Verdi "Il Trovatore" - begeisternde Premiere in Liberec /Reichenberg

  • Du hast insofern Recht, als die Kritik an chrissy in diesem Thread nicht von Caruso41 sondern von anderen kam.


    Bezüglich detaillierter Einschätzung von Gesangstechnik glaube ich in der Tat, dass man selbst ein wenig Erfahrung wird haben müssen. Wie viel, keine Ahnung. Das liegt wohl auch daran, dass ich sowohl sehr lange Zeit Instrumentalunterricht hatte als auch drei Semester Stimmbildung. Dadurch weiß ich zumindest, dass der Zusammenhang zwischen den beteiligten Faktoren, die zum Ergebnis beitragen, äußerst komplex ist. Insofern traue ich dann Liebhabern, die selbsternannte Kenner sind, eher lieber gar nichts zu.

  • Werter Gerhard Wischniewski!
    Offensichtlich hat man sich freilich nicht geniert, dem Meister eine Besetzung des Werkes zuzumuten, die - bei allem Respekt - herzlich medioker ist. Gilt Dir das nicht als Beleidigung?


    Werter Herr Caruso,


    über Sänger zu urteilen steht mir nicht an, weil ich - wie hier schon mehrfach gesagt - mich darin nicht kompetent genug fühle. Und wenn man die Urteile, die hier über Sänger gefällt werden, betrachtet, muss man erkennen, dass auch diese sehr unterschiedlich ausfallen. Es ist auch hier wohl eine Frage der persönlichen Erwartung.


    Aber hast Du eigentlich tatsächlich nie das Bedürfnis gehabt, diesen Mangel an Kompetenz abzutragen?

    Kein weiterer Kommentar

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Welche Atemtechnik, um bei Deinem Beispiel zu bleiben, genau verwendet wird kann man manchmal sehen, manchmal nicht. Aber diese Technik erzeugt ja ein Ergebnis und das kann man beurteilen. Ob der Sänger nun z.B seine Bauchmuskeln anspannt oder nicht hat Caruso41, soweit ich mich entsinne, nie beurteilt. Das ist auch eher uninteressant. Wenn ein Sänger aber Töne nachdrückt oder am Ende einer Phrase den Klang nicht halten kann, ist es möglich durch das hörbare Ergebnis Rückschlüsse auf die Technik zu ziehen. Zumindest darauf, dass sie wohl nicht adäquat ist.

  • https://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=1&hl=de&prev=search&rurl=translate.google.com&sl=cs&sp=nmt4&u=https://www.klasikaplus.cz/reflexe-2/item/1046-trubadur-v-liberci-br-kdyz-se-v-opere-sejdou-dobri-soliste&xid=17259,1500004,15700002,15700019,15700186,15700190,15700256,15700259&usg=ALkJrhhTeXKKjUbgvBgzd7hvT0puJidb8Q


    So, nachdem nun der Mobbing - und Frustgeifer von einigen zu dem Thema abgetropft ist,

    möchte ich mich letztmalig zu dem Thema nochmal äußern. Interessant dabei war ja, daß es gerade

    diejenigen waren, die sonst immer vehement plädieren, man könne doch anhand eines Berichtes, bzw.

    einer kurzen Hörprobe, kein Urteil abgeben. Und somit war die klare Absicht erkennbar, aber da stehe ich locker drüber.

    Vor kurzem habe ich eine offizielle Rezension /Kritik der 2. Premiere vom Liberecer Trovatore im Netz gefunden.

    Es ist zwar teilweise ein etwas holpriges deutsch in der Übersetzung, aber im Sinn doch zu erkennen.

    Vielleicht interessiert es den einen oder anderen und ich hoffe der obige Link öffnet sich.

    Es bestätigt sich im Wesentlichen meine positive Meinung und Beurteilung und nicht die von den drei, vier Frustablassern.

    Der Unterschied zwischen denen und mir ist außerdem - ich war drin, war dabei - die nicht!!!


    Wie gesagt, die Übersetzung ist teilweise etwas holprig und nicht jeder kommt da bekanntermaßen mit.

    Geschrieben steht z. B. - Manrik oder Manrika, Leonona oder Count Lun.

    Und da möchte ich einem gewissen User, der da schon mal Probleme offenbart hat, sicherheitshalber erklären,

    damit er mich nicht wieder höflich fragen muß - gemeint sind - Manrico, Leonora und Graf Luna.

    Die Rollen der einzelnen Personen empfehle ich im Opernführer nachzulesen.


    In der Rezension steht u. a. Zitat:

    Kateřina Jalovcová verleiht ihr ein leidenschaftliches Farb-Timbre, eine stimmhafte Stimme ohne Makel und Probleme mit einem breiten Ausdrucksspektrum, das internationalen Vergleichen standhält.


    Ja, auch wenn man nicht über die fachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse eines Forums - Kestings verfügt, kann ich dies mit meinen

    bescheidenen Kenntnissen nur bestätigen - sie war /ist eine überaus großartige Azucena!!!

    Und um einer evtl. erneuten Münchhausen - Geschichte vorzubeugen - "man wird die Frau bestimmt nicht auf einer

    Fahrrad - Tour irgendwo durch Böhmens Hain und Flur erleben können". Sie ist am Nationaltheater /Staatsoper in Prag engagiert

    und gastiert zum Glück ab und zu als Azucena in Liberec /Reichenberg.


    Inzwischen war ich schon in fünf Vorstellungen, warum wohl? Zuletzt heute vor einer Woche.

    Als Manrico gastierte der ungar. /tschech. Tenor Titusz Tobisz.

    Da ja unsereiner über keine stimmliche Fachkompetenz verfügt, will ich mich nur ganz kurz äußern:

    Eine imposante gewaltige Erscheinung. So auch seine Stiimme, ein toller Rohdiamant, dem vielleicht an manchen Stellen

    der Feinschliff fehlte, insgesamt aber hervorragend und in dieser Partie ideal besetzt.

    Ich hoffe und freue mich auf ein Wiedersehen /Wiederhören im Herbst mit ihm.


    Abschließend stimme ich mit dem von mir geschätzten Tamino Fiesco überein, der sich in einem anderen Thread äußerte:

    Von mir wird es keine Opernberichte mehr geben!

    Die Schadenfreude sei den anderen gegönnt.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Hallo lieber chrissy, ich freue mich unbändig von dir zu lesen! :jubel:

    Ich hoffe du bist wohlauf und lässt den Schrott hinter dir!


    Ganz liebe Grüße vom

    Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Chrissy,


    ich freue mich mit Dir, daß Du in Liberec wieder einen tollen Opernabend erleben konntest. Ich habe die Rezension gelesen, der Link geht auf. Ich muß Dir erst einmal sagen, daß Du keinesfalls stur auf einer originalgetreuen Inszenierung bestehst. Die Bilder zeigen in meinen Augen ein gemäßigtes Regietheater, aber Du kannst das besser beurteilen als ich, immerhin konntest Du diese Inszenierung zum 5. Male erleben und bist begeistert gewesen. Besonders freut mich, daß Deine Einschätzung der gesanglichen Leistungen bestätigt wurden, von einem sicher berufsmäßigen Theaterkritiker. Daumen hoch!!!

    Für die nächsten Tage muß ich mich abmelden, denn wir haben ab morgen unser 52. Treffen der Seminargruppe 6 des Diplomjahrgangs 1967. Ich freue mich schon sehr darauf, auf die alten Studentenlieder, über gemeinsame Erinnerungen und auf das viele Bier, welches aus alter Tradition auch in unserem hohen Alter noch fließen wird (wenn auch etwas weniger als vor 52 Jahren). Aber diesen Beitrag mußte ich noch loswerden.


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Es ist das alte, leidige Thema in unseren Diskussionen. Chrissy schreibt aufgrund seiner Opernerlebnisse Berichte über Aufführungen in Liberec/Reichenberg. Damit teilt er uns seine persönliche Meinung mit. Das darf doch wohl sein, ja es ist sogar erwünscht. Wegen den Sängerleistungen in einem Duett, das dazu noch in nicht guter Aufnahmequalität eingestellt wurde, wird der Berichterstatter rüde kritisiert und seine Meinung in Frage gestellt und abqualifiziert. Nun kann der Gescholtene jedoch eine Rezension einstellen, in der die Aufführung insgesamt und besonders die Sänger, die Chrissy gefielen, gelobt werden. Eigentlich nicht sonderlich tragisch, denn Meinung steht gegen Meinung. Tragisch und für's Forum schädlich ist jedoch die Konsequenz, die Chrissy ankündigt. Er hat die Schnauze voll

    und will künftig keine Opernberichte mehr schreiben. Schon wieder resigniert ein aktives Tamino Mitglied und es kommen dadurch noch weniger direkte Berichte von selbst erlebten Aufführungen. Mich zum Beispiel interessieren Erlebnisschilderungen von kleinen und mittleren Häusern ganz besonders, weil dort oft mit begrenzten Mitteln und Möglichkeiten Außerordentliches geleistet wird. Nur es muss der richtige Maßstab angelegt werden, um die Arbeit in diesen Häusern richtig zu würdigen.

    Hoffentlich schluckt Chrissy seinen Ärger hinunter und lässt uns wieder an seiner Begeisterung teilhaben und teilt seine Freude mit uns, wenn es wieder einen Grund dafür gibt, dies zu tun. Die Moral von der Geschicht': Bitte nicht gleich mit dem Holzhammer zuschlagen, wenn man anderer Meinung ist. Der Tamino Partner könnte sich von diesen Schlägen nicht erholen und sich künftig nicht mehr in solche Situationen begeben. Überspitzt hochgerechnet könnte dieser Prozess solange fortgesetzt werden, bis die "Holzhammerfraktion" nur noch unter sich diskutiert und sich selbst zerfleischt. Wollen wir das? Wenn nicht, dann fechtet bitte mit dem Florett und lasst den schweren Säbel stecken!

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Hallo, Chrissy!


    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Was hier mancher selbsternannter "Experte" so von sich gibt, könnte man auch ohne Weiteres kritisieren. Dazu habe ich weder Zeit noch Lust. Aber an anderer Stelle hatte ich Dir schon geschrieben, daß ich Dich um dieses Opernhaus beneide. Von den sängerischen Leistungen und von den Inszenierungen her ist das nach Berichten und Tondokumenten zu urteilen mehr als Regionalliga. Was nützen mir Weltstars, wenn eine Oper entstellt wird und mit dem Libretto kaum noch etwas zu tun hat. Auf so einen Humbug kann ich gerne verzichten. Dann lieber auf nach Liberec!


    Liebe Grüße

    Wolfgang

    W.S.

  • Warum treffen wir uns nicht zusammen in Liberec um eine Aufführung und ihre Sänger gemeinsam zu besprechen?

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Gute Idee, Erich!

    Ja, das ist wirklich eine gute Idee, lieber Erich. Vielleicht mit einer Fahrrad - Tour und Münchhausen führt uns.

    Evtl. entdecken wir da auf der Fahrt durch Böhmens Hain und Flur bereits den einen oder anderen Sänger /in.


    Jetzt aber im Ernst, ich danke allen für Eure zustimmenden Beiträge, die sich wohltuend von einigem Frust - Schrott,

    wie Fiesco es richtig bewertet, abheben und sende herzliche Grüße.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Gute Idee, Erich!

    Jawohl gute Idee. Ich bin dabei, zumal meine Großmutter in Liberec/damals Reichenberg engagiert war und ich das Theater deshalb schon lange kennenlernen wollte. Unsere Besprechung veröffentliche ich dann im Neuen Merker Wien. Also nicht nach Rom - sondern nach Lieberec.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Tragisch und für's Forum schädlich ist jedoch die Konsequenz, die Chrissy ankündigt. Er hat die Schnauze voll

    und will künftig keine Opernberichte mehr schreiben. Schon wieder resigniert ein aktives Tamino Mitglied und es kommen dadurch noch weniger direkte Berichte von selbst erlebten Aufführungen. Mich zum Beispiel interessieren Erlebnisschilderungen von kleinen und mittleren Häusern ganz besonders, weil dort oft mit begrenzten Mitteln und Möglichkeiten Außerordentliches geleistet wird. Nur es muss der richtige Maßstab angelegt werden, um die Arbeit in diesen Häusern richtig zu würdigen.

    Hoffentlich schluckt Chrissy seinen Ärger hinunter und lässt uns wieder an seiner Begeisterung teilhaben und teilt seine Freude mit uns, wenn es wieder einen Grund dafür gibt, dies zu tun. Die Moral von der Geschicht': Bitte nicht gleich mit dem Holzhammer zuschlagen, wenn man anderer Meinung ist. Der Tamino Partner könnte sich von diesen Schlägen nicht erholen und sich künftig nicht mehr in solche Situationen begeben. Überspitzt hochgerechnet könnte dieser Prozess solange fortgesetzt werden, bis die "Holzhammerfraktion" nur noch unter sich diskutiert und sich selbst zerfleischt. Wollen wir das? Wenn nicht, dann fechtet bitte mit dem Florett und lasst den schweren Säbel stecken!

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Ich habe erst heute diesen Bericht gefunden, weil ich nach meinem Urlaub manches andere zu tun hatte. Ich kann nur sagen, dass mich die Stänkerer ("Holzhammerfraktion") überhaupt nicht mehr interessiert und ich die Beiträge der selbsternannten Pseudoexperten nicht mehr für lesenswert halte. Schade ist allerdings, dass immer mehr liebenswerte Mitglieder vertrieben werden (ich kenne inzwischen schon eine ganze Reihe, die aufgegeben haben). Dieses Vorhaben kann den Herren bei mir nicht gelingen. Die häufigen, immer gleichen, persönlichen Angriffe gegen mich ignoriere ich längst. In einer Sache sollte man ruhig seine klare (durchaus auch drastische) Meinung vertreten. Man kann es aber wohl kaum als partnerschaftliches Verhalten werten, wenn auch die Person des Tamino-Mitglieds beleidigend angegriffen wird.


    Genauso denke ich auch.

    Hallo lieber chrissy, ich freue mich unbändig von dir zu lesen! :jubel:

    Ich hoffe du bist wohlauf und lässt den Schrott hinter dir!


    Ganz liebe Grüße vom

    Fiesco

    Das kann ich nur voll unterstützen!


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Ich glaube, dass nicht nur ich, sondern ALLE die Vielfalt der Meinungen lesen wollen - ob man damit einverstanden ist oder nicht, bleibt jedem für sich überlassen.

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.