutlich weiiger zu haben. Bsp: Ordentlicher Streamingdienst (20 Euro pro Monat) + Tablet ( hat man mittlerweile sowieso) + ordentlich Ohrstöpsel ca. 300 Euro und man schon recht gut hören ... Das wäre damals zu dem Preis reine Fantasie geblieben. Da hätte man ein besseres Kofferradio gehabt ...

    In den 90igern wurde High End tatsächlich bezahlbar wie etwa von Marken wie AVM. Die Zeiten sind leider vorbei! Wenn ich denke, was die AVM-Geräte heute kosten..... Da lohnt es sich, seine alten zu behalten und warten zu lassen. Bei Lautsprechern würde ich Dir Recht geben. Vor 20 Jahren hat man in den unteren Preisklassen einfach nicht das Niveau von heute bekommen. Bei Vollverstärkern und CD-Spielern ist das Niveau finde ich etwa gleich geblieben - die Inflation und Euro-Umstellung mit berücksichtigt. Aber die Interessen haben sich gewandelt. Das ist der Punkt. Guter und sehr guter klang hat nicht mehr den Stellenwert wie früher - die (multifunktionalen) Nutzungsmöglichkeiten mit diversen Medien stehen im Vordergrund.

    Das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich Tests und solche Sachen immer weniger lese .... Aber einige Diskussionen hier im Forum legen das tatsächlich nahe. Wobei ich keinem einreden möchte, dass er viel Geld für's Hören ausgeben muss. Ein jeder nach seiner Facon ...

    Es gibt sehr gute testberichte vor allem im Internat (Fairaudio z.B.) - aber leider auch diese Ressentiment-Haltung in dem von mir analysierten Artikel.

    Einerseits ist es den Großkonzernen gelungen das Lohnniveau für Neueinsteiger massiv zu senken, bei gleichzeitgem Trend zo oft unbezahlten Überstunden, andereseits sind neue Medien dazugekommen, einer seits der Computer an sich.

    Du meinst das Preisniveau (?). Stimmt - die neuen Medien sind die Verführung, nicht der Klang an sich!


    :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Guter Klang war mir immer mehr oder weniger wichtig. Ich relativiere das deshalb ein wenig, weil ich Neigungsbedingt doch seeehr viel mono in der Sammlung habe. Tatsächlich zähle ich mich zu denjenigen, denen die Mittelklasse ausreicht. Zudem halte ich standhaft an meinen alten Geräten fest. Plattenspieler Akai AP 309 (zusätzlich noch Dual CS 5000, Dual 1218, Braun PS 500) Denon Receiver aus 1988, Denon CD-Spieler für damals 1400 DM, das reicht mir eigentlich. Die Plattenspieler sind wahlweise mit Grado Prestige blue, Denon DL 110 oder Ortofon OM20 bestückt. Ich habe den Eindruck, dass meine Ohen ein mehr an Qualität bestenfalls peripher wahrnehmen würden. Insofern freue ich mich, dass es in Köln die Firma Krickhaus gibt, die mir bei Bedarf die Geräte wartet.


    Holgers Sorge muss ich allerdings zustimmen. Meiner Wahrnehmung nach wird mehr und mehr eine Art Klangverfälschung angestrebt, eine "Optimierung" im Kino-Sound. Ein weiterer Grund, mich mit meinen alten Geräten zu bescheiden.


    Aber guter Thread, Holger.


    Liebe Grüße vom Thomas

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Hier kommen die einleitenden Teile Nr. 1 -7:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Die Fortsetzungen folgen! :!:

    Der Artikel in der Welt überzeugt mich nicht, bestenfalls von der Tatsache, dass es tatsächlich Ressentiments gibt. Ich kann nur über die Ursache spekulieren. Wenn es nur darum ginge, dass viele Trottel zuviel Geld für ihre Anlagen ausgäben, wo käme dann die Aggression her. Wahrscheinlich sind die Äußerungen einfach in der eigenen Unsicherheit begründet.


    Ein Argument stimmt allerdings in dem Artikel, wo ich Bit2Bit Identität habe, gibt es auch keine klanglichen Unterschiede ... Das ist nun mal so ....


    Aber die Interessen haben sich gewandelt. Das ist der Punkt. Guter und sehr guter klang hat nicht mehr den Stellenwert wie früher - die (multifunktionalen) Nutzungsmöglichkeiten mit diversen Medien stehen im Vordergrund.

    Das ist wahrscheinlich richtig. Aber ich sehe in dieser Verschiebung noch nicht den Untergang des Abendlandes ... :)Wo sollen auch die Interessen an einem echten Klang herkommen, wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat?



    Meiner Wahrnehmung nach wird mehr und mehr eine Art Klangverfälschung angestrebt, eine "Optimierung" im Kino-Sound. Ein weiterer Grund, mich mit meinen alten Geräten zu bescheiden.


    Das war zumindest vor einigen Jahren so. Einige der AV Receiver (Sony, Harman Kardon) sind für Streichquartettmusik nur bedingt geeignet, können aber beim Herr der Ringe mächtig Donner machen ... (Ideal um der Nachbarschaft zu zeigen , wo der Hammer hängt ;))

  • Das im Parallel-Thread "Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage..." vorgestellte Teststück "No Sanctuary here" von Chris Jones ist nun tatsächlich ein Unterschiedsstück. Auf einer mittelprächtigen Anlage wird es sich immer noch gut anhören, aber auf einer großen Anlage ist es atemberaubend. Da wird dann beim Vergleichshören auch dem cleveren Budget-Akrobaten klar, daß leider dann doch ab und zu Gold ist, was glänzt.


    Aber das trifft im Wesentlichen nur auf die Lautsprecher zu. So ein aktueller Billig-CD-Player von Sony, der auch SACD und noch 20 andere Formate kann, ist klanglich nicht schlechter als die früheren Großmeister. Ich habe solch eine Billig-Tüte und habe sie mit meinem Sony XA5ES verglichen, sicherlich einem der altem Schlachtschiffe, und nein, kein Unterschied. Heutige Massen-DACs sind nun mal eben aufgrund des technischen Fortschritts überhaupt nicht schlecht.


    Bei Verstärkern ist es immer noch ein bißchen anders, sie müssen große Kondensatoren haben, sonst haben sie nicht genug Strom, auf einer großen Box einen harten Baßschlag auszuführen. Und der Frequenzgang sollte linear sein - ist aber auch bei modernen mittelprächtigen Verstärkern wohl gegeben.


    Fazit: bei Chris Jones kann man insbesondere erleben, wie gut die Lautsprecher sind.


    Ich vermute mal: Bei einem Budget von 1500 € für einen neuen CD-Spieler UND neuen Verstärker plus großen alten Gebrauchtboxen (z.B. JBL Ti 5000 für 1200 €) hat man eine Anlage, die von sehr viel teureren Anlagen nur minimal übertroffen wird.

  • Das im Parallel-Thread "Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage..." vorgestellte Teststück "No Sanctuary here" von Chris Jones ist nun tatsächlich ein Unterschiedsstück. Auf einer mittelprächtigen Anlage wird es sich immer noch gut anhören, aber auf einer großen Anlage ist es atemberaubend. Da wird dann beim Vergleichshören auch dem cleveren Budget-Akrobaten klar, daß leider dann doch ab und zu Gold ist, was glänzt.

    Ich habe mir die Scheibe von Chris Johnson, einmal den von Dir erwähnten Titel und ein paar weitere, angehört. Technisch ist die Aufnahme natürlich auf höchstem Niveau, aber zum Anlagentest für mich scheint sie nicht geeignet zu sein. Die Akustik wirkt auf mich künstlich zusammengemischt, so dass es schwerfällt, eine vernünftige Räumlichkeit zu erahnen. Impulsverhalten und allgemeine Dynamik lassen sich natürlich gut testen.

  • Du hast recht, für das Testen der Räumlichkeit gibt es bessere Stücke, z.B. kleine Chöre, vor allem die King´s Singers, z.B. M.L.K.

  • Guter Klang war mir immer mehr oder weniger wichtig. Ich relativiere das deshalb ein wenig, weil ich Neigungsbedingt doch seeehr viel mono in der Sammlung habe. Tatsächlich zähle ich mich zu denjenigen, denen die Mittelklasse ausreicht. Zudem halte ich standhaft an meinen alten Geräten fest.

    Lieber Thomas,


    ich höre ja auch sehr viele historische (Klavier-) Mono-Aufnahmen. Das Lustige ist, dass gerade da die wenn auch kleinen Schwächen der Wiedergabekette viel deutlicher auffallen. Meine These war und ist immer: Gerade bei klangtechnisch nicht optimal-hifideler Aufnahmetechnik zeigt sich, dass eine Top-Anlage mehr kann als eine durchschnittlich gute. Aber Du hast ja schöne Geräte! Ich liebe auch meine "Oldtimer" und bin so gar kein Freund dieser Wegwerf-Mentalität, dass alle 3-4 Jahre was neues gekauft werden müsste. :)

    Aber guter Thread, Holger.

    Dein Lob freut mich, und dass dieser Thread doch so positiv aufgenommen wird. :) Fortsetzung wird folgen - wahrscheinlich morgen stelle ich die nächsten Folgen ein!

    Der Artikel in der Welt überzeugt mich nicht, bestenfalls von der Tatsache, dass es tatsächlich Ressentiments gibt. Ich kann nur über die Ursache spekulieren. Wenn es nur darum ginge, dass viele Trottel zuviel Geld für ihre Anlagen ausgäben, wo käme dann die Aggression her. Wahrscheinlich sind die Äußerungen einfach in der eigenen Unsicherheit begründet.

    Lieber Axel,


    meine Vermutung ist, dass da auch die Technikgläubigkeit unserer Zeit eine Rolle spielt, diese Tendenz, zu meinen, für alles gibt es eine einfache und einfachste Erklärung. Diesen "Erklärungswahn" hat Thomas Bauer in seinem Buch Die Vereindeutigung der Welt so schön herausanalysiert - den ich in meiner anderen Hifi-Kolumne behandele.

    Ein Argument stimmt allerdings in dem Artikel, wo ich Bit2Bit Identität habe, gibt es auch keine klanglichen Unterschiede ... Das ist nun mal so ....

    Naja. Was an unserem Ohr ankommt sind aber keine Bits. Da passiert eben unterwegs sehr viel. Wenn man die Dinge so vereinfacht auf einen simplen Kern, dann sehen sie einfacher aus als sie sind. Und mit der Erkenntnis, dass es so etwas wie ein vorhandenes oder sogar prinzipielles Nichtwissen von gewissen Dingen geben könnte, haben Technikgläubige so ihre Schwierigkeiten! :D ;)

    Das ist wahrscheinlich richtig. Aber ich sehe in dieser Verschiebung noch nicht den Untergang des Abendlandes ... :) Wo sollen auch die Interessen an einem echten Klang herkommen, wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat?

    Natürlich nicht. Es geht auch ohne High End. Nur ist das dann wirklich ein Verlust an Kultur. Da ist die Frage letztlich, wie man das wertet.

    Aber das trifft im Wesentlichen nur auf die Lautsprecher zu. So ein aktueller Billig-CD-Player von Sony, der auch SACD und noch 20 andere Formate kann, ist klanglich nicht schlechter als die früheren Großmeister. Ich habe solch eine Billig-Tüte und habe sie mit meinem Sony XA5ES verglichen, sicherlich einem der altem Schlachtschiffe, und nein, kein Unterschied. Heutige Massen-DACs sind nun mal eben aufgrund des technischen Fortschritts überhaupt nicht schlecht.

    Lieber M-Mueller,


    gerade habe ich meine AVM Wandler-Laufwerkskombi, die nun auch fast zwei Jahrzehnte alt ist (AVM Evolution CD 1-Laufwerk und Wandler-Vorverstärker AVM Evolution Dac 1.2), mit meinem brandneuen Denon DCD 1600 NE über Kopfhörer verglichen. Das sind beides alles andere als Billigplayer natürlich. Aber die Unterschiede hört man deutlich. Die Highendigen AVMs haben eine sagenhafte Ausgewogenheit und Homogenität und bei komplexen Chorpassagen sind die einzelnen Sänger dann doch noch etwas greifbarer als mit dem von der Wandlertechnik her "moderneren" Denon. Aber beide liegen natürlich dicht beieinander - dagegen fällt dann der Wandler in meinem Yamaha-Netzwerkreceiver und auch der meines Cambridge DAC doch hörbar ab. Schlecht ist die Qualität allerdings nirgendwo (was wirklich schlechte Klangqualität hätte, kaufe ich nicht! ^^ ) - aber das Bessere nimmt man eben doch wahr und will, wenn man es erfahren hat, nicht mehr darauf verzichten. Man braucht allerdings etwas Geduld, solche Unterschiede festzustellen bzw. tatsächlich dingfest zu machen. Die Intuition liegt meist richtig - das Bessere macht mehr Hörspaß! :)


    :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

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  • Man braucht allerdings etwas Geduld, solche Unterschiede festzustellen bzw. tatsächlich dingfest zu machen.

    Lieber Holger,


    ich fürchte, da gibt es einen Effekt, gegenüber dem ich auch nicht gefeit bin: Das Auge hört mit.

  • Lieber Holger,


    ich fürchte, da gibt es einen Effekt, gegenüber dem ich auch nicht gefeit bin: Das Auge hört mit.

    Lieber M-Müller,


    der Anlass des Hörvergleichs war, dass ich mir ein neues Kabel gekauft habe - brauche ein längeres, weil ich die Anlage umbaue für die neue Wohnung. Lies mal im Thread über die Anlagen der Mitglieder. Da schreibe ich gleich darüber. ;) :hello:


    Einen schönen Sonntag wünschend

    Holger

  • Lieber Holger,

    der "Klanglack", den Du im Parallelthread, in dem man nicht posten kann, zitierst, ist ein besonders krasser Fall, aber ich erinnere mich, daß High-Ender mal diskutierten, ob man nicht CD-Ränder grün anmalen sollte, um "Reflektionen" zu vermeiden. Und das war durchaus ernst gemeint.

  • Lieber Holger,

    der "Klanglack", den Du im Parallelthread, in dem man nicht posten kann, zitierst, ist ein besonders krasser Fall, aber ich erinnere mich, daß High-Ender mal diskutierten, ob man nicht CD-Ränder grün anmalen sollte, um "Reflektionen" zu vermeiden. Und das war durchaus ernst gemeint.

    Lieber m-mueller,


    ja! Das mit dem Anmalen habe ich nie gemacht - man weiß ja nicht, ob die Chemie dieser Farbe die CD-Schutzschicht angreift. Ich habe inzwischen einige UHQCDs/SACDs erworben, welche nach diesem Denkansatz die Auslesung der CD verbessern sollen - Japan-Import von jpc. Da hört man den klanglichen Unterschied deutlich. Da sie so teuer sind, leistet man sich deshalb aber nur wenige! ;(


    https://www.hifi-zubehoer.shop…-compact-disc-k-31086.htm


    "UHQCD steht für Ultimate High Quality Compact Disc und ist eine gemeinsame Entwicklung des japanischen CD-Replikationsunternehmens Memory-Tech und der Audio Quality CD Company aus Hong Kong. UHQCDs werden anders als herkömmliche CDs nicht aus Polycarbonat gepresst, sondern aus einem Photopolymer gegossen und mit UV-Licht ausgehärtet. Zum Schutz des weicheren Photopolymers wird eine weitere Schichte hochreinen Polycarbonats als Kratz-Schutz aufgebracht. Die Kombination ergibt eine deutlich verringerte Spiegelung des Laserlichts im Inneren der CD und einen unerreicht präzisen Kantenübergange zwischen Pits und Lands der CD. UHQCDs sind zu 100% kompatibel mit normalen CD-Spielern. Musikalisch ergibt sich ein stark an analoge Masterbänder erinnerndes Klangbild."


    Inzwischen habe ich die ersten Folgen eingestellt, die mit der Analyse des Artikels beginnen - zu HiRes, zu teureren Verstärkern und Plattenspielern - Beiträge 8-11: :!:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Noch einen schönen Sonntag-Abend wünschend

    Holger

  • Apropos Hifi-Presse: da gibt es hier seit zig Jahren stereoplay und audio (die aus demselben Verlag stammen) und die in so ziemlich jeder Ausgabe eine neue High-End-Sau durchs Dorf treiben müssen, sonst bräuchte sie man ja nicht.


    Vor 30 Jahren war ich auch mal recht stereoplay-hörig und konnte die Bestenlisten runterbeten. Auch damals schon fand ich das Labeling etwas merkwürdig: so gab es etwa eine Spitzenklasse, aufgeteilt in die Sektionen I bis IV, wobei IV schon mehr den grottigen Ramsch darstellte, der sich allerdings vollends erst in der "Oberklasse" manifestierte, sowas wie 2. Kreisklasse beim Fußball.


    Aber die Spitzenklasse I war noch nicht Spitze. Irgendwann gab es dann Geräte, wobei noch ein "Schleier weggezogen" wurde, wenn man sie vergleichshörte, und das war dann die Absolute Spitzenklasse. Dieses war dann aber nicht der letzte Schleier, sondern es wurden über die Zeit noch reichlich weitere Schleier weggezogen, die die wirklich hochgetreue Wiedergabe noch ausbremsten, und dann gab es auch irgendwann mal die Absolute Spitzenklasse in den Sektionen I bis IV.


    Als dann weiterhin die Schleier fielen, hab ich aufgehört zu lesen.


    Was ich empfehlen kann, ist, sich eine alte Bestenliste der stereoplay zu besorgen und zu schauen, ob man damalige (15 oder 20 Jahre) Abs. Sp.-Klasse I - Lautsprecher nicht heute für kleines Geld gebraucht schießen kann. Bei der anderen Elektronik würde ich es sehen wie bei Laptop und Desktop-Computern: die sind in den letzten 20 Jahren soviel besser geworden, daß ich irgendwas EX-High-Endiges von vor 3 bis 5 Jahren nehmen würde, auch für kleines Geld. Also z.B. die vorvorletzte Second-Top-Rotel-Vor-Endverstärker-Kombination.


    Aktuelles High End dürfte sehr viel teurer aber nicht viel besser sein.

  • Auch damals schon fand ich das Labeling etwas merkwürdig: so gab es etwa eine Spitzenklasse, aufgeteilt in die Sektionen I bis IV, wobei IV schon mehr den grottigen Ramsch darstellte, der sich allerdings vollends erst in der "Oberklasse" manifestierte, sowas wie 2. Kreisklasse beim Fußball.

    yep. Das sind so Kompromisse aus bezahlter Werbung, dem Zwang zur Eindimensionalität und persönlichem Geschmack des Testers ... :)


    Mittlerweile würde ich immer zu guten Aktivboxen greifen, falls vorhanden. Hier hat der Lautsprecherbauer die Verstärkereinheit auf seine Boxen abgestimmt. Damit hatte ich vor ein paar Jahren (10+) mithilfe eines HIgh-End-Studios fast ein Jahr verbracht. Es ist, wie oben auch schon gesagt wurde, ein tatsächliches Problem Verstärker und Lautsprecher aufeinander abzustimmen. dazu kommt, dass alle erwähnenswerten Lautsprecherhersteller durchaus eine eigene Philosophie für den "richtigen" Klang haben. Ich habe damals BW und T+A und Dynaudio (Dali war irgendwie auch mit drin??) über mehere Vorverstärker-Endstufen Kombinationen verglichen und bin vom persönlichen Geschmack bei Dynaudio gelandet. Da der Vorverstärker deutlich stärkeren Einfluss auf den Klang hat als die Endstufe, kann man ruhig auch die Kombination Röhrenvorversärker und Transistorendstufe ausprobieren (waren damals Threshold Mono-Blöcke) Hier spielt dann im Endeffekt viel Geschmack eine Rolle und natürlich das wirklich gerne gehörte Musikmaterial .....



    Naja. Was an unserem Ohr ankommt sind aber keine Bits. Da passiert eben unterwegs sehr viel. Wenn man die Dinge so vereinfacht auf einen simplen Kern, dann sehen sie einfacher aus als sie sind. Und mit der Erkenntnis, dass es so etwas wie ein vorhandenes oder sogar prinzipielles Nichtwissen von gewissen Dingen geben könnte, haben Technikgläubige so ihre Schwierigkeiten!

    Da sehe ich anders. Im digitalen Bereich alleine ist die Welt wesentlich einfacher. Kompliziert wird es beim Übergang zum Analogen. Wenn ich also über ein Kabel eine 1:1 Kopie einer digitalisierten Musik mache, klingen beide Files identisch, wenn das Equipment dahinter identisch ist.


    Ich selbst bin ein Bewunderer von Ingenieurskunst und, wenn man so will, damit technikgläubig. Es ist aber trivial, dass technische Parameter nur das sind, was sie sind, und keineswegs den Klang einer Anlage vollständig (oder auch nur umfänglich) beschreiben. das gilt insbesondere für Verstärker-Lautsprecher Kombinationen.


    Die Leute, die sich hier so ressentimentbeladen äußern, verstehen meistens weniger von Technik, sondern sind eher von durchaus kruden Behauptungen im Bereich High-End-Verschaukelung irritiert und breiten dann (gerade wegen technischer halbbildung) den Hass auf alles aus, was teurer ist als 2,5 € :(


    (Ich habe tatsächlich schon mal merkwürdige Gespräche über besonders musikalische Router geführt ..... :/)

  • Apropos Hifi-Presse: da gibt es hier seit zig Jahren stereoplay und audio (die aus demselben Verlag stammen) und die in so ziemlich jeder Ausgabe eine neue High-End-Sau durchs Dorf treiben müssen, sonst bräuchte sie man ja nicht.


    Vor 30 Jahren war ich auch mal recht stereoplay-hörig und konnte die Bestenlisten runterbeten. Auch damals schon fand ich das Labeling etwas merkwürdig: so gab es etwa eine Spitzenklasse, aufgeteilt in die Sektionen I bis IV, wobei IV schon mehr den grottigen Ramsch darstellte, der sich allerdings vollends erst in der "Oberklasse" manifestierte, sowas wie 2. Kreisklasse beim Fußball.

    Lieber M-Müller,


    solche Listen haben als grobe Orientierungshilfe für die Einordnung durchaus ihre Berechtigung, finde ich. Nur wenn sie zu sehr ausdifferenziert werden, wird es nahezu lächerlich. So hatten sie damals mal das Sunaudio Transfer-Kabel, als es neu auf dem Markt erschien, besser eingestuft als das ältere Sunaudio Reference. Dabei ist es schlicht vom Aufbau dasselbe Kabel - nur sind beim preiswerteren Transfer die Leiter aus Kupfer statt aus Silber wie beim Reference. Ich habe sie damals beide zuhause Probe gehört und mich für das nach Audio "schlechtere" Reference entschieden, weil ich es besser fand! ^^


    Kürzlich hatte ich Wartezeit am Bahnhof, weil zwei Züge ausfielen. Da schaute ich im Bahnhofs-Kiosk in die Stereo mit Tests von aktuellen Lautsprechern von der Messe - darunter Gauder, Dynaudio, Burmester usw. Alles teure LS für 10000-20000 Euro. Mit den Tests konnte ich rein gar nichts anfangen - Null Informationswert. Die Tester haben sich schlicht nicht die Mühe gegeben, einen Vergleichsmaßstab zu geben. Da sind die im Internet kostenlos zugänglichen Fairaudio-Tests u.a. deutlich besser. Sie haben etwa die klanglichen Eigenarten der Dynaudio-Lautsprecher exakt so beschrieben, wie ich sie von meinen LS kenne. Man will von denen ja nicht wissen, was der absolut beste Lautsprecher ist, was nur die sehr subjektive Meinung des Testers wäre, sondern die Tendenz erfahren, in welche klangliche Richtung so ein LS oder Hifi-Gerät gibt. Das ersetzt nicht das Hören vor dem Kauf, gibt aber doch eine wertvolle Vorinformation.

    Mittlerweile würde ich immer zu guten Aktivboxen greifen, falls vorhanden.

    Wenn ich Geld zuviel hätte, wäre auch das, lieber Axel, wohl meine Wahl, so eine Avantgade Acoustics Zero 1 oder Ascendo D7 oder D8 aktiv.

    Da sehe ich anders. Im digitalen Bereich alleine ist die Welt wesentlich einfacher. Kompliziert wird es beim Übergang zum Analogen. Wenn ich also über ein Kabel eine 1:1 Kopie einer digitalisierten Musik mache, klingen beide Files identisch, wenn das Equipment dahinter identisch ist.

    Damals als ich mir meinen Hifi-CD-Recorder kaufte zum Brennen von CD-Rs stand in Tests überall - gerade auch bei meinem: "Kopierqualität 100%". Das war aber schlicht ein Witz! Ich habe nämlich eine Test-CD gebrannt immer mit denselben Tracks, dabei unterschiedliche Digitalkabel verwendet (Lichtleiter, ein billigeres und teureres Cinch) und zwei verschiedene CD-Laufwerke, das meines Marantz CD 80 und das AVM CD 1-Laufwerk. Zu meiner Verblüffung gab es deutliche Klangunterschiede - ungefähr in der Art, wie wenn man einen Menschen Tage und Wochen hungern lässt, so dass er auf Haut und Knochen abmagert. Das schlechtere Kabel (Schlusslicht: der Lichtleiter) dünnt den Klang mehr aus - insgesamt gegenüber der Original-CD klingen alle CD-Rs etwas weniger substanzreich und leicht ausgedünnt. Am meisten überrascht hatte mich, wie groß der Unterschied zwischen den CD-Laufwerken war - da war die Größenordnung sogar noch mehr als bei den Kabeln. Das fällt natürlich je nach Anlage mehr oder weniger auf - hörbar ist es aber immer. Am drastischsten war es mal auf einem Quad-Elektrostaten vernehmbar, Zuspielgerät war ein CDP von Accuphase, wo ich genau diese Test-CD abspielte. Ein Freund von mir hat eine Super-Anlage, die so um die 100000 Euro kostet. Er hat seine riesen CD-Sammlung komplett gerippt und hört nur von der Festplatte seines PC. Zum Spaß hat er dann mal eine CD, die er gerippt hatte, zum Vergleich von seinem alten Denon DCD 3520 abgespielt. Und siehe da: Vom CD-Spieler klang es zwar nicht ganz so luftig, aber substanzreicher als von der Festplatte.


    Woher das kommt? Die Hersteller von Geräten geben sich extreme Mühe, Störquellen auszuschalten durch getrennten Aufbau in Sektionen, verschiedene Netzteile etc. In so einem PC dagegen gibt es jede Menge Störfelder, die sich ungehindert ausbreiten können. Das ist inzwischen auch erkannt worden. Es gibt sogenannte Bridges, die genau dem Problem zu Leibe rücken, wo dann die gestreamte Musik oder gerippte Datei wirklich genauso substanzreich klingen soll wie die CD. Die bekanntesten sind Auralic und SOtM. Hier die Tests:


    https://www.fairaudio.de/test/…reaming-bridge-usb-1-dwt/


    https://www.fairaudio.de/test/…200-ultra-streamer-audio/


    Die Leute, die sich hier so ressentimentbeladen äußern, verstehen meistens weniger von Technik, sondern sind eher von durchaus kruden Behauptungen im Bereich High-End-Verschaukelung irritiert und breiten dann (gerade wegen technischer halbbildung) den Hass auf alles aus, was teurer ist als 2,5 € :(


    Ganz genau! ^^


    Schöne Grüße

    Holger

  • Inzwischen ist der Artikel komplett Teile 12-15 ab hier:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Teil 15 ist ein satirisches Märchen in sieben Kapiteln, wo ich mich als Satire-Teufel ein wenig austobe :D :


    15. Ein Märchen zum Schluss: Vom wundersamen Tontechniker und seinem Tinnitus


    ... ab hier:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Schöne Grüße

    Holger

  • Die bestehende Problematik bei der digitalen Verarbeitung ist der Tatsache geschuldet, daß in der Elektronik nicht 0 oder 1 übertragen werden kann, sondern ein Spannungswert.


    Bei der Wandlung ins Analoge - also im DAC - kommt es auf Grund der immer und überall vorhandenen Spannungsschwankungen im Gesamtsystem zu zeitlichen Fehlern, die zwar rein technisch betrachtet sehr geringfügig ausfallen, unser Gehörsinn diese aber - leider - wahrnehmen kann.


    Dies betrifft nicht die Information an sich, das würde zu Aussetzern oder Knacksern führen, wenn der Wert nicht erkannt bzw. nachgebildet werden kann, es geht um den zeitlichen Ablauf der Töne vom Ein- bis zum Ausschwingen.

  • Zusammenfassung: HiFi-Ketten werden von Ingenieuren gebaut und von Philosophen ausgedeutet. So hat jeder etwas zu tun. So wie es in der F.A.Z den Teil Technik und das Feuilleton gibt. Für mich ähnelt manches hier freilich ein wenig den Aussagen von Homöopathiegläubigen. Auf den Hinweis, dass ab einer bestimmten Verdünnung nicht mal mehr ein Molekül des Wirkstoffs im Medikament enthalten ist, folgt die anekdotische Evidenz des „aber es wirkt auch bei Tieren!“. Der Hinweis auf das Fehlen von methodischen Studien (den „Blindtests“ der Medizin) wird als nicht relevant betrachtet.


    Daher gönne ich da mittlerweile jedem sein Pläsierchen, und sehe HiFi-Esoterik als eine wirtschaftlich florierende Subkultur, die deutlich weniger schadet als es „Alternativmedizin“ bisweilen tut. Lediglich den Begriff „Wissenschaftsgläubigkeit“ oder „Naturwissenschaftsgläubigkeit“ halte ich für problematisch, da tendenziell jemanden als „Querdenker“ markierend, der damit den trüben Boden für sumpfige Ideologie bereiten möchte, und lehne ihn ab.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



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  • Zusammenfassung: HiFi-Ketten werden von Ingenieuren gebaut und von Philosophen ausgedeutet. So hat jeder etwas zu tun. So wie es in der F.A.Z den Teil Technik und das Feuilleton gibt. Für mich ähnelt manches hier freilich ein wenig den Aussagen von Homöopathiegläubigen. Auf den Hinweis, dass ab einer bestimmten Verdünnung nicht mal mehr ein Molekül des Wirkstoffs im Medikament enthalten ist, folgt die anekdotische Evidenz des „aber es wirkt auch bei Tieren!“. Der Hinweis auf das Fehlen von methodischen Studien (den „Blindtests“ der Medizin) wird als nicht relevant betrachtet.

    Ich habe doch genau diesen Homöopathie-Vergleich analysiert! Es ist nicht bestreitbar, dass das technische Niveau von Hifi-Geräten heute so hoch ist, dass man mit jedem durchschnittlich guten Gerät Musik in Hifi-Qualität hören kann. Nur was dieser Artikel macht ist Mobbing - indem nämlich höhere Ingenieurskunst in Sachen Hifi-Technik wie z.B. ein Accuphase-Verstärker mit esoterischem Schwachsinn, den es natürlich auch gibt in diesem Bereich, in einen Topf geworfen wird. Zu behaupten, dass ein Accuphase-Verstärker gegenüber einem Billiggerät nur einen Klanggewinn in homöopathischen Dosen bringen würde, widerspricht einfach der Erfahrung und ist schlicht die Unwahrheit. Zumal man sich ja fragen muss, warum die Techniker von Accuphase (die sich mal von Pioneer abgespalten haben, um hochwertigste Geräte zu bauen) Jahrzehnte abmühen, ihre Geräte immer wieder technisch zu verbessern, wenn das angeblich klanglich gar nichts bewirkt. Wie überzeugend ist denn das? Der Mensch gibt seine Lebenszeit nur hin für eine Sache, von der er innerlich überzeugt ist. Das gilt auch für die Entwickler von Hifi-Geräten.

    Daher gönne ich da mittlerweile jedem sein Pläsierchen, und sehe HiFi-Esoterik als eine wirtschaftlich florierende Subkultur, die deutlich weniger schadet als es „Alternativmedizin“ bisweilen tut. Lediglich den Begriff „Wissenschaftsgläubigkeit“ oder „Naturwissenschaftsgläubigkeit“ halte ich für problematisch, da tendenziell jemanden als „Querdenker“ markierend, der damit den trüben Boden für sumpfige Ideologie bereiten möchte, und lehne ihn ab.

    Mit Hifi-Esoterik habe ich nichts am Hut. Für mich ist die Tatsache, dass es "besser" als durchschnittlich klingende Hifi-Geräte gibt, keine Esoterik und die gegenteilige Behauptung nur Ressentiment. Allein der Vergleich von Hifi-Technik auf Accuphase-Niveau mit Globuli ist Ressentiment. Wobei ich gegen Globuli nichts habe. Die Polemik gegen Homöopathie in jeder Form finde ich einfach nur sehr ideologielastig. Homöopathie ist im übrigen nicht gleich Homöopathie. Da sollte man sich schon einmal informieren. Schüssler-Salz Nr. 7 z.B. ist ein wirkungsfähiges Medikament, das sehr gut wirkt. Das stelle ich immer wieder fest. Andere Medikamente haben mir nicht geholfen, aber dieses. Zu dem Thema gibt es auch eine Satire in diesem Text, ein Wissenschaftsgläubiger, der mit einer Zeitmaschine in die Steinzeit reist und den Medizinmännern seine Ideologie verkauft und so erreicht, dass die Menschheit ausstirbt... - hier am Schluss:


    Das Ressentiment im Aufbau einer Hifi-Anlage. Anmerkungen eines Beckmessers zu „Die wunderbare Welt der Hifi-Esoterik“


    Schöne Grüße

    Holger

  • Wenn zwei CDs bitgleich sind zu behaupten, die eine klinge wahrnehmbar besser als die andere ist einfach Schwachsinn und: Ja, das ist HiFi-Esoterik.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Wenn zwei CDs bitgleich sind zu behaupten, die eine klinge wahrnehmbar besser als die andere ist einfach Schwachsinn und: Ja, das ist HiFi-Esoterik.

    Du bist natürlich studierter Fachmann in dieser Frage und kannst das beurteilen! ^^


    Ich habe mal genau was diesen Punkt betrifft ohne es zu wollen in einem Forum eine hitzige Diskussion zwischen zwei Technikern angestoßen. Der eine wusste, wovon er redet, der andere, der die von Dir wiedergegebene Meinung vertrat, meinte, er wisse alles besser, weil er einen Lötkolben bedienen und Elektrogeräte reparieren kann. Er wurde natürlich polemisch, wie man es von Abstreitern kennt, so dass dem geduldigen Fachmann irgend wann der Kragen platzte mit dem Satz: "Du bist ein Holzkopf!"


    Was der wirkliche Fachmann zu erklären versuchte war, dass nicht die Bitidentität für den Klang einer CD verantwortlich ist, sondern der Auslesevorgang und die Verarbeitung der Daten im CD-Player, die selbst bei einer bitidentischen Quelle eben sehr unterschiedlich ausfallen kann, so dass sich das dann auch in einem verschiedenen Klang äußert. Der Auslesevorgang ist nämlich nie fehlerfrei. Er wird einmal beeinflusst durch die Reflexionseigenschaften der CD. Jeder, der einen älteren CD-Player hat, kennt das. Das Anfang vom Ende des Lasers ist, dass er zuerst CD-Rs nicht mehr einliest, weil sie die schlechtesten Reflexionseigenschaften haben. Dazu kommt die Spurführung des Lasers bei der Abtastung, die verschiedenen Störeinflüssen ausgesetzt ist. Deshalb bauen Hersteller wie Denon z.B. aufwendige Laufwerke, um solche Störungen zu minimieren.


    Was bewirken die Störungen beim Auslesevorgang? TDK hat sich sein Verfahren der Herstellung von CD-R-Rohlingen patentieren lassen, das der Verbesserung der Spurführung des Lasers bewirkt. Auslesefehler sind Datenverluste. Um sie zu kompensieren, hat der CD-Spieler eine spezielle Elektronik, die Fehlerkorrektur. Sie erfolgt nach einem mathematischen Modell, das mit Rundungen arbeitet. Keine Fehlerkorrektur arbeitet also so, dass es die Datenausfälle vollständig kompensiert. Rundungen bedeuten Veränderungen. Die Verbesserung der Spurführung bei TDK bewirkt, dass die CD-R genauer ausgelesen wird, also die Fehlerkorrektur weniger arbeiten muss und damit weniger Rundungen entstehen. Nun kommt noch hinzu, dass die CD-Laufwerke verschiedener Hersteller unterschiedlich arbeiten, die Fehlerkorrektur nach einem anderen mathematischen Modell erzeugt andere Rundungen: sprich das rekonstruierte Signal ist je nach CD-Player unterschiedlich.


    Die ersten CDs aus den 80igern klangen oft künstlich aufgehellt und etwas bassschwach. Spätere Neuauflagen sind da häufig runder und substanzreicher. Viele alte CDs habe ich deshalb ausgetauscht und durch die Neuauflage ersetzt. Einige doppelte habe ich aber behalten. Um nicht immer die CD wechseln zu müssen bei der Vorführung, dachte ich mir, eine CD-R zu brennen, so dass man die überspielten Tracks einfach per Fernsteuerung umschalten kann. Zu meiner Überraschung waren auf der CD-R die mit den CDs sehr deutlich wahrnehmbaren Unterschiede verschwunden! Zweimal auslesen und ein Brennvorgang hatten sie offenbar beseitigt. Wäre wirklich nur die Bitidentität für den Klang entscheidend, hätte das nicht passieren dürfen.


    Schöne Grüße

    Holger

  • Die Fehlerkorrektur von CD-Laufwerken dient dazu, bei beschädigten Oberflächen trotzdem Musik abspielen zu können. Bei intakten CDs spielt sie keine Rolle.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Die Fehlerkorrektur von CD-Laufwerken dient dazu, bei beschädigten Oberflächen trotzdem Musik abspielen zu können. Bei intakten CDs spielt sie keine Rolle.

    bist Du der Papst in Sachen Hifi, der sowas ex cathedra als unfehlbares Urteil verkünden kannst? Was Du sagst, ist mit Verlaub gesagt schlicht und einfach Quatsch. Kratzer sind etwas, was Du mit den Augen siehst. Ein Laser "sieht" noch ganz andere Fehler als das menschliche Auge. Die Fehlerkorrektur arbeitet immer - es gibt keinen einzigen (kompletten) Auslesevorgang einer CD, der völlig fehlerfrei ist. Die Schwierigkeit beim CD-Laufwerk ist auch, dass anders als beim Rippen am PC nicht die komplette CD eingelesen wird, sondern das Auslesen sukzessive erfolgt. Da muss dann die Fehlerkorrektur zeitgleich arbeiten. Aber das bin ich gewohnt. Abstreiter haben in Wahrheit von Nichts eine wirkliche Ahnung, wissen dafür aber alles um so besser! ^^


    Schöne Grüße

    Holger

  • Während für „Goldohren“ vorhersehbar ist, dass die Superduper-UHCD mit Platinbeschichtung tausend Mal besser klingt als die kopierte CD. Weil teuer gleich immer besser. ;)

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Während für „Goldohren“ vorhersehbar ist, dass die Superduper-UHCD mit Platinbeschichtung tausend Mal besser klingt als die kopierte CD. Weil teuer gleich immer besser. ;)

    Jetzt polemisierst Du einfach nur - und das ist eigentlich unter Deinem Niveau. Bevor Du Dir da ein Urteil erlaubst, solltest Du erst einmal selber hören, bevor Du die Hörerfahrung eines Anderen abstreitest, nur weil Du es nicht glauben willst. So eine Haltung widersprecht jeder Vernunft. UHQCDs haben auch keine Platinbeschichtung! Mir sind die UHQCDs leider im Prinzip zu teuer - deshalb habe ich auch nur einige wenige ausgesuchte, CDs, die mir besonders viel bedeuten. Ich habe erst einmal eine gekauft, um zu sehen, ob sie tatsächlich etwas bringt. Das hat sie. Also habe ich mir dann eine kleine Zahl dazu gekauft. Die klingen einfach deutlich besser als die "normalen". Das kann ich jederzeit vorführen - und jeder Mensch kann das leicht nachvollziehen. Deswegen erübrigt sich da auch die Diskussion mit mir. Wer es nicht glauben will, der braucht es natürlich nicht. Aber muss man deshalb polemisieren?


    Ich lade Dich aber gerne zu mir nach Hause ein zu einer Hörsitzung! :)


    Sogar die Hörschnipsel bei jpc zeigen das. Beispiel: Sibelius Violinkonzert mit Lisa Batiashvili, die mystische Passage zu Beginn. Die UHQCD ist klarer und die Dynamik des An- und Abschwellens des Geigentons ist besser. Also habe ich mir in diesem Fall die UHQCD gekauft, mich allerdings geärgert, dass der Klappentext komplett nur auf Japanisch ist! Da ich die CD nicht doppelt kaufen will, ist das ein wirklicher Mangel:




    Schöne Grüße
    Holger

  • Für mich ist dass alles einfacher. Im digitalen Bereich müssen wir dafür sorgen, dass beim DAC die korrekten Bits in ausreichender Geschwindigkeit ankommen. Das ist etwas, was man wirklich messen kann. Ab diesem Bereich also im Analogen sind technische Daten immer noch wichtige Parameter, aber mit gehöriger Vorsicht zu genießen.


    Allerdings würde ich übriggebliebene Tausender eher in Verstärker und Boxen stecken, als gute kabel mit dem letzten Feinschliff toppen zu wollen... Da scheint mir persönlich der Grenznutzen im ersten Fall höher zu liegen.

  • Sogar die Hörschnipsel bei jpc zeigen das. Beispiel: Sibelius Violinkonzert mit Lisa Batiashvili, die mystische Passage zu Beginn. Die UHQCD ist klarer und die Dynamik des An- und Abschwellens des Geigentons ist besser.

    Ich habe mir eben auf die Schnelle von beiden Angeboten jeweils den ersten Hörschnipsel angehört. Auf mich wirken die klanglich beide sehr schlecht und hochkomprimiert. Ich würde fast die Behauptung wagen, dass da im Hintergrund einfach nur derselbe File zur Verfügung steht. Es wäre eventuell interessant zu klären.

  • Für mich ist dass alles einfacher. Im digitalen Bereich müssen wir dafür sorgen, dass beim DAC die korrekten Bits in ausreichender Geschwindigkeit ankommen. Das ist etwas, was man wirklich messen kann. Ab diesem Bereich also im Analogen sind technische Daten immer noch wichtige Parameter, aber mit gehöriger Vorsicht zu genießen.

    Und wie willst Du das kontrollieren als Nicht-Techniker ohne Messgeräte? ^^ Ich habe ja nun verschiedene Wandler und CD-Spieler, die ich vergleichen kann. Alle sind von den Daten her gut. Die technischen Daten, die man bekommt, zeigen aber nur, dass die Geräte das qualitative Soll erfüllen, was Hifi-Tauglichkeit betrifft. Wie sie tatsächlich (unterschiedlich) klingen im Vergleich, dafür kann man aber aus den technischen Daten keine Aussage ableiten. Da hilft letztlich nur Hören!

    Allerdings würde ich übriggebliebene Tausender eher in Verstärker und Boxen stecken, als gute kabel mit dem letzten Feinschliff toppen zu wollen... Da scheint mir persönlich der Grenznutzen im ersten Fall höher zu liegen.

    Ich bin mit dem Thema immer sehr pragmatisch umgegangen. Über 10 Jahre habe ich mit meinen alten Boxen mit dem billigsten Lautsprecherkabel von der Rolle gehört und nie etwas vermisst. Ich bin deshalb auch kein Freund davon, irgend Jemandem etwas aufzuschwatzen: Du musst jetzt aber unbedingt ein besseres Kabel haben.... Unsinn! Wenn er zufrieden ist, ist er zufrieden. Ich wurde unzufrieden, als ich mir meine AVM-Monos kaufte. Da waren die Billigkabel eine Katastrophe - ich bekam es mit der Angst, dass mir bei der Dynamik die Chassis um die Ohren fliegen. Also habe ich erst mit verschiedenen Querschnitten probiert - alles Billigkabel von der Rolle. Mit jeweils einem gelösten Problem entstand dann aber zugleich immer wieder ein neues. Nach drei Wochen habe ich entnervt aufgegeben und mir ein hifideles Kabel gekauft. Und siehe da: Alle Probleme waren zu meiner Zufriedenheit beseitigt! Für mich ist die Nutzen-Kosten-Kalkulation entscheidend. Schade finde ich - und ich weiß es aus Jahrzehnte langer Erfahrung - etwas zu verschenken, nur weil man z.B. am Kabel spart. Alles muss zusammenpassen! Ich will aus meinen Geräten und den Boxen das Bestmögliche herausholen. Und das kann man tatsächlich mit Kabeln zu einem bezahlbaren Preis! Letztlich gilt: Probieren gehört über Studieren! :)

    Ich habe mir eben auf die Schnelle von beiden Angeboten jeweils den ersten Hörschnipsel angehört. Auf mich wirken die klanglich beide sehr schlecht und hochkomprimiert. Ich würde fast die Behauptung wagen, dass da im Hintergrund einfach nur derselbe File zur Verfügung steht. Es wäre eventuell interessant zu klären.

    Die Aufnahme durchzuhören, dazu bin ich noch nicht gekommen leider. Ich habe nur das Tschaikowsky-Konzert angespielt und fand die Aufnahmetechnik eigentlich gut. Sie haben die Aufnahme erstmals im neuen Boulez-Saal in Berlin gemacht. Die Hörschnipsel bei jpc sind natürlich kein wirklicher Maßstab!


    Schöne Grüße

    Holger

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