Wichtiges Ereignis bei Tamino noch nicht angekommen!

  • Liebe Taminos,

    es ist ja eine besondere Stärke unseres Forums, dass wichtige Ereignisse in der Klassik aktuell besprochen und oft sofort kommentiert werden. Deshalb wundert es mich, dass über die Wiedererweckung der Wiener Staatsoper aus dem Corona-Schlaf am 8.6. 2020 noch nichts berichtet wurde. Zur Eröffnung gab es trotz aller Beschränkungen einen fulminanten Liederabend mit dem zum Starbassisten gereiften Günther Groissböck. Dr. Sieglinde Pfabigan bespricht dieses Ereignis bereits am nächsten Tag im Online Merker. Wer weiß, wie dosiert die Chefredakteurin des Merker mit hohem Lob umgeht, kann ahnen, wie spektakulär der Abend war, wenn er diese Besprechung liest. Ich habe soeben für das Forum die Erlaubnis erhalten, dass wir zu diesem Artikel einen Link setzen dürfen, damit alle sich informieren können. Da ich D.... ( gibts eigentlich a schön's österreichisches Wort für Depp?) das nicht kann, :untertauch: werde ich unseren Boss Alfred bitten, dass er das für mich tut.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Wer weiß, wie dosiert die Chefredakteurin des Merker mit hohem Lob umgeht...

    Ich würde sagen: Es kommt ganz darauf an, um wen es sich handelt. Bei ihren "Lieblingen" war und ist sie doch äußert erfindungsreich, wenn es darum geht immer wieder neue Superlative an dem Mann (in sehr seltenen Fällen auch an die Frau) zu bringen...

  • Ich würde sagen: Es kommt ganz darauf an, um wen es sich handelt. Bei ihren "Lieblingen" war und ist sie doch äußert erfindungsreich, wenn es darum geht immer wieder neue Superlative an dem Mann (in sehr seltenen Fällen auch an die Frau) zu bringen...

    Lieber Melomane,

    gut erkannt. Besonders lieb fand ich ihre Lebensbeichte "Was Tenöre alles bewirken" wo sie fast schwärmerisch wurde im April-Heft. Hat zur Folge, dass ich um einen Artikel über Bässe gebeten wurde, der im Juli-Heft sogar als Leitartikel erscheinen wird. Ist bei mir selbstverständlich auch Con Amore geschrieben. Sieglinde Pfabigan ist halt auch eine opernverrückte Überzeugungstäterin (aber eine ganz liebe, gescheite), die ihr Leben der Oper gewidmet hat.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

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  • Danke, lieber Alfred,

    wie immer verlässlich. Wir werden immer besser. Langsam beginnen wir, Sog zu erzeugen. Wenn der Foreninhaber noch etwas nachsichtiger und weniger restriktiv bei seiner Aufnahmezeremonie wäre, würden wir die Opernwelt dominieren. Dafür halten wir jedoch das Niveau hoch. Es sollte wie bei meinem Berufsverband werden. Wer im BDVT ist hat von vorne herein allein dadurch ein Qualitätssiegel. Würde bei uns heißen: Wer von Alfred aufgenommen wird ist hat allein durch das Überwinden dieser Hürde seine Qualität nachgewiesen. Wird auch dadurch belegt, dass ich beim ersten Anlauf abgelehnt wurde und drei unverdächtige Bürgen bringen musste, ehe ich aufgenommen wurde.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

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  • Es ist schwierig, einen Liederabend als "wichtiges Ereignis" wahrzunehmen, den man nicht selbst besucht hat. Gut, in diesem Zeiten stellt wohl allein dieTatsache seines Stattfindens einen Wert für sich dar. Schade, dass es offenbar keine Radioübertragung gab, die uns hier im Forum die Gelegenheit gegeben hätte, einen eigenen Eindruck zu gewinnen. Frau Pfabigan gerät nämlich derart ins Schwärmen, dass sie darüber vergisst, die sängerischen Leistungen von Günther Groissböck im Detail zu bewerten. Wer sich genauer mit diesem Sänger beschäftigt hat, würde schon gern mehr wissen wollen als den Verweis auf Körpergröße und Erscheinung. Es reicht mir nicht, den Inhalt der Gesänge über viele Zeilen auf den Punkt gebracht zu lesen. Ich würde beispielsweise gern wissern, wie er mit nun in "Odins Meeresritt" mit der Angst des rüstigen Schmieds von Helgoland umgegangen ist. Darum geht es. Dass "der Gott auf seinem Rappen über Land und Meer, begleitet von 12 Adlern, von Helgoland nach Norwegen zu einer Schlacht reitet", wissen wir oder können es im Netz nachlesen. Und warum sollte dazu ein Orchester spielen? Es gibt solche Aufnahmen, die aber allesamt den Kern und das Wesen der Komposition von Loewe verkennen. Diese Rezension lässt mich - vornehm ausgedrückt - völlig ratlos zurück.

    Rheingold 1876

  • Und bei nur 300 erlaubten Zuschauern, ist die Staatsoper schnell ausverkauft. Schaue grade als Livestream aus Wien ein sehr gelungenes Belcanto Konzert. So richtige Stimmung will nicht aufkommen Am Ende gab es aber lang anhaltenden Jubel.

  • Und bei nur 300 erlaubten Zuschauern, ist die Staatsoper schnell ausverkauft. Schaue grade als Livestream aus Wien ein sehr gelungenes Belcanto Konzert. So richtige Stimmung will nicht aufkommen Am Ende gab es aber lang anhaltenden Jubel.

    Hallo und guten Tag,

    War es dieses Konzert: https://www.wiener-staatsoper.…90266204-ensemblekonzert/

    Hätte ich mir auch gebucht und angeschaut. Bin leider zur Zeit unterwegs.

    MfG Wilfried

  • Diese Rezension lässt mich - vornehm ausgedrückt - völlig ratlos zurück.

    Lieber Rüdiger,


    ich habe von Günther Groissböck einen Mitschnitt dieses Konzertes bekommen. Ich finde seine Art des Liedgesangs schon außergewöhnlich: Es ist die Kraft, die Zuversicht, selbst in getragenen Stücken, die balsamische Schönheit in allen Lagen, die Wärme und den Mut des Zupackens, die den Bassisten für den Liedgesang besonders qualifiziert. Ein würdiger Nachfolger von Kurt Moll! Dir ging es allerdings in erster Linie um die Rezension.

    Es ist eine ständige Unterlassungssünde, dass die sängerischen Qualitäten der Interpreten meist viel zu wenig gewürdigt werden und eine Analyse der Gesangstechnik meist ganz unterbleibt. Insofern würde die Rezension von Frau Dr. Pfabigan durchaus der heutigen Rezensionspraxis entsprechen. Würde - denn etwas im Gegensatz zu Deinen defizitären Wahrnehmungen dessen, was über die gesanglichen Leistungen des Sängers berichtet wurde, fühlte ich mich durchaus auch von diesem Aspekt ausreichend informiert. Die Autorin schreibt doch ..."Eine faszinierende Begegnung für uns Zuhörer und Zuschauer! Das alles vermittelt uns der Sänger mit dem Bühnentalent und mit einer Bassstimme von ganz natürlich erscheinender Kraft mit klarer Artikulation"... und an anderer Stelle..."Groissböck explodiert förmlich vor Temperament. Kraft, und Leidenschaft, mit entsprechender Stimmentfaltung"..... Auch zwischen den Zeilen wird immer wieder die stimmgestalterische Realisierung angesprochen.

    Ausserdem kennst Du, lieber Rüdiger, den Veröffentlichungsdruck beim Verfassen von Rezensionen genau so gut wie ich. Der Liederabend war am 8.Juni und bereits am 9. Juni war der ausführliche Bericht im "Online Merker" zu lesen. Das war die sattsam bekannte und gefürchtete Nachtarbeit. Also zumindest die Forderung nach Aktualität wurde von Frau Dr. Pfabigan bestens erfüllt. Da ich nach dem Hören des Liederabends zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie die Rezensentin bei den stimmlichen Leistungen von Günther Groissböck kam, besteht also hohe Übereinstimmung mit dem Tenor dieser Kritik.


    Herzlichst

    Hans

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich hatte den livestream mit dem Liederabend von Groissböck gesehen und er hat mir sehr gefallen. Inzwischen kann man in auch auf youtube ansehen:



    Inzwischen hat die Wiener Staatsoper mehrere Konzerte live gestreamt und es lohnt sich wirklich sie anzuschauen.

    :hello:

    Jolanthe

  • War es dieses Konzert:

    Nein, lieber Wilfried, war es nicht. Es war ein Liederabend mit dem Bassisten Günther Groißböck. Diese Veranstaltung fand nicht nur wegen des ausgezeichneten Sängers viel Beachtung. Es war die Wiedererweckung der Wiener Staatsoper aus dem Corona Schlaf.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Operus,

    Wilfrieds Frage bezog sich auf Rodolfos gehörtes Live-Stream-Konzert, welches auch in der WSO stattfand und vom dortigen Stammpersonal mit Ausschnitten aus Belcanto-Opern bestritten wurde.

    Somit 2 Konzerte am gleichen Ort mit unterschiedlichen Künstlern.:hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Ich hatte den livestream mit dem Liederabend von Groissböck gesehen und er hat mir sehr gefallen. Inzwischen kann man in auch auf youtube ansehen:
    :hello:

    Jolanthe

    Liebe Jolanthe,

    danke für die Einstellung dieses Liederabends. Es lohnt sich wirklich, diese Aufführung zu genießen. Denn es ist ein Genuss zu erleben: Mit welcher Kraft, Natürlichkeit, Ausdruckskunst, Lebendigkeit und welchem Temperament der Bassist mit seiner jugendlich, unverbrauchten Stimme die Lieder erfüllt und dennoch den Feinheiten und dem emotionalen Stimmungsgehalt nichts schuldig bleibt.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Operus!

    es ist ja eine besondere Stärke unseres Forums, dass wichtige Ereignisse in der Klassik aktuell besprochen und oft sofort kommentiert werden. Deshalb wundert es mich, dass über die Wiedererweckung der Wiener Staatsoper aus dem Corona-Schlaf am 8.6. 2020 noch nichts berichtet wurde.

    Auch auf die Festspiele Mecklenburg Vorpommern, die heute eröffnet werden, wurde bisher nicht hingewiesen. Dabei ist das doch eigentlich ein bemerkenswertes Ereignis. Oder gilt das weniger als der Liederabend eines Basses in der Wiener Staatsoper?

    Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum bringen die Festspiele Musik an die schönsten Orte des Landes Mecklenburg Vorpommern: In Kirchen, Scheunen, Schlössern, Herrensitzen und Freiluft an idyllischen Seen.
    Das geplante Programm musste zwar abgespeckt werden. Jedoch gibt es zahlreiche Premieren und namenhafte internationale Klangkörper wie das BBC Symphony Orchestra, das Mariinsky Orchester St. Petersburg, das Deutsche Kammerorchester Berlin, das NDR Elbphilharmonie Orchesters
    und die Radiophilharmonie Hannover.

    Unter den Dirigenten und Solisten sind Christoph Eschenbach, Krzysztof Urbański, Nigel Kennedy, Daniel Hope, Daniel Müller-Schott, Veronika Eberle, Annette Dasch, Aris Quartett, Armida Quartett, Artemis Quartett, Benjamin Appl, Lauma Skride, Lucas & Arthur Jussen, Matthias Kirschnereit, Matthias Schorn, Maximilian Hornung, Ute Lemper und etliche hochinteressante aufstrebende Talente.


    Festspiele-MV-starten-mit-Rettungsschirmkonzert-in-Corona-Saison_plus_reference_oz.jpg



    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Caruso41 mit einem Streaming-Angebot beginnen heute diese Festspiele, ohne Publikum vor Ort.


    Das Programm insgesamt radikal gekürzt und ins Internet verlagert, dort ist euphemistisch von einem "netzspielsommer" die Rede. Ein einziges Konzert läßt 20 (!) Besucher zu.


    Für Veranstaltungen ab September werden Karten angeboten, und dafür der Begriff "Winterfestspiele" kreiert.


    Viele der von Dir genannten Solisten und Ensembles werden auf Seite http://www.festspiele-mv.de für dieses Winterprogramm nicht (oder nicht mehr) angekündigt.


    Das gleiche Desaster wie überall - auch in Mecklenburg-Vorpommern.

  • Hallo UdoHasso!

    beginnen heute diese Festspiele, ohne Publikum vor Ort.

    Das Eröffnungskonzert konnten knapp 60 Zuhörer live hören. Auch bei anderen Konzerten sind die Zahlen der Zuhörer begrenzt. Wie viele jeweils zugelassen werden, wird kurzfristig entschieden.

    Das gleiche Desaster wie überall - auch in Mecklenburg-Vorpommern.

    Immerhin mehr als nichts!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Immerhin mehr als nichts!

    Wie allen gebeutelten Veranstaltern wünsche ich auch denen in Mecklenburg-Vorpommern alles erdenklich Gute und freue mich über jeden Schritt hin zu dem, was mit dem Schlagwort "neue Normalität" vage umrissen wird.


    Ich hatte Sorge Caruso41, dass Dich die traurige Botschaft der drastischen Reduzierungen und die Nachricht über die Verschiebung fast aller verbliebenen Veranstaltungen in den Herbst noch nicht erreicht hatten.

  • Lieber udohasso!


    Ich habe immer die neuesten Nachrichten per E-Mail erhalten, da ich gelegentlich bei den Festspielen mitgearbeitet hatte. Aber das ist schon ein paar Jahre her.


    Beste Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Hallo UdoHasso!

    Das Eröffnungskonzert konnten knapp 60 Zuhörer live hören. Auch bei anderen Konzerten sind die Zahlen der Zuhörer begrenzt. Wie viele jeweils zugelassen werden, wird kurzfristig entschieden.

    Immerhin mehr als nichts!


    Caruso41

    Lieber Caruso,

    Es ist nicht mehr als nichts, es ist weniger als nichts. Diees Phänomen ist möglich in dieser verrückten Zeit Ich bin seit 59 Jahren im Management des Heilbronner Sinfonie Orchesters (HSO) 45 Jahre durfte ich es führen und arbeite heute noch sehr aktiv mit. Nun der Beweis: Unsere Spielstätte die Harmonie in Heilbronn fasst 2.000 Besucher, das Orchester hat ca.1.400 Abonnenten und einen Durchschnittsbesuch von 17. -1800 Besuchern, wenn nur ein Drittel der Besucher zugelassen wird, dann verlieren wir bei jedem Konzert eine Menge Geld. Unsere Zuschüsse betragen etwa 40% des Budgets, 60 % sind Einspielergebnisse und Sponsoring. Nun könnte die groteske Situation eintreten, dass uns unser bisheriger Erfolg ins Kreuz fällt und es bricht. Bleiben wir bei den künftig im günstigsten Fall möglichen 600 Besuchern würde das bedeuten, dass wir 3 Konzerte spielen müssen,um die Einnahmen von bisher einem Konzertabend zu erreichen. Noch schlimmer je öfter wir in dieser Situation spielen um so größer wird das Defizit. Lösung noch völlig unklar. Aber ich bleibe Optimist. Heilbronn ist eine Musik begeisterte Stadt und das HSO hat ein unendlich treues Publikum. Also die Hoffnung stirbt zuletzt und die Liebe zur Musik wird uns wieder einmal retten.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • operus unter finanziellen Aspekten kann ich Dir uneingeschränkt zustimmen. Andererseits verstehe ich die Freude von Caruso41 über knapp 60 Zuhörer. Wohlgemerkt bei einem Eröffnungskonzert für ein Festival!


    Ich kritisiere von Woche zu Woche verstärkt die Verantwortlichen unseres Orchesters, hier im südbrasilianischen Porto Alegre. Kammermusikalische Programme im wöchentlichen Streaming, schön und gut. Ein Beitrag mehr in einem ohnehin uferlos breiten Angebot. Aber keine Absicht der Verantwortlichen erkennbar, in absehbarer Zukunft wieder vor Publikum zu spielen.


    Stadt Porto Alegre und Bundesstaat Rio Grande do Sul, Träger des mit über 100 Planstellen stattlichen Klangkörpers, stellen die Existenzfrage nicht - bisher, Gott sei Dank. Allerdings drohen Gehaltskürzungen, gegenwärtig hierzulande auf allen Ebenen und in vielen Berufsgruppen ohnehin gang und gäbe.


    Selbst wenn sich Konzerte bei einer Belegung von einem Viertel der Saalkapazität (oder gar weniger) nicht rechnen: die Orchester, die Opernbühnen müssen wieder sicht- und hörbar werden. Diese Institutionen kosten eine ordentliche Stange Geld, auch wenn kein Ton erklingt und die Bühnenvorhänge geschlossen bleiben. Reicht dieser Zustand in die Saison 2020/2021 hinein, wird es von Monat zu Monat kritischer, besonders für Ensembles in kommunaler Trägerschaft.


    Von allen finanz- und kulturpolitischen Überlegungen abgesehen: Künstler wollen auftreten, spielen, singen - vor Publikum, nicht nur vor Mikrofon und Kamera!

  • operus unter finanziellen Aspekten kann ich Dir uneingeschränkt zustimmen. Andererseits verstehe ich die Freude von Caruso41 über knapp 60 Zuhörer. Wohlgemerkt bei einem Eröffnungskonzert für ein Festival!


    Ich kritisiere von Woche zu Woche verstärkt die Verantwortlichen unseres Orchesters, hier im südbrasilianischen Porto Alegre. Kammermusikalische Programme im wöchentlichen Streaming, schön und gut. Ein Beitrag mehr in einem ohnehin uferlos breiten Angebot. Aber keine Absicht der Verantwortlichen erkennbar, in absehbarer Zukunft wieder vor Publikum zu spielen.

    Lieber udohasso,

    danke für Deine Reaktion. Wie interessant, dass Du aus Brasilien berichtest. Hier wäre es schön, mehr zu erfahren: Über die Situation, die Programme, die Stärken, die Schwierigkeiten usw. Vielleicht sollte ein Therad gestartet werden: " Klassiche Musik in anderen Ländern2 und du würdest mit Brasilien starten.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Vielleicht sollte ein Therad gestartet werden: " Klassiche Musik in anderen Ländern2 und du würdest mit Brasilien starten.

    Eine gute Anregung operus, vor allen Dingen dann, wenn neben mir noch andere Tamino's aus fernen Ländern im Forum vertreten sind. Wobei, schon in Italien oder auf den britischen Inseln "funktioniert" das Konzert- und Opernleben anders als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So fern wie Brasilien muss es, geografisch gesehen, also gar nicht sein.


    Unter der großen Überschrift "Klassik jenseits von D, A und CH" könnten, vielleicht nach Kontinenten unterteilt, unsystematisch Beiträge veröffentlicht werden.


    Den Internetauftritt des hiesigen Orchesters, lieber operus, findest Du unter dieser Adresse:


    http://www.ospa.org.br

  • Unter der großen Überschrift "Klassik jenseits von D, A und CH" könnten, vielleicht nach Kontinenten unterteilt, unsystematisch Beiträge veröffentlicht werden

    Lieber udohasso,


    "Es gibt nichts Gutes - oder man tut es." Wie wäre es, wenn Du diesen Thread gleich eröffnen würdest. Neben de Schilderung des musikalischen Lebens in seinem Land könnte der Schreiber - wenn er dies möchte- auch erzählen, wie er wie in Deinem Fall nach Brasilien und dort zur Musik kam.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Wie wäre es, wenn Du diesen Thread gleich eröffnen würdest.

    Wir stecken mitten in der Vorbereitung einer Deutschlandreise, die wir am Samstag antreten. Ein "Sack voller Flöhe", wie Du Dir sicher vorstellen kannst operus. Es fehlt mir an Zeit, vor allen Dingen aber an Muse für solch einen Beitrag. Auch von meiner Seite ein Sprichwort dazu:


    "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben"


    :)

  • Lieber udohasso,

    dann wünsche ich Dir zunächst einmal ein gute, glückhafte Reise in die alte Heimat. Wenn Du zurück bist und Zeit Muße und Lust hast, sollten wir die Chancen dieses Projekts nochmals schriftlich diskutieren.


    "Gut Ding will Weile haben" :hello:

    Herzlichst

    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!