Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2022)

  • Musste noch ein Brikett nachlegen ...



    Ludwig van Beethoven


    Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58


    Ronald Brautigam, Fortepiano

    Kölner Akademie

    Michael A. Willens

    (AD: 2018)


    Grüße

    Garaguly

  • Zum Schluss wieder ein Quartett :


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    Ludwig van Beethoven

    Streichquartett Nr 13 B-dur op 130


    Koeckert Quartett

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Zitat von hasiewicz

    In seiner (klanglich übrigens sehr guten) Aufnahme verwandelt sich der romantische Wanderer in eine Truppe mediterran-überdrehter Komödianten, die, hinter einem übereifrigen Paukisten herziehend, die Lande unsicher machen. Alles betont zackig, mal viel zu laut, mal viel zu leise, immer sehr schnell. Das mag der Jacobs-Currentzis-Fangemeinde munden, für mich ist das nur ein großes Missverständnis. Schade.

    Hallo hasiewicz, Gottseidank bist du wohl der einzige der das so sieht!

    Ich bin total begeistert von Savalls Interpretation der Großen, übrigens, immer sehr schnell ist wohl ein Witz ;)seine Zeiten sind bei einer Übersicht der Einspielungen die mit Wiederholungen sind, ganz klar mit 61,18 mehr als im Rahmen!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hallo hasiewicz, Gottseidank bist du wohl der einzige der das so sieht!

    Ach ja? Welche beeindruckende Mehrheit hast du bezüglich identischen Urteils mit dem deinen bereits hinter dir geschart? ;)


    Abgesehen davon ist Tempowahrnehmung subjektiv und hat nicht nur was mit Zeiten oder Metronom zu tun.


    Aber ich gönne jedem seine Freude mit dieser Musik! Bei mir kommt sie ins hinterste Regal.


    herzliche Grüße

    Christian

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Weiter mit Beethoven ....



    Ludwig van Beethoven

    Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55 "Eroica"


    Etienne Nicholas Méhul

    Ouvertüre zur Oper "Les Amazones ou La Fondation de Thebes"


    Les Siecles

    Francois-Xavier Roth

    (AD: September 2020)


    Grüße

    Garaguly

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  • Johann Sebastian Bach (1685-1750): Brandenburgische Konzerte Nr. 1 bis 6


    Isabelle Faust, Antoine Tamestit, Akademie für Alte Musik Berlin, ohne Dirigent


    kleine Streicher-Besetzung, authentischer Blechbläser-Klang und flinke BlockflötistenArtikulation


    Doppel-CD links in der aktuellen Isabelle-Faust-Bach-8CD-plus-DVD-Box enthalten, preislich fast gleichviel Euros

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928





  • Hans Rott

    Symphonie Nr. 1 E-Dur


    Bamberger Symphoniker

    Jakub Hrusa


    Aufnahme: Konzerthalle Bamberg, Joseph-Keilberth-Saal, 10/2021








    Ging gerade zu Ende. Diese Neueinspielung brachte mir das Werk tatsächlich nach Jahren wieder näher. Wie eine Melange aus Bruckner und Mahler. Ohne jetzt im Detail nochmal mit anderen Aufnahmen verglichen zu haben, eine nach meinem Dafürhalten exzellente Darbietung in sehr gutem Klangbild. Was mir indes auffiel, ist die tolle Steigerung in der Coda des Finalsatzes, das macht Hrusa wirklich vortrefflich. Dass mir die Triangel diesmal überhaupt nicht enervierend vorkam, schreibe ich der umsichtigen Arbeit des Dirigenten zu.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Nun also wieder englische Küche ....



    Benjamin Britten


    Suite für Cello solo Nr. 1 Op. 72 (1964)

    Suite für Cello solo Nr. 2 Op. 80 (1967)

    Suite für Cello solo Nr. 3 Op. 87 (1971)


    Jamie Walton, Cello

    AD: 2011







    Wer von den Walton Brüdern war noch mal der kleine Jamie?


    Allen Taminos einen schönen Abend! :hello:

  • Gerade die Deutungen des 2. Beethovenkonzertes von Haebler und von Brautigam gehört. Neben den logischerweisevorhandenen Klangunterschieden, die der Verwendung unterschiedlichen Instrumentariums geschuldet sind, ist mir besonders deutlich geworden, dass dieser Beethoven bei Haebler wie ein Werk der Mozart-Nachfolge klingt; sie spielt es in klassischem Gleichmaß, alles wirkt sanfter.

    Da gibt es tatsächlich von den Pianisten bei den Beethoven-Interpretationen riesige Abweichungen. Da ich Beethoven durch Gulda kennengelernt habe (ein paar Jahre vor den Mozart -Sonaten für Klavier solo) überzeugen mich die Mozart-Annäherungen nicht wirklich. Haebler ist eine der geborenen Mozart-Interprten, daher glaube ich Deine Beobachtungen nachvollziehen zu können.


    Deine Beschreibung hat mir nun aber einen gewissen Motivationsschub zu Brautigam gegeben, den ich bisher nicht richtig wahrgenommen haben. Am Dutt kann es allerdings nun nicht gelegen haben ... :P

  • Zitat von hasiewicz

    Ach ja? Welche beeindruckende Mehrheit hast du bezüglich identischen Urteils mit dem deinen bereits hinter dir geschart? ;)

    Ich brauche dazu niemand! Das ließt sich Queerbeet! :D


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Darüber, dass Jordi Savalls (den ich übrigens sehr schätze) große Stärke wohl kaum die Musik der Romantik darstellt, dürfte allerdings auch mehr oder weniger Konsens herrschen.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Darüber, dass Jordi Savalls (den ich übrigens sehr schätze) große Stärke wohl kaum die Musik der Romantik darstellt, dürfte allerdings auch mehr oder weniger Konsens herrschen.

    Seine „Eroica“ fand ich gar nicht mal übel, aber was ihn hier geritten hat - keine Ahnung.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Nachdem ich mittlerweile via Deezer in die Savall'sche Schubert-"Große C-Dur" hineingehört habe, kann ich dieses Statement als sehr zutreffend unterstreichen:

    [...] eine Truppe mediterran-überdrehter Komödianten, die, hinter einem übereifrigen Paukisten herziehend, die Lande unsicher machen [...]

    Mich lässt diese Aufnahme ziemlich ratlos zurück. Zur österreichischen Frühromantik passt dieser rabiate Ansatz für mein Dafürhalten überhaupt nicht, es geht ihm jede Poesie ab.


    Das ehrliche Urteil eines geschätzten Forianers ist mir zudem immer lieber als irgendeine Gefälligkeitsrezension der Superlative, wie man sie heutzutage zuhauf findet.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Da verabschiedet man sich und dann dauert es doch länger als man denkt ....


    Elliott Carter zum 100. Geburtstag



    Elliott Carter


    Mosaic, für Kammerensemble (2005)

    Figment IV, für Viola solo (2007)

    Enchanted Preludes, für Flöte und Cello (1988)

    Fragment 1 + 2 für Streichquartett (1994,1999)

    Oboenquartett, für Oboe und Streichtrio (2001)


    Heinz Holliger, Carolin Widmann and friends ...

    Swiss Chamber Orchestra

    AD: 2008

  • Weckruf der Blechbläser am Morgen


    Charles Ives: From the Steeples and the Mountains; Processional "Let there be Light"

    Samuel Barber: Mutations from Bach

    Roy Harris: Choral für Orgel & Blechbläser

    Virgil Thomson: Family Portrait

    Henry Cowell: Grinnell Fanfare; Tall Fale; Hymn & Fuguing Tune Nr. 12; Rondo

    Carl Ruggles: Angels

    Elliot Carter: An Fantasy about Purcell's Fantasia upon a Note

    Philip Glass: Brass Sextet


    London Gabrieli Brass Ensemble

    .

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Tamino XBeethoven_Moedling Banner
  • Mein Morgen beginnt kammermusikalisch aber komplex :)



    Michael Finnissy


    Civilization, für Streichquartett (2004)

    Klarinetten Liederkreis, für Klarinette und Streichquartett (2016)

    Six Sexy Minuets Three Trios, für Streichquartett (2003)


    Kreutzer Quartet

    Linda Merrick, Klarinette

    AD: 2017


  • Bin schon seit geraumer Zeit in der Kammer ....



    Ferdinand Ries


    Grand Sonate f-Moll für Violine und Klavier, op. 19 (1805)

    Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 D-Dur (1813)

    Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 B-Dur (1813)


    Robert Bachara, Violine

    Marek Toporowski, Fortepiano

    (AD: 2021)


    Grüße

    Garaguly

  • Nun vergrößert sich die Besetzung ...



    Ludwig van Beethoven


    Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37

    Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur, op. 73


    Ronald Brautigam, Fortepiano

    Kölner Akademie

    Michael A. Willens

    (AD: 2017)


    Grüße

    Garaguly

  • Ich greife immer wieder gerne zu dieser Box, aktuell die CD Nr. 6 mit Violinkonzerten von Giuseppe Tartini:




    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Keine ganz leichte Kost, dieser Havergal Brian.



    Havergal Brian (1876-1972)


    Symphony No.6/ 28/ 29/ 31


    New Russia State Symphony Orchestra

    Alexander Walker


    Moskau, Russian State TV & Radio Company KULTURA,

    Studio 5, 20 - 24 Mai 2014

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  • Johann Mattheson (1681 - 1764)


    Boris Goudenow


    Oliver Gourdy

    Flore Van Meerssche

    Julie Goussot

    Sreten Manojlovic


    THERESIA

    Andrea Marchiol


    John Doe





  • Hier erklingt zur Zeit Nordisch-Romantisches ...



    Edvard Grieg


    Hochzeitstag auf Troldhaugen, op. 65/6 (vierhändig von Adolf Ruthardt)

    Aus Holbergs Zeit, op. 40 (vierhändig von Theodor Kirchner)

    Walzer-Capricen, op. 37

    Norwegische Tänze, op. 35

    Konzertouvertüre c-Moll, op. 11 "Im Herbst" (vierhändig vom Komponisten)

    Zwei elegische Melodien, op. 34 (vierhändig vom Komponisten)

    Zwei symphonische Stücke, op. 14


    Das Kölner Klavier-Duo

    (AD: Dezember 1998)


    Grüße

    Garaguly

  • Georg Philipp Telemann war Taufpate von Carl Philipp Emanuel Bach, Sohn von Johann Sebastian Bach.


    Georg Philipp Telemann: Triosonaten TWV 42: d7 & g9 für Blockflöte, Viola, Bc; Sonate TWV 41: D6 für Cello & Bc;

    Johann Sebastian Bach: Sonate BWV 1030 für Blockflöte & Cembalo (*)

    Carl Philipp Emanuel Bach: Triosonate Wq. 163 für Bassflöte, Viola, Bc; Sonate Wq. 88 für Viola da gamba & Cembalo


    Das Ensemble Paradiso Musicale bilden: Dan Laurin (Blockflöte), Henrik Frendin (Viola), Mats Olofsson (Cello), Anna Paradiso (Cembalo)

    (* Spiele ich selber sehr gerne, allerdings nicht in diesem rasenden Tempo im Schlusssatz.)

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Hier sind die Streicher aus Norwegen, die Werke sind finnisch, italienisch, amerikanisch ...



    Kaija Saariaho

    Nymphéa, für Streichquartett und Livelektronik (1987)


    John Cage

    String Quartet in Four Parts (1950)


    Bruno Maderna

    Streichquartett "in due tempi" (1955)


    Cikada Quartet

    AD: 2001 in Oslo

  • Lieder von Ernest Chausson, Antonin Dvořàk, Johannes Brahms, Igor Strawinsky, Maurice Ravel, Leoš Janaček, Richard Strauss.




    Magdalena Kožena, Mezzo-Sopran

    Diverse Instrumentalisten

    (AD: 2018)



    Grüße

    Garaguly

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  • Guten Abend allerseits. Heute war ich tagsüber unterwegs, aber jetzt ist doch noch etwas Zeit für Musick :



    Johannes Brahms

    Symphonie Nr 4 e-moll op 98


    Konzerthausorchester Berlin

    Christoph Eschenbach

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Der Abend wird kompromisslos ..... Wände, nein, wie sagte einer noch, eiserne Vorhänge ...



    Galina Ustwolskaja


    Sonate für Violine und Klavier (1955)

    Klaviersonate Nr. 5 (1986)

    Duett für Violine und Klavier (1964)


    Andreas Seidel, Violine

    Steffen Schleiermacher, Klavier

    AD: 2017

  • Anlässlich des Weltgedenktages für Sternenkinder am heutigen 15. Oktober:

    Alban Bergs Violionkonzert "Dem Andenken eines Engels"

    Berliner Philharmoniker,

    Kirill Petrenko,
    Frank-Peter Zimmermann.



    „Puccini ist der Verdi des kleinen Mannes, und Lehár ist dem kleinen Mann sein Puccini.“


  • Für weitere Empfehlungen bin ich natürlich immer dankbar!

    Hallo Stolzing,


    auch für mich ist Mendelssohns Schottische eines seiner besten, schönsten, bewegendsten Werke. Mir sagt neben den von dir bereits genannten Interpretationen auch diese hier mit Peter Maag sehr zu.



    In der rechts abgebildeten Box ist die Einspielung aktuell erhältlich.


    Grüße

    Garaguly

  • Guten Abend und vielen Dank Garaguly, ich hab sie soeben auf meine Liste gepackt - werden morgen beide gehört.

    Gerade läuft - quasi als Absacker - Franz Schrekers "Romantische Suite" und damit werd ich´s dann heute gut sein lassen :)

    Einen schönen Abend aus Oberösterreich und gute Nacht!

    „Puccini ist der Verdi des kleinen Mannes, und Lehár ist dem kleinen Mann sein Puccini.“

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