Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2020)

  • Ganz großartige Aufnahme, nicht, lieber Garaguly? Ich war jedenfalls sehr angetan von Altmeister Blomstedts Lesart.

    Da stimme ich Dir zu, lieber Joseph. Und nun, nach einem zweistündigen Spaziergang unter düsteren Wolken und zeitweisem, fies von der Seite angewehtem Nieselregen bin ich eindeutig wieder in Brahmsstimmung. Und deswegen gönne ich mir die Aufnahme gleich nochmal:) ... genau jetzt!


    Und mir gefällt das Cover-Design der CD übrigens ausgezeichnet. Es handelt sich um einen Entwurf von Koloman Moser (1868 - 1918) aus dem Jahr 1900. Wenn ich für solche Späßchen noch Kohle übrig hätte, würde ich mir das als Tapete herstellen lassen und mir damit mein Wohnzimmer aufhübschen:whistling:. Auf dem CD-Cover, wenn man es in echt in der Hand hält, sticht dieser Blauton nicht so stark heraus. Dann sieht's noch besser aus.



    Johannes Brahms


    Symphonie Nr. 1 c-Moll, op. 68

    Tragische Ouvertüre c-Moll, op. 81


    Gewandhausorchester Leipzig

    Herbert Blomstedt

    (AD: 2018/19)


    Grüße

    Garaguly

  • Nachtrag zu der Pentatone-CD mit Brahms/Blomstedt:


    Gerade läuft die Tragische Ouvertüre. Und schon gestern Abend merkte ich, dass da etwas nicht stimmte an der technischen Seite der Aufnahme. Ich finde hier die Bässe unangenehm wummerig, die Pauken mulmen so ein bisschen ursuppenmäßig vor sich hin. Ich musste wild an den Höhen- und Tiefenreglern drehen, aber es hilft nicht so richtig weiter, ich erachte die Aufnahme von Opus 81 in gewisser Weise als verhunzt; nachdem sie hier nun gerade ein zweites Mal erklingt, wird das absolut klar. Die Symphonie ist deutlich besser eingefangen worden. Zum Glück lagen die Aufnahmedaten beider Werke weit auseinander. Man stelle sich vor, die Symphonie wäre am selben Abend mit den gleichen technischen Einstellungen aufgenommen worden wie die Ouvertüre!

    Also: die tontechnisch verhunzte Ouvertüre ist ein erheblicher Wermutstropfen. Denn ich liebe dieses Werk sehr! Ob ich es mir aber in dieser Variante oft anhören werde, bezweifele ich dann doch. Vielleicht können andere Taminos, die mit dieser Aufnahme Erfahrungen machen werden, meine Eindrücke bestätigen.


    Grüße

    Garaguly

  • Ich fand die Einspielung musikalisch einwandfrei. Ich glaube, dass die damals auch gute Rezension(en) erhielt.

    Also: keine Problem, außer persönlich keinen Bock mehr.


    Übrigens::ich kann mich nicht erinnern, dass jemand mal nicht "Cellosonaten" gesagt hätte. 😉

    Danke Dir!


    Was soll man auch anderes sagen als "Cellosonaten" ? ;) Doch ich habe mal eine Diskussion über die Relevanz der beiden Instrumente bei Mozart und Beethoven gehört. Schon interessant, dass beide Komponisten trotz wachsender Bedeutung des Streichinstruments die Reihenfolge "für Klavier und Violine bzw. Violoncello" gewählt haben.


    Insofern ist Schiff wohl wichtiger. :D


    Schiff gefällt mir beispielsweise nicht bei Janaceks Klavierwerk Auf verwachsenenen Pfaden. [Nur falls es Dir Recht ist und keinen Rahmen sprengt und Du Dich erinnerst: Was hat Dich im Interview bei Schiff gestört?]


    :)Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!


  • Joseph Martin Kraus


    Quintett für Flöte, zwei Violinen, Viola und Violoncello D-dur

    Streichquartett g-Moll, op. 1 Nr. 3

    Streichquartett D-Dur, op. 1 Nr. 4


    Martin Sandhoff, Flöte

    Schuppanzigh-Quartett

    (AD: 3. - 6. April 2001)


    Grüße

    Garaguly

  • Nachdem ich HEUTE mal wieder in der Kirche selbst gesungen habe, lasse ich jetzt singen, und zwar von Daniel Behle und dieser ganz wundervollen CD.....


    Flotow: Ach, so fromm, ach so traut aus Martha
    +Nicolai: Horch, die Lerche singt im Hain aus Die lustigen Weiber von Windsor
    +Lortzing; Holzschuhtanz aus Zar und Zimmermann
    +Adam: Freunde, verehmet die Geschichte aus Der Postillon von Lonjumeau
    +Goldmark: Magische Töne aus Die Königin von Saba
    +Boieldieu: Komm, oh holde Dame aus Die weiße Dame
    +Lehar: Zwanzinette aus Eva; Freunde, das Leben ist lebenswert aus Giuditta; Wolgalied aus Der Zarewitsch
    +Behle: In Köln
    +Stolz: Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n
    +May: Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n; Heut ist der schönste Tag in meinem Leben
    +Winkler: Chianti Lied
    ......es ist eine reine Freude ihm zuzuhören! :hail::hail::hail::hail::hail:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Auch hier wird gesungen ...



    Wolfgang Amadeus Mozart


    Arien aus "Die Zauberflöte", "Die Entführung aus aus dem Serail", "Don Giovanni", "Idomeneo", "La clemenza di Tito", Krönungsmesse KV 314, Vesperae solennes de confessore KV 339, Popoli di Tessaglia KV 316, Ma che di vece, O stelle KV 368


    Edda Moser, Sopran

    diverse Gesangssolisten, Chöre, Orchester, Dirigenten


    Grüße

    Garaguly

  • Tchaikovsky: Symphonies Nos. 4-6 <-----> Seiji Ozawa - Complete Recordings on Deutsche Grammophon, 50 Audio-CDs (Limited Edition)


    Der Freitag und Samstag war bei mir völlig ohne Musik. Ein Termin folgte dem anderen. Heute aber endlich mal wieder Musik genossen und dazu noch in einer ausgewogenen und für meinen Geschmack guten Aufnahme von Tchaikovskys Vierter. Die Platte enthält auch noch das Capriccio italien..


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Bildergebnis für ozawa und berlin philharmonic mit tchaikovsky fünf <----------> Seiji Ozawa - Complete Recordings on Deutsche Grammophon, 50 Audio-CDs (Limited Edition)



    Weil mir die Vierte von Tchaikovsky in Ozawas Interpretation mit den Berliner Philharmonikern gefilel, legte ich sofort die Fünfte (mit dem Schlachtross der Ouvertüre 1812) ein...


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER


  • Giovanni Battista Pergolesi

    Stabat mater (für Klavier arrangiert von Marie-Luise Hinrichs)


    Domenico Scarlatti

    Klaviersonaten

    B-Dur K. 551, d-Moll K. 9, d-Moll K. 64, C-Dur K. 159, E-Dur K. 380


    Marie-Luise Hinrichs, Klavier

    (AD: 13. - 14. Juni 2016)


    Grüße

    Garaguly

  • Honegger: Jeanne D'Arc Au Bucher by Seiji Ozawa <------> Seiji Ozawa - Complete Recordings on Deutsche Grammophon, 50 Audio-CDs (Limited Edition)


    Honeggers Oratorium aus der Ozawa-Box ist eine Neuerfahrung und zugleich meine erste Platte mit Musik des Komponisten. Und es wird wohl auch die einzige Platte bleiben. Die Musik spricht mich nicht an...


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

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  • Quellbild anzeigen<------> Seiji Ozawa - Complete Recordings on Deutsche Grammophon, 50 Audio-CDs (Limited Edition)

    Wenn ich mal von "Pater und der Wolf" absehe, dann fehlt Musik von Prokovjev bisher in meiner Musiksammlung. Die nächste Zeit werden mich also die vier CDs mit den Sinfonien des Russen beschäftigen...


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • In die Kammer gegangen:

    Max Reger

    Streichtrio a-Moll op. 77b

    Klavierquartett d-Moll op. 113

    Aperto Piano Quartett

    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Und dann wieder raus in den großen Saal:

    Ludwig van Bethoven

    Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

    Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

    WDR Sinfonieorchester

    Dirigent: Jukka-Pekka Saraste

    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP


  • Jacques Offenbach

    Grand Concerto für Violoncello und Orchester G-Dur "Concerto militaire"


    Friedrich Gulda

    Konzert für Violoncello, Blasorchester und Band, op. 129


    Edgar Moreau, Violoncello

    Les Forces Majeures

    Raphaël Merlin

    (AD: 9. - 15. August 2017)


    Grüße

    Garaguly

  • Kleiner Nachtrag zu der eben abgelaufenen (und erstmals gehörten) Cello-Platte mit Edgar Moreau. Das Offenbach-Konzert ist durch einige wenige Einspielungen (z.B. mit Ofra Harnoy und eine andere unter der Leitung von Marc Minkowski bei mir vertreten), aber das Gulda-Konzert war mir bis eben total unbekannt. Und anders als erwartet, hatte das fünfsätzige Konzert wirklich seinen Reiz. Der erste Satz gefiel mir noch am Wenigsten, da in ihm diese "Rock-Band" (nicht wirklich Rock, aber ich weiß nicht, wie ich's nennen soll) so notorisch zum Einsatz kommt. Aber die übrigen vier Sätze sind toll! Alles ist völlig melodisch gehalten, Gulda bedient sich kräftig bei volkstümlicher Musik im zweiten Satz mit dem Titel "Idylle". Es lohnt sich schon, dieses Werk kennenzulernen.

    Der Offenbach wird, genauso wie der Gulda, ausgezeichnet von den Interpreten dargeboten. Das mir bisher unbekannte Orchester "Les Forces Majeures" unter Raphaël Merlin begleitet prächtig mit großem Sinn für die solistisch begleitenden Momente und selbstverständlich auch für die vollorchestralen Knaller, wie etwa die jeweils letzten Sätze Offenbachs und Guldas. Moreau spielt einen wunderbar warmen Celloton. Das ist wirklich sehr einschmeichelnd. Die Tontechnik fängt das Geschehen ausgezeichnet ein.


    Grüße

    Garaguly

  • Auch diese CD ist neu in meiner Sammlung, höre nun das eröffnende Werk ....



    Nikolai Miaskowsky (1881 - 1950)


    Cellosonate Nr. 1, op. 12 (1911)


    Andreas Brantelid, Cello

    Bengt Forsberg, Klavier

    (AD: 27. - 30. Dezember 2019)


    Grüße

    Garaguly


  • Felix Mendelssohn-Bartholdy


    Violinkonzert e-Moll, op. 64


    Frank-Peter Zimmermann, Violine

    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

    Gerd Albrecht

    (AD: 1986)


    Grüße

    Garaguly

  • Musikalischer Start mit


    Lindblad, Adolf Fredrik (1801-1878)

    Symphony No 2 D-dur


    Swedish Radio Symphony Orchestra,

    Tobias Ringborg


    Mitschnitt vom schwedischen Rundfunk 2020


    Frische und lebendige Interpretation! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)


  • Benjamin Godard (1849 - 1895)


    Symphonie Nr. 2, op. 57

    Trois Morceaux, op. 51

    Symphonie gothique, op. 23


    Münchner Rundfunkorchester

    David Reiland

    (AD: 2015)


    Grüße

    Garaguly

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  • Aus meiner Sammlung von....L'Orfeo, Orfeo, L'Euridice, Orphée et Euridice, Orfeo ed Euridice, Orpheus, La descente d'Orphée, Orphée, La morte d'Orfeo, Euridice dall'Inferno....

    ...heute mal den von Telemann.....


    "Orpheus" oder "Die wunderbare Beständigkeit der Liebe"

    Die Arien sind in deutsch oder italienisch, die Rezitative in deutsch gesungen!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Boismortier,


    das jpc-Bildchen zu der von Dir gehörten CD - die bei mir übrigens seit einiger Zeit in den Stapeln mit den originalverpackten, noch ungehörten Scheiben ruht - funktioniert doch in voller jpc-Standardgröße.


    Viel Freude beim Anhören!


    Grüße

    Garaguly


  • Zum Abend Russisches:


    Medtner, Nikolai (1880-1951)

    Klavierkonzert No 1


    Tschaikowsky, Peter Iljitsch (1840-1893)

    Klavierkonzert No 1


    Sao Paulo Symphony Orchestra,

    John Neschling


    Yevgeny Sudbin Klavier


    Aufnahme von 2006

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Hallo, Musik des Jubilars:


    Beethoven, L.v. (1770-1827)

    Violinkonzert D major op 61


    Orchestra of the 18th Century,

    Frans Brüggen


    Thomas Zehetmair, Violine | Kadenzen von Wolfgang Schneiderhan


    Aufnahme von 1997


    Grandiose Aufnahme! :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Danke Avestes für den Hinweis zur Sinfonie Nr 2.

    Das hört sich ja hochinteressant an ... Leider in der Bernsteinaufnahme in recht historischer Klngquali.

    Was ich seinerzeit recherchiert hatte, war lange nicht so zugänglich. Die Ozawaaufnahme in sicher aktuellerer Qualität der Sinfonie Mr.2 würde mich interessieren.

    Ich habe mich noch weiter umgesehen und sogar den Text unter dem youtube Video in Russo Symphony Nr. 2 noch einmal gelesen :untertauch:. Da steht tatsächlich, dass diese Aufnahme vom 30. Juli 1967 ist. Das CSO spielt unter der Leitung von Ozawa mit dem Trompeter Bud Brisbois. Sorry für meine etwas falsche Darstellung. Die Uraufführung wäre auf der Webseite der New Yorker Philharmoniker zu sehen. Wenn man in der Lage ist, das Datumsformat richtig einzugeben, erhält man die Info UA war am 16. April 1959 mit Maynard Ferguson an der Trompete. Auf youtube gibt es eine nur unwesentlich jüngere mit Bernstein, die dann die Qualität aus dem Jahre 1959 noch einmal vor Augen (Ohren) führt. Da merkt man, dass man mit der von Ozawa schon zufrieden sein kann.




    BTW: Ich würde Dich gerne noch einmal auf die Aufnahme hier mit Russos "Karussel Suite" aufmerksam machen. Es spielt das London Jazz Orchestra Solist Dizzy Gillespie (Posaune, auch Russos eigenes Instrument) unter der Leitung von William Russo. Das müsste Dir wirklich gefallen. Auf discogs momentan auch zu einem moderaten Preis erhältlich. Die technische Qualität ist einwandfrei.


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  • Guten Nachmittag allerseits. Nach drei Tagen ohne Musik (samstags bei der Freundin in Oberfranken, sonntags wurde mein PC repariert, und gestern habe ich verschlafen) lausche ich heute wieder dieser neuen Box :



    Franz Schmidt

    Symphonie Nr 2 Es-dur


    Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt

    Paavo Järvi

    Jazz is not dead, it just smells funny.

    Frank Zappa

  • Es gibt wieder etwas zu Feiern - Václav wird heute 100 Jahre alt :



    Bohuslav Martinů

    Symphonien Nr 2 & 3


    Czech Philharmonic Orchestra

    Václav Neumann

    Jazz is not dead, it just smells funny.

    Frank Zappa

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