Entdeckungen: Neue Stimmen

  • Zu Alejandro Larraga Schleske (Vorgestellt von Operus in Beitrag #859, 860f, 865)

    Zu Juliane Bookhagen (Vorgestellt von La Roche in Beitrag #986f)


    Lieber La Roche!

    … sind neue und hoffnungsvolle Stimmen an den von mir bevorzugten Theatern und Inszenierungen nicht zu erwarten. So ist der hoffnungsvolle Alejandro Larraga Schleske noch immer in Gera, ohne darüber hinaus größeres Aufsehen erregt zu haben. Gespannt kann man sein auf Isaac Lee, der jetzt in Gera engagiert ist, und auf Juliane Bookhagen, die mir musikalisch als Niclas in Hoffmanns Erzählungen als einzige den ansonsten mißratenen Abend versüßte

    Dass beide noch in Gera engagiert sind, sollte Dich nicht grämen.
    Baritone und Mezzosopranistinnen sind nicht so gejagt wie Soprane und Tenöre. Das muss kein Nachteil sein. Die Stimmen brauchen ja schließlich Zeit, sich zu entwickeln, und den Künstlern tut es auch gut, wenn Sie Gelegenheit haben, sich auszuprobieren und zu reifen.


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Philippe Sly (#512ff, 1143ff, 1162ff, 1186, 1196)


    Die Neudeutung von Schuberts Winterreise durch den kanadischen Bariton Philippe Sly beschäftigt weiterhin die Musikszene in Kanada und den USA. Die Cross-Over-Interpretation, die Schubert mit Klezmer-Musik zusammenbringt, ist im Rahmen von "Ludwig van" mit großer Resonanz schon Anfang des Jahres vorgestellt worden:


    https://www.ludwig-van.com/tor…ubert-klezmer-folk-twist/


    Jetzt stand die CD auf der Short-List für den kanadischen Schallplattenpreis CBCMusic JUNOS in der Kategorie Classical album of the year: vocal or choral. Sie hat den JUNOS 2020 zwar nicht gewonnen aber hat die meisten Stimmen hinter dem Ottawa Bach Choir (CD mit Händel, Bach und Schütz) erhalten.

    Die CD macht die Faszination der Interpretation hörbar:



    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Noch mal zu Philippe Sly (#512ff, 1143ff, 1162ff, 1186, 1196)


    Vielleicht interessieren ein paar Hörproben, die ich - überraschenderweise - bei YouTube gefunden habe:






    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Weiter zu Philippe Sly (#512ff, 1143ff, 1162ff, 1186, 1196) und seiner Winterreise (#1772)


    Mich beschäftigt weiter die "Neu-Deutung" oder Um-Instrumentierung" von Schuberts Winterreise durch Philippe Sly.

    Darüber wollte ich mich gerne mit Helmut Hofmann austauschen, da ich seine Kompetenz für Liedanalyse und Liedinterpretation sehr hoch schätze und davon nur lernen kann. So wandte ich mich an ihn und knüpfte zwei Fragen an eine seiner älteren Ausführungen Verballhornungen von Kunstliedern - eine uralte Praktik ???

    Deine sehr kluge Bemerkung beschäftigt mich gerade besonders. Das Sich-Einfinden ist ganz sicher für die Interpretation von Lieder von ganz elementarer Bedeutung. Die Frage, die ich an Dich hätte, knüpft da an und schlägt den Bogen zurück zur Frage von Alfred. Ich beschäftige mich gerade mit einer Neudeutung der WINTERREISE durch den jungen kanadischen Bariton Philippe Sly, den ich vor einiger Zeit im NEUE STIMMEN-Thread vorgestellt habe, und der mich nun mit seiner WINTERREISE ganz eigenartig fasziniert. Entdeckungen: Neue Stimmen


    Es ist praktisch eine Cross-Over-Interpretation, die Schubert mit Klezmer-Musik zusammenbringt. Ich habe den Eindruck, dass der junge Bariton sich sehr tief in das Werk eingefunden hat und einen Weg sucht, sich dem Kern des Werkes neu zu nähern. Mit den Klezmer-Klängen wird eigentlich das Unbehauste des Wanderers sehr eindrücklich verdeutlicht und verstärkt.

    Aber: es ist und bleibt doch eine Verfremdung des liedmusikalischen Wesens der Schubertschen Komposition.

    Deshalb an Dich meine Frage: Ist diese Verfremdung legitim? Überzeugt Dich der Ansatz?

    Die Antwort kam nicht nur postwendend sondern war auch sehr ausführlich und tiefgründig.

    Da sich Helmut Hofmann darin sehr eingehend mit Philippe Sly, um den es in diesem Thread hier ja geht, und seiner Interpretation beschäftigt, möchte ich ihn hier gerne zitieren:

    Hab mich gefreut über Deinen an mich sich richtenden Beitrag, lieber Caruso!

    Diese Winterreise-Interpretation kannte ich gar nicht, und natürlich auch nicht den Sänger Philippe Fly. Erst durch Deinen Beitrag im Thread "Neue Stimmen" wurde ich auf ihn aufmerksam, - was wieder einmal zeigt, wie höchst sinnvoll und nutzbringend dieser Thread ist.

    Gleich habe ich mir alle bei YouTube verfügbaren Winterreise-Lieder angehört, und es ging mir wie Dir: Ich war "ganz eigenartig fasziniert". Das ist eine tief anrührende, ja betroffen machende Interpretation dieses Liederzyklus´. Man spürt ganz hautnah, dass es Philippe Fly nicht um die Präsentation einer neuen Variante unter den unzähligen, vom Original-Notentext abweichenden Interpretationen des Zyklus geht, sondern dass dahinter der Wille steht, der musikalischen Aussage der einzelnen Lieder auf hoch intensive, bis in ihre tiefsten Tiefen reichende Weise nachzugehen, um in ihr neue Dimensionen zu erschließen.

    Aber Helmut Hofmann hat sich darüber hinaus auch zu der Legitimität einer Bearbeitung geäußert, die Schuberts Lieder mit einer Begleitung präsentiert, die der Tradition der Klezmer-Musik entstammt:

    Den zweiten Teil davon habe ich schon beantwortet, also geht es um den Aspekt "Legitimität" eines solchen Unterfangens. Früher lehnte ich - wie Dietrich Fischer-Dieskau übrigens auch - alle Wiedergaben der "Winterreise", die nicht auf der Grundlage der Original-Partitur erfolgten, als unnütze Spielereien radikal ab. Inzwischen sehe ich - altersmilde geworden - die Dinge etwas anders. Ich frage mich beim Hören solcher Aufnahmen, ob durch diese Interpretation bei den einzelnen Liedern unter Einsatz der spezifischen Mittel - also denen der gesanglichen Interpretation und der Begleitung - Elemente der Aussage herausgearbeitet und erschlossen werden, die in Schuberts Liedmusik zwar angelegt sind, nun aber durch Akzentuierung in den Vordergrund rücken, also dem Rezipienten bewusst gemacht werden. Ist das der Fall, dann würde ich von einem interpretatorisch legitimen Umgang mit Schuberts Komposition sprechen.


    Hier, bei der Interpretation des Liedes "Rast", ist das aus meiner Sicht gegeben. Durch die Reduktion der bei Schubert aus bitonalen Akkorden bestehenden Sprungfigur im Klaviersatz auf einen einzelnen, auf der Geige angezupften Ton wird, zusammen mit der starken Zurücknahme der Stimme, die Einsamkeit dieses heimatlos durch die Winterlandschaft irrenden Gesellen auf tief betroffen machende Weise vernehmlich. Und wenn dann am Ende der von Schubert gewollte Kontrast von "leise" und "stark" in der Wiedergabe der Worte "Der Rücken fühlte keine Last" ("leise") und "Der Sturm half fort mich wehen" ("stark") durch den Sänger geradezu auf die Spitze getrieben wird und die Geige nun die Struktur des Klaviersatzes in gebundener Melodik wiedergibt, dann beginnt die Erfahrung der hoffnungslosen existenziellen Situation des Wanderers, wie sie ja der zentrale Gegenstand von Schuberts Zyklus ist, regelrecht zu schmerzen.

    Die Antwort finde ich insofern erhellend, als der Blick auf die Begleitung gelenkt wird. Wenn man den ganzen Zyklus hört, fällt nämlich auf, dass bei kaum einem Lied das gesamte Instrumentarium des Chimera-Projektes eingesetzt wird. Es wird sehr sorgfältig geschaut, welche Instrumente geeignet wären, das Anliegen und den Sinn der Schubertschen Komposition auszudrücken, womöglich gar zu vertiefen. Dass diese Absicht überzeugend gelungen ist, hat Helmut Hofmann am Beispiel des Liedes "Rast" konkret belegt.


    Dir, lieber Helmut Hofmann, möchte ich ganz herzlich für Deinen Beitrag danken.

    Vielleicht regt er andere Taminos an, sich auch auf Philippe Sly und sein La Chimera-Projekt einzulassen.


    Das hofft


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Für der Melomanen, die sich für NEUE STIMMEN interessieren, dürfte das Buch interessant sein, das die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht hat:


    Klaus Siebenhaar, Achim Müller

    Opernsänger mit Zukunft!

    Karriereaussichten für Nachwuchssänger im deutschen Kulturbetrieb - Analysen, Erfahrungen, Empfehlungen.

    Herausgegeben von Bertelsmann Stiftung

    ISBN: 386793858X

    EAN: 9783867938587


    In seinem einleitenden Kapitel nimmt Jürgen Kesting ausdrücklich Bezug auf das Schema, das ich hier 2011 im Tamino Forum zur Diskussion gestellt hatte:

    Beurteilung von Sängern – Eine Frage das Geschmacks oder objektiver Kriterien?


    Jürgen Kesting schreibt unter anderem:

    Zitat

    Ebenso wichtig, ja entscheidend ist, dass die stimmliche Entwicklung und die technische Schulung Hand in Hand gehen. Schon der junge Sänger wird, etwa bei einem Wettbewerb, nach zahlreichen Parametern beurteilt, zum einen nach den natürlichen Qualitäten seiner Stimme, zum anderen nach seinen technischen Fertigkeiten, auch nach seiner Persönlichkeit, die selbst bei einem kurzen Auftritt (auch bei einem Wettbewerb) spürbar wird. In ihrem Monitum hatte Elisabeth Schwarzkopf gesagt, dass die Gesangskunst sich aus Hunderten von Details addiert. In einem praxisnahen Schema des Korrepetitors und Sammlers Prof. Dr. Jörg Calliess werden sie spezifiziert:
    ... ... ...

    Und dann kommt in einer leicht reduzierten Form, was ja hier im Forum ausführlich vorgestellt wurde.



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    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Lieber Caruso, mein Logpäde ist ausgebildeter Tenor, hat eine eigene Musikschule und hat im Ensemble des Aalto Theaters Essen gesungen. Er hat bemängelt, das es grade den deutschsprachigen Sängern an Disziplin beim Lernen fehlt und sie viel zu früh zu viel wollen und sich selbst überschätzen. und russische und asiatische Sanger dagegen viel disziplinierter sind .




    Ää

  • Lieber Caruso, das Cover das von dir vom dem Buch eingestellt wurde ist von [am]:!:

    Dann nimm doch wenigstens das Cover von jpc:!:;)


    Hier mit Link ....



    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Fiesco!

    Lieber Caruso, ...

    Hier mit Link ....

    Schade, dass Du nicht die Zeit oder Lust hattest, auch was zum Thema beizutragen.

    Das hätte ich ehrlich interessiert.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Lieber Rodolfo!

    ... mein Logopäde ...
    ... hat bemängelt, das es grade den deutschsprachigen Sängern an Disziplin beim Lernen fehlt und sie viel zu früh zu viel wollen und sich selbst überschätzen. und russische und asiatische Sanger dagegen viel disziplinierter sind .

    Vor Verallgemeinerungen sollte man sich eigentlich hüten.
    Das Problem, auf das Dein Stimm-Therapeut hinweisen will, wird in dem angezeigten Buch auch gelegentlich thematisiert: viele Studierende haben nicht genug Disziplin und sind nur begrenzt willens, hart an ihrer Technik zu arbeiten.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Lieber Caruso, sorry aber das interressiert mich überhaupt nicht und dazu kommt noch das ich das Buch auch nicht gelesen bzw. ich es auch nicht lesen werde. 8-) Nichts für ungut!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • zu Amartuvshin Enkhbath #178

    grade eben habe ich mir Nabucco auf youtube (Operavision) angeschaut. Die Aufnahme ist vom Dezember 2019 aus Parma.

    Seine Stimme ist großartig, scheint mühelos, toller Klang. Dass er nicht gut schauspielern kann fiel mir jetzt nicht auf, aber er hat in den zwei Jahren seit @carusos Vorstellung bestimmt auch dazu gelernt. Er singt im Dezember und März an der Deutschen Oper Berlin Nabucco und Rigoletto, an der MET ab Januar La Traviata. Also läuft bei ihm....


    Viele Grüße

    Boismortier

  • Lieber Wilfried!

    Hallo und gute Tag,

    Habe mir die CD bestellt.

    Es freut mich, dass wir dich für Philippe Sly und sein La Chimera-Projekt interessieren konnten. Ich wünsche Dir, dass Du den Kauf nicht bereuen wirst und diese WINTERREISE genießen kannst. Es wäre schön, wenn Du über Deine Eindrücke gelegentlich mal berichten würdest!


    photo-6.jpg?w=1600&q=70


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Zu Amartuvshin Enkhbat - Bariton (Mongolei), #178, 395, 404, 1757 und 1782


    Liebe Boismortier!


    Ich glaube gerne, dass sich Amartuvshin Enkhbat - seit ich ihn in Kiel kennen gelernt und hier vorgestellt habe - auch als Darsteller entwickelt hat. 2016 war er ja gerade erst aus der Mongolei nach Europa gekommen und er sang damals seine ersten Opernpartien überhaupt.

    Als Sänger hat er sich auf jeden Fall prächtig weiter entwickelt. Das konnte ich in einem Mitschnitt des ERNANI, in dem er den Don Carlos sang, bewundern.


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Zu Devieilhe, Sabine - Sopran (Frankreich) #001, 021, 027, 028, 102, 511, 540, 566, 799, 802, 1325, 1420


    Lieber Wilfried,


    Sabine Devieilhe hat ja in den letzten Jahren wirklich eine höchst eindrucksvolle Karriere gemacht.

    Ich wollte sie in diesen Tagen eigentlich in Aix en Provence als Königin von Schemakha (DER GOLDENE HAHN) hören. Wegen der Pandemie ist die Produktion leider abgesagt. Immerhin kann man Frau Devieilhe an verschiedenen Häusern in Konzerten hören - natürlich mit den gebotenen Abstands- und Hygiene-Auflagen.

    In Zürich hat sie beispielsweise einen Solo-Abend zusammen mit Benjamin Bernheim gegeben. Ich habe mehrere Rezensionen darüber gelesen. Die Leistungen von Sabine Devieilhe sind geradezu enthusiastisch gelobt worden. Benjamin Bernheim allerdings musste herbe Kritiken einstecken.


    Übrigens hat Sabine Devieilhe inzwischen einen eigenen Thread in DIE BERÜHMTE STIMME: Sabine Devieilhe - eine französische Koloratursopranistin

    Da findest Du sicher Informationen und Meinungen, die Dich interessieren könnten.


    Liebe Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • zu Konstantin Krimmel, vorgestellt in #982

    auf seinem Instagram-Account hat er gepostet, dass nun bald die Proben für Figaros Hochzeit am Staatstheater Wiesbaden beginnen. Er singt die Titelrolle und geplant ist die Premiere für den 6. September.


    Viele Grüße

    Boismortier

  • Zu Konstantin Krimmel - Bariton (Deutschland), #982f, 988f, 1032, 1240, 1334, 1336ff, 1342ff, 1349


    Danke, liebe Boismortier, dass Du uns über die Karriere von Deiner Entdeckung Konstantin Krimmel auf dem Laufenden hältst.


    Noch vor dem Shutdown habe ich ihn in der Orangerie des Schlosses Herrenhausen in Hannover bei der Kammermusikgemeinde mit einem Liederabend gehört. Das war wirklich ein bemerkenswert gelungener Abend! Als Liedersänger scheint er in die vordere Reihe aufzusteigen. Er hat halt nicht nur eine sehr schöne Stimme. Er fesselt auch das Publikum mit seinem Charisma und dem Talent, Geschichten zu erzählen! Viele der Besucher kannten den Namen zuvor gar nicht und waren hinterher voll begeistert.


    Liebe Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Bekanntmachung


    Liebe Melomanen und Freunde der NEUEN STIMMEN !


    Die nächsten Wochen werde ich nicht im Forum sein, nichts lesen und auch leider auf keine Beiträge antworten.

    Das sollte aber niemanden abhalten, hier seine Entdeckungen vorzustellen beziehungsweise zu bereits vorgestellten NEUEN STIMMEN Höreindrücke oder interessante Neuigkeiten mitzuteilen.


    Beim Öffnen des Forums habe ich mit einigem Staunen gesehen, dass in den noch nicht einmal vier Jahren seit dem Start des NEUE-STIMMEN-Threads immerhin 250 000 mal auf diesen Thread "zugegriffen" wurde. Das ist doch eine bemerkenswerte Menge, die ermutigt, mit dem Thema weiter zu machen. Ein noch stärkeres Argument freilich ist die Qualität der Entdeckungen. Viele der hier vorgestellten jungen Sänger sind inzwischen zu einer bemerkenswerten Karriere gestartet, nicht wenige sind sogar schon arriviert!

    Ich werde mich auf jeden Fall weiterhin hier engagieren und freue mich über jeden, der das auch tut!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Sabine Devieilhe: 1, 21, 27, 28, 102, 511, 540, 566, 799, 802, 1325, 1420, 1786

    und Lise Davidsen: 335, 345, 376, 727, 799, 802, 817, 854ff.,915ff., 918f, 921f, 927, 942f, 945f, 1148, 1152f, 1155, 1254f, 1257, 1265ff, 1268ff, 1276f, 1283, 1299, 1301ff, 1308, 1374, 1465ff, 1468, 1757


    Die Ariadne aus Aix vom Juli 2018, die hier im Thread erwähnt, aber nicht verlinkt wurde, wenn ich richtig gesehen habe.


    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Hallo und guten Tag,

    Die eingestellten Schnipsel, hatten meine Neugier geweckt. Ohne besondere Erwartungen ging es ans anhören. Nachdem ich mir die CD insgesamt 4 Mal angehört habe, will ich gerne meine Eindrücke schildern.

    Das erste Stück (Gute Nacht) hat mich gleich irritiert. Fast drei Minuten beschwingte Instrumentalmusik und kein Gesang. Mit der "Wetterfahne" beginnt dann auch der Gesang. Zunächst für mich ungewohnt, ich nehme die kraftvolle Stimme wahr, manchmal klingt sie für mich ein wenig "verknödelt oder nasal.


    Dann rückt immer mehr der dunkel gefärbte, umheimlich tieftraurig klingende Bass, in den Vordergrund meiner Wahrnehmung. Und der überzeugte mich, bei jedem weiteren Lied mehr. Zusammen mit der melodischen Linie der Instrumente, stellte sich langsam aber sicher das Gefühl ein, hautnah beim "Wanderer" dabei zu sein. Ab dem Lied "Rast" kann ich es "hören" und ermessen, in welcher hoffnungslosen existenziellen Situation sich der Wanderer sieht.


    Ab dem dritten "Anhören", berührt mich die Aufnahme immer mehr. Durch die vortreffliche Instrumentierung, werden mir die Veränderung der Stimmungslage und die "Perspektivwechsel" immer deutlicher bewusst.


    Beeindruckend für mich auch die Erkenntnis, wie eine total andere Interpretation des Werkes, in seiner Musikalischen Aussagkraft so intensiv sein kann.

    Bin mit meinem Kauf sehr zufrieden.

    MfG Wilfried

  • Zu Louise Alder (# 816,857 f, 1570,1715, 1721f)


    Radio 100,7 (Luxemburg) sendet heute um 20.00 Uhr ein Konzert aus der Philharmonie Luxembourg mit Werken von Mozart, Strauss und Lehar.

    Louise Alder singt Exultate, jubilate KV 165, Bel raggio lusingher (Semiramide), Frühlimngsstimmen und einen Ausschnitt aus "Der Graf von Luxemburg". Es spielt das Luxembourg PhO unter Enrique Mazzola (Aufnahme vom 8.1.2020).


    VG

    Otello50

  • NEUE STIMMEN bei den SALZBURGER FESTSPIELEN 2020


    Liebe Melomanen und Freunde der NEUEN STIMMEN!


    Morgen beginnen die Salzburger Festspiele.
    Das ist in Zeiten der Pandemie ganz sicher ein Wagnis.
    Zugleich aber können diese Festspiele, wenn sie denn gelingen, eine große Ermutigung sein.


    Das Programm ist natürlich reduziert. Nicht alles, was geplant war, kann realisiert werden. Für die Opernfreunde wird es nur zwei Produktionen geben, die deshalb sicher ganz besondere Aufmerksamkeit finden werden.


    Mit großem Interesse habe ich die Besetzungszettel beider Opern angeschaut.

    Es ist schon bemerkenswert, wie viele Sänger da angekündigt werden, die hier in diesem Thread als NEUEN STIMMEN vorgestellt wurden.


    Die Titelpartie der 'ELEKTRA' singt Aušrinė Stundytė, die ich hier vor drei Jahren vorgestellt hatte (#490).


    Ihr Bruder Orest wird Derek Welton sein, den Hans Heukenkamp vorgestellt hat (#769).


    Dr. Pingel hatte dann auch Tatjana Ariane Baumgartner, die in Salzburg jetzt als Klytämnestra angekündigt wird, eingebracht (#113) - aber leider nicht in einem eigenen Beitrag vorgestellt.



    Von den sechs Partien in 'COSI FAN TUTTE' sind sogar gleich vier mit Sängern besetzt, die als NEUE STIMMEN in diesem Thread vorgestellt wurden:


    Die Fiordiligi singt Elsa Dreisig die ich als Entdeckung im Dezember 2018 (#956) eingeführt habe.


    Ihre Schwester Dorabela wird Marianne Crebassa sein, die ich bereits im Februar 2017 vorgestellt hatte (#221) und die inzwischen einen eigenen Thread im Kapitel DIE BERÜHMTE STIMME hat.


    Die Zofe Despina singt Lea Desandre, die Bertarido im Mai 2017 als Entdeckung präsentiert hat (#339).


    Dem Ferrando wird Bogdan Volkov seine Stimme geben, der hier in diesem Thread von Stimmenliebhaber vor drei Monaten als NEUE STIMME präsentiert wurde (#1612).


    Auch der Guglielmo ist den aufmerksamen Melomanen im Forum kein Unbekannter.
    Er wird zwar nicht im NEUE STIMMEN-Thread vorgestellt.
    Jolanthe hat für ihn gleich einen eigenen Thread im Kapitel DIE BERÜHMTE STIMME eröffnet: Andrè Schuen
    Der Bariton André Schuen aus Südtirol


    Es wird ja oft im Forum darüber lamentiert - auch von mir - , dass nur noch so wenig Austausch über Stimmen und Gesang stattfindet. Vielleicht ist es wirklich nicht viel. Aber wenn frühzeitig in ihrer Karriere auf gleich mehrere Sänger im Forum aufmerksam gemacht wurde, denen heute tragende Rollen bei den Salzburger Festspielen anvertraut werden, dann müssen wir eigentlich nicht in Sack und Asche gehen, sondern dürfen auch ein bisschen stolz sein.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso, wirst Du denn in Salzburg sein und die Opern hören? Daß Bogdan Volkov in S. singt, freut mich wirklich. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Zu Sabine Devieilhe: 1, 21, 27, 28, 102, 511, 540, 566, 799, 802, 1325, 1420, 1786

    und Lise Davidsen: 335, 345, 376, 727, 799, 802, 817, 854ff.,915ff., 918f, 921f, 927, 942f, 945f, 1148, 1152f, 1155, 1254f, 1257, 1265ff, 1268ff, 1276f, 1283, 1299, 1301ff, 1308, 1374, 1465ff, 1468, 1757


    Die Ariadne aus Aix vom Juli 2018, die hier im Thread erwähnt, aber nicht verlinkt wurde, wenn ich richtig gesehen habe.

    Lieber Hans!


    Hab Dank für den Hinweis! Bisher war die "ARIADNE"-Aufzeichnung tatsächlich nicht verlinkt. Es gab Ausschnitte mit Frau Davidsen, aber die Links funktionieren nicht mehr. Es lohnt ja auch wirklich, die gesamte Aufführung zu hören. Leider ist die Klangqualität auf YouTube arg begrenzt. Ich bin froh, dass ich die Übertragung vom Hörfunk mitgeschnitten habe. Die Frauenstimmen klingen da viel besser!


    Lieber Caruso, wirst Du denn in Salzburg sein und die Opern hören?

    Nein, leider nicht!


    Herzliche Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zu Louise Alder (# 816,857 f, 1570,1715, 1721f)


    Radio 100,7 (Luxemburg) sendet heute um 20.00 Uhr ein Konzert aus der Philharmonie Luxembourg mit Werken von Mozart, Strauss und Lehar.

    Louise Alder singt Exultate, jubilate KV 165, Bel raggio lusingher (Semiramide), Frühlimngsstimmen und einen Ausschnitt aus "Der Graf von Luxemburg". Es spielt das Luxembourg PhO unter Enrique Mazzola (Aufnahme vom 8.1.2020).

    Lieber Otello50!


    Das ist ein Super-Tipp. Leider habe ich ihn erst gestern gesehen.
    Ich hätte das Konzert gern gehört, denn Louise Alder ist eine meiner "Lieblings"-Entdeckungen (wenn mir gestattet ist, auch mal die Vokabel zu benutzen, die im Augenblick im Forum so angesagt ist).

    Hast Du denn die Übertragung aus der Philharmonie Luxembourg (ein Konzertsaal, den ich sehr mag) gehört?
    Dann würden mich natürlich die Höreindrücke und Deine Meinung über die britische Sopranistin sehr interessieren.


    Liebe Grüße


    Caruso41


    .

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • zu Philippe Sly (#512ff, 1143ff, 1162ff, 1186, 1196, 1772ff, 1791)

    Hallo und guten Tag,

    Die eingestellten Schnipsel, hatten meine Neugier geweckt. Ohne besondere Erwartungen ging es ans anhören. Nachdem ich mir die CD insgesamt 4 Mal angehört habe, will ich gerne meine Eindrücke schildern.

    Lieber Wilfried!


    Wie Du Deine Begegnung mit Philippe Sly und seiner "Winterreise" so eingehend beschreiben hast, fand ich ausgesprochen interessant.

    Da wird für mich auch deutlich, dass die Auseinandersetzung mit neuen Stimmen und Interpretationen Zeit braucht. Einfach nur mal in eine Aufnahme "rein zu hören", bringt nun wirklich nicht weiter. Aber leider fehlt vielen Taminos offenbar die Zeit, sich ausführlich und genauer auf Neues, Un-Gehörtes und Un-Erhörtes einzulassen. Vielleicht ist ja dein Bericht eine Ermutigung! Ich hoffe es wirklich!


    Liebe Grüße


    Caruso41


    .

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • zu Louise Alder:


    Lieber Caruso41,


    ich habe die Sendung aufgezeichnet, mir aber noch nicht angehört. Es war ein "kommentierter Mitschnitt" des luxemburgischen Radiosenders. Werde mich melden.

    VG

    Otello50

  • Lieber Caruso, ich wůrde auch häufiger was zu den neuen Stimmen beitragen, aber dadurch das ich in der Woche erst um 18 Uhr bzw 20 Uhr zu von der Arbeit zu Hause bin, hab ich dann auch keine Lust mehr etwas zu schreiben, da ich auch etwas länger brauch bzw vergleichenden höre, um eine Stimme zu beurteilen. Nächste Woche hab ich einen Krankenschein und dann werde ich zwei Sãnger vorstellen.

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