Leben und Sterben lassen - Die tägliche Gedenkminute

  • CD-Einspielungen liegen inzwischen von folgenden Werken JOHANN JOSEPH ABERTs vor:


    Ergänzend zu meinem Beitrag 4287 über JOHANN JOSEPH ABERT noch die CD-Referenz seiner Columbus-Sinfonie, seines Kontrabaß-Konzertes und seiner Variationen für Kontrabaß und Orchester:



    Des weiteren gibt es youtube-Aufnahmen seiner Konzert-Ouvertüre in E-Dur von 1850 mit dem RADIO-SINFONIE-ORCHESTER STUTTGART unter GEORG SCHMÖHE


    com/watch?v=v6ieZOMw0oI und seiner


    Sinfonie Nr. 3 A-dur von 1856 mit der NORDWESTDEUTSCHEN PHILHARMONIE unter REINHARD PETERS,


    com/watch?v=wMfik25BGIg



    beides hochinteressante und absolut hörenswerte Werke der Romantik, die ABERT auch als meisterhaften und ideenvollen Schöpfer sinfonischer Werke ausweist, nachdem er den meisten - wenn überhaupt - bisher wohl durch seinen " Ekkehard" nur als Opernkomponist bekannt geworden ist.


    wok

  • Mikhail Saulowitsch „Mischa“ Elman (* 8. Januarjul./ 20. Januar 1891greg. in Talnoje, Gouvernement Kiew; † 5. April 1967 in New York City) war ein Violinvirtuose ukrainischer Herkunft.



    Der Sohn eines Hebräischlehrers und Enkel eines Klezmorim wuchs in der Tradition des osteuropäischen Judentums auf. Als Kind bekam er eine kleine Violine geschenkt und erlernte in kürzester Zeit autodidaktisch das Violinspiel. Er wurde deshalb nach Odessa geschickt, um dort die Königliche Musikakademie zu besuchen. Er machte schnelle Fortschritte und erhielt Gelegenheit, durchreisenden Virtuosen wie Adolph Brodsky, Pablo de Sarasate und Leopold Auer vorzuspielen.


    1902 wurde Elman auf Auers Empfehlung am Sankt Petersburger Konservatorium aufgenommen, wo er dessen Schüler war. Bereits im Folgejahr begann er, vor vermögenden Kunstfreunden aufzutreten. Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz schenkte ihm eine Violine von Amati, und sein Debüt in Berlin wurde ein sensationeller Erfolg. Joseph Joachim, der ihn bei dieser Gelegenheit hörte, erklärte, er sei sprachlos, und in Großbritannien, wo Elman im Buckingham Palace vor Edward VII. auftrat, bezeichnete ihn die Presse als größten Violinisten der Welt.


    1908 debütierte er in der Carnegie Hall begleitet von der Russian Symphony Society unter Modest Altschuler mit Tschaikowskis Violinkonzert. Elman übersiedelte mit seiner Familie in die USA und wurde 1923 amerikanischer Staatsbürger. Er war in seiner neuen Heimat und international ein gesuchter Solist; mitunter gab er mehr als einhundert Konzerte in einem halben Jahr. Er trat auch im Duo mit Eugène Ysaÿe auf.


    Den Schwerpunkt von Elmers Repertoire bildeten die großen Romantiker der 19. Jahrhunderts wie Mendelssohn, Tschaikowski und Wieniawski; daneben spielte er aber auch Werke von Bach, Mozart und Beethoven. 1942 spielte er die Uraufführung des ihm gewidmeten zweiten Violinkonzertes von Bohuslav Martinů.


    Elman schrieb verschiedene Violinarrangements klassischer und romantischer Stücke und auch einige eigene Kompositionen für Violine. Sein Vater veröffentlichte 1933 das Buch Memoirs of Mischa Elman's Father.


    Heute ist Misha Elmans 48. Todestag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Johann Kuhnau (* 6. April 1660 in Geising; † 5. Juni 1722 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Schriftsteller des Barock.




    Der Sohn eines Tischlers besuchte als Stipendiat die berühmte Kreuzschule in Dresden und studierte anschließend Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig, bevor er eine Stelle als Kantor in Zittau antrat. Damit entsprach er dem seit der Reformationszeit üblichen Typus des akademisch gebildeten Kantors. Nach einem zeitgenössischen Urteil galt er als Universalgelehrter unter den Musikern. Von Johann Christoph Adelung heißt es über Kuhnau: „Ich weiss nicht, ob er dem Orden der Tonkünstler oder den anderen Gelehrten mehr Ehre gebracht. Er war gelehrt in der Gottesgelahrtheit, in den Rechten, Beredsamkeit, Dichtkunst, Mathematik, fremden Sprachen und Musik.“


    1682 kehrte er wieder nach Leipzig zurück und wurde zwei Jahre darauf Organist an der Thomaskirche. Ab 1701 bis zu seinem Tode war er Thomaskantor als Nachfolger von Johann Schelle und unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Außerdem bekleidete er ab 1701 auch das Amt des Universitätsmusikdirektors.


    Besonders bekannt wurde Kuhnau durch seine Werke für Tasteninstrumente. Seine Musicalische Vorstellung einiger biblischer Historien (Biblische Sonaten) für Cembalo, auch teilweise für Orgel geeignet, lassen sich durchaus bereits als Programmmusik bezeichnen. Bedeutend ist seine Neue Clavierübung, durch die auch sein Nachfolger J.S. Bach beeinflusst wurde.


    Als Thomaskantor oblag es Kuhnau auch, Vokalmusik (z.B. in Form von Kantaten für den sonntäglichen Gottesdienstgebrauch) zu komponieren. Viele seiner Werke auf diesem Gebiet sind verlorengegangen. Die wenigen (ca. 35) erhaltenen Kantaten zeigen jedoch, dass Kuhnau wichtige Beiträge geleistet hat zur Weiterentwicklung der Kantate, von der „Concerto“-Form des 17. Jahrhunderts hin zur aus Rezitativen, Arien und Chorsätzen bestehenden Kantate des 18. Jahrhunderts.


    Seine ganz im Stil Christian Weises verfassten Musikerromane gelten als Schulbeispiele „aufgeklärter“ realistischer Darstellungsweise.


    Kuhnau gilt als Autor der Weihnachtskantate Uns ist ein Kind geboren, die zuvor als BWV 142 J. S. Bach zugeschrieben wurde.


    In seiner Schrift Der musicalische Quack-Salber erläutert Kuhnau seine Vorstellung vom „wahren Virtuosen“. Dieser zeichne sich vor allem durch die Fähigkeit der Improvisation aus. Die vom heutigen Virtuosenbegriff abweichende Vorstellung war im 18. Jahrhundert weit verbreitet und erscheint in ähnlicher Weise auch bei Andreas Werckmeister, Lorenz Christoph Mizler und Ludwig van Beethoven.


    Werke (Auswahl)


    Neuere Ausgaben
    • Ausgewählte Kirchenkantaten. Hrsg. Arnold Schering. Leipzig 1918.
    • Ausgewählte Klavierwerke. Hrsg. Kurt Schubert. Mainz 1938.
    • Der musicalische Quack-Salber. Hrsg. Kurt Benndorf. Berlin 1900. (Nachdruck der Ausgaber Dresden 1700) (Digitalisat der Ausgabe Dresden 1700: Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project.).
    • Laudate pueri. (Für Tenor, 2 Violinen, Posaune oder Viola da Gamba, Basso continuo) / Muss nicht der Mensch. (Für Tenor, Clairon, Violine, Fagott, Basso continuo). In: Stephen Rose (Hrsg.): Leipzig Church Music from the Sherard Collection: Eight Compositions by Sebastian Knüpfer, Johann Schelle, and Johann Kuhnau. Yale University Collegium Musicum series 2 vol. 20. A-R Editions, Madison, WI 2014.[4]
    • Das Kuhnau-Projekt. (Gesamtausgabe der erhaltenen Vokalwerke von Johann Kuhnau beim Pfefferkorn Musikverlag Leipzig), Hrsg. David Erler.


    Heute ist Joachim Kuhnaus 355. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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  • Felicity Joan Palmer DBE (* 6. April 1944 in Cheltenham) ist eine englische Opern-, Oratorien- und Liedsängerin (Mezzosopran, bis 1983 Sopran).



    Palmer studierte 1962 bis 1967 an der Londoner Guildhall School of Music and Drama (mit Schwerpunkt Oratorium und Lied) und danach an der Hochschule für Musik und Theater München bei Marianne Schech. Außerdem nahm sie Unterricht bei Vera Rozsa in London und sang im John Alldis Chor und mit dem Purcell Consort. 1968 bis 1969 war sie Mitglied der King's Singers und damit bis heute das einzige weibliche Ensemblemitglied. 1970 gewann sie den ersten Preis in der Kathleen Ferrier Memorial Fellowship und hatte ein Jahr später ihr Operndebüt als Dido in Purcells Dido and Aeneas an der Kent Opera (vorher war sie schon mit Purcells Dioclesian in der Queen Elizabeth Hall in London aufgetreten). 1973 hatte sie an der Houston Grand Opera ihr US-Debüt mit Mozarts Figaros Hochzeit und 1975 sang sie das erste Mal mit der English National Opera in Mozarts Zauberflöte als Pamina. Seitdem hat sie an vielen der größten Opernhäuser gesungen, wie der Metropolitan Opera in New York, den Opernhäusern von Chicago und San Francisco, am Royal Opera House in Covent Garden, an der Mailänder Scala, an der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper (u.a. Fricka in Wagners Ring), an der Bastille-Oper in Paris, bei den Salzburger Festspielen (zuerst 1988) und auf dem Glyndebourne Festival (Debüt 1985 als Florence in Albert Herring von Benjamin Britten). Neben der Oper tritt sie auch viel als Konzert- und Oratoriensängerin auf. In England singt sie auch viel in Gilbert und Sullivan-Operetten. 2003 spielte sie in Covent Garden die Mrs. Lovett in Stephen Sondheims „Sweeney Todd“.


    Palmer ist Professor am Royal College of Music in London.


    1993 wurde sie Commander und 2011 Dame Commander of the Order of the British Empire.


    Felicity Palmer feiert heute ihren 71. Geburtstag.


    Happy Birthday!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

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    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).




  • "Es ist sehr schade, dass Volkmann so wenig komponiert hat. Er verschwendete zu viel Zeit bei der Kaffeemaschine."
    Dieses Zitat (laut August Göllerich) stammt von einem, dessen Werturteile über Komponistenkollegen, mit der wichtigen Ausnahme von Brahms, generell wohlbegründet waren: Franz Liszt.
    Gefallen sein soll es am 12./13. März 1886 im Nachtzug von Budapest nach Wien im Gespräch mit G. und Stradal.


    Liszt kannte Robert Volkmann deshalb auch persönlich gut, weil dieser ab 1875 Professor der neugegründeten und unter Liszts Leitung stehenden Budapester Musikakademie war.
    Stilistisch befand er sich teilweise, aber wankelmütig und nicht klar festgelegt, im Lager der Gegner, der Altdeutschen um Schumann und Brahms, sein 2. Klaviertrio op.5 gewann indes Liszts, Wagners und Hans von Bülows Sympathien und Anerkennung, aber bei Volkmann kommt aufgrund seiner jahrzehntelangen Lebenszeit in Ungarn, dessen Sprache er nie beherrschte (ebenso wie Liszt), gegenüber den beiden Stilvorbildern in vielen Kompositionen ein ungarisches Element hinzu.
    Während dieser heutzutage fast Vergessene, zu Lebzeiten jedoch durchaus Erfolgreiche mit seinem großen sächsischen Landsmann Schumann, den er 1838 zweimal in Leipzig traf, 3 von 4 Namenssilben teilt, hat er mit Fürst Otto von Bismarck fast das Geburtsdatum gemein (5 Tage jünger).


    Warum sein Name so wenigen nur noch geläufig ist, erhellen die folgenden drei Beispiele:
    - Heute, am Tag des Bizentennariums, war im Programm von WDR3 das unter Cellisten beliebte Cellokonzert a-moll op.33 angekündigt, es fiel ersatzlos ohne jede Erklärung aus!
    - Sein Geburtsort Lommatzsch bei Meißen verkündet stolz, dass zu Ehren des großen Sohnes in der Stadtkirche ein festliches Konzert stattfindet. Doch erst in knapp drei Wochen!
    - Der populäre Kammermusikführer von Reclams behandelt zwar das blutleere und quasi am Reißbrett entstandene Zeug von Zwölftönern breit im Detail, doch für einen echt genialen Könner wie Volkmann hat der Verlag nur Folgendes übrig: "Sehr selten ist noch Musik von R. V. zu hören, obwohl sich die Auseinandersetzung mit manchem seiner [2] Klaviertrios oder Streichquartette [6: op.9,14,34,35,37,43] auch heute lohnen würde." Fragt sich jetzt bloß, warum Reclam nicht nach der eigenen richtigen Erkenntnis handelt (?) .


    Im Gegensatz zu Liszt existiert von Robert Volkmann ein thematisches Werkverzeichnis. Es ist erschienen 1937, Autor ist sein Großneffe Hans (1875-1946).
    Für Klavier zu 2 Händen sind wohl nur zwei Schöpfungen bedeutend: die von Hans von Bülow hochgeschätzten und oft im Konzert gespielten Händel-Variationen, angeblich nicht im Schatten des Brahms'schen Opus 24 stehend, und die laut H.-J. Moser "lisztisch glänzende" Phantasie op.25a.
    Für 4 Hände ragt die Sonatine G-Dur op.57 heraus, in der Stilelemente der Wiener Klassik mit solchen der Hochromantik verknüpft werden. Daneben zu nennen wären das Musikalische Bilderbuch op.11, Visegrad op.21, die Ungarischen Skizzen op.24 sowie "Die Tageszeiten" op.39 (12 Stücke), ein Zyklus in der Anlageidee etwa analog zu den "Jahreszeiten" Tschaikowskijs.
    Ferner schrieb Volkmann an großformatigen Werken zwei Symphonien op.44 und op.53, deren erste laut MGG "die bedeutendste deutsche S. zwischen Schumann und Brahms" sein soll (!), Ouvertüren, ein Violinkonzert, ein Konzertstück für Klavier und Orch. op.42 sowie nicht zuletzt drei Streicherserenaden, vor allem deren Nr.3 (op.69) mit obligatem Solo-Cello zu ihrer Zeit beträchtliche Popularität genoss. Ab etwa 1870 komponierte er kaum noch.


    Volkmanns Naturell scheint nicht nur, was die Einordnung in eines der beiden damaligen Lager betrifft, wankelmütig und mitunter in sich widersprüchlich gewesen zu sein.
    So besaß er zwar den womöglich allergrößten Schatz im Autograph (!), den die Klaviermusik überhaupt zu bieten hat: J.S.Bachs Ersten Teil des Wohltemperierten Klaviers. Als aber der Ruf des Leipziger Thomaskantors an ihn, der 1839 Deutschland verlassen hatte, danach nur noch in Prag, Szemered, Wien (1854-58) und hauptsächlich (ab 1841) Budapest wirkte, herangetragen wurde, lehnte er ab.



    Gestorben ist Robert Volkmann achteinhalb Monate nach Richard Wagner, am 30. Oktober 1883, in der ungarischen Hauptstadt, wo sich auch sein Grab [= materielles Endlager] befindet.






    Sein sächsischer Geburtsort Lommatzsch wurde weit über ein Jahrhundert später für den Star eines ganz anderen Genres zur Stätte seiner Kindheit: Den Deutsch-Italiener Mario Girotti (alias Terence Hill). "Ich bin in Lommatzsch aufgewachsen und ich bin stolz darauf!" sagte Girotti 1995 beim ersten Aufenthalt nach 50 Jahren. Ausgangspunkt der Reise war gewesen eine verlorene Wette bei "Wetten daß...?!" (ZDF).

  • Leif Ove Andsnes (* 7. April 1970 in Karmøy) ist ein norwegischer Pianist.




    Nach seinem Studium am Musikkonservatorium Bergen bei Jiri Hlinka debütierte Leif Ove Andsnes 1987 in Oslo. Er absolvierte Soloauftritte unter anderem in Amsterdam, Bologna, London und München.


    Andsnes wurde mit dem Norwegischen Kritikerpreis und dem Dorothy Chandler Award in Los Angeles ausgezeichnet. Beim Hindemith-Wettbewerb in Frankfurt erlangte er den ersten Platz. Für seine Einspielung von Klavierwerken Leoš Janáčeks wurde ihm der Deutsche Schallplattenpreis verliehen. 2012 sprang er für Krystian Zimerman ein und konnte bei einem Solistenkonzert der Salzburger Festspiele im Großen Festspielhaus mit einem Beethoven/Chopin-Programm einen großen persönlichen Erfolg erringen.


    Außer dem Beethoven-Repertoire hat er auch schon bgeonnen, sich das Schubertrepertoire zu erobern. Mit beiden Komponisten konnte ich ihn schon verschiedentlich live erleben.
    Er hat auch noch keinen eigenen Thread!


    Heute feiert Leif Ove Andsnes seinen 45. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

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    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ravi Shankar (* 7. April 1920 in Varanasi, † 11. Dezember 2012 in San Diego;
    bürgerlicher Name Robindro Shaunkor Chowdhury) war ein indischer Musiker und
    Komponist, der das Zupfinstrument Sitar spielte. Er gilt als einer der bekanntesten
    zeitgenössischen indischen Musiker. Seine Tochter Anoushka tritt ebenfalls als
    Sitar-Spielerin auf.
    Ravi Shankar starb 92jährig am 11. Dezember nach kurzer Krankheit im Scripps Memorial Hospital in San Diego.
    Quelle: "Harald Kral"


    Ravi Shankar ist heute vor 95 Jahren geboren.


    Ich kenne diese Aufnahme mit Yehudi Menuhin:



  • Die Freunde der Belcanto-Oper werden bestimmt heute seiner gedenken, denn am 8. April 1848, also heute vor 167 Jahren, starb Domenico Gaetano Maria Donizetti (geboren am 29. November 1797 in Borgo Canale, heute Bergamo). Man muss ihn als einen der wichtigsten Opernkomponisten des Belcanto bezeichnen, ja der italienischen Oper überhaupt. Ohne seine Werke wären die Opernbühnen der Welt um viele Glanzstücke ärmer.


    :angel:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Der Komponist Aulis Sallinen feiert heute seinen 80. Geburtstag. Ihm gilt dieser Geburstagsgruß verbunden mit den besten Wünschen für Gesundheit und Wohlergehen.


    Aulis Sallinen wurde 1935 in Salmi am Ladogasee (1940 von der Sowjetunion annektiert) geboren. Er studierte ab 1955 an der Sibelius-Akademie unter Aarre Merikanto und Joonas Kokkonen und machte dort 1960 seinen Abschluss. Von 1960 bis 1970 war Sallinen Intendant des Radion sinfoniaorkestri (RSO). Er unterrichtete von 1965 bis 1976 an der Sibelius-Akademie Tonsatz und Komposition. Von 1971 bis 1976 war er Präsident des finnischen Komponistenverbandes. 1978 erhielt Sallinen den Musikpreis des Nordischen Rates, für seine Oper Ratsumies. 1983 wurde er zusammen mit Krzysztof Penderecki mit dem Wihuri-Sibelius-Preis ausgezeichnet. (Aus: Wikipedia)


    :hello:

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    MUSIKWANDERER

  • Heute vor 221 Jahren kam Theobald Böhm in München zur Welt. Am 25. November 1881 ist er dort hochbetagt gestorben. Böhm war ein bedeutender Flötist, Flötenbaumeister und Komponist. Sein Hauptverdienst ist wohl die Weiterentwicklung der Querflöte (Wikipedia entnommen):
    Die Bohrung der Flöte ist nicht mehr umgekehrt konisch (wie heute noch bei den meisten Piccoloflöten), sondern zylindrisch. Durch Einführung eines leichten Konus im Kopfstück erreichte Böhm, dass auch bei einem zylindrischen Korpus die Oktaven in sich stimmen. Die Position und der Durchmesser der Tonlöcher orientieren sich nur an akustischen Forderungen ohne Rücksicht auf Greifbarkeit. Er führte die akustisch optimalen großen Tonlöcher ein und entwickelte ein Griffsystem, das es ermöglicht, über alle Tonarten geläufiger zu spielen als die bis dahin gebräuchlichen Flöten.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER


  • Mit dieser Aufnahme, einer früheren Eterna-Produktion (mit Ernst Gutstein, Theo Adam, Hanne-Lore Kuhse, Heinz Hoppe, dem Chor der Staatsoper Dresden, und der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Paul Schmitz), möchte ich an den heutigen 151. Geburtstag von Eugen d'Albert erinnern.


    :hello:

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    MUSIKWANDERER

  • Johann Kuhnau (* 6. April 1660 in Geising; † 5. Juni 1722 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Schriftsteller des Barock.


    Über die so universal gebildete Musikerperönlichkeit JOHANN KUHNAU hat Willi in seinem Beitrag schon alles Wesentliche gesagt. Künstler mit einem derart breiten Wissen würde man sich auch heute oft noch wünschen, da die Ausbildung vieler Musiker doch oft etwas eindimensional ist.


    Zu erwähnen ist vielleicht noch, daß sein Wirken als Thomaskantor als Nachfolger von JOHANN SCHELLE etwas überschattet wurde durch die Konkurrenz zu TELEMANN, der offenbar gleichzeitig dieses Amt begehrte und ähnliches allgemeines hohes Ansehen genoß wie KUHNAU. .


    Leider ist von den geistlichen Kompositionen KUHNAUs nur noch ein kleiner Bruchteil erhalten geblieben.


    Mein Lieblingswerk von JOHANN kUHNAU ist seine Toccata und Fuge in A-dur, die bei youtube durch den ausgezeichneten italienischen Organisten ROBERTO MARIA CUCINOTTA zu hören ist.


    com/watch?v=pw8qvPH0nUw


    wok

  • Mit dieser Aufnahme, einer früheren Eterna-Produktion (mit Ernst Gutstein, Theo Adam, Hanne-Lore Kuhse, Heinz Hoppe, dem Chor der Staatsoper Dresden, und der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Paul Schmitz), möchte ich an den heutigen 151. Geburtstag von Eugen d'Albert erinnern.

    Nichts für ungut, "D 760", und wer von den TAMINO-Klavieristen könnte dem hier Erwähnten, einem der begnadetsten Virtuosen überhaupt, seine bewundernde Anerkennung versagen, aber hatte sich das Forum nicht - überwiegend stillschweigend - darauf geeinigt, an ungerade Gedenktage prinzipiell nur bei dem guten Dutzend der allergrößten Komponisten, von mir bildlich als "Himalaja-Bereich der E-Musik" veranschaulicht, zu erinnern, um so eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten und die "Gedenkorgien" zu bändigen? Es ist nun einmal Fakt, dass heute praktisch kein einziges Massenmedium weltweit über den d'Albert-Geburtstag informiert, und womöglich nicht ganz ohne Grund.


    Kuriosiät am Rande: Obwohl ihn selbst die englischsprachige Wikipedia, also die für ihn der Abstammung und Herkunft nach primär zuständige, als "Scottish-born German pianist and composer" bezeichnet (eine Aussage, die ich nicht teile - genausowenig wie die auf einer meiner Fotopostkarten, Jacques alias Jakob Offenbach sei ein "compositeur francais", nur weil er frz. Operetten schrieb), finden sich in unseren ARD-Kulturwellen immer wieder Moderatoren, die sich wohl als besonders weltoffen und polyglott hervortun müssen und dem Willen des Betroffenen zum Trotz den Vornamen d'Alberts, den er bekenntnishaft in der deutschen Form führte (was einmalig sein dürfte), auf Französisch, also "Eugène", wiedergeben.






    Aber um dem Ganzen noch eine positive Wendung zu geben, möchte ich, obgleich es sich nicht im strengen Sinn, sondern nur indirekt um eine Persönlichkeit der Musik handelt, an die tragisch gescheiterte, um ihr Erbe betrogene und mir schon alleine optisch hochsympathische Isolde Wagner, verh. Beidler, erinnern (hier im berühmten Familienfoto von Aug. 1881 unten links mit Hund), die am 1. Geburtstag Eugen d'Alberts, dem 10. April 1865, in der bayerischen Residenz München das Licht der Welt erblickte - vor genau 150 Jahren.
    Ihr zu Ehren habe ich heute das Vorspiel und "Isoldes Liebestod" (in Liszts Übertragung) ihres auch biologischen Vaters erklingen lassen, und es ist jedes Mal ein emotional berührendes Erlebnis, in diese vermutlich leidenschaftlichste aller Leidenschafts-Tonmalereien Richard Wagners mit nicht mehr als zwei Händen, dabei den Orchesterklang im geistigen Ohr, quasi hineinzuschlüpfen. Vor allem an "Tristan und Isolde" (neben "Parsifal") sollten wir denken, wenn Liszt den Schwiegersohn als sein kompositorisches Ideal - nach Beethoven - charakterisiert. Und als seine (sog.) letzten Worte ist "Tristan" verbürgt.
    Es kann lange kein Zweifel mehr daran bestehen, dass Isoldes Mutter Cosima im sog. Beidler-Prozess von 1914 das Gericht bewusst über die Identität des wahren leiblichen Vaters (R.W.) getäuscht und somit den ältesten der drei Abkömmlinge Richard Wagners, in den Worten der Mutter "das erste Kind der Liebe", in seinen/ihren Rechten massiv verletzt und faktisch enterbt hat. Aus diesem Grund wäre zu hoffen, dass am 1. April 1930 Cosimas angeblich letzte Worte "Verzeih!" sich nicht, wie meist angenommen, auf den gehörnten, aber nach Aussage selbst seines größten Gönners, Liszt, zur Ehe ungeeigneten ersten Gatten Hans v. Bülow, sondern auf die aus reiner Festspielhaus-Machtstrategie verstoßene frühere Lieblingstochter Isolde bezogen haben.
    Somit ist auch Isoldes einziges Kind Franz Wilhelm Beidler, geboren im Okt. 1901, eine halbe (normale) Generation vor Wieland, dem Stammhalter Bruder Siegfrieds, der erste Enkel Richard Wagners.


    Pikant und psychologisch auf seine Weise faszinierend ist es, die Briefe Richard Wagners an Hans v. Bülow (die Briefe des letzteren sind freilich verloren), den beiden Ehegatten Cosimas also, aus der "Entstehungszeit" Isoldes und danach, d. h. ab Sommer 1864, zu lesen, natürlich mit dem Hintergrundwissen, über das der gehörnte Hans damals und noch lange Zeit später nicht verfügte. So benutzt Wagner in der brieflichen Anredeformel vor dem 'casus knacktus' oft "liebster" oder "bester", doch zweieinhalb Monate darauf, im Sept. 1864 heißt es plötzlich nur noch "guter" oder "lieber", bis ab etwa Mitte 1866 der Rivale überwiegend zum "(theuren) Freund" degradiert wird und ab Ende 1868 (mit 1 Ausnahme) gar nur noch von "Bülow" die Rede ist. Hans v. Bülow schöpfte aus alldem keinen Verdacht, auf einem bekannten Münchner Foto aus den Tagen von Isoldes Geburt sieht man ihn einträchtig in der Nähe seines Meisters stehen.


    Wer, abschließend gesagt, Isoldes Grab in München, dem Ort der ursprünglichen Beisetzung im Feb. 1919, suchen sollte, wird dort nicht fündig werden! Denn auch post mortem wurde das arme Wesen noch in gewisser Weise "ausgetrickst" - diesmal war die Ursache die (zweifache) Untreue von Ehemann Franz Beidler. Als nämlich seine uneheliche Tochter aus der Verbindung mit der Haushälterin Walburga Rass, Elsa, einen Schriftsteller aus Söcking, nahe des Starnberger Sees gelegen, geheiratet hatte, wurden Isoldes Gebeine bzw. sterblichen Überreste exhumiert und auf dem Söckinger Hügelfriedhof neben denjenigen des Gatten begraben. So wollte es die Ironie des Schicksals, dass Isolde Wagners Grab sich nun nur wenige Kilometer von ihrem "Entstehungsort" entfernt befindet: Der Villa Pellet in Kempfenhausen am Starnberger See, wohin Cosima v. Bülow im Juli 1864 ohne den - insoweit arglosen - Gatten Hans gereist war.

  • Nichts für ungut, lieber PianoForte29, aber an so eine, wie du es nennst, "überwiegend stillschweigende" Übereinkunft im Forum kann ich mich überhaupt nicht erinnern, obwohl ich zugegebenermaßen nocht nicht so lange im Forum bin wie du.
    Des Weiteren hatte ich musikwanderer gebeten, während der ersten Woche meines Türkei-Aufenthaltes für mich Erinnerungen zu übernehmen, und ich bin froh, dass er das gemacht hat. Im Gegensatz zu dir bin ich durchaus der Meinung, dass er Recht daran getan hat, an Eugene d`Albert zu erinnern.


    Herzliche Grüße aus Ankara


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Der Threadstarter beabsichtigte, mit der täglichen Gedenkminute bei jeglichen Geburts- und Todestagen an Persönlichkeiten der Klassikwelt zu erinnern und gleichzeitig auf deren käufliche Tonaufzeichnungen -soweit vorhanden- hinzuweisen. Die Verlinkung auf entsprechende CDs der Werbepartner dient nicht zuletzt auch der Finanzierung des Forums.
    Darum finde ich es gut, an dieser Stelle auch den x-ten Jahrestag zu erwähnen.


    Weniger gefällt es mir, wenn dies im Haupt-Thread eines Musikers geschieht. Insbesonders bei wenig beachteten Musikern, wo sich Jahr für Jahr nur deren Gedenkbeiträge (mangels anderer Beiträge) aneinanderreihen würden. In einem Haupt-Thread eines Musikers sollte m.E. nur zu wichtigen Jubiläumsjahren erinnert werden.

    mfG
    Michael

  • Was du im ersten Teil deines Beitrages sagst, liebes Schneewittchen, sehe ich genauso. Was den zweiten Teil betrifft, so habe ich zunächst Erinnerungen bei weniger beachteten Musikern dennoch in einem allgemeinen Thread über einen Musiker einzustellen, wenn ein solcher vorhanden war, schon alleine, um mal wieder an diesen Musiker zu erinnern, ihn, wenn auch nur kurz, aus dem Tal des Vergessens herauszuholen.
    Auf der anderen Seite gibt es, auch bei bekannteren Musikern, eine ganze Reihe von Spezialthreads, die sich auf bestimmte Werke beziehen oder bestimmte Fragestellungen. In solchen Threads wäre eine Erinnerung deplaziert. Deswegen habe ich mich entschlossen, auch bei bekannteren Musikern die Erinnerung in den LV-Thread zu stellen, wenn kein allgemeiner Thread vorhanden ist. Es kann aber auch sein, dass ich nach einem gewissen Zeitraum, wie meine Herren Vorgänger, "krumme Jahrestage", vielleicht geordent nach Sängern, Intrumentalisten, Komponisten u. a. pro Tag zusammenzufassen und im LV-Thread zu veröffentlichen.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ich möchte hier heute an Karel Ancerl erinnern und tue dies mit einer meiner Lieblingsaufnahmen von ihm:


    Karel Ancerl wurde am 11. April 1908 geboren, er ist also sechs Tage jünger als sein Kollege Herbert von Karajan.

    Heute ist sein 107. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).


  • Er feiert heute seinen 75. Geburtstag: Herbert Jeffrey „Herbie“ Hancock Der Jazz-Pianist, Komponist sowie Oscar- und Grammy-Preisträger kam in Chicago zur Welt. Die Improvisationskunst Hancocks hat viele seiner Kompositionen zu Klassikern des Jazz werden lassen und diente anderen Jazz-Musikern als Ansporn.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER


  • Sie hat mit klassischer Musik nichts zu tun, ist aber als Tänzerin eine Weltberühmtheit gewesen: Josephine Baker (als Freda Josephine McDonald am 3. Juni 1906 in St. Louis, Missouri, geboren). Heute vor 40 Jahren starb sie in Paris. Sie wurde mit einem französischen Militärbegräbnis geehrt und auf dem Cimetière de Monaco in Monaco beigesetzt.


    :angel:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Heute melde ich mich aus Ürgüp in Kappadokien, um an Christophe Rousset zu erinnern.
    Christophe Rousset (* 12. April 1961 in Avignon) ist ein französischer Cembalist und Dirigent.


    Christophe Rousset, aufgewachsen in Aix en Provence, war schon mit 13 Jahren ein begeisterter Cembalist. Er erhielt zuerst Cembalo Unterricht bei André Raynaud, dann bei Huguette Dreyfus an der Schola Cantorum Paris, bei Kenneth Gilbert und Bob van Asperen.


    1983 legte er das Konzertexamen ab und erhielt im gleichen Jahr noch den Ersten Preis beim 7. Musica Antiqua Wettbewerb für Cembalo in Brügge (der zuvor nur einmal im Jahr 1971 an Scott Ross vergeben wurde). Christophe Rousset gibt regelmäßig Konzerte bei namhaften Festspielen und spielte mit bedeutenden Barockensembles: The Academy of Ancient Music, Musica Antiqua Köln, Il Seminario Musicale und La Petite Bande. Als Assistent von William Christie bei Les Arts Florissants erhielt er erstmals die Möglichkeit der Ensembleleitung.


    1989 spielte er die Pièces de Clavecin von Jean-Philippe Rameau vollständig ein. Dieses und seine spätere Gesamteinspielung (1992–1994) von François Couperins Cembalowerken wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet. 1991 erhielt er einen Lehrauftrag am Pariser Konservatorium.


    1991 gründete er das Ensemble, Les Talens Lyriques. Er führt mit ihm italienische Madrigale, französische „Airs de Cour“, venezianische und neapolitanische Opere serie, französische Opéras comiques und Tragédies lyriques auf.


    1993 erhielt er die Auszeichnung Diapason d’Or für seine Einspielung des Cembalowerks „Pièces de Clavecin“ von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer.


    1994 nahm er den Soundtrack zu dem Film Farinelli, der Kastrat mit Les Talens Lyriques auf.


    1995 bekam er den Cannes Classical Award für seine Aufnahme der Bach-Partiten.


    1996 erfolgte Ersteinspielung von Georg Friedrich Händel Oper Riccardo Primo zusammen mit Les Talens Lyriques. Außerdem erhielt er den Deutscher Schallplattenpreis für seine Einspielung der Cembalowerke von Gaspard le Roux.


    Für seine Interpretation der Ouvertüren von Rameau erhielt er 1998 den Grammophone Award als beste instrumentale Barockmusikeinspielung. Er nimmt weiter Musik zusammen mit der Academy of Ancient Music auf: Cembalosonaten von Domenico Scarlatti, Kammermusik von Marin Marais zusammen mit Christophe Coin Gambe und alle Cembalokonzerte von Bach. Seit 2000 teilt Christophe Rousset seine Zeit, zwischen der Arbeit als Solist, als Dirigent und jeden Sommer als Lehrer an der Accademia Musicale Chigiana in Siena.


    Christoph Rousset feiert heute seinen 54. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Kerstin Thorborg (* 19. Mai 1896 in Söromsjöbygden, heute Gemeinde Mora; † 12. April 1970 in Hedemora, beide in der Provinz Dalarna) war eine schwedische Opernsängerin. Hier ist sie unter Erich Leinsdorf an der MET in New York zu bewundern:


    In den zwei Jahrzehnten bis zu ihrem Bühnenabschied in 1950 war die Altistin Thorborg mit großer Bühnenpräsenz eine der führenden dramatischen Wagnersängerinnen der Welt.


    Nach ihrem Debüt 1923 an der Königlichen Oper als Lola (Sopran) in Cavalleria rusticana, war sie in Stockholm (bis 1930), Berlin (bis 1934), Wien (bis 1938) und New York (Metropolitan Opera) tätig. Obwohl Altistin wurde sie auch für mehrere Rollen der Mezzosopranistin berühmt, u. A. als Venus in Tannhäuser.


    Heute ist ihr 45. Todestag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Günther Leib (* 12. April 1927 in Gotha) ist ein deutscher Opernsänger im Stimmfach Bariton. Zu seinem Geburtstag habe ich aus meiner Sammlung eine Aufnahme mitgebracht, in der er unter Ottmar Suitner in illustrer Runde den Papageno singt:


    Leib begann ein Musikstudium im Fach Violine am Konservatorium Erfurt und wurde 1949 erster Violinist der Landeskapelle Gotha. Anschließend nahm er sein Gesangsstudium am Konservatorium Weimar auf bei Alfred Brockhaus. Sein Diplom als Konzert- und Opernsänger erhielt er 1952.


    Sein Debüt hatte Günther Leib 1952 im Theater von Köthen als Bartolo im Barbiere di Siviglia und sang danach an den Theatern von Meiningen und Nordhausen, 1956–1957 am Opernhaus Halle (Saale).


    1957 wurde er an die Staatsoper Dresden engagiert, und seit 1961 gehörte er zum Ensemble der Staatsoper Berlin.


    Er profilierte sich zugleich als Oratorien- und Liedersänger. 1957 sang er den Christus in der Johannes-Passion (BWV 245) von Johann Sebastian Bach unter Franz Konwitschny in Italien. 1958 gab er Konzerte in Ägypten und England.


    1963 sang er die Bariton-Partie im Weihnachtsoratorium (Bach) mit dem Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Erhard Mauersberger in der (1968 gesprengten) Universitätskirche in Leipzig. Davon gibt es einen Schwarz-weiß-Fernsehmitschnitt vom DDR-Fernsehen (http://www.mdr.de/kultur/musik/video166120.html); (Rechtsnachfolger MDR).


    Fast alljährlich nahm er an den Händel-Festspielen von Halle (Saale) teil (Radamisto und Poro von Georg Friedrich Händel).


    1974–1975 sang er bei den Salzburger Osterfestspielen den Beckmesser in den Meistersingern. 1976 gab er dieselbe Rolle auch an der Metropolitan Opera in New York.
    Außerdem gastierte er am Bolschoi-Theater in Moskau, an der Grand Opéra Paris, an den Nationalen Opernhäusern von Prag, Budapest und Sofia, an den Staatsopern von Hamburg, Stockholm und Helsinki.


    Neben dem Beckmesser war der Guglielmo in Così fan tutte sein nachhaltigster Erfolg. Er war außerdem der Einstein von Paul Dessau.


    Von 1964 bis 1976 war Günther Leib Professor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, und seit 1976 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.[1] 1971 wurde er mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet.


    Günther Leib feiert heute seinen 88. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • 1957 wurde er an die Staatsoper Dresden engagiert, und seit 1961 gehörte er zum Ensemble der Staatsoper Berlin.

    Meines Wissens blieb Leib auch nach 1961 Ensemblemitglied der Staatsoper Dresden und war in Berlin nie Ensemblemitglied, sondern ständiger Gast.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Keine neuen Beiträge mehr von mir außerhalb meiner Besetzungsrubriken! (seit 5.11.2019)

    (Die Gründe kann man in diesem Forum beinahe täglich in Beiträgen einiger User immer wieder nachlesen.)

  • Günther Leib, der sich im Vornamen übrigens mit h schreibt, war tatsächlich nie Mitglied der Berliner Staatsoper sondern lediglich seit 1963 ständiger Gast. Er hat auch nicht den Einstein in der gleichnamigen Oper von Dessau gesungen sondern den Giordano Bruno und einen der drei Techniker. Der Link, den Willi offenkundig von Wikipedia in seinen Geburtstagsglückwunsch kopiert hat, führt ins Leere. :( Ob es tatsächlich in der später gesprengten Universitätskirche dieses "Weihnachtsoratorium" gab, wüsste ich zu gern. Warum? Es wurde traditionell immer in der nahe gelegenen Thomaskirche gegeben. Bei den Händel-Festspielen in Halle hat Leib ein sehr viel breites Repertoire gesungen. Die Händel-Renaissance in der DDR ist ohne ihn gar nicht vorstellbar. "Poros" (Titelrolle / es wurde damals die deutsche Übersetzung gegeben), "Radamisto" (Tiridate), und "Imeneo" (Titelrolle) gelangten auf die Schallplatte und dann auf CD. Es handelt sich um einen groß gefassten Interpretationsstil, bei dem die HIP-Anhänger bestimmt die Flucht ergreifen.


    Nichts für ungut.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Günther Leib feiert heute seinen 88. Geburtstag.


    Schön daß Du, lieber Will, selbst in Deinem Urlaub an den Geburtstag von GÜNTHER LEIB denkst!


    Eine für mich besonders wertvolle und sehr individuelle Aufnahme ist die CD-Einspielung bei BERLIN Classics von J. S. BACH's "Aus dem Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach", bei der er abwechselnd mit der wunderbaren BACH-Sängerin ADELE STOLTE singt. Am Cembalo begleitet der ebenfalls in Sachen BACH äußerst kompetente HERBERT COLLUM.


    .com/watch?v=4rvmdjvicMo


    com/watch?v=M6KiL5CPZdg


    com/watch?v=aTM-4V9cXOk



    Viele Grüße


    wok

  • war tatsächlich nie Mitglied der Berliner Staatsoper sondern lediglich seit 1963 ständiger Gast.

    Danke für diese Bestätigung meines Hinweises.


    Er hat auch nicht den Einstein in der gleichnamigen Oper von Dessau gesungen sondern den Giordano Bruno und einen der drei Techniker.

    In der Tat, der Einstein war Theo Adam.


    Schön daß Du, lieber Will, selbst in Deinem Urlaub an den Geburtstag von GÜNTER LEIB denkst!

    Einerseits: absolut, ja, andererseits: der Hinweis von "Rheingold1876", dass der Vorname von Herrn Leib sich mit "h", also "Günther", schreibt, ist absolut zutreffend. So steht es auch in den von dir verlinkten Videos.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Ganz richtig, pardon, GÜNTHER LEIB schreibt sich natürlich mit "h", ich hatte den Vornamen einfach so von Willi übernommen und auch den Hinweis von Rheingold übersehen. Danke für Deinen neuen Hinweis. In unserem Forum sollten natürlich gerade Namen korrekt wiedergegeben werden.


    Freundlichen Gruß


    wok

  • Ob es tatsächlich in der später gesprengten Universitätskirche dieses "Weihnachtsoratorium" gab, wüsste ich zu gern. Warum? Es wurde traditionell immer in der nahe gelegenen Thomaskirche gegeben.


    Es handelte sich dabei offenbar zum eine zusätzliche Aufführung. Hier ist dazu etwas zu finden.



    :hello:
    Reinhard



    Ansonsten habe ich mal die Schreibweise des Vornamens überall korrigiert, die Suchfunktion soll ja nicht ins Leere laufen ;)

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Ansonsten habe ich mal die Schreibweise des Vornamens überall korrigiert, die Suchfunktion soll ja nicht ins Leere laufen ;)

    Danke! :thumbup:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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