Domenico SCARLATTI: 555 Sonaten - Höchste Kunst auf kleinstem Raum

  • Ich habe mir inzwischen die Weissenberg-Aufnahme - ich besitze sie seit vielen Jahren - erneut angehört. Aus meiner Sicht interpretiert er teilweise sehr individuell - vielleicht sogar eigenwillig-

    Inzwischen habe ich eine Sonate herausgeklaubt, die ich als sehr markant empfinde, nämlich die Nr. K.13 in G Dur, die - so finde zumindest ich - einen hohen Wiedererkennungswert besitzt - abgesehen von ihren Ohwurmqualitäten, die mich immer wieder verleiten sie ders öfteren in Folge zu hören.

    Weissenberg spielt sie in der Tat "presto" - mancher wird sagen "gehetzt", er schafft siew in 3:12 Minuten, wogegen Andjaparidze 4:19 benötigt und Pogorelich sogar 4:24.


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Glenn Gould spielt K. 13 in 2 min 16 s. Allerdings lässt er die Wiederholungen weg. Er käme bei Befolgung der Notation auf das Doppelte 4 min 32 s.


    .

    Früher war ich morgens froh, des Abends weint´ ich

    Jetzt da ich älter bin

    beginn ich zweifelnd meinen Tag

    doch heilig und heiter ist mir sein Ende.


    Friedrich Hölderlin

  • Heute vormittag habe ich mich der driitten Folge der Scharlatti Sonaten in der Naxos Edition gewidmet, die bekannlich auf modernen Klavieren interpretiert wird. Sie wird von Jeno Jandö bestritten, keinem ausgesprochenen Scarlatti Spezialisten, aber einem sehr überzeugend agierenden "Universalpianisten.

    Er schlägt sich in dierser Disziplin IMO ausnehmend gut, ist teilweise Quirlig - ohne indes zu hetzen, Der Klavierklang (ein Hamburger Stenway kommt zum Einsatz) ist ausgesprochen musikalisch, die Aufnahme stammt aus der Fisher Hall, Santa Rosa, Kalifornien . Juni 1994

    Allerdings - und das ist nicht die Schuld des Pianisten oder des Komponisten, darf man von den Sonaten nicht allzuviele in Folge hören, sonst ermüden sie....


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Allerdings - und das ist nicht die Schuld des Pianisten oder des Komponisten, darf man von den Sonaten nicht allzuviele in Folge hören, sonst ermüden sie...

    Anscheinend ist das auch eine Frage der Tagesverfassung des Hörers. Heute bin ich eigentlich recht deprimiert erwacht. Dann habe ich - einmal mehr die Folge III der Scarlatti Sonaten Edition (im vorhergehenden Beitrag erwähnt) durchgehend angehört - und war weder gelangweilt noch ermüdet, sondern eher stimmungsmäßig aufgehellt...

    Jeno Jandö ist eigentlich recht unterschätzt.....


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Wo legt das Geheimnis dieses Komponisten? Gibt es auch einen Scarlatti jenseits von Virtuosität und kluger eingängiger pianistischer Satztechnik? Ist Scarlattis Musik nur Musik für die Ohren oder ist sie auch für den Verstand gedacht?

    Sorry - ich hab das erst jetzt - Jahre nachdem es geschrieben wurde - gelesen.

    Johannes Roehl hat seinerzeit sehr klug und ausgewogen darauf geantwortet.

    Ich gehe einen Schritt weiter und behauptem daß "Musik für den Verstand" eher eine spröde Angelegenheit ist, hier ist die Musik des 20. Jahrhunderts ein guter Beweis

    Musik kommt IMO am besten zur Geltung, wenn man sie von "Tiefsinn" bewahrt.


    Ich bin nun vbei Folge 4 der Naxos - Scarlatti Edition angelangt, die eher moderat angelegt ist. Es hat sich mir bislang noch nicht erschlossen, nach welchen Kriterien die Serie zusammengestellt wurde. Es gibt DREI verschiedene Werkverzeichnisse der Sonaten. Naxos listet zwar bei jeder Sonate alle drei Zählungen auf, richtet sich aber in der chronologie oder Nummeriuerung nach keiner von ihnen.

    Überraschend für Naxos ist, das deutschsprachige Booklet, wo jede Sonate kurz beschrieben wird und ihre Herkunft , bzw Zeitpunkt der Entsehung (soweit bekannt) angeführt wird.


    Die Pianistin dieser Folge 4 (2002) ist Beatrice Long. Sie ist nicht bei Wikipedia gelistet, auch ihre eigne Webseite ist gelöscht. Dafür gibt es eine neue, denn sie spielt jetzt mit ihrer Schwester im Duo

    http://www.longduopiano.com/biography/beatrice-long/


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Was mir einfällt:


    zeitlich kurz,

    melodiös mit Erkennungswert

    verblüffend,

    melancholisch,

    tänzelnd,

    rhythmisch raffiniert,

    witzig,

    mit Drive,

    trotz der wiederkehrenden ähnlichen Struktur nie langweilig.



    Dass die Pianisten und Cembalisten einen weiten Bogen um diese Stücke für Tasteninstrumente machen, kann nicht gesagt werden. Sie tönen auch auf einem modernen Flügel gut. Und Spass machen sie auch. Ich bin kein Pianist, ich denke, man muss etwas spieltechnisch auf der Platte haben, um sie spielen zu können. Die Prinzessin, für die sie komponiert wurden, wird daran Vergnügen gehabt haben, was ihr Lehrer für sie ausgedacht hat.


    Horowitz



    Michelangeli



    Sara Johnson Huidobro


    .

    Früher war ich morgens froh, des Abends weint´ ich

    Jetzt da ich älter bin

    beginn ich zweifelnd meinen Tag

    doch heilig und heiter ist mir sein Ende.


    Friedrich Hölderlin

  • Und die Gitarristen haben auch ihre Freude daran, was die grosse Anzahl an verfügbaren Aufnahmen belegt:


    .

    Früher war ich morgens froh, des Abends weint´ ich

    Jetzt da ich älter bin

    beginn ich zweifelnd meinen Tag

    doch heilig und heiter ist mir sein Ende.


    Friedrich Hölderlin

  • Ich gehe einen Schritt weiter und behauptem daß "Musik für den Verstand" eher eine spröde Angelegenheit ist, hier ist die Musik des 20. Jahrhunderts ein guter Beweis

    Musik kommt IMO am besten zur Geltung, wenn man sie von "Tiefsinn" bewahrt.

    Das wird man in 2 Sätzen nicht erklären können. Folgt man Charles Rosen "Der klassische Stil" und seiner Hypothese, dass "klassische" Musik von dem Auf- und Abbau, gleich ob verstandes- oder gefühlsmäßigen Regungen lebt, so wird man beides nicht trennen können. Die allermeisten Spieler/Hörer werden das nicht nachvollziehen (können).

    "Musik für den Verstand" besteht ja nicht nur aus kontrapunktischen Spielchen, die ein Hörer selten mitbekommt, sondern auf dem Auf/Abbau harmonischer/melodischer Spannungen und deren Lösungen. Dynamik und Tempo kommen noch hinzu. Das zeichnet einen guten (genialischen) Komponisten aus.

    Erschwerend kommt hinzu, dass ein Instrumentenspieler (ich schreibe hier von Dilettanten) ein Werk wahrscheinlich anders beurteilen wird als ein Nur-Hörer. Ersterer kann seine subjektiven Regungen die er bei einem Werk hat, einbringen (soweit seine Fähigkeiten reichen). Das "Üben" hilft da meist gewaltig weiter, da dadurch subjektive Regungen geweckt oder abgewürgt werden. All das gilt dann auch für Scarlattisonaten. Wer die spielt, bekommt zwangsweise einen anderen Blick/Empfindungswinkel.

  • Hallo,


    52 Sonaten


    Lucas Debargue, p


    (Sony, DDD, 2018)



    Lucas Debargue gelingt hier auf einem modernen Bösendorfer Großartiges. Für ihn ist die Gesamteinspielung aller Sonaten durch Scott Ross auf dem Cembalo Referenz. Er besorgte sich die Gesamtnotenausgabe von Kenneth Gilbert und wählte daraus nach intensivem Studium 52 Sonaten aus. Er spielt gänzlich ohne Pedal. Dabei klingt es nie trocken. Durch Anschlagsrafinesse und dynamische Vielfalt gelingt ihm eine elegant-transparente und lebhafte Interpretation. Ich habe mir alle 4 CDs.mehrfach angehört und kann sie absolut empfehlen.
    LG Siamak

  • Alfred_Schmidt

    Hat den Titel des Themas von „Scarlatti, Domenico: 555 Sonaten - Höchste Kunst auf kleinstem Raum“ zu „Domenico SCARLATTI: 555 Sonaten - Höchste Kunst auf kleinstem Raum“ geändert.
  • Jetzt bin ich ein wenig überrascht. AcomA 2 hat die Aufnahmen von Lucas Debargue schon vor 18 Monaten hier vorgestellt. !!

    Und genau da wollte ich anknüpfen, Aber es hat sich gelohnt sich miit Debargue zu befassen (hab erst 2 CD von 4er gehört.)

    Ich wurde motiviert mich erneut mit Scarlatti zu befassen und hatte vor meine Naxos Edition nach und nach zu ergänzen, denn da sind doch ein paar interessante Pianisten darunter. Aber dann kam alles ganz anders: Seit Jahren hört man immer wieder von jener legendären Scott Ross-Einspielung aller 555 Scarlatti Cembalosonate - diesmal wirklich auf einem Cembalo gespielt. Den Ausschlag gab, daß Lucas Debuarge, diese Einspielung als besste, die er kenne bezeichnet hat. Nichtgeschrieben hat er allerdings - was ich - nach der Bestellung - im Internet gelsesen habe, daß einzelnen der CDs nicht dio optimale Klangqualität böten, da derjenige, der das schrieb auch an der Belder Einspielung klanglichen Schwächen bemängelte, bin ich geneigt, ihn als Erbsenzähler einzustufen. Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist es so gut wie ausgeschlossen einen einheitlichen - stets - gleichbleibenden - Klang zu erreichen. Mit Scott Ross hat man immerhin eine Gesamtausgabe - zu einem derzeit günsgen Preis (War mal doppelt so teuer - und auch damals - auf die einzel-CD gerechnet - eher sehr günstig. Beim derzeitigen Naxos Preis von 12,99 Eur kämen wir auf ca 530 Euro bei 34 CDs. Was nicht heissen soll, daß ich nicht gelegentlich die eine oder andere dazukaufen werde.

    Mal sehen wie lange meine Scarlatti -Begeisterung anhält.

    Daß diese Sonaten was ganz Besonderes sind, das hat sich inzwischen herumgesprochen - es gibt immer wieder Neuaufnahmen, kaum ein Cembalisr oder Pianist lässt sie sich entgehen. Und immer wieder werden neue Facetten entdeckt. Allein dieser Thread ist ein gutes Beispiel dafür......


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Dieser Thread ist - trotz langer Pausen - schier unverwüstlich. Ebenso unverwüstlich wie Scarlattis Sonaten.

    Es sind an die 35 Stunden Musik. Ich hab das an Hand der Anzahl an notwendigen CDs überschlagsweise ausgerechnet, Lucas Debuarge, schreibt, es seien 37 Stunden Musik. Seis drum. Dazu kommt, daß man die Wahl hat, zwischen Cembalo und Klavier, wobei gesagt werden muß, daß auf Kalvier bislang - soweit mir bekannt - noch gar nicht alle Sonaten eingespielt wurden. Die von Naxos seit Jahren in Arbeit befindliche Gesamtaufnahme ist grade mal bei Vol. 26 angelangt, also grob bei zwei Drittel.

    Und - es wurde in den ersten Beiträgen diese Threads von einem damaligen Mitglied die Frage gestellt, was denn das Geheimnisvolle oder Besondere an diesen Werken sein soll. Meine Antwort ist: Der Große Spielraum bei der Interpretation, die Möglichkeit zwischen Cembalo und Klavier zu wählen. Für mich gibt es HEUTE keine Präferenz auf diesem Gebiet mehr, im Gegensat zu 2005, wo ich das Cembalo bevorzugte. Es ist IMO aber auch nicht richtig, wu behaupten, das Klavier hätte mehr Klangfarben. Bei manchen Stücken hört man am Cembalo Klangfarben und Akzente, die mit dem Klavier nicht möglich sind.


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Durch einen Zufall fand ich heute in einem Winkel mit ungehörten CDs die Folge 5 Der Naxos Editione aller Scarlatti Sonaten. Diese CD fehlte mit in meinr Kleinen Naxos Scarlatti Sammmlung die bis Folge 7 gediehen ist, dann wurde aber das Weitersammeln eingestellt - weil immer neue Aufnahmen da waren die mir wichtiger erschienen. Das war 2019

    ich hatte vergessen, daß ich die Nr 5 bestitze - Heute lag sie plötzlich - ungesucht vor mir.

    Sie enthält die SonatenK. 26, 37, 82, 113, 124, 214, 227, 266, 284, 404, 461, 494, 507, 536, 546, 548

    Und es war natürlich eine Versuchung meine weiterne Hörsitzungen mit Aufnahmen aus der Lucas Debargue-Box zu verschieben und mir anzuhören wie Benjamin Frith, ein enlischer "Universalpianist" damals (November 1999) Scarlatti gespielt hat. Und ich muß sagen: nicht schlecht. Es fehlen IMO die interessante Akzente des "Spezialisten" Debargue - aber der Gesamteindruck ist seher musikalisch und rund. In der englischen Wikipedia-Biographi des Pianisten finden wir folgendes Statement.

    Zitat

    Eine kürzlich erschienene Aufnahme einer Auswahl von Scarlatti-Sonaten wurde im BBC Music Magazine wie folgt beschrieben: „Benjamin Frith ist eine inspirierte Wahl für die fünfte CD des Naxos-Zyklus; Als überzeugender Verfechter des Klaviers überträgt er die Musik auf das neue Medium und nutzt die Fähigkeit des Klaviers, einen Strang herauszusuchen, Dynamik zu formen und Texturen in subtiles Pedalieren zu tauchen, ohne Scarlatti jemals falsch darzustellen – eine Scheibe, die die eingefleischtesten Authentiker bekehrt ."

    Interessant ist auch wieviel information diesmal - und das dreisprachig - Naxos in seinem dünnen Booklet bietet. Jede Soante wird kurz besprochen und es gibt Hinweise auf die Diversen werksverzeichnisse die in den verschiedenen Epochen erstellt und verwendet wurden.


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 74.000 (!!!)


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Danke, Alfred, das freut mich, dass der Thread unverwüstlich ist. Ich habe auch Ross und Belder komplett, und von einigen anderen nur einzelne CDs, von den Naxos-CDs auch nur wenige, und ich freue mich, wenn ich Kommentare zu einzelnen Aufnahmen lese. Maria Tipo ist eine, die mir gefallen hat von der Naxos-Serie.


    Zu den kritischen Bemerkungen:

    Die Belder-Aufnahmen sind natürlich fabelhaft, aber manche Instrumente (Hammerklavier oder irgendwelche Tisch-Spinetts) sagen mir bei Scarlatti nicht so zu. Mir wäre durchgehend ein imposantes Cembalo lieber gewesen.

    Scott Ross ist fantastisch. Bei den Aufnahmen gibt es aber teilweise ein grandioses Rumpeln, wenn man sich das über Lautsprecher und mit viel "Bass" gibt. Ich sag jetzt mal laienhaft: als ob die Mikrophone direkt am Instrument montiert gewesen wären. Kein Problem, wenn man mit dem Kopfhörer hört, aber über meine mittelmäßigen Boxen, da muss ich "die Bässe" erheblich zurückschrauben, sonst habe ich Angst, dass mir da die Membranen durchreißen von den Erschütterungen.


    Klavier oder Cembalo? Beides! Wenn ich da die Aufnahmen von Pogorelich auflege ...

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Seit heute habe ich den Scott Ross- Würfel mit sämtlichen Aufnahmen der Scarlatti Sonaten, der IMO eine Bereicherung für meine Sammlung sein wird.

    Einer der Pluspunkte (für mich) ist die strikte Einhaltung der Reiehfolge, was das Heraussuchen einzelner Sonaten zum Klangvergleich enorm erleiichtert,

    Ich habe mit CD1 begonnen und die ist auch in Sachen Klangtechnik hervorragend.

    Wie schon geschrieben ist es heute so, daß ich weder dem Klavier, noch dem Cembalo den Vorzug gebe - ich mag beides - und vertrete auch den Standpunk, daß das Cembalo dem Klavier nicht notwendigerweise in punkto Klangfarben unterlegen sein muß - Es klingt eben anders, har seine Meriten und seine Schwachpunkte.


    Bei dieser Gelegenheit ist mir etwas bewusst beworden: Dass wir nämlich Aufnahmen mit Cembalo zu laut widergeben, speziell auch wenn wir älteren Semester damit die Höhen einigermaßen hören können. Dadurch kann es bei Lautsprechen mit "dickem" Baß zu Eigenartigen Verstärkungen von Resonazen kommen, wie sie bereits beschrieben wurden.

    Ich werde sehen (hören) ob die bei dieser Gesamtaufnahme gelegentlich beschriebenen tieffrequenten Störgeräusche mit meinen Lautsprechern (Canton Vento 809) zu hören sein werden - glaub aber nicht, Dieser LS ist zwar tiefreichend im Bass - aber eher schlank.


    Es ist ein gur Frage, ob man alle 555 Sonaten haben muss, und eine weitere, ob solch eine Anschaffung sinnvoll ist, wann man bereits an die 20 Cds an Scarlatti-Sonaten-CDs - mit unterschiedlichen Interpreten besitzt. Den Ausschlaag gab letztlich ein Statement von Lucas Debargue, der da meinte, diese Einspielung sei für ihn eine der besten Einspielungen. Und das von einem Vertreter der "Klavierfraktion" !! Und natürlich spielte der extrem niedrige Preis auch eine Rolle.


    mfg aus Wien

    Alfred


    PS: Quasi als "Zugabe" zu meinem Beitrag: Scott Ross hat auch Cemabalowerke von Bach aufgenommen. Und auch hiervon gibt es eine 11 CD Box...


    clck 75.000


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Der leider sehr früh verstorbene Scott Ross ist eine große Empfehlung. Wer nicht gleich alle 555 Sonaten braucht (ich habe sie natürlich auch alle :)) kann auch mit einem preiswerten Sampler beginnen





    Die junge amerikanische Pianistin Claire Huangci hat 2014 eine ausgezeichnete Auswahl mit einem Yamaha CFX aufgenommen. Die Auswahl und das Spiel haben keinen Preis bekommen, hätten aber einen verdient :)





    Hier ein Teaser von Berlin Classics


  • In der Tat ist Claire Huangci eine hervorragende Pianistin. Sie wurde heute im Thread Aktive Pianisten unserer Tage - aber NICHT aus Russland. von mir erwähnt. Sie sagt auf ihrer Webseite, es gehe ihr darum dass Musik im Gedächtnis bleibe, und zwar nicht ihrer flinken Finger wegen, oder der Musik an sich. Das klingt zunächst wie ein nettes aber unverbildliches Statement. Siehr man aber im Video die "flinken Finger", dann bekommt dieses Statement eine ganz anderere Dimension....


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Vladimir Horowitz wurde mit seinen Interpretationen der Scarlatti-Sonaten in den Beiträgen 26 und 40 erwähnt.


    Der Pianist hat die Scarlatti Sonaten in seinen Rezitals berücksichtigt.


    in Berlin



    in Moskau




    Diese Scheibe enthält nur Scarlatti-Sonaten, die der Meister über alle Tasten erklingen lässt. Das inaktive Tamino-Mitglied Caesar73 schwört auf sie.


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    Friedrich Hölderlin