Gottlob Frick, der schwärzeste aller Bässe

  • Allerdings gibt es auch Gegenbeispiele: Ich kenne einen recht berühmten Sänger, der vor ein paar Jahren ungeniert bei einem Publikumsgespräch erzählt hat, dass er seine Frau, die auch Gesang studierte, während des Studiums kennen lernte und ihr dann ultimativ sagte: Ich heirate dich nur, wenn du deine eigene Karriere aufgibst. (Den Namen des Sängers, der noch lebt, nenne ich jetzt lieber nicht...)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Keine neuen Beiträge mehr von mir außerhalb meiner Besetzungsrubriken! (seit 5.11.2019)

    (Die Gründe kann man in diesem Forum beinahe täglich in Beiträgen einiger User immer wieder nachlesen.)

  • Warum diese Frauen - es gibt ja weit mehr Beispiele! - hinter ihren immer prominenter werdenden Männern zurücktraten liegt ziemlich klar auf der Hand; sie hätten vermutlich - bei allem künstlerischen Respekt - keine vergleichbare Stellung im Opernbetrieb erreichen können. Natürlich habe ich die paar Lieder, die Margarete Frick gut gesungen hat, aber es gibt eben sehr viele schöne Soprane, aber es gab ganz wenige Bassisten, die in die Nähe Gottlob Fricks kamen.


    Natürlich gibt es auch Beispiele wo es Ehepaaren gelingt in etwa vergleichbare Karrieren zu machen, wie das zum beispielsweise bei Christa Ludwig und Walter Berry der Fall war, aber die trennten sich dann, ich glaub nach dreizehn Jahren ...

    Lieber hart, danke für die Aufklärung. Nachdem ich Deinen Beitrag im Thread Der Musiker Ehrenplätze (Nr. 212) nochmals las, kam die Erinnerung zurück, dass ich den Namen Margarete Frick wenigsten einmal im Forum gelesen hatte. Sonst hätte ich wohl auch nicht danach gesucht, um mich zu vergewissern. Erfolglos gesucht, denn die entsprechende Funktion versagte mir ihren Dienst. :( Inzwischen nahm ich die Suche über Google erneut auf und wurde zudem im Zusammenhang mit dem Grabstein von Gottlob Frick auch auf seine Frau aufmerksam. Du hattest seinerzeit einen Bericht entsprechend ergänzt. Ihre Liedaufnahmen sind mir wohlbekannt. Sie ergänzen das Programm dieser CD, die ich mir seinerzeit nur deshalb zugelegt hatte - gibt es eigentlich noch mehr?




    Ich bin sehr angetan von dieser hervorragend sitzenden, klaren und innigen Stimme, von der gewiss noch viel zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht kann uns Freund operus mehr erzählen über sie. Und es wäre auch sehr zu begrüßen, ein Foto von Frau Frick bei Tamino zu verewigen. - Denn wenigstens indirekt hatten diese Frauen großen Anteil an den Karrieren der Männer. So war es auch bei Susanne Anders, - um ein weiteres Beispiel zu nennen - die ihre eigenen Ambitionen ebenfalls für ihren Mann zurückstellte. Von ihr sind ebenfalls sehr schöne Aufnahme - auch im Duett mit Peter Anders - überliefert, die ich bisher leider auf keinem offiziellen Tonträger fand.


    Ob alle Sänger-Frauen nun unbedingt eine ihren Männern vergleichbar erfolgreiche Laufbahn hätten einschlagen können, ist für mich schwer zu beurteilen. Sie hatten ja oft nicht die Chance dazu, das Beispiel Ludwig/Berry oder auch die Eltern von Catarina Ligendza mal ausgenommen. Vielleicht waren die Männer auch wegen der Unterstützung durch ihre Frauen so erfolgreich? Frau Kaufmann hat ihr eigenes Wirken nie ganz aufgegeben. Hingegen trat Thea Böhm wieder ganz hinter ihren Mann Karl zurück.


    Vielleicht gibt das Thema ja mal einen eigenen Thread her.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Natürlich gibt es auch Beispiele wo es Ehepaaren gelingt in etwa vergleichbare Karrieren zu machen, wie das zum beispielsweise bei Christa Ludwig und Walter Berry der Fall war, aber die trennten sich dann, ich glaub nach dreizehn Jahren ...

    …..soweit ich weiß, waren Evelyn Lear und Thomas Stewart bis zum Tode von Thomas Stewart am 24. September 2006 verheiratet. Sie waren wohl schon seit ihrer Studienzeit an der Juilliard School in New York verbunden. Nach Berlin kamen sie so etwa 1956, wo sie ihr Studium an der Musikhochschule fortsetzten. Stewart wurde bereits 1957 an die Städtische Oper Berlin verpflichtet, Lear 1959. Beide haben eine große internationale Karriere gemacht, blieben Berlin aber weiterhin verbunden.

    Beide haben etliche gemeinsame Aufführungen gesungen und verschiedene LPs zusammen aufgenommen. Einige davon finden sich in einer Cassette der DGG - leider nicht alle!

    Es gibt vor allem eine Vielzahl gemeinsamer Lied-Zusammenstellungen.

    Auch etliche Opernquerschnitte (von Nabucco bis zu Holländer).


    Evelyn Lear & Thomas Stewart: A Musical Tribute - Bildergebnis für evelyn lear thomas stewart


    Bildergebnis für evelyn lear thomas stewart - Bildergebnis für evelyn lear thomas stewart

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso, ich habe eben einen eigenen Thread zum Thema "Musikalische Familienbande" gestartet. Dürfte ich Dich bitten, Deinen schönen Beitrag über Evelyn Lear und Thomas Stewart dorthin zu kopieren - vielleicht unter Weglassung des Zitats, weil es dort nicht zu finden ist und keinen Sinn ergeben würde. Danke.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Liebe Freunde,

    danke Euch allen. Das Thema ist erfreulicher Weise in Richtung Sängerfrauen und Sängerehen ergänzt worden. Ich empfinde diesen Ausflug - gerade auch im Frick Thread - als sehr schön.

    Ich bin sehr angetan von dieser hervorragend sitzenden, klaren und innigen Stimme, von der gewiss noch viel zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht kann uns Freund operus mehr erzählen über sie. Und es wäre auch sehr zu begrüßen, ein Foto von Frau Frick bei Tamino zu verewigen. - Denn wenigstens indirekt hatten diese Frauen großen Anteil an den Karrieren der Männer.

    Lieber Rüdiger,


    ich werde Margarete Frick in Bild und einigen die Würdigung von Hart ergänzenden Worten, der ja wichtiges bereits ausführte, näher vorstellen und aus meiner Sicht und mit Erlebnissen ergänzen. So viel für heute, Frau Frick hat außer diesen Liedaufnahmen soweit bekannt ist, keine weiteren Tondokumente hinterlassen und ich habe sie auch nie singen gehört. Wir fanden im Nachlass allerdings erstaunlich viele Kinder- und Wiegenlieder, diese Thematik hat sie offensichtlich beschäftigt und wir können uns kaum vorstellen, dass Gottlob Frick sich für dieses Genre groß interessiserte. Frau Frick war, wie Lobl oft selbst sagte, eine sehr analytische und seine wichtigste Kritikerin, die ihrem Mann ganz ehrliches und konstruktives Feedback gab. Ich erinnere mich an einen Abend nach einer "Fidelio"-Aufführung, Fritz Uhl war dabei, wo Frick augenzwinkernd sagte: "Heut' krieg ich wieder den Kopf gewaschen, denn mit meiner Dialogsprecherei ist Madam ja nie zufrieden. ( Ein Punkt, auf den sicherlich auch hinzuweisen war). Ich glaube, dass in einem solchen künstlerischen Austausch, eine wichtige und auch fördernde Aufgabe von Sängergattinnen liegt. Voraussetzung Vertrauen, Ehrlichkeit, Akzeptanz als künstlerische Fachfrau und

    Diskussion auf Augenhöhe.


    Herzlichst

    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Operus, wunderbar! Ich freue mich sehr auf Deinen Beitrag. Vorschlag: Würdest Du ihn bitte auch im neuen Thema "Musikalische Familienbande" veröffentlichen. Danke.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • In Kürze kommt eine neue 3er Box mit Aufnahmen von Gottlob Frick heraus und darauf ist auch ein ganz besonders Bonbon. 1964 sangen nach einem Konzert offensichtlich ganz spotan Frick/Wunderlich als Zugabe das Duett Hans/Kezal aus der "Verkauften Braut", da waren die beiden bereits so aufgedreht, dass es eine ganz besondere Aufnahme wurde. Die ist als Bonus einer CD beigefügt. Erstaunlicher Weise wurden auch von Frick noch eine Reihe von Aufnahmen gefunden, die noch nie veröffentlicht wurden. Ich berichte, wenn die Box erschienen ist.

    Lieber Operus, im Fritz-Wunderlich-Thread hast Du heute diese Ankündigung gemacht. Meine Frage: Wo, also bei welcher Firma, erscheint denn diese Box?

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Lieber Rüdiger,

    danke der Nachfrage. Die CD wird bei Haenssler Profil erscheinen. Da der Editor Dieter Fuoß, früher EMI-Redakteur und Retter von Klassikbeständen, ein großer Fan von Frick ist, wird dieses mit Liebe und großer Sorgfalt editierte Tondokument ausgewählte Aufnahmen aus allen Bereichen des sängerischen Wirkens von Frick enthalten. Wir sind sehr froh über diese Aufnahme, denn vor knapp 2 Jahren kam eine !0 er Box bei einer Firma Membran heraus und wurde zu einem Dumpihgpreis von € 10 -15 verschleudert. Diese Politik der Billigstanbieter führt dazu, dass die großen Labels nichts mehr verkaufen könnnen und die entsprechenden Aufnahmen streichen. Da die Frick CDs von der ganzen Reihe der Billigaufnahmen auch von anderen Künstllern am schnellsten ausverkauft waren und es eine Nachauflage nicht mehr gibt, wurde Frick bei Warner und EMI gestrichen.Es war nur noch eine Solo-CD von Testament und Preiser in den Katalogen. Internationlal ist Frick in unzähligen Gesamtaufnahmen vertreten, aber Singel-CDs gibt es von ihm auf dem internationlane Markt nichts mehr. Deshalb schließt die Haenssler Herausgabe eine schmerzliche Lücke im weltweiten Geschäft. Vor allem weil Haenssler durch eine Vertriebgemeinschaft mit Naxos stark international vertreten ist. Also für die Gottlob Frick Gesellschaft ein Glücksfall. In der Zusammenstellung ist die Neuerscheinung auch etwas besonderes, weil es gelungen ist doch noch Aufnahmen des Sänger zu finden, die bisher noch nicht auf CD veröffentlicht wurden. Als Erscheinungstermin wird April/Mai angegeben. Also genau der richitige Termin im 25. Todesjahr des großen deutschen Bassisten.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Hans, ganz herzlichen Dank für die ausführlichen Informationen. Ganz bin ich bei Dir, was die Bewertung von Billigangeboten angeht. In der Regel freuen sich Kunden darüber. Doch diese Freude währt nur kurz. In der Folge nimmt der Markt schaden. Ungeachtet dessen freue ich mich auf die Box. :)

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Musikalisches Gedenken zum 25. Todestag - Ein neues Gottlob-Frick-Portrait

    Gottlob Frick – der schwärzeste Bass. Dieses Markenzeichen soll der Dirigent Wilhelm Furtwängler dem Sänger verliehen haben. Es hängt ihm bis heute an wie ein Preisschild. Das muss nicht immer von Vorteil sein. Furtwängler schätzt Frick und setzte ihn auf der Bühne und im Studio ein. Mit Hundig, Rocco und König Marke ist diese Zusammenarbeit auch auf Tonträgern dokumentiert, kann also nachgehört werden. Diese Dokumente geben Auskunft darüber, was Furtwängler unter dem schwärzesten Bass verstand. Vom Gestaltungspielraum her, sind den genannten Rollen gewisse Grenzen gesetzt. Bis auf Rocco machen sie auch keine Entwicklungen durch, müssen sich in keinem Duett und in keiner großen Ensembleszene stellen. Ihre Wirkung ist vornehmlich stimmlicher Natur. Nicht, dass sie sich von selbst sängen. Mit der richtigen Tessitura und Stimmfärbung hat ein Vertreter dieser Partien aber bereits viel gewonnen. Frick brauchte nur den Mund aufzumachen, um auch als bedeutender Gestalter wahrgenommen zu werden – sogar dann noch, wenn er eigentlich kaum gestaltete. Was aus ihm tönte, trug – einer Erbmasse gleich – dramatisches Potenzial in sich.



    Im Booklet einer neuen Portrait-Box bei Profil Edition Günter Hänssler wird Jürgen Kesting aus seinem Standardwerk "Die großen Sänger" zitiert: "Das Timbre der Stimme von Gottlob Frick einmal gehört, verliert man nicht aus dem Ohr." Das ist trefflich formuliert. Auch ich schätze an Sängern die Wiedererkennung als eine der schönsten Tugenden. Und was bei Kesting zunächst wie ein hundertprozentiges Kompliment klingt, wirft auch Fragen auf. Mir kommt es manchmal so vor, als stünde diesem Sänger sein unverwechselbares Timbre gelegentlich auch im Wege. Ich erinnere mich an eine Diskussion im Freundeskreis, wobei Frick-Platten gehört wurden. Jemand sagte: "Der singt ja alles gleich." Mit so einem zugespitzten Urteil, das aber auch nicht völlig falsch ist, wird man Frick nicht gerecht. Die neue Edition, die auch im Titel mit dem eingangs erwähnten vermeintlichen Furtwängler-Zitat wirbt, will der Vielseitigkeit des Sängers in Oper, Oratorium und Lied Rechnung tragen. Furtwängler-Dokumente enthält sie nicht, was ich schade finde. Den Anstoß gab der Ehrenpräsident der Gottlob-Frick-Gesellschaft, Hans A. Hey - unser Tamino-Freund Operus - dem dafür im Booklet auch ausdrücklich gedankt wird. Wer auf ihn trifft, ob persönlich, am Telefon oder schriftlich, ist noch immer als glühender Verehrer von Frick aus diesen Begegnungen gegangen. Niemand dürfte sich so leidenschaftlich für das Andenken an den Bassisten engagieren wie er. Auch legendäre Sänger müssen im Gespräch bleiben, damit sie nicht zum Denkmal erstarren. Das weiß auch Hey. Konkreter Anlass für die Neuerscheinung ist der 25. Todestag von Frick am 18. August 2019. Ein Tag, der sich für Rückschau genauso anbietet wie für Gedankenspiele, ob ein Künstler von seinem Schlage auch in der Zukunft noch eine Chance hat, wahrgenommen und verehrt zu werden. Dafür ist die Pflege des Nachlasses unerlässlich. Wie Maler in Gemälden, Dichter in Büchern oder Architekten in Bauwerken, leben Sänger in ihren Aufnahmen fort. Vor allem dann, wenn die Zeitzeugen, die sie noch auf der Bühne der im Konzert erlebt haben, allmählich abtreten. Es ist noch zu wenig anerkennt, dass Tonaufnahmen aller Art Teil des kulturellen Erbes sind, das es zu bewahren, wissenschaftlich zu erforschen und öffentlich zu machen gilt. Tonarchive werden im Gegensatz zu Museen und Bibliotheken meist nach Gutherrenart unter Verschluss gehalten. Es bleibt weitestgehend Firmen, Labels und privaten Initiativen überlassen, diesen Erbteil zu hegen, zu pflegen – und auch kritisch zu hinterfragen. Die Edition aus dem Hause Hänssler ist eine solche Initiative. Gottlob Frick ist sehr gut positioniert auf dem Musikmarkt. Kommt etwas hinzu, folgt die Frage auf dem Fuß: Was ist neu? Lohnt sich die Anschaffung?


    Sammler dürften die meisten Titel kennen. Manche schätzen es aber auch, vertraute Aufnahmen in neuen Zusammenhängen gereicht zu bekommen. Eine Szenenfolge aus Verdis Don Carlos einfach gezählt und nicht trackweise wie Booklet, sind sieben Titel bisher nicht auf CD verfügbar gewesen. Dieser Carlos ist kein klassischer Opernquerschnitt wie die ebenfalls deutsch gesungene Aufnahme, die 1965 bei Eterna in der DDR erschien und nun im Katalog Berlin Classics zu finden ist. Produziert wurde 1963 das erste Bild des vierten Aktes – das "Kabinett des Königs zu Madrid", wie es auf dem Eurodisc-Plattencover hieß. Es beginnt – in feinstem Stereo - mit dem Philipp-Monolog "Sie hat mich nie geliebt" (Gottlob Frick) und endet mit der Eboli-Arie Verhängnisvoll war das Geschenk“ (Hertha Töpper). Dazwischen die unheimliche Begegnung des Königs mit dem blinden Großinquisitor (Kurt Böhme), die für mich zum Höhepunkt der Box wird. Es ist, als ob sich der Kampf zwischen weltlicher und kirchlicher Macht eben in dieser Szene wie ein gewaltiges Beben entlädt. Böhme agiert mit erbarmungsloser Kälte und giftigen, gar grellen Untertönen und verhilft so seinem Kollegen Frick dazu, den spanischen König auch mit menschlichen und tragischen Zügen auszustatten. Das geht unter die Haut. Nur selten gelingen Opernszene im Studio so packend und realistisch wie hier, zumal die sich anschließende Auseinandersetzung Philipps mit der herbeieilenden Elisabeth (Hildegard Hillebrecht), in die auch Posa (Marcel Cordes) und Eboli einfallen, betont traditionell klingt, was zur Folge hat, dass Frick und Böhme noch mehr hermachen.


    Als Kontrastprogramm zu Carlos stechen zwei große Szenen aus Lortzigs "Zar und Zimmermann" (Electrola) heraus, die nun ebenfalls erstmals auf CD greifbar sind: die Arien des Bürgermeisters van Bett "O sancta justizia" und die Singschule "Den hohen Herrscher würdig zu empfangen". Sie dürften einst als eine Singleplatte herausgekommen sein. Im Booklet wird zwar akribisch auf die Quellen – meist Electrola - mit ihren Veröffentlichungsnummern verwiesen, es wird aber nicht deutlich, in welchem Format bestimmte Aufnahmen ursprünglich erschienen sind. Käufer der Edition müssen – wenn sie das überhaupt interessiert - selbst herausfinden, ob Arien oder Szenen als Solitäre oder innerhalb von Gesamtaufnahmen produziert wurden. Und sie müssen mitunter deutliche Unterschiede im Klangbild hinnehmen. Im Falle von "Zar und Zimmermann" ist die Quellenlage nicht so einfach. Frick war der Bürgermeister auch in einer Gesamtaufnahme und in mindestens einem Querschnitt. In dieser Position zieht er alle Register. Je nach Situation dreht er das Tempo seiner an sich schweren Stimme auf, um im nächsten Moment drei Gänge zurückzuschalten, wenn es gilt, ein Detail schwelgerisch auszukosten. Im Handumdrehen erhebt er sich aus den unterstes Regiestern hinauf ins Falsett. Er kann stimmlich penetrant, kleinkariert und verzweifelt sein, stolziert mit geschwellter Brust umher und macht sich im nächsten Moment bereits in Erwartung des hohen Herrschers klein wie eine Kröte. Selten hat ein Sänger in meinen Ohren so plastisch geklungen wie Frick. Es ist, ob er singend die Bilder der Szene gleich mitliefert. Sein R ist Legende. Bei aller Nonchalance im Vortrag, ist er ein Genauigkeitsfanatiker, der den Konsonanten noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken scheint als den Vokalen. Das versetzt ihn in die Lage, Wörtern und Begriffen den ihrem Sinn entsprechenden Ausdruck zu verleihen. Er ist immer zu verstehen. In beidem Bürgermeister-Szenen entfaltet er auch sein urkomisches Talent, und ich ertappte mich – den Philipp noch im Ohr - bei der Frage, ob seine Begabung in der so genannten Spieloper am Ende nicht noch größer sei als in ernsten und seriösen Rollen. Eine Antwort wird jeder für sich finden, zumal die Edition Vorlagen in überreichem Maße bereithält. Auf Osmin folgt Bartolo in "Figaros Hochzeit", auf Sarastro der Commendatore im Don-Giovanni-Finale als italienisches Original. Dass Basilio und Bartolo in Rossinis "Barbier", Baculus in Lortzings "Wildschütz", Abdul Hassan im "Barbier von Bagdad" sowie Falstaff in Nicolais "Lustigen Weibern" nicht fehlen, versteht sich von selbst.


    Was noch? Mit Szenen aus Halévys "Jüdin", Orffs "Kluger“ und Egks "Zaubergeige", Verdis "Simon Boccanegra" und "Sizilianischer Vesper" sowie Tschaikovskys "Eugen Onegin" breitet Frick die reich bemessene Aussteuer eines Vertreters seines Fachs in seiner Zeit aus. Als Bonus ausgewiesen findet sich das Lied des Henkers aus der Funkoper "Tandaradei" von Hans-Hendrik Wehding, der dabei selbst am Pult der Sächsischen Staatskapelle steht. Wie der Name schon sagt, wurden Funkopern nicht für die Bühne sondern für das Radio komponiert. Ob es sich bei dem Lied, das die Virtuosität in Fricks Gesangsstil auf verblüffende Weise offenbart, um einen Ausschnitt aus der ersten Produktion dieser Funkoper, die in Dresden zustande kam, handelt, bleibt offen. Sie dürfte aber noch während Fricks Dresdener Zeit entstanden sein, denn die Stimme klingt leichter und sogar durchsichtiger als in seiner späteren Glanzzeit. Als Quelle wird lediglich ein „Band der DRA“ (Deutsches Rundfunkarchiv) genannt.


    Nur einmal habe ich Frick auf der Bühne erlebt. Als Hagen. Das war im Oktober 1966 an der Berliner Staatsoper (In Stimmeniebhabers Aufführunsdatenbank ist diese Vorstellung auch verzeichnet.) Der opernbesessene Jünglinge besuchte zum erstmal in seinem Leben eine Vorstellung der "Götterdämmerung". In meinem Kopf war jeder Ton einer Schallplatte mit dem Wachgesang und der Mannen-Szene gespeichert. Das erste, was mir auffiel: Der ist aber klein. Zumal neben dem Siegfried von Ernst Gruber, einem Zwei-Meter-Mann. Bei seiner Stimme war ich auf einen Hünen gefasst. Eines habe ich damals gelernt: Ein Sänger braucht nicht groß zu sein, um groß singen zu können. "Meine" Platte mit der Staatskapelle Berlin und dem Chor der Deutschen Staatsoper unter Franz Konwitschny hat auch Einzug in die Gedenkedition gehalten. Eingefasst wird sie von Pogners Ansprache aus den "Meistersingern" und der Arie des Daland "Mögst du, mein Kind" aus dem "Fliegenden Holländer", die beide aus den hinlänglich bekannten und weitverbreiteten gesamtdeutschen Einspielungen dieser Opern stammen. Gute alte Bekannte sind auch die Auszüge aus Haydns "Schöpfung" und "Jahreszeiten", die von Karl Forster geleitet werden. Wer gern Lieder jenseits von Schubert, Schumann oder Wolf hört, wird bei Frick fündig. Volksliedhafte Gesänge von Conradin Kreutzer, Franz Abt, Victor Ernst Nessler, Friedrich Zelter, Carl Michael Zierer oder Robert Stolz gelingen ihm viel zu rasant, als dass es sich lediglich um Gelegenheitsarbeiten gehandelt haben dürfte. Er scheint darin zu baden.


    In den Liedern offenbart sich Frick zudem als – wie es im Booklet heißt – bodenständiger, bescheiden gebliebener Gemütsmensch, der sich gern "in sein am Waldrand gelegenes Haus" in Ölbronn zurückzog, "um zu jagen, zu entspannen und den großen Freundes- und Verehrerkreis … zu empfangen". Besonders häufig habe der Tenor Fritz Wunderlich den väterlichen Freund besucht. Mehr aus dieser denn aus einer rein künstlerischen Perspektive sind denn auch die gut zwanzig Minuten aus Smetanas "Verkaufter Braut" zu verstehen, die schon auf dem Cover der Box als "World Premiere" angekündigt werden. Frick und Wunderlich singen das Duett "Komm, mein Söhnchen, auf ein Wort" am 29. Juni 1964 in Ölbronn zum Klavier (Josef Blaser) offenbar bei einer privaten Veranstaltung. Und das sehr frei. Die Stimmung ist gelöst. Das Publikum nimmt mit gelegentlichen Einwürfen regen Anteil, erklatscht sich ein Da Capo und ist alles in allem hoch amüsiert. Und es dürfte auch dieses und jenes Gläschen gereicht worden zu sein. (Dieser Text wird auch auf operalounge.de veröffentlicht)

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

    5 Mal editiert, zuletzt von Rheingold1876 ()

  • Liebe Freunde,

    unser Tamino-Freund Rheingold (Rüdiger) bespricht in seinem vorstehenden Beitrag die bei Haenssler neu erschienene Edition "Gottlob Frick der schwärzeste Bass" umfangreich, substanzreich und ganzheitlich. Der Rezensent stellt seine Betrachtungen richtigerweise in einen größeren Zusammenhang und hinterfragt oberflächliche Formulierungen, die gerade bei Gottlob Frick nahezu klischeehaft immer wieder gebraucht werden und daher zumindest bei Opernkennern hinlänglich bekannt und ohne Neuheitswert sind. Mit nahezu sokratischer Fragetechnik führt er zu erweiternden Überlegungen. So stellt er die Frage, ob die Bezeichnung schwärzester Bass Frick nicht wie ein Preisschild plakativ am Hals hängen würde und den Sänger in Richtung bestimmter Rollen dränge und dem Gestaltungsspielraum Grenzen setze. Das Zitat " Das Timbre der Stimme von Gottlob Frick einmal gehört verliert man nicht aus dem Ohr" Diesen von Jürgen Kesting gelobten Wiedererkenungswert der Stimme sieht auch der Autor als eine der schönsten Tugenden eines großen Gesangskünstlers an, weist jedoch darauf hin, dass diese Stärke dem Sänger auch im Wege stehen könnte, weil der allzu vertraute Klang auch gleichförmig wirken kann. Aus der Fragestellung ob ein Sängertyp vom Schlage Fricks heute noch die Chance hätte wahrgenommen zu werden, Popularität zu erlangen und hohe Verehrung zu genießen leitet der Verfasser die unerlässliche Notwendigkeit der Nachlasspflege ab. Leider sei es noch zu wenig bekannt, dass Tonaufnahmen aller Art Teil des kulturellen Erbes sind, das es zu bewahren, wissenschaftlich zu erforschen und öffentlich zu machen gilt. Sicherlich eine Forderung, die von den meisten Opernfreunden mit Nachdruck unterstützt werden wird.

    Die stimmlichen Fähigkeiten von Gottlob Frick werden in der Besprechung selbstverständlich emtsprechend gewürdigt und anerkannt. Aber auch diese Qualitäten werden nicht in grellen Farben gemalt, sondern in Pastelltönen mit feinem Pinselstrich. Verständlich und gekonnt wird die ganze Breite der sängerischen und darstellerischen Möglichkeiten des universellen Sängers mit bestechend treffender Wortwahl und mit feinem sprachlichen Niveau geschildert. Jedes anerkennende Prädikat wird jedoch mit Aufnahmedetails belegt. Durch diese stringente Beweisführung und die konsequente Vermeidung des Superlativs gewinnt diese Besprechung ihre hohe Glaubwürdigkeit. Durch die Neutralität des Urteils wird gerade der denkende Leser zur näheren Beschäftigung mit der neuen Edition "Gottlob Frick der schwärzeste Bass" angeregt.
    Herzlichst

    Operus (Hans)


    Lieber Rüdiger, liebe Freunde,

    da ich in der Besprechung zitiert werde, sei mir eine persönliche Stellungnahme gestattet: Es stimmt ich bin der glühende Verehrer von Gottlob Frick, als den Du mich bezeichnest. Diese Beziehung wurde in überaus vielen unvergesslichen Opernaufführungen, gemeinsamen Erlebnissen und einer nahezu vierzigjährigen Freundschaft geprägt. Sie ist jedoch auch stark von einem der wichtigsten Ziele der Gottlob Frick Gesellschaft beeinflusst. Dies heißt, das Sängergedenken zu fördern, aber nicht nur von Gottlob Frick, sondern von allen Sängern zumindest seiner Epoche. Von der ersten Stunde an haben wir es vermieden, unseren Namensgeber auf einen Sockel zu stellen. Unsere Händeabdruckgalerie, in der unsere Gäste ihre Hände in Ton verewigen, ist allen Sängerlegenden gewidmet. Dieses originelle Gästebuch ist ein Who is Who der Opernnachkriegsgeschichte und reicht von Theo Adam bis Georg Zeppenfeld. Jeder Tamionfreund, der bei einem unserer Künstlertreffen anwesend war, wird es bestätigen. Alle Gäste aus dem künstlerischen Bereich stehen im Mittelpunkt, ihnen allen ist diese Veranstaltung, die sich durch überaus viel Herzlichkeit auszeichnet, gewidmet.

    Von Gottlob Frick wird eine einzige Arie am Beginn der Matinee präsentiert und sonst nichts. Diese Beschränkung hat von fanatischen Frickfreunden schon zu Kritik besonders an mir geführt. Diese Strategie ist jedoch auch Klugheit: Scherzhaft werden wir als "Mekka der Bassisten" bezeichnet. Wir hätten doch Fachkollegen wie Kurt Moll, Matti Salminen, Hans Sotin, Theo Adam, Günther Missenhardt, Franz Crass, Otto Edelmann, Günter Wewel, Günther Groissböck, Alfred Muff und viele andere niemals als Gäste, Mitglieder und Freunde gewonnen, wenn die Gottlob Frick Gesellschaft nicht neutral wäre. Ich persönlich arbeite neben meinen Funktionen in der Gesellschaft für einige Künstler. Aktuell bemühe ich mich sehr darum, dass eine repräsentative Biographie von Kurt Moll veröffentlicht wird. Die Chancen zur Realisierung dafür sind gut, obwohl es selbst bei der Weltgeltung dieses Sängers ein schwieriges Unterfangen ist. Unser Lohn dafür ist - denn ohne meine Frau geht gar nichts- dass wir das große Glück haben, viele Sängerinnen und Sänger Freunde nennen zu dürfen.. Außerdem hätte die Gottlob Frick Gesellschaft niemals zu dem werden können , was sie ist, wenn es nicht genau die glühenden Freunde gäbe.

    Nochmals beste Grüße

    Operus(Hans)


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    2 Mal editiert, zuletzt von operus ()

  • Lieber Hans,


    deine aktuelle E-Mail-Adresse ist mir leider nicht bekannt, deshalb suche ich auch in Ermangelung der Möglichkeit , bei Tamino persönliche Nachrichten zu tauschen hier an offizieller Stätte deine Bestätigung:


    Du ludst mich unlängst zur GFG Mitgliederversammlung am 28.06. ein. Der heutigen Post entnahm ich, dass diese Versammlung nunmehr

    am 19. 07. um 18 Uhr im Bahnhöfle stattfinden wird.

    Ich wollte nur sicher gehen, dass der letztgenannte Termin der verbindliche ist.

    Ich freue mich auf ein fröhlich-beschwingtes Wiedersehen. Grüße auch deine liebe Ingrid von mir.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Lieber Siegfried,

    danke für's Aufpassen und Nachhaken. Am 28. 6. ist eine Präsidiumssitzung zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung: Die Mitgliederversammlung findet wie Du richtig erkannt hast am Freitag       19. Juli ab 18.00 Uhr im Bahnhöfle in Ölbronn statt.

    Ingrid und ich freuen sich, wenn wir dort miteinander anstoßen können. Die aktuellen Kontaktdaten gebe ich Dir dort auch.

    Liebe Grüße auch an Deine Frau

    Herzlichst

    Hans

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  • Das Programm des Konzertes "Strahlende Opernsterne" im Rahmen des diesjährigen Künstlertreffens der Gottlob Frick Gesellschaft am 12. Oktober 2019


    Mozart: Le Nozze die Figaro - Ouvertüre

    Mozart: "Non piu andrai" aus Le Nozze di Figaro

    Mozart: " E Susanna non vien - "Dove sono" aus Le Nozze di Figaro

    Mozart: "Deh vieni" aus Don Giovanni

    Lortzing: "Heiterkeit und Fröhlichkeit" aus Der Wildschütz

    Lortzing: "Sonst spielt ich mit Zepter - O selig ein Kind noch zu sein" aus Zar und Zimmermann

    Korngold:" Mein Sehnen , mein Wähnen" aus Die tote Stadt

    Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor - Ouvertüre

    Nicolai: Duett Fluth-Falstaff "Wie freu' ich mich" aus Die lustigen Weiber von Windsor
    PAUSE

    Bizet: "Auf in den Kampf" aus Carmen

    Wagner: "Lied an den Abendstern" aus Tannhäuser

    Smetana: "Endlich allein" aus Der Verkauften Braut

    Verdi: Macht des Schicksals - Ouvertüre

    Verdi: "Di provenza il mar" aus La Traviata

    Donizetti: Duett Malatesta-Pasquale "Bella siccome un angelo" aus Don Pasquale

    Solisten:

    Josipa Bainac, Sopran

    Peter Edelmann, Bariton

    Paul-Armin Edelmann, Bariton

    Heilbronner Sinfonie Orchester

    Dirigent: Alois Seidlmeier


    Die Gottlob Frick Gesellschaft würde sich sehr freuen, wenn sie zahlreiche Taminos beim Festkonzert begrüßen dürfte.

    Weitere Veranstaltungen:

    Festakt zur Verleihung der Gottlob Frick Medaillen mit musikalischer Umrahmung und Vorstellung von zwei hochbegabten, jungen Sängern Florian Kontschak, Bass und Alexander Edelmann, Bariton

    Matinee: Künstlergespräch mit Frau Kammersängerin Prof. Brigitte Fassbaender. Moderation Thomas Voigt.

    (weitere Auskünfte und Anmeldung: Telefon 07131/45659)


    Herzlichst

    Operus (Hans)


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  • Lieber Hans,


    ich habe heute unsere Anmeldung herausgeschickt und wir freuen uns auf ein Wiedersehen.


    Liebe Grüße, auch an Ingrid

    Erika und Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Liebe Erika, lieber Gerhard,

    schön Nachricht, dass Ihr auch in diesem Jahr wieder bei unserem Künstlertreffen dabei seid. Ingrid und ich freuen sich auf die Begegnung. Wenn Ihr bereits etwas vorher eintrefft haben wir mehr Zeit füreinander. Ich bin ab Mittwoch 9. Oktober vor Ort, um die Gesangssolisten zu betreuen und die Probenarbeit zu koordinieren.

    Liebe Grüße an Euch beide

    Herzlichst

    Operus (Hans)

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  • Noch ein Nachtrag und Hinweis zu dem eingestellten Konzertprogramm im Rahmen des Künstlertreffens der Gottlob Frick Gesellschaft am 12./13. Oktober. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Konzerte, die von den Brüdern Edelmann gemeinschaftlich durcgeführt werden weithin als Besonderheit gelten. Auch bei diesem Konzert haben die beiden humorvollen Ur-Wiener Überraschungen im Gepäck und werden im Festakt einen Gast präsentieren, der wegen seiner Jugendlichkeit und dem Könnnen, dass er bereits hat, in Wien fast als so etwas wie ein Wunderknabe gesehen wird. Motto: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm".

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Bericht über .....


    GEDENKBOX ZUM 25. TODESTAG VON GOTTLOB FRICK BEI HÄNSSLER„O, WIE WILL ICH TRIUMPHIEREN“


    Zitat

    Mit der neuen Box wird des 25. Todestages des Sängers gedacht. Den Anstoß gab der Ehrenpräsident der Gottlob-Frick-Gesellschaft, Hans A. Hey.


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ein wirklich informativer und lesenswerter Artikel, den Rüdiger Winter da verfasst hat. Ich muss dir danken, lieber Fiesco, dass Du diesen Link hier eingestellt hast. Ich will aber an dieser Stelle auch ausdrücklich dem Autor danken: hat mir sehr gefallen; da wird Fachkenntniss mit großem Wissen deutlich.

    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Auch hier möchte ich, wie schon in meinem Erinnerungsthread, an


    Gottlob Fricks 25. Todestag


    erinnern.

    Dazu möchte ich eines seiner Lieblingslieder einstellen:




    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hochkultur in dörflicher Idylle


    Wie schon in vielen Jahren vorher, hatte sich auch an dem wunderschönen herbstlichen Wochenende des 12./13. Oktober 2019 eine erkleckliche Zahl Musikfreunde, vor allem Freunde des Gesangs, beziehungsweise Berufssängerinnen und - Sänger in Ölbronn-Dürrn - eingefunden, wo Gottlob Frick 1906 im damals noch selbständigen Dorf Ölbronn geboren wurde. Dieses Treffen der Gesangsenthusiasten wird im nächsten Jahr sein 25. Jähriges Jubiläum feiern. Es ist schon erstaunlich, was sich da in zweieinhalb Jahrzehnten alles getan hat und wie das Andenken an Gottlob Frick immer noch wachgehalten wird, während viele andere Sänger früherer Zeit heute längst vergessen sind, weil sich niemand drum kümmert, deren Andenken hoch zu halten.


    Operus, alias Hans A. Hey, der übrigens keinerlei Ähnlichkeit mit Richard Wagner hat, organisiert mit seiner Frau Ingrid und vielen, vielen Helfern auf absolut professionellem Niveau den Künstlertreff in Ölbronn. Dieses Riesenengagement ist wohl auch die Grundvoraussetzung, dass sich da auch immer und immer wieder erstrangige Persönlichkeiten nach Ölbronn (grob gesagt, etwa zwischen Karlsruhe und Stuttgart gelegen) bemühen. Natürlich kann eine solche Veranstaltung nicht taminofrei sein ...

    Ein Dutzend dürften es schätzungsweise gewesen sein, man muss das schätzen, weil einige während dieser Veranstaltung organisatorisch beschäftigt waren und deshalb für Small Talk nicht zur Verfügung standen. Aber so ein halbes Dutzend Taminos saß hautnah und absolut friedfertig beisammen; wenn man sich Auge in Auge gegenübersitzt ist das doch eine ganz andere Gesprächsqualität, weil sprachliche Entgleisungen außen vor bleiben, die in schriftlichen Äußerungen schon mal rasch in die Tasten gehauen werden und dann für Verstimmungen sorgen.


    Dem Konzertereignis war der Festakt der Gottlob-Frick-Gesellschaft vorangestellt, in dessen Verlauf verdiente Persönlichkeiten mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet werden. Auch hier schon, im Programmheft nicht ausgedruckt, erklang Gesang; Musikstudent Alexander, der Sohn von Peter Edelmann, durfte sich vor großem Publikum präsentieren. Ebenso der junge Bassbariton Florian Kontschak mit »O sancta justitia«.

    Nachdem der Ehrenpräsident Hans A. Hey in seiner Festrede die Schwierigkeiten des Sängerberufs bezüglich des wirtschaftlichen Erfolges nicht in den rosigsten Farben malen konnte, kam er dann zum erfreulicheren Teil seiner Rede und hatte etwas Positives aus Wien mitgebracht. Die Wiener Sängerfamilie Edelmann war zu Ehren des berühmten Bassbaritons Otto Edelmann tätig geworden und gründete die »International Otto Edelmann Singing Competition«. Peter Edelmann, der ältere Sohn von Otto Edelmann, hatte mit seiner Frau Silvia-Saavedra diese Institution ins Leben gerufen, um junge Sängerinnen und Sänger praktisch allumfassend zu beraten und zu unterstützen, also nicht nur gesangstechnisch. Es ist eine privat finanzierte Stiftung, die in diesem Jahr mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet wurde. In seiner Dankesrede führte Peter Edelmann aus, dass es bei den Problemen des Künstlernachwuchses mitunter auch mal um die Finanzierung eines entsprechenden Abendkleides für einen wichtigen Auftritt geht.


    Die Gottlob-Frick-Gesellschaft begnügt sich ja nicht damit nur ständig ihren Ölbronner Meistersinger hochleben zu lassen, sondern bemüht sich über all die vielen Jahre, jungen Künstlern bei ihren ersten Schritten ins professionelle künstlerische Dasein behilflich zu sein.

    Aber muss man der kroatischen Sopranistin Josipa Bainac noch behilflich sein? Wohl kaum.

    Ganz vorzüglich sang sie an diesem Konzertmittag die Arie der Marie aus dem 3. Akt »Die verkaufte Braut«: Och, jaký žal!, natürlich in der Originalsprache, welch ein Genuss ihr zuzuhören, auch wenn man kein Wort Tschechisch versteht. Aus der Sicht des Schreibers war das der sängerische Höhepunkt des Nachmittags, beim mitternächtlichen Bier konnte ich meine Einschätzung im Gespräch mit einer betagten ehemaligen Sängerin der Münchner Oper fachlich absichern.


    Dies soll jedoch die anderen Darbietungen des Nachmittags in keiner Weise als zweitrangig erscheinen lassen, schließlich waren auch die beiden Brüder Paul Armin und Peter Edelmann - also die Söhne des verstorbenen Bassbaritons Otto Edelmann - aus Wien angereist und brannten in der Erlentalhalle zu Ötisheim ein Feuerwerk schöner Opernstücke ab, die, wenn es das jeweilige Stück hergab, auch optisch äußerst amüsant dargeboten wurden, wie zum Beispiel »Lá ci darem la mano«.


    Man hörte einiges aus »Le nozze die Figaro«, die Canzonetta des Don Giovanni, das Lied an den Abendstern aus »Tannhäuser«, das Lied des Zaren aus »Zar und Zimmermann«, das berühmte Duett Fluth-Falstaff aus »Die lustigen Weiber von Windsor«, die populäre Arie des Escamillo, die Arie des Germont aus »La Traviata«, das heute kaum noch angebotene »Heiterkeit und Fröhlichkeit« aus dem »Wildschütz« und das von den Edelmann-Brüdern so heiter inszenierte Duett Malatesta-Pasquale aus dem dritten Akt der Oper »Don Pasquale«.

    Mitleser, die bei der Veranstaltung zugegen waren, werden bis hierher bemängeln, dass ein Stück aus Erich Wolfgang Korngolds Oper »Die tote Stadt« keine Erwähnung fand. Es sollte besonders herausgestellt werden, dass hier Paul Armin Edelmann mit seiner Arie des Pierrot »Mein Sehnen, mein Wähnen« etwas Besonderes bot, was auch durch die lebhaften Beifallsbekundungen aus dem Parkett, wo auch viele Gesangsprofis saßen, bestätigt wurde.


    Das alles hatte der künstlerische Leiter, Dirigent Alois Seidlmeier, mit seinem Heilbronner Sinfonieorchester fest im Griff. Außerhalb der Vokaldarbietungen war das Orchester mit der Ouvertüre zu »La nozze di Figaro« und »La forza del destino« zu hören. »Mit Schwung, Eleganz und charismatischer Ausstrahlung« war es im Programmheft angekündigt und das entsprach dann auch voll und ganz den gehört und gesehenen Tatsachen.


    Als man sich zur sonntäglichen Matinee wieder in Ölbronn traf, gab es keine live-Musik mehr, sondern nur noch Musikbeispiele von Tonträgern. Kammersängerin Brigitte Fassbaender, die Stargast dieser Matinee war, rümpfte deshalb etwas kritisch die Nase, weil solche Widergaben natürlich nicht die Qualität liefern können, welche sie einst, auf der Bühne stehend, live produzieren konnte. Der Musikjournalist Thomas Voigt sprach mit Brigitte Fassbaender über den Verlauf ihrer musikalischen Karriere und verschiedene Aspekte der heutigen Musikszene. Im Verlaufe des Gesprächs wurden dann auf einem Bildschirm entsprechende Szenen passend zum Gesprächsverlauf gezeigt oder Musikstücke eingespielt.

    Frau Fassbaender gab auch Privates Preis, zum Beispiel, dass sie keine Zeitung mehr liest und lieferte auch gleich die Begründung dazu: Sie hat dafür keine Zeit und man macht sich die Finger schmutzig, wobei hier wohl eindeutig der rein physikalische Vorgang gemeint war.

    Unter den eingespielten Szenen war auch ein Beitrag, in welchem Brigitte Fassbaender mit Plácido Domingo sang - man kann den Namen des Tenors ja heute nicht mehr nur beiläufig als Duett-Partner nennen. Auch hier machte Frau Fassbaender eine gute Figur, indem sie klar, eindeutig und Souverän dazu ausgewogen Stellung bezog. Zum guten Schluss kam das sündhafte Verhalten der Frau Kammersängerin zur Sprache. Thomas Voigt gab zum Abschluss der Veranstaltung das Zeichen zur Einspielung eines Gesangsstücks in welchen Brigitte Fassbaender - neben Stimmgewalt, die an Mario del Monaco erinnerte - auch eindeutige und unüberhörbare Stilelemente von Maria Callas eingebaut hatte. »Eine Jugendsünde«, meinte Frau Fassbaender entschuldigend, aber man konnte auch vermuten, dass da doch auch ein ganz kleines bisschen Stolz mit dabei war ... den erstaunten Zuhörern wurde da nochmal vorgeführt, welche überwältigenden Möglichkeiten diese Stimme besaß. Brigitte Fassbaender hatte zum rechten Zeitpunkt ihre Gesangskariere beendet. Aber es ging weiter mit Regie, Theaterleitung und pädagogischer Arbeit in Meisterkursen - schön, dass sie bei all dem auch den Weg nach Ölbronn gefunden hat.


    Wer sich für die genaue Programmfolge des Konzertes »Strahlende Opernsterne« interessiert, kann dies im Operus-Beitrag Nr. 496 nachlesen

  • Zitat von hart

    während viele andere Sänger früherer Zeit heute längst vergessen sind, weil sich niemand drum kümmert, deren Andenken hoch zu halten.

    Ich hoffe, du meinst nicht mich, lieber Karl-Georg, weil ich mich in meinem Erinnerungsthread eifrig darum bemühe, an alle Sängerinnen und Sänger zu erinnern, bei Verstorbenen auch zweimal im Jahr, an sie zu erinnern und so ihr Andenken hoch zu halten und sie dem Vergessen zu entreißen. Und die große Anzahl der Lesezugriffe zeigt ja auch, dass sich viele Taminos, aber auch Leser außerhalb des Forums, dafür interessieren.

    Was nun das jährliche Künstlertreffen angeht, so habe ich ja schon bedauert, dass ich nicht dabei sein konnte, vor allem auch, weil ja Eike Wilm Schulte während des Künstlertreffens seinen 80. Geburtstag am Sonntag feierte.

    Aber diesmal ging mein Chor vor, und ich wurde musikalisch am Sonntag auch entschädigt durch eine wunderbare Ballettvorstellung (Dornröschen) in der Semperoper, und vorher am Donnerstag in der Leipziger Oper mit einem brillanten "Fliegenden Holländer" und am Freitag mit einem mitreißenden Konzert im Gewandhaus mit Brahms' Doppelkonzert und Schuberts "Großer C-dur-Symphonie".

    Nächstes Jahr beim Jubiläum bin ich aber wieder dabei.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Lieber Karl Georg, unser Hart,


    "Gott grüß Euch Sir" mit diesen Worten aus dem komödiantisch so vollendet gebotenen Wachkorb-Duett, das wir gemeinsam hörten, danke ich dir für Deine so zeitnahe Besprechung unseres Künstertreffens. Du hast bis jetzt die umfassendste, analytischste, treffendste Rezension geschrieben, von allen die bisher veröffentlich wurden. Die Opernfachzeitschriften folgen noch. "Tausend Dank mein werter Sir!" für diese überaus gelungene Rezension.

    Ja, es war in seiner Konzeption, Durchführung und vor allem in der Stimmung ein ganz besonderer Konzertabend. Ich weiß nicht, wie wir diese Leistungen im Jubiläumsjahr 2020 noch toppen sollen.?

    Sehr schön und - wie Du richtig schreibst - und für die Zusammenarbeit im Forum förderlich war das harmonische Tamino-Treffen am Rande.

    Also nochmals besten Dank, liebe Grüße auch an Deine Frau mit allen guten Wünschen für Euch beide und alle "Frick"-Taminos

    Herzlichst

    Ingrid und Hans - alias Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Eine Fundasache möchte ich hier gerne einfügen


    Die DEFA berichtete 1948 in der Dokumentation DER AUGENZEUGE 1948/130 über die Eröffnung des Staatsoper Dresden. Gezeigt wird ein Ausschnitt aus der Schlussszene des Fidelio mit Gottlob Frick als Rocco.

    Ab 10:12:25:00

    Es grüßt Vera

  • Und noch ein Nachtrag

    aus der TV-Konzert-Reihe "Wie schön ist doch Musik" Theater Bad Kissingen (Jahr ??)

    Gottlob FRICK & Jean COX live

    Es grüßt Vera

  • von der Oper Daphne von Richard Strauss gibt es eine Aufzeichnung aus München von 1964, u.a. mit Wunderlich, King, Töpper und auch Gottlob Frick als Peneios.

    Ab etwa 31:00 ist sein großer Auftritt.



    Es dirigiert Keilberth. Wer diese Oper noch nicht kennt, dem sei sie empfohlen, trotz technischer Mängel.


    Herzlichst La Roche

    Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!

  • Liebe OperaVera,

    danke für die Einstellung, dieses Video-Beispiels. Es gehört zu den Schätzen in der Gottlob Frick Gedächtnisstätte. Fast rührend der jugendliche Auftritt des späteren großen Heldentenors Jean Cox. Erstaunlich welche Wirkung, die beiden Sänger

    selbst im Konzertsaal erzielen Bei dieser vorbildlichen Wortbehandlung und dadurch Verständlichkeit des Textes kann ernsthaft angezweifelt werden, ob das Singen in Originalsprache wirklich immer das Non Plus Ultra ist? Obwohl die beiden Sänger auch mimisch und gestisch äußerst wirkungsvoll gestalteten, wer hätte den Witz in tschechischer Sprache verstanden? Gerade habe ich dazu noch beim Künstlertreffen erfahren, dass die Uraufführung der "Verkauften Braut"in Deutsch gesungen wurde. Was spricht noch für die Originalsprache?

    Lieber Uli,

    auch die "Daphne" ist in unserem Archiv. Danke für die Einstellung und den Suchhinweis.


    Liebe OperaVera mit über 60 Beiträgen bereicherst Du nun schon unser Tamino Klassik Forum. Besonders Deine Gastbeiträge bei der Diskussion rund um die Vorwürfe gegen Placido Domingo beeindruckten mich und meine Frau. Endlich einmal überzeugende Argumentation aus weiblicher Sicht. Chapeau! Nur noch eine winzige Kleinigkeit stört und das ist das Wort Gastmitglied. Bitte werde ständiges Mitglied bei uns. Verstärke die zahlreich leider so geringe Frauenfraktion, halte die Frauenfahne hoch und lese uns Männern auch mal die Leviten. ( Gerade fällt mir auf, dass auch ich in diesem Beitrag mich nicht von der Machosprache lösen kann.) Also Du siehst, wie dringend ich Deine Fingerzeige benötige.:hello::hello::hello:


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Gerade habe ich dazu noch beim Künstlertreffen erfahren, dass die Uraufführung der "Verkauften Braut"in Deutsch gesungen wurde.

    Das ist dann eine Fehlinformation! Im Prager Interimstheater spielte man (in Abgrenzung zum deutschen Theater in Prag) grundsätzlich alles auf Tschechisch!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Keine neuen Beiträge mehr von mir außerhalb meiner Besetzungsrubriken! (seit 5.11.2019)

    (Die Gründe kann man in diesem Forum beinahe täglich in Beiträgen einiger User immer wieder nachlesen.)