Ehemalige Signaturen unserer Mitglieder - Für die Ewigkeit gerettet

  • Mit den Signaturen ist das so eine Sache: eigentlich bräuchte man mehrere. Im Wechsel. In meiner Tamino-Zeit bin ich tatsächlich mit zweien ausgekommen. Die aktuelle wird sich gewiss noch weiter halten. Ersetzt wurde - und dennoch nicht weniger aktuell - ein Zitat von Gerhard Gundermann:


    Ach, mein Herz ist nicht aus Stein
    doch mein Kopf ist aus Beton


    Ich hasse Veränderungen. Oder sagen wir es so: wenn ich entscheide, etwas zu ändern, ist das in Ordnung. Bei der von außen herangetragenen Zwangsveränderung ist das schon eine andere Sache. Da können die Sirenen noch so herrlich singen...


    Und genau das beschrieb Gerhard Gundermann in seinem Lied "Spricht der Teufel..." einer der wenigen interesanten Reflektionen über die Wende 1989 ("Traumpaar" und "Halloween in Ostberlin" von Silly wären noch zu nennen).


    Hier der ganze Text:


    "Sieh' nach vorne spricht der Teufel,
    denn da vorne ist das Licht,
    streicht mein Dörfchen von der Karte
    nur aus meiner Seele nicht.
    An den Wiesen meiner Kindheit
    scheitert sein Radiergummi
    solang das Geld für einen Weißwein
    reicht, so lang erreich' ich sie.


    Hör' nach vorne spricht der Teufel,
    denn da vorn' spielt die Musik
    mein Liederbuch fliegt auf den Kompost
    nach des Teufels Hackentrick.
    Durch die Regenwürmer ziehn die Noten
    in den Boden ein
    wenn ich die roten Kirschen ess
    fall'n sie mir wieder ein.


    Kann sein daß der Teufel den Mann ausm Land reisst
    nie kriegt er den Mann ausm Land
    wenn draußen die Schneekönigin in die Wand beißt,
    geht drin das Feuer an.


    Geh nach vorne, spicht der Teufel
    denn da vorne lacht das Glück
    spring doch weg von Deinem Schatten
    ich geb' Dir ein (W-) Zehnmarkstück*
    kauf Dir eine bunte Zeitung
    undn bunten Luftballon


    Ach, mein Herz ist nicht aus Stein
    doch mein Kopf ist aus Beton
    "


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.



  • restauration
    da die betroffenen nicht darauf eingestiegen sind, und bevor sich angesichts der derzeitigen forumsatmosphäre jemand meine lieblingssignatur krallt...

    §1: man soll die moderatoren loben, wo es nur geht
    §2: man kann die moderatoren gar nicht genug loben
    §3: man darf nie versuchen, sich bei den moderatoren auf durchschaubare weise einzuschleimen

  • Zitat

    Original von Thomas Pape
    Mit den Signaturen ist das so eine Sache: eigentlich bräuchte man mehrere.


    Mit meiner Signatur bin ich aber ganz zufrieden, lieber Thomas.
    Ich denke auch nicht, daß ich sie ändere.


    LG, Paul

  • Rettung [Mimi zuliebe]


    Zitat


    Das beste an der Musik ist, daß sie sich gegen Liebe nicht wehren kann


    Und nun tausche ich


    Zitat


    Wer [a] sagt, muß auch [/a] sagen!


    gegen:


    Zitat

    Mozarts Preußische sind näher an Haydn als Mozarts Haydnse an Haydns Preußischen.


    Anregend war hier ein persönliches Gespräch mit Herrn Observator aus Wien in Stockholm...


    :hello:


    Ulli

    Die Kunst ist [...] vielleicht das Denken des Herzens.
    (Blaise Pascal, 1623-1662)

  • Ich werde auch mal wechseln.
    Mein bisheriges


    Zitat

    „Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen.“ (Platon)


    und tausche es gegen


    Zitat

    „Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen – das Schweigen wäre bedrückend.“ (Robert Lembke)


    und das Übernächste hätte ich auch schon - falls dieses Zitat gegen vehemente Ablehnung stossen würde, könnt ich noch schnell umändern. ;) (ich gebe ja zu in einem Internetforum ist es etwas riskant :wacky: :untertauch: )


    :hello:
    Thomas

    „Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.” (Marie von Ebner-Eschenbach)

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  • Liebe Forianer,


    mein Beitrag paßt nur bedingt zu Signaturen. Ich hoffe, dass er trotzdem für Euch informativ und von Interesse ist:


    In der Gottlob-Frick-Gedächtnisstätte in Ölbronn-Dürrn existiert eine Händeabdruckgalerie. In diesem besonderen Gästebuch sind die Händeabdrücke von ca, 150 Sängerlegenden verewigt. Dieses "Who is Who" der Opernnachkriegsgeschichte reicht von Theo Adam bis Bernd Weikl. Wenn miene Infos stimmen ist diese Sammlung weltweit einmalig.
    Überhaupt ist dieses kleine, feine Opernmuseum recht sehenswert. Nähere Auskünfte unter http://www.gottlob-frick-gesellschaft.de.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ob das Ewigkeitswert hat, bleibe mal mit großer Skepsis dahingestellt, aber ich parke hier mal meine alte Signatur für den Fall, dass ich sie wieder ausgraben möchte, und weil sie meinem Avatar so angemessen ist:


    Wer über etwas Ernstem seinen Humor verliert, macht etwas falsch.
    Wer aber den Humor nicht ernst nimmt, macht alles falsch


    :hello: Jacques Rideamus

  • ... diese kommt vielleicht auch irgendwann mal wieder zum Einsatz:



    Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet. (David Hume)



    LG, Elisabeth

  • ---- eine feine Idee, hier seine "Ex-Tamino-Visitenkarte" für die Menschheit aufzubewahren :P


    Auch wenns büschen pathetisch klingt: Es kommt schon hin, wenn ich sage,
    dass ich erst Sinn und Richtung in meinem Leben sehe, seit ich, 30jährig, aus der Kirche ausgetreten und Buddhist geworden bin...


    (DAS WORT "Buddhismus" ist mir übrigens reichlich unsympathisch
    - genügend Leute dürften ein flaues Gefühl kriegen ggb. allem, was mit ...ismus aufhört - aber halt nimmer zu ändern :wacky: :wacky:)


    Nun sind missionierende BuddhistInnen zwar - "per definitionem" sozusagen - ein Widerspruch,
    aber mein buddhistisches Fähnchen hisse ich mittlerweile ab und an dann doch (zugegeben nicht ganz ohne wackelige Knie.............)


    Meine Ex-Tamino-Visitenkarte war ein Anekdötchen,
    das die 1997 verstorbene AYYA KHEMA (gegen Ende ihres Lebens wohl die bekannteste im süddeutschen Raum wirkende buddh. Lehrerin)
    in ihrem 1990 erschienenen Buch "Der Pfad zum Herzen" (Diamant-Verlag) aufgegriffen hat...


    V O I L A
    Ein thailändischer Meditationsmeister wurde beschuldigt, viel Hass zu haben...
    Er entgegnete: "Das mag sein, aber ich mache keinerlei Gebrauch davon !"
    8)


    -------------------------------


    zur NEUEN Signatur


    die ST.JOHANNIS-KIRCHE im (30 Autominuten entfernten) SCHWEINFURT - das heute älteste Gebäude in dieser Stadt -
    ist eine der ganz ganz wenigen Kirchen, die ich ab und an freiwillig betrete ohne dass ein Orgelkonzert stattfindet ;)


    2 nahe Verwandte von JSB sind dort Kantoren gewesen:
    Neben dem unten erwähnten Vetter JOHANN ELIAS noch der Onkel GEORG CHRISTOPH.
    Georg Christoph`s (7minütige) Kantate "Siehe, wie fein und lieblich ist`s"
    ist übrigens für die famose :yes: Doppel-CD "Altbachisches Archiv" (CANTUS CÖLLN unter Konrad Junghänel) (erstmals ?) eingespielt worden !
    Sie entstand wohl anlässlich des Besuchs der Brüder Johann Ambrosius (JSB`s Vater) und Johann Christoph 1689 in Schweinfurt.


    ...... an den Vetter Johann Elias schrieb JSB 2 Briefe im (Spät-)Herbst 1748.
    - das von mir hieraus gewählte Zitat wirft ein interessantes neues Licht auf das Bach`sche Spätwerk :P


    :hello:
    micha

  • Ist nicht die Wichtigkeit der Signatur ein Taminismus ?


    :D

    Die Kunst ist [...] vielleicht das Denken des Herzens.
    (Blaise Pascal, 1623-1662)

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  • Liebe Signatursammler,


    "Vel Minschen sünd as de Müggen, den Rok känen sei ncht verdragen; äwer dat Füer lockt sei an." (Viele Menschen sind wie die Mücken, den Rauch können sie nicht vertragen, aber das Feuer lockt sie an.


    Dieser Spruch wurde heute durch den wohl bekanntesten in unserem Sprachgebrauch ersetzt. Es ist in unserer Gegend zu einem "geflügeltem Wort" geworden von dem kaum noch jemand weiß, dass er von Reuter stammt und bedeutet sinngemäß; "Was dem einen ein Gräuel ist dem anderen der Himmel auf Erden."


    "Wat den Eenen sin Uhl', ist den Annern sin Nachtigall."


    LG


    Maggie

  • Ich werd mal auch wieder wechseln. In den Ruhestand verabschiedet wird somit:


    "Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden"
    - Berthold Auerbach



    LG, Peter.

  • Ich parke sie mal hier für spätere Wiederaufnahme:


    Wer Ohren hat zu hören, der höre!
    [Matthäus XIII, 9]


    Wer nicht hören will, muß lieben.
    [Silke Neumayer]


    :hello:

    Die Kunst ist [...] vielleicht das Denken des Herzens.
    (Blaise Pascal, 1623-1662)


  • eine entschiedene stellungnahme gegen jede form von nationalsozialistischem gedankengut ist keine politische frage, es ist eine frage von menschlichkeit und kultur
    ulrich abt


    das wäre zwar immer aktuell, aber eingedenk der noch aktuelleren "netten" probleme und dem seelenheil des forumsführers zuliebe, kehre ich bis auf weiteres zu meiner altbewährten zurück...
    ach ja: signor_abate wollte wissen, woher ich obiges zitat habe.
    es ist von einem mitglied, das sich "herr abt" nickt und real ulrich heißt. (womit auch das pn-problem gelöst wär :D )

  • Honig zu essen ist etwas sehr Gutes. Ja, das ist eines der besten Dinge die man auf der Welt tun kann. Aber dieser Augenblick kurz bevor man den Honig isst, der ist noch besser.
    Pu der Bär


    Da gerade Fastenzeit ist, muss eine andere Signatur her.

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  • Das sind weder Urteile aufgrund der Phantasie, noch Urteile in der Phantasie, es sind aber aktuelle Erlebnisse, ich vollziehe ein "blosses propositionales Vorstellen". (E. Husserl)


    Es ist nicht so, dass ich obiges Zitat verstanden hätte. Ich fand es einfach drollig umständlich.


    @ Fairy Queen


    Ich finde, das Pu-Zitat passt gerade in die Fastenzeit. Die ist doch der etwas in die Länge gezogene "Augenblick kurz bevor man den Honig isst" bzw. das Osterlamm.


    Viele Grüße

  • "I think that the concept of reality is too much connected with emotions to allow a generally acceptable definition. For most people the real things are those things which are important for them."
    (Max Born, Nobelpreis für Physik 1954)


    Kann man vielleicht im Auge behalten, wenn man sich z.B. mit dem Vorwurf auseinandersetzen muß, der ästhetische Wert eines Kunstwerks sei nichts reales.


    (Ansonsten bevorzuge ich die knappe, sehr treffende Realitätsdefinition von Philip K. Dick: "Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.")


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ob wohl Alfs neue Signatur


    Zitat


    Wer all seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt.
    (Herbert von Karajan)


    eine Reaktion auf mein


    Zitat


    [...] Exakt so geht es mir momentan auch - ich habe ja herausgefunden, daß ich genau das kann, was ich immer können wollte. Das Ziel ist also erreicht und somit bedeutungslos geworden.


    ist?


    Ich will jedenfalls so alt wie Gossec werden.... mindestens. Und das ist bei meinem Lebenswandel schwindelerregend hoch gesteckt.


    :beatnik:


    Ulli

    Die Kunst ist [...] vielleicht das Denken des Herzens.
    (Blaise Pascal, 1623-1662)