Giuseppe Verdi: Don Carlos

  • Dan Iordachescu ist bis heute einer der besten Sänger des Don Carlos, die ich auf Platte/CD habe. Über Gottlob Frick und Hannelore Kuhse brauchen wir nicht zu reden, ihre Klasse ist ohne jede Diskussion.

    Lieber La Roche,


    den erstgenannten Sänger kenne ich gar nicht, ist wohl ein Rumäne?

    Frick und Kuhse - da muß man nichts weiter sagen, die Namen bürgen für Qualität!


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Lieber nemorino, hier seine Arie aus Don Carlos, sein Tod ist ja mächtig dramatisch



    Und ja, er ist Rumäne. Nach Aussagen meines Freundes Chrissy hat er ihn auch in der Staatsoper Berlin erlebt. Irgendwo habe ich was Biographisches über ihn gelesen, er hat wohl öfter in Mailand gastiert als in Berlin.


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Hallo,

    mir ist leider nicht bekannt, ob die Eurodisc Aufnahme auf CD erschienen ist. Zur Zeit wird sie als LP für 5 Euro bei ebay angeboten. Dirigent ist Horst Stein.

    Das ist sicher ein Schnäppchen.

    Schöne Grüße

    wega

  • Hallo,

    unter den deutschsprachigen Querschnitten fällt noch der Eurodisc-Mitschnitt auf, der nur 1 komplette Szene der Oper enthält, allerdings die musikalisch bedeutendste: Das Kabinett des Königs ...


    ... mir ist leider nicht bekannt, ob die Eurodisc Aufnahme auf CD erschienen ist.

    Ist sie, lieber wega! Und zwar etwas versteckt in dieser von unserem Freund Operus initiierten Box bei Hänssler, die ich die Ehre hatte, im April dieses Jahres im Gottlob-Frick-Thread ausführlich vorzustellen.



    Darf ich mich daraus selbst zitieren?


    Dieser Carlos ist kein klassischer Opernquerschnitt wie die ebenfalls deutsch gesungene Aufnahme, die 1965 bei Eterna in der DDR erschien und nun im Katalog Berlin Classics zu finden ist. Produziert wurde 1963 das erste Bild des vierten Aktes – das "Kabinett des Königs zu Madrid", wie es auf dem Eurodisc-Plattencover hieß. Es beginnt – in feinstem Stereo - mit dem Philipp-Monolog "Sie hat mich nie geliebt" (Gottlob Frick) und endet mit der Eboli-Arie Verhängnisvoll war das Geschenk“ (Hertha Töpper). Dazwischen die unheimliche Begegnung des Königs mit dem blinden Großinquisitor (Kurt Böhme), die für mich zum Höhepunkt der Box wird. Es ist, als ob sich der Kampf zwischen weltlicher und kirchlicher Macht eben in dieser Szene wie ein gewaltiges Beben entlädt. Böhme agiert mit erbarmungsloser Kälte und giftigen, gar grellen Untertönen und verhilft so seinem Kollegen Frick dazu, den spanischen König auch mit menschlichen und tragischen Zügen auszustatten. Das geht unter die Haut. Nur selten gelingen Opernszene im Studio so packend und realistisch wie hier, zumal die sich anschließende Auseinandersetzung Philipps mit der herbeieilenden Elisabeth (Hildegard Hillebrecht), in die auch Posa (Marcel Cordes) und Eboli einfallen, betont traditionell klingt, was zur Folge hat, dass Frick und Böhme noch mehr hermachen.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Diese deutschgesungene Aufnahme von der ersten Szene des vierten Aktes aus Don Carlos kenne ich aus der neuen, bei Hänssler erschienenen Gottlob-Frick-Box, die ich an anderer Stelle bereits besprochen habe. Sängerisch ist diese Einspielung phantastisch. Insbesondere Frick und Böhme suchen hier ihresgleichen. Was mich stört, ist genau wie beim hier schon erwähnten Querschnitt unter Patané die deutsche Sprache. Den Don Carlos in Deutsch zu singen, ist vom stilistischen Standpunkt aus untragbar. Er gehört französisch oder italienisch gesungen; unter der deutschen Diktion leiden viele Phrasen, die unschön zerhackt werden. Der Patané-Querschnitt, den ich aus der CD-Box "Flieg, Gedanke - Verdi auf deutsch" kenne, besticht zum einen durch das hervorragende Orchester, zum andere durch Gedda, Moser, Fassbaender und Moll. Ein absoluter Störfaktor ist hier der unheimlich kopfig, maniriert und künstlich klingende Fischer-Dieskau als Posa. Dasselbe gilt auch für die italienisch gesungene Gesamtaufnahme des Werkes unter Solti, in der Fischer-Dieskau ebenfalls unter all seinen italienischen Kollegen äußerst fremd und überhaupt nicht gut anmutet. Ihm fehlt total eine gesunde, auf einer soliden Körperstütze der Stimme beruhende italienische Technik.


    Herzliche Grüße


    lustein

  • Was mich stört, ist genau wie beim hier schon erwähnten Querschnitt unter Patané die deutsche Sprache. Den Don Carlos in Deutsch zu singen, ist vom stilistischen Standpunkt aus untragbar. Er gehört französisch oder italienisch gesungen; unter der deutschen Diktion leiden viele Phrasen, die unschön zerhackt werden.

    Dieser Feststellung kann man prinzipiell nicht widersprechen. Ich würde nur Milde walten lassen. Es handelt sich um eine durch und durch historische Aufnahme, die 1963 - also von mehr als fünfzig Jahren - entstand. Damals war es noch gängige Praxis, Opern in der Landessprache zu geben. Das hatte den Vorteil, dass das Publikum die Stücke auch besser verstand. Ich weiß nicht, ob die Solisten dieser Produktion Italienisch sprachen? Wenn nicht, hätten wir diese Aufnahme nicht. :( Viel schlimmer als einen deutschen "Carlos", der schon so alt ist, finde ich, was heutzutage an angeblicher Originalsprachlichkeit geboten wird. Nicht alle Sänger beherrschen die Sprachen perfekt, in denen sie singen - singen müssen. Die Regisseure oft auch nicht. Was hat man so alles anhören müssen. Nach meiner Beobachtung sind manche Inszenierungen auch deshalb so ungenau und daneben, weil sie sich hinter Sprachen verstecken, denen das Publikum nicht mächtig ist. Es passieren oft Dinge, die so nicht im Text stehen.


    Mit einem Freund aus Prag besuchte ich in einem deutschen Haus eine tragische Janacek-Oper in vorgeblicher Originalsprache - nicht ein Tscheche auf dem Besetzungszettel! Der hat sich ausgeschüttet vor Lachen, was er da zu hören bekam. Damit will ich nicht dafür eintreten, Janacek im deutschsprachigen Raum in deutscher Übersetzung zu singen. Ich wollte nur das auf Problem hinweisen.


    Das Thema ist oft schon diskutiert worden im Forum, auch ziemlich kontrovers.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Lieber Lustein,


    ich bin völlig auf Deiner Seite, was die Originalsprache betrifft. "La Donna e mobile" klingt und singt sich eindeutig besser als "Oh wie so trügerisch".


    Allerdings sind fast alle Opernfreunde im deutschsprachigen Raum bis in die 60-er Jahre mit deutschen Übersetzungen großgeworden. Wir waren es gewohnt, unsere besten Sänger in unserer Muttersprache zu hören, live oder auf Schallplatte, auch in italienischen oder französischen Opern. Und das ist gut so. Wie hätten wir sonst unsere "Stars" erleben sollen? Viele haben sich geweigert, ihre in den Vorkriegsjahren auf deutsch einstudierten Rollen in einer ihnen nicht bekannten Sprache zu singen. Uns wären viele, viele Tondokumente verloren gegangen, und die großen deutschsprachigen Sänger wären zu Unrecht vergessen.


    Verweisen möchte ich auch auf die Problematik, die Rüdiger schon angedeutet hat. Wenn ich heute eine italienische Oper live erlebe, singen da Deutsche, Russen, Chinesen, Koreaner, Amerikaner, Polen, Rumänen...... und sie singen in einer Sprache, die sie nicht alle verstehen, von denen sie aber glauben, es wäre italienisch. Und besonders in der Provinz werden sehr wenige im Publikum die Originalsprache verstehen, und damit auch die gesungenen Fehler gar nicht bemerken. Die Texteinblendungen halte ich für störend und ablenkend. Beim Rigoletto mag man als geübter Operngänger aufgrund der in der Jugend erlebten deutschen Platten und Liveerlebnisse ja den Ablauf noch verstehen, aber beim Simone Boccanegra?


    Dennoch ist es richtig, daß wir über TV und DVD und live Originale erleben, der Gesang klingt anders.


    Übrigens könnte ich mir nie vorstellen, ein Skakespeare-Drama oder einen Puschkin, einen Moliere oder einen Goldoni in der Originalsprache auf der Bühne besuchen zu wollen. Ich habe eine Sprachphobie, in meinem Abi habe ich in allen Fremdsprachen (russisch, englisch und Latein) mit Ach und Krach, aber mit Stolz über ein "Mangelhaft" bekommen und damit "Bestanden"!!!!


    Bitte jetzt keine Diskussion über Sprache in der Oper. Dann sollten wir den alten Thread dazu wieder aufsuchen


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Was mich stört, ist genau wie beim hier schon erwähnten Querschnitt unter Patané die deutsche Sprache. Den Don Carlos in Deutsch zu singen, ist vom stilistischen Standpunkt aus untragbar.

    Hallo lustein,


    konsequenterweise ist es vom stilistischen Standpunkt auch untragbar, die Carmen in französisch zu singen. Natürlich hat Bizet die Oper in seiner Sprache komponiert, aber eine französische Carmen ist, streng genommen, genauso ein Nonsens wie ein italienischer Radamès.


    Dieser Feststellung kann man prinzipiell nicht widersprechen. Ich würde nur Milde walten lassen. Es handelt sich um eine durch und durch historische Aufnahme, die 1963 - also von mehr als fünfzig Jahren - entstand. Damals war es noch gängige Praxis, Opern in der Landessprache zu geben. Das hatte den Vorteil, dass das Publikum die Stücke auch besser verstand.

    Doch, lieber Rüdiger, dieser Feststellung kann man sehr wohl widersprechen!


    Muß wirklich jedes Provinztheater, sei es in Kaiserslautern oder Passau zu Hause, alles in Originalsprache bringen? Ich erinnere mich noch sehr genau, als Karajan in den späten 1950ern in der Wiener Staatsoper diese Praxis einführte, eine Entscheidung, die vielleicht in Anbetracht der zunehmenden Internationalisierung der Oper verständlich war. Nicht zuletzt kam sie auch seinen Intentionen von übergreifenden Inszenierungen zugute, denn er wollte ja seine Aufführungen nicht nur in Wien, sondern auch in Mailand, Paris und New York auf die Bühne bringen, und was hätte er mit einem deutschen Othello in Amerika gewollt? Karajan war nicht nur ein überragender Dirigent, sondern auch ein klug kalkulierender Geschäftsmann!


    Als im benachbarten Koblenz auf Originalsprache "umgestellt" wurde, war das (vornehmlich ältere, ländlich geprägte) Publikum alles andere als begeistert. Viele regelmäßige Besucher kündigten verstört ihr Abonnement, das manche schon 25 Jahre oder länger innehatten. Aber jeder Regisseur, der etwas auf sich hielt, fragte natürlich nicht nach den Wünschen der Besucher oder den Empfindlichkeiten der damals meist noch intakten Ensembles, sondern sie wollten nur ja nicht hinter dem Zeitgeist zurückbleiben. Selbst in Wien ist Karajan auf erhebliche Widerstände gestoßen, denn wer konnte in "Figaros Hochzeit" oder im "Barbier von Sevilla" bei den Rezitativen noch lachen, weil kein Mensch sie mehr verstand?


    Damit ich nicht mißverstanden werde: Ich befürworte grundsätzlich bei Aufnahmen und auch in Häusern, die überwiegend internationales Publikum haben, durchaus die Originalsprache, und es stimmt auch, daß jede Übersetzung die sprachliche Diktion beeinträchtigt, aber das alles ist (für mich) kein hinreichender Grund, in jedem Hintertupfingen eine Janacek- oder Tschaikowsky-Oper in Originalsprache singen zu lassen. Was dabei mitunter herauskommen kann, hast Du ja selber von Deinem tschechischen Freund gehört. Oper in Italienisch oder Französisch mag ja noch angehen, aber wer will sich hierzulande z.B. Smetanas "Verkaufte Braut" in tschechischer Sprache anhören? Kein Geringerer als Gottlob Frick, und eine Reihe weiterer großer Sänger dieser Zeit, haben sich vehement gegen diese neue Praxis zur Wehr gesetzt und auch gute Gründe ins Feld geführt. Ich denke, auch das ist eine Modeerscheinung, die vorübergeht, wie so vieles, was in den letzten Jahrzehnten als "letzter Schrei" angepriesen wurde. Aber vielleicht gibt es in 50 Jahren gar keine Opernhäuser mehr. Pierre Boulez wollte sie ja schon in den 1960er Jahren in die Luft sprengen. Nachdem man diesem Vorschlag nicht gefolgt ist, erfand man das RT:D. Damit wurden viele alte Abonnenten in die Flucht getrieben.


    Parallel kann man etwas Ähnliches in den katholischen Kirche beobachten. Da machte man es umgekehrt: Just zu dem Zeitpunkt, als die Opernhäuser die Originalsprache einführten, schaffte die Kirche ihre "Originalsprache", das Latein, ab. Mit den gleichen Folgen: sowohl die Opernhäuser als auch die Kirchen leerten sich zusehends, die Alten blieben weg, und der Nachwuchs blieb von vorneherein zu Hause.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Ein absoluter Störfaktor ist hier der unheimlich kopfig, maniriert und künstlich klingende Fischer-Dieskau als Posa. Dasselbe gilt auch für die italienisch gesungene Gesamtaufnahme des Werkes unter Solti, in der Fischer-Dieskau ebenfalls unter all seinen italienischen Kollegen äußerst fremd und überhaupt nicht gut anmutet.

    Hallo lustein,


    …. ist das nicht ein bißchen übertrieben? Mir klingt es doch sehr nach Fi-Di-Bashing. Dieser Sänger hat zwei Generationen von Musikfreunden nicht nur mit seinem Liedgesang, sondern auch mit zahlreichen Beiträgen zur Oper erfreut und beglückt. Viele Opernbesucher haben begeistert von seinen Bühnenauftritten berichtet.

    Sogar italienische Sänger von Rang, wie z.B. Carlo Bergonzi, haben Aufnahmen mit ihm gemacht, z.B. eine CD mit Duetten aus italienischen und französischen Opern (Orfeo). Warum wohl?

    1959 erschien bei ELECTROLA eine LP mit Arien aus italienischen Opern, da wird der Sänger von den Berliner Philharmonikern unter Alberto Erede, einem renommierten italienischen Dirigenten, begleitet. Sie wurde damals sehr gelobt und zeigt den Sänger in bester Form. So sah die Originalausgabe aus:

    Bildergebnis für fischer-dieskau erede verdi

    Zum Glück gibt es sie seit einiger Zeit endlich auch komplett auf CD, in dieser 10 CD-Box:

    Zugegeben, er erreicht nicht die berühmten italienischen Baritone seiner Zeit, wie Tito Gobbi, Ettore Bastianini oder Rolando Panerai, die mit mehr Italienità aufwarten können, doch rein stimmlich ist Fi-Di durchaus auf der Höhe, und zumindest hier klingt er weder maniriert noch künstlich. Auch sein Rodrigo von 1965 (Solti) und 1973 (deutsch, Patané) ist eine respektable Leistung.

    Weniger gefällt er mir als Rigoletto in der Kubelik-Aufnahme (DGG) und ganz und gar nicht als Scarpia unter Maazel (Decca). Da kann er gar nicht überzeugen, weder stimmlich noch darstellerisch. Für den zwiespältigen Charakter des Polizeichefs fehlen ihm einfach die Farben und auch das Stimmaterial.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Sicher, lieber nemorino, ist FiDi´s Stimme sehr wohlklingend und angenehm. Aber auch ich stehe auf dem Standpunkt, daß ihm dramatische Rollen, gar "Bösewichte" nicht auf den Leib geschrieben sind. Sein Rigoletto klingt nicht rachedürstend, sein Prest ist ein liebender Bruder, kein zornbebender Muttermörder usw. Da es hier um Don Carlos geht, kann ich ihn mir auch nicht als überzeugend vorstellen, kenne aber seine evtl. Aufnahmen mit ihm nicht.


    Als Mandryka hat er mir ganz gut gefallen, aber seine hohen Töne klingen mir nicht überzeugend, vielleicht sogar etwas belegt oder kraftlos (in der Höhe!!).


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

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  • auch ich stehe auf dem Standpunkt, daß ihm dramatische Rollen, gar "Bösewichte" nicht auf den Leib geschrieben sind. Sein Rigoletto klingt nicht rachedürstend

    Lieber La Roche,


    da sind unsere Standpunkte ganz nahe beieinander! Rigoletto ist zwar kein "reiner" Bösewicht, sondern eine gespaltene Persönlichkeit: einerseits ein liebender, zärtlicher Vater, andererseits ein Zyniker und ein rachesüchtiger Greis. Das darzustellen ist Fi-Di nicht recht gelungen, aber immer noch besser als

    Scarpia unter Maazel (Decca). Da kann er gar nicht überzeugen, weder stimmlich noch darstellerisch. Für den zwiespältigen Charakter des Polizeichefs fehlen ihm einfach die Farben und auch das Stimmaterial.

    Diese psychologisch schwer faßbare Rolle lag jenseits seiner Möglichkeiten. Er hätte sie besser gemieden. Die seelischen Abgründe eines Scarpia waren nicht seine Sache.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Rigoletto ist zwar kein "reiner" Bösewicht, sondern eine gespaltene Persönlichkeit

    Richtig, ich hatte ja auch "dramatische Rollen" angeführt. Unter dieser Rubrik würde ich den Rigoletto schon sehen.


    Herzlichst La Roche

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    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.


  • Wenn ich es recht übersehe, wird Bernard Haitinks Einspielung von 1996 für Philips in diesem ellenlangen Thread mit keinem einzigen Wort erwähnt. Erwähnenswert ist sie, da sie die fünfaktige, italienisch gesungene Modena-Fassung von 1886 wählt. Die Sängerschar ist illuster, wenn auch insgesamt nicht ganz so prominent wie in anderen Aufnahmen (Details auf der unten abgebildeten Rückseite). Dies würde diese Einspielung auf dem Papier schon einmal hochinteressant machen, gäbe es da nicht zwei dicke Wermutstropfen: Der Klang ist für eine Vorzeige-Studioproduktion eines Major Labels Mitte der 1990er alles andere als brillant, insgesamt viel zu leise ausgesteuert und nicht sonderlich transparent. Damit könnte man vielleicht noch leben, wäre da nicht das Dirigat, dessen Mission es - wie leider häufig bei Haitink - zu sein scheint, dieser großartigen Oper jede Theatralik im Ansatz auszutreiben. Verdi dirigiert wie Bruckner. Dabei bietet ja gerade "Don Carlo" so viele orchestrale Höhepunkte. Diese klingen hier viel zu verhalten und teilweise regelrecht enttäuschend, woran auch das nominell in diesem Repertoire mustergültige Orchester des Royal Opera House, Covent Garden, nichts ändern kann. Die Chöre leiden folglich auch unter diesem Manko, wenn auch nicht ganz so arg. Summa summarum ist es also wiederum auch gar keine so große Überraschung, dass über die Haitink-Einspielung bislang der Mantel des Schweigens gelegt wurde. Eine vertane Chance. Die hohen Erwartungen, auch angesichts der überschaubaren Situation an verfügbaren Aufnahmen der Modena-Fassung, werden also leider nur bedingt erfüllt.


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    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ein Nachtrag: Man mag ja von Karajan halten, was man will, und bei weitem ist nicht alles superb gelungen, was er eingespielt hat, aber das orchestrale Niveau in vielen seiner Opernaufnahmen, gerade aus dem italienischen Repertoire (u. a. "Aida" [Decca], "Tosca" [Decca], "Bohème", "Butterfly", "Turandot"), ist doch bis heute nach meinem Empfinden nicht erreicht, geschweige denn getoppt worden. Vergleiche ich Haitinks lahmes Dirigat mit jenem Karajans in der EMI-Einspielung, dann liegen dazwischen wahrlich Welten. Karajan kostet die nicht wenigen Höhepunkte herrlich aus und wird so samt Orchester zum heimlichen Star, ohne deswegen die sehr guten Sänger zu überdecken. So habe ich seinerzeit den "Don Carlo" kennengelernt, das prägt wohl auch stark und setzt den Maßstab. Schade, dass er nicht die fünfaktige Modena-Fassung einspielte.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Joseph II.,


    vielen Dank für die Vorstellung der Haitink-Aufnahme von Verdis DON CARLOS. Deine Beurteilung reizt nun wahrlich nicht zum Kauf, zumal ich mindestens fünf GA der Oper im Schrank habe. Eine Frage habe ich: Ist mit "Modena-Fassung" die 5aktige Version gemeint, oder gibt es da weitere Abweichungen?


    Meine erste GA der Oper war die unter Solti (Decca, 1965), und die ist sowohl künstlerisch als auch gesanglich hervorragend. Einziger Wermutstropfern (für mich): DiFiDi als Rodrigo di Posa. Schön gesungen, aber keine optimale Besetzung. Seinen Posa kannte ich bereits aus dem EMI-Querschnitt unter Patané, da sang er deutsch, und das "stand" ihm deutlich besser.

    Zwei weitere GA der fünfaktigen Fassung sind in meiner Sammlung: Giulini (EMI, 1970), sowie die erste Stereo-Aufnahme überhaupt: Gabriele Santini (DGG, 1961) mit einem überragenden Posa (Ettore Bastianini) und dem "Jahrhundert"-Philipp: Boris Christoff (der unter Santini die Rolle bereits in der 1954er EMI-Aufnahme gesungen hatte). Diese DGG-Produktion hat leider unverdienterweise immer im Schatten der späteren Aufnahmen unter Solti und Giulini gestanden, die zwar über prominentere Dirigenten verfügten, aber in der Besetzung mindestens gleichwertig war. Mit einer Ausnahme, und das ist sehr schade: Flaviano Labò als Titelheld. Seine unstetes Singen verdirbt wirklich ein wenig den Genuß, aber ansonsten kann diese alte DGG-Aufnahme noch heute in jeder Hinsicht überzeugen:

    Don Carlo - Verdi, Stella, Santini, La Scala: Amazon.de: Musik Don Carlo by Santini [Music CD]


    Ich habe eine andere Ausgabe auf CD, sie war recht günstig zu haben. In Antonietta Stella (Elisabetta) und Fiorenza Cossotto (Eboli) verfügt sie über zwei großartige weibliche Hauptdarsteller. Besonders letztere beeindruckt mich mit einer überragenden Rollengestaltung, die ihren Höhepunkt in der Arie "O don fatale" des 4. Aktes findet. Atemberaubend gesungen!

    Man mag ja von Karajan halten, was man will

    Ich halte nach wie vor viel von ihm, lieber Joseph, und ganz besonders war er ein herausragender Operndirigent, der m.E. in dieser Universalität keinen Nachfolger gefunden hat. Natürlich habe ich auch seinen Salzburger DON CARLOS. Leider wählte er hier die vieraktige Fassung von 1882/83 und unterschlägt damit wichtige Teile der Komposition. Böse Zungen haben behauptet, das sei Karajans Entgegenkommen an sein Publikum gewesen, dem er vor dem Abendessen im "Goldenen Hirschen" keine exzessiv lange Oper hätte zumuten wollen. Ich halte das für ein übles Gerücht, aber es kursierte seinerzeit sowohl in Salzburg als auch in den Rezensionen seiner Aufnahme, die übrigens 1978 in der Berliner Philharmonie produziert wurde (mit der Salzburger Festspiel-Besetzung):

    Verdi: Don Carlos (Gesamtaufnahme) (ital.) - Carreras, Freni, Giuseppe  Verdi, Karajan, Berliner Philharmoniker: Amazon.de: Musik


    Orchestral ist Karajans Aufnahme von umwerfender Brillanz, die Besetzung leider nicht in allen Teilen optimal. So steht einem adäquaten Filippo (Nicolai Ghiaurov) ein Großinquisitor gegenüber, der alles andere wie ein 90jähriger Greis, sondern viel eher einen Jüngling in der Kraft der Jugend darstellt. Gesanglich untadelig, aber darstellerisch ein Mißgriff.


    Ich bin mit meinen Aufnahmen dieser großartigen Oper so zufrieden, daß mir nie die Anschaffung einer französischen Fassung (z.B. Abbado) in den Sinn gekommen ist, und nach Deinem Urteil über Haitinks PHILIPS-Produktion werde ich auch davon die Finger lassen. Lediglich Dmitri Hvorostovsky als Rodrigo wäre für mich ein Reinhören wert.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Eine Frage habe ich: Ist mit "Modena-Fassung" die 5aktige Version gemeint, oder gibt es da weitere Abweichungen?

    Lieber nemorino,


    erstmal danke für Deine kenntnisreiche Erwiderung. Die Santini-Einspielung ging auch bei mir komplett unter. Dies will beizeiten also überprüft werden. Die Einspielung unter Giulini fand ich seinerzeit nicht so berauschend, so dass ich sie nach Erwerb der Karajan-Aufnahme "abgestoßen" habe. Vielleicht wäre mein Urteil mittlerweile günstiger.


    Was nun die Modena-Fassung von 1886 anbelangt: Es handelt sich m. W., vereinfacht ausgedrückt, gleichsam um die Mailänder Fassung von 1882/83 plus den vorangestellten Fontainebleau-Akt. Sie ist somit fünfaktig und auf Italienisch. Ricordi verlegte sie als "neue Fassung in fünf Akten ohne Ballett".


    Die Fassungsgeschichte dieser Oper ist aber ohnehin kompliziert, so dass ich jedes Mal neu nachschlagen muss. Karajan scheint von der besagten vieraktigen Mailänder Fassung überzeugt gewesen zu sein, da er diese ja auch 1978 im Studio einspielte (abgebildete EMI-Produktion) und 1979 an der Wiener Staatsoper sowie 1986 nochmal in Salzburg gab.

    Beste Grüße

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Joseph II.,


    zuerst einmal möchte ich Dir danken für die Auskunft zur Modena-Fassung des DON CARLOS.


    Schade, daß die Diskussion um die besten Aufnahmen dieser (für mich) größten aller Verdi-Opern hier erst gar nicht in Gang kommt. Ich stelle immer wieder und immer öfter fest, daß das Interesse für die "alten" Aufnahmen aus der Glanzzeit der Schallplatte sehr nachgelassen hat, was natürlich zur Folge hat, daß die meisten hier aktuellen Themen auf mich wenig anziehend wirken. Doch das ist nun mal der Lauf der Dinge.


    Die DGG-Aufnahme des "Don Carlos" mit Gabriele Santini kann ich Dir empfehlen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als sie erstmals in die Plattenläden kam. Das war 1962, in dieser Luxusausgabe (mit Leinen überzogen und Golddruck!):

    GIUSEPPE VERDI - 200 Jahre-Years-Ans-Anni Teatro Alla Scala GER 21LP 1986 '  EUR 40,00 - PicClick DE

    mit 4 LPs zu je 25 DM, also insgesamt 100 DM (preisgebunden)! Das war für mich damals unerschwinglich. Ein paar Jahre später brachte DECCA die Solti-Aufnahme, aber zur "Einführung" zu einem Sonderpreis von ca. 65 DM, genau weiß ich es nicht mehr. Da sang der (für mich) noch unbekannte Nicolai Ghiaurov den Filippo.

    Solti hat, nicht nur durch den günstigen Preis, die Santini-Aufnahme ganz rasch in den Hintergrund gedrängt. Erstens war er schon damals ein internationaler Star, zweitens war seine Besetzung (in Teilen) insgesamt prominenter (Tebaldi, Bumbry, Bergonzi, Fischer-Dieskau), und drittens hatte Decca die spektakulärere Tontechnik zur Verfügung.

    Ich hatte die Santini-Aufnahme aber nie ganz vergessen, und als sie endlich in den 1990er Jahren auf CD erschien, dazu noch zu einem lächerlich günstigen Preis, habe ich sie gleich gekauft und war begeistert:


    Giuseppe Verdi: Don Carlos (Opern-Gesamtaufnahme) (3 CD) - Boris Christoff,  Fiorenza Cossotto, Flaviano Labò, Antonietta Stella, Ettore Bastianini, Ivo  Vinco, Piero di Palma, Gabriele Santini, Orchestra del Teatro alla Scala,  Giuseppe Verdi:


    Einziger Minuspunkt war der grobkörnige Flaviano Labò als Titelheld, doch der war leicht zu verschmerzen, angesichts der übrigen Mitwirkenden, und auch durch Santinis durchaus konkurrenzfähige Leitung des berühmten Scala-Orchesters. Die Textbeilage war nur dürftig, doch bei dem Preis durfte man da nicht meckern.


    Ich habe übrigens festgestellt, daß bis zum Beginn der Stereo-Ära bei Opernaufnahmen nur selten die großen Star-Dirigenten herangezogen wurden. Viel wichtiger war die sängerische Ausstattung. Das änderte sich erst, als DECCA/RCA die Wiener Aufnahmeserie mit Herbert von Karajan (Aida, Otello, Tosca, Carmen etc.) begann. Da waren plötzlich so hervorragende Dirigenten wie Serafin, Erede, Previtali, Santini, Perlea, Molinari-Pradelli, Capuana, Cellini, Basile und Questa nicht mehr gefragt. Lediglich Leinsdorf (bei RCA) fand noch Gnade. Aber auch das ist inzwischen längst "Schnee von vorgestern".


    LG Nemorino :hello:

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Es gibt ja noch diesen Thread Don Carlos kontra Don Carlo!


    Dieser Link VERDI „DON CARLOS“: PROTEST & MODELL (Opéra Lounge) ist sehr interessant!


    Zitat von nemorino

    Ich bin mit meinen Aufnahmen dieser großartigen Oper so zufrieden, daß mir nie die Anschaffung einer französischen Fassung in den Sinn gekommen ist,

    Das ist äußerst bedauerlich lieber nemorino, denn da entgeht dir sehr viel schöne Musik. (siehe Link zu Opera Lounge)


    Die vollständigste franz. Aufnahme ist diese quasi die Generalprobe!

    Gesanglich mit Abstrichen, wegen unzureichendem französisch, wie auch schon bei Abbado zu bemerken war.


    Meine liebste ist diese 41j1dNm2dbL._AC_UY327_FMwebp_QL65_.jpg

    oder so don_carlos_cover_w.jpg VERDI Don Carlo (Original 1867 French Version)


    Die liebe ich auch, soll heißen, ich mag die französische Version generell etwas lieber ;)!



    ***************************************************************

    Übrigens, ich habe von Karajan drei Aufnahmen auf CD ......die Studio Aufnahme wie hier schon vorgestellt und.....diese beiden! Wie schon sooft angemerkt leider alle nur in vier Akten, das ist leider unverzeihlich. :(



    Die Solti Aufnahme hat zwei Fehlbesetzungen, eine kleinere, die Tebaldi ist leider schon etwas betagt und eine große ( wie schon oft erwähnt) DiFiDi ist .......ich schweige! Leider besteht der Don Carlo nicht nur aus Carlo und Eboli und Filippo!


    Hallo nemorino ja, die Santini Aufnahme ist sehr schön, leider findest du Flaviano Labò nicht so gut, ich pers. mag die Stimme recht gerne, meistens findet man ihn auf div. LIVE Aufnahmen die du ja auch nicht magst ;)! Auch Antonietta Stelle war in vielen Partien eine sehr unterschätzte Sängerin und über Ettore Bastianini muss man kein Wort verlieren, ein absolut idealer Posa, sowie auch Boris Christoff als Filippo. Ivo Vinco bekam man zur damaligen Zeit nicht ohne Fiorenza Cossotto oder umgekehrt, sein Inquisitore ist nich ganz so meins, ihre Eboli ist ganz passabel!


    LG Fiesco




    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • denn da entgeht dir sehr viel schöne Musik.

    Hallo Fiesco,


    das glaube ich Dir gerne, aber ich habe wohl den richtigen Zeitpunkt zu einer Anschaffung verpaßt, und inzwischen bin ich so weit, daß ich selbst meine Aufnahmen kaum noch hören kann, einmal wegen nachlassenden Gehörs, zum anderen wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit. Eine ganze Oper am Stück zu hören, und dazu noch eine so lange wie den DON CARLOS, war früher für mich eine Kleinigkeit, heute komme ich meist über die erste halbe Stunde nicht hinaus:(.


    Noch ein Wort zur DGG-Aufnahme mit Gabriele Santini: Auch ich höre Antonietta Stella gerne, und als Elisabetta war sie eine ausgezeichnete Besetzung. Ettore Bastianini war einer der tollsten italienischen Baritone der Nachkriegszeit, leider starb er viel zu früh, Boris Christoff war und ist (für mich) der Filippo schlechthin, und was Ivo Vinco als Großinquisitor betrifft, so hat er zwar eine schöne Stimme, aber dieser Rolle war er nicht gewachsen, weil er so gar nicht furchterregend daherkam.

    Flavianò Labo kenne ich nur von ganz wenigen Aufnahmen, aber mir ist er zu laut und etwas ungeschliffen. Ein wenig überrascht war ich aber, daß Du Fiorenca Cossotto nur als passabel einstufst. Ich fand sie als Eboli ohne Tadel, aber Stimmen wirken nun einmal auf jeden anders. Kennst Du ihre Santuzza aus Karajans "Cavalleria rusticana"? Auch da hat sich mich sehr beeindruckt.


    Deinen Eintrag vom 3.9. habe ich erst heute vorgefunden, habe tagelang das Forum nicht genutzt. Daher die späte Reaktion.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Zitat von nemorino

    Deinen Eintrag vom 3.9. habe ich erst heute vorgefunden, habe tagelang das Forum nicht genutzt. Daher die späte Reaktion.

    Hallo nemorino, das ist überhaupt kein Beinbruch, aber vielen Dank für deine Rückmeldung, das mit deinen Problemen tut mir sehr leid!

    Bei mir waren es Monatelang die Augen, aber das hat sich Gottseidank gut behandeln lassen!


    Alles erdenklich GUTE für dich, wünscht dir Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Lieber Fiesco,


    danke für Deine guten Wünsche, die ich gerne erwidere!


    Es freut mich, daß Du wieder besser sehen kannst. Mit dem Hören ist das ein bißchen problematischer: Ein Hörgerät stört weit mehr als eine Brille, außerdem muß man alle paar Wochen zum Hörakustiker, zwecks Reinigung, Neujustierung etc.pp. Und da ich aus Altersgründen nicht mehr Auto fahre, bin ich da immer auf jemand angewiesen, entweder die Kinder (beide berufstätig) oder eben eine Taxe. Bisher ging's noch ohne - hoffentlich wird es nicht schlimmer.


    Alles gute und liebe Grüße,

    Nemorino :hello:

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Zitat von nemorino

    Hörgerät

    Hallo nemorino, ich habe ein ganz neues, winzig kleines! :thumbup: Ich habe auch kein Auto mehr und fahre mit dem Buss, klappt wunderbar, denn ich möchte mich nicht so gerne von den Angehörigen abhängig machen ;),

    Die Wartung ist bei mir nicht so oft höchstens alle 1/4 Jahr.


    Weiterhin alles Gute!

    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)