Puccini: Tosca - Referenzaufnahmen

  • Wo der Scarpia hier dauernd die Runde macht: Michael Bohnen soll nicht vergessen sein, ebenso wie Lawrence Tibbett (beide kenne ich nur in Ausschnitten). Beiden stand vor allem die Stimmgewalt zur Verfügung, um im Te Deum nicht forcieren zu müssen, dabei aber auch die Gewandtheit, die Kantabilität zu betonen. Insbesondere Tibbett klingt für mich im schwarzen Glanz seines Organs optimal in der Rolle.


    LG,


    Christian

  • Ich kann folgende Live-Aufnahme empfehlen:


    Renata Tebaldi, Richard Tucker, Leonard Warren etc.
    Dirigent: Dimitri Mitropoulos
    Orchester und Chor der Metropolitan Opera, New York, 1956)


    Das einzige wirkliche Problem ist das Publikum, das leider seine Begeisterung oft zu früh auslebt. (Besonders schlimm bei der Sternenarie, wo der Applaus zu früh einsetzt.)


    Aber ansonsten ist es sicher eine sehr gute Aufnahme.

    Il mare, il mare! Quale in rimirarlo
    Di glorie e di sublimi rapimenti
    Mi si affaccian ricordi! Il mare, il mare!
    Percè in suo grembo non trovai la tomba?

  • Meine Lieben,


    Erst einmal in diesem Thread erwähnt wurde eine Aufnahme, die für mich zu den absoluten Spitzen-"Toscas" gehört. Dabei stammt die Einspielung von Olivero de Fabritiis aus dem Jahr 1938. Für dieses Datum ist die Qualität jedoch ganz hervorragend - trotzdem scheinen sich viele davor zu schrecken. Bei Centurion Classics mogelt man deshalb sogar und verlegt die Einspielung in das Jahr 1950. Von der Tonqualität her wäre das sogar glaubhaft. In Wien ist die Aufnahme derzeit sensationell billig zu kriegen. Für fast drei Euro bekommt man Oper in Superwert.
    Der Dirigent vollbringt hier eine klassische Leistung: Spannend, dramatisch, lyrisch - alles überzeugt hundertprozentig und wirkt trotz absoluter Perfektion nie steril. Armando Borgioli gibt den faszinierendsten Scarpia, den ich kenne, ein wahres Chamäleon, alle Register beherrschend von larmoyant bis verführerisch und gefährlich. Maria Caniglia erscheint unter den vielen ausgezeichneten Verkörperungen der Titelrolle als eine besonders ausgezeichnete (ist da aber für mich nicht die einzige), und Benjamino Gigli liefert einen auf seine Art superben Cavaradossi. Seine schmachtende Art muß man allerdings mögen (ich tu's - weil kaum einer so großartig schmachtet). Alle Nebenrollen sind gleichfalls vorzüglich besetzt.


    Nebenbei bemerkt: Bei den DVDs gibt das Quartett Papppano/Alagna/Gheorghiu/Raimondi für mich ebenfalls bis jetzt den Maßstab. Sehr stimmungsvoll. Musikalisch vozüglich, aber vielleicht nicht ganz Top-3-Qualität, Top-10 aber zweifellos.


    LG


    Waldi

  • Lieber Waldi,


    danke, dass Du auf diese Einspielung hingewiesen hast. Ich habe sie auch sehr günstig bekommen, in diesem Package:



    Ich kann mich Deiner Einschätzung weitestgehend anschließen. Die Tonqualität ist ganz erstaunlich für 38, das könnte wirklich als 50er Jahre durchgehen! Gigli und Borgioli sind klasse, auch das Dirigat ist packend. Das einzige, was mich wirklich stört ist die Tosca von Caniglia, mir gefällt ihr Timbre nicht. Aber ansonsten volle Empfehlung, bei dem Preis sowieso!


    Grüße, Florian

  • Eine völlig unbekannte Aufnahme ist jene von Cornel Trailescu aus dem Jahre 1977. Es spielt das Orchester der Rumänischen Oper Bukarest.
    Hervorragend sind Nicolae Herlea als Scarpia und Viginia Zeani als Tosca, der Rest der Sängerschaft ist m.E. aber auch gut.


    Kennt jemand diese Aufnahme?


    bzw.


    :hello:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid


  • Ich schätze, dies dürfte die am meisten verbreitete Aufnahme der "Tosca" weltweit sein. Seit dem Marktstart der Compact Disc ist dieses Album zum Billig-Preis verramscht worden, ich erinnere mich an Wühltisch-Angebote vor 20 Jahren von 49 oder 99 Pfennigen! Auf nahezu allen Billig-Labeln ist diese Tosca vertreten, egal ob in England, Spanien, Deutschland....


    Dabei ist die Aufnahme wirklich gut und braucht sich nicht zu verstecken, dass sie so billig ist, lag an der Unfähigkeit der kommunistischen Funktionäre bei der rumänischen Verwertungsgesellschaft.


    Die Rolle des Cavaradossi mußte seinerzeit umbesetzt werden, da der ursprünglich vorgesehene Sänger es bei einem Gastspiel vorgezogen hatte, im Westen zu bleiben, aber auch der Ersatz kann sich hören lassen. An guten Sängern herrschte in Rumänien kein Mangel. Ich war in dieser Zeit mehrfach dort und habe tolle Leistungen in der Bukarester Staatsoper gesehen und gehört!


    Virginia Zeani, die Ehefrau des großen Bassisten Nicola Rossi-Lemeni, war zum Zeitpunkt der Aufnahme (sie ist Jahrgang 1925) nicht mehr die Jüngste, aber immer noch gut in dieser Rolle! Und über Nicolae Herlea als Scarpia braucht man ja wohl nichts mehr zu schreiben, das haben wir an anderer Stelle schon ausführlich getan!


    Eine echte Empfehlung, nicht nur wegen des (Billig-) Preises!


    Grüße


    Harald

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo Harald,


    daß sie so verbreitet ist, wußte ich wirklich nicht. :O


    Sie wurde im Thread bisher nicht erwähnt, das war mein Anhaltspunkt.


    Und ja: Sie gefällt mir wirklich sehr gut! Sängerisch wohl der fast gleichzeitig entstanden zweiten Karajan-Aufnahme bei weitem überlegen.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Es wurde damals - als die CD begann, ihren Siegeszug um die Welt anzutreten, von einer staatl. rumänischen Verwertungsgesellschaft weltweit ein Paket zur Veröffentlichung angeboten, bestehend aus 24 CDs mit insgesamt 12 ital. Opern, allesamt rumänische Eigenproduktionen. Da die Rumänen keine Ahnung von den Marktpreisen hatten, wurden die Aufnahmen - darunter auch jene Tosca - regelrecht verschleudert.


    Vielleicht ist das mit auch einer der Gründe, warum diese Aufnahmen selten in irgendwelchen Magazinen oder Foren erwähnt oder gar besprochen werden - nach dem Motto: Was nix kostet.....


    Dabei handelt es sich durchaus um gute Aufnahmen, sowohl was die Tonqualität als auch die Leistungen der Sänger und Dirigenten betrifft.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo Harald,


    danke für die Aufklärung!


    Es gehört zwar nicht wirklich hier her, aber da wir das Thema schon haben: Zählt diese Turandot-Aufnahme von 1970 mit Ludovic Spiess (nicht zu verwechseln mit dem DDR-Querschnitt) auch zu jenen empfehlenswerten rumänischen Produktionen?



    Liebe Grüße
    :hello:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

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  • Lieber Harald!


    Ich kenne zwar diese Tosca Aufnahme nicht, aber


    Virginia Zeani,


    kenne ich in einigen Aufnahmen, speziell aber im recht billig angebotenen Verdis LPs Gesamtaufnahmen.


    Ich habe sie da in Ernani, Aida mir einmal gekauft.


    Ist aber auch schon Jahre her.


    Jetzt verkauft man diese Aufnahmen mit Zinka Milanov und ähnlicher Besetzung.


    Liebe Grüße Peter aus Wien.

  • Zitat

    Original von oper337
    Ich kenne zwar diese Tosca Aufnahme nicht, aber


    Virginia Zeani


    Lieber Peter,


    ich kann Dir nur empfehlen, Dir die Aufnahme mal zu holen, sie ist die paar Euro allemal wert.


    Liebe Grüße aus Churbayern gen Wien.
    :hello:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Felippe II.!


    Danke für den Hinweis, werde ich mir besorgen,


    Virginia Zeani ist ja bei Verdi schon ausgezeichnet, ist leider durch die Callas und Tebeladdi und auch Milanov Aufnahmen,


    mehr bei uns vergessen worden.


    Abe ich hörte heute Nachmittag den Ernani mit ihr und diese Stimme hat etwas Besonderes.


    Danke nochmals, mein Geldtascherl wird durch Euch leerer, aber mein eigenes Opernhaus daheim, um schöne Stimmen reicher.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien.

  • oper337


    Hallo Peter,


    näheres zu Virginia Zeani findest Du auch im "Traviata" - Thread!


    Grüße


    Harald

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Für alle, die die legendäre Callas-Aufnahme nicht haben und sie gerne kennenlernen wollen:


    Am Sonntag sendet SWR2 die Oper im Radio:


    20.03 - 23.00 Uhr


    SWR2 Oper


    Giacomo Puccini:
    "Tosca", Musikdrama in 3 Akten

    Floria Tosca: Maria Callas
    Mario Cavaradossi:
    Giuseppe Di Stefano
    Scarpia: Tito Gobbi
    Cesare Angelotti: Franco Calabrese
    Spoletta: Angelo Mercuriali
    Sagrestano: Melchiorre Luise
    Sciarrone: Dario Caselli
    Hirt: Alvaro Cordova
    Chor und Orchester
    der Mailänder Scala
    Leitung: Victor de Sabata




    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald!


    Danke aber diese Aufnahme habe ich, und ich finde sie wunderschön.


    Die Callas und Stefoano und Gobbi, diese drei machen daraus eine große Tragödie, die Tosca eigentlich ja ist.



    Lieb Grüße sendet Dir Peter aus Wien.

  • Morgen zeigt 3sat eine "Tosca"-Verfilmung aus Rom:


    Samstag, den 27.12.2008 - 20:15 Uhr - 3sat

    Tosca
    Oper von Giacomo Puccini
    Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
    nach dem Drama von Victorien Sardou
    Aufzeichnung aus dem Jahr 1976


    Tosca Raina Kabaivanska
    Cavaradossi Placido Domingo
    Scarpia Sherrill Milnes
    Angelotti Giancarlo Luccardi
    Mesner Alfredo Mariotti
    u.a.


    Musikalische Leitung: Bruno Bartoletti
    Inszenierung: Gianfranco de Bosio
    Chor: Ambrosian Singers
    Orchester: New Philharmonia Orchestra London



    (gibt es auch auf DVD)


    Zitat

    Der Maler Cavaradossi, der in der Kirche Sant' Andrea della Valle an einem Altarbild arbeitet, wird verhaftet. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Polizeichef Scarpia und Caravadossis Geliebter Tosca. Scarpia versucht, Tosca zu erpressen, was letztendlich für beide tödlichendet: Tosca ersticht Scarpia und stürzt sich in den Tod.
    Die von Gianfranco de Bosio für Film und Fernsehen inszenierte Fassung der Oper "Tosca" besticht nicht nur durch ihr hervorragendes Sängerensemble, sondern auch durch die stimmungsvolle Atmosphäre an Originalschauplätzen in Rom. Die überragende Popularität verdankt diese Oper ihrem aufregenden Sujet, das Puccini mit dramatischer Spannung musikalisch umgesetzt hat. Gianfranco de Bosio lässt dieungarische Sopranistin Raina Kabaivanska als Tosca in einem Originalkostüm des 18. Jahrhunderts auftreten. Placido Domingo spielt Cavaradossi, den verzweifelten, von Scarpia zum Tode verurteilten Geliebten Toscas in sängerischer Hochform.


    3sat zeigt die Oper "Tosca" zum 150. Geburtstag von Giacomo Puccini am 22. Dezember. Aus dem selben Anlass folgt im Anschluss, um 22.10 Uhr, die Dokumentation "Puccinis letzte Reise".


    Nächste "Tosca" im Fernsehen: Silvester bei arte !


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Meine Lieben,






    Diese Aufnahme in deutscher Sprache hat, soweit ich sehe, im Forum gemischte Gefühle ausgelöst. Die Tonqualität ist, wie bei den meisten Rundfunkeinspielungen der fünfziger Jahre, gutes bis sehr gutes Mono. Was allerdings für mich sehr schwer zu ertragen ist: die unsägliche Übersetzung, die immer wieder die Musik umbringt und die Sänger vor Probleme stellt. Der deutsche Übersetzer, Max Kalbeck, hatte eine schwarze Stunde, als er das verbrochen hat (seine Übertragung wurde für Hamburg zwar bearbeitet, aber eigentlich nicht besser). Traduttore - traditore. Er hat nur auf den Text geschaut, nicht auf den melodischen Wert u.dgl. Vielleicht ist "Tosca" aber auch wirklich ins Deutsche einfach nicht adäquat übertragbar (Die Tür des Gartens knarrte klingt zu dieser Musik einfach fürchterlich). Obwohl ich sonst recht tolerant gegenüber deutsch gesungenen Opern von Verdi oder Puccini bin, in diesem Fall packt mich das Grausen.


    Es mag auch sein, daß man mit den Sängern in diesem Fall sehr intensiv vorbereiten hätte müssen. Zumindest bei Carla Martinis habe ich manchmal den Eindruck, sie könnte eine gute Tosca sein, nur hier schafft sie es lediglich in ganz wenigen Momenten (iin ihrer großen Arie gelingt es zum Teil); über weite Strecken kämpft sie nur mit der Rolle und wächst nicht in sie hinein.


    Rudolf Schock (Cavaradossi) zeigte 1953 schon deutliche Verschleißerscheinungen. Nach eher mäßigem Beginn steigert er sich hier aber merkbar, vermag einzelne Nöte auch durch Routine zu kaschieren. Und es blitzten die Sterne hört sich recht gut an (abgesehen vom Text).


    Josef Metternich (Scarpia) beginnt auch eher verhalten, entwickelt dann aber seine prächtige Stimme zu edelsten Tönen, die leider bei einem solchen Polizeichef aber nicht ganz am Platz sind (wenn es gerecht zuginge, müßte sich Tosca einem so betörenden Scarpia sofort leidenschaftlich hingeben). Trotzdem: Metternich ist ein Hörerlebnis und bewältigt auch am besten den deutschen Text; er hatte sicher auch diesbezüglich die meiste Erfahrung..


    Bei den Nebenrollen kann man Benno Kusche als Mesner eine solide Leistung bescheinigen.


    Wilhelm Schüchter dirigiert das Norddeutsche Rundfunk-Sinfonieorchester mit Routine. Bei einer Repertoirevorstellung würde ich zufrieden anch Hause gehen, auf Platte ist es mir doch etwas zu wenig. Auch er, so kommt mir vor, wird im Lauf der Oper aber immer besser.


    In summa: Keine Empfehlung, aber Metternich sollte man sich dennoch anhören.


    LG


    Waldi

  • Lieber Harald :




    Du wirst Dich vielleicht noch an das schlachartige Gebilde , genannt CD-Laden , auf der Flinger Strasse in der Düsseldorfer Altstsdt erinnern .


    Dort gab es CDs , meist auf dem Bodenin den Versandkarrtines stehend , zu Priesen , die man kaum für möglich gehalten hätte : Szell : jede Beethoven-Symphonie für 1.99 bis 4.99 . Natürlich in der guten alten Deutschen Mar ! Dann u.a. das letzte Konzert von Backhaus für ,000 Pfennige !!


    Die "Ware" kam überwiegend aus den USA , wo man sicherlich wusste , wie wertvoll der US-Dollar gewesen ist .


    Das Geschäft musste , obwohl in der Düsseldorfer Altstdt gelegen und eine Tecno-Tempel , schliessen weil die Flinger Strasse mitr ihren explodierenden Mietpreisen nur noch von internationalen Modekonzernen zu bezahlen war und inzwischne wahrscheinlich sogar die Königsallee ( Ostseite , also mit Gucci , Armani , Prada , Zegna usw. ) übertroffen haben dürfte .


    Es ist sehr bedauerlich , dass die Mietzinsprofitgier jede Kultur vernichtet ( in Düsseldorf , Du weisst dies ) gab es im Laufe der Jahre mehrere solcher "Fälle" .


    Und "Geiz ist geil" -SATURN ist deutlich teurer durch die Bank als wenn man CDs via amazon usw bestellt .


    Dir einen schönen Sonntag !



    Frank


    PS.: Ich wäre sehr froh , wenn es wahr geworden wäre , dass die Bandarchive aus der früheren UdSSR nach 1990 jemals auf den Markt gekommen wären . Ähnliches gilt für prodiktionen aus Bulgarien oder dem von Dir erwähnten Rumänien ! Und die Konzartabend e( Klavier , Geige ) sollte man ruhig hinzufügen .


    Selbst Music $ Arts of America hat sich mit seinen Preisen , am Dollar orientiert , nicht durchsetzen können ; tolle Aufnamen , noch tollere Priese !

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

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  • Lieber Waldi!


    Carla Martinis war, mit Helge Rosvaenge, im Theater an der Wien, also der Staatsoper,


    eine ausgezeichnete deutschsprachige Tosca, vielleicht hat da das ganze Ensemble nicht so recht zusammen gepasst.


    Da ich Carla Martinis persönlich sehr gut kannte, leider sie schon lange nicht mehr gesehen habe,


    habe ich eine besondere Art Beziehung zu ihrer Stimme, ob bei Verdi, Puccini aber auch Mozart (Donna Anna).


    Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello: :hello:

  • Lieber Peter,


    Was ich außerdem von Carla Martinis kenne, gefällt auch mir wesentlich besser. Nur bei dieser "Tosca" wird man nicht richtig warm. Es mag schon sein, daß man glaubte, das Ensemble erst gar nicht zusammenschweißen zu müssen. Die entsprechenden Firmenarchive zu durchstöbern, ist allerdings ein wohl unerfüllbarer Wunschtraum.


    LG


    Waldi (Libretto habe ich nicht vergessen, bin nur mächtig im Druck und habe auch wieder einen Rückfall)

  • Lieber Waldi!


    Wegen dem Libretto ist es nicht so tragisch, habe eine Menge Prüfungen und Seminararbeiten,


    also erst ab Februar etwas zeit,lasse Dir aber zeit. Danke im Vorhinein.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter und alles Gute. :hello::hello:

  • Es schadet vielleicht nicht, darauf hinzuweisen, daß die berühmte Sabata-Callas-di Stefano-Gobbi-Aufnahme 2004 auch bei Membran erschienen ist:



    Sogar ein nettes kleines Booklet ist dabei. Die Tonqualität ist verglichen mit der seinerzeitigen LP nicht irgendwie markant schlechter.


    Zweifellos ist das eine begeisternde "Tosca", wenn auch vielleicht in manchem etweas eindimensional. Tito Gobbi ist als Scarpia der Teufel schlechthin, nur ohne die elegante Note, die einem bösen Scarpia so gut tut. Di Stefano ist für mich zwar zu lyrisch für den Cavaradossi, aber macht mit seiner Intensität alles wett.


    LG


    Waldi

  • Eine lange verschollene Tosca-Aufnahme wird jetzt wieder der Öffentlichkeit zugänglich: Tullio Serafins 1957er Einspielung aus Neapel mit Antonietta Stella - seinerzeit als Philips-Doppel-LP herausgekommen:



    Aufnahme: 1957, Studio
    Dirigent: Tullio Serafin
    Orchestra del Teatro San Carlo di Napoli
    Coro del Teatro San Carlo di Napoli


    Cesare Angelotti: Ferruccio Mazzoli
    Floria Tosca: Antonietta Stella
    Il sagrestano: Leo Pudis
    Mario Cavaradossi: Gianni Poggi
    Scarpia: Giuseppe Taddei
    Sciarrone: Antonio Sacchetti
    Spoletta: Piero di Palma
    Un carceriere: Gerardo Gaudioso
    Un pastore: Giovanni Bianchini


    +Bonus: Antonietta Stella, Gianni Poggi & Giuseppe Taddei
    singen Arien


    Label: Preiser , ADD/m, 1957
    Erscheinungstermin: 10.9.2009


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Die könnte sehr interessant sein, zumal wegen Taddei als Scarpia. Der Rest der Besetzung sagt mir bis dato nichts.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Joseph II.,


    die Aufnahme könnte ausgezeichnet sein, A. Stella als Tosca war live in der STOP eine der großen Diven. Gianni Poggi ist in m.O. ein Schmalztenor der Oberklasse (bitte verzeit mir diesen Ausdruck).
    Über Taddei braucht man kein Wort verlieren !


    Liebe Grüße -


    vom Operngernhörer :hello:

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Hallo Freunde,


    ich habe eine SUCHANFRAGE:


    Wer hat die "Tosca" mit Floriana Cavalli, di Stefano und Colzani unter de Fabritiis aus Berlin 1961 und könnte mir eine Kopie im Austausch gegen eine andere Aufnahme zukommen lassen???


    LG, Heldenbariton

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten
    GB

  • Hallo lLieber Walter Krause,
    mit Deiner Einschätzung, das Rudolf Schock 1953 schon erhebliche Verschleißerscheinungen gehabt haben soll, kann ich so aber nicht gelten lassen. Geraden in den 50 ziger Jahren war Rudolf Schock an über 100 Vorstellungen an der Wiener-Staatsoper zu Gast. Das müßtest Du als Wiener doch wissen. Das die Tosca-Aufnahme vieleicht nicht so gut rüberkommt liegt bestimmt nicht an irgendwelchen Verschleißerscheinungen.
    Viele Grüße aus Düsseldorf
    Dieter

  • Neben der De Sabata Aufnahme ist für mich der bereits erwähnte live-Mitschnitt aus New York 1956 Mitroupoulos, Tebaldi, Tucker, Warren auch allererste Sahne.
    Es gibt auch eine Gesamtaufnahme mit Carmen Melis, Antonio Pauli und Apollo Granforte (1929 Dir: Carlo Sabajno).

    Einmal editiert, zuletzt von La Gioconda ()

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