Bruno Walter zum 50. Todestag - Sein Lebenswerk

  • Walter, Bruno (d.i. Bruno Walter Schlesinger), amerikanischer Dirigent deutscher Herkunft, * 15. September 1876 in Berlin, † 17. Februar 1962 in Beverly Hills (Kalifornien, USA) - heute vor 50 Jahren.
    Er kam als 7-Jähriger ans Sternsche Konservatorium in Berlin, trat 2 Jahre später als Pianist auf, beschloss aber, Dirigent zu werden. Gelangte 1893 als Repetitor an die Kölner Oper, wo er 1894 sein Debüt mit dem Waffenschmied von Lortzing gab.
    Walter kam dann zu Mahler an die Hamburger Oper und wurde von diesem, nach Stationen in Breslau, Preßburg, Riga und Berlin, wo er erstmals den Ring des Nibelungen dirigierte sowie die Uraufführung von Pfitzners Der arme Heinrich leitete, 1901 an die Wiener Hofoper verpflichtet. 1939 emigrierte er in die USA, wo er an der MET, in Los Angeles und in Philadelphia großen Erfolg hatte.
    Neben der Beziehung zu Mahler und Bruckner lagen seine Vorlieben auf dem Gebiet der Oper bei Mozart und Wagner. Sein warmherziger, tiefemotionaler und autoritativer Stil brachte ihm uneingeschränkte Bewunderung.



    Seit vielen Jahren gibt es diesen Thread hier im Forum: Bruno WALTER - ein Vergessener ?


    Zum 50. Todestag habe ich diesen neuen Thread aufgemacht, um hier eine Übersicht über sein Lebenswerk zu erhalten.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Im Deutschlandfunk gab es heute im täglichen Kalenderblatt eine Gedenksendung unter dem Titel:

    "Romantiker in einem anti-romantischen Zeitalter"

    Vor 50 Jahren starb der deutsch-amerikanische Dirigent Bruno Walter
    Von Stefan Zednik


    kann man hier Nachhören bzw. Nachlesen: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1673897/



    Der heutige Vormittag im Westdeutschen Rundfunk - WDR 3 ist ebenfalls dem Werk Bruno Walters gewidmet.
    Dort heißt es seit 9.05 Uhr:


    WDR 3 Klassik Forum
    Heute: Die Historischen Aufnahmen:
    Mit dem Dirigenten Bruno Walter
    zum 50. Todestag


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • 25 verschiedene Mahler-CD stehen im Regal,


    darunter der Beethoven-Zyklus, Mozart-Sinfonien, Violinkonzerte mit Francescatti, Dvorak 8 znd 9, Don Giovanni aus der Met, Bruckner, Mahler u.a.


    Einer der ganz Großen.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Der Norddeutsche Rundfunk widmet den kommenden Samstagabend total dem Todestag des Dirigenten:


    NDR 2 Kultur, Samstag, 18. Februar 2012


    20:05 Prisma Musik
    Thema: Bruno Walter zum 50. Todestag
    Eine Sendung von Hans-Heinrich Raab

    Zitat

    „Hier ist die Geschichte eines Lebens, das bis zum Rande gefüllt war mit Musik. Wäre es meine Musik gewesen, Musik von mir geschaffen, ich glaube, ich hätte dieses Buch nicht geschrieben – die tönende Autobiographie würde meinem Bedürfnis nach Mitteilung genügt haben. Aber ich habe nur die Musik anderer zum Erklingen gebracht, ich war ein ‚Nachschaffender‘. Und wenn auch durch den geheimnisvollen Akt der Einswerdung mit dem Werk, der das Kriterium nachschöpferischer Begabung ist, die Musik des anderen jedesmal zu meinem eigenen Seelenbekenntnis geworden ist, hat mir doch das Schicksal auferlegt, die aufbrennende Lebendigkeit meiner Kunst immer wieder mit ihrem Verlöschen zu büßen, die hohen musikalischen Wonnen meines Lebens mit ihrer Vergänglichkeit zu bezahlen“, beginnt Bruno Walter kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Vorwort zu seinen Erinnerungen, die mit dem lakonischen Satz beginnen: „Ich bin am 15. September 1976 zur Welt gekommen. Mein Geburtshaus habe ich nicht gekannt; es stand in der Mehnerstraße, nahe dem Alexanderplatz, in einer übervölkerten, ärmlichen Gegend des nordöstlichen Berlin...“ Am 17. Februar 1962, 15 Jahre nach Erscheinen seiner Memoiren, starb der große Dirigent, der eine musikalische Epoche miterlebt und mitgestaltet hatte, in Beverly Hills. Prisma Musik zeichnet sein Künstlerleben anhand dieser Erinnerungen nach.


    22:00 Nachrichten, Wetter


    22:05 Variationen zum Thema
    Aufnahmen mit Bruno Walter

    Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56a
    New York Philharmonic Orchestra
    Robert Schumann: Dichterliebe op. 48
    Lotte Lehmann, Sopran / Bruno Walter, Klavier
    Gustav Mahler: Das Lied von der Erde
    Kerstin Thorborg, Alt / Charles Kullmann, Tenor
    Wiener Philharmoniker
    bis 24:00


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Es muss 1960 in Wien gewesen sein.
    Walter probt Mahlers 4. und Klemp ist unter den Zuhörern. (Beide kannte, schätzten und ärgerten sich!)
    Klemp verlässt die Probe und trifft den Intendanten (Name vergessen). "Sagen Sie, warum dirigiert der Schlesinger so jüdisch?"
    Das war der Unterschied zwischen den beiden "jüdischen" deutschen Dirigenten.
    Der Satz aus dem Interview von 1960 (Klemp)


    macht alles Klar.


    Auf beide kann man nicht verzichten!
    Gruß aus Kiel!

  • Passend dazu erscheint jetzt diese Box, die bei jpc zurzeit noch zu einem Sonderpreis bestellt werden kann:




    Gustav Mahler:
    Symphonien Nr. 1, 2, 4, 5, 9 (Symphonie Nr. 1 in 2 Einspielungen)
    +Lieder eines fahrenden Gesellen;Das Lied von der Erde;
    Lieder & Gesänge aus der Jugendzeit
    Künstler: Forrester, Cundari, Miller, Haefliger, New York PO, Columbia SO, Bruno Walter
    7 CDs, Sony , ADD, 1945-1959


    Die Tonqualität vermag ich nicht zu beurteilen, da können sich andere kompetent äußern.


    Freundliche Grüße von der Nordseeküste, Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Sagitt meint


    höre ich seinen Fidelio von 1941 ist das nichts Konziliantes zu entdecken.Schnell und heftig. Auch das ist Bruno Walter.

  • Gleich im Radio: Dienstag, 28. Februar 2012 - 15:05 Uhr Radio Ö1


    Apropos Musik
    mit Gottfried Cervenka.
    Bruno Walter zum 50. Todestag


    Als junger Mann war er Assistent Gustav Mahlers an der Wiener Hofoper, wurde dann als Nachfolger Felix Mottls GMD in München und wechselte in der gleichen Position schließlich an die Städtische Oper seiner Geburtsstadt Berlin. In Hitler-Deutschland ab 1933 unerwünscht, übernahm Walter kurzfristig die musikalische Leitung der Wiener Staatsoper, doch auch hier holten ihn bald die Nazis ein. Amerika wurde seine neue Heimat, dort ist er am 17. Februar 1962 auch gestorben.


    Lifestream + Titelliste gibt es hier: http://oe1.orf.at/programm/296597


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)



  • Liebe Forianer,


    kennt denn schon jemand diese neue Box, bzw. weiß jemand, ob sie klanglich remasterd wurde? Würde mich sehr interessieren. Ich besitze die alten Aufnahmen, und ich meine, dass da klanglich noch mehr rauszuholen sein müsste. Unter Produktinfo bei jpc heißt es immerhin: "Die Sony Classical Masters Box-Sets enthalten komplette Werkzyklen und neue, ausgesuchte Repertoirezusammenstellungen in bester Audioqualität und aktuellen Remasterings." Aber das ist freilich nicht mehr als ein Werbetext des Publishers.



    Beste Grüße,


    Christian

  • Ich glaube, dass der Name des Vorgänger-Threads "Bruno Walter - ein Vergessener?" eher zutreffend war, denn in den letzten zwei Jahren hat hier keiner mehr etwas eingetragen. Deswegen möchte ich mit dieser Brahms-Box


    daran erinnern, dass Bruno Walter am 17. Februar 1962 gestorben ist.


    Heute ist sein 53. Todestag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Auch ich finde es erstaunlich, wie selten Bruno Walter hier Erwähnung findet. Ich habe praktisch sein komplettes Oeuvre für CBS/Sony im Regal stehen und seine Brahms Symphonien sind für mich nach wie vor maßstabsetzend. Aber wahrscheinlich haben "unauffälligere" Dirigenten eher das Nachsehen in einem Forum, als solche, die umstritten sind oder um die viel Aufhebens gemacht wird.


  • Ich glaube, dass der Name des Vorgänger-Threads "Bruno Walter - ein Vergessener?" eher zutreffend war, denn in den letzten zwei Jahren hat hier keiner mehr etwas eingetragen.


    Nicht verzweifeln, lieber Willi,


    er ist ja einer meiner Lieblingsdirigenten und die Pastorale von ihm ist mir die liebste.


    Übrigens habe ich Bruno Walter erst kürzlich in einem anderen Thread erwähnt:
    "Leider bilden sich auch viele Dirigenten ein, dass Arroganz und Härte die einzigen Mittel sind, ein Orchester zu guten Leistungen zu animieren.
    Doch denke ich, dass Bruno Walter auf ebenso hohem Niveau dirigieren konnte, wie Erich Kleiber oder George Szell."


    Ich habe auch so ziemlich alle seine Beethoven- und Brahmsaufnahmen.

  • Zu Bruno Walters Lebenswerk gehört auch die Entdeckung und Förderung Kathleen Ferriers.
    Ihre gemeinsamen Aufnahmen der Kindertotenlieder und des Liedes von der Erde gehören zu den eindrucksvollsten ihrer Art.


    Seine Ansichten über den Jazz sollte man in einer Laudatio allerdings nicht erwähnen.


  • In dieser momentan nicht lieferbaren Box sind die Kindertotenlieder enthalten, kannst du, lieber hami, vielleicht mitteilen, wo das Lied der Erde habhaft ist? In der weiter oben von Christian B. gepostete Mahler-Box, die ich auch habe, ist zwar das Lied der Erde enthalten, aber nicht mit Kathleen Ferrier.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • kannst du, lieber hami, vielleicht mitteilen, wo das Lied der Erde habhaft ist?


    Frage ich mich auch. Als ich nachgesehen habe, singt bei mir Kerstin Thorborg. Ich bin da einer alten Erinnerung nachgegangen, die vielleicht falsch ist.
    Werde mal weitersuchen.


    Vorläufig dies:


  • In dieser momentan nicht lieferbaren Box sind die Kindertotenlieder enthalten, kannst du, lieber hami, vielleicht mitteilen, wo das Lied der Erde habhaft ist?


    Guten Morgen, lieber Willi, an Liedern von der Erde unter Bruno Walter ist nun wahrlich kein Mangell. Ich bin zwar nicht hami, aber ich hätte da ein Paar Tipps für Dich - drei verschiedenen Versionen, die mit Ferrier und Patzak aus Wien st zweimal aufgeführt. Was deren Klang anbetrifft, würde ich zu Naxos tendieren:




    :hello:

    Es grüßt Rheingold1876

  • Zu Bruno Walters Lebenswerk gehört auch die Entdeckung und Förderung Kathleen Ferriers.


    Förderung ja, Entdeckung nein. Der Dirigent Sir Harold Malcolm Watts Sargent hat als Erster auf sie aufmerksam gemacht und ihr eimaliges Talent erkannt. Seiner Empfehlung war es zu verdanken, dass die Ferrier 1942 und damit fünf Jahre vor ihrer ersten Begegnung mit Walter, bei der Agentur Ibbs & Tillett vorsingen durfte. Sie hatte schon einen gewissen Namen, bevor sie auf Walter traf. Walter Legge, allmächtiger Chefproduzent der EMI und stets auf der Suche nach ungewöhnlichen Begabungen, nahm mit ihr im April 1944 in der Abbey Road die ersten Platten auf - Gluck, Brahms, Elgar. Am Klavier saß Gerald Moore. Es folgen viele andere Aufnahmen und Konzerte, die Legge organisiert. Später wechselte sie zur Decca, wo das berühmte LIED VON DER ERDE entstand. Auch Karajan, Beinum und Klemperer arbeiteten nachhaltig mit der Sängerin zusammen. Wie so oft, hat auch hier der Erfolg viele Väter, was sich nicht gegen Bruno Walter richtet.


    Bruno Walter ist auch mit interessanten filmischen Dokumenten bei Youtube anzutreffen, bei denen allerding starke akustische Einschränkungen hinzunehmen sind. Was aber deutlich wird, ist seine hier bereits thematisierte unspektakuläre Arbeitsweise. Nachschauen lohnt sich. Hier probiert er die 2. Sinfonie von Brahms:



    Probe für die 4. Sinfonie von Mahler - Elisabeth Schwarzkopf im vieren Satz - mit der sich Walter 1960 aus Wien verabschiedete:



    Ein Foto, das ich immer sehr liebte:


    Es grüßt Rheingold1876

  • Gut, lieber Rheingold,


    dann sage ich auch nicht, dass er beinahe den Leonard Bernstein entdeckt hätte.


    Jedenfalls danke ich Dir für die Richtigstellung und die Einstellung der Beispiele.
    Zur Information: Die Brahms-Probe geht bei mir nur über Youtube.

  • Ich kann die Lektüre des oben von Lutgra erwähnten Memoirenbandes ebenfalls sehr empfehlen. Beeindruckend ist die Noblesse, mit der Walter Vorgänge und Personen beschreibt, auch und gerade in Fällen, wo ihm übel mitgespielt wurde.
    Er ist einer der wenigen Spitzendirigenten, der sich nie öffentlich in negativer Weise über Kollegen ausgelassen hat. Trotz vieler glanzvoller Erfolge war sein Leben nicht einfach, denn er hatte -neben der Emigration- auch manchen anderen Schicksalsschlag zu verkraften (z.B. Ermordung einer seiner Töchter durch ihren Ehemann); hier sind die Tagebücher seines Freundes Thomas Mann aufschlußreich.


    Viele Grüße


    J.Schneider

    "Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

  • hier sind die Tagebücher seines Freundes Thomas Mann aufschlußreich.


    ... der nun wiederum über das heimliche Verhältnis seiner Tochter Erika mit dem dreißig Jahre älteren Bruno Walter gar nicht amüsiert war. Das spricht aber ehr für als gegen dieses Verhältnis. :)

    Es grüßt Rheingold1876

  • Ich habe vor vielen Jahren auch dieses Buch mit Gewinn gelesen:


    Meine eigene Erinnerungen an Bruno Walters Memoiren gehen ungefähr 50 Jahre zurück. Leider ist mir das Buch in der Zwischenzeit abhanden gekommen.
    Es ist auch nicht viel mehr im Gedächtnis geblieben.
    Zwei Dinge sind es aber noch, seine temporären Zweifel an seiner Begabung und die Methode, sich mit Sprüngen und gleichzeitigem Zählen das Schlagen 2 auf 3 und umgekehrt beizubringen.


    Eine Frage an die, die es gelesen haben, sprechen wir von demselben Buch?

  • Neben der oben erwähnten Autobiographie gibt es noch ein weiteres Buch von Bruno Walter "von der Musik und vom Musizieren" aus dem Fischer-Verlag. Ich nehme allerdings an, daß dieses Buch z.Zt. nur antiquarisch erhältlich ist; ich habe es auch aus einem Antiquariat. Es handelt sich um eine Mischung aus Dirigierhandbuch und musikalischem "Bekenntnisbuch" Walters. In dem alten Thread "Bruno Walter---ein Vergessener" (s.u.) wird auch dieses Buch -m.E. durchaus zutreffend- besprochen und charakterisiert.
    Es trifft wohl zu, daß sich Bruno Walter im Alter für die Antroposophie interessiert hat. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant (wenn auch ein wenig off topic), daß es über Mahler eine antroposophisch orientierte Biographie gibt: Frank Berger "Gustav Mahler,Vision und Mythos. Versuch einer geistigen Biographie", Verlag Freies Geistesleben, ISBN3-7725-1165-1.
    Auch wenn man -wie ich auch- der Antroposophie eher kritisch gegenübersteht, kann man dieses Buch mit Gewinn lesen, da Mahlers Denken m.E. tatsächlich dualistisch-gnostische Züge aufweist.
    Aber das wäre vielleicht Anlass für einen eigenen Thread ...


    Viele Grüße


    J.Schneider

    "Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

  • Ich kann mich hami1799 voll und ganz anschliessen: Bruno Walter ist auch einer meiner Lieblingsdirigenten. Ich habe von ihm die Symphonien von Beethoven, Brahms, Mozart und diverse Einzelaufnahmen.


    Kürzlich kam ich aus einem sehr gelungenen Konzert mit Beethovens Neunter und dem Radio-Symphonieorchester unter Janowski und hörte daraufhin meine ganzen "9-ten" durch. Und, was soll ich sagen, die Details, der Ideenreichtum und die Frische der Interpretation des Bruno Walter stellten fast alle anderen Aufnahmen in den Schatten.


    Ich würde Walter eine große Ernsthaftigkeit, Tiefe und Musikalität attestieren - wenn man es versucht in wenige Worte zu fassen.

    “Music is enough for a lifetime, but a lifetime is not enough for music”
    Sergei Rachmaninov