Ravel - Impressionismus in der Musik

  • Und jetzt sollte ich besser hinaus aus dieser Debatte, die keine ist.

    Ich denke, das ist der falsche Weg. Man sollte sie zu einer machen, denn die Thematik ist hochinteressant. So gerne würde ich mich daran beteiligen, aber es geht nicht mehr.

    Und so möchte ich gerne wenigstens etwas mich reflexiv Beschäftigendes und Bereicherndes zu lesen haben.

    Es gibt ja Leute hier, die zu dem aufgeworfenen Fragenkomplex Gewichtiges beizutragen hätten. Und Du gehörst aus meiner Sicht dazu, lieber Wolfgang.

  • Ich denke, das ist der falsche Weg. Man sollte sie zu einer machen, denn die Thematik ist hochinteressant. So gerne würde ich mich daran beteiligen, aber es geht nicht mehr.

    Und so möchte ich gerne wenigstens etwas mich reflexiv Beschäftigendes und Bereicherndes zu lesen haben.

    Es gibt ja Leute hier, die zu dem aufgeworfenen Fragenkomplex Gewichtiges beizutragen hätten. Und Du gehörst aus meiner Sicht dazu, lieber Wolfgang.

    Danke für das Kompliment, lieber Helmut! Freilich ist es bei mir trotzdem nicht so weit her mit dem philosophischen Hintergrund. Und um den Impressionismus bei Ravel geht es hier nicht mehr wirklich. Stattdessen dreht sich jemand ständig in einem Kreis aus gedanklicher Leere, der zwar manierlich sich benimmt, aber offenbar keinen Wert auf ein sinnvolles Gespräch legt. Und das brauche ich jetzt nicht zum Zeitvertreib - sondern das macht mich tatsächlich dezent aggressiv. Pardon!


    Und schade eigentlich - respektive unverständilich, denn der Faden hat vor über vier Jahren seinen Anfang genommen mit keineswegs gedanklich leeren Äußerungen auch des Herrn Karl. :?:

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Freilich ist es bei mir trotzdem nicht so weit her mit dem philosophischen Hintergrund. Und um den Impressionismus bei Ravel geht es hier nicht mehr wirklich.

    Ich versuche nun seit Tagen ein wenig hinter den Spiegel zu schauen. Je angestrengter man das tut, so will es mir scheinen, wird die Sicht immer unklarer. Ich denke auch nicht, dass man versuchen sollte, dem Werk gleich mit Philosophie zu begegnen. Meines Erachtens ist nur der umgekehrte Weg gangbar. Man sollte immer von der Musik herkommen.


    Je mehr ich höre, umso geheimnisvoller finde ich dieses Werk. Eine ganz seltsame Mischung aus Statik und Dynamik. Gerade der Mittelsatz, so eine Art Spiegel des Werks, zeigt ja eigentlich keine Entwicklung, sondern tatsächlich eine Art Wellenbewegung der Verdichtung und Verdünnung. Das spanisch anmutende Alborada del gracioso gibt dagegen eher tänzerische Impulse.


    In gewisser Weise kommen mir die Zugänge von Samson François und Bruce Liu wie Antipoden vor. François meißelt die Stimmen heraus mit Brillanz und rhythmischer Finesse, während Liu uns an allen Stellen Farbimpulse gibt. Man kann erkennen, dass ich noch nicht wirklich weit bin.


    Wenn ich bei der Barque Ravels Bild etwas (über)strapazieren darf, so kommt es mir vor, als sähe ich bei François die Schaumkronen der Wellen, während ich bei Liu durch die Welle hindurch einen Blick auf den vermutlichen Grund werfe. (Genug poeselt ;) ...) Auf jeden Fall lässt sich bei diesem Bild der Begriff der Tiefe anwenden. Wie bei jeder Lichtbrechung gibt es also Oberfächenreflexe und das Durchschimmern. Das Werk ist schon faszinierend.


    Hier noch einmal die beiden Schiffchen


    Francois' Schaumkrönchen



    und Lius Farbspiel


  • So weit her ist's damit ja gar nicht :). Ich habe mein MacBook über USB mit einem Kopfhörerverstärker gekoppelt. Das gibt schon sehr gute Ergebnisse ...


    Vielleicht hier mal reinschauen Kopfhörer für Klassikfans Das gibt auf jeden Fall deutlich bessere Ergebnisse als der Kopfhörerausgang des MacBooks.

    Nochmals Danke !


    Habe jetzt einen Adapter erhalten - und das klingt jetzt ( mit dem Kopfhörerausgang, hat mein Mac noch, weil älteres Modell ) recht gut. Jedenfalls so, dass ich mit Genuss hören kann.

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  • Lius Klavierspiel ist bei aller Ernsthaftigkeit und Ausdruckstiefe eben immer auch das: Spiel. Es strahlt eine Freude an Nuancen, Varianten, Farben und auch am eigenen Können aus und lässt immer der spontanen Idee ihren Raum. Auf mich wirkt das (vor allem auch live im Konzert) wunderbar unverkrampft und in den unzähligen Schattierungen und Nuancen extrem lebendig. Sein Können ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

    Bruce Lius Debüt-CD "Waves" für die Deutsche Grammophon wurde im Bereich "Tasteninstrumente" auf die Vierteljahres-Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik gewählt. Die vollständige Liste gibt es hier.

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)