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61

Dienstag, 19. Mai 2015, 19:34

Auch nicht ganz Mainstream dürfte das Violinkonzert in c Op.2 sein. Gar nicht so spröde wie seine Sinfonien (für mich!) "versucht" sich Berwald an Paganini ... hat quasi einige technische, für die damalige Zeit völlig untypische Eigenwilligkeiten (booklet) eingebaut. Die Kritiker waren scheints nicht sonderlich begeistert. das Konzert komme schwerfällig und träge daher und der Solopart sei ohne jeglisches Gespür für melodische Verläufe. Das Stück verschwand schnell und wurde erst 90 Jahre später wieder aufgeführt.
Anyway ... ein herrliches Violinkonzert ... auch die beiden Beiwerke von Wilhelm Stenhammar und Tor Aulin sind hörenswert.


Tobias Ringborg, Violine
Niklas Willén dirigiert das Schwedische Kammerorchester

Alfred_Schmidt

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62

Dienstag, 26. Mai 2015, 20:09

Auch wenn das schwedische Label "Sterling" einen Schweden aus ihm machen will, so ist Bernhard Henrik Crusell (1775-1838) - trotz seines fast lebenslangen Aufenthalts in Schweden ein FINNISCHER Komponist. Zu meiner Überraschung war er weder in meinen Konzertführern, noch in meinem Musiklexikon zu finden, Auch die Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden schweigt sich über seine Existenz aus. Ich habe mir seine "Concertante für Klarinette, Horn, Fagott und Blasorchester angehört. Ein interessante Werk der gehobenen Unterhaltung. Die eigenartige Besetzung ist sehr eindrucksvoll, das Werk könnte man mit "schmissig"und "bombastisch" bezeichnen, wobei es aber immer wieder sehr eingängige Stellen gibt, die hier einen interessanten Kontrast ergeben.
Fast meint man den "musikalischen Leiter der beiden Königlichen Leibgrenadierregimenter" (Schwedens) aus der Komposition herauszuhören.....

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Maurice

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63

Dienstag, 14. Juli 2015, 20:48

Nach längerer Pause von mir die No 3:


David, Ferdinand (1810-1873)
Violinkonzert No 4 E major Op 23
Violinkonzert No 5 D minor Op 35


BBC Scottish Symphony Orchestra,
Martyn Brabbins

Hagai Shaham, Violine

Der Geigenvirtuose und Komponist Ferdinand David wurde am 19.06.1810 im Hamburg geboren. Er kam in demselben Haus zur Welt, in dem Felix Mendelssohn, der im Lauf seiner Karriere eine wichtige Rolle spielen sollte, ein Jahr zuvor geboren worden war. Wie Mendelssohn war David ein gebürtiger Jude, der dann später zum Christentum konvertierte. Schon früh zeigte er beträchtliches Talent.

Er studierte bei Louis Spohr und Moritz Hauptmann in Kassel und gab 1825 in Leipzig sein öffentliches Debüt, wobei er mit seiner Schwester Louise, einer begabte Pianistin, auftrat. 1835 folgte er dem Ruf von Mendelssohn nach Leipzig, als dieser zum Gewandhauskapekllmeister ernannt worden war, und wurde dasselbst Konzertmeister. Diese Stelle behielt er für sein restliches Leben. Durch seinen Einfluss wurde die Stadt zu dem international anerkannten Zentrum des Violinspiels in Europa.

Er schrieb etwa vierzig Werke: eine Oper, zwei Sinfonien, fünf Violinkonzerte, ein Streichsextett und einige Streichquartette. Außerdem Variationszyklen und Bände von Violinetüden, Chorwerke und Lieder.
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Maurice

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64

Dienstag, 21. Juli 2015, 15:37

Meine No 4:


Dobrzynski, Ignacy Feliks (1807-1867)
Piano Concerto As-Dur op 2


Sinfonia Varsovia,
Ltg: Howard Shelley

Howard Shelley, Klavier

Ignacy Feliks Dobrzynski war ein polnischer Pianist und Komponist. Er studierte zur gleichen Zeit wie Frédéric Chopin bei Jósef Elzner, der als einer der herausragendsten deutschen Komponisten polnischer Musik zeitens der Aufklärung und Vorromantik gilt.

Er komponierte Sinfonien, ein Klavierkonzert, kammermusikalische Werke sowie Stücke für Klavier als auch Lieder.
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Alfred_Schmidt

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65

Dienstag, 21. Juli 2015, 23:57

Neulich hatte ich mich schon mit Lidarti in diesem Forum befasst. Diesmal geht es um sein Cembalokonzert, eigentlich mit etwa 10 Minuten Spielduaer ein sehr kurzes Konzert, welches unter anderem auf der hier abgebildeten CD enthalten ist. Vergleicht man dieses Konzert mit einem von Joseph Haydn, der nur 2 Jahre nach Lidarti geboren wurde, so ist Lidartis Werk vergleichsweise "altmodisch", zierlich, fast noch dem Barock verpflichtet. Auf Klavier kann ich es mir eigentlich gar nicht vorstellen. Dennoch - sehr angenehm zu hören und somit eine willkommene Bereicherung des Repertoires - Unterhaltungsmusik des 18. Jahrhunderts....

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Alfred_Schmidt

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66

Samstag, 22. August 2015, 19:52

Ernesto Cavallini gehört zur Gruppe der sogenannten Interpreten-Komponisten, welche vorzugweise für den eigenen Bedarf komponierten, denn in erster Linie waren sie Virtuosen. Und ich meine, das hört man auch. Wunderbar ausgeklügelt der Klarinetten-Solopart, weniger raffiniert der Orchesterpart, eine Spur zu dick und lärmend instrumentiert, nocht optimal durchhörbar. Aber Cavallini befindet sich hier durchaus auf der Welle seiner Zeit. Mit persönlich gefällt die 18 minütige Fantasie nach Motiven aus Bellinis "La Somnambula" jedenfalls besser als die beiden Klarinettenkonzerte, wenngleich diese offenbar sehr schwierig und virtuos sind - glänzend in Szene gesetzt von dem jungen italienischen Klarinettisten Giuseppe Porga, welche bei Dieter Klöcker studiert hat. Johannes Moesus steuert die Norddeutsche Philharmonie Rostock tapfer durch den eher undankbaren Orchesterpart.
Ein Wort noch zur Aufnahmetechnik: Sie ist nicht optimal. Während das Soloinstrument präsent und natürlich eingefangen ist klingt das Orchester mulmig und dumpf. Ich wollte dies nicht schreiben, denn ich schrieb dies meinem allmählich nachlassenden Gehör für hohe Töne zu - notabene, da Fono Forum die CD über den grünen Klee gelobt hat.
Ein anonymer jpc Kunde hat das aber drastischer formuliert:

Zitat

"ein dumpfes, undynamisch und lahmarschiges Orchester zu einem sehr warm, gut klingenden und agil aufspielenden Solisten."

Ich hätte das vielleicht etwas vornehmer formuliert - aber im Kern trifft diese Beurteilung meiner Ansicht nach voll ins Schwarze.. :D


mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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67

Mittwoch, 9. September 2015, 18:23

Johann Wenzel Kalliwoda - Erst seit einigen Jahren wurde er - vorzugsweise von cpo - wiederentdeckt.
Hier nun das neueste Gustostück - eine CD mit drei (von 8 komponierten) Concertini für Violine und Orchster. Sehr wirkungsvoll und brilliant, ein wenig an Paganini erinnernd. Ergänzend gibt es noch die Ouvertüren Nr 3 - 7 -10 (von 24 komponierten). Beste klangschöne Unterhaltung aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.....


mfg aus Wien
Alfred

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68

Donnerstag, 5. Mai 2016, 23:05

Giovanni Simone Mayr: die Klavierkonzerte

Giovanni Simone Mayr /Johann Simon Mayr (1763-1845) ist wohl nur wenigen bekannt, hier im Forum kennt man ihn natürlich seiner Opern wegen, allenfalls noch wegen seiner Oratorien und Kantaten. Aber der deutschstämmige Mayr, der sein Leben haptsächlich in Italien verbrachte hat auch 57 Sinfonien und 2 Klavierkonzerte geschrieben. Und letztere mövchte ich hier vorstellen, wenngleich man sie vermutlich nicht mehr auf CD bekommt. Wie klingen diese unbekannten Schätze denn nun eigentlich ? Am besten man holt sich die frühen leichteren Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart ins Gedächtnis: Eingängig, perlend und strahlend präsentieren sie sich dem Hörer. Das ist interessant, wei so - zumindest meiner Meinung nach doch gewisse überschlagsweise Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der Enstehung gemacht werden können.
Theoretisch könnten die Konzerte (man betrachte Geburts- und Sterbedatum des Komponisten) sogar nach Mozarts und Beethovens Tod entstanden sein, aber das ist ziemlich unwahrscheinlich, denn da wäre der hier vorliegenden Stil längst überholt gewesen. Wie dem auch sei: Wir haben hier 2 vorzügliche Klavierkonzerte in mozartscher Manier zur Verfügung. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle sagen "Schade, daß es nicht mehr davon gibt" . aber was würden wir mit (hypothetisch) 5 weiteren anfangen, wenn selbst diese nicht auf den Programmzetteln der Gegenwart zu finden sind.........

mfg aus Wien
Alfred

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