Kopfhörer für Klassikfans

  • Der neue DT880 (bei mit mit 250Ohm) ist natürlich ebenfalls Halboffen. Ich habe durch meine Gewohnheit mit dem offenen DT990 daher das Gefühl, das sich der Raum nicht so breit öffnet, wie mit dem DT990, den ich als "luftiger" empfinde. Zudem ist der DT880 linearer abgestimmt, sodass ich ihn für Klassik eigentlich vorziehen müsste.


    Ich bin überrascht, wie die Beyerdymnamic-Ingenieure den DT880, trotz des völlig anderen Aufbaues klanglich so hin bekommen haben, wie den Alten !

    Der neue DT880 verträgt aber weit mehr Pegelspitzen ohne auch nur im geringsten zu verzerren. Der ausgewogene und auch im Bass volle Klang überzeugt.


    Der DT990 (auch mit 250Ohm) hat einen stärker ausgeprägten Bassbereich und damit einen so vollen luftigen Klang und einen so fabelhaft konturierten Bass, dass "meine Pauken" einfach noch wahnsinniger rüber kommen. Die Unterschiede sind letztendlich zwischen Beiden nicht riesengross. Aber müsste ich mich entscheiden - so würde ich klar zum DT990 greifen. Der ist für Klassik, wie Jazz und Elektronik gleichermassen geeignet. Der luftige freie und offene Klang überzeugt mich mehr - so wie der AKG K-702 !


    Aber reine Klassikfans, die einen linearen Frequenzgang "brauchen" sind dann mit dem DT880 auch gut beraten.

    Lieber Wolfgang,


    die Beschreibung hätte ich vor ein paar Jahren gebraucht, als ich die Qual der Wahl zwischen dem DT880 und dem DT990 hatte, Probehören konnte ich damals nicht. Ich habe mich für den DT990 entschieden, weil ich grundsätzlich offene Kopfhörer vorziehe, und was Du schreibst, bestärkt mich darin, dass es die richtige Entscheidung war. Auf jeden Fall finde ich den Klang des DT990 ganz vorzüglich. :hello:


    Da mir inzwischen wieder meine Anlage mit B&M-Lautsprechern zur Verfügung steht und ich zum Glück im eigenen Haus keine Rücksichten nehmen muss, nutze ich den Kopfhörer allerdings kaum noch.

  • 8)Beyerdynamic DT880 und DT990

    Da bin ich nicht verwundert, dass der Beyerdynamic DT770 Pro Dir für Klassik besser gefällt, als der Sennheiser Momentum OnEar ! Denn den DT 770 sehe ich in der Grössenklasse für zu Hause an der heimischen Anlage --- so einen "geschlossenen Prügel"^^ würde ich nicht mit nach draussen nehmen.

    Du kennst meinen "Charakterkopf" nicht, sonst wüsstest Du, dass das zumindest optisch kaum einen Unterschied macht...;)


    Wir haben ja schon öfter erstaunliche Parallelen in unserem Geschmack festgestellt - hier eine weitere: Mein erster "richtig guter" KH war ebenfalls ein DT 880, gekauft ungefähr 1987 bei SCHAULANDT in Düsseldorf (gibt es auch längst nicht mehr, aber die älteren Ortskundigen werden sich erinnern. Da habe ich ca. 1985 auch meinen ersten CD-Player gekauft - einen Senkrecht-Player von Rotel... :))


    Meinen alten DT 880 gibt es auch immer noch - er ziert aber nur noch einen Stofftier-Elchkopf in der Studentenbude meiner Tochter - findet sie cool...8)

  • Nun ist es vielleicht an der Zeit, hier einmal etwas über meinen Neuzugang zu berichten.

    Seit ca. einer Woche besitze ich einen neuen Kopfhörer, und zwar den Beyerdynamic DT 1990 pro.


    pic_dt1990pro_16-05_perspective_v1-webartikel_1.jpg

    Aufgrund meiner geographischen Verhältnisse war ich beim Kauf auf Test, Rezensionen und Erfahrungsberichte angewiesen. Was schaute ich mir also an? Alles, was ich irgendwie lesen kann, also Deutsch, Englisch, Norwegisch/Dänisch. Auch auf Youtube gab es eine Menge von Material zu sichten, meistens ins englischer Sprache.

    So eine Recherche gibt einem bisweilen auch Aufschluss über die Absurdität des Menschseins an sich. Viele Leute lieben es, sich beim Reden zuzuhören....

    Zudem muss man versuchen herauszufiltern, was nun ein echter Test oder eher so eine Art Productplacement ist, was ja leider auch auf einen großen Teil der „Tests“ aus den Hifi-Zeitschriften zutrifft ( gestern las ich einen Test, bei dem jemand behauptete, dass er beim Streamen von High-Res-Dateien den Unterschied zwischen einem PC und einem Mac plus jeweils gleichem High-End-DAC heraushören konnte.....nun ja...)

    Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht ja darin, dass die allerwenigsten Leute das besprochene Equipment für klassische Musik nutzen. Viele der mich interessierenden Kriterien finden also nicht statt, stattdessen sehr viel Aussagen, wie z.B. Death Metal über die armen Kopfhörer klingt. Ich versuchte also eine Menge zwischen den Zeilen zu lesen und auffällige Gemeinsamkeiten zu finden.


    Kann ich dieses Verfahren für jemanden empfehlen, der sich einen Kopfhörer kaufen will? Nein!

    Nichts ersetzt eigene, ausgiebige Hörvergleiche.

    Habe ich denn nun Glück mit meinem Kauf gehabt? JA !!


    Nahezu alle Besprechungen, egal auf welchem Medium, sprachen vom sogenannten „Beyer-Peak“ der in den Höhen auch bei diesem Hörer nervig werden könne. Doch jedenfalls dieser mein Hörer hat diese anstrengende Höhenanhebung im Bereich der ersten Violinen und ihrer Obertöne nicht, ganz im Gegensatz zum Sennheiser HD800, den ich ja immer noch im Bestand habe und zum Vergleich hören kann.


    Wie klingt er denn nun, der DT 1990?

    Extrem detailliert, entspannt, dennoch natürlich und neutral, mit einer angenehmen, aber immer glaubhaften Grundtonwärme. Die virtuelle Bühne ist groß und wirklich sehr trennscharf, allerdings nicht so extrem wie beim HD800. Es klingt sowohl beim leisen als auch beim lauten Hören angenehm und „musikalisch“. Die Klavieranschläge und auch die Sustainphase eines Klaviertons scheint mir schnell und natürlich zu klingen.

    Es werden zwei Sets von Ohrenpolstern geliefert, wobei das nicht standardmäßig montierte mehr analytisch und weniger grundtonwarm klingen soll. Da ich es aber gerade so wie es jetzt ist als gut und richtig empfinde, habe ich bisher nicht das Bedürfnis verspürt, die anderen Polster auszuprobieren.


    Vergleich zum HD800:

    Wie schon erwähnt, ist die die Bühne nicht jener vom Kopfhörergefühl wegführende, etwas künstlich-virtuelle Raum des HD800, der natürlich auch seine eigene hohe Faszination entfalten kann. Dennoch ist alles enorm trennscharf. Als ich gestern mit dem DT1990 Abend hörte, habe ich einmal erschrocken den Hörer abgenommen, weil ich dachte, dass zusätzlich die Studiomonitore liefen, weil ich bei dieser, wie ich nun feststellte auch technisch hervorragend gelungenen Aufnahme so etwas wie eine Tiefenstaffelung glaubte zu hören, was ja eigentlich nicht sein kann. Ich nehme an, dass es aufgrund der Trennschärfe und guten Lokalisierung zu solchen Effekten kommen kann. Wohl liegt es auch daran, dass ich die Studiomonitore direkt vor mir sehe und weiß, wie meine auf genügend Schlaf angewiesene Frau reagiert, wenn sie den Schrei der Kundry im zweiten Akt oder das "Haha" des Klingsors um 23.50 Uhr aus meinem Zimmer vernimmt, welcher sich gerade darüber echauffiert ( "Pfui!"), dass sich diese Urteufelin ( Herodias war sie, und was noch?) wieder beim Rittergesipp herumtrieb.... ;)

    Der nervige Peak bei 6kHz ist hier nicht vorhanden. Es klingt mir beim DT1990 pro insgesamt tonal besser ausgewogen und einheitlicher. Der HD800 scheint aber – wohl aufgrund auch seiner Höhenanhebung- noch etwas extremer die Mikrodetails herauszuschälen. Wieviel das noch mit dem natürlichen Hören im Konzert zu tun hat, wäre eine andere Frage.

    Der Grundton und die Mitten sind beim HD800 etwas schlanker als beim DT 1990pro.


    Vergleich zum Audeze LCD-X

    Der Magnetostat verfügt über eine noch größere Grundtonfülle und Wärme, kann auch im echten Tiefbass etwas punkten, also in jenem Bereich, der eher im Kino,als in Klassik vorkommt, von Orgelmusik oder Kesselpauken einmal abgesehen.

    Die Mitten sind sehr aufgelöst und die Bühne ist noch etwas breiter als beim DT1990. Die Panorama-Trennschärfe des DT 1990 hat er nicht ganz.

    Der mir am stärksten auffallenden Unterschied findet in den Höhen statt. Diese sind beim LCD-X etwas ins Milde tendierend. Manche sprechen von einem Roll-off, niemand jedoch von „dumpf“, denn das würde auch so nicht stimmen. Meines Erachtens klingt er jedoch schon etwas dunkler, als es der Wirklichkeit entspräche. Dadurch kann, ja muss man ihn auch lauter hören, um sozusagen noch möglichst alles Details mitzubekommen. Aufgrund der enormen insgesamten Auflösung geht das auch, weil ja nichts an diesem Klang nervt. Besonders für Aufnahmen mit zu Spitzen oder gläsernden Höhen wäre er dann die erste Wahl. Allerdings klingen ja gerade die neueren Klassikaufnahmen zum Glück nicht mehr so spitz, wie es in Zeiten des Wirtschaftswunders und der LP manchmal noch in Mode war. Die mir besonders ans Herz gewachsene Parsifal-Aufnahme



    klang mir mit ihm irgendwann zu „gedeckelt“. Auch so manche Bachkantate leidet bei ihm im Chor unter mangelnder Textverständlichkeit, weil eben diese Konsonaten schwer zu hören sind, wenn sie von der Aufnahmetechnik eh schon nicht gerade betont werden ( sollen sie ja auch nicht). Ein Wechsel auf den HD800 brachte in Sachen Wagner jedoch den gegenteiligen Effekt: das war mir bei den ersten Violinen so, als ob sie sich im Forte in meine Ohren hineinsägten (übertrieben gesagt, alles finde hier auf hohem Niveau statt!)

    Ich wünschte mir also einen ausgewogeneren, neutralen, mir behagenden und gleichzeitig auch hochauflösenden High-End-Klang, der dennoch auch ein solides „warmes“ Grundtonfundament bietet. So kam es, dass ich durch die sehr intensive Netzrecherche auf den DT1990 stieß.

    Lange war ich mir auch nicht sicher, ob der Amiron der gleichen Firma nicht doch die bessere Wahl wäre. Nun, den habe ich nicht gehört, allerdings muss ich schon sagen, dass ich mit dem Klang des DT1990 pro für meine Klassik-Tonträger sehr zufrieden bin. Das relaxt-warme Klangbild habe ich ja schon mit dem Audeze. Wenn ich die Möglichkeit irgendwann habe, werde ich jedoch gerne auch den Amiron einmal anhören - natürlich, denn so etwas interessiert mich ja!


    Der Wirkungsgrad des DT1990 ist so, dass man m.E. schon einen Kopfhörerverstärker braucht. Zudem sind seine klanglichen Potentiale hoch genug, die Vorteile eines guten KHVs auch umzusetzen. Ich verwende immer noch den Violectric HPA-V200, der von der Verarbeitung her wie ein Panzerschrank oder ein Volvo 240 Kombi daherkommt. Ich mag das.


    Ach ja: Thema Verarbeitung!

    Die sollte ich schon noch erwähnen, denn sie ist beim DT1990 außerordentlich stabil und hochwertig. Offensichtlich ist dieses „pro“ schon ein echter Hinweis auf die Zielgruppe und nicht nur ein Marketing-Gag.

    Vom Anpressdruck her ist der DT1990 allerdings auch schon eher „pro“. Mir war er am Anfang zu stark, so dass ich ihn einige Nächte über einen Studiomonitor spannte, damit sich das etwas gibt, was auch so funktionierte. Ansonsten sitzt er angenehm und gut auf meinem Schädel.




    Welchen höre ich nun am meisten?

    Im Moment gerade den DT1990, wahrscheinlich auf aufgrund des Neuen-Spielzeug-Phänomens, aber auch, weil ich mit ihm das Thema Kopfhörer und Technik am ehesten vergesse. Ich bin ganz schnell tief drin in der Musik und auch im Aufnahmeraum. Man kann sich die Musiker und Sänger sehr gut vorstellen. Jedes kleinste Atmen und Mitgrunzen des Dirigenten bleibt einem nicht verborgen.

    Für mir zu dunkel erscheinende Aufnahmen greife ich zum HD800, für zu grell abgemischte Produktionen zum gnädigen LCD-X.

    Ich scheue mich noch davor, einen von diesen zu verkaufen, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass ich es hinterher bitter bereuen würde…


    Fazit: Als Klassikhörer kann ich den Klassikhörern den Beyerdynamics DT1990 pro aus eigener Erfahrung sehr empfehlen. Macht es aber nicht so wie ich, sondern hört ihn Euch-wenn möglich- mit Euch sehr bekannten eigenen CDs ausgiebig im Vergleich an, falls Ihr Euch zufällig auch für einen solchen Hörer in der Preisklasse interessiert.

    Das Schöne an ihm ist ja nebenbei gesagt auch der noch tragbare Preis, wobei man schon sagen muss, dass man ihm einen guten KHV gönnen sollte. Den hatte ich ja zum Glück schon. Die Notwendigkeit eines teuren Extra-Speiseteils mit integriertem KHV ist ja immer auch ein Kaufhindernis, wenn es um das Thema Stax geht. Mich hätte aufgrund eines Nerd-Reviews auf Youtube ( der Typ hat die Kamera immer auf dem Kopf, so dass einem beim Zusehen fast schlecht wird, zudem scheut er auch vor Flüchen eher nicht zurück....) der SR-L300 schon interessiert. Dieser soll- lt. dem Nerd, bei dem ja durchaus auch einige sehr brauchbare und vernünftige Sätze dabeisein können, sogar besser als der SR-L700 klingen, der wesentlich teurer ist und vor allem eine nicht ganz so lächerlich schlechte Plastik-Verarbeitung aufweisen soll ( im Verhältnis zum Preis den Stax aufruft).


    Gruß

    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • Der analytische AKG K-500 wirkt dagegen zu langweilig und viel zu bassschwach - der hat die langweilige Abstimmung wie der Nachnachfolger DT-701. Ich war mal überzeugt von dem K-500, aber im Vergleich zu allen vorgenannten hat der einfach kein Pepp - der ist zu ehrlich und linear. (Wird daher nicht mehr benutzt - sieht wie neu aus - und würde bei Verkauf heute nichts mehr bringen - :) Wer will ihn ?)

    IIICH will ihn !!!! BITTE


    Mein alter fällt trotz etlicher Regaraturen nach etlichen Jahen Dauerbetrie allmählich auseinander !!

    KEIN KH klingt so wie er !!

    Der K 501 ist basscwächer, der K701 ist einen Hauch weniger Brilliant und zielt ein wenig auf den Sennheiser Kundenstock.


    Vor zwi Tagen wurde meine KH Sammlung um ein wichtiges Stück erweitert.

    Es ging hier nicht um Spitzen-Hifi, sondern um einen KH der GESCHLOSSEN sein sollte.

    Er ist als Kontrollmonitor für Filmaufnahmen (aud Video) gedacht. MEine oggenen und halboffenen Hörer lassen nicht zu, zwischen Originatton und Mikroton zu unterscheiden. DAs war mir bislang nicht wichtig, aber dieses Jahr ist eine Szene auf der Alten Donau (Stellgelegtert Donauarm - stehendes Gewässer mit ca 12m Breite und 6 km Länge - beliebes Bade und. Bootsfahrt-Gewässer)als Dreh geplant, wo wir den Ton via Funk zwischendem Darstellerbot und dem Boot mit der Technikcrew übertragen müssen. Da ich dem Funk nicht völlig traue wirde der Ton via KH überwacht und - sicher ist sicher - zusätzlich mit einem Tascam DR 40


    Der von mit gewählte KH ist der Beyer-Dynamic DT770 in der 80 Ohm Version

    Und er macht auch am HIFI Verstärker (wofür er nicht angeschafft wurde) eine recht gute Figur.

    Die Luftigkeit eines K500 von Akg erreicht er als geschlossener Hörer nartürlich nicht - aber das ist auch eine Gewöhnungssache.


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Ich hatte vor mehreren Jahren bei Saturn alle besseren Kopfhörer durchprobiert. Bei den meisten erlebte ich die Bässe zu stark. Ich entschied mich damals für Sony MDR 1 R, Impedanz 48 Ohm, Frequenzgang 4 – 80000 Hz. Bei diesem konnte ich am besten den Eindruck gewinnen ich befinde mich in einem Opernhaus.

    Andere Kopfhörer kenne ich nicht.

    Kurt

  • AKG K-500

    ICH will ihn !!!!

    Hallo Alfred,


    mein Beitrag bezüglich des AKG K-500 ist vom 02.Januar 2019.

    Der KH ist mittlerweile einem Anderen versprochen; befindet sich aber immer noch bei mir.


    Für nen Fuffi incl.Versand könnte ich das Blatt aber noch wenden, denn ich benötige ja Ersatz für meine bisherige Zusage.

    (Voraussichtlich käme auch mein alter Beyerdynamic DT 880 als Ersatz in Frage.)

    Wenn Interesse besteht, können wir gerne per EMAIL bezüglich Adresse und Kontonummer kommunizieren.


    Mein AKG K-500 hat nach wie vor keine optischen oder technischen Mängel.


    (Dieser Beitrag kann dann wieder gelöscht werden, wenn die Aktion beendet ist.)

  • Wenn Deine email Adresse noch mit jener identisch ist, die Du bei der Anmeldung verwendet hast, dann bestätige das biitte - dann bekommst Du eine email von mir.


    LG aus Wien

    Alfred

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  • Lange habe ich gezögert mit der Investition in einen guten Kopfhörer. Mein Kopfhörer bis dato, den ich doch nutzte war ein AKG, den ich geschenkt bekam, den AKG K514. Kopfhörer probehören mit den gewünschten Produkten ist in meiner Umgebung nicht möglich, da das Preissegment kaum angeboten wird. Ein Besuch bei Thomann in Begleitung eines Freundes, der dort ein e-piano testen wollte, dass es selbst in Wien nicht mehr zum Probespielen gibt, ermöglichte mir Kopfhörer probezuhören. Was ich ausgebig tat - Senneheiser HD 600, AKG K701 waren auch darunter, sowie Audio Technica oder Pioneer. Die verschiedenen KH mit den Beispielstücken angehört immer wieder - dann auf einen Kaffee gegangen, beide brauchten wir wohl eine Zeit zum Nachdenken.

    Ich habe mich für den Beyerdynamic DT880 entschieden. Für mich war er es, der mir am besten das Hörerlebnis gab, dass ich haben wollte.

    Bis dato bin ich sehr zufrieden und auch der Verstärker ein NAD T753 ist kräftig genug, um die Kopfhörer gut auszuspielen.


    Das Problem ist, dass ich es nun höre, wenn der Radioempfang mal nicht ganz so perfekt ist, trotz Wurfantenne. ;)

    Sagt nicht:"Ich habe die Wahrheit gefunden", sondern:"Ich habe eine Wahrheit gefunden." (Khalil Gibran; Der Prophet, dtv, 2002)

  • Ich habe mich für den Beyerdynamic DT800 entschieden.

    Hallo Franz,


    Du meinst sicher den Beyerdynamic DT 880 !?! :thumbup:Damit hast Du auf jeden Fall eine sehr gute Wahl getroffen.

    Ich habe von Beyerdynamic bereits als Student den DT 880 gekauft ... der neue DT880 sieht nun ganz anders aus, hat aber eine ähnliche Klangabstimung ... aber egal - ganz ausgezeichnet ! Er war Anfang des Jahres mein letzter Neukauf eines KH, weil der unglaublich günstig war.


    Als Ergänzung habe ich den Beyerdynamic DT990, der nicht so linear abgestimmt ist, wie der DT880; aber im ausgeprägter konturierten Bass für meine "geliebten Pauken" so richtig fabelhaft geeignet ist. Ein Orchester wirkt dann bei aller Analytik noch volumiger, voller.


    Ein weiterer Spitzen-KH ist mein AKG K-702, den ich Abends im Bett an einem SONY-ES-CD-Player gerne benutze ... das ist eines der besten und präzisesten KH, den ich je hörte - er gilt unter Aufnahmetechnikern als Studio-KH. Der deckt jede CD-Schwäche auf ... genial !


    Über meinen alten, aber optisch und technisch neuwertigen AKG K-500 freut sich Alfred jetzt :hello:.

    Mir hatte er einfach eine zu schwache Bassabstimmung (ähnlich wie der AKG K-701).

  • Hallo teleton,


    Ja, es ist der Beyerdynamic DT880, danke für die Berichtigung, die ich auch im Post gemacht habe. Ich mag zwar die Pauken so wie Du auch ganz gerne, und auch ein guter Bass wird geschätzt, doch noch mehr lieb ich die Posaunen und Trompeten. Die Aufnahme von Herreweghes Elias muss bei mir so richtig schön schmettern und das erlauben die DT880, ohne dass mir jetzt die Tiefen fehlen täten. Der AKG K-701 hätt es auch werden können, war dem DT 880 sehr nahe. Letztlich sind es Entscheidungen entlang der eigenen Präferenzen beim Hören. Schlecht ist kein KH in dieser Liga mehr.

    Sagt nicht:"Ich habe die Wahrheit gefunden", sondern:"Ich habe eine Wahrheit gefunden." (Khalil Gibran; Der Prophet, dtv, 2002)

  • Zitat von teleton

    Ein weiterer Spitzen-KH ist mein AKG K-702,

    Ich weiß nicht, wie in der AKG-Hierarchie der AKG K-712 einzuordnen ist, aber mit ihm höre ich im Wohnzimmer über den Digital-Receiver Pioneer SC-LX 58 K und den Blue Ray-Player DMP-BDT 700 von Pioneer alle Klassik-Aufnahmen, Symphonien, Instrumentalkonzerte, Oratorien, Messen, Requien und natürlich Opern, sowie auch alle Blockbuster auf Blue Ray, nach Möglichkeit mit UHD-Auflösung auf einem ebenfalls exzellenten UHD-Fernseher ebenfalls von Panasonic. Leider kommen sämtliche Fernsehanstalten in der Bildqualität nicht annähernd mit, vor allem nicht die öffentlich Rechtlichen, die gerade mal eine 720er-Auflösung anbieten. Das ist gerade mal HD.


    Aber um beimTon zu bleiben: wenn ich nur Musik höre, z. B. im Arbeitszimmer, wo sich auch meine Sammlung befindet, höre ich über den KH-Verstärker Burson Audio Soloist mit meinem Sennheiser HD 650 und dem Marantz-Player CD6006, und wenn ich am Computer Sonaten-Aufnahmen bespreche, setze ich den Grado SR 325 ein.


    Vor einer kleinen Weil habe ich mir als Ersatz für einen In-Ear-Kopfhörer für unterwegs am kleinen Laptop den Sennheiser HD 25-1 II, einen leichten, aber klangstarken On-Ear-Kopfhörer angeschafft, für den ich etwa soviel bezahlt habe, wie ich heute für einen AKG K-702 bezahlen müsste. Insgesamt muss ich sagen, dass ich zur Zeit, jedenfalls nach meinem Höreindruck, für jeden Zweck an jedem Hörplatz den richtigen Kopfhörer habe.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Natürlich ist das Bessere stets Feind des Guten, aber ist es nicht eine eher männliche Eigenschaft, mit der einmal getroffenen Entscheidung zufrieden zu sein?


    Seit vielen Jahren (15+) verwende ich zum Klassik- und Jazzhören den HD600 von Sennheiser. Damals habe ich bei Händlern ausführlich Probe gehört, der HD600 war der Kopfhörer, der für mich den natürlichsten, ausgewogensten und durchhörbarsten Eindruck machte. Damals schloss ich ihn meist am Kopfhörerausgang meines damaligen Yamaha-Verstärkers an, später kam ich dann auf die Idee, einen separaten Kopfhörerverstärker vorzuschalten und habe nach einigen Testberichten und Testhören mich für den rHead von ARCAM entschieden, dieser hatte genügend Power, klang "unaufgeregt", gab einfach das wieder, was er sollte, ohne den HD600 zu sehr ins "Analytische" zu treiben. Das Musikhören zu später Stunde ist damit sehr angenehm.


    In letzter Zeit las ich immer wieder Vergleiche mit höherwertigen Hörern von Sennheiser und anderen Fabrikaten, habe auch schon den ein oder anderen Vergleich gemacht, kam aber immer wieder zum HD600 zurück, der vor allem angesichts des dafür gezahlten Preises mich heute noch sehr glücklich macht. Seit dem Kauf habe ich einmal das Kabel getauscht, der Rest ist noch sehr gut in Schuss.

    Absolute Empfehlung für dieses Modell von meiner Seite.

  • Hallo Madize,


    der 600 ist ein toller KH mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis, der 800 ist einen Ticken besser, aber dafür erheblich teurer.


    Ich habe beide und meine, für die meisten Hörer lohnt sich im Prinzip der höhere Preis nicht.

  • Ja, es ist wohl so, dass man für die letzten Prozent an Qualität dann noch mal einen erheblichen Aufpreis investieren muss. So soll ja der neu aufgelegte HD820 als geschlossenes Modell noch mal etwas über dem HD800(s) liegen, dafür dann aber auch noch mal 1000 € mehr dem Käufer abverlangen. Das wäre für mich sicher definitiv keine Option (habe mich wohl schon zu sehr an die offene Bauweise gewöhnt).


    Rein interessehalber: der 800er, bietet dieser "lediglich" ein noch klareres Klangbild oder zeigen sich hier auch Vorteile bei der maximalen Lautstärke bzw. eine noch unverzerrteres Klangbild bei hohen Lautstärken?

  • Nur zur Information

    Vor vielen Jahren stand ich vor der Entscheidung: Sennheiser 600 (den 800er gab es damals noch nicht) oder AKG 500 ?

    Ich entschied mich nach vergleichendem Hören für den AKG.

    Der Sennheiser erschien mit zu dunkel abgestimmt und der AKG hat grade jenen Hauch Analytik mehr den ich wollte, einen Touch "Silbrigkeit" und besserer Durchhörbarkeit.

    Hier war natürlich die etwas zurückhaltendere Basswiedergabe mit Schuld daran....


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Ja, es ist wohl so, dass man für die letzten Prozent an Qualität dann noch mal einen erheblichen Aufpreis investieren muss. So soll ja der neu aufgelegte HD820 als geschlossenes Modell noch mal etwas über dem HD800(s) liegen, dafür dann aber auch noch mal 1000 € mehr dem Käufer abverlangen. Das wäre für mich sicher definitiv keine Option (habe mich wohl schon zu sehr an die offene Bauweise gewöhnt).


    Rein interessehalber: der 800er, bietet dieser "lediglich" ein noch klareres Klangbild oder zeigen sich hier auch Vorteile bei der maximalen Lautstärke bzw. eine noch unverzerrteres Klangbild bei hohen Lautstärken?


    Ich finde, der 800er ist noch ein bißchen transparenter, ich höre gar nicht bei hoher Lautstärke. Verzerrungen habe ich auch noch nie wahrgenommen, ich denke, daß, wenn sie überhaupt hörbar werden, dann erst bei Lautstärken, wo man schon die Ohren ruiniert.

  • Danke. Mir geht's ebenso, allerdings erwische ich mich bei sehr hochwertigen Komponenten, egal ob Lautsprecher oder Kopfhörer, immer wieder, dass man lauter hört als dies eigentlich gut ist, da einfach keine Verzerrungen oder Komprimierungen vorhanden sind. Man nimmt dies immer dann erschreckt war, wenn man den Raum verlässt, nach einer Weile zurückkommt und dann - normiert auf den Pegel der Dinge des täglichen Lebens - festgestellt, wie laut man doch gehört hat...