Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2008)

  • Zitat

    Original von Fairy Queen
    Ich höre jetzt diverse Schubertlieder zu den Mignon-Gedcihten aus Goethes " Wilhelm Meister".


    Das Cover kann ich leider nciht finden.



    Le voilá. Einfach bei der Seite eines Partners eintippen: "Schubert Janowitz". Und dann die ENTER-Taste drücken.


    CD2:
    8. Lied der Mignon I D 877 No. 2: Heiss mich nicht reden
    9. Lied der Mignon II D 877 No. 3: So lasst mich scheinen
    10. Lied der Mignon III D 877 No. 4: Nur wer die Sehnsucht kennt


    LG, Paul

  • Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-dur op. 74


    [amx=B000JRYMXA]300[/amx]


    Für Heinrich Baermann geschrieben entfaltet Weber bei hohen virtuosen Ansprüchen ein klangfarbenreiches Werk. Die leichtfingrige Einspielung mit Martin Fröst ist atemberaubend. Man höre sich nur mal die Polacca des Schlusssatzes an mt dem virtuosen Feuerwerk, dem Fröst brillant gerecht wird.


    LG Peter

  • bei mir:



    Marin Marais: Sémélé
    Le Concert Spirituel / Niquet



    8o was ist denn mit Niquet passiert ?!


    Der Prolog ist dabei, das Continuo auf einmal erträglich, das Concert Spirituel spielt auf einmal ungewohnt elegant wie Les Arts Florissants oder die Simphonie du Marais.


    Anscheinend hat sich Niquet die allgemeine Kritik zu Herzen genommen.
    Das Ergebnis ist wirklich wunderbar gelungen - dabei wollte ich diese Einspielung erst gar nicht haben, weil ich von den vorran gegangenen so enttäuscht gewesen war.


    Aber kein Vergleich mit Calirhoé oder Proserpine, das ist wahrhaft wunderbar gelungen.
    Bei so einer Interpretation kann man es fast nicht nachvollziehen, dass die Oper bei ihrer Uraufführung im beginnenden 18. Jahrhundert ein riesiger Flopp war und Marais nach diesem Desaster das komponieren von Opern aufgab.


    Die Chaconne ist natürlich absoluter Glanzpunkt der Oper, vielleicht nicht ganz so schön wie die Chaconne des Tritons aus "Alcione" aber dennoch ein sehr gut gemachtes Stück.

  • Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-dur op. 74



    In wenigen Wochen entstanden, ist das Konzert einer der Höhepunkte der Literatur. Den brillanten Außensätzen steht ein an einer Opernszene orientiertes Adagio con moto gegenüber, in der die Klarinette aus einer lyrischen Gesangslinie über zunehmend koloraturhafte Verzierungen in einem Recitativo ad. lib, ihre emotionelle Entfaltung findet. Die folgende Kadenz dient nicht der Schaustellung instrumenteller Virtuosität, sondern die die Solokoloratur eines Sängers.


    LG Peter

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  • Lieber Paul, das ist nicht die Box, die ich habe. Meine hat 4 Cds statt 2, vorne drauf ist ein Schubertbild und das Cover ist knallrot.



    Lieber Medard, grand merci! Die Cleopatra CD sicher sehr interessant wegen des Repertoires, aber dramatisches Megavibrato im Barock schreckt mich dann doch eher vom Kaufen ab......(hier sympatisiere ich mal ausnahmsweise mit Hildebrandt :D)


    F.Q.

  • bei mir jetzt ein Mitschnitt


    Ciacomo Antonio Conforti (1661-1756)


    "La Festa chinesi"


    L'Europe Galanate / Biondi


    :jubel: :jubel: :jubel:


    und danach kommt Gluck:



    EZIO, Opera Seria (1750)
    Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele

  • Zitat

    Original von der Lullist
    8o was ist denn mit Niquet passiert ?!


    Der Prolog ist dabei, das Continuo auf einmal erträglich, das Concert Spirituel spielt auf einmal ungewohnt elegant wie Les Arts Florissants oder die Simphonie du Marais.


    Na, Niquet liest hier mit :D :D

  • Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-dur op. 74



    Die Komposition der beiden Klarinettenkonzerte war ein Auftrag des bayrischen Königs. So hielt Weber Neuerungen fehl am Platz, benutzte die übliche dreisätzige Anlage - und geriet wie so oft in Konflikt mit dem ersten Sonatensatz. Mit großer Geschicklichkeit umging er das Problem, dass sein eigenes Formentfinden andere Wege suchte als die Sonatenform, die dort traditionell erforderlich ist. Diese Überzeugungskraft braucht dann auch der Solist ...


    LG Peter

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  • Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater


    [amx=B00000E4C2]300[/amx]


    Nicht gerade vibratolos - aber doch eine eindrucksvolle Interpretation, die ich jedenfalls der von Hennig/Jacobs vorziehe ...


    Liebe Grüße Peter

  • Guten Tag


    nach der Arbeit jetzt aufgelegt:




    Johann Sebastian Bach


    Französische Suiten BWV 812-817


    Mit Christophe Rousset, Cembalo :jubel: :jubel:


    Besonders gerne höre ich die 5. Suite; da gehe ich konform mit Nikolaus Forkel, der 1802 in seiner Bachbiographie über die "Französischen Suiten" schrieb:


    "Insbesondere verdient die 5te Suite in dieser Rücksicht bemerkt zu werden, in welcher sämmtliche einzelne Stücke von der sanftesten Melodie sind..."


    Recht hatte er :yes: :yes:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Heute aus Georgsmarienhütte eingetroffen und eben mittendrin in den Schumann'schen Violinsonaten: Nach etwas Eingewöhnung in die Komponierstube in Düsseldorf mehr und mehr angetan - später Schumann, doch von Abendstimmung keine Rede, es klingt kraftvoll und vorwärtsgerichtet, als hätte da noch viel Neues folgen sollen...



  • :hahahaha:


    Der Vorteil ist hier, daß die Solisti dell'Orchestra »Scarlatti« die Napoli auch nicht gerade vibratolos spielen und Ettore Gracis alles andere als einen trocken-unromantischen Stil pflegt.


    Ist jedenfalls eine meiner Lieblingsaufnahmen von Pergolesis »Stabat Mater« und in jedem Fall homogener und geschlossener als die mit Gens/Lesne.


    Außerdem ist Teresa Berganza ohnehin unübertroffen...


    Liebe Grüße,
    Medard

  • CHRISTA LUDWIG


    Tristan und Isolde Liebestod


    Die Götterdämmerung Schlußgesang


    NDR Orchester


    HANS KNAPPERTSBUSCH Dirigent


    aufgenommen 24.03.1962

    mucaxel

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  • Zitat

    Na, Niquet liest hier mit :D :D



    wenn er sich weiter so positiv entwickelt, dann würde ich ihm den Status "Ungnade" gerne wieder entziehen :D



    jetzt mal etwas lateinamerikanisches :beatnik:



    El Grand Barroco de Bolivia
    Coro de Camera Exaudi de la Habana - Maria Felicia Pérez



    wirklich sehr schön. Stilistisch sehr nahe an A. Scarlatti, aber mit spanischen Akzenten.


    Ja ja, die amerikanische Barockmusik ist noch ein unerschlossenes Gebiet voller Schätze :D

  • Ich mag besonders diese Einspielung:



    Auch wenn Teresa Berganza eh unübertroffen ist, Sara Mingardo kann auch was! :yes:


    Und das Concerto Italiano liebe ich heiss, erst recht seit ich sie mal live erleben durfte.


  • Ha, genau diese habe ich soeben von einem edlen Spender »geschenkt« bekommen!
    Freue mich schon drauf!
    Viele Grüße,
    Medard

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Heute aus Georgsmarienhütte eingetroffen und eben mittendrin in den Schumann'schen Violinsonaten: Nach etwas Eingewöhnung in die Komponierstube in Düsseldorf mehr und mehr angetan - später Schumann, doch von Abendstimmung keine Rede, es klingt kraftvoll und vorwärtsgerichtet, als hätte da noch viel Neues folgen sollen...



    Danke für den Beitrag, jetzt habe ich gesehen, dass es Norbert Burgmüllers Klavierwerke auf Hammerkiste gibt (selber Pianist, selbes Label)
    ... sabber ...

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  • [zitat]Original von Kurzstueckmeister:
    [...] dass es Norbert Burgmüllers Klavierwerke auf Hammerkiste gibt [...][/zitat]


    Auf den Burgmüller habe ich auch schon gespickelt, nachdem ich gerade Tobias Koch entdeckt habe, siehe auch (erst gestern erhalten und gehört):


    Ganz wunderbar!


    Doch zurück zu Burgmüller, mir noch gänzlich unbekannt: Empfehlenswert? Ein Muß...?

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Doch zurück zu Burgmüller, mir noch gänzlich unbekannt: Empfehlenswert? Ein Muß...?


    Eines der stärksten Talente der deutschen Hochromantikergeneration oder so.
    Ich habe eine schauderhaft eingespielte von Schumann fertiginstrumentierte 2. Symphonie von ihm.
    :hello:


    (... vielleicht hätte ich dazuschreiben sollen, dass er frühverstorben ist)

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    kurzstueckmeister
    Danke für den Hinweis: frühes Ableben spricht ja nicht gegen den Mann, da gibt es ja noch ganz andere...


    Setze die Burgmüller-CD mal auf meine Liste.


    Der Hinweis war ja nur eine Begründung dafür, dass Schumann die Sache fertiginstrumentiert hat.


    Schuman beklagte jedenfalls (anläßlich Burgmüllers Tod?), dass die Besten allzufrüh verstorben seien: nach Schubert nun eben auch Burgmüller.
    :hello:

  • Dulijööhh, heute kam mal wieder eine neue Miaskowski-Scheibe :



    Nikolai Miaskowski, Symphonie Nr 19, Mikhailov

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

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  • Zitat

    Original von rolo betman
    Dulijööhh, heute kam mal wieder eine neue Miaskowski-Scheibe


    Ich hole mir gleich bei 2001 meine erste ab: SINFONIEN NR. 15 & 27.
    Bin ich mal gespannt. Reingehört habe ich vorher nicht...


    Selbst gehört gestern Abend habe ich folgendes:


    Heitor Villa-Lobos (1887-1959)
    Discovery of Brazil-Suiten Nr. 1-4
    RSO Bratislava, Duarte
    Label: MP , DDD, 93


    Prall gefüllte CD: 79 Minuten.
    Hat mir sehr gut gefallen, diese zweite mir bekannte (mehr gibt es auch nicht) quasi "Filmmusik" von Villa-Lobos. Etwas melodienseeliger und über weite strecken weniger als sonst polyphone Musik (in manchen Stücken dann aber doch). Ach egal - bin glaube ich kein Spezialist im verbalen Beschreiben von Musik. Mir hat's Anhören Spaß gemacht! Auch die Klangtechnik stimmte - was bei Marco Polo Orchesteraufnahmen bei weitem nicht immer so ist...


    Viele Grüße
    Frank

    From harmony, from heavenly harmony
    this universal frame began.

  • Ojeh, die war für Blasorchester und klang doch teilweise sehr nach russischem Hurra-Patriotismus ... naja, er kann auch anders :



    Nikolai Miaskowski, Symphonien Nr 2 & 10, Rabl

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Richard Wagner
    Lohengrin


    Jan-Hendrik Rootering, Ben Heppner, Sharon Sweet, Eva Marton, Sergej Leiferkus
    Symphonieorchester und -Chor des Bayerischen Rundfunks.
    Colin Davis



    Ein mehr lyrischer Lohengrin (besonders im Vergleich zum dramatischen Karajan, da kann Davis in einigen Momenten geradezu ein wenig behäbig wirken, was aber allein betrachtet wahrscheinlich nicht der Fall ist), aber das ist für Hörer mit entsprechender Vorliebe eine hörenswerte Aufnahme, die gesanglich erstaunlich gut besetzt ist.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Meine Bruckner IX- Entdeckungsreise geht weiter:


    Anton Bruckner (1824-1896)
    Symphonie Nr. 9
    (Finale in der Aufführungsfassung
    Samale-Phillips-Cohrs-Mazzuca)

    Sinfonieorchester Aachen, Marcus Bosch


    Sound: stereo & multichannel (Hybrid)
    Label: Coviello , DDD/LA, 2007




    Die Sätze 1 und 3 wirken gar nicht so schnell, wie es nach der Zeitangabe scheinen mag - dafür fällt das Trio im zweiten Satz in seiner Langsamkeit IMO völlig aus dem Rahmen.



    LG, Elisabeth,


    die als Nichtmusikerin ernsthaft darüber nachdenkt, ob nicht der ein oder andere Blick in die Partitur doch hilfreich sein könnte...

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