Wer sang an allen drei Berliner Opernhäusern?

  • Mag sein, dass nicht alle diese Frage spannend finden, aber ich finde sie spannend und möchte dieses Forum nutzen, um dank der geballten versammelten Kompetenz der "Taminos" möglichst viele solcher Fälle zusammenzutragen.


    ABER: Jeder "Tamino" soll jeden Tag nur einen solchen Gesangssolisten nennen, der an allen drei Berliner Opernhäusern aufgetreten ist - in einem eigenen Beitrag mit Angaben zum Auftrittszeitraum und den Rollen, die dort gesungen wurden (muss nicht vollständig sein, eine tatsächlich gesungene Rolle pro Haus reicht als Beweis aus), dazu sollte man möglichst ein Foto des Künstlers und sonstige "Beweise" aller Art (zum Beispiel Aufnahmen, aber auch Links zu Rezensionen, verzeichneten Aufnahmen etc.) verlinken.


    Also bitte: Jeder jeden Tag nur einen Beitrag zu einem betreffenden Sänger, aber diesen Beitrag dann so aussagekräftig wie möglich gestaltend! Ok?

    Mal sehen, wie viele wir zusammenbekommen. (Bin gespannt!)


    Ach ja, die drei (großen) Berliner Opernhäuser waren nach dem Zweiten Weltkrieg (1.) die Städtische Oper bzw. Deutsche Oper Berlin in Charlottenburg (zuerst in der Kantstraße, dann in der Bismarckstraße, (2.) die (Deutsche) Staatsoper Berlin in Mitte (zuerst im Ausweichquartier Admiralspalast, ab 1955 wieder im Stammhaus Unter den Linden, von 2010 bis 2017 im Ausweichquartier Schiller-Theater und seit Herbst 2017 wieder im Stammhaus Unter den Linden), und (3.) die Komische Oper Berlin, die 1947 von Walter Felsenstein neu gegründet wurde, ganz in der Nähe der Staatsoper in Berlin-Mitte.


    Vor dem Zweiten Weltkrieg, etwa in den 1920er Jahren, könnte man neben (1.) dem Deutschen Opernhaus in Berlin-Charlottenburg und (2.) der zu den Preußischen Staatstheatern gehörenden Staatsoper Unter den Linden auch (3.) die Kroll-Oper als Berlins drittes Opernhaus ansehen, auch wenn dieses teilweise unter der gleichen Intendanz wie die Staatsoper stand und von dieser mal mehr und mal weniger unabhängig war. Ich denke aber, dass die meisten Antworten die Zeit nach 1954 betreffen.


    Und nun mache ich im Folgebeitrag mit einem Sänger einfach mal den Anfang und bin dann gespannt, wer noch welchen Sänger ins Spiel bringt.


    Edit: Richtigerweise genannt wurden in dieser Rubrik bisher (Stand: 19.01.2019):


    Theo Adam, Bassbariton

    Mathieu Ahlersmeyer, Bariton

    Roberta Alexander, Sopran

    Susan Anthony, Sopran

    Karan Armstrong, Sopran

    Juliane Banse, Sopran

    Emma Bell, Sopran

    Helmut Berger-Tuna, Bass

    Clemens Bieber, Tenor

    Johan Botha, Tenor

    Herbert Brauer, Bariton

    Victor Braun, Bariton

    Pavol Breslik, Tenor

    Andrzej Dobber, Bariton

    Eleonore Elstermann, Sopran

    Lieselotte Enck, Sopran

    Mojca Erdmann, Sopran

    Alexander Fedin, Tenor

    Manfred Fink, Tenor

    Hans Franzen, Bass

    Walter Geisler, Tenor

    Donald George, Tenor

    Sylvia Geszty, Sopran (???)

    Cornelia Götz, Sopran

    Elisabeth Grümmer, Sopran

    Magdalena Hajossyova, Sopran

    Victor von Halem, Bass

    Manfred Hemm, Bassbariton

    Dietrich Henschel, Bariton

    Josef Herrmann, Bariton

    Oskar Hillebrandt, Bassbariton

    Matthias Hölle, Bass

    Hans Hopf, Tenor (???)

    Philip Kang, Bass

    Yosep Kang, Tenor

    Julius Katona, Tenor

    Jonas Kaufmann, Tenor

    Hans-Joachim Ketelsen, Bariton

    Matthias Klink, Tenor

    Klaus König, Tenor

    Jochen Kowalski, Altus (Countertenor)

    Margarete Klose, Alt

    Ernst Kozub, Tenor

    Susanne Kreusch, Mezzosopran

    Rolf Kühne, Bassbariton

    Herbert Lippert, Tenor

    Siegfried Lorenz, Bariton

    Ralf Lukas, Bassbariton

    Alexander Marco-Buhrmester, Bariton

    Peter Maus, Tenor

    Günter Missenhardt, Bass

    Martha Mödl, Sopran/Mezzosopran/Alt

    John Moulson, Tenor

    Jürgen Müller, Tenor

    Hedwig Müller-Bütow, Sopran/Mezzosopran

    Noemi Nadelmann, Sopran

    Günter Neumann, Tenor

    Inga Nielsen, Sopran

    Ruggiero Orofino, Tenor

    Eliot Palay, Tenor

    Uwe Peper, Tenor

    Olga Peretyatko, Sopran

    Marlies Petersen, Sopran

    Uta Priew, Mezzosopran

    Hans Reinmar, Bassbariton

    Peter Rose, Bass

    Dagmar Schellenberger, Sopran

    Anny Schlemm, Sopran/Mezzosopran/Alt

    Andreas Schmidt, Tenor (buffo)

    Rudolf Schock, Tenor

    Gisela Schröter Mezzosopran/Sopran/Alt

    Peter Seiffert, Tenor

    Gerhard Siegel, Tenor

    Egils Silins, Bassbariton

    Anja Silja, Sopran/Mezzosopran/Alt

    Terje Stensvold, Bariton

    Gerhard Stolze, Tenor

    Rita Streich, Sopran

    Kirsi Tiihonen, Sopran

    Ute Trekel-Burckhardt, Mezzosopran

    Elfride Trötschel, Sopran

    Klaus Florian Vogt, Tenor

    Ute Walther, Mezzosopran

    Eva-Maria Westbroek, Sopran

    Yvonne Wiedstruck, Sopran

    Cornelia Wulkopf, Alt

    Bernd Zettisch, Bassbariton

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  • Siegfried Lorenz, Bariton




    - Deutsche Oper Berlin: Gastvertrag 1992 - 1993 (3x Wolfram, 2x Valentin)

    - Staatsoper Berlin: Ensemblemitglied 1978 - 1992, davor (1975 - 1978) und danach (1992 - 1995) Gastverträge (Wolfram, Germont, Posa, Beckmesser, Agamemnon, Figaro-Graf, Capriccio-Graf, Kardinal Borromeo, Wozzeck u.a.)

    - Komische Oper Berlin: Ensemblemitglied 1969 - 1972 (Arzt in "Orangen", Morales in "Carmen", Oberreichsanwalt in "Ein Maskenball" u.a.)





    https://wagnerdisco.net/audio/…9/1992-12-06-kout-berlin/

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  • Nachtrag: Die Besetzungen an der Deutschen Staatsoper Berlin habe ich in diesen Forum über mehrere Jahrzehnte (aktuell durchgehend Anfang 1960er bis Mitte 1990er) dokumentiert:


    BESETZUNGSARCHIV der STAATSOPER BERLIN


    Die Vorstellungsbücher der Deutschen Oper Berlin der Spielzeiten 1980/81 bis 2004/05 habe ich eingesehen und mir diktierend aufgenommen, aber noch nicht verschriftlicht. Im Zweifelsfall kann ich da mal reinhören, auch wenn dieses Verfahren leider sehr zeitaufwändig ist.


    Zu den Besetzungen der Komischen Oper Berlin kan ich leider konkret nur viel weniger beitragen, als ich gerne würde. Im Jahrbuch der Komischen Oper Berlin von 1972 sind anlässlich des 25. Geburtstages des Hauses alle Solistinnen und Solisten, die bis dato an diesem Hause gesungen haben, mit ihren jeweiligen Rollen aufgelistet. Ansonsten zehre ich natürlich von meinen persönlichen Erinnerungen vielhundertfacher Vorstellungsbesuche seit Ende der 1980er Jahre. Die Besetzungszettel einzusehen wie bei den anderen beiden Berliner Opernhäusern ist leider nicht möglich.

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  • Der ital. Tenor Ruggiero Orofino

    Der ital. Tenor Ruggiero OROFINO - DIE BERÜHMTE STIMME ...



    Komische Oper Berlin (ab 1966) "Manrico"

    Deutsche Oper Berlin (mehrmals a. G.) "Duca, Pinkerton"

    Deutsche Staatsoper Berlin (1967 - 1985)

    "Rodolfo, Duca, Radames, Cavaradossi, Kalaf, Turiddu, Pinkerton (in allen diesen Partien - viele, viele Male live erlebt)
      Lohengrin, Sänger (Rosenkavalier)"

  • Vielen Dank für die erste Nennung durch einen anderen Tamino in dieser Rubrik. Da der genannte Sänger zweifelsfrei an allen drei Berliner Opernhäusern gesungen hat, habe ich ihn mit in den Startbeitrag aufgenommen, wo ich täglich eine aktualisierte Zusammenfassung aller genannten Sängerinnen und Sänger einstellen möchte, solange dies technisch möglich ist.


    Es ist jetzt nach Mitternacht und somit haben wir einen neuen Tag, ich darf also gemäß meinen eigenen Regeln einen neuen Sänger nennen, der an allen drei Berliner Opernhäusern gesungen hat - und es ist einer, mit dem man vermutlich nicht gerechnet hat, weil man ihn nicht primär mit Berlin verbindet, und schon gar nicht mit allen drei Berliner Opernhäusern - trotzdem hat er tatsächlich an allen drei Berliner Opernhäusern gesungen.


    Klaus König, Tenor


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    - Deutsche Oper Berlin: Gastauftritte als Florestan (14.10.1991) sowie als einspringender Aegisth unter Thielemann (1998 oder 1999)

    - Staatsoper Berlin: mindestens 26 Gastauftritte zwischen 1979 und 1993 (6x Stolzing, 5x Tannhäuser, 4x Erik, 4x Sänger im "Rosenkavalier", 3x Florestan, 2x Lohengrin und 2x Bachus)

    - Komische Oper Berlin: Einspringen als 1. Geharnischter im Jahre 1999 oder 2000 (zweite "Zauberflöten"-Inszenierung von Harry Kupfer)


    Das mit dem Einspringen an der Komischen Oper Belrin hat er mir kurz daruf selbst am Telefon erzählt (leider nicht vorher), vom Aegisth-Einspringen an der Deutschen Oper Berlin habe ich auch kurz darauf von Besuchern erfahren, den Florestan 1991 am gleichen Haus habe ich im Archiv recherchiert wie alle anderen Hausbesetzungen zwischen 1980 und 2005- und von seinen 26 Staatsopernauftritten durfte ich zwischen 1991 und 1993 immerhin noch 8 miterleben: 4x Tannhäuser, 2x Florestan und 2x Stolzing)


    Hier noch ein klingender Beweis, dass er den Tannhäuser mindestens 1x in Berlin gesungen hat:



    Außerdem sang er am 25. Dezember 1989 im Berliner Schauspielhaus in der legendären "Neunten" unter Leonard Bernstein den Solo-Tenor - aber das ist nicht das Thema dieser Rubrik...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Vielen Dank für diese Nennung. Ich habe Klaus Florian Vogt zwar nur an der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin erlebt, weiß aber, dass er auch den Florestan an der Komischen Oper Berlin gesungen hat (zumal ich dir dein Vorstellungserlebnis natürlich glaube!) und werde ihn am Ende dieses Tages in die Zusammenfassung am Ende des Startbeitrages hinzufügen.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Ich habe Klaus Florian Vogt (ohne Bindestrich) ebenfalls an der Komischen Oper als Florestan erlebt - es war eine Vorstellung im Dezember 2003. Den Pizarro sang in dieser Vorstellung Terje Stensvold. Dieser sang den Pizarro regulär auch Mitte der 2000er Jahre an der Staatsoper. An der Deutschen Oper Berlin erlebte ich ihn mehrfach als Scarpia, Wotan und Holländer.

  • Vielen Dank für Herrn Stensvold, den ich heute Abend ebenfalls in die Zusammenfassungsliste aufnehmen werde. Und den falschen Bildestrich zwischen den Vornamen des Herrn Vogt nehme ich in meinem Vorbeitrag wieder raus. :)

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  • Da bislang nur Herren genannt wurden, wird es Zeit für eine erste Dame:


    Magdalena Hajossyova, Sopran


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    - Deutsche Oper Berlin: jahrelange Gastverträge, vor allem als Donna Anna (in den 1980ern an diesem Haus in zweistelliger Anzahl gesungen), aber auch als Eva und Pamina)

    - Staatsoper Berlin: Ensemblemitglied von 1978 bis ca. 2005 (Partien u.a. Alcina, Iphigenie (in Aulis), "Figaro"-Gräfin, Donna Anna, Donna Elvira, Fiordiligi, Pamina, Agathe, Euryanthe, "Tannhäuser"-Elisabeth, Elsa, Eva, Margarete, Violetta, Jaroslawna, Micaela, Tatjana, Rusalka, Marschallin, Arabella und "Capriccio"-Gräfin)

    - Komische Oper Berlin: kurzfristiges Einspringen als "Figaro"-Gräfin im Februar 1993 musikalisch von der Seite, während die angesetzte, aber stimmlich angeschlagene Sabine Paßow spielte





    Natürlich gibt es auch Damen, die regulär an allen drei Häusern gesungen haben. Vielleicht können ja zusätzlich zu den bisherigen Mitstreitern auch "Rheingold1876" oder "Caruso41" die eine oder andere Dame nennen, die dies betrifft?

    Aber immer nur eine pro Tag! ;)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Der viel zu früh verstorbene Johan Botha (1965-2016) ist ebenfalls an allen drei Berliner Opernhäusern aufgetreten. An der Komischen Oper sang er Anfang der 90er einige Vorstellungen Canio, an der Deutschen Oper Berlin erlebte ich ihn 2008 als Lohengrin und 2011 als Otello. In den 90ern und 2000ern gastierte er sehr regelmäßig an der Staatsoper Berlin, u.a. als Turiddu, Cavaradossi, Radamès, Lohengrin, Florestan, Stolzing, Pollione sowie in zahreichen Konzerten mit der Staatslapelle (Beethoven IX, Mahler XIII, Gurrelieder).


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  • Ich versuche es mal mit Jonas Kaufmann. Er war zumindest als Tamino an der KOB geplant. Ob er tatsächlich aufgetreten ist, weiß ich nicht. An den Terminen, an denen ich gehen wollte, zumindest nicht. An der DOB habe ich ihn als Cavaradossi und an der Staatsoper als Rodolfo gehört.

  • An der Komischen Oper sang er Anfang der 90er einige Vorstellungen Canio

    Liebe Mitstreiter, vielen Dank für eure neuen Beiträge. Bothas Debüt an der Komischen Oper Berlin Ende Januar 1994 als Canio habe ich miterlebt.

    an der Deutschen Oper Berlin erlebte ich ihn 2008 als Lohengrin und 2011 als Otello

    Ich auch.

    In den 90ern und 2000ern gastierte er sehr regelmäßig an der Staatsoper Berlin, u.a. als Turiddu, Cavaradossi, Radamès, Lohengrin, Florestan, Stolzing, Pollione

    In diesen Rollen habe ich ihn an der Berliner Staatsoper auch erlebt. Sein Debüt am Institut Staatsoper hatte er im Januar 1994 bei einem Sinfoniekonzert der Staatskapelle Berlin im Schauspielhaus Berlin, als Webers Oper "Silvana" unter Leitung von Hartmut Haenchen konzertant aufgeführt wurde - da überzeugte und begeisterte er mich sehr.




    Jonas Kaufmann. Er war zumindest als Tamino an der KOB geplant.

    Ich habe gehört, dass er die Rolle dort auch tatsächlich gesungen hat, auch wenn ich selbst nicht anwesend war.

    An der DOB habe ich ihn als Cavaradossi und an der Staatsoper als Rodolfo gehört.

    An der Staatsoper Berlin erlebte ich ihn bereits im Januar 1997 als einspringenden Sänger im "Rosenkavalier" - inszenierungsbedingt im Rollstuhl...


    An der Deutschen Oper Berlin habe ich ihn glaube ich nie erlebt - das festkonzert im Herbst 2012 zum 100. Geburtstag des Opernhauses Charlottenburg, wo er im konzertanten zweiten "Fidelio"-Akt den Florestan singen sollte, hat er ja abgesagt.


    Seit Jahren macht sich Herr Kaufmann an den Berliner Opernhäusern ja serh rar, tritt höchstens mal in einem Konzert auf, aber in keinen Opernproduktionen. Botha ist auch im Zenit seiner Karriere regelmäßig in Opernaufführungen in Berlin zu erleben gewesen - Herrn Kaufmann vermisse ich in Berlin auch nicht besonders, Herrn Botha schon!


    Beide Herren werde ich heute Abend in die Zusammenfassung am Ende des Startbeitrages aufnehmen. :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Dann habe ich heute noch zwei Damen:


    1. Inga Nielsen. An der KOB habe ich sie in Albert Herring, an der Staatsoper als Norma und an der DOB z. B. als Marguérite in Faust erlebt.


    2. Susan B. Anthony. An der KOB habe ich sie als Irene in Rienzi erlebt, an der Staatsoper als Eva und Senta und an der DOB als Elsa u.a.

  • Aber du hattest doch heute schon Jonas Kaufmann! ;)


    Trotz "Regelwidrigkeit" nehme ich beide Damen heute trotzdem noch auf. :)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Eine Sängerin, die an allen drei Berliner Opernhäusern der Nachkriegszeit bleibende Erinnerungen hinterlassen hat, ist Anny Schlemm. An der Komischen Oper debütierte sie bereits 1949 in einer Inszenierung der Oper "Was ihr wollt" von Arthur Kusterer durch Walter Felsenstein. Als Marie in Bergs "Wozzeck" trat sie an der Staatsoper unter den Linden hervor. Schließlich stieg sie an der Deutschen Oper in die "Elektra"-Inszenierung, die der aktuellen vorausging und sich viele Jahre im Spielplan hielt (Regisseur fällt mir eben nicht ein :(), als Klytämnestra ein. Besucher rühmen noch heute, dass es ihr gelang, diese Partie zu singen - und nicht zu sprechen. ;)

  • Eine Sängerin, die an allen drei Berliner Opernhäusern der Nachkriegszeit bleibende Erinnerungen hinterlassen hat, ist Anny Schlemm. An der Komischen Oper debütierte sie bereits 1949 in einer Inszenierung der Oper "Was ihr wollt" von Arthur Kusterer durch Walter Felsenstein. Als Marie in Bergs "Wozzeck" trat sie an der Staatsoper unter den Linden hervor. Schließlich stieg sie an der Deutschen Oper in die "Elektra"-Inszenierung, die der aktuellen vorausging und sich viele Jahre im Spielplan hielt (Regisseur fällt mir eben nicht ein :(), als Klytämnestra ein. Besucher rühmen noch heute, dass es ihr gelang, diese Partie zu singen - und nicht zu sprechen. ;)

    Lieber "Rheingold1876",


    vielen Dank für deinen Beitrag, Anny Schlemm hatte ich natürlich auch noch auf dem Zettel, weil sie wirklich an allen drei Häusern ganz regulär große Partien verkörpert hat: Dass "Was ihr wollt" noch vor der "Verkauften Braut" war, kann sein, aber ihr Durchbruch war zweifellos ihre Marie bei Felsenstein, der ihr auch viele Auftritte im Admiralspalast bescherte (ich habe 93 Auftritte dort gezählt), u.a. als Nuri, Premieren-Oscar im "Maskenball", Zerlina, Hänsel, Premieren-Xenia in "Boris Godunow", Premieren-Melisande, Sophie, Premieren-Zdenka und Butterfly. An der Unter den Linden wiedereröffneten Staatsoper gastierte sie neben der besagten "Wozzeck"-Marie u.a. auch als Carmen und später auch als Filipjewna. An der Deutschen Oper Berlin gastierte sie neben der bereits erwähnten Klytämnestra in "Elektra" (war die Inszenierung von einem Herrn Schröder?) u.a. auch als Küsterin und als Mary. Ob sie zuvor auch an der Städtischen Oper Berlin gastiert hat, weiß ich nicht, das wird "Caruso41" wissen.

    An der Komischen Oper Berlin folgten auf die Marie u.a. Cherubino, Agathe, Desdemona, natürlich die Boulotte, die Donna Elvira und später Altersrollen wie die Barbaricha und die "Pique Dame"-Gräfin.








    Von Anny Schlemm finden sich bei Youtube in der Tat klingende Beweise von Auftritten an allen drei Berliner Opernhäusern. Ich werde sie heute Abend in die Auflistung im Startbeitrag aufnehmen. :)


    P.S.: Und ich dachte immer, sie war berühmt dafür, dass und WIE sie ihre Partien sprach... ;)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Nachtrag zu Anny Schlemm: Gut möglich, dass "Was ihr wollt" wirklich vor "Die verkaufte Braut" war, aber von dieser war mir die Anekdote der Schlemm in Erinnerung, dass sie in der ersten Probenwoche noch keinen einzigen Ton gesungen hat, sondern "seit acht Takten auftritt". :D


    Das erzählt sie hier (ab 3:45) selbst:



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • An der Deutschen Oper Berlin gastierte sie neben der bereits erwähnten Klytämnestra in "Elektra" (war die Inszenierung von einem Herrn Schröder?) u.a. auch als Küsterin und als Mary.

    Die Inszenierung war in der Tat von einem Herrn Schröder, nämlich vom bekannten Schauspieler und Regisseur Ernst Schröder, der gerade in Westberlin (u.a. am Schillertheater) in Rollen wie König Lear oder Mephistopheles Erfolge feiern konnte. Tragische Berühmtheit erregte auch das Ende seines Lebens: Er nahm sich, an einem unheilbaren Leiden erkrankt, durch einen Sprung aus dem Fenster eines Berliner Krankenhauses das Leben.

    Die besagte "Elektra"-Inszenierung hatte am 12. September 1972 an der Deutschen Oper Premiere, damals sangen unter der musikalischen Leitung von Lorin Maazel Astrid Varnay die Klytämnestra, Ursula Schröder-Feinen die Titelpartie, Catarina Ligendza die Chrysothemis sowie José van Dam den Orest. Die Produktion blieb bis 2003 auf dem Spielplan, in der letzten Aufführungsserie sangen Reinhild Runkel, Gabriele Schnaut, Eva Johansson und Tom Fox unter Marc Albrecht.

    Durch einen im Internet kursierenden inoffiziellen Mitschnitt hat die Produktion die Jahre überdauert, er stammt aus dem Jahr 1986, unter Jiri Kout singen Helga Dernesch, Janis Martin, Marita Napier, Gerd Feldhoff und Hans Beirer.


  • Eim neuer Tag und somit Zeit für einen neuen Namen. Da am gestrigen Donnerstag jetzt auch einige Damen genannt wurden, kann ich guten Gewissens wieder einen Herren nennen:


    Günter Neumann, Tenor


    - Deutsche Oper Berlin: Einspringer als Boris in "Katja Kabanowa" (1988 oder 1989) und Aegisth (1990er in der Schröder-Inszenierung, außerdem beim Gastspiel der Semperoper Dresden 1990 in der Deutschen Oper Berlin)

    - Staatsoper Berlin: Gastauftritte u.a. als Belmonte, Florestan, Lohengrin, (mehrfach) Don José u.a.

    - Komische Oper Berlin: Ensemblemitglied 1969 - 2003(?), danach Gastauftritte bis 2006









    Ich glaube, das sind genug klingende Beweise. :)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Da man sie auf dem Standbild, welches das Fledermaus-Youtube-Video mit Günter Neumann repräsentiert, sehen kann, möchte ich gerne mit Dagmar Schellenberger fortfahren, wobei der Fall da etwas kniffliger ist.

    Glasklar ist natürlich ihre langjährige Ensemblemitgliedschaft an der Komischen Oper Berlin, wo sie nicht nur die im oben geposteten Video festgehaltene Rosalinde, sondern noch viele weitere zentrale Partien ihres Faches wie z.B. Susanna und Gräfin, Fiordiligi, Pamina, Eurydike, Arianna in "Giustino", die Frauenrollen in "Hoffmann" oder Agathe sang.

    An der Staatsoper Berlin - das kann man im Besetzungsarchiv von "Stimmenliebhaber" nachlesen hat sie zwischen 1988 und 1994 als Rosalinde gastiert. Im Dezember 1993 sang sie dort außerdem zwei Vorstellungen Agathe (eine davon habe ich live erlebt).

    Knifflig wird die Sache hingegen mit ihrem Auftreten an der Deutschen Oper, hier ist sie meines Wissens nach nur ein einziges Mal aufgetreten und zwar am 19.10. 2002 einspringenderweise in "Hoffmanns Erzählungen". Die (im übrigen ziemlich verunglückte und nach kurzer Zeit wieder aus dem Repertoire verschwundene) Inszenierung von Sven Eric Bechtolf hatte die damalige Neufassung von Kaye (anders als heute üblich noch ohne die Mitwirkung von Herrn Keck) zur Grundlage und sah für die Frauenrollen nur eine Interpretin vor. Aus diesem Grund war es nicht einfach, für die absagende Elena Mosuc eine Einspringerin zu finden, da auch die Premierenbesetzung Brigitte Hahn verhindert war. So kam es zu folgender Lösung: Caroline Stein übernahm die Olympia und Dagmar Schellenberger Antonia und Giulietta, letztere allerdings nur von der Seite singend, weil die Fassung dieses Aktes zu viele Unterschiede mit der ihr bekannten Fassung aufwies.


    Zum Abschluss noch ein Höreindruck ihrer Pamina an der Komischen Oper, eine Partie, mit der ich sie in der ersten Kupfer-Inszenierung an diesem Haus gerne live gesehen und gehört habe:



  • Kleine Zwischenfrage an die Experten - wie sieht es eigentlich mit René Kollo aus? Für 2 der 3 Häuser habe ich Belege gefunden, v.a. die DOB scheint ja sehr eng mit ihm zusammengearbeitet zu haben, aber würde er auch hier in Stimmenliebhabers interessanten Thread gehören?


    liebe Grüße

  • Stimmt, lieber Melomane, da ist mir kein Nachweis gelungen - obwohl Kollo doch viel Operette gesungen hat, sogar von seinen Familienmitgliedern komponierte? Von daher ist der Name Kollo in Berlin ja besonders eng mit der Operette verbunden. Eigentlich erstaunlich...

  • Kollo hat Operette u.a. am Berliner Metropoltheater gesungen - in der kurzen Zeit, wo er da Intendant war und das Haus binnen Kürze so ruiniert hat, dass es geschlossen werden musste.


    An der Komischen Oper Berlin hat er meines Wissens jedoch nie gesungen - im Gegensatz zu einigen anderen berühmten Tenören, aber die sanger eher in den 1940ern und 1950ern dort...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • an der Deutschen Oper, hier ist sie meines Wissens nach nur ein einziges Mal aufgetreten und zwar am 19.10. 2002 einspringenderweise in "Hoffmanns Erzählungen".

    Lieber "Melomane",


    ein einziges Einspringen reicht ja, um mal an einem Haus gesungen zu haben, noch dazu, wenn es (mit Datum) so gut verbürgt ist. Daher nehme ich Frau Schellenberger mit in die Zusammenfassung im Startbeitrag auf.

    An der Staatsoper Berlin sang sie übrigens nicht nur Rosalinde und Agathe, sondern auch die "Figaro"-Gräfin- im Frühjahr 1992, zu einer Zeit, als sie ein paar hundert Meter weiter an der Komischen Oper Berlin noch die Susanna sang. Zumindest letztere kann man sich auch anhören - und ihre wunderbare Arianna in Händels "Giustino" möchte ich auch noch gleich dazu einstellen, auch wenn sich beides auf das gleiche Haus, ihr Stammhaus, bezieht, wo sie von 1984 bis 1989 und von 1990 bis 1997 (oder zumindest sehr ähnlich) Ensemblemitglied war.




    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Ich möchte heute eine andere Primadonna der Komischen Oper Berlin nennen, die dort allerdings nie wirklich Ensemblemitglied war, sondern - wie an den beiden anderen Berliner Opernhäusern auch - nur als Gast auftrat:


    Noemi Nadelmann, Sopran


    noemi-nadelmann-tickets.jpg


    - Deutsche Oper Berlin: Gastauftritte als Manon (Massenet) und Violetta

    - Staatsoper Berlin: Gastauftritte als Arminda in Händels "Rinaldo"

    - Komische Oper Berlin: jahrelanger umfangreicher Gastvertrag, u.a. als Violetta (mehr als 100 Mal in gut fünf Jahren), Lucia, Nedda und Musette, später auch u.a. als Sylva Varescu, Alcina, Jenny Hill und zuletzt 2014 (?) in einer kleinen Rollen in B.A. Zimmermanns Oper "Die Soldaten". Konzerte und auch Liederabende kamen hinzu.


    Obwohl es um die Jahrtausendwende längst nicht mehr so ein Politikum war wie im "Kalten Krieg" an mehreren Berliner Opernhäusern aufzutreten, war ihr Wechsel des Hauses für Auftritte in der Rolle der Violetta von der Spielzeit 1999/2000 (bis dahin Komische Oper Berlin) zur Spielzeit 2000/01 (Deutsche Oper Berlin) noch aufsehenerregend. Harry Kupfer hat sich noch im Fernsehen dazu geäußert und auch Götz Friedrich hat sich, glaube ich, noch öffentlich dafür gerechtfertigt, sie "abgeworben zu haben." Im 21. Jahrhundert wurde es dann erst wirklich Normalität, an allen Berliner Opernhäusern auftreten zu können, obwohl die Zahl derer, die es wirklich taten, relativ überschaubar blieb.


    Hier ihre Violetta an der Komischen Oper Berlin und zuvor eine Fernsehsendung mit ihr anlässlich ihrer aufsehenerregenden Berliner Erfolge in dieser Partie:



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Eine weitere bedeutende Sängerin, die an allen drei Berliner Opernhäusern gesungen hat, ist zu nennen: Elfride Trötschel. Ihren Einstand an der Komischen Oper gab sie als Eurydike in Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt". Gründungsintendant Walter Felsenstein sprach nach ihrem frühen Tod 1958 in seinem bewegenden Nachruf sinngemäß davon, dass er in ihr die kommende Operettendiva sah. Ein Kompliment der Sonderklasse, denn dieser instinktsichere Theatermann dachte in der Musik immer grenzüberschreitend. Damit erfasste er auch das besondere Talent dieser überaus vielseitigen Sängerin, die in allen Genres unterwegs gewesen ist und sich auch zeitgenössischer Musik nicht verschloss.



    Was sie an den anderen beiden Häusern - die Deutsche Oper hieß noch Städtische Oper - gesungen hat, entzieht sich meiner momentanen Kenntnis. Ihre Engagements waren nur von kurzer Dauer.

  • Was sie an den anderen beiden Häusern - die Deutsche Oper hieß noch Städtische Oper - gesungen hat, entzieht sich meiner momentanen Kenntnis. Ihre Engagements waren nur von kurzer Dauer.

    Lieber Rheingold!


    An der Städtischen Oper in der Kantstraße sang Elfride Trötschel etliche Spielzeiten von den frühen 50er Jahren bis zu ihrem frühen Tod. Ich habe keine Ahnung, was sie alles gesungen hat. Es waren sehr viele Partien!

    Ich habe sie in BOHÈME als Musette und Mimi, vor allem in JENUFA und KATJA KABANOVA sowie als HEILIGE VON DER BLEECKERSTREET in ganz eindringlicher Erinnerung.

    Bildergebnis für Elfride Trötschel HEILIGE VON DER BLEECKERSTREETMenotti: DIE HEILIGE VON DER BLEECKERSTREET


    Zudem habe ich sie als Michaela gehört, aber ob ich sie da nur an der Komischen Oper gehört habe oder auch an der Städtischen Oper, kann ich ohne lästige Recherche in meinen Unterlagen nicht sagen. Ihr letzte große Partie, die sie an der Städtischen Oper in einer Premiere sang, war die Alice Ford im FALSTAFF 1957.


    Beste Grüße

    Caruso41


    PS.: Ach ja, auch in der ZAUBERGEIGE habe ich sie gehört, aber die Oper hat mich überhaupt nicht interessiert. Da war ich nur einmal drin!

  • Lieber "Rheingold1876",


    vielen Dank für die Nennung von Elfride Trötschel, die ich für diese Rubrik auch noch auf dem Schirm gehabt hätte.


    Was sie an den anderen beiden Häusern - die Deutsche Oper hieß noch Städtische Oper - gesungen hat, entzieht sich meiner momentanen Kenntnis. Ihre Engagements waren nur von kurzer Dauer.


    Was sie an der Städtischen Oper gesungen hat, weiß sicherlich "Caruso41" am besten (der sich jedoch bislang an dieser Rubrik nicht beteiligt hat). An der Deutschen Staatsoper Berlin im Ausweichquartier Admiralspalast sang sie an ca. 50 Abenden, beginnend im Juli mit Auftritten als Solo-Sopran in Pfitzners "Von deutscher Seele" (neben Klose, Krebs und Frick), danach als Butterfly, Pamina, Eva, Tatjana, Sophie, Antonia, die Jungfer Anna Reich und sie war die Premierenbesetzung der Titelpartie in Albert Lortzings Märchenoper "Undine" und auch der Margiana im "Barbier von Bagdad". Ihren letzten Auftritt im Admiralspalast hatte sie am 14. März 1953 als Tatjana in "Eugen Onegin".


    An der Komischen Oper sang sie wohl mindestens noch Agathe und Micaela, vielleicht auch die "Figaro"-Gräfin.


    Heute Abend nehme ich sie in die Zusammenfassung im Startbeitrag auf.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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