Ausgezeichnete Aufführung des Don Carlos (Verdi), Hamburgische Staatsoper, 02.06.2019

  • Lianna Haroutounian hat wohl schon in Hamburg gesungen (Butterfly), von ihr gehört hatte ich bisher aber nichts. Sie stammt aus Armenien, sprang 2013 am Londoner Opernhaus Covent Garden als Elisabetta ein und hat sich seitdem offenbar einen Namen als eine der führenden Verdisoprane gemacht. Sie sang heute eine großartige Elisabetta mit frei fließender, ausgeglichener, nie enger oder schärfer werdender Stimme, mit schönen Piani, Schwelltönen und, besonders beeindruckend, grandios leuchtenden Höhen. Ihre große Arie im vorletzten Bild war nicht nur gesanglich, sondern auch von der Empfindung her überzeugend. Da muss ich bis in das Jahr 1987 zurückgehen, um eine gleichwertige Leistung gehört zu haben (Margaret Price). Elena Zhidkova sang die Eboli erwartungsgemäß nicht nur ausgezeichnet, sondern überzeugte auch darstellerisch. Wie überhaupt heute ungemein gut miteinander gespielt wurde, selbst dem Orchester wurden von Pier Giorgio Morandi berührende Töne entlockt.

    Das gilt vor allem für den zweiten Teil, d.h. ab der großen Arie des Königs „Sie hat mich nie geliebt“. Die Aufführung dauerte einschl. Schlussbeifall und von zwei Pausen knapp fünfeinhalb Stunden, d.h. es wurde eine ungekürzte Fassung geboten einschließlich Fontainebleauakt und Ballettmusik (und alles auf französisch). Wirklich Verdi findet für mich aber vor allem während der letzten 90 Minuten statt, beginnend mit der Arie des Königs, dessen Dialog mit dem Großinquisitor, Ebolis Arie „O don fatale“, Posas Sterbearie und als gesanglich krönender Höhepunkt: Elisabetta mit ihrer großen Schlussarie. Nur Don Carlos hat im zweiten Teil wenig zu singen, allerdings wird ihm im Fontainebleauakt eine Arie abverlangt.

    Pavel Cernoch (Carlos) lag mehr das Dramatische als das Ariose seiner Partie, seine Stimme schien mir anfangs in den Höhen leicht gequescht, außerdem steuerte er die im oberen Frequenzbereich liegenden Töne nicht immer ganz sauber an, in den mittleren Frequenzen klang er aber angenehm und harmonierte gut mit Posas Bariton. Außerdem ist Cernoch von der Erscheinung her (groß gewachsen, schlank) gut besetzt gewesen und verfügte auch darstellerisch über genügend Ausdruckkraft. Ihn hatten wir zuletzt vor 4 Jahren als Carlos gehört, ebenso wie Alexey Bogdanchikov als Posa. Damals hatte er mir nicht gefallen, sein Bariton hat sich aber weiter entwickelt, er klingt nicht mehr so leise wie früher, es gibt an seinem Gesang technisch nichts zu bemängeln und er verfügt über genügend Atem für das Halten der Töne. Bogdanchikov überzeugte im Todesbild überaus schönstimmig und mit Inbrunst im Herzen. Gabor Bretz sang wieder den König, auch er gefiel mir diesmal besser als vor 4 Jahren. Für einen Philipp war er damals sowohl vom Stimmklang und auch vom Aussehen her noch zu jung; heute hatte er die für den Philipp notwendige Größe, sowohl stimmlich als auch vom Auftreten her.

    Nicht ganz überzeugte Luigi De Donato als Großinquisitor, weder stand ihm die Schwärze der Stimme, noch das für die Rolle notwendige Stimmvolumen zur Verfügung, um diesen Kirchenlenker genügend zu charakterisieren. Da war Hans-Peter König bei der Duisburger Aufführung von vor zwei Wochen ein ganz anderes Kaliber. Das gilt auch für den dortigen Sänger der Partie von Karl V. (Beniamin Pop), der mit Bass-Schwärze die auf Carlos am Ende des Stücks eindringenden Edelleute hinter die Schranken verwies. Das war heute Alin Anca nicht gegeben. Insgesamt war es trotz gewisser Einschränkungen eine Sternstunde des Operngesangs, an dem alle Beteiligten mitwirkten, also auch das Orchester. Das nicht ganz vollbesetzte Haus applaudierte am Schluss stehend (man hatte ja auch lange genug gesessen) und klatschte die Protagonisten noch einmal heraus, als der Schlussvorhang wegen Abebbens des Beifalls schon geschlossen worden war.


    Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv

  • Hallo, Ralf!


    Vielen Dank für Deinen Bericht zu der Oper "Don Carlos", eine meiner liebsten Opern. Vor Allem wurden hier auch der Fontainebleauakt und Ballettmusik gebracht, welche ich vor Jahren in Bonn vermisst habe. Da Du keine Kritik an der Inszenierung geäußerst hast, scheint diese wohl nach Deinem Geschmack gewesen zu sein. Zu "Don Carlos" hat es ja schon einige seltsame Deutungen in der Vergangenheit gegeben.


    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Liwber Ralf,

    diese Version von Don Carlo hatten wir auch an der Rheinoper in einer sehr gelungenen Inszenierung von Christof Loy.

  • Liebe Vorredner,

    dann will ich doch noch etwas zu dieser Inszenierung (Konwitschny) aus dem Jahre 2001 sagen, ich sah sie zum 6. mal, man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Heute wirkt sie fast konventionell mit ihren zeittypischen Kostümen. Es beginnt mit leerer, nur mit im Vordergrund stehender Tonne dekorierter Bühne. Ab und an werfen Choristen Zweige hinein, um das Feuer zu unterhalten. Zur Liebesszene zwischen Carlos und Elisabetta leuchtet ein Sternenhimmel auf. Nachdem Elisabetta auf Wunsch des Volkes der Ehe mit Philipp zustimmt und sie in die spanische Hoftracht hineingezwängt wird, senkt sich ein großer, hellgrauer, nach oben und vorn hin offener Kasten auf die Bühne, aus dem viele niedrige ca. 1,6 m hohe Türen hinausführen. Elisabetta wird also nicht nur "einkorsettiert", sondern auch räumlich eingeengt. Wer den Escorial bei Madrid mal von Innen gesehen hat, wird diese inszenatorische Einengung nachvollziehen können. Bis auf einen Bühnenbildwechsel beim sog. Intermezzo (Ballettmusik) bleibt dieser große einengende Raum erhalten, nur am Schluss fährt die Hinterwand, einen hohen Spalt lassend, auseinander, durch den Posa und Elisabetta fliehen, geschützt von Karl V.


    Während des Intermezzos fährt die gesamt Bühne nach oben und gibt das Untergeschoss, eine Wohnung im Stil der 1950/60er Jahre frei. Das nennt sich dann Ebolis Traum. Eboli fühlt sich ja (fälschlicherweise) von Carlos geliebt und träumt sich in eine klassische Ehesituation hinein. Die Sänger agieren dabei als Schauspieler; Eboli empfängt den Hausherrn Carlos, zieht ihm das Jackett aus und ein Freizeitsakko an, lässt eine Pute anbraten, empfängt die Schwiegereltern Philipp und Elisabetta zum Abendessen, man macht mancherlei Scherze, bestellt schließlich Pizza, da die Pute verbrannt ist und verlässt am Ende die Wohnung, offenbar um noch woanders hinzugehen. Zhidkova und Cernoch sowie Haroutounian und Bretz spielten das alles zum Wohlgefallen des Publikums, so dass die währenddessen gespielte (musikalisch eigentlich nicht so grandiose) Ballettmusik weniger als das Schauspiel wahrgenommen wird. Konwitschny hat das daramturgisch geschickt in den Gartenakt vor dem Treffen der als Königin verkleideten Eboli mit Carlos hineininszeniert.


    Am auffälligsten ist allerdings das 7. Bild, das Autodafé. Vorher und hinterher ist Pause. Dem Publikum wurde während der ersten Pause Handzettel überreicht, wonach sich während des 7. Bildes jeder im Zuschauerraum hinsetzten könne, wo er wolle. Außerdem würde der Spanische König nebst Gattin dem Autodafe in der Hamburgischen Staatsoper beiwohnen. Zwischenzeitlich war im Foyer ein Podest aufgebaut sowie NDR-Kameras angebracht worden. Auf dem Podest spielten die Bläser des Philharmonischen Staastsorchesters beim Einzug von Philipp und Elisabetta in das Foyer. Bereits vorher waren die wie Sklaven an einer langen Kette befestigten Sünder durch das Foyer und die Gänge des Zuschauerraums auf die Bühne getrieben worden. Als schließlich der König auch dort eintraf, folgte musikalisch der bekannte Ablauf des Autodafes. Im Zuschauerraum blieb es derweil hell, wegen der zahlreichen Aktionen auf den Gängen war das Publikum eher unruhig, was die Hörbarkeit des auf der Bühne gebotenen Musikalischen etwas einschränkte. Wichtig ist vielleicht noch, dass die Kostümierung hier nicht mehr dem spanischen Hofpzeremoniell entsprach, sondern modern auf die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts zu verorten war.


    Zahlreiche (Komparsen-)Reporter fotografierten das Geschehen auf der Bühne, auch die den Verurteilten geltenden Schläge durch böse Hilfskräfte. Carlos machte übrigens mit in die Höhe geworfenen Handzetteln auf seine Flandernpläne aufmerksam, etwas zeitversetzt wurden auch entsprechende Papiere von den oberen Rängen in das Publikum geworfen (Bilder von zerstörten Städten, misshandelten Menschen etc.). Höhepunkt auf der Bühne war das Erscheinen der Stimme aus dem Himmel (Na*ama Shulman, Mitglied des Internationalen Opernstudios) mit blonder Perücke und Glitzerkostüm, analog Marilyn Monroes Auftritt bei einer Feier des früheren amerikanischen Präsidenten Kennedy. Nach der dann folgenden Pause ging es ganz gesittet weiter, wenn man davon absieht, dass Eboli mit dem König in den Kissen lag und auch während des Auftritts des Großinquisitors alles mit anhörte.


    Das war schon alles ganz schlau von Konwitschny ausgedacht worden, nur insgesamt viel zu lang, vor allem, wenn man es zum 6. mal ansehen muss.

    Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv

  • nur insgesamt viel zu lang, vor allem, wenn man es zum 6. mal ansehen muss.

    ??? Muß?? Müssen muß doch keiner, zumindest nicht ins Theater?

    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Lieber Ralf Reck, vielen Dank! Mit den beiden Teilen wird Dein Bericht richtig interessant und rund. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Lieber La Roche, worauf bezieht sich das muss, wenn man etwas Sehen oder Hören will, nimmt man manches in Kauf, z.B. ein Vorprogramm, schwatzende Nachbarn oder eben auch etwa ausufernde Regieeinfälle. Speziell zu Konwitschny, seine Ideen fand ich nie schlecht, speziell seine Carlos-Interpretation erschien mir anfangs sehr gelungen. Die Regieeffekte nutzen sich aber für einen normalen Operngänger schnell ab, zumal wenn er sich häufiger ein Stück anschaut. Da sind die konventionellen Aufführungen von Vorteil, man kann sich ganz auf das Muskalische konzentrieren. Der Fontainebleau-Akt macht zwar die Handlung verständlicher, für mich ist das Musikalische aber nicht jedesmal (!) unabdingbar. In Duisburg gab es (konzertant) die klassische, kürzere italienische Variante, da steckt von der Komposition her doch schon alles drin. Deshalb schrieb ich auch, die letzten eineinhalb Stunden des Don Carlos sind die wesentlichen, um nicht zu müssen; sollte man vielleicht erst nach der Pause kommen. Das wäre allerdings snobistisch. Herzliche Grüße von Ralf Reck und Dank an Hans Heukenkamp für die freundlichen Worte.

    Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv

  • die klassische, kürzere italienische Variante, da steckt von der Komposition her doch schon alles drin.

    Diese Aussage ist sachlich falsch. Wenn im Duett Elisabeth - Carlos während des von Posa eingefädelten Treffens plötzlich Erinnerungsmotive erklingen, die vorher (da der Fontainebleau-Akt nicht gespielt wurde) gar nicht exponiert wurden, also gar nicht zuvor erklangen, kann man sich nur ganz schlecht daran erinnern...


    Verdi hat das selbst erkannt, deshalb war in seiner letzten autorisierten Fassung 1886 der zuvor 1884 für Mailand gestrichene Fontainebleau-Akt wieder drin.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Lieber Ralph Reck!


    Deine Beschreibung von der Inszenierung des Autodafé ist sehr plastisch gelungen! Kompliment!!


    Ich habe zwar in der aktuellen Aufführungsserie keinen Abend gehört, bin aber früher schon dreimal in Konwitschnys Hamburger DON CARLOS gewesen. Immer wieder überrumpelt und verstört dieses Einbrechen der Aktualität in das historische Drama. Ich finde es einen grandiosen 'coup de théâtre' , der da dem Regisseur gelungen ist und der auch bei wiederholtem Erleben nichts von seiner Wirkung verliert. Dass dadurch "die Hörbarkeit des auf der Bühne gebotenen Musikalischen etwas" eingeschränkt wird, hätte Verdi sicher nicht als Problem empfunden. Ich zumindest habe das nie als Problem empfunden. Die Musik der Szene ist ja so gewaltträchtig und brutal unterkomplex, wie kaum eine andere aus Verdis Feder! Das wird in dieser Deutung in seiner ganzen unverschönerten Rigorosität hörbar und fühlbar!


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Don Carlos ist die einzige Oper, die ich mir in ein- und derselben Inszenierung innerhalb weniger Wochen dreimal angesehen habe. Es war in Gera, und es war die letzte Inszenierung von Hubert Cross jr., bevor die RT-Experten das Zepter in die Hand nahmen.

    Gerade das als Autodafe´ bezeichnete2. Bild des dritten Aktes war es, was mich immer wieder zum Besuch veranlaßte. Unvergeßlich, wie in der düsteren Szenerie die Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, fast realistisch mit Statisten hoch über dem Feuer dargestellt. Ich möchte erwähnen, daß RT-Einfälle wie Zeitverlegung u.a. von Cross jr. nicht angewendet wurden. Dazu kam eine für Gera illustre Sängerschar mit Ilona Streitberger, Yvonne Füssel-Harris, Matthias Schulz, Rainer Büsching u.a. Davon träumt man heutzutage (ich jedenfalls).


    Herzlichst La Roche

    Dass dadurch "die Hörbarkeit des auf der Bühne gebotenen Musikalischen etwas" eingeschränkt wird, hätte Verdi sicher nicht als Problem empfunden. Ich zumindest habe das nie als Problem empfunden.

    Schön, daß Du weißt, was Verdi als Problem empfunden hätte und was nicht.

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Ilona Streitberger, Yvonne Füssel-Harris

    Die beiden Damen hatte ich 1993 in Weimar als Eboli (Streitberger) und Elisabeth (Füssel) im "Don Carlos", durchaus überzeugend. Das war noch eine Inszenierung von Fritz Bennewitz.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ja, und in Gera sang den Posa ein Bariton, der aus Weimar nach Gera gewechselt war, Junge mit Nachnamen. Der Vorname ist rausgefallen aus dem Gedächtnis. Auch er war gut, seine Stimme war aber für meinen Begriff etwas hart, sein Tod war daher nicht so überzeugend wie z.B. der von Dan Iordachescu. Aber als Onegin war er gut. Natürlich sind die beiden auch in einer anderen Liga.


    La Roche


    Das alles gehört aber nicht zum Hamburger Don Carlos

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Zitat von Caruso41



    Dass dadurch "die Hörbarkeit des auf der Bühne gebotenen Musikalischen etwas" eingeschränkt wird, hätte Verdi sicher nicht als Problem empfunden. Ich zumindest habe das nie als Problem empfunden.

    Herzlichst La Roche

    Schön, daß Du weißt, was Verdi als Problem empfunden hätte und was nicht.

    Da mußt Du Dich nicht wundern, lieber La Roche, er weiß alles!

    Er weiß, daß man Sänger auf Radtouren erleben kann und weiß auch, daß in Liberec /Reichenberg nur die 3. Regionalliga zugange ist,

    obwohl er nie da war.


    Herzliche Grüße

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ja, und in Gera sang den Posa ein Bariton, der aus Weimar nach Gera gewechselt war, Junge mit Nachnamen. Der Vorname ist rausgefallen aus dem Gedächtnis. Auch er war gut, seine Stimme war aber für meinen Begriff etwas hart, sein Tod war daher nicht so überzeugend

    Ja, Michael Junge sang den Posa auch schon 1993 in Weimar und hat mir damals sehr gut gefallen - obwohl ich in derselben Spielzeit 92/93 an der Deutschen Oper bereits renommierte Baritone wie Andreas Schmidt (der war nicht besonders gut als Posa) und George Fortune (der war schon besser) erlebt hatte. Junge konnte da (in relation der größe der Häuser) im Deutschen Nationaltheater Weimar sehr gut mithalten, ich empfand seinen Gesang damals (1993, Gera war wohl ein paar Jahre später) durchaus als lyrisch und schönstimmig.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Schön, daß Du weißt, was Verdi als Problem empfunden hätte und was nicht.

    Nein, das weiß ich nicht, lieber La Roche.

    Darum habe ich auch nur eine Vermutung geäußert: "... hätte Verdi sicher nicht als Problem empfunden".


    Aber vermutlich muss man den Hamburger DON CARLOS live erlebt haben mit dem ungemein überwältigenden und bedrängenden Beginn der Autodafé-Szene, um diese Vermutung nachvollziehen zu können.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Aber vermutlich muss man den Hamburger DON CARLOS live erlebt haben mit dem ungemein überwältigenden und bedrängenden Beginn der Autodafé-Szene, um diese Vermutung nachvollziehen zu können.

    Zog mir diesen DC (De Billy/Konwitschny) lediglich via Video-Mitschnitt rein.

    Auch mächtig beeindruckt von szenischer Umsetzung der Autodafe-Szene.

    Wieviel stärker potenzierte sich der Eindruck dann in Hamburg.

    Hoch spannende und gleichfalls verstörende Alternative nämlicher Szene bietet in Hannover die Regie Christof Nels (leider ohne Fontainebleau-Akt:(), selbst wenn mir vergleichsweise Konwitschnys Personenführung insgesamt ausgefeilter rüberkommt.