Klassikfreaks stellen ihre HIFI-Anlagen vor

  • Bevor ich meinen Beitrag hier loslasse ZWEI Dinge

    1) Diejenigen die Beleidigungen posten müssen damit rechnen dass diese Beiträge kommentarlos von der Moderation gelöscht werden

    2) Ich sehe immer noch Mitglieder ohne Avatar. Da hat es kürzlich einen Aufruf mit Bedienungsanleitung gegeben !!


    So - und jetzt zu den Blindtests:

    Sie sind zwar in der Lage den UNTERSCHIED zwischen zwei Anlagen, Lautsprechern ertc aufzuzeigen, kaum aber, welche Anlage natürlicher kling - von besonders krassen Fällen abgesehen


    Es war so um 1975 herum, da wollte ich den besten Lautsprecher kaufen den ich mir grade kaufen konne. Nach etlichen schlechten Erfahrungen stand für mich fest, es musste ein JBL Produkt sein, Zwar reichte es nur für ein paar Regallautsprecher - aber auch die waren teuer genug.

    Wenn man bereits seinen Kaufwillen bestätigt hatte, dann waren in der Regel die Händler - im konkreten Fall die offizielle JBL Vertretung - großzügig.

    Ich durfte also auch jede Menge Lautsprecher - alle von JBL -vergleichen, aus solche von der Händler und ich wussten, daß ich sie mir nicht leisten konnte. Und da standen sie alle mit ihren riesigen Tieftonlautsprechen, Konus- und Kalottenhochtönern, sowie den teuersten un exotischesten Mitteltonhörnern der Welt. Der Test war nicht blind - ich weiß nicht ob das damals schon üblich war - aber dennoch aufschlußreich.

    Und zwar in mehrfacher Hinsicht.

    Die erste Erkenntnis war, daß SÄMTLICHE Lautspecher anders klangen. Man könnte nun meinen, das wäre doch logisch, die kleineren Typen wären nicht in der Lage, den satten Baß der Boliden zu bringen etc etcv. Aber das war es gar nicht: Die Lautsprecher waren alle unterschiedlich (und zwar EXTREM unterschiedlich) abgestimmt. Jedes Umschalten war ein Akustischer Schock. Selten passierte es , daß man die frisch eingeschaltete Box als Verbesserung empfand, eher im Gegenteil, der "Charakter" oder - negativ ausgedrückt: Die Verfärbungen waren hörbar. Nach einer guten halben Minute hatte man sich aber an den Klang gewöhnt. Eigentlich sollte man erwarten, daß eine Serie von Lautsprecheern im gehobenen Bereich zumindest tendenziell ähnlich klingt !!! (Soeben habe ich einen Bericht gelesen, der genau das Gegenteil behauptet, nämlich daß all JBLs einen ähnlichen Klangcharakter hätten.) Bei mir daheim klang der im Studio gewählte Lautsprecher nicht gut, bzw mir gefiel er nicht. Obwohl es sich um eine Legende handelte: Der Studiomonitor 4310. Mir war er zu Tiefen- und vor allem mittenbetont. Seine Spezialität war IMO JAZZ, denn ich dann vermehrt hörte.


    Ein weiteres Erlebnis zu Hörvergleichen:


    Ich hatte einen NAD CD-Player gekauft und war über den Klang begeistert. Er klang ganz anders als mein alter Philips 14 Bit Oversampling Player. Ich stellte damals beim Hören via Kophörer einen BEIKLANG fest. Er war angenehm - aber auf welcher Anlage hatte ich den schon mal gehört ? Es dauerte lang bis ich herausfand, daß es die annähernde "Naturtreue " war die mich so begeisterte. Inders die Begeisterung dauerte nicht lange, weil der Player immer wieder über "Rillen" sprang, was der alte Philips dank überlegener Mechanik (in der Steinzeit der Plasyer wollte man auf Nummer sicher gehen und baute ein komplexes Tansortsystem für den Laser ein, das sehr präzise - aber auch sehr teuer war. Wird inzwischen nicht mehr verwendet)

    Ich tauschte den Player auf ein anders Fabrikat gleicher Klasse., nachdem ein erster 'Umtausch keine Verbesserung gebracht hatte.

    ABER mich enttäuschte der Klang: Der "Mitwippeffekt war weg"Ich war zerstört. Letztlich biss ich in den sauren Apfell und kaufte den NAD erneut - als Zusatzgerät. Ich bekam vom Händler indes die Zusage , das Gerät solange reklamieren zu können bis es einwandfrei funktionierte.

    Und nun konnte ich die beiden Geräte miteinander klanglich vergleichen.

    'Und nun das FAZIT: Es war im unmittelbaren A:B Vergleich so gut wie kein Unterschied hörbar !!! Jedoch wenn man eines der beiden Geräte - hier im Blindtest - mindestens 5 Minuten spielen ließ, dann konnte man mit absoluter Sucherheit sagen, WELCHES hier spielte.

    Daher habe ich seit damals auf solche A:B Tests verzichtet.

    Es gibt übrigens einen weiteren Effekt, den ich (für mich) beobachtet habe: Wenn man von einem Typ Lautsprecher auf einen anderen wechselt (wegen Alterung und notwendigem Umstieg) dann ist man fürs erste unglücklich. Allmählich adaptiert sich offenbar das Gehirn und gewöhnt sich an den neuen Klang (ähnlich wie beim Brillenwechsel) Das dauert indes bis zu 3 Monaten und länger. Ich orte in diesem Phänomen den Grund, daß speziell im High End Bereich die Käufer so oft die Boxen austauschen - zum Teil mit erheblichen finanziellen Verlusten....


    mfg aus Wien

    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Der oben gezeigte Silberscheiben Spieler sieht für mich wie eine riesige Mogelpackung aus, denn solche Abspielgeräte sind schon sehr lange eher kleiner als die Verpackung der Scheiben selber. Wie Zeigt dagegen so ein winziges Display den Namen des Komponisten, des Stückes und der Interpreten an? Früher gab es Industriedesigner (wie z.B. Dieter Rams), die je nach Einsatzzweck haptisch bedienbare oder optisch ansprechende Gehäuse und Bedienelemente entworfen haben. Heute muss es nur noch billig in Stückzahlen aus der Produktionsmaschine in Fernost fallen. Dann will ich solche Produkte möglichst gut verstecken können.

    Leider hast du von dem ganzen Thema so wenig Ahnung und auch so wenig Aufgeschlossenheit, dass ich mir weitere Beiträge in deine Richtung spare, da mir die Zeit dafür schlicht zu schade ist.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Alfred_Schmidt, ich mag Deinen Vergleich der Adaption an Lautsprecher ebenso wie an eine neue Brille. Wer will schon bei Verwendung einer neuen Brille festlegen, dass ich mit dieser besser sehen kann als mit einer anderen, die unterschiedlich in der Bauart (und dem Schliff ist). Da das nicht einmal der Optiker kann, braucht er mich beim Einmessen der Brille, um ihm zu sagen, bei welcher Stärke es besser oder schlecht wird.


    Ich denke, einer der Gründe ist auch die graue Masse, die sich bei dem meisten von uns zwischen den Ohren befindet. Diese spielt eine entscheidende Rolle bei der Interpretation dessen, was wir beim Hören oder Sehen wahrnehmen. Und da geht es dann definitiv nicht (nur) um absolute Kriterien, sondern auch um das "Wohlfühlen" mit dem, was wir wahrnehmen. Als ich vor einiger Zeit meine aktuellen Standboxen erworben habe, habe ich diese stolz meinem Schwager vorgeführt. Er meinte, ja, dies klängen sehr gut und "realistisch", er habe aber eher "englisch abgestimmte" Lautsprecher in benutzen. Man könne dies wohl in etwas damit vergleichen, was ich mit meinen Türmen hören würde, wenn ich den Hochtöner abklemmen würde... :-) Sicherlich übertrieben, aber es zeigt in etwa die Richtung, in die die Unterschiede weisen. Wenn er sich mit dieser Art des Klangs, der sich mehr auf den Mitten- und Bassbereich konzentriert, wohl fühlt und seine Ohren und das damit verbundene Oberstübchen daraufhin konditioniert hat, dann ist das doch ok. Warum sollte ich ihn vom Gegenteil überzeugen, wenn auch vielleicht messtechnisch da einiges im Argen liegt...

  • Es ist unpassend, solche technischen Gerätschaften von heute an sehen zu müssen, wenn ich klassische Musik höre.

    Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es unterschiedliche Bedürfnisse und Empfindungsweisen gibt. Wenn es für Dich unpassend erscheint, kannst Du das schwerlich verallgemeinern. Es gibt Menschen, die beim Anblick eines solchen Gerätes

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    ins Schwärmen geraten, und deren Stimmung beim Musikhören sich dadurch verbessert. Das macht sie u.U. aufgeschlossener und ihre Empfindsamkeit wird erhöht. Wahrnehmung ist nie nur "Inhalt" sondern wird beeinflusst durch unseren aktuellen mentalen Zustand (mindset) und die Umgebungsvariablen (setting). Und das gilt für jegliche Wahrnehmung also auch für das Musikhören. Daher kann es auch so etwas wie "den authentischen Klang" nicht geben.

    Gewaltig viel Noten, lieber Mozart! Grad so viel Noten, Eure Majestät, als nötig sind!

  • Ich hatte einen NAD CD-Player gekauft und war über den Klang begeistert. Er klang ganz anders als mein alter Philips 14 Bit Oversampling Player. Ich stellte damals beim Hören via Kophörer einen BEIKLANG fest. Er war angenehm - aber auf welcher Anlage hatte ich den schon mal gehört ? Es dauerte lang bis ich herausfand, daß es die annähernde "Naturtreue " war die mich so begeisterte. Inders die Begeisterung dauerte nicht lange, weil der Player immer wieder über "Rillen" sprang, was der alte Philips dank überlegener Mechanik (in der Steinzeit der Plasyer wollte man auf Nummer sicher gehen und baute ein komplexes Tansortsystem für den Laser ein, das sehr präzise - aber auch sehr teuer war. Wird inzwischen nicht mehr verwendet)

    Lieber Alfred,


    in meinem Marantz CD 80 Baujahr 1990 ist ein Philips-Dreharm-Druckguss-Laufwerk verbaut (Marantz wurde von Philips gekauft, gehörte also zum selben Konzern) und das läuft bei mir auch nach über 30 Jahren noch völlig fehlerfrei. :) Es haben nicht alle Hersteller eigene CD-Laufwerke gebaut, auch damals nicht. (Heute werden meist nur schmöde PC-Laufwerke eingebaut, teure originale CD-Laufwerke sind die absolute Ausnahme wie bei meinem neuen Denon.) Die Frage wäre, welches Laufwerk in Deinem NAD steckt. Ich vermute, NAD hat da bei einem anderen Hersteller eingekauft. Kann sein, dass der Hersteller Sony ist z.B. Viele andere Marken haben Sony-Laufwerke verwendet. Für den Fehler gibt es zwei Erklärungen: Die Spurführung des CD-Laufwerks war nicht korrekt, dann hätte man das Laufwerk vielleicht austauschen müssen. Die andere Möglichkeit ist die Fehlerkorrektur. Da gibt es verschiedene, die nach unterschiedlichen Algorythmen arbeiten. Ich habe z.B. eine fehlerhafte CD, die läuft bei mir auf dem Marantz ohne Probleme durch. Beim AVM CD 1-Laufwerk klickert es an einer Stelle. Das AVM-Laufwerk hat ein Laufwerk von Pioneer eingebaut. Die Fehlerkorrektur arbeitet da offenbar anders und kann den Fehler nicht so glatt ausbügeln wie das Philips-Laufwerk des Marantz. ;)

    Ich tauschte den Player auf ein anders Fabrikat gleicher Klasse., nachdem ein erster 'Umtausch keine Verbesserung gebracht hatte.

    ABER mich enttäuschte der Klang: Der "Mitwippeffekt war weg"Ich war zerstört. Letztlich biss ich in den sauren Apfell und kaufte den NAD erneut - als Zusatzgerät. Ich bekam vom Händler indes die Zusage , das Gerät solange reklamieren zu können bis es einwandfrei funktionierte.

    Und nun konnte ich die beiden Geräte miteinander klanglich vergleichen.

    'Und nun das FAZIT: Es war im unmittelbaren A:B Vergleich so gut wie kein Unterschied hörbar !!!

    Das Problem ist alt - lauwarmes Wasser schmeckt im Vergleich mit heißem Wasser kühl, im Vergleich mit ganz kaltem warm. :) Das ist auch ein Grund, warum so viele Meinungen existieren. Weil die verglichenen Geräte andere sind... :hello:


    Einen schönen Sonntag wünschend

    Holger

  • Aaah - BEE steht für Björn Erik Edvardsen - das Gerät für 350 Euro ist wohl "klein aber fein":


    https://nad.de/wp-content/uploads/2020/07/C515BEE.pdf


    Zitat von der NAD-Seite:


    Klangveredelt von Björn Erik Edvardsen:


    Das Kürzel „BEE“ garantiert hervorragende Klangqualität: Chefentwickler und NAD Mitbegründer Björn Erik Edvardsen
    optimierte die klanglich relevanten Bauteile und stattete den CD-Player mit einem perfekten Werks-Tuning aus.
    Vor allem die Operationsverstärker und der 24 Bit/192 kHz D/A-Wandler wurden mit besonderer Sorgfalt ausgewählt.
    Für höchste Stabilität bei der Stromversorgung werden speziell ausgesuchte, eng tolerierte Kondensatoren eingesetzt
    und digitale sowie analoge Schaltkreise separat versorgt. Die Signalweiterleitung kann wahlweise über analoge Cinch-
    Ausgänge, einen koaxialen- oder einen optischen Digitalausgang erfolgen. Durch die im Lieferumfang enthaltene
    Fernbedienung lassen sich alle Funktionen bequem vom Hörplatz aus kontrollieren.


    Im Hifi-Wiki kann man über das Gerät lesen:


    https://www.hifi-wiki.de/index.php/NAD_C_515_BEE


    :) :hello:

  • MeinNAD Payer war ein c 540. Ich vermute heute, daß einfach die Schmierung nicht gut funktionierte. das wurde dann immer Besser. Nach 10 Jahreb war dannaber Schluss mit lustig

    Der Nachfolger. NAD C565 BEE hatte ebenfalls ein Problem . Die Lasereinheit fiel nach etwa 2 Monaten aus. und wurde ersetzt.

    Ich kaufte sofort eine zusätzliche Ersatzlasereinheit - Sie hat die Bezeichnung SFP101N -16 PIN . Ein Hersteller ist nirgendwo vermerkt...


    mfg aus Wien

    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Leider hast du von dem ganzen Thema so wenig Ahnung und auch so wenig Aufgeschlossenheit, dass ich mir weitere Beiträge in deine Richtung spare, da mir die Zeit dafür schlicht zu schade ist.

    Ich bin allerdings mehr für neue Produkte aufgeschlossen, bei den alten Sachen ist mir klassische Musik und Kunst ausreichend. Dass diese Silberscheiben Informationen zu den Namen des Komponisten, des Stückes, den Interpreten usw. enthalten und mit geeigneter HW dargestellt werden können, ist Dir aber schon klar? Leider ist es mir unverständlich, dass man veraltete Technik zur Musikwiedergabe benutzt, wo doch die Klangqualität angeblich so wichtig ist. Mir würden so große Geräte wichtigen Lebensraum in der Whg. wegnehmen. Durch Vorstellung meiner Musikwiedergabegeräte hatte ich eigentlich gedacht, dass auch andere hier im Forum angeregt werden, sich etwas in der Art zu installieren und ihre ggf. Weiterentwicklung wieder hier präsentieren. Aber dazu fehlt die Eigeninitiative, wie generell in unserem Land und deshalb sind wir technisch zurück und müssen diese billigen Produkte nun teuer in Fernost kaufen.



    Zu Bild von #475:

    Ein Steampunk Objekt, das man aus alten Teilen gebaut hat. Wer sich damit das Zimmer zu Weihnachten dekorieren möchte, beim Albert Schnell hab ich solche Geräte für etwa nen Hunni gesehen. In den Sockeln sind manchmal LEDs eingebaut, um die Glaskolben bunt zu beleuchten. Früher haben Musiker damit Klangformung gemacht, inzwischen macht man das mit einem DSP viel einfacher.

    "Bach ist Anfang und Ende aller Musik." Max Reger

  • Aber dazu fehlt die Eigeninitiative, wie generell in unserem Land und deshalb sind wir technisch zurück ....

    Ich bitte zu beachten, dass dies ein östereichisches Forum ist, und wenn von "unserem Land" die Rede ist und Deutschland gemeint ist, klingt das gelinde gesagt nach einer unzulässigen Grenzüberschreitung. Deutschland ist ja bekanntlich wirtschaftlich eines der erfolgreichsten Länder auf diesem Globus. Und das liegt vermutlich an der "fehlenden Eigenitiative" und der technischen Rückständigkeit....

    Gewaltig viel Noten, lieber Mozart! Grad so viel Noten, Eure Majestät, als nötig sind!

  • Nachdem der Reparateur meines Vertrauens mir mitteilen musste, dass der Prozessor meines SACD-Player Sony SCD-XA 333 ES unwiderruflich nach gefühlten hunderttausenden Stunden Betrieb nach 20 Jahren nicht mehr funktioniert, rot hat er das Bauteil im Schaltschema eingekreist und mich mitleidig angesehen, habe ich mich entschieden, das gleiche Gerät wieder anzuschaffen. Die zwei Stunden Arbeitszeit habe ich ihm selbstverständlich bezahlt. Der Mann muss ja auch von etwas leben. Sein Rat: Ich solle das alte Gerät als Ersatzteil-Lager benutzen.


    https://www.hifi-wiki.de/index.php/Sony_SCD-XA_333_ES


    Nicht sehr phantasievoll, den gleichen Player zu kaufen, kann man einwenden. Doc Brown wird die Hände überm Kopf zusammenschlagen und den Kopf schütteln. :no: (Siehe sein Beitrag 583)


    Es stimmt: Die technische Entwicklung ist in den 20 Jahren fortgeschritten. Es gibt inzwischen neue Tonformate. Erstaunt hat mich, dass es das Gerät immer noch im Internet fabrikneu zu kaufen gibt.


    Warum das gleiche Gerät?


    1) Meine sehr umfangreiche Tonträgersammlung besteht ausschliesslich aus CD/SACD Scheiben. Ich werde als bekennender Haptiker bis zu meinem Lebensende keine mit einem anderen Format anschaffen.


    2) Weil er gut tönt. Mein wichtigstes Kriterium nebst ästhetischen Überlegungen. Das 9,5 kg schwere Gerät passt zum 21 kg schweren Verstärker Sony STR-VA 333 SA. Masse ist Klasse.


    https://www.hifi-wiki.de/index.php/Sony_STR-VA_333_ES


    Hinzufügen möchte ich noch, dass alle Komponenten in einem aus weissen Marmorplatten zusammengesetzen Gestell untergebracht sind, den mir ein Bildhauer nach meinem Plan zusammengebaut hat, um absolute Laufruhe zu garantieren. Man kann das als Spinnerei abtun. Das Ergebnis ist deutlich hörbar. Die auf Spikes ruhenden fünf Lautsprecher stehen auf 2,5 Zentimeter dicken Platten des gleichen Materials.


    s-l1600.jpg

    Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.


    arabisches Sprichwort

  • Warum tauscht Du den Prozessor nicht einfach aus? Das sollte doch Routine in einer aktuellen Werkstatt sein, vor allem wenn die Technik schon so alt ist. Ist der Prozessor von SONY nicht mehr erhältlich? Heutzutage kann man auch problemlos in Japan bestellen. Vielleicht hast Du beim Albert Schnell Glück, dort gibt es fast alles für kleines Geld.


    Als nächstes Audio Projekt gibt es bei mir den Sound-Server in der Pfefferminzbox. Leider ist der Rasperry Pi Zero 2m derzeit nicht lieferbar. Der wird wieder bis zu 32-bit, 384kHz verarbeiten. Er muss kein Netz oder Internet haben und wird direkt per WLAN und Tablet oder SP bedient. Ihr könnt Mal ausrechnen wie viele CDs oder Stunden mit FLAC verlustfrei komprimiert auf ein verbautes 1TB micro SD Kärtchen dann passen. Die Schallwandler können via Bluetooth verbunden werden, sodass es keinen Kabelklang mehr gibt.

    "Bach ist Anfang und Ende aller Musik." Max Reger

  • Lieber Dow Brown


    Als Elektronik Dummie ist man dem Fachwissen bzw. Nicht-Fachwissen von Der Reparateur ausgeliefert. Es ist in diesem Fall in meiner Einschätzung ein erfahrener. Er hat zwei Stunden am Problem zu einem in der Schweiz üblichen Stundenlohn gearbeitet. Die Aussage, dass nichts mehr zu machen ist, muss ich als Kunde entgegennehmen.

    Kritikpunkt: Von Mitte November bis Mitte Januar habe ich auf eine Benachrichtigung gewartet, ob das Gerät wieder abholbar ist. Die Smartphone Nummer und meine Mail Adresse waren bekannt. in Zeiten der elektronischen Kommunikationsmittel sollte eine Meldung als SMS oder Mail kein Problem sein. Eine schwache Leistung.


    Der Name des Betriebes aus Winterthur/CH kommt übrigens in diesem Beitrag vor.


    Der neue Player läuft zu meiner Freude. Ich hatte zuvor während zwei Monaten auf einer minderwertigen Kleinanlage Musik gehört. Der Klang war bescheiden.

    Ich weiss jetzt meine komplettierte Sony Anlage umso mehr zu schätzen.


    Eine Frage hätte ich an Doc Brown: Wo ist Albert Schnell zu finden?


    LG moderato

    .

    Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.


    arabisches Sprichwort

  • Nachdem der Reparateur meines Vertrauens mir mitteilen musste, dass der Prozessor meines SACD-Player Sony SCD-XA 333 ES unwiderruflich nach gefühlten hunderttausenden Stunden Betrieb nach 20 Jahren nicht mehr funktioniert, rot hat er das Bauteil im Schaltschema eingekreist und mich mitleidig angesehen, habe ich mich entschieden, das gleiche Gerät wieder anzuschaffen. Die zwei Stunden Arbeitszeit habe ich ihm selbstverständlich bezahlt. Der Mann muss ja auch von etwas leben. Sein Rat: Ich solle das alte Gerät als Ersatzteil-Lager benutzen.

    Lieber Moderato,


    der Rat war auch gut. Hier


    http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-17031.html


    schreibt einer über Probleme mit dem SCD-XA 333 ES inclusive Korrespondenzen und da steht auch in einer Antwort, dass Ersatzteile kaum zu bekommen sind.

    Nicht sehr phantasievoll, den gleichen Player zu kaufen, kann man einwenden. Doc Brown wird die Hände überm Kopf zusammenschlagen und den Kopf schütteln. :no: (Siehe sein Beitrag 583)


    Es stimmt: Die technische Entwicklung ist in den 20 Jahren fortgeschritten. Es gibt inzwischen neue Tonformate. Erstaunt hat mich, dass es das Gerät immer noch im Internet fabrikneu zu kaufen gibt.


    Ich habe aber kein Neugerät im Netz angeboten gefunden. Das wäre auch sehr merkwürdig bei einem Gerät, dass Sony laut Hifi-Wiki von 2001-2003 produzierte - also vor 20 Jahren die Produktion eingestellt wurde. Da kann es eigentlich nur noch Gebrauchtgeräte geben. Wie bist Du denn da dran gekommen?

    Warum das gleiche Gerät?


    1) Meine sehr umfangreiche Tonträgersammlung besteht ausschliesslich aus CD/SACD Scheiben. Ich werde als bekennender Haptiker bis zu meinem Lebensende keine mit einem anderen Format anschaffen.


    2) Weil er gut tönt. Mein wichtigstes Kriterium nebst ästhetischen Überlegungen. Das 9,5 kg schwere Gerät passt zum 21 kg schweren Verstärker Sony STR-VA 333 SA. Masse ist Klasse.

    Für mich ist das sehr gut nachvollziehbar. Meine AVM-Wandler-Laufwerks-DAC-Kombi ist auch auf dem technischen Stand ungefähr Deines Sony. Aber der Klang ist einfach superb. Es kommt nämlich überhaupt nicht nur auf den Wandlership an, was den Klang angeht, sondern welche Elektronik drumherum verbaut ist. Wenn sich ein Gerät harmonisch perfekt in eine Kette einfügt, würde ich es auch nicht ersetzen. :)

    Hinzufügen möchte ich noch, dass alle Komponenten in einem aus weissen Marmorplatten zusammengesetzen Gestell untergebracht sind, den mir ein Bildhauer nach meinem Plan zusammengebaut hat, um absolute Laufruhe zu garantieren. Man kann das als Spinnerei abtun. Das Ergebnis ist deutlich hörbar. Die auf Spikes ruhenden fünf Lautsprecher stehen auf 2,5 Zentimeter dicken Platten des gleichen Materials.

    Hast Du eigentlich die von Svoboda modifizierte Version? Svobodas Modifikationen von Sony-Geräten waren damals berühmt und sehr geschätzt.


    https://swobodaaudio.de/Downlo…ikation_S+_XA333_Info.pdf


    Svoboda hat gerade was die Laufwerks-Resonanzen angeht, wie man in dem Artikel oben lesen kann, einiges getan. Deshalb ist die Svoboba-Version auch 3 kg schwerer. :) Ich hatte mal vor vielen Jahren teure Unterstellfüße ausprobiert (800 Euro!). AVM hat beim CD 1-Laufwerk einen so großen Aufwand getrieben, dass ich da keine klangliche Verbesserung gehört habe. Wo aber deutlich eine Verbesserung zu spüren war, war bei meinem Billig-Technics für 300 DM (heute wären das 150 Euro). Interessant: Bei AVM haben sie das Problem auch bemerkt. Sie hatten das Laufwerk damals in Schwarz und in Chrom angeboten und bemerkt, dass das Chrom-Laufwerk besser klang und dann ein Nachrüstset für die Verkapselung des Laufwerks angeboten, damit da keine klanglichen Unterschiede mehr zwischen den Versionen hörbar sind. Die Chrom-Version hat vorne eine verchromte Messingplatte und die hat einfach deutlich mehr Masse, was sich offenbar günstig auf die Vibrationsbedämpfung auswirkt. Mir hat deshalb Jemand empfohlen, einfach eine schwere Eisenplatte oben auf das Gehäuse zu legen (ich habe die Chrom-Version). Das hat aber keinen Vorteil gebracht, fand ich. Das hängt vielleicht auch alles damit zusammen, auf welchem Rack die Geräte stehen. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • moderato, Albert Schnell ist eine ähnliche Verkaufsplattform im Internet für Privatpersonen, wie Der Fluss oder Die Bucht. ;)

    "Bach ist Anfang und Ende aller Musik." Max Reger

  • hier sind zwei Berichte des Nachfolgers deines SACD Players (oh ob das mit dem Genitiv passt weiß ich nicht …)

    Lieber Michael,


    herzlichen Dank für die Nachricht und die Links! :) Das ist sehr erfreulich! Denon war immer mit einer der führenden Hersteller bei CD-Spielern - dass sie immer noch an der Technologie arbeiten und sie weiter entwickeln, zeigt, dass sie die gute alte SACD/CD längst nicht abgeschrieben haben. ^^ Und dies ist wenn ich es richtig überblicke der einzige SACD-Player im "gutbürgerlich bezahlbaren" Bereich. Die anderen (Marantz z.B.) bieten Geräte erst ab 3000 Euro an und haben ihre presiwerten Modelle, die sie mal Programm hatten, alle gestrichen. Das Laufwerk ist dasselbe wie beim DCD 1600 NE, modifiziert haben sie wohl die Wandlerelektronik, vielleicht vor allem wegen HiRes. Da kann man gespannt auf die Testberichte warten. Die Typenbezeichnung weicht etwas von der Denon-Tradition ab. 1986 gab es einen DCD 1700 (das war Zwischenmodell zum DCD 1500, den ich damals kaufte und dem DCD 3300), das etwas teurer war. Eigentlich ist das die Fortsetzung der 1500er Serie (damals 1500 DM, heute 1500 Euro). Nächste Woche hoffe ich meine Anlage endlich aufbauen zu können ... :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Hallo zusammen,


    kann mir noch mal jemand helfen.

    Auf der Suche nach einem Kopfhörerverstärker habe folgende Möglichkeiten


    1. KHV mit DAC

    Die Quelle ist der Streamer CXN V2 . Wenn per Output auf den KHV gehe würde dann der KHV wandeln? Dafür spricht das ich von meinem Bluray Player dort per Cox reingehen kann.


    2. KHV ohne DAC

    Da müsste ich ja per Chinch rein oder per XLR


    wie habt ihr das gelöst?

    Danke Michael

  • Ganz klare Anwort: es kommt darauf an... 8-) Und zwar auf die Qualität des DA-Wandlers. Die Streaming-Daten kommen zunächst mal digital an, diese müssen, damit Du sie auf den Verstärker respektive Kopfhörer leiten kannst, Digital-Analog-gewandelt werden. Wenn Dein Cambridge Audio das sehr gut und mit hoher Präzision macht, dann würde ich dies den Streamer machen lassen, hieße dann im Umkehrschluss einen KHV ohne DAC.


    Wenn Du aber viel Geld in die Hand nimmst und einen KHV mit (hervorragendem) DA-Konverter erwirbst, dann wäre wohl die Durchleitung der digitalen Daten des Streamers die erste Wahl.


    Bei mir selbst, wo ich die Kombi Streamer - Vorverstärker - Kopfhörerverstärker habe und der DA-Konverter des Vorverstärkers ausgezeichnet ist, habe ich mich dafür entschieden, den KHV ohne DAC zu erwerben. Die Ergebnis sind für meinen Geschmack hervorragend.


    Viele Grüße,


    Markus.

  • Vom PC per USB in eine externe Soundkarte, die auch einen DAC beinhaltet - die besten sind die neuesten (technischer Fortschritt), z.B.:

    CREATIVE Sound BlasterX AE-5 Plus SABRE32 Hochauflösende PCI-e-Gaming-Soundkarte und DAC mit 32-Bit / 384 kHz, Dolby Digital und DTS mit bis zu 122 dB Rauschabstand


    Anschluß Kopfhörer und Line-Out über 3,5 mm Klinke, Anbindung eines alten Verstärkers (nur Cinch) via Adapter Cinch-Klinke, z.B. von deleyCon - 3,5 Klinke männlich, Cinch-Anschlüsse weiblich (also Buchsen, nicht Stecker)

  • 1. KHV mit DAC

    Die Quelle ist der Streamer CXN V2 . Wenn per Output auf den KHV gehe würde dann der KHV wandeln? Dafür spricht das ich von meinem Bluray Player dort per Cox reingehen kann.

    ... dann musst Du beim Streamer den digitalen Ausgang nehmen und beim KHV mit DAC den digitalen Eingang...

    2. KHV ohne DAC

    Da müsste ich ja per Chinch rein oder per XLR

    ... dafür brauchst Du dann das gewandelte Signal - das müsste (ich habe auf die Rückseite des CXN V2 geschaut) der Line out-Ausgang ("Balanced Audio Output") sein, wenn der Kopfhörerverstärker keine symmetrischen, sondern nur coaxiale Anschlüsse hat. ;) :hello: