Einmal im Leben Chef(dirigent): Welches Werk würde es sein?

  • Lieber Alex,


    Musik muss halt auch mehr können als nur begeistern oder mitzureißen.
    Und gerade bei dem Werk ist der tröstliche Gedanke IMO wirklich wichtig.


    Zitat

    Wer soll ihn denn singen, "Deinen" Tröstungssatz?


    Das ist mir sowas von egal, die Hauptsache ist, dass es überzeugend, anrührend und eben tröstend ist. Und das kann auch ein zweitklassiger Interpret an einem guten Tag schaffen, besser als ein Weltklassesänger, der es "nur" routiniert runtersingt.



    LG, Peter.

  • Bach; hohe Messe in h-moll


    Am liebsten gleich ein paar mal hintereinender, um mit unterschiedlichen Besetzungen zu experimentieren :pfeif:.

    "Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon."
    - Immanuel Kant (1724-1804)

  • Theoretisch würde ich ja sehr gerne Beethovens Neunte dirigieren, schön mit ordentlich großem Orchester und so. ;-)


    Aber praktisch würde ich wohl serielle Musik vorziehen. Da hört das Publikum wenigstens den Unterschied nicht. :D

  • Hochinteressanter Thread, über den ich gerade gestolpert bin. Er hat mich insofern geradezu angesprungen, da mich schon einige Zeit die anmaßende Idee gefangen hat, eines meiner Lieblingswerke mal "dirigieren“ zu müßen ;-) In diesem Fall wie bei vielen hier Beethovens Neunte. Ich hab mich schon so oft darüber geärgert, daß Beethovens Sinfonien oftmals mit ausgesprochen glatten „Schönklang“ musiziert werden. Ich persönlich meine, dass das Beethovens Musik (Orchestermusik!) gar nicht so gut tut, daß es mit etwas mehr „Hemdsärmligkeit“ erheblich spannender wäre. Hiermit ist bitte nicht unsauberes, uninspiriertes oder schlechtes Spiel gemeint. Vielleicht kann sich dieser Meinung, die sicher etwas simpel formuliert ist, anschließen ;-)
    Wie auch immer, mein „Traum“ wäre, eines der besten Orchester den Frack gegen Jeans und Holzfäller-Hemd zu tauschen, mit diesen 2 Std Holz hacken zu gehen und aus dieser Stimmung heraus in den Konzertsaal zu gehen. Das wär ne spannende Angelegenheit…….. Und ich bin irgendwie sicher, das täte dieser Musik gut.
    Feuer frei, hab den Helm schon auf……
    Herzlichst
    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Zitat

    Wie auch immer, mein „Traum“ wäre, eines der besten Orchester den Frack gegen Jeans und Holzfäller-Hemd zu tauschen, mit diesen 2 Std Holz hacken zu gehen und aus dieser Stimmung heraus in den Konzertsaal zu gehen. Das wär ne spannende Angelegenheit…….. Und ich bin irgendwie sicher, das täte dieser Musik gut.


    Nach dieser Aktion wäre an das Bedienen eines Instrumentes nicht mehr zu denken. :D


    Aber spannend wäre es in jedem Falle.............. :angel:


    Zitat

    daß es mit etwas mehr „Hemdsärmligkeit“ erheblich spannender wäre.


    In diesem Falle würde es schon ausreichen, einfach schlampig zu proben und ungenau zu dirigieren.
    Also etwas sehr normales...............



    :beatnik:


    Michael

  • Hallo Michael,


    Danke für den Response. Da spricht natürlich der Fachmann ... meine Ausfühung ist zugegebenermaßen schon etwas naiv. Aber irgendwie stell ich mir eine solche Situation (als Laie!!!) äußerst spannend und hilfreich vor.


    Mit "hemdsärmlig" hab ich genau nicht schlampiges Proben oder ungenaues Dirigieren gemeint ... sondern "einfach" einen etwas beherzteren Zugriff, ohne verdrehte und verklärte Augen ;-)


    Bitte verzeih einem Nicht-Profi und Träumer diese Gedanken :]
    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Zitat

    Bitte verzeih einem Nicht-Profi und Träumer diese Gedanken


    aber nein, es gibt nichts zu verzeihen, ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich bin selber bei Beethoven eher ein Fan des sehr beherzten Zugriffes ohne veklärte Augen!


    Du hast völlig recht und ich habe das Holzhacken ja auch mit Humor genommen.


    Zitat

    Mit "hemdsärmlig" hab ich genau nicht schlampiges Proben oder ungenaues Dirigieren gemeint


    Ich natürlich auch nicht, das war ja nur ein Scherz......
    Weg mit all diesem Weihevollen, lass es knacken!


    Die neunte von Beethoven ist ein tolles Werk und ich liebe es, sie knackig und rauh zu spielen. ;)


    Wir sagen zu dieser knackigen Spielweise übrigens "Kohlentransporter" ........ :hello:


    LG,
    Micha

  • Guten Morgen Michael,
    wie kommt Ihr denn auf "Kohlentransporter"? ;-)


    Mal ernsthaft: ich (als halbwegs wissender Laie) denke mir schon lange, daß es Beethovenscher Orchestermusik gut tun würde, mit etwas mehr "Schmackes" statt mit glattem Schönklang gespielt zu werden. Positivbeispiel ist für mich (!) die bereits angesprochene Einspielung der Hanover Band unter Goodman. Schönes Beispiel hier sind deren Beethoven- Ouverturen.
    Antipode hierzu ganz klar (für mich!!) Karajans letzter Zyklus (Rennfaheranzug an, fettes Spritgemisch eingestellt, mit Vollgas rauf auf die Piste und die Kurve ganz eng genommen - man verzeihe mir meine blumige Darstellung).


    Bin wirklich gespannt und sehr neugierig, wie Profis dies sehen, die ja erheblich näher an der Materie.
    Grüße und einen schönen Wochenstart
    Thomas

  • Hallo,


    was für ein schöner Thread, den ich da übersehen habe.


    Ich möchte gern ein Konzert dirigieren mit


    1. Der Ouvertüre aus "I Vespri Siciliani",
    2. den Ouvertüren aus "Leichte Kavallerie" und "Dichter und Bauer",
    3. der Ouvertüre aus "Carmen"


    Das würde mir sehr gefallen.


    Schöne Grüße aus München


    Kristin

  • Anlässlich des heutigen Geburtstages von Oscar Sraus, des ersten Lieblingskomponisten meines Namenspatrons Rideamus würde ich gerne deren gemeinsame Operette

    HUGDIETRICHS BRAUTFAHRT


    aus der Wiedertaufe heben.


    Notfalls täten es aber auch schon DIE LUSTIGEN NIBELUNGEN


    Und später vielleicht auch mal ein echter Offenbach, wenn ich die richtige Besetzung dafür finde.


    :hello: Jacques Rideamus

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  • Liebe Wedel - äh Dirigierfreunde,


    also nach reiflicher Überlegung, muss ich meinem Lieblingskomponisten Herrn Brahms einen Korb geben und würde, wenn ich denn könnte und dürfte entweder Dvoráks 9. Sinfonie und Janácek Sinfonietta leiten wollen.


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    LG


    Maggie


    edit: Habe gerade gesehen, dass ich mich hier schon einmal äußerte. Da ich auch damals schon Dvoráks 9. Sinfonie oder meinen Gemahl dirigieren wollte, hoffe ich das niemanden diese Wiederholung meines Traumes stört. :rolleyes:

  • Nur ein Werk ?


    Beethoven : Symphonie Nr. 6 , F - Dur .



    Alternativen :


    Tschaikowsky : Symphonie Nr. 6 , h - Moll , "Pathétique" oder


    Brahms ; Symphonie Nr. 1 , c - Moll .



    Grüsse ,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin


  • Liebe Kristin!


    Ich würde wahrscheinlich eher gleich eine ganze Oper dirigieren, mit erstklassigen Sängern,


    da würde mir


    1. Turandot


    2. Tosca


    3. Macbeth


    4. Macht des Schicksals,


    einfallen.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello: :hello:


    Sind meine Mails schon angekommen?

  • Lieber Pter :


    Nun hast Du mich kalt erwischt !


    Operndirigent zu sein .... und dann mit den uns bekannten und von uns gehörten Sängerinnen und Sänern auch noch .


    Woher möchtest Du diese denn herzaubern ???



    Also , ich vermisse bei Dir sehr "La Bohème" und eine superbe "Traviata" , dei esin Wien ja nun wirklich mehrfach , beide , gegeben hat .


    meine imaginären Top 5 Opern :



    (1) Bohème ( Karajan , Freni , Raimondi , Panerai usw. )


    (2) Trovatore ( Karajan , Corelli , Callas , Bastianini , Zaccaria , Simionato )


    (3) Lucia ( Karajan ,- Berlin- , Callas , di Stefano , Panerai )


    (4) Traviata ( Giulini , Callas , Bastianini , Kraus )


    (5) Norma ( Serafin , Callas , Corelli , Ludwig , Zaccaria ) .



    Welche Vostellungen eröffnen sich hierbei !


    Beste Grüsse Dir und nach Wien ,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Hallo Frank,


    ich dachte Du dirigierst hier imaginär...



    ... oder sollen Karajan und Giulini mitsingen? :rolleyes:


    Viele Grüße,
    Pius.

  • lIeber Frank!


    Ja, möchten, mögen wir alle,


    nur sind mir diese eingefallen, bei Wagner wäre gerade nur Holländer und Tannhäuser über.


    Bei Verdi (das ist mein Lieblingskomponist) natürlich Traviata und die Lombarden, sowie die ganzen Verdi Oper,


    wenn man es könnte dann auch Rossini und Bellini wie Donizetti, Gounods "`Faust" und natürlich als Wiener "Die Fledermaus".


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Lieber Pius :


    ich weiss es sicher nur auswendig von Karjan , dass er alss enge Miterbeiter den vor ihm sitzenden Ozwa hatte und sonst den eher treulosen Thielemann .


    Giulini hatte Salonenn , der , soweit ich weiss , der einzige Maestro in den ketzten zehn Jahren gewesen ist ,der öffentlich ( FFM Alter Oper ) ein eigens Werk von sich dirigiert hat .


    Ich bin eben noch vom alten Schlag mit Respekt vor noch viel grösserem Können ( selbst Karajan hat sich die Toscaniniaufnahme des Maskenballes besorgen lassen !!! 1987 ; Peter aus Wien wird sich noch erinnern ) .


    Ixch bin ehrlich : ich würde gerne so dirigeieren können wie dies unter meinem Zuhören der meister aus Bolzano und der Meister aus Anif gekonnt haben .


    Aber solche fünf Aufnahmen leiten zu dürfen , das ist ein Platz in der Eeigkeit der Dirigierunst !


    Dankr für Deinen berechtigten Hinweis .


    Aber ich hätte dies nicht so vermocht wie Giulini und Karajan .


    Das waren geniale Leistungen . Auch der Sängerinnen und Sänger .


    Beste Abendgrüsse ,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Liener Peter ,


    und was müssen unsere alternden Ohren heute alles ertragen undder Traviata - tennisplatz in Köln aus Sand!!! Na , dann lieber der "Alpen-Boris" Muster , Euer Nationalheld wie r den Sandplatzdauervelierer Becker , das Bobele , zuletzt vor zig Jahren in Monaco "abgezogen " hat .




    Wenn ich Gestrüpp auf den Boden schmeisse und Nadeln dazu : Ist das dann "Der Ferischütz " ?


    Niemals .


    Herzlich ,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin


  • Lieber Frank!


    Stark verkühlt schreibe ich Dir, alle diese Inszenierungen, wie Gestrüpp und Nadeln am Boden sind ein Schmarrn


    und können nie den Wald ersetzen, ich will ja auch bei der Oper was für die Augen haben und nicht den Regie-Wüten eines Nichts-Könners, der von einem Werk, aber schon gar nichts versteht,


    noch "vielleicht" Beifall zollen,


    nur weil es modern ist. Dreck bleibt Dreck, sei es in Zürich oder Wien oder in Berlin.


    Wenn ein Regisseur sagt mit "Freischütz" z.B., oder mit Oper überhaupt, habe er nichts am Hut (schon vorgekommen), dann soll er es gefällig bleiben lassen - und von der Oper die Finger lassen, denn zu viele Dilettanten verderben schon, jetzt genug!!!


    Und die Menge sagt das ist gut, weil es modern ist.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. Heute war der Erste Schnee in Wien, in diesem Winter. :hello: :hello:

  • Amateurfilm forum und -Produktion sucht Darsteller jeden Alters und technische Mitarbeiter aus Wien

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  • Lieber Peter ,



    zuerst ein fast peinliche Frage :


    Der Trauzeuge meiner Frau ( damals gab es in Deutschland noch die Pflicht der zwei Trauzeugen mit der Fähigkeit mit Füllfederhalter unterschreiben zu können ) , ein bestausgebildeter Konzertpianist , berichtete einmal launig in froher Runde zu Silvester , dass Herbert v. Karajan direkt nach ( oder während ) einer Opernaufnahme die "Fledermaus" wegen der gerade idealerweise verfügbaren Sängerinnen und Sänger aufgenommen habe .


    Ist Dir noch in Erinnerung , um welche Oper und und welche welche "Fledermaus" es sich gehandelt hat / gehandelt haben
    könnte ???


    Welche waren die Sänergerinnen / Sänger ??? Es müsste in Wien gewesen sein . Keinesfalls in Mailand, New York oder Berlin - West .


    Zu GIULINI und v. KARAJAN als Sänger .


    Giulini hatte einen doch insgesamt sehr lyrischne Sprachbariton .


    Und v. Karajan s Stimme dürfte fast jedem im Ohr sein . Eine etwas rauchige Stimme beim Sprechenn. Zusammen mit seinen beiden damals jungen Töchtern die ideale Hexe in "Hänsel und Gretel" .


    Nun ja , lieber Peter , vielleicht sieht der aktuelle Wiener wie Mailänder Oprnchef ein , dass mittelmässige Stimmen durch eine sehr gute Inszenierung mindestens teilweise aufzufangen sind .


    Du z. B. also Deine TOSCA u n d


    ich meine "BOHÈME" oder "TRAVIATA" .



    Mit dem ersten Schnee in Wien: ist ja fast nicht zu glauben . Hier schmilzt der Schnee völlig weg wegen des Tauwetters , was Matsch beschert .
    Aber besser als Donau- oder Rheinhochwaaser wie öfters gehabt .


    Dir einen schönen Abend !


    Beste Grüsse ,



    Frank


    PS.: Habe jetzt vom 7. Dezmebr 1969 den Mailänder Don Carlo mit Ghiaurov , Prevedi (!) u. a. bekommen .

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber Farnk!


    Es hat 1960 zwei Aufnahmen der "Fledermaus" von Herbert von Karajan dirigiert,


    nur sind die Besetzungen verschieden,


    1.


    außer Hilde Güden als Rosalinde,


    und das Wichtigste, die Einlagen beim Prinzen werden nicht von Herbert v. Karajan dirigiert, hier war Eberhard Waechter der Frank,


    und dann gab es die


    2.


    Das ist die Aufnahme vom 31.12.1960 aus der Wiener Staatsoper, wo Giuseppe die Stefano 2 Einlagen sang und Erich Kunz das "Fiakerlied".


    Hier war Eberhard Waechter das erste Mal der Eisenstein.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Lieber Peter :




    die zweite Fledermaus ist dann "meine" Fledermaus .


    Eien wunderschöne Aufnahme finde ich .


    Die erste habe ich , jedenfalls mit diesem Cover, zuvor nie gesehen .


    Aber : Welche Stimmen !? Welche Spotaneität in diesen Abenden ?


    Kennst Du heute eine einzige Aufführung mit soviel Charme , Witz ?


    Dank sei Dir für so viel kenntnisreiche Mühen .


    Einen schönen Abend Dir und nach Wien !



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber Frank und lieber Peter.


    Das gehört leider nicht hierher. Bitte macht das in einem geeigneten Thread untereinander aus!



    Liebe Grüße, Peter.