2013 - 60 Große Pianisten unserer Zeit - Tamino Voting

  • VIER Namen fehlen noch auf 60
    Denn können wir nach einer Auswertungspause (derThread wird innerhalb dieser Zeit geschlossen)versuchen Resume zu ziehen. Ich werde dann auch auf die Einwände von Dr. Holger Kaletha eingehen - aber noch ist es zu früh.
    Ich warte, ob noch 2 Mitglieder mitmachen wollen - (wir hätten dann 61 Namen) und werde dann über die weitere Abwicklung berichten....
    mfg aus Wien
    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Also, zwei nenne ich dann noch:


    JEAN-EFFLAM BAVOUZET


    ERIC LE SAGE


    Über die jetzt noch fehlenden möge sich doch bitte jemand annehmen …



    Gruß Maurice :hello:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Ich nenne noch zwei - und bin dann bei 61 angelangt


    Till FELLNER
    Valery AFANASSIEV


    Damit ist die ERSTE Runde dieses Threads abgeschlossen und der Thread ist momentan für Mitglieder geschlossen.
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Ich werde ein Statement abgeben - Danach wird der Thread wieder zugängig und es kann diskutiert werden.
    In letzter KOnsequnez wir es die Möglichkei einer "Nachbesserung" - vorerst mal auf 100 Namen geben.
    Ineressenten mögen erst mal nachdenken wem sie diesmal ihre stimme geben. (vermutlich diesmal ein oder zwei Namen pro Mitspieler...)



    mfg aus Wien
    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Seit wenigen Minuten - wenn alles geklappt hat - steht die Auswertungsliste - spartanisch -aber immerhin - zur Verfügung.
    Und sie wird uns - so glaube ich - eine Menge Einsichten bescheren.


    Zum einen, daß die von Jürgen Otten getroffene Auswahl eigentlich recht gut ist


    zum anderen, daß 50 oder 60 Pianisten eine zu geringe Anzahl sind um auch nur einigerma0en repräsentativ zu sein (aber es ist ein guter Anfang für die erste Auflage)


    Dann wäre zu hinterfragen, ob die Tamino- Auswahl die "bessere" sei.


    Dazu ist zusagen,daß ich für uns etwa 10 Pianisten mehr zur Nominierung zur Verfügung standen, als im Buch erwähnt erwähnt werden -er war zu erwarten, daß auch Vertreter der Szene für alte Musikinstrumente genannt würden, was im Buch (mit Begründung) explizit ausgeschlossen wurde.
    Erklärung zur Liste:


    Sie öffnet sich per Klick benötigt aber MS-Word am Computer - sonst öffnet sie nicht.


    Die Pianisten sind alphabetisch geordnet
    es gibt zwei Spalten, in die jeweils eine EINS eingegeben werde konnte.
    Pianisten, welche in der LINKEN Spalte eine eins aufweisen wurden vom TAMINO Forum ausgewählt
    Pianisten, welche in der RECHTEN Spalte eine eins aufweisen wurden von Jürgen OTTEN ausgewählt
    Pianisten, welche in BEIDEN Spalten eine eins aufweisen wurden von BEIDEN ausgewählt


    mfg aus Wien
    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Lieber Alfred,


    ich finde die Otten-Liste repräsentativer. Wenn bei Tamino Gawrilow, Sokolov, Lugansky, Blechacz usw. fehlen, dann ist das unverzeihlich. Beide Listen sind zudem nicht mehr auf wirklich aktuellem Stand. Brendel konzertiert nicht mehr, Weissenberg ist letztes Jahr gestorben (und litt an Parkinson, war schon lange nicht mehr aktiv), bei Tamas Vasary weiß ich auch nicht, ob er noch konzertiert oder etwa nur noch als Juror bei Wettbewerben aktiv ist.


    In beiden Listen sind die Frauen deutlich unterrepräsentiert. Es fehlen etwa:


    Anna Gourari, Helene Grimaux, Marie Jao-Pires, Olga Kern, Cecile Ousset, Edna Stern.


    Wenn er noch konzertieren sollte, ist das Fehlen von Ivan Moravec unverzeihlich. Ebenso nicht akzeptabel ist, daß man Cyprien Katsaris vergeblich sucht. Merkwürdig auch, daß Jean-Yves Thibaudet nicht auftaucht, der sich doch deutlich mehr Profil erworben hat im Laufe der Jahre, als einige andere jüngere Pianisten, die dort aufgelistet sind. Francois-Rene Duchable und Michel Beroff vermißt man ebenso, wie von den amerikanischen Pianisten Garrick Ohlsson und Emanuel Ax. Und wieso wird Lang Lang aufgenommen und Yundi Lee nicht? Nur weil ersterer öfter in Fernsehshows auftritt?


    Schöne Grüße
    Holger

  • Lieber Holger,


    was Du in Deinem Beitrag "unverzeihlich" nennst, ist doch aus Tamino-Sicht erklärbar. Jeder wird die Namen der von Dir genannten Pianisten oder Pianistinnen kennen - aber ich gehe davon aus, meine eigene Wahrnehmung auf alle anderen Taminos projizierend, daß nicht jeder die Künstler in seinem Regal hat. Also hat er diejenigen genannt, von denen er Aufnahmen besitzt. So jedenfalls habe ich es gehadhabt.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Aus den Ausführungen und berechtigten Defizit-Hinweisen von Dr. Kaletha läßt sich eben auch deduzieren, daß es noch weitaus mehr als 60 lebende hervorragende Pianisten gibt, für die man sich aus diesem oder jenem Grunde voll begeistern kann, und wenn dann jeder nur 3 Pianisten als seine "Lieblinge" angeben kann, dann war ein solches unbefriedigendes Ergebnis vorherzusehen. Und wenn bei der Tamino-Auswahl z. B. ein Michael Korstick fehlt, daß ist das wohl so, als wenn in einer Fußballmannschaft ein großer Star auf der Reservebank sitzen muß. Dies nur als ganz kleines Beispiel.


    Insofern ist aber auch die Auswahl von Jürgen Otten für viele ganz sicher nicht allgemein repräsentativ, und es fehlen darin Namen, die einen ärgerlich stimmen. Und selbst den von Dr. Kaletha genannten illustren Pianisten-Namen könnte ich noch gut und gerne 30 - 40 Namen von international arrivierten Pianisten hinzufügen, was dann auch wieder zu einer sehr erfreulichen Erkenntnis führt, nämlich daß es allein auf dem Gebiet der Klaviermusik derzeit eine unglaublich große Auswahl an herausragenden Musikern gibt, die aus den individuell verschiedensten Gründen unsere Bewunderung verdienen, und die sich um die Verbreitung klassischer Musik verdient machen.


    Viele Grüße


    wok

  • Bernd Glemser


    Lang Lang


    Ragna Schirmer


    Viele Grüße La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Zu den großen Lebenden zählt auch der 87-jährige


    Aldo Ciccolini


    den ich vergangene Woche noch live in Bestform in Paris gehört habe. Ebenso


    Tzimon Barto und


    Anne Quffelec


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Meine Lieben.


    Über die "Zweitauflage " unserer fiktiven Liste können wir noch später sprechen.
    Sie sollte ca 100 - 120 Namen umfassen.
    Einiges wird aus Ottens Liste zu uns hinüberwandern - einiges nicht.


    Dass die Tamino-Liste weniger repräsentativ sein wir als jene von Otten war für mich vorauszusehen.
    Denn wenn ein Kollektiv von ca 20 Leuten solch eine Liste erstellt, so werden zumindest 15-20 persönliche Favoriten mit ins Spiel gebracht, bei einer Einzelperson sind es vielleicht 2 oder 3.


    Dass gewisse hochkarätige Pianisten hier keinen Platz fanden ist weder ein Zeichen ihrer mangelnden Wertschätzung, sondern eine Besonderheit der"Jury"


    In Ottens Liste fehlten beispielsweise Lang Lang, Martin Stadtfeld und Helene Grimaud. Das hat ihm ein Kritiker einer Zeitun angekreidet. Hier im Forum wurden zwei dieser drei nominiert. Ob deren Aufscheinen in der Liste in der Tat angebracht war - das ist eine Frage, die ich allenfalls in einen Vier-Augen-Gespräch beantworten würde. ;)


    Zu denjenigen, die eigentlich nicht mehr in die Liste gehören würden:
    BRENDEL ist derzeit noch die Ikone des Klavierspiels schlechthin - auch Otten führt ihn in seiner Liste.
    Weissenberg und Vasary werde ich jedoch für die erweiterte Liste nicht mehr verwenden.


    Es kann nun frei diskutiert werden - wer aber einen Pianisten in die Liste setzten möchte, der sollte dies ab jetzt begründen und zumindest eine Aufnahme hier einfügen.


    Wie schaut das nun mit Ottens Buch aus ?
    Ich -wäre ich an seiner Stelle - ließe ich die Erstauflage unverändert und würde in angemessener Zeit einen zweiten Teil mit weiteren 50 oder 60 Namen folgen lassen. Pianisten die interessant wären gäbe es genug.


    Zur Tamino Liste möchte ich nur zum Plaudern - (noch) nicht als Nominierung auf einige Namen aus der HIP Szene hinweisen (Otten zollt diesen Pianisten zwar Respekt, vermisst aber (sinngemäß) ihren "Zauber") in diesem Punkt vertrete ich einen anderen Standpunkt. (Staier, Bezoudenhout, Levin, etc)


    Das Wichtigste an diesem Thread aber war, auf zahlreiche Namen aufmerksam zu machen - der Thread wirkt ja auch außerhalb seiner Mitglieder. 588 Aufrufe bis jetzt sind zwar nicht berauschend - aber der Thread ist ja noch jung.....


    Vielleicht wäre es sinnvoll vorerst für 2 - 3 Tage allgemeine Statements zu verfassen (wie das die letzten Stunden schon geschah - und erst DANN zu beginnen die Liste sinnvoll zu ergänzen.....


    mfg aus Wien
    Alfred

    PS: ..und dass hier ein interessantes Buch mehrfach erwähnt wurde wird dessen Verbreitung sicher nicht im Wege stehn....

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Es kann nun frei diskutiert werden - wer aber einen Pianisten in die Liste setzten möchte, der sollte dies ab jetzt begründen und zumindest eine Aufnahme hier einfügen.


    Ich hoffe, ich habe Alfred hier richtig verstanden und möchte da mal beginnen.
    Ich hatte ja vorher drei Pianisten als meine Favoriten genannt und möchte nun den Dresdner Pianisten Prof. Peter Rösel etwas näher vorstellen:
    Peter Rösel kenne und schätze ich von Fernseh- und Plattenaufnahmen. In den 90- er Jahren gastierte er in meiner Heimatstadt im Rahmen eines Sinfoniekonzertes mit dem Es- Dur Klavierkonzert von Beethoven, meinem Lieblingskonzert. Vor Beginn des Konzertes hatte ich damals auch Gelegenheit zu einem kurzen interessanten Gespräch mit ihm.


    Hier einige wichtige Daten zu seiner Karriere (Quelle Wikipedia):
    Peter Rösel (* 2. Februar 1945 in Dresden) ist ein deutscher Konzertpianist.
    Peter Rösel absolvierte am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ein fünfjähriges Studium bei Dmitri Baschkirow und Lew Oborin. Er hat an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden eine Professur für Klavier inne. Rösel lebt in Dresden. Er wurde erster Deutscher Preisträger des Tschaikowski-Wettbewerbs Moskau und des Klavierwettbewerbs Montreal. 2009 erhielt er den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden.


    Auftritte und Konzerte
    Rösel tritt seit Jahren bei internationalen Festivals (u. a. Salzburg, Edinburgh, London Proms, Perth, Hollywood Bowl, Hongkong) und bei vielen bedeutenden Orchestern, wie Los Angeles und Royal Philharmonic, Detroit Symphony und Berliner Philharmoniker auf. Er musizierte mit namhaften Dirigenten, wie Blomstedt, Dutoit, Fedossejew, Haenchen, Haitink, Herbig, Janowski, Kempe, Kitajenko, Kondraschin, Sanderling, Stein, Temirkanov, Tennstedt und Vonk. Allein mit Kurt Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig konzertierte er auf internationalen Podien über zweihundert Mal.


    Sinfonische Höhepunkte der letzten Jahre waren u.a. Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Gulbenkian-Orchester Lissabon, dem Niederländischen Philharmonischen Orchester, dem KBS Sinfonieorchester Seoul, dem Mozarteum Orchester, New Japan Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Sinfonieorchester, der Sächsischen Staatskapelle
    Dresden unter Dirigenten wie Kurt Sanderling, Günther Herbig, Hartmut
    Haenchen, Dmitri Kitajenko, Hubert Soudant, Herbert Blomstedt, Andrej Boreyko und Daniel Harding.
    2005 spielte er in der Semperoper mit der Kioi Sinfonietta Tokio alle fünf Beethoven-Konzerte. Peter Rösel gastierte bisher in über 40 Ländern auf allen Kontinenten.


    Aufnahmen
    Von Peter Rösel liegen zahlreiche Einspielungen auf CD vor, u.a. eine herausragende Gesamteinspielung der Klavierwerke von Johannes Brahms.
    Hier eine Einspielung des Es- Dur- Konzertes von Beethoven, 1. Satz:


    Musiker: Berlin Symphony Orchestra, Claus Peter Flor, Peter Rösel



    Im folgenden Link ist Prof. Rösel später zu sehen und zu hören. Bitte nach Anklicken auf Min. 5.15 gehen:


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Da hast Du völig recht, lieber Chrissy. Allerdings scheint die Plattenindustrie einmal mehr geneigt, einen großartigen Künstler zu verramschen (was sie ja gerne mit Künstlern -nicht nur aus der ehemaligen DDR- tut). Immerhin kommt es so zu einem Wiederhören mit den alten ETERNA-Platten von Peter Rösel, denn es gibt seine bisherigen Aufnahmen verteilt auf mehrere Boxen:





    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • einen großartigen Künstler, Peter Rösel


    Danke, lieber Thomas, für Deine anerkennende Würdigung dieses großartigen Pianisten, der ja nicht nur in der damaligen DDR, sondern auch international eine große Karriere hatte.
    Herzliche Grüße
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Zu denjenigen, die eigentlich nicht mehr in die Liste gehören würden:
    BRENDEL ist derzeit noch die Ikone des Klavierspiels schlechthin - auch Otten führt ihn in seiner Liste.
    Weissenberg und Vasary werde ich jedoch für die erweiterte Liste nicht mehr verwenden.


    Lieber Alfred,


    warum nicht gleiches Recht für alle? Wenn der nicht mehr konzertierende Brendel dazugehört, dann selbstverständlich auch Vasary, Harasiewicz, Moravec u.a.


    Schöne Grüße
    Holger

  • Lieber Holger. Du hast recht.


    Gut - dann gleiches Recht für alle - ich werde auch Brendel aus der Liste entfernen.
    Ich habe mich für diese Variante entschieden, weil sie klarer durchzuführen ist. Jeder von uns hat Favoriten - und jeder will sie durchsetzen. Das verwässert auf Dauer das Ergebnis. Otten hat vermutlich Brendel in der Liste, weil dieser wahrscheinlich, als das Buch geschrieben wurde, noch aktiv war.
    Auch Joachim Kaiser nahm "aktuelle Pianisten" nach deren Rückzug oder Tod nicht aus den Folgeauflagen, wenngleich er einräumt, dass dies eigentlich logisch gewesen wäre. Er begründet diese Entscheidung im Vorwort zur Auflage 1994 damit, dass es ihm als "zu hart" erschienen wäre.


    mfg
    aus Wien
    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • warum nicht gleiches Recht für alle? Wenn der nicht mehr konzertierende Brendel dazugehört, dann selbstverständlich auch Vasary, Harasiewicz, Moravec u.a.


    Man sollte aber auf die Sonderstellung Brendels in diesem Zusammenhang nicht vergessen. Ottens Buch kam 2009 heraus, die Auswahl der Pianisten wird also 2008 wohl schon festgestanden haben - und da hat Brendel immerhin noch konzertiert...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Mich irritiert etwas, dass die Pianisten, die sich auf hochromantisches bis spätromantisches Solorepertoire spezialisiert haben, überrepräsentert sind. Was ist eigentlich mit den Liedbegleitern wie Helmut Deutsch oder den Pianisten aus Klaviertriofromationen wie Menahem Pressler (Beaux Arts Trio) oder Susan Tomes (Florestan Trio)?

  • Hallo Felix Meritis


    Ich würde meinen, dass Klavierbegleiter nicht als "Virtuosen" gesehen werden - ihre Tugenden sind andere, als jene des "Solisten"
    Der gute Liedbegleiter muß sich oft zurücknehmen - und sollte dennoch seine künstlerische Identität wahren.
    Ähnliches kann ja auch über die Mitglieder eines Streichquartetts gesagt werden.....


    Gegen einen Thread über Liedbegleiter spräche meiner Meinung nach nur wenig....


    mfg aus Wien
    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Die Frage war ja eigentlich: "Wer sind die 60 größten Pianisten" und nicht "Wer sind die 60 größten Klaviervirtuosen". Aber es stimmt natürlich, dass im Falle der Liedbegleitung der Klavierpart vom technischen Standpunkt her nicht allzu anspruchsvoll ist. Für Klaviertrios gilt das hingegen nicht, denn die Klaviertrios von Mendelssohn, Brahms, Tschaikowsky, teilweise von Beethoven (Op. 70/2), Schostakowitsch, etc.. sind technisch extrem anspruchsvoll. Wer das spielen kann, kann auch romantisches Konzert- oder Solorepertoire. Es handelt sich viel mehr um eine charakterliche Entscheidung, ob man eher Ensemble- oder Solopianist werden möchte. Ich bin überzeugt, dass Pressler oder Tomes ganz hervorragende Solisten wären.

  • Wurde Sokolov schon genannt?
    Gewiss einer der überragenden aktiven Pianisten.
    Pogorelich ist in letzter Zeit wohl sehr seltsam geworden, aber allein aufgrund einiger Aufnahmen aus den 80ern/90ern gehört er ganz sicher auch noch zu den Top Twenty oder so.
    Argerich spielt nur mehr Kammermusik und wenige Konzerte, nicht mehr solo, aber natürlich auch bedeutender als viele bereits genannte...

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Wie angekündigt endet hier fürs erste die "allgemeine Diskussionphase"
    Immerhin wurde festgestellt, dass Herrn Ottens Liste die "wichtigere" ist - zumindest wurde dem Statement nicht widersprochen,
    Das hat letztlich auch damit zu tun, daß "Teamwork" selten ein einheitliches in sich geschlossenes Ergebnis bieten kann - von Ausnahmen mal abgesehen.
    Immerhin war man sich einig, dass 50 oder 60 Pianisten keine wirklich repräsentative Auswahl zulassen.
    Diesem Übel wollen wir mit einer Aufstockung unserer Liste zu Leibe rücken.


    Alle NACH Abschluss des ersten Teiles gemachten Nominierungen betrachten wir als nicht existent, da teilweise bereits vorhandene Namen genannt wurden, zum anderen, weil hier Teilnehmer spontan beliebig viele Kandidaten genannt haben


    Um wenigstens einigermaßen zu einem nachvollziehbaren Ergebnis zu kommen, wo 20 Mitglieder die Chance auf eine Beteiligung haben, lege ich die Regeln für den zweiten Teil desThreads wie folgt fest:


    1)JederTeilnehmer egal ob er beim ersten Teil mitgemacht hat oder nicht - hat ZWEI Nominierungen frei.
    Diese müssen nicht auf einmal gemacht werden , aber die Wahl muß diesmal kurz begründet werden.


    2)Die Nominierungsmöglichkeit endet, sobald die Liste (durch BrendelsWegfall sind es derzeit 60 Einträge) voll ist. das ist dann der Fall, wenn sie 100 Namen umfasst.


    Die Liste wurde nun erneut - diesmal aber nur mit den Taminovotings - von mir hochgeladen.


    mfg aus Wien
    Alfred

    Dateien

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Maria Joao Pires
    Mitsuko Uchida


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Buniatishvili, Khatia
    hervorragende Chopin-Aufnahmen (z.B. Piano Concerto No 2, P. Järvi)

    Andsnes, Leif Ove

    die neuen Beethoven-Concerte fallen besonders positiv auf


    …der Nächste bitte … :hello:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Annerose Schmidt:


    Wunderbare Aufnahmen der MOZART-Klavierkonzerte, insbesondere KV 467, mit der Staatskapelle Dresden unter Otmar Suitner.
    Frischer, natürlicher MOZART von hoher Sensibilität und weichem, differenziertem Anschlag.


    Jean-Bernard Pommier:


    Hervorragender BEETHOVEN- und MOZART-Interpret - klares, schlankes Spiel mit herrlicher Phrasierung.
    Geheimtipp: Seine Einspielung von MOZART's Konzert für 2 Klaviere und Orchester KV 365 mit seinem einstigen Professor Pierre Sancan und dem Orchestre Lamoureux unter Dimitri Chorofas.


    Gruß


    wok

  • Ergänzung zu Posting Nr. 55:


    Maria Joao Pires habe ich gewählt als eine große Chopin- und eine der größten Mozartpianistinnen, und Mitsuko Uchida wegen ihrer ebenfalls überragenden Bedeutung als Mozartpianistin, aber auch als Schubert- Schumann- und Beethovenpianistin.
    Beide habe ich übrigens schon live erlebt, Maria Joao Pires mit Mozart, Mitsuko Uchida mehrfach mit Schubert und einmal mit Beethoven.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ich gebe meine Stimme Michael Korstick, der einer der interessantesten Beethoven-Interpreten der Gegenwart ist, wie unter anderem sein neulich vollendeter Zyklus für OEHMS belegt. näheres demnächst im Spezialthread über Korstick....

    Stephen Kovacevich (einst bekannt unter Stephen BISHOP, bzw KOVACEVICH-BISHOP) ist schon länger in Begriff in Sachen Beethoven - Für EMI hat er den kompletten Zyklus eingespielt, von Joachim Kaiser wurde seine Bedeutung schon vor Jahrzehnten vorausgesehen, bzw anerkannt.

    Michael KORSTICK
    Stephen KOVACEVICH


    mfg aus Wien
    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Ich hoffe richtig verstanden zu haben, dass ich in Teil 1 genannte Namen verwenden darf und nenne hiermit
    Mitsuko Uchida.


    Ihre Interpretationen der Komponisten Mozart, Beethoven und Schubert haben mich oft sehr überzeugt und berührt. Sie spielt empfindsam, reflektiert und temperamentvoll zugleich. Jeder Takt, jede Note ist reflektiert, durchlebt und durchlitten, wobei ihr sie trotzdem den grossen Zusammenhang nicht verliert. Ebenso schätze ich ihre singende Anschlagskultur und ihre Mozart-Dirigate bei den Klavierkonzerten.


    Hier eine DVD für diejenigen, die sich ggf. noch nicht kennen:



    Dann möchte ich auf Paul Lewis hinweisen. Neben all dem handwerklichen Rüstzeug, dass natürlich alle Pianisten/innen aus diesem Thread haben, ist bei ihm eine Menge Poesie, Reflektion, Weisheit, Klangschönheit und Gesanglichkeit zu hören. Dass er als Brendel-Schüler manchmal ähnlich, aber doch anders wie sein Lehrer spielt, kreide ich ihm ganz gewiss nicht an. Es ist gut, wenn es da jemanden gibt, der etwas von dem verstanden hat, was Brendel machte und Elemente dieser Interpretationsart auch weiterhin gelebt werden.


    Hier ein Beispiel der Interpretationskunst des Paul Lewis:




    Gruss
    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)