Entdeckungen: Neue Stimmen

  • Zu Celine Byrne - Sopran (Irland), #346


    Das muß man ihr lassen, Ideen hat sie, wie man das Überleben sichert in der Zeit von Corona. Celine Byrne freut sich bekannt zu geben, dass sie morgen, 29. November, um 19 Uhr auf Stageit.com ein spezielles Live- und interaktives Online-Konzert von zu Hause aus geben wird.


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    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Zu Celine Byrne - Sopran (Irland), #346, 2101


    Es sind natürlich auch bei ihr ziemlich viel Termin geplatzt in letzter Zeit:


    Ortlinde / Walküre Opéra Bastille

    Liu / Turandot Oper im Steinbruch, St. Margarethen

    Micaela / Carmen Irish National Opera


    Aber es gab eine Masterclass mit Celine Byrne beim WEXFORD FESTIVAL 2020 / Wexford Factory (bis Minute 01:25 uninteressant)

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • .....

    dass von der Produktion der Deutschen Oper Berlin von Korngolds DAS WUNDER DER HELIANE keine Aufnahme gemacht wurde ist ja schändlich!!

    Hat man gemacht, hier ist sie:

    Das Wunder der Heliane, Deutsche Oper Berlin 2018 >

    Heliane - Sara Jakubiak
    The Ruler - Josef Wagner The Stranger - Brian Jagde
    The Messenger - Okka Von der Damerau
    The Doorman - Derek Welton
    The Blind Judge - Burkhard Ulrich
    The Young Man - Gideon Poppe

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Hat man gemacht, hier ist sie:

    Das Wunder der Heliane, Deutsche Oper Berlin 2018 >

    Heliane - Sara Jakubiak
    The Ruler - Josef Wagner The Stranger - Brian Jagde
    The Messenger - Okka Von der Damerau
    The Doorman - Derek Welton
    The Blind Judge - Burkhard Ulrich
    The Young Man - Gideon Poppe

    Hier noch schnell der Naxos-Trailer:


    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Zu Brian Jagde  (#310ff, 636, 642ff., 692,1279, 1357, 1413, 2103f)


    Lieber Orfeo!

    Lieber Hans Heukenkamp!

    Hat man gemacht, hier ist sie: Das Wunder der Heliane, Deutsche Oper Berlin 2018 >

    Heliane - Sara Jakubiak
    The Ruler - Josef Wagner The Stranger - Brian Jagde
    The Messenger - Okka Von der Damerau
    The Doorman - Derek Welton
    The Blind Judge - Burkhard Ulrich
    The Young Man - Gideon Poppe

    Darüber freue ich mich auch. In habe mir die DVD sogar gekauft.
    Obwohl ich lieber einfach CDs höre und mich auf das Hören der Musik konzentriere, habe ich sie schon dreimal gesehen/gehört. Großartig! Nach wie vor! Eine tolle Erinnerung ein eine hinreißende Aufführung.

    Etwas Wehmut kommt dabei allerdings auf, denn Brian Jagde ist inzwischen auch eine Tenor geworden der meist im Forte tönt. Ich habe es sehr genossen, ihn hier als eine Sänger zu hören, der das nicht für nötig hielt


    Liebe Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Brian Jagde (#310ff, 636, 642ff., 692,1279, 1357, 1413, 2103, 2105)


    Gerade erschienen.....



    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • auch noch zu Brian Jagde (#310ff, 636, 642ff., 692,1279, 1357, 1413, 2103, 2105f)


    Lieber Fiesco!

    Hab Dank für den Hinweis!

    Mit den selbigen Interpreten ist schon im April die Cavalleria Rusticana erschienen.

    Da es die CD für einen Schnäppchenpreis gibt, habe ich sie mir gekauft.

    Janowski bringt das Werk sehr breit und schwergewichtig. Es klingt nach einem italienischen Wagner. Melody Moore und Brian Jagde sind für diesen Ansatz vielleicht die richtigen Interpreten. Aber meine Klage, dass Brian Jagde jetzt viel zu viel geradeaus und Forte singt, wurde hier bestätigt. Wer das Werk von di Stefano, Bergonzi und Wunderlich kennen gelernt hat, erwartet vom Turridu anderes! Wer aber Machismo-Tenöre mag, kann die CD für 5.50 EURO bekommen. Ich werde sie erst mal behalten, weil ich von beiden Sängern sonst keine CDs habe.



    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Celine Byrne - Sopran (Irland), #346, 2101f


    An kürzlich stattgefundenen Auftritten fand ich Marietta’s Lied aus "Die Tote Stadt ", die konzertante Aufführung fand statt in der Dublin National Concert Hall am 12 April 2019.

    Weder sie noch Charles Workman können mich überzeugen; der Gesang ist schön, aber auch steril. Er berührt mich nicht.


    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Zu Aphrodite Patoulidou #1248f


    Sie nimmt derzeit am Bundeswettbewerb Gesang (Alter 20-30 Jahre) in Berlin teil. Das Konzert der Preisträger*innen wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am Donnerstag, 10. Dezember 2020, ab 20.03 Uhr in der Sendung „Konzert“ bundesweit gesendet.


    Inzwischen ist die DVD + Doku-DVD "The Rakes Progress" mit ihr als Anne Truelove bei Accentus erschienen.

    The Rake's Progress: 149:50 / Taking Risks: 58:13

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    Ein Ausschnitt aus der Produktion (No Word from Tom)


    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Mit der Vorstellung von Andreas Bauer Kanabas (Bass, Deutschland) verabschiede ich mich für die nächsten Wochen bis in den Januar aus dem Forum.


    Ja, es sollen wohl Berge weichen (ELIAS / ELIJAH) - Andreas Bauer Kanabas -  YouTube


    Seit 2013 gehört er zum Ensemble der Oper Frankfurt, tritt aber auch an großen internationalen Bühnen in Wien, London, Paris, Moskau, Riga, an der Semperoper Dresden und der Berliner Staatsoper auf. In 2019 gab es mehrere Rollen-Debüts, darunter Philippe II/Don Carlos (franz.), Padre Guardiano, Escamillio, Alfonso D’Este/Lucrezia Borgia. Die Partie des Sarastro sang Andreas Bauer Kanabas zuletzt beim Festival de Perelada, außerdem in Paris, Berlin, Dresden, Budapest, Abu Dhabi, Malmö und in Frankfurt.


    Eine Paraderolle ist Mephisto in Gounods Faust. 2016 begeisterte er damit das Publikum in einer preisgekrönten, auf Arte übertragenen Inszenierung der Lettischen Nationaloper Riga.

    Den Eremit im Freischütz sang er unter der Leitung von Christian Thielemann 2015 an der Semperoper Dresden. Diese Produktion ist auf DVD bei Unitel Classica erhältlich.

    Carl Maria von Weber (1786-1826): Der Freischütz, 2 DVDs jpc


    Pressestimmen:

    Andreas Bauer Kanabas erntet mehrere Salven von Bravorufen, weil er einen wirklich überragenden König Marke singt: mit klangschönem, stets sauber und stabil intoniertem Bass und eindrucksvollen Zurücknahmen der Lautstärke als klangliches Zeichen seelischer Zermürbung…” FAZ, 22/01/2020 Jan Brachmann


    "Die Krone des Abends gebührt jedoch allen Zweifeln erhaben Andreas Bauer Kanabas. Ein König Philipp von majestätischer Aura umflort, verstand es der grandiose Sängerdarsteller den in den Zwängen der Hofetikette gefangenen Monarchen eindrucksvoll zu gestalten, (…). Zur noblen Rollengestaltung überraschte der stimmgewaltige Bass mit einer Weltklasse-Vokalleistung. Andreas Bauer Kanabas führte sein prächtig-voluminöses, herrlich-timbriertes, kultiviertes Bass-Potenzial zu eindringlicher Prädikation. Auf den König Marke darf man sich schon heute freuen!" Onlinemerker 8.12.2019, Gerhard Hoffmann




    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

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  • Lieber Orfeo!

    An kürzlich stattgefundenen Auftritten fand ich Marietta’s Lied aus "Die Tote Stadt ", die konzertante Aufführung fand statt in der Dublin National Concert Hall am 12 April 2019.

    Weder sie noch Charles Workman können mich überzeugen; der Gesang ist schön, aber auch steril. Er berührt mich nicht.

    Du hast ganz recht: beide singen das technisch einwandfrei, wirklich schön, aber das Entscheidende fehlt: das selbstverlorene Schwelgen. Beide sind von der Melodie nicht berauscht. Ihnen fehlen die erotische Erregtheit und die Sehnsucht ebenso wie die Nostalgie und die Morbidezza, die diesem Duett eingeschrieben sind.


    Mit der Vorstellung von Andreas Bauer Kanabas (Bass, Deutschland) verabschiede ich mich für die nächsten Wochen bis in den Januar aus dem Forum.

    Ich kenne ihn noch als Andreas Bauer. Schon recht lange sogar. Deshalb ist er für mich eigentlich gar nicht eine NEUE STIMME.

    Trotzdem will ich gern etwas zu der Vorstellung dieses Sängers und meinen Erfahrungen mit ihm sagen.
    Ich denke aber, dass ich damit warten sollte, bis Du wieder hier mitmachst!


    Pass auf Dich gut auf - wo auch immer Du Dich in den nächsten Wochen rumtreibst!

    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Mit der Vorstellung von Andreas Bauer Kanabas (Bass, Deutschland) verabschiede ich mich für die nächsten Wochen bis in den Januar aus dem Forum.

    Hr. Bauer Kanabas habe ich in Berlin als König Heinrich gehört. Er war wohl Einspringer an jenem Abend. Als Sänger und Gestalter der Rolle ist er mir dabei kaum in Erinnerung geblieben.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Liebe Melomanen und Stimmenliebhaber!
    Ich möchte wieder einmal eine junge Sängerin vorstellen. Wer allergisch gegen Vorstellungen ist, die nur rühmen, welche Vorzüge die Sängerin hat, und auf gar keine Defizite oder Mängel hinweist, sollte besser nicht weiter lesen.

    Mich hat nämlich die französische Sopranistin mit ihrer warmen und leuchtenden Stimme ebenso verzaubert wie mit ihrem technisch perfekten Gesang:


    Vannina Santoni

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    Erstmals habe ich Vannina Santoni 2017 beim Musikfest in Bremen als Donna Anna unter Jérémie Rhorer in einem Ensemble erstklassiger Sänger gehört. Das war wohl ziemlich am Anfang ihrer Berufs-Laufbahn. Da gelang es ihr schon, die Aufmerksamkeit und Begeisterung des Publikums auf sich zu lenken. Ein Jahr später konnte ich sie an der Opéra Comique de Paris als Agnès in Gounods "La Nonne sanglante" wieder hören. Der Star der Aufführung war eigentlich Michael Spyres, aber Vannina Santoni bot eine Leistung, die absolut neben ihm bestehen konnte.
    Seither hat sie ihre Laufbahn mit Auftritten an verschiedenen Bühnen in Frankreich fortgesetzt. Im deutschsprachigen Raum war sie offenbar nicht wieder zu hören.

    Vor ein paar Tagen hat sie in einem Konzert an der Opéra Comique de Paris mitgewirkt und da unter anderem die Violetta-Arie aus dem 3. Akt gesungen. Wie sie die Verlorenheit der Traviata ganz entschieden durch das minutiöse Ziselieren der weit ausschwingenden Melodielinien ausdrückt, finde ich ungemein beeindruckend! Und ihr Legato, ihre sublime Phrasierung und ihre weichen Piano-Höhen sind einfach zu Niederknien!

    Leider habe ich keine weitere der Arien bei YouTube gefunden, die sie in dem Konzert gesungen hat. Aber es gibt einige hörenswerte Videos:

    Nun noch ein paar Bemerkungen zu der Biografie.
    Geboren ist die französische Sopranistin 1987. Sie hat korsische und russische Vorfahren.
    Gesang studierte sie an der Maîtrise von Radio France. Gleichzeitig studierte sie Geige und Klavier am Georges Bizet Conservatory. 2006 trat sie in das CNSM in Paris ein, wo sie unter anderem an den Meisterklassen von Jean-Paul Fouchécourt und Ruggerio Raimondi teilnahm. Ihr Examen bestand sie 2010 mit Auszeichnung. In den ersten Jahren ihrer Laufbahn konzentrierte sie sich weitgehend auf Partien von Mozart und in Barockopern. Sie wirkte bei den Festspielen in Aix en Provence mit, sang aber meist an kleineren Opernhäusern. 2017 erregte sie erstmals überregionales Aufsehen mit der Manon in Monte Carlo. Daran anschließen wurde sie an die renommierten Opernhäuser Frankreichs eingeladen. 2019 debutierte sie als Pamina neben dem Tamino von Julien Behr an der Opéra Bastille. Davon gibt es auch bei Youtube was zu hören und zu sehen. In diesen Wochen sollte sie eigentlich in Zürich die Manon singen. Wegen der Corona-Pandemie wurde daraus nichts. Ob sie im Februar 2021 – wie geplant - am Theater an der Wien den Rinaldo in Salieris ’Armida’ singen kann, ist auch noch nicht ausgemacht. Hoffen wir das Beste!

    Es gibt auch auf Tonträgern Mitschnitte von Aufführungen, in denen Vannina Santoni mitgewirkt hat:

    -

    Ich bin neugierig auf Eure Höreindrücke und Euer Urteil!

    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso, danke, dass Du Vannina Santoni hier vorstellst. Auch ich habe sie in Paris in "La Nonne saglante" gehört und war sehr angetan von ihr. Die "Armida" ist in Wien ja leider nur als konzertante Aufführung geplant, wenn sie denn überhaupt stattfindet. Daran liegt mir nichts, sonst würde ich sicherlich hinfahren.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Lieber Caruso, danke, dass Du Vannina Santoni hier vorstellst. Auch ich habe sie in Paris in "La Nonne saglante" gehört und war sehr angetan von ihr.

    Dass ich nach Paris gefahren bin und dort "La Nonne saglante" gehört habe, geht auf Deine Empfehlung zurück. Du hattest die Informationen über die Produktion eingestellt und die Termine genannt. Danach konnte ich es gut mit einer Dienstreise verbinden.

    Dank also Dir!!:thumbup: Solche Hinweise auf lohnende Ereignisse sind offensichtlich sehr nützlich.


    Nun sind wir schon zwei im Forum die von Vannina Santoni angetan sind! Mal sehen ob es noch mehr werden.

    Herzliche Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Vannina Santoni, – Sopran (Frankreich) # 2113ff


    ... und vielleicht bin ich bald dabei. Wenn die ruckelige Internetverbindung in Frankreich es doch möglich machen sollte, dann schau ich mir die oben angezeigte "Nonne Sanglante" mal hier an.


    Orfeo


    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Nun sind wir schon zwei im Forum die von Vannina Santoni angetan sind!

    ... und vielleicht bin ich bald dabei. Wenn die ruckelige Internetverbindung in Frankreich es doch möglich machen sollte, dann schau ich mir die oben angezeigte "Nonne Sanglante" mal hier an.

    Lieber Orfeo!

    In unserer Mitte ist noch Platz für einen Dritten! Sogar für noch mehr!


    Herzliche Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Dank also Dir!! :thumbup: Solche Hinweise auf lohnende Ereignisse sind offensichtlich sehr nützlich.

    Lieber Caruso, es freut mich, dass mein Hinweis von Nutzen war. Dies gilt umso mehr, als ich auch schon mehrfach von Deinen Hinweisen sowohl hier bei den "Neuen Stimmen" als auch im Thread zu den Raritäten profitiert habe. Hoffen wir, dass es bald wieder Hinweise auf Aufführungen von Opern mit Publikum geben wird!

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • zu Vannina Santoni #2113


    ihre Stimme gefällt mir sehr gut. Der Klang ist genau nach meinem Geschmack: sehr warm und voll und dennoch leicht. Am besten gefiel sie mir im Mahler, da war ich überrascht über den Applaus, da ich erst annahm es handele sich um eine Studioaufnahme. Warum ich das erwähne ? Bei der Traviata, so gut ich auch den Gesamteindruck der Arie fand, hat sie in der ersten Strophe für das Piano doch ein bisschen was riskiert und den Phrasenenden fehlte die Luft. Aber war ja live. Ich will ja garnicht meckern , ich find sie ja toll und hoffe, sie auch mal live zu sehen.

    Viele Grüße,

    Boismortier

  • Zu Jennifer Rowley, (##597, 603, 610ff)


    Seit ich Jennifer Rowley hier als NEUE STIMME vorgestellt habe und wir uns kurz über unsere Höreindrücke ausgetauscht haben, ist hier nichts mehr von ihr geschrieben worden. Sie hat in den letzten Jahren vor allem in den USA gesungen, namentlich an der MET. In Dresden war sie allerdings wohl auch schon zu hören. Zumindest war sie als Valentine in LE HUGUENOTS angesetzt.

    Heute sollte sie nun in Zürich die Amelia in einer Neuinszenierung von SIMON BOCCANEGRA singen. Es war eine Übertragung auf ARTE angekündigt. Die steht nach wie vor im Programm des Senders. Die Premiere scheint tatsächlich stattzufinden - gleichsam als Geisteraufführung nur für das Publikum, das vor den Bildschirmen das Ganze verfolgen mag. Sehr sonderbar. Die folgenden Aufführungen in Zürich allerdings sind für diesen Monat alle gestrichen.

    Na ja: man hat immerhin die Möglichkeit, mal wieder Jennifer Rowley zu hören und die früheren Eindrücke zu überprüfen.


    Die Besetzung:

    Simon Boccanegra: Christian Gerhaher

    Amelia Grimaldi: Jennifer Rowley

    Jacopo Fiesco: Christof Fischesser

    Gabriele Adorno: Otar Jorjikia

    Paolo Albiani: Nicholas Brownlee

    Pietro: Brent Michael Smith

    Musikalische Leitung Fabio Luisi


    Der georgische Tenor Otar Jorjikia ist auch eine Stimme, die hier in diesem Thread mal vorgestellt werden könnte.
    Er hat mir als Foresto in ATTILA großen Eindruck gemacht. Ein erlesenes Timbre!


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • zu Vannina Santoni (#2113. 2019)


    Liebe Boismortier!


    Deine Eindrücke von Vannina Santoni habe ich gerne gelesen und deiner Charakterisierung und Beurteilung kann ich durchaus folgen.

    Du hast ganz recht: bei dem Konzert in der Opera Comique hat sie wohl etwas riskant phrasiert und dann nicht mehr die Ruhe (und Luft) gehabt, die Phrasen ausklingen zu lassen. In den anderen Aufnahmen kann man aber hören, dass sie dazu durchaus in der Lage ist.


    Liebe Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Aryeh Nussbaum Cohen Countertenor




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    Foto 01: Dario Acosta für Opera News;


    >Der amerikanische Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen, der kürzlich bei den Nominierungen für den GRAMMY® Award 2019 ausgezeichnet wurde, wurde schnell als einer der vielversprechendsten aufstrebenden Countertenorstars der Oper bezeichnet.<


    Aryeh Nussbaum Cohen steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere. Der in New York City geborene Sänger studierte an der Princeton University sowie privat bei David Kellett. Er nahm am Baroque Vocal Programme für Alte Musik in Vancouver und an Meisterkursen von David Daniels, Anthony Roth Costanzo und Zehava Gal teil und besuchte das Oberlin Baroque Performance Institute. Darüber hinaus ist er Finalist und Preisträger der Classical Singer Competition 2011 bzw. 2013 und gewann 2012 den Princeton Handel Singing Competition.
    Er gab Konzerte mit dem Ensemble La Fiocco und dem Leipziger Barockorchester und bestritt mehrere Auftritte mit dem Early Musik Ensemble in Pennsylvania.

    Ich wurde auf ihn Aufmerksam in der erst kürzlich erschienenen Aufnahme von Glücks Demofoonte ....



    Die Aufnahme ist von 2014/15 und kam jetzt erst auf den Markt!

    Danach habe ich mir sofort diese CD bestellt.....

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    .....und bin sowas von BEGEISTERT von dieser schönen und eleganten Countertenor Stimme.


    "Die Stimme, mit der ich singe, ist die Stimme, die ich mein ganzes Leben lang gekannt habe", sagte Cohen kürzlich in einem Interview mit OperaWire, in dem er seinen Hintergrund und seine Karriereentwicklung im Vorgriff auf seine bevorstehenden "Messiah" -Auftritte mit dem SF Symphony Chorus und Orchester. „Seit ich mit dem Brooklyn Boys Choir gesungen habe, kannte ich nur diesen Sound und ich habe ihn geliebt.



    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Zu Aryeh Nussbaum Cohen (#2???)

    Lieber Fiesco!

    Im Mai und Juni diesen Jahres sollte Aryeh Nussbaum Cohen in Hannover den Edgar in Aribert Reimanns LEAR singen. Daraus ist ja leider nichts geworden, sodass ich die Stimme noch nicht live hören konnte.

    Nach den Arien bei Youtube zu urteilen, singt er technisch geschickt und ausdrucksstark. Seine Phrasierung ist selbstbewusst, die Diktion plastisch und eloquent, und die Verzierungen sind stilvoll diskret. Er gibt den Barockarien den Aplomb, den sie brauchen, missbraucht sie aber nicht zur Demonstrationen seiner Virtuosität. Ein sympathischer Künstler. Ich bin gespannt, ihn live zu hören.

    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Z

    Der georgische Tenor Otar Jorjikia ist auch eine Stimme, die hier in diesem Thread mal vorgestellt werden könnte.
    Er hat mir als Foresto in ATTILA großen Eindruck gemacht. Ein erlesenes Timbre!


    Lieber Caruso41, lieber rodolf039


    den georgischen Tenor Otar Jorijkia hatte ich vor einiger Zeit zufällig auf der sehr empfehlenswerten Website der Oper Tblissi kennengelernt. Dort singt er u.a. in Aufnahmen des Ballo in Maschera und im Verdi-Requiem. Es gibt aber darüber hinaus eine Reihe anderer Clips auf YT. Er hat ja nach allerschwierigsten Anfängen, über die er in einem Interview mit Opernmagazin.de (auch im Netz) sehr sympathisch und bescheiden berichtet, offenbar nun seinen Weg gemacht und singt an einer Reihe größerer Bühnen., eben auch in Zürich. Dort scheint er sich sehr wohlzufühlen.



    Über seine Stimme, ihre Größe, Strahlkraft und das Timbre kann ich anhand der gesehenen Aufnahmen seltsamerweise nicht allzu viel sagen, irgendwie "entgleitet sie mir."


    Für die tollen Infos zu der morgigen Eröffnungsgala der Scala danke ich sehr. Jonas Kaufmann sollte dort ursprünglich das "Nessun dorma" darbieten, er hat wegen Indisposition abgesagt, nun übernimmt dies Piotr Beczala. Kaufmann hat übrigens vor wenigen Tagen in Neapel einen glänzenden Turiddu an der Seite der unvergleichlichen Elina Garança gesungen.


    VG

    Otello50

  • zu dem georgischen Tenor Otar Jorijkia (#2120, 2125)


    Der georgische Tenor Otar Jorjikia ist auch eine Stimme, die hier in diesem Thread mal vorgestellt werden könnte.
    Er hat mir als Foresto in ATTILA großen Eindruck gemacht. Ein erlesenes Timbre!


    Lieber Otello!



    Eine der üblichen Vorstellungen des Tenors hatte wir ja bisher nicht. Aber wir können einfach mal beginnen, uns über ihn auszutauschen.

    den georgischen Tenor Otar Jorijkia hatte ich vor einiger Zeit zufällig auf der sehr empfehlenswerten Website der Oper Tblissi kennengelernt. Dort singt er u.a. in Aufnahmen des Ballo in Maschera und im Verdi-Requiem. ....

    Über seine Stimme, ihre Größe, Strahlkraft und das Timbre kann ich anhand der gesehenen Aufnahmen seltsamerweise nicht allzu viel sagen, irgendwie "entgleitet sie mir."

    Ich habe mir die Übertragung der hybriden Aufführung des SIMON BOCCANEGRA aus Zürich angehört und angesehen, in der Otar Jorijkia den Gabriele Adorno sang. Da fiel mir eine gelegentlich unsaubere Intonation auf und "mit der Melodei "war er "ein wenig frei". Trotzdem war für mich erkennbar, dass er durchaus eine glänzende Zukunft haben kann, wenn er lernt, sauberer und genauer zu singen. Im ATTILA waren mir solche Mängel nicht aufgefallen.


    Auf jeden Fall: Ich finde die Stimme als ausgesprochen schön. Das kupferfarbene Timbre, das seine Mittellage und Tiefe so reizvoll macht, hellt nach oben immer stärker auf und in der Höhe entfaltet die Stimme durchaus Glanz und Strahlkraft. Immerhin muss man bedenken. dass dies eine Premiere unter ungewöhnlichen Bedingungen war. Da eine verlässlicheren Eindruck von einer Gesangsleistung zu formulieren, finde ich daher schwierig. Warten wir es ab. Sicher werden wir den Tenor bald öfter hören. Ich bin gespannt.


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Lisette Oropesa (#1844 ff):


    Die junge amerikanische Sopranistin hat im gestern von RAI und Arte Concert ausgestrahlten Eröffnungskonzert der Mailänder Scala mit der Szene der Lucia "Regnava nel silenzio" auf mich wieder einen ganz ausgezeichneten Eindruck gemacht; ihr Auftritt gehörte zu den herausragenden Darbietungen des Konzerts. Ansonsten neben einigen gelungenen bis glänzenden Auftritten (Marina Rebeka, Piotr Beczala, Juan Diego Florez, Elina Garanca, Ildir Abdrazakov, Alexandra Kurzak) auch einiges weniger Beeindruckende. Der eine oder andere Vortrag (keine Namen) gab - nimmt man dieses "vorgefertigte" Konzert zum Maßstab- eher zu Besorgnis denn zu Wohlgefallen Anlass

  • Lieber Otello!

    Der eine oder andere Vortrag (keine Namen) gab - nimmt man dieses "vorgefertigte" Konzert zum Maßstab - eher zu Besorgnis denn zu Wohlgefallen Anlass

    Wie diplomatisch. Aber man kann sich ja die Liste der Mitwirkenden anschauen und dann seine Tipps abgeben.


    Beste Grüße

    Caruso41


    PS.:

    Hast du schon Vannina Santoni gehört? Es wäre interessant, ob Du ihre Stimme und Gesangskunst auch so positiv einschätzt.

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Vannina Santoni (Sopran, Frankreich) #2113 ff


    Hast du schon Vannina Santoni gehört? Es wäre interessant, ob Du ihre Stimme und Gesangskunst auch so positiv einschätzt.

    Lieber Caruso41,


    ich habe mir die Ausschnitte mit Vannina Santoni, die ich bis dato nicht kannte, angehört und bin ebenfalls höchst angetan von ihrer Stimme. Diese ist von warmer Grundierung, zugleich obertonreich und verfügt über eine leuchtende Höhe. Zur Darbietung der Violetta-Szene: die Sängerin phrasiert sehr bewusst, im Bemühen um stilgerechten Ausdruck und schwebendes Legato. So gelingt ihr die berührende Abschiedsszene der Violetta trotz des gewöhnungsbedürftigen Ambiente ungemein gesammelt und eindringlich (der kleine Abbruch in der ersten Strophe trübt kaum), sie vermag den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Wie groß ihre Stimme ist, wie sie mit natürlichen Mitteln in den Raum zu projezieren vermag, ist auf der Grundlage des Tondokuments für mich nicht einzuschätzen. Die zunehmend verwandten Methoden der akustischen Verstärkung stehen da im Weg. Aber Frau Santoni hat alle Anlagen für eine bemerkenswerte Karriere. Eine großartige Entdeckung! Es wäre schön, sie mal live zu sehen und zu hören.


    Man sieht, in Frankreich ist nach langen Jahren der Dürre der sängerische Nachwuchs im Bereich Oper und Konzert zunehmend präsent, er wird gepflegt und präsentiert, und bei uns in Deutschland..?


    VG
    Otello50

  • Zu Xabier Anduaga (Tenor, Spanien #436 ff, 2092)

    In einem Gala-Konzert im Bolshoi-Theater am 2.12.20 hat er mitgewirkt. Bei YT nachzusehen.


    Ab ca. Minute 50:00 singt er ein grandioses "Ah mes amis" (Konzert im Bolshoi 2.12.2020)
    Hörenswert!

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