Irmgard Seefried

  • Irmgard Seefried, geboren am 9.10.1919 in Köngetried bei Mindelheim in Bayern, Regierungsbezirk Schwaben.


    Irmgard Seefried studierte in Augsburg am dortigen Leopold-Mozart-Konservatorium (heute Hochschule für Musik Nürnberg - Augsburg) und debütierte 1939 in Aachen.
    Ab 1943, in der Zeit der Direktionsära Karl Böhm, und bis zu ihrem Tod war sie Mitglied der Wiener Staatsoper.


    Mit dem Wiener Mozart Ensemble ist der Name der deutschen lyrischen Sopranistin Irmgard Seefried aufs innigste verbunden.
    Für mich war sie die erste Marzelline im "Fidelio", die erste Hosenrollendarstellerin mit dem Octavian und dem Komponisten bei Richard Strauss und eben auch die erste Fiordiligi, Susanne und Pamina bei Mozart, auf der Bühne des Thaeters an der Wen.


    Sie besaß einen wunderschön, ebenmäßig geführten Sopran, dessen Klangbild man im nachhinein (ihrem Bühnentemperament eigentlich widersprechend) als keusch bezeichnen könnte.


    Bei den genannten Mozartpartien war es neben der berückenden Stimmschönheit vor allem der Ensemblegeist, der der Bühnenerscheinung Seefried am meisten entsprach.


    Neben dem nobel kultivierten Tamino eines Dermota war sie eine innig berührende Pamina, neben dem ewigen Spaßmacher Kunz ein kokettes Kammermädchen Susanne und neben den beiden im Verein mit dem weisen Paul Schöffler eine zwischen Pflicht und Neigung hin und her gerissene Fiordiligi.


    Bei Wagner war sie neben dem poetisch verklärten Sachs von Schöffler ein reizendes Evchen - bei Richard Strauss neben demselben als alterner Musiklehrer ein idealistischer Komponist, neben einer Hilde und Anni Konetzni und Reinig und Zadek ein fast spitzbübischer Octavian, ganz im Zauber seiner 17 Jahre.


    Wie sehr sich die Seefried sich aber durch ihre Parnter inspirieren ließ, merkte man an zwei anderen Partien:
    als der unvergessene George London mit seiner samtenen Prachtstimme Wien mit seinem Don Giovanni betörte, war an seiner Seite eine köstlich naive kleine Bäuerin Zerline, die völlig willenlos im Duett "Reich mir die Hand mein Leben" dem ewigen Verführer ins Netz ging, in der moderenen Oper war sie am Ende ihrer Karriere noch eine triebhafte Marie an der Seite von Walter Berry als Wozzek.


    Mir bleibt ihre Figaro Gräfin, mit Emmy Loose als Susanne, im alten Redoutenssaal für immer in Erinnerung.


    In diesen letzten Jahren Jahren ihrer großen Karriere war sie dann auch an der Volksoper engagiert, wo sie etwa im "Walzertraum" eine köstliche Anstandsdame kreierte - auch der Abstecher ins Musical an das Theater an der Wien zu Udo Jürgens "Helden" darf nicht unerwähnt bleiben, da die Seefried hier wohl zum letzten Male ihr schier unerschöpfliches Bühnentemperament voll zur Geltung bringen konnte.


    Doch neben der Opernsängerin Seefried darf man auch die bedeutende Lied- und Oratoriensängerin nicht vergessen. Hier seien in allerersten Linie ihre unzähligen Liederabende genannt, deren Palette von Mozart, Schumann, Strauss bis hin in die Moderen zu Bela Bartók reichte.
    Und da möchte ich besonders an eine Lied denken, das in keinem Liederabend (wenn auch nur als Zugabe) fehlen durfte: Schuberts "Forelle", die ich in meinem ganzen Leben niemals mehr so charmant interpretiert gehört habe!
    Auch die Chorwerke von Bach, Beethoven, Mozart und Brahms wurden oft von in den Sopransolopartien von der Seefried verschönt - ganz unvergessen ist da wohl das "Deutsche Requiem" von Brahms unter Bruno Walter zusammen mit George London!


    Irmgard Seefried, ein lyrischer Sopran mit unglaublichen Theatertemperament, eine zentrale Figur im Ensemble der Wiener Oper, die für alle Zeiten damit untrennbar verbunden sein wird!


    Irmgard Seefried war verheiratet mit dem österreichischen Geigerkünstler Wolfgang Schneiderhan, mit dem sie viele Liederabende bestritt.
    Irmgard Seefrieds Tochter Mona Seefried ist eine bedeutende Schauspielerin deutscher Zunge.


    Irmgard Seefried verstarb am 24.11.1988 in Wien und ist neben ihrem Gatten auf dem Neustifter Friedof (Gruppe 22, Reihe 5, Nummer 5) bestattet.

  • Leber Peter,


    "Schatzerl und Busserl" waren Begrüßungen und Verabschiedungen, wenn ich bei Irmgard Seefried anrief und eigentlich nur Ihren Gatten Wolfgang Schneiderhan sprechen wollte. Mit ihm machte ich beim Heilbronner Sinfonie Orchester eine ganze Reihe von Konzertabenden. Er hat meine Auffassung z. B. vom Beethoven-Violinkonzert durch sein stringentes werktreues Spiel mit großem Ton für immer geprägt. Welch ein Unterschied zum zarten fast körperlosen Spiel der Damen,, die heute hoch im Kurs stehen. Manchmal hat ihn seine Frau begleitet. Wenn die Seefried dabei war, wurde das Zusammensein nach dem Konzert immer eine mords Gaudi. Das war kein "Wiener Schmäh" sondern umwerfendes Temperament und Herzlichkeit. Genau das konnte die große Künstlerin auch auf ihre Operndarstellungen übertragen. Ihre Mozart- und Straußrollen trugen den Stempel dieses natürlichen Temperaments und ihrer Liebenswürdigkeit. Die Seefried kam auf die Bühne, das Publikum war verzaubert und liebte sie. Ein Phänomen, dass ich ähmlich nur noch bei Edith Mathis erlebte. Immer schwang auch ein bißchen Schalk in ihren Interpretationen mit. Frau Seefried hatte ein wunderbar durchgebildete ausdrucksvolle Stimme, Als Darstellerin war sie phantastisch wandelbar. Die andere ernsthafte Seite der Künstlerin lernte man in ihren Liederabenden kennen. Ihre Konzertreisen durch die ganze Welt waren triumphale Erfolgsreisen. Oft zusammen in aparten Programmen mit ihrem Gatten Wolfgang Schneiderhan. Wie außergewöhlich beliebt Irmgard Seefried beim Wiener Publikum war zeigt folgendes Erlebnis. In einer Fidelio-Aufführung war sie als Marzelline sehr indisponiert. Man sprach sogar von einer Stimmkrise. Ich war im Publikum und dachte, was wird bei den als kritisch bekannten Wiener-Opernfreunden passieren. Nichts geschah, die Seefried wurde trotz allem umjubelt.Ihre Wiener Fans hielten ihr gerade in der Krise die Treue.( Auch das ist Wien!) Irmgard Seefried wird als eine der liebenswürdigstens Operndarstellerinnen und eminente Könnerin in bester Erinnerung bleiben- vor allem bei denen, die sie auf der Bühne und im Konzertssal erleben durften.
    Herzlichst
    Operus, der beim Schreiben und der Erinnerung glänznde, feuchte Augen bekommt!

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber operus!


    Das ist es was das Wiener Opernpubllikum so ausmachte, es hat uns nichts ausgemacht wenn eine Seefried oder Güden keinen besonderen Tag hatten, sie hatten trotzdem unsere Begeisterung.


    Einmal hat mich ein Amerikaner gefragt, als die Güden wirklich nicht gut war, warum wir sie trotzdem anjubeln,


    da habe ich gemeint, sie hat uns, wie die Seefried, schon so schöne Abende gebracht, dass wir ihr auch bei einer Stimmkrise beistehen und zu ihr halten.


    Die Seefried, wenn wir in Wien zu einer Sängerin oder einem Sänger die oder der sagen, dann ist es ein Adelsprädikat.


    Ich liebte die Frische in ihrer Stimme und zwei Rollen, die mir besonders im Gedächtnis bleiben werden, sind ihr Komponist und ihre erste Gräfin im Figaro, als unser Redoutensaal noch im barocken Glanz strahlte, da passte die Seefried rein, oben auf der Treppe, die beidseitig runtergeht, das "Porgi amor" zu hören, sie im herrlichen dunkelblauen Barockkostüm zu sehen, ihre strahlende jugendliche Stimme zu hören - das sind so Opernmomenete die man nie vergisst.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello: :jubel: :hello:

  • Lieber Peter,
    Du Glücklicher, wie schön, dass Du diese Momente erlebt hast.
    Herzlichst
    Dein
    Operus
    :hello: :hello:

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!


  • Lieber Operus!


    Wir hatten, damals, in Wien ein derart gutes Ensemble, dass eigentlich jede Aufführung blendend besetzt werden konnte.


    Ob mit einer Seefried als Komponist oder Octavian (nur kann ich mich nicht erinnern, dass sie die Feldmarschallin sang),
    beim Figaro schon, da wurde aus der koketten Susanne eine wunderschöne Gräfin - von der ich heute noch schwärme.


    Den Komponisten sang sie ja noch jahrelang mit Paul Schöffler, wir hatten ja drei wunderbare Komponisten in der "Ariadne" Irmgard Seefried, Christa Ludwig und Sena Jurinac, da kann man nur sagen: "Das kommt nicht wieder!"


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Hier ist aus meinem Schrank eine Portrait-CD von Irmgard Seefried:



    Titelliste:


    1. Sorella, cosa dici? - Prenderò quel brunettino
    2. Wie nahte mir der Schlummer - Leise, leise, fromme Weise
    3. Und ob die Wolke sie verhüllte
    4. Kam ein armes Kind von fern
    5. Dort bei ihm ist sie jetzt
    6. Auf des Lebens raschen Wogen
    7. Ihr Weib? - Mein teures Weib
    8. Wie du warst! Wie du bist!
    9. Er kommt, er kommt in zwei Karossen - Mir ist die Ehre widerfahren
    10. Nein, nein, nein,nein! I trink' kein Wein!
    11. Marie Theres'! - Hab' mirs gelobt - Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • In Beethovens 9. Symphonie als Solo - Sopran:



    Eine der besten Einspielungen mit den Berliner Philharmonikern unter Ferenc Fricsay.


    habe diese aber als LP.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :jubel: :hello:


  • Schon wegen Irmgard Seefried zu empfehlen, ist zwar eine DVD in SW - aber das vergisst man beim Zuschauen - Zuhören, und es macht Einem nicht aus.


    Liebe Grüße Peter aus Wien :jubel: :hello:

  • Heute, am 9. Oktober 2009 wäre Irmgard Seefried, Sopranistin aus dem Unterallgäu, 90 Jahre alt geworden.


    Morgen bringt der Westdeutsche Rundfunk - WDR3 - eine Sendung mit Aufnahmen der Sängerin im Rahmen des "Klassik-Forum", das um 9.05 Uhr beginnt:


    Historische Aufnahmen:
    Mit der Sopranistin Irmgard Seefried


    Zitat

    Natürlichkeit, Lebendigkeit, Charme, Frische – wie ein roter Faden ziehen sich diese vier Worte durch die Beschreibungen der Sopranistin Irmgard Seefried, die am 9. Oktober 1919 im bayerischen Mindelheim auf die Welt gekommen und am 24. November 1988 in Wien gestorben ist. Irmgard Seefried gehörte mit ihrem hellen, sehr klaren, faszinierend deutlichen und vor allem: stets emoptional sehr direkten Soprangesang in die so genannte Goldenen Generation, die nach dem zweiten Weltkrieg voir allem in Wien für Sternstunden der Oper gesorgt hat. Für Richard Strauss war sie diejenige, die aus dem Komponisten in der Oper Ariadne auf Naxos erst eine „gute“ Rolle gemacht hat – fast so, als hätte Strauss die Partie der Seefried auf den Leib geschrieben, ohne es zu wissen. Abseits der Opernbühne hat Irmgrad Seefried auch als Konzert- und Liedsängerin fasziniert. Im Klassik-Forum am 10. Oktober wird sie u.a. in Mussorgskijs Kinderstube und – gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Geiger Wolfgang Schneiderhan – in Mozarts: Non temer, amato bene, zu hören sein.


    Klassik-Forum WDR3, Samstag, 10.10.2009 - 9.05 - 12.00 UIhr


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Vor 25 Jahren gestorben:



    Irmgard Seefried (* 9. Oktober 1919 in Köngetried bei Mindelheim; † 24. November 1988 in Wien) war eine deutsche lyrische Sopranistin, die sowohl als Opern- als auch als Liedsängerin Weltruhm genoss.
    Sie war verheiratet mit dem österreichischen Geiger Wolfgang Schneiderhan, mit dem sie viele Lieder- und Konzertabende bestritt.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

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  • In Thread "Ingeborg Hallstein" hat moderato auf den Liederzyklus "Kinderstube" von Modest Mussorgsky hingewiesen und ein Stück daraus mit Frau Hallstein eingestellt.


    Bei dieser Gelegenheit kam mir spontan Irmgard Seefried, eine der liebenswürdigsten Künstlerinnen der Nachkriegszeit, in den Sinn. Von ihr gibt es eine alte Aufnahme des Zyklus, ebenfalls deutsch gesungen. Hier kann man sie hören:

    Am Klavier: Erik Werba, der lange Jahre ihr bevorzugter Begleiter war (Aufnahme: 1954, live). Natürlicher, schöner kann man diese reizenden Lieder nach meinem Empfinden nicht singen. Ich ziehe diese Version allen anderen mir bekannten, auch den russisch gesungenen, vor.

    Für mich war es ein willkommener Anlaß, an diese große Sängerin, die 1988, viel zu früh im Alter von 68 Jahren, von uns gegangen ist, zu erinnern. Unvergessen, neben vielen anderen, ist auch ihre Mitwirkung an dieser Aufnahme:

    die dank der australischen "Eloquence"-Serie auch bei uns wieder greifbar ist.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Lieber Nemorino,


    aus der Eloquence-Serie habe ich diese Ausgabe von ihr - damals gekauft wegen ihrer originellen Interpretation von "Allerseelen" und meinem Kitsch-Artikel :) :



    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Holger,


    aus dieser Reihe gibt es noch eine sehr schöne Ausgabe, die auch die selten zu hörenden Weihnachtslieder von Peter Cornelius enthält, die als Modellinterpretation gepriesen wird:

    Irmgard Seefried singt diese einfachen Liedern in ihrer schlichten, natürlichen Weise und macht damit großen Eindruck.


    In diesem 4 CD-Album sind die berühmten Mozart-Lieder mit Irmgard Seefried und Gerald Moore (Klavier) aus dem Jahr 1950 enthalten:

    Für Liebhaber des Liedes ist das ein wahres Kleinod, enthält überwiegend historische Aufnahmen mit u.a. Kirsten Flagstad, Heinrich Schlusnus, Peter Anders, Emmi Leisner, Hans Hotter, und mit dem berühmten dänischen Tenor Aksel Schiötz die komplette "Dichterliebe" von Schumann/Heine, aufgenommen 1946, außerdem die legendäre "Adelaide" mit Jussi Björling.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • In ihrer Glanzzeit war Irmgard Seefried auch im Bereich der Oper eine überragende Mozart-Interpretin. Vor allem als Susanna in "Die Hochzeit des Figaro" hat sie Furore gemacht. Hier ist sie in dieser Rolle zu hören:

    in einem Live-Mitschnitt von den Salzburger Festspielen aus dem Jahr 1953, unter Wilhelm Furtwängler.

    Es gibt auch eine Stereoproduktion mit Ferenc Fricsay (DGG) von 1960, doch auf der Bühne ist sie noch mehr aus sich herausgegangen.

    Ihre größten Erfolge feierte die Sängerin in den 1950er Jahren, ab ca. 1960 zeigten sich ersteAbnutzungserscheinungen.


    Hier noch eine ihrer großen Mozart-Aufnahmen, aus dem Studio:


    mit Ferenc Fricsay am Pult (Aufnahme: DGG 1958, Stereo), da singt sie die Zerlina.


    Und hier singt sie in der frühen "Zauberflöten"-Produktion mit Herbert von Karajan von 1950 eine zauberhafte Pamina, umgeben von dem legendären Wiener Mozart-Ensemble der frühen Nachkriegsjahre:

    Da vergißt man gerne die bescheidene Monotechnik.


    LG Nemorino



    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Lieber Holger,


    ich war erfreut, daß Du überhaupt geantwortet hast, weil ich weiß, daß Sänger nicht unbedingt Dein Spezialgebiet sind.


    Es ist nur schade, daß hier im Forum die Opern- und Sängerfreunde so rar geworden sind. Das zeigt sich auch daran, daß es für die wunderbare Irmgard Seefried bis vor wenigen Tagen nur mickrige 10 Einträge gab. Für jüngere Mitglieder ist sie wohl kaum noch ein Begriff, und die älteren Jahrgänge werden langsam immer weniger.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Das hier sollte unbedingt noch erwähntwerden zu Irmgard Seefried.....


    51PZysa2QXL._SX287_BO1,204,203,200_.jpgKlick 31boSiK7u0L.jpgKlick

    Die Doppel CD mit Arien beinhaltet die in Post #6 gezeigte CD und die mit Mozart Arien, gibt es auch alle bei Eloquence!



    Der Fidelio ist auf jeden Fall ein MUSS, wurde bestimmt auch bei anderen Sängern und beim Fidelio schon gepostet!

    Der Rosenkavalier gehört zu >meinen Lieblingseinspielungen<, ihr Oktavian ist einfach wundervoll, auch sollte ihr Komponist erwähnt werden, den es in 2 Einspielungen (oder mehr) gibt.


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Fiesco,


    vielen Dank für die schöne Auswahl mit Irmgard Seefried! Die Biographie CANTABILE habe ich gleich auf meine Merkliste gesetzt.


    Den kompletten "Rosenkavalier" unter Böhm habe ich nicht, aber daraus immerhin einige Auszüge (mit rd. 40 Minuten Dauer), u.a. auch die Überreichung der silbernen Rose (mit Rita Streich). Traumhaft schön! Sie sind auf dieser Recital-CD mit dabei:

    Der "Fidelio" ist wohl ein Mitschnitt von der Wiener Staatsoper, den habe ich leider nicht.


    Zum Schluß noch ein echt kostbares Juwel (das für kleines Geld bei Amazon zu haben ist):

    mit Aufnahmen aus den Jahren 1955 (Duette von Dvorak, Monteverdi, Carissimi) und 1947 (Hänsel u. Gretel) und "Rosenkavalier" (wieder die Rosen-Überreichung, mit den Wiener Philharmonikern, Dir.: Herbert von Karajan (9.12.1947, Studioproduktion). Ebenfalls eine wunderbare Aufnahme!

    Ich weiß ja, daß Du die Schwarzkopf nicht magst, aber hier solltest Du echt eine Ausnahme machen und nur an Irmgard Seefried denken! Doch, ehrlich gesagt, hier hört man nichts von der später von vielen so monierten Maniriertheit von Elisabeth Schwarzkopf. Beide Stimmen verschmelzen förmlich und lassen den Zuhörer staunen.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Zitat von nemorino

    "Rosenkavalier" (wieder die Rosen-Überreichung, mit den Wiener Philharmonikern, Dir.: Herbert von Karajan (9.12.1947, Studioproduktion). Ebenfalls eine wunderbare Aufnahme!

    Ich weiß ja, daß Du die Schwarzkopf nicht magst, aber hier solltest Du echt eine Ausnahme machen und nur an Irmgard Seefried denken! Doch, ehrlich gesagt, hier hört man nichts von der später von vielen so monierten Maniriertheit von Elisabeth Schwarzkopf. Beide Stimmen verschmelzen förmlich und lassen den Zuhörer staunen.

    Lieber nemorino, diese CD habe ich irgendwann lieben Freunden geschenkt, (die Dvorak Lieder und Monteverdi und Co. kann ich so nicht mehr hören wollen ;() nachdem ich diese Doppel CD erworben habe, wo die Auschnitte enthalten sind!

    Erste CD OK, 2.CD Auweia, Schwamm drüber wir sind im Seefried Thread!

    Wie du siehst habe auch ich trotz allem einige Scheiben mit der Schwarzkopf! ;)


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Ergänzung.....


    auch hier Live ihre wunderbare Zerlina mit London!

    und ihre Evchen ist mehr als bezaubernd, na ja bei der Herren Riege! :thumbup:

    Hans Sachs/Paul Schöffler

    Veit Pogner/Gottlob Frick

    Kunz Vogelgesang/Karl Terkal

    Konrad Nachtigall/Eberhard Waechter

    Sixtus Beckmesser/Erich Kunz

    Fritz Kothner/Hans Braun

    Balthasar Zorn/Erich Majkut

    Walther von Stolzing/Hans Beirer

    David/Murray Dickie

    Eva/Irmgard Seefried

    Magdalene/Rosette Anday


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Fiesco,


    …. da hast Du aber ganz feine Sachen in Deiner Sammlung! (#21)


    Wie Du weißt, bin ich ein "Live-Muffel", deshalb ist es bei mir damit schlecht bestellt. Aber die Seefried als Evchen, das muß schon eine Sternstunde gewesen sein.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Zitat von nemorino

    Wie Du weißt, bin ich ein "Live-Muffel", deshalb ist es bei mir damit schlecht bestellt.

    Oh Gott lieber Nemorino, da wäre es aber um meine Opernsammlung sehr sehr schlecht bestellt:love:, ohne das LIVE Sortiment!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ob ich diese CD schon mal vorgestellt habe ist ja leider nicht mehr zu sehen, das ist eine Traurigkeit die sich leider durch das ganze Forum zieht! ;(


    51jM1HRx3ML.jpg


    Il re pastore : K. 208 : (dramma per musica in due atti). L'amerò, sarò costante : aria no. 10 (rondeaux) for soprano and obligato violin.* Violine Wolfgang Schneiderhan

    Das ist auch der einzige Auftritt von ihm auf der CD.

    Die Seefried singt noch aus der Motette KV 143bzw.73a eine Arie, sowie das Lautete dominum aus KV 339 und das Agnus dei aus KV 317

    Weshalb ich allerdings die CD erworben habe :stumm: war die Aufnahme des 2ten Violinkozertes KV 211 mit Josef Suk!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Fiesco,


    die von Dir vorgestellte "Praga"-CD kenne ich leider nicht, aber es freut mich, daß via Wolfgang Schneiderhan mal wieder an die wunderbare Irmgard Seefried gedacht wurde. Ich habe mir heute mittag mit großem Genuß die Dacapo-Sendung mit Prof. August Everding angeschaut, aus dem Jahr 1987, also nur ein Jahr vor dem allzu frühen Tod der großen Künstlerin. Welch ein Temperament, welch eine Vollblutsängerin! Es war eine zauberhafte Stunde mit der unvergessenen Sängerin.


    Statt der Dacapo-Sendung möchte ich hier die Arie der Baronin Freimann aus Lortzings "Wildschütz" einstellen, die von Irmgard Seefried zu hören eine wahre, ungetrübte Freude ist:


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • ... es freut mich, daß via Wolfgang Schneiderhan mal wieder an die wunderbare Irmgard Seefried gedacht wurde.

    Lieber Fiesco, lieber Nemorino, genauso habe ich das auch empfunden. Die Arie der Baronin aus dem "Wildschütz" ist ein trefflicher Einstieg in einen hoffentlich schönen Sonntag. :) Da diesem Thread noch nicht erwähnt, möchte ich auch auf den Mitschnitt der Lortzing-Oper aus Wien verweisen. Für die große Beliebtheit der Seefried spricht, dass sie schon vor der Arie Beifall bekommt.


    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Die Arie der Baronin aus dem "Wildschütz" ist ein trefflicher Einstieg in einen hoffentlich schönen Sonntag.

    Lieber Rüdiger,


    ich hoffe, da Du nach diesem Einstieg einen schönen, sonnigen, nicht zu schwülen Sonntag genießen konntest. Hier (im Rheinland) ist die Hitze, trotz mehrerer Gewitter, immer noch nicht abgeklungen. Aber, es ist Sommer - über Kälte und Nässe können wir bald wieder lange klagen ....


    Zum Tagesabschluß möchte ich noch eine Aufnahme mit Irmgard Seefried vorstellen, die nicht sehr bekannt geworden ist, die mir persönlich aber sehr am Herzen liegt:

    Georg Friedrich Händel – Irmgard Seefried · Dietrich Fischer-Dieskau, Karl  Böhm – Julius Caesar (1960, Vinyl) - Discogs

    Eine schöne Aufnahme aus dem Jahr 1960, in der auch Dietrich Fischer-Dieskau (in der Titelpartie) mitwirkt. Karl Böhm dirigiert das Radio-Symphonie-Orchester Berlin. Das ist allerdings nichts für HIP-Freunde!


    Ich bin froh, daß die alte Aufnahme inzwischen auch auf CD erhältlich ist, in dieser etwas spartanischen Aufmachung:

    Händel: Julius Caesar

    Eine echte Rarität!


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Zitat von nemorino

    Eine echte Rarität!

    Lieber nemorino, sorry sorry sorry, aber diese Auszüge sind sooo grausam, das mag wenn überhaupt, zu jener Zeit seine Berechtigung gehabt haben. Wer sich das heute noch anhört ist völlig aus der Zeit gefallen :untertauch::stumm:, und ganz schlimm ist der Cesare von FiDi, das alles hat doch nichts mit Barock zutun! ;(

    Naja, wer es mag soll damit glücklich werden


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Naja, wer es mag soll damit glücklich werden

    Das ist ja wirklich überaus großzügig von dir! (Nachdem du vorher all dies zum wiederholten Male quasi "objektiv" pauschal abgekanzelt hast.) :no:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Das ist allerdings nichts für HIP-Freunde!

    Lieber Fiesco,


    nicht ohne Grund habe ich diesen Satz eingefügt! Die Geschmäcker sind nun mal verschieden, und das ist auch gut so. "Jedem Tierchen sein Pläsierchen"! Als ich anfing, mich mit Klassik zu beschäftigen, war gerade Karajans h-Moll-Messe von J.S. Bach erschienen:


    BACH : MESSE H-MOLL - KARAJAN / 2 CD-SET | eBay


    .... und Karl Richters Zeit war noch gar nicht so recht gekommen. Das prägt natürlich. Jedenfalls höre ich mir lieber zehnmal Irmgard Seefried als Cleopatra an als das Nähmaschinengeratter von Cecilia Bartoli. Daß ich mit Böhms "Julius Cäsar" bei Dir nicht auf Gegenliebe stoßen würde, war mir natürlich klar, zumal auch noch Fi-Di an entscheidender Stelle mitwirkt.

    Wer sich das heute noch anhört ist völlig aus der Zeit gefallen

    Damit kann ich wunderbar leben! Aus der Zeit, in der wir leben, gefallen zu sein, ist eigentlich ein Vorzug ...


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

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