Literarische Empfehlungen - was lese ich gerade

  • Fjodor Dostojewskij


    Verbrechen und Strafe


    in der Übersetzung von Swetlana Geier



    Zur Übersetzerin Swetlana Geier gibt es eine Dokumentation "Die Frau mit den fünf Elefanten", den fünf grossen Romanen Dostojewskis, von Vadim Jendreyko. Die DVD-Hülle ist mir vor einigen Tagen wieder in die Hände gefallen beim Ordnen der DVDs.


    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Roger Willemsen


    Momentum


    Ich höre gegenwärtig beim Autofahren die Hör-CDs. Der Autor liest sein Buch. Abends lese ich die Seiten im Buch.



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    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Gudrun Pausewang ist 91jährig verstorben. Die Kinderbuchautorin hat eine meiner liebsten Geschichten geschrieben.


    Zwei hungrige Freunde


    Darin geht es um die Macht der Musik.


    Der junge Geiger und sein Hund Dubski sind Freunde, die gemeinsam durch dick und dünn gehen. Sie haben ständig Hunger. Dagegen wollen sie etwas unternehmen. Aber wie soll das in einer grossen Stadt gelingen? Vor dem Kölner Dom spielt der Strassenmusikant Mozart, Corelli und Bartok. Doch niemand beachtet ihn. Wie die Geschichte endet, sei hier nicht verraten. Die Illustrationen von Inge Steineke begleiten die Handlung mit feinem Humor.


    Wer das Büchlein antiquarisch besorgen kann, wird es nicht bereuen!


    Mit dem Text verbinde ich eine Erinnerung. Als ich meinen, von einem Holzkünstler hergestellten Notenständer mit Freunden in einem Hauskonzert einweihte, las ich den Text vor.


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    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Eher eine poetische Empfehlung:


    Hölderlin, ausgewählt von Peter Härtling


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    Einleitend schreibt Friedrich Hölderlin zur Friedensfeier


    Ich bitte, dieses Blatt nur gutmütig zu lesen. So wird es sicher nicht unfasslich, noch weniger anstössig sein. Sollten aber dennoch einige solche Sprache zu wenig konventionell finden, so muß ich ihnen gestehen: ich kann nicht anders. An einem schönen Tage lässt sich ja fast jede Sangart hören, und die Natur, wovon es her ist, nimmts auch wieder.

    Der Verfasser gedenkt dem Publikum eine ganze Sammlung von dergleichen Blättern vorzulegen, und dieses soll irgend eine Probe sein davon.


    ...


    Viel hat von Morgen an,

    Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander,

    Erfahren der Mensch; bald sind wir aber Gesang.

    Und das Zeitbild, das der grosse Geist entfaltet,

    Ein Zeichen liegts vor uns, daß zwischen ihm und andern

    Ein Bündnis zwischen ihm und andern Mächten ist.


    Nicht er allein, die Unerzeugten, Ewgen

    Sind kennbar alle daran, gleichwie auch an den Pflanzen

    Die Mutter Erde sich und Licht und Luft sich kennet.

    Zuletzt ist aber doch, ihr heiligen Mächte, für euch

    Das Liebeszeichen, das Zeugnis

    Dass ihr noch seiet, der Festtag,

    ....

    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Hallo


    Mein Bezug zu Hölderlin ergab sich erst, als ich bereits über Zwanzig war. Ich fuhr täglich in Stuttgart mit dem Bus vom Bahnhof zur Arbeit und wieder zurück. In einem der Busse las ich über Jahre hinweg diese Sätze (sinngemäß):


    "Früher war ich morgens froh, des Abends weint´ ich

    Jetzt da ich älter bin

    beginn ich zweifelnd meinen Tag

    doch heilig und heiter ist mir sein Ende."


    Wie wahr...


    Gute Nacht

    Wolfgang

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Lieber Wolfgang Kaercher


    Die Worte, über all die Jahre hast du sie dir bewahrt und sie sind dir in der Erinnerung geblieben. Es ist das Gedicht:


    Ehmals und jetzt


    In jüngeren Tagen war ich des Morgens froh,

    Des Abends weint' ich; jetzt, da ich älter bin,

    Beginn' ich zweifelnd meinen Tag, doch


    Heilig und heiter ist mir sein Ende.


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    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Ich glaube, wir Älteren kennen das. Es ist ein wenig der "depressive Zyklus" (Morgentief und Abendhoch), der in der Medizin wohl bekannt ist. Danke für diesen Spruch, den ich auswendig lernen werde. Mein Beitrag ist ein Spruch, der Johannes Brahms zugeschrieben wird: "Das Leben raubt uns mehr als der Tod".

    "...reclaim the body from the nausea of news and traffic..." (Don deLillo)

  • Peter Härtling


    Die dreifache Maria


    Um Eduard Mörike und gelebtes - ungelebtes Leben, seine Lebensangst geht es in diesem Buch. Die 122 in grosser Schrift gesetzten Seiten bringt mir den Dichter näher.


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    Die vierbändige bei Hanser herausgegebene Ausgabe der Werke Mörikes habe ich mir aus dem Regal geholt. Ein Werk jenseits der biedermeierlichen Idylle.


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    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Ich lese gerade das "Nürnberger Tagebuch" von Gustave M. Gilbert.


    1947 und somit zeitlich sehr nahe zum ersten Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess entstanden, bietet das Buch des als Gerichts-Psychologe während des Prozesses eingesetzten Autors bemerkenswerte Einsichten in die geistigen und charakterlichen Abgründe der Angeklagten.


    Seit 40 Jahren versuche ich nun, das Phänomen des National-Sozialismus, des zweiten Weltkriegs und der Konzentrations- und Vernichtungslager zu verstehen - ich glaube, es bleibt eine Lebensaufgabe.

    Herzliche Grüße
    Uranus

  • Hermann Bloch


    Die Erzählung der Magd Zerline


    Eine Liebesgeschichte auf 80 Seiten



    Ein Teil aus dem Roman "Die Schuldlosen", den man als Hörbuch in 716 Minuten von Werner Rehm vorgelesen bekommt.


    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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  • Wolfgang Koeppen


    Tauben im Gras



    Während meiner Wartezeit auf den Anschlusszug schlenderte ich durch die Altstadt einer kleinen Stadt und stiess auf eine kleine Buchhandlung. Ich trat ein. Die hohe Qualität des Bestandes gefiel mir und ich machte mich auf die Suche nach einem Buch, das ich schon seit langem lesen wollte.

    Marcel Reich-Ranicki hatte den Roman gelobt. Es nimmt mich nun wunder, was diesen unerbittlichen Kritiker zu seinem Urteil bewogen hatte.

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    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

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