Traviata am 7.12.2013 aus der Scala auf arte

  • Ich hatte den Anfang der Aufführung gesehen. Die italienische Nationalhymne hat das Orchester der Tradition gehorchend schön gespielt und die Aufforderung des Dirigenten Gatti an das Publikum zum Tode Nelsons Mandelas sich zu erheben, fand ich eine berührende Geste.


    Allerdings, nach den ersten 10 Minuten der Oper zog ich es vor, den Fernseher abzustellen.
    .

    Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.


    arabisches Sprichwort

  • Sagitt meint:


    wenn man ein Werk seit Jahrzehnten kenn,hat es jede Neuproduktion schwer. Wer hat nicht alles dieses Stück gesungen und insceniert?
    Da gibt es mehr als einen Favoriten,auf allerhöchsten Niveau. Sowohl, was den Gesang angeht, als auch Orchester ( Kleiber) als auch Inscenierungen.


    Gegen eine solche Bilder-und Klangfülle könnten sich nur überragende Produktionen durchsetzen. Ich machte gerade die Erfahrung bei der missa solemnis.Gardiner ist überragend gut, da sind die vorhergehenden Interpretationen kein Hindernis.


    Aber von dieser Qualität ist die Aufführung vom 7.12. keinesfalls.Ob sie so hingerichtet werden muss, wie dies teilweise hier geschieht, ist eine andere Sache. Ist es nicht wie bein Fußballß 20 Milionen Bundestrainer können es immer besser als der Idiot auf dem Platz!


    Mich hat die Wiedergabe in Mailand kaum berührt. Das war erstens der Gesang, aber auch die Bilder.
    Ich hätte vielleicht nicht so gebuht,aber doch nicht doll geklatscht. Und noch eine Provokation am Schluß: Frau Damrau sollte, so gesund wie sie ausseht, vielleicht diese Rolle nicht spielen?

  • Zitat

    Zitat von Sagitt: wenn man ein Werk seit Jahrzehnten kenn,hat es jede Neuproduktion schwer. Wer hat nicht alles dieses Stück gesungen und insceniert?

    Lieber sagitt,


    damit hast du durchaus recht. Es ist sicher nicht leicht, in diese ständigen Repertoirestücke, die an hunderten Opernhäusern immer wieder gespielt werden, noch etwas Neues einzubringen, ohne das Werk zu verunstalten und entfremden. Auch das Fernsehen greift meist nur auf und wiederholt immer dieselben Stücke. Ich würde auch lieber mal etwas Neues sehen. Es gibt soviel Werke, die man wiederbeleben könnte, aber das wagen die Opernhäuser nicht, weil sie auch dann Zuschauerschwund befürchten, denn die meisten Operngänger laufen tatsächlich dem gängigen Repertoire nach und dazu gehört die Traviata. Ich, der gerne immer Neues, Unbekanntes probierte, habe es selbst erlebt, wie die Ränge nur zu einem Drittel besetzt waren, als z.B. Giordanos Andrea Chenier gegeben wurde, weil viele mit dem Namen Giordano nichts anzufangen wussten. Dagegen waren Opern wie Traviata, Rigoletto, Aida, Zauberflöte immer voll besetzt (Mozart, Wagner, Verdi kennen sie alle).
    Und wenn nun man ein Opernhaus etwas weniger Bekanntes aufgreift, wird auch hier die Handlung meist verunstaltet, obwohl hier doch die Gefahr der sich häufig ähnelnden Inszenierungen sehr gering ist. Ein Beispiel aus jüngster Zeit, der Attila von Verdi, der wahrhaftig selten gespielt wird. Hier bot sich doch die Möglichkeit, diesen in Anlehnung an das Libretto niveauvoll zu inszenieren. Und was hat Konwitschny daraus gemacht?


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • So schlechte Kritiken wie in diesem forum hat ja nicht einmal die Weltpresse veröffentlicht. Ich habe vor vielen Jahren in Dresden und Hannover Aufführungen gesehen, die weitaus schlechter waren. Wenn es nach der herrschenden Meinung in diesem forum ginge, könnten ja alle Häuser schließen. Kein Wort bisher davon, dass die "große Freni" in dieser Rolle an der Scala ebenfalls ausgebuht und von der Moffo ersetzt wurde. Ich habe die Aufführung in HD-Qualität mitgeschnitten und, nachdem ich mir Rohlinge mit 8,5 GB besorgt hatte, nochmals auf DVD über die Anlage angesehen und angehört. Sie hat mir mit Abstrichen gefallen, zur Inszenierung keine Wertung.
    Danach habe ich Vergleiche angestellt, zunächst die Aufnahme mit Cotrubas und Gedda vom 25. Dezember 1971 unter Krips aus der Wiener Staatsoper. Gedda ist kein Alfred. Dann Callas/di Stefano, Caballe/Bergonzi und Cotrubas/Domingo unter Cleiber. Obwohl ich mich gern als Beczala-Fan aute, die drei letzteren sind das non plus ultra, auch sie singen den hohen Ton nicht. Darauf allein kommt es auch nicht an. Allein die Phrasierung von Bergonzi, meinem italienischen Lieglingdtenor, ist zum Niederknien schön und Luft genug hat er auch, um weite Bögen zu spannen und sie in einem pianissimo ausklingen zu lassen. Kaufmann, der in diesem forum so hoch gelobte, sollte davon mal etwas lernen. Alles in allem für mich eine Aufführung, die ich gerne an der Scala gesehen hätte. Der Beifall und die Blumen für die deutsche Sopranistin, alles o.k.


    LG, Bernward


    PS.
    „Keinen Buhruf wert“


    Rückendeckung erhält Beczala unter anderem von Wiens
    Staatsoperndirektor Dominique Meyer, der bei der Premiere in Mailand
    war. Meyer zum KURIER: „Ich habe nicht verstanden, warum Piotr Peczala
    ausgebuht wurde. Er hat wunderbar gesungen und ist ein großer Künstler,
    den wir immer mit Freude empfangen. Ein nicht gesungenes hohes C ist
    jedenfalls keinen Buhruf wert!“
    Auch Noch-Scala-Intendant Stephane Lissner betont: „Beczala ist einer
    der wenigen guten Tenöre dieser Zeit und ist nie ausgepfiffen worden.
    Wegen eines fanatischen Teils des Scala-Publikums wollen viele Sänger
    nicht in Mailand auftreten.“
    http://kurier.at/kultur/buehne…talien-singen/39.866.732#

    Ebenfalls ausgepfiffen: Roberto Alagna
    -
    Foto: Reuters/POOL
    Damit liegt Lissner richtig. Immer wieder kam es an der Scala zu Eklats.
    2006 schmiss der Tenor Roberto Alagna eine Vorstellung von Verdis
    „Aida“, nachdem Pfiffe ertönt waren. Alagna brach die Aufführung ab und
    flüchtete aus dem Haus.
    Damals unterstützte Lissner den Tenor aber nicht, sondern warf Alagna
    „mangelnden Respekt gegenüber Haus und Publikum“ vor. Eine
    Auseinandersetzung mit Folgen, denn auch Alagna erklärte öffentlich, nie
    wieder an der Scala singen zu wollen.
    „Geh nach Hause!“
    Gleiches gilt für einen anderen Superstar. Im Dezember 2012 kehrte
    Cecilia Bartoli nach fast 20 Jahren Pause für einen Arienabend an die
    Scala zurück. Wurde der erste Teil noch positiv aufgenommen, so setzte
    es im zweiten Teil Pfiffe und Buhrufe. „Geh nach Hause!“ riefen die
    Zuschauer. Sogar Musikdirektor Daniel Barenboim musste bei den Tumulten
    eingreifen. „Schluss jetzt! Wir sind in einem Operntheater“, rief
    Barenboim dem Publikum zu. Vergebens. Bartoli trat letztlich erhobenen
    Hauptes ab und kündigte in der Folge an, nie wieder an der Scala
    auftreten zu wollen.
    Und die Fans? In fast allen Fällen standen sie aufseiten der Sänger.
    Auch Beczala darf sich über viel Zuspruch in den Neuen Medien freuen,
    viele erklären sich mit dem Tenor solidarisch. Nur wenige Kommentatoren
    werfen Beczala ein divenhaftes Verhalten vor. Der Zuspruch für Alagna
    war damals nicht ganz so groß ...
    Tenor Piotr Beczala, der als Alfredo in der "Traviata" bei der
    Saisoneröffnung der Scala am Samstag ein Pfeifkonzert einstecken musste,
    reagiert beleidigt auf die Kritik des Mailänder Publikums. Auf seiner
    Facebook-Seite kündigt der Pole an, nie wieder im Mailänder Opernhaus
    und in Italien überhaupt auftreten zu wollen. „Das war meine letzte
    Produktion an der Scala", schreibt der 46-Jährige.
    Er sei mit dem Regiekonzept von Dmitri Tchernaikow nicht
    einverstanden gewesen, doch habe er seine Rolle so gut wie möglich
    gespielt: "Das Ergebnis meiner Bemühungen waren meine ersten Buhs
    überhaupt", schreibt der Pole. Er werde seinen Kontrakt an der Scala
    natürlich erfüllen, aber dann sei Schluss: "Nach Italien komme ich nur
    noch zum Urlaubmachen." Seine Empfehlung für die Scala fällt
    entsprechend klar aus: "Die sollten nur mehr italienische Sänger
    engagieren. Warum ich meine Zeit mit diesem "Schmarrn" vergeudet
    habe...."


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Kein Wort bisher davon, dass die "große Freni" in dieser Rolle an der Scala ebenfalls ausgebuht und von der Moffo ersetzt wurde.


    Lieber Bernward, hier irrst Du, schau Dir mal die Beiträge 29 und folgende an. Ansonsten gebe ich Dir Recht, dass zumindest von der musikalischen Seite Diana Damrau für mein Empfinden äußerst eindrucksvoll gesungen hat, und auch ihre Mitstreiter sicherlich nicht schlecht waren.
    Ich stoße mich daher, wie die meisten wohl, an der stellenweise abstrusen Inszenierung und den scheußlichen Kostümen, die stellenweise das musikalische Geschehen eher konterkarieren. Auch die extremen Missfallensbekundungen gegenüber Piotr Beczala lassen sich wohl weniger durch musikalische als vielmehr durch inszenatorische Gegebenheiten begründen. Aber zumindest akustisch ist diese Aufnahme für mich auf jeden Fall ein Gewinn und das Rollenporträt von Diana Damrau bewahrenswert.

  • Danke für Deine prompte Antwort Don. Zur Inszenierung nur soviel: Ich hätte der Damrau im ersten Akt eine Stola oder einen Überwurf gegönnt, die kräftigen Oberarme erinnerten an eine Kugelstoßerin oder Speerwerferin. Das hätte man ihr nicht antun sollen.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)




  • Beczala wurde weder wegen des ausgelassenen Spitzentons ausgebuht noch wegen des merkwürdigen Alfredo-Rollenbildes, das ihm der Regisseur verpasste. Das hatte REIN stimmliche und musikalische Gründe, wie auch viele Mitbesucher bestätigt haben. Er war am Samstag einfach nicht gut. Sich jetzt ob seiner moderaten Leistung und gesangstechnischen Mängel, an denen er noch kiefeln wird, am Publikum abzuputzen (und das bei einer Besetzung, die einen deutschen Sopran und einen kroatischen Bariton beinhaltet......) und am Regisseur abzuputzen ist billig und unprofessionell.


    Ich mag Beczala prinzipiell, aber als Superstar muss er sich an hohen Maßstäben messen lassen und die hat er am Samstag nicht erfüllt.

  • Liebe Gioconda,


    auch wenn ich die Einschätzung teile, dass er hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist, würde ich nicht so weit gehen, zu konstatieren, dass er nicht gut war. Ich denke, dass es angesichts der Vorgabe der Regie schon schwierig für ihn war, den Funken überspringen zu lassen, sollte er doch als eher distanziert, traumatisiert und gefühlskalt gezeichnet werden, ganz zu schweigen von den bereits erwähnten, hektischen, überdrehten Slapstick-artig auf mich wirkenden Szenen - aber gemessen an diesen ungünstigen Umständen hat er sich, finde ich, noch sehr achtbar geschlagen. Und gemessen an dem, was einem teilweise von den sonstigen Tenor-Superstars geboten wird, Jonas Kaufmann oder Rolando Villazón zum Beispiel, war sein Auftritt aller Ehren wert.


    Lieber Bernward,


    ich kann nicht umhin, Dir Recht zu geben. Betrüblicherweise hat man den Eindruck, dass das Kostüm nicht für die Sänger gemacht wurde, sondern umgekehrt, dass man ohne jegliches Einfühlungsvermögen für die tatsächlichen Gegebenheiten einfach die Sänger in eine Konzeption presst, die gar nicht auf sie eingeht und Rücksicht nimmt - sehr bedauerlich. Zumal man die Sängerin m. E. großartig in Szene setzen könnte und sie eine tolle Ausstrahlung hat - allerdings nicht in Form dieser textilen Hanstwurstiade, wie sie da erfolgt ist.

  • Liebe Gioconda,




    Ich denke, dass es angesichts der Vorgabe der Regie schon schwierig für ihn war, den Funken überspringen zu lassen, sollte er doch als eher distanziert, traumatisiert und gefühlskalt gezeichnet werden, ganz zu schweigen von den bereits erwähnten, hektischen, überdrehten Slapstick-artig auf mich wirkenden Szenen - aber gemessen an diesen ungünstigen Umständen hat er sich, finde ich, noch sehr achtbar geschlagen.


    Dass er ich in der Regie nicht wohl gefühlt hat war nicht zu übersehen, aber gerade dann versucht man doch mit Gesangsleistung zu punkten, oder??


    Im Haus hat er stumpf, müde und kehlig geklungen. Musste immer voll auf die Tube drücken und voll aussingen, weil das mezza voce schlecht gegtragen hat. An Nuancen gab es nur volle Pulle oder Falsett. Das ist für einen Alfredo zu eintönig. Das hat sich schon in den Lucias in Wien und in der Boheme in Salzburg angekündigt und hat weder mit Regie-Vorstellungen noch mit Tagesverfassung (zusätzlich vielleicht noch Nervosität) zu tun.

  • Dass er ich in der Regie nicht wohl gefühlt hat war nicht zu übersehen, aber gerade dann versucht man doch mit Gesangsleistung zu punkten, oder??


    Einerseits ja, andererseits ist es aber auch glaube ich doppelt schwer, sich in die Rolle richtig einzufühlen, wenn die Inszenierung dem eigenen Rollenverständnis zuwiderläuft - das färbt dann wohl auch unweigerlich auf die Gesangsleistung ab. Da denke ich auch, dass da die Tagesform oder die allgemeinen Strapazen ebenfalls eine Rolle spielen - immerhin zählt er ja auch zu den gefragtesten Sängern und ist viel international unterwegs, das fordert auch seinen Tribut.


    Dennoch meine ich, dass selbst, wenn er nur die "Standardleistung" abrufen kann, selbst, wenn das letzte Quentchen an Schmelz und Strahlkraft fehlt, er dennoch zu souverän gesungen hat, um diese negative Publikumsreaktion zu erklären - was mich zu dem Schluss bringt, dass einfach die ganze Figur, so wie sie auf die Bühne gebracht wurde, die Zuschauer frustriert und enttäuscht hat.


    Hätte er einen flammenden, leidenschaftlichen Alfredo spielen können, spielen dürfen, hätte er das Publikum auch trotz kleiner vokaler Schwächen mitreißen können - so blieb ihm dies verwehrt, ebenso, wie die Damrau dazu verurteilt war, eine matronenhafte, lächerliche Erscheinung auf der Bühne abzugeben, was es umso schwerer macht, dies durch den Gesang wieder wettzumachen. Ihr ist es jedoch besser gelungen als Piotr Beczala.

  • Mich hat nur die Besetzungspolik der Traviata von Herrn Lissner gewundert, der doch langsam wissen müsste, wie das Mailänder Publkum tickt. So sehr ich mich auch für Frau Damrau freue, aber wären eine Desiree Rancatore oder Mirella Devia nicht eine viel bessere Travaiata gewesen ? Den Germont hätte man mit Herrn Nucci besetzen können, der dieser Rolle die nötige Würde gegeben hätte. Für den Alfredo hätte ich viellleicht einem jüngeren nocht nicht so bekannten Tenor die Chance gegeben, der diesen Abend als große Chance gesehen hätte und sich voll in die Rolle " reingehängt " hätte. Und für Herrn Gatti hätte es auch Alternativen gegeben, wie z.B. Daniel Oren.

  • Lieber Rodolfo,



    das sind natürlich bedenkenswerte Alternativen, die Du da anführst, wobei man natürlich nie weiß, inwiefern die von Dir genannten Namen just zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung gestanden hätten. Darüberhinaus ist die Verlockung, die prominentesten und bekanntesten Namen besonders für die Eröffnung zu verpflichten, gewiss groß.
    Zudem stellt sich die Frage, ob bei dieser Rollenkonzeption nicht auch so ziemlich jeder andere Tenor ausgebuht worden wäre. So würde ich vor allem die Wahl des Regiesseurs überdenken, da waren die Sänger weniger das Problem...

  • Hätte er einen flammenden, leidenschaftlichen Alfredo spielen können, spielen dürfen, hätte er das Publikum auch trotz kleiner vokaler Schwächen mitreißen können - so blieb ihm dies verwehrt, ebenso, wie die Damrau dazu verurteilt war, eine matronenhafte, lächerliche Erscheinung auf der Bühne abzugeben, was es umso schwerer macht, dies durch den Gesang wieder wettzumachen.


    Das ist alles schön und gut - aber er hätte sich das denken können, vor allem bevor er den Vertrag unterschreibt oder spätestens dann, wenn er anfängt, mit diesem "Regisseur" zusammenzuarbeiten. Es wirkt nicht eben glaubwürdig, wenn man im Interview das "Regiekonzept" großspurig lobt und sich hinterher darüber beschwert.
    Mich würde mal interessieren, ob Frau Damrau zur ihren Lobeshymnen in punkto Regie auch dann noch gestanden hätte, wenn sie ebenso wie Beczala ausgebuht worden wäre?

    "Tatsachen sind die wilden Bestien im intellektuellen Gelände." (Oliver Wendell Holmes, 1809-94)

  • Es wirkt nicht eben glaubwürdig, wenn man im Interview das "Regiekonzept" großspurig lobt und sich hinterher darüber beschwert.


    Liebe Strana,


    da muss ich Dir, in der Tat, uneingeschränkt Recht geben. In vieler Hinsicht wäre es bestimmt nicht schlecht, wenn sich die bekannten Sänger, die sicherlich auch anderweitig Engagements annehmen könnten, zu gewissen Dingen im Bereich der Regie nicht bereit wären. Dass junge Sänger gar nicht anders können, als manche Kröte zu schlucken, um überhaupt engagiert zu werden, ist wohl unvermeidlich.

  • Liebe Freunde,


    es ist ja nicht so, dass hier generell Beczala als schlecht empfunden wurde. So wie ich haben auch einige andere hier gesagt, dass sie die Buhs für Beczala nicht verstehen konnten. Andererseits darf er sich aber auch nicht nachträglich beklagen, dass er mit dem Regiekonzept nicht zurechtgekommen wäre, denn wie Strana sehr richtig angemerkt hat (ich habe das auch an einer anderen Stelle gesagt, nachdem ich mir das Interview noch einmal in meiner Aufzeichnung angehört hatte), hat er diesem Interview sich sehr positiv darüber geäußert was der Regisseur "zwischen den Zeilen" herausgefunden hat und dass er das Interessant fände. Mag das Mailänder Publikum. Mag das Mailänder Publikum aber noch so schwierig sein, bei der Regie waren für mich die Buhs vollkommen gerechtfertigt.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Zitat von Chrissy:


    Kann man das besser und vor allem glaubwürdig gefühlvoller machen?



    Ach lieber Chrissy,es gibt so viele die es besser konnten oder später besser gemacht haben, hier nur ein paar Namen:


    Rosa Ponselle, Maria Callas, Anja Harteros, Virginia Zeani, Cecilia Gasdia, Mariella Devia, Jarmila Novotna, Eleanor Steber....


    Aber ich setze hier einfach mal voraus, das du von diesen Aufnahmen noch nie etwas gehört hast, geschweigeden diese überhaupt jemals gehört hast.
    Aber wie ich dich kenne wirst du sie auch nicht hören wollen.
    Hierzu fällt mir übrigens ein Zitat aus dem Film Ödipussy ein
    Wozu brauchst du eine Freundin, du hast doch deine Mutter.

  • Sagitt meint:


    Schon interessant, die facebook-Seite von Bezcala und Damrau anzuschauen. Lob,Lob,Lob und hohe Empfindlichkeit,wenn das nicht gegeben wird. Brava, genial, .....mit welchen Worten da gelobhudelt wird !
    Vielleicht brauchen Künstler diese Nahrung im Übermaß? Weil auf jeder Niveau-Ebene Konkurrenz vorhanden ist und auch immer als eine gewisse Bedrohung wahrgenommen wird. Im Fernsehen sah ich einmal, wie Barenboim Villazon drohte ( als dieser noch keine Krise hatte). Diese müsse unbedingt mit ihm arbeiten, sonst könne er ( Barenboim) ja auch einen anderen engagieren.


    Da die Künstler in einem Umfeld arbeiten, in dem untereinander auch weniger Friede als Konkurrenz herrscht, ist unbedingte Zustimmung wohl die Schutzschicht.Fischer-Dieskau sagte mal im Interview, wenn du raus gehst,auf die Bühne,mußt du die Auffassung haben, ich bin der Beste.


    Anstrengend.

  • Sagitt meint:


    Schon interessant, die facebook-Seite von Bezcala und Damrau anzuschauen. Lob,Lob,Lob und hohe Empfindlichkeit,wenn das nicht gegeben wird. Brava, genial, .....mit welchen Worten da gelobhudelt wird !
    Vielleicht brauchen Künstler diese Nahrung im Übermaß? Weil auf jeder Niveau-Ebene Konkurrenz vorhanden ist und auch immer als eine gewisse Bedrohung wahrgenommen wird.



    Diese Empfindlichkeit hat natürlich ihre Berechtigung. Aber ich kann es Teilen des Publikums absolut nicht verdenken, wenn sie ihrem Unmut gegenüber einer gesanglichen Leistung Luft machen, die den Bravo-Orkanen der tümelnden Fangemeinde in keiner Weise entspricht. Diese kritiklose Hudelei hat schon etwas Herausforderndes.

  • Zitat: Gerhard Wischniewski:


    Fehlen ihnen zur Verteidigung dieses Schmarrns die passenden Worte oder möchten sie nur immer allgemein gegen unsere Beiträge meckern und sehen sich solche Opern überhaupt nicht - noch nicht mal im Querschnitt - an? Also wieder nichts Greifbares.


    Auch wenn es hier vielleicht ein wenig unpopulär klingen sollte, aber es gibt tatsächlich hier im Forum auch noch Menschen die arbeiten müssen und daher noch nicht die Zeit hatte hier ca. 2 Stunden und 30 Minuten reinzuschauen.

  • Zitat von La Roche aus einer Kritik:


    Es kam Sehnsucht auf nach Muti oder Karajan.


    Dieser Satz beweist eigentlich nur, das der Rezent von diesem Werk überhaupt nichts begriffen hat.
    Muti und Karajan haben dieses Werk ohne Rückicht auf Verluste im zweiten Teil des zweiten Aktes, zur bloßen selbstzurschaustellung benutzt und durchgepeitsch.
    Wer sich nach so etwas sehnt, den kann man in diesem Geschäft eigentlich nur als das Bezeichnen was er ist.
    Ein absoluter Diletant und somit leider nicht ernst zu nehmen.

  • Zitat

    Zitat Sven Godenrath: Rosa Ponselle, Maria Callas, Anja Harteros, Virginia Zeani, Cecilia Gasdia, Mariella Devia, Jarmila Novotna, Eleanor Steber....
    Aber ich setze hier einfach mal voraus, das du von diesen Aufnahmen noch nie etwas gehört hast, geschweigeden diese überhaupt jemals gehört hast.


    Hallo!


    Auch wenn Du hier der große Fachmann sein willst kann ich Dir sagen, daß chrissy mit Sicherheit einige Aufnahmen dieser Sängerinnen gehört hat! Ich habe ihm schon einige CD zum Anhören geschickt und er hat sie mit Sicherheit schon öfter im Player gehabt! Also nicht so voreilig!

    W.S.

  • Zitat

    Zitat von Sven Godenrath: Auch wenn es hier vielleicht ein wenig unpopulär klingen sollte, aber es gibt tatsächlich hier im Forum auch noch Menschen die arbeiten müssen und daher noch nicht die Zeit hatte hier ca. 2 Stunden und 30 Minuten reinzuschauen.

    Lieber Sven,


    dann ist ja von dir noch etwas zu erwarten. Ich bin gespannt darauf.
    Meine Frage (und sicher auch die von LaRoche) richtete sich in erster Linie an diejenigen, die uns hier ellenlange Vorträge über Ästhetik halten, aber zu konkreten Fällen nie etwas zu sagen haben und an die, die ständig am Stil der anderen herummäkeln, aber häufig in ihren eigenen Beiträgen die alleinige Gültigkeit ihrer Meinung betonen und anderen die Berechtigung absprechen wollen, überhaupt ihre Meinung zu sagen. Meine Meinung zu einer Sache betrachte ich nicht als alleinige Wahrheit, es gibt auch andere Wahrnehmungen. Ich sage aber, was ich denke und was ich in meinem Umkreis, aber auch hier im Forum beobachte.
    Aber jeder soll seine Meinung äußern können, ohne dass jemand versucht, durch ständige Kritik am Stil der anderen deren Meinung unterdrücken zu wollen. Dieses Forum lebt von den unterschiedlichen Meinungen. Wenn wir alle einer Meinung wären, könnten wir es einstampfen. Jeder soll seine Meinung zur Sache äußern dürfen, ohne dass er ständig auch mit immer wieder denselben Worten von denen, die diese Meinung nicht teilen, aufgefordert wird: "Nun hört doch endlich mit eurer Kritik auf!" Oder sogar als Person angegriffen wird und ihm regelrecht Dummheit vorgehalten wird.
    Also noch einmal meine Meinung: Wenn schon die Meinung eines Kritikers verunstalteter Inszenierungen widerlegt werden soll, dann nicht die Aufforderung, diese Kritik bitte einzustellen, sondern eigene Meinung zum konkreten Fall und Begründung, warum es gefallen hat. Wie sagt man so schön: "Butter bei die Fisch'". Ich akzeptiere z. B., dass jemand in einer im Aquarium sitzenden Rusalka eine besondere Bedeutung sieht, auch wenn ich es selbst nur als Plantschbecken betrachten kann. Und da wüsste ich nun tatsächlich gerne, wie man in dieser Traviata-Inszenierung etwa die wie im Kasperle-Theater zappelnden Personen, die Karnevalsfigur mit Zigarre in der Szene "E strano", die Kochshow und die Umkehrung der Liebe in Unterkühlung deuten mag, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ich selbst fand darin keinen Sinn.
    Ich bin gespannt, wie man diese meine Meinung jetzt wieder zerrupfen wird und freue mich jetzt schon auf den Genuss.


    Liebe Grüße
    Gerhard


    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Nur für den Fall das sich jemand noch für meine Zusammenfassung dieses " Events " interessieren sollte:


    Das Vorspiel zum ersten Aufzug fand ich sehr überzeugend, hier wurde noch gut gespielt, die Fehler, die dem einen Flötisten unterliefen, passierten später.
    Der Chor klang im ersten Akt schlampig und stimmlich schlecht aufeinander abgestimmt.
    Diana Damrau wirkte im ersten Akt als stünde sie unter Drogen, das wurde auch in der ersten Hälfte des zweiten Aktes selten besser, wo sie ständig hektisch auf und ab lief oder hyperaktive im Schaukelstuhl wippte, gepaart mit einem Gesichtsausdruck der völlig fern von gut und böse war.
    Ihre Stimme klang im ersten Akt künstlich tiefer gehalten und sehr maniriert und gekünselt, stellenweise völlig außer Form, ich glaube diese Frau noch so schlecht erlebt zu haben wie an diesem Abend.
    Piotr Beczala sang zu Beginn des ersten Aktes sehr gefühlvoll, im zweiten Duett, während des Festen klingen dann aber viele Phrasen unnötig überhastet.


    Im 2 Akt ist Diana Damrau wie schon erwähnt körperlich hyperaktiv und leider auch hier stimmlich stellenweise völlig neben der Spur, sie trifft kaum den richtigen Tonfall in der Auseinandersetzung mit Alfredos Vater
    Trotz einiger recht guter Momente erinnerte mich Željko Lučić von der Art des singens doch ein wenig zu sehr an Ettore Bastiannini, der ja auch nicht gerade der Inbegriff für differenziertes singen war.
    Auch das Kostüm der Violetta, die hier als russische Bäuerin aus der hintersten Ecke des Landes, gepaart mit dem benehmen eines Fischweibes auftreten durfte,f and ich weniger überzeugend.
    Ich muß jetzt hier allerdings wohl zum schrecken aller einräumen, das ich den Roman von Alexandre Dumas bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gelesen habe.
    Meine mich aber zu erinnern, das man damals nicht einfach zum Telefon greifen konnte um den Pizzaservice oder ähnliches zum Zwecke der Nahrungsaufnahme zu bestellen.
    Hier mußte, wie ich es übrigens auch von zu Hause aus kenne ... noch eigenständig gekocht werden
    Somit empfinde ich es also als durchaus plausibel, as heißt also durchaus denkbar das beide vielleicht in dem Landhaus auch einmal gekocht haben.
    Das dieses nun gerade vor einem großen Publikum passieren ( den Gästen der Mailänder Scala ) muß wohl als ein Zugeständnis an die heutige Zeit, wo es eine Kochssendung nach der nächsten gibt, gewertert werden.
    Ich fand es übrigenss schön Mara Zampiere in der Rolle der Annina, ich kenne nur Livemitschnitte ( habe sie also nie auf der Bühne erlebte ), mal wieder zu sehen, ihre Stimme war ja schon immer ein wenig problematisch gewesen, der Hörgenuß hielt sich hier aber leider in Grenzen.


    Auch in der Chorszene zu beginn des zweiten Teiles des zweiten Aktes klang der Chor wenig Harmonisch, wir erinnern uns, wenn tausende von Fans in einem Fußballstation verkehrt grölen, mischen sich die Simmen kurioserweise so das es doch noch irgentwie kingt und eine Melodie erkennbar wird.
    Dieses Gefühl vermittelte mir der Chor der Mailänder Scala an diesem Abend.
    Nach der Balletszene gab es einen längeren Texthänger, und leider fehlte Daniele Gatti hier der Mut die Tempi bei den einwürfend der Violetta ( wenn es Nacht wird in Harlem, sorry Paris ) noch weiter zu reduzieren, hier schlug übrigens bei Muti und Karajan immer die Stunde für eine schonungslose Selbstzurschaustellung.
    Je schneller man über diesen wichtigen Moment hinwegeilen konne, der ja charakterisch ist und belegen soll, das sich Violetta zu diesem Zeitpunkt zwar körperlich dort aufhält, geistig aber ganz woanders ist, je lieber.
    Daniele Gatti erreichte hier gerade eben noch die Zielgerade.
    Nachdem sich Alfedo dann in diesem Akt als Geldwurfmaschine betätigte fand Diana Damrau endlich zu sich selbst.
    Gerade in dnd arauf folgenden Pianosequenzen war sie wieder auf der Höhe ihres Könnens angekommen, ärgerlich das sie dafür 1 einhalb Akte gebraucht hatte.
    Auch hier fand ich Piotr Beczala überzeugend.
    Alfredo ist hier auch von der stimmliche Anlage her keine Kunstfigur sondern ein Mensch und vor allem ein Mann.


    Kommen wir nun zum dritten Akt.
    Das Vorspiel fand ich ebenfalls sehr gelungen, genauso wie die gesamte orchestrale Begleitung durch diesen Akt, wo man sich das Gefühles nicht erwehren konnte, hier wurden die Sänger wirklich auf Händel getragen.
    Wie man sich hier nach den hektischen übereilten Tempi eines Karajan oder Muti sehnen kann wird mir immer ein Rätzel bleiben, es sei denn natürlich man möchte pünktlich zu den Tagesthemen um 21. 45 wieder im Hotel sein.
    Endlich war auch Diana Damrau stimmlich auf ihrem bekannten Niveau angekommen.
    Wundervoll wie ihr im letzten Bild der Übergang von der rezitativisch gesungenen Briefszene in die Arie Tenesta la promessa gelang, hier versagen dank Claudia Muzio und Magda Olivero 90 % aller Sängerinnen dieser Rolle, da sie den Brieftext erst aus tiefster Gruft sprechen um dann bruchlos in die höchsten Gesangslagen zu entweichen.
    Ein Stilbruch der für meine Ohren immer unentschuldbar bleiben wird.
    Ebenfalls wundervoll wie sie die Eingangpassage zum pari o caro gestaltete um dieses Duett dann in einem zauberischen pianissimo auszuhauchen.
    Und erst recht ihre Beginn dann zur letzten großen Szene im Stuhl, prendi ..... E strano und schließlich magica bis sie schließlich vom Gefühl vollkommen übermant das sie nun doch ins Leben zurückkehrt Tod auf dem Sessel nach hinten fällt.
    Eindrucksvoll und berührend gesungen und dargestellt.
    Ärgerlich eigentlich nur, das sie erst zum Ende zu ihrer eigentlich Form gelangte.
    Piotr Beczala hatte leider im dritten Akt deutlicher mit seiner Stimme zu kämpfen als in den vorausgegangenenn Akten um diese teilweise mit Hochdruck daran zu hindern aus dem Fokus zu rutschen, bzw. fast unhörbar im Saal zuverschwinden.
    Dieses mag sicherlich eher der Grund für vereinzelte Buhs gewesen sein, als das nicht gesungene C zum Ende der Stretta im ersten Teil des zweiten Aktes.
    Hier höre ich lieber eine gut gesungene tiefere Note als ein verpatztes hohes C.
    Eine Randbemerkung noch zum Ende, bekanntlich muß ja Violetta ihr gesamtes Hab und Gut verkaufen, offenbar hat sich hier eher einen Käufer für das Bett als für den Stuihl gefundenen, an dem vielleicht noch persönliche Erinnerungen hafteten Der Kronleuchter gehörte wohl zur Grundausstattung dieses Apparments deswegen wurde auch er nicht verkauft.


    Hier erfolgte ein moderierendes Eingreifen durch mich. Ein Nebensatz wurde als beleidigend empfunden und daher durch "..." ersetzt.
    Norbert als Moderator

  • Wundervoll wie ihr im letzten Bild der Übergang von der rezitativisch gesungenen Briefszene in die Arie Tenesta la promessa gelang, hier versagen dank Claudia Muzio und Magda Olivero 90 % aller Sängerinnen dieser Rolle, da sie den Brieftext erst aus tiefster Gruft sprechen um dann bruchlos in die höchsten Gesangslagen zu entweichen.
    Ein Stilbruch der für meine Ohren immer unentschuldbar bleiben wird.
    Ebenfalls wundervoll wie sie die Eingangpassage zum pari o caro gestalltete um dieses Duett dann in einem zauberischen pianissimo auszuhauchen.
    Und erst recht ihre Beginn dann zur letzten großen Szene im Stuhl, prendi ..... E strano und schließlich magica bis sie schließlich vom Gefühl vollkommen übermant das sie nun doch ins Leben zurückkehrt Tod auf dem Sessel nach hinten fällt.

    Lieber Sven
    Selbstverständlich akzeptiere ich Deine Meinung. Aber hier kann man mal sehen, wie unterschiedlich Meinungen und Empfindungen sein können. Fast möchte ich sagen, wir haben wohl an diesem Abend zwei unterschiedliche Aufführungen erlebt. Während Du Dich gerade hier über diesen Akt lobend ausläßt, meine ich, selten, oder vielleicht sogar noch nie, habe ich das alles so kalt, so emotionslos, so hingeworfen erlebt. Mich hat das nicht im Mindesten berührt.
    Herzliche Grüße
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Hat eigentlich schon irgendjemand erwähnt, dass Damrau sich beim Fest von Flora verspätet hat und ihre ersten Phrasen verpasst hat? Floras "Qui desiata giungi" ging ins Leere... Dann schwammen die Spieler am Tisch, und erst nach 2-3 Minuten war Damrau auf der Bühne...