2012 - Mozarts Klaviersonaten und ihre Interpreten auf modernem Flügel

  • Die Zeit bleibt nicht stehen.
    Eine Binsenweisheit, aber eine, die einen immer wieder in Staunen versetzt, wenn man mit ihr real konfrontiert wird.
    Mozarts Klaviersonaten - oft unterschätzt - oft mit tieferem Sinn unterlegt sind ein Dauerbrenner, wenngleich ein langsamer.
    Es wird vermutlich in diesem Thread keine heissen Diskussionen gebn, allenfalls Meinungsaustausch.
    Auch nicht schlecht -oder ?
    Ob Mozarts Klaviersonaten auf Originalinstrumenten oder am Modernen Flügel interpretiert werden können, das muß hier nicht erörtert werden, gibt es doch jetzt zwei voneinander unabhängig laufende Threads.
    2011 - Mozarts Klaviersonaten und ihre Interpreten auf "Originalinstrumenten"
    Während vor einigen Jahren die "historische Aufführungspraxis" bei Mozarts Klaviersonaten nur zögerlich ins Rollen kam, hat sie sich heute doch durchgesetzt, ohne jedoch - und das ist das Erfreuliche daran, die Interpretation am modernen Flügel in den Hintergrund zu drängen. Es gibt sozusagen eine friedliche Koexistenz , die einander nicht nur "duldet" sondern ergänzt., in dem Sinne daß das Interesse an Mozarts Sonaten gesteigert wird.
    Ich verweise in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Einzelthreads zu Mozarts Klaviersonaten, hier soll bloß ein pauschaler Überblick über die "modernen" Aufnahmen, ihre Meriten und ihre Schwächen gegeben werden.
    Es müssen nicht unbedingt Gesamtzyklen sein, die man erwähnt, es werden gerne auch herausragende Einzelleistungen, oder auch Torsi von geplanten Gesamteinspielungen gesehen.
    Im Augenblick begnüge ich mich mit diesem (hoffentlich) ermunternden Einführungsthread und überlasse Euch fürs erste das Feld....


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Natürlich kenne ich nicht alle (oder auch nur eine signifikante Teilmenge) der (erstaunlich vielen) Aufnahmen der Sonaten. Aber auf modernen Instrumenten habe ich nichts besseres gehört (Endres, Badura-Skoda, Zacharias, Schiff, Gould, nicht alle davon komplett) als die vor einigen Jahren aufgetauchten, halbprivaten Aufnahmen Guldas. Wenn die in Studioqualität wären (und dass sie nicht in solcher vorliegen, ist eine der größten verpassten Chancen jenseits all der Aufnahmen, die Carlos Kleiber NICHT gemacht hat oder einem Gulda-Zyklus der Klavierkonzerte mit Harnoncourt oder Vegh), wären sie m.E. praktisch konkurrenzlos. So muss man sich mit einem sehr direkten, etwas harten Klang abfinden (Kopfhörer sind nicht empfohlen).
    Unvergleichliche Spielfreude und Energie, die aber nie forciert wirkt, und natürlicher Fluss in den langsamen Sätzen. Ein paar Sonaten gibt es auch in Studioqualität, die DG-Aufnahme etwa aus der Zeit der verschollenen Tapes, die bei Amadeo Ende der 1960er oder Anfang 70er. Es mag weitere einzelne (ggf. live oder historische) Aufnahmen geben, aber der einzige Zyklus sind die "Mozart tapes".



    Als Einzelaufnahme nenne ich noch die leidenschaftlich-expressionistische der a-moll-Sonate von Artur Schnabel (auf diversen Labels erhältlich).

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich würde bei der Interpretation von Mozarts Klaviersonaten nie das Wort "konkurrenzlos" verwenden.
    Vielleicht liege ich falsch, aber gerade diese Werke erforden vom Interpreten, daß er sich ganz persönlich einbringt.
    Es wurde ja Mozarts Klaviersonaten immer wieder nachgesagt, sie seien eher einfach gestrickt, keine wirklich anspruchsvollen Werke. Das mag in technischer Hinsicht vielleicht stimmen (oder auch nicht) - aber keineswegs trifft das in Sachen Interpretation zu.
    "Die Sonaten von Mozart sind zu leicht für Amateure und zu schwer für professionelle Musiker" - so zitiert Maurizo Pollini diesen Ausspruch - und er schreibt in Kempff zu....
    Andere schreiben diesen Ausspruch (in leicht veränderter Form) Artur Schnabel zu.....
    ("zu leicht für Kinder - zu schwierig für Erwachsene")


    Aber egal wer das gesagt hat - ein Körnchen Wahrheit ist schon darin.
    Der Jammer ist ja nur, daß wenige Musikfreunde diese Sonaten als interessant genug empfinden sie in vergleichenden Interpretationen zu hören. Dabei sind gerade bei den Mozart Klaviersonaten gewaltige Auffassungsunterschiede der Pianisten zu hören, vom Silbigen Mozartklang, vom heiter-perlenden Mozartspiel über den Tiefsinnigen - auch melancholischen Mozart - bis hin zu "Parodie" - zumindest empfinde ich Glenn Goulds Aufnahmen so.


    In den nächsten Wochen sollen hier einige Aufnahme zur Sprache gebracht werden, er muß nicht unbedingt immer eine Gesamtaufnahme sein...


    mfg aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Zitat

    Alfred: Die Sonaten von Mozart sind zu leicht für Amateure und zu schwer für professionelle Musiker.

    Nach meinem Wissen, lieber Alfred, stammt dieses Zitat von Alfred Brendel, der damit seinen Mentor Edwin Fisher zitiert hat.


    Aus meiner Sammlung halte ich neben Alfred Brendel, Andras Schiff, Christian Zacharias und Claudio Arrau vor allem drei Damen für referenzwürdig mit der Gesamtaufnahme der Klaviersonaten, Lili Kraus, Maria Joao Pires und Mitsuko Uchida.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Vermutlich wird der Spruch einer ganzen Reihe von Pianisten zugeschrieben. Ich kenne es mit Schnabel als Urheber. Wie alle solche Bonmots ist es sicher für eine Reihe von Deutungen offen.
    Wie gesagt, scheint mir Gulda aber den natürlichen Fluss (wenn das gemeint sein soll) sehr gut zu treffen, obwohl er natürlich technisch viel virtuoser spielt als ein Anfänger oder Amateur.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich kann nur zwei Interpreten vergleichen - Horowitz (das wenige, das er für die DG eingespielt hat) und Klara Würtz, von der ich die Gesamtaufnahme habe - insgesamt gefällt mir Horowitz besser - obwohl Würtz beileibe nicht schlecht ist - aber die Anschläge scheinen leichter und schwebender, Horowitz´ Interpretation ist etwas verspielter, weniger schwergewichtig. Sie scheint mir auch mit weniger Hall aufgenommen zu sein.


    Von Alfreds Charakteritiken erscheint mir bei Horowitz daher "heiter-perlend" die richtige Wahl zu sein. Würtz ist nicht weit entfernt, allerdings mit einem Hauch von Wucht.


    Beide Interpretationen könnten in gar keinem Fall von einem - auch technisch versierten - Laien gespielt worden sein.

  • Irgendwie ist es merkwürdig.
    Als ich vor einigen Jahren - genauer gesagt im September 2004, den ersten Thread über Mozarts Klaviersonaten startete, da stellte ich fest, daß meine damals vorhandenen Einzelaufnahmen nicht ausreichten einen gesamten Zyklus der Sonaten zusammenzustellen, es gab viele Doubletten, aber vor allem auch viele Lücken.

    So entschloß ich mich damals dies möglichst schnell zu schliessen.
    Da bot sich damals die Gesamtaufnahme mit Michael Endres an, welche er für das Label "arte Nova" gemacht hat (später von "OEHMS CLassic" übernommen. Ich stand den Aufnahmen anfangs ein wenig ratlos gegenüber, empfand sie ein wenig trocken. Aber bald offenbarten sich mit ihre Vorzüge. Im Rahmen dieses Thread wollte ich sie erneut vorstellen, und habe zu diesem Zwecke erneut hineingehört. Was würde mich nun erwarten ? Würde sich meine erster Eidruck von damals bestätigen, oder aber der zweite - wesentlich positivere ?
    Um es kurz zu machen: Weder noch - Ich war heute beim erneuten Wiederhören einfach nur begeistert. Endres Spiel ist sehr persönlich gefärbt - aber immer ausgewogen, dabei aber - aus heutiger Sicht betrachtet NICHT trocken, auch nicht- wie ich einst zu bemerken glaubte - grüblerisch. Es eine seriöse Auseinandersetzung mit diesen Werken, die man gehört haben sollte, oder besser noch: Man sollte sie besitzen...
    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • MOZART's Klaviersonaten, "zu leicht für Amateure, zu schwer für prosessionelle Musiker", dieser Ausspruch stammt auf jeden Fall sicher und original von WILHELM KEMPFF, mögen auch andere Pianisten sich ähnlich geäußert oder eben genauso empfunden haben, und mit dieser Sicht dürften sie dann ja wohl auch richtig liegen.


    Das richtige Gespür und den richtigen Ton für MOZART's Sonaten hat nach meinem Geschmack der junge CHRISTOPH ESCHENBACH gefunden, der mit seinem klaren, jugendlich-frischem Spiel auf höchstem Niveau MOZART's Sonaten weder allzu leicht und trivial gestaltet, noch diesen unnötiges Gewicht verleiht. Presto-Sätze fließen bei ihm natürlich leicht und quirilig, Andante-Sätzen verleiht er eine sensible, angemessene Nachdenklichkeit, wie man sie bei MOZART auch in anderen Werken kennt.


    Trotz größter Werktreue zeichnen sich CHRISTOPH ESCHENBACH's Einspielungen der MOZART-Sonaten bei der DGG, auch dank seiner ausgeprägten klavieristischen Phantasie, seines Anschlags und seiner überzeugenden Gestaltung, durch eine klare persönliche Note aus, und mit keiner der nachfolgenden Einspielungen selbst hoch eingeschätzter Mozart-Pianisten konnte ich mich - zumindest was die Sonaten anbetrifft - jemals wieder so uneingeschränkt anfreunden, was ganz besonders für die Sonaten KV 330 und 331, und die Rondos KV 485 und 511 zutrifft.


    Viele Grüße


    wok

  • Sagitt meint:


    Eschenbach war seinerzeit Gewinner eines Haskilwettbewerbs. Sie selbst hat wenige Sonaten, wie KV 280, eingespielt, aber diese unvergleichlich grossartig. Ideales Mozartspiel.

  • Gulda mochte ja von seinen eigenen Solo-Mozartprojekten kaum etwas (lese gerade ein Buch von ihm - übrigens das persönlichste, ehrlichste und offenste Buch, das ich je in den Händen hatte), schätzte dafür aber die eigenen Orchestersachen mit Harnoncourt und Böhm sehr.


    Da gibt es ein zwei Sätze über die Mozart-Zusammenarbeit mit Böhm, die ich wahnsinnig interessant fand und gerne in irgendeinem Böhm/Mozart-Thread zitieren würde. Ob Alfred das wohl kennt? Ich hoffe die Zeit zu finden und es nicht zu vergessen, davon ein paar Sätze davon zitieren.


    Was mich an Guldas Aufnahmen mit Mozart-Solo stört, ist in erster Linie die knalldirekte Mikrofonierung.
    Dieser harte, trockene und gar nicht singende Ton ist einfach schade, gerade bei diesem Ausnahmemozartspiel.
    Bei den Orchesteraufnahmen hat der Gulda sich wohl in die Aufnahmetechnik nicht einmischen können, wodurch die singende Qualität seines Mozartspiels erst richtig herauskommt. Den Mittelsatz vom A-Dur-Konzert (Harnoncourt, Concertgebouw/TELDEC) hat nach meinem Dafürhalten vor und nach ihm KEINER so gut gespielt.


    Er wusste auch selbst, wie gut er auch im internationalen Vergleich in Sachen Mozart dastand. Dass er da in seinen Äusserungen keine falsch-verlogene Bescheidenheit an den Tag legte, gefällt mir ebenfalls.
    Ich sehe das auch so, dass zu den grössten verpassten Sternstunden der Aufnahmegeschichte gehört, dass er mit Harnoncourt nicht noch mehr Mozart-Konzerte aufnahm.


    Ansonsten schätze ich Uchidas Mozart sehr, sowohl solo als auch mit dem Orchester. Sie hat neben ihrem Geschmack und ihrer Technik das Gespür für diese Verbindung, die da zwischen Mozart und Schubert besteht.
    Gulda, für den Mozart ja der Grösste Musiker überhaupt war, spielte Schubert übrigens öffentlich ungern, und wenn, dann eher bewusst distanziert, weil es ihm einfach zu persönlich wurde....die Töne dieses Komponisten gingen ihm nahe. An solche Äusserungen meine ich mich jedenfalls zu erinnern ( es gab da einmal eine dieser seltenen Fernsehsendungen)


    :hello:


    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • Zitat

    Alfred: Endres Spiel ist sehr persönlich gefärbt, - aber immer ausgewogen, - dabei aber aus heutiger Sicht betrachtet, NICHT trocken, aber auch nicht, wie ich einst zu bemerken glaubte, grüblerisch. Eine sehr seriöse Auseinandersetzung mit diesen Werken, die man gehört haben sollte, oder besser noch, man sollte sie besitzen.

    Dem kann ich nur beipflichten, lieber Alfred, die Gesamtaufnahme der Sonaten von Michael Endres war sogar die erste, die ich vor vielen Jahren erwarb, zumal Endres auch über die nötige Technik verfügt, um die vermeintlich leichten Werke adäquat zu interpretieren.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Zitat

    Glockenton: Was mich an Guldas Aufnahmen mit Mozart Solo stört, ist die knallharte Mikrofonierung.

    Sie sind ja auch, lieber Glockenton, wie johannes Röhl schon ausführte, unter recht primitiven Bedingungen in einem Hotelsaal aufgenommen worden. Interpretatorisch gehören sie mit zum Besten, was jemals an Mozart-Sonaten erschienen ist.


    Was du über Mitsuko Uchida sagst in Bezug auf Mozart und Schubert sehe ich ebenfalls so, und interessant ist auch deine Aussage über Gulda und Schubert, denn ähnlich äußerte sich ein guter Bekannter von mir, der sagte, er könnte Schubert nicht mehr spielen, weil er jedes mal von der Musik so ergriffen wäre, dass er weinen müsste.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo,


    wenn ich die Aufnahme des 1. Satzes von KV 282 mit Endres (JPC-Schnipsel) und Uchida (meine Gesamteinspielung) vergleiche, fällt das etwas schnellere Tempo von Endres auf. Denn wesentlichen Unterschied höre ich aber in dem sehr viel mehr zurückgenommenen Spiel (Dynamik, Anschlagsart) von Uchida. Nun hat der 1. Satz einen sehr verhaltenen Charakter - untypisch für Mozart? - (im Thread "Mozarts Unterhaltungsmusik" habe ich den Verdacht geäußert, das Mozart diese Art Musik scheinbar doch auch sehr geschätzt hat). Diesen verhaltenen Charakter bringt Uchida durch eine andere Phrasierung - die kleinen Pausen dehnt er etwas länger, holt dieses Zeitmehr durch einen folgend nicht unterbrochenen Melodiebogen - dadurch etwas schneller - wieder herein. Die "typische" Mozartmelodie nach ca. 50 sec. spielt Endres mehr typisch, wogegen bei Uchida nat. auch der durch den Tonartenwechsel und die andere Melodie erzeugte Wechsel des Charakters deutlich wird, spielt aber mehr legato und erhält damit den verhaltenen Charakter des 1. Satzes.


    Auch den 2. Satz spielt Endres etwas rascher, Uchida spielt aber akzentuierter, auch mit mehr Dynamikunterschied, und bringt duch den so pointierten Vortrag den Unterschied zum 1. Satz deutlicher heraus.


    Für mein Empfinden - ich habe mir nicht die Mühe gemacht, in den Noten die Tempobezeichnung nachzusehen - spielt Endres den 3. Satz viel zu schnell, das "rast/rauscht" vorbei, dass ich meine, die Besonderheiten gar nicht mehr erkennen zu können.


    Viele Grüße
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Da der Thread Mozart, Wolfgang Amadeus: Die Klaviersonaten leider geschlossen wurde, muss ich hier nochmal nachhaken: Mozarts Klaviersonaten sind so ein Fall, wo mein Held Glenn Gould nicht an erster Stelle steht - ich habe hier auf der dritten und letzten CD:



    gestern noch einmal sein kompliziertes Verhältnis zu Mozart nachgehört und bestätigt gefunden, dass er in meiner Rangliste erst nach Eschenbach, Schiff und (Brendel); allerdings vor Klara Würtz kommt!

  • ich besitze zwei gesamtaufnahmen:



    nun geht mir die befähigung ab sie differenziert zu beurteilen, ich finde beide sehr gut wobei mir die sehr günstige zacharias aufnahme fast besser gefällt. ich muss aber eingestehen, dass ich sie nur sehr selten höre - ich werde diese woche mal einen kleinen vergleich machen - welche sonate wäre dafür geeignet ?


    schönen dritten advent noch !


    kalli

  • ich besitze zwei gesamtaufnahmen:

    nun geht mir die befähigung ab sie differenziert zu beurteilen, ich finde beide sehr gut

    Kannst du bitte trotzdem versuchen, die stehengelassene Aufnahme kurz zu charakterisieren; bei Amazon gibt es neben Lob auch tüchtig Schelte, sie sei langweilig etc.

  • Für mich exemplarische Aufnahmen:


    [timg]http://ecx.images-amazon.com/i…L500_AA300_.jpg;l;300;300[/timg]
    Einfach wunderbar gespielt - eine zeitlose Aufnahme erhabener Größe. Giesekings federleichter Anschlag ist für Mozart wie geschaffen. Leider nur noch erhältlich zu einem Mondpreis. Warum legt EMI das nur nicht wieder auf? ?(



    Die Gesamtaufnahme aller Mozart-Sonaten von Alicia de Larrocha ist leider auch vergriffen. Sie ist einfach eine geborene Mozart-Spielerin. Mozart mit Wärme, Einfühlungsvermögen und Formsinn. Beeindruckend! Zum Glück besitze ich die RCA-Box! :)


    Absolut außergewöhnlich der Gilels-Mozart. Was für ein Formsinn! - wie er da die Binnendynamik aus den Formarchitekturen heraushört - einmalig und staunenswert!


    Der Horowitz-Mozart: Klavierspiel auf göttlich-olympischem Niveau - solche Anschlagsakuratesse und sinnliche Farbenfreude kann nur Horowitz auf dem Klavier produzieren und dazu seelische Komplexität mit heiterer Lust zelebriert. Unverzichtbar! Ein absoluter Hlörgenuß!


    Auch Arraus Aufnahmen möchte ich nicht missen - eine Mischung aus altersweiser Klassizität und Gewichtigkeit.


    Ebenso Brendels Mozart gefällt mir ausnehmend gut - Mozart im Geiste Schuberts, als Seelenverwandte.



    Die Mozart-Tapes von Gulda sind für mich so ziemlich das Beste, was es von ihm gibt. Ganz anders als Brendel: Mozart im Geiste des 18. Jahrhunderts: Mannigfaltigkeit statt Einheit.


    Beste Grüße
    Holger

  • Wieso, lieber Holger, machst du uns den Mund wässrig mit Aufnahmen, die nicht mehr erhältlich sind? Das ist grausam! :) Und wieso setzt du zu den Erhältlichen nicht gleich die Links? 8-)


    Gilels kenne ich nur von einzelnen Aufnahmen; aber bei Arrau wird sicher so mancher widersprechen, bei Horowitz sicher auch!


    Und ich ergänze:


  • Wieso, lieber Holger, machst du uns den Mund wässrig mit Aufnahmen, die nicht mehr erhältlich sind? Das ist grausam! :) Und wieso setzt du zu den Erhältlichen nicht gleich die Links? 8-)


    Gilels kenne ich nur von einzelnen Aufnahmen; aber bei Arrau wird sicher so mancher widersprechen, bei Horowitz sicher auch!

    Lieber Yorik,


    von Gieseking gibt es den Mozart teilweise zum Glück noch in einigen Mitschnitten wie diesem:



    und von den EMI-Aufnahmen wohl eine Raubkopie, die aktuell erhätlich ist.



    Von Alicia de Larrocha gibt es auch noch vereinzelte Platten. In dieser wirklich unbedingt empfehlenswerten Decca-Box ist auch Mozart dabei:




    Klar, es mag nicht jeder den Horowitz-Mozart. Das ändert für mich aber nichts daran, daß dies ein einmaliges Ereignis von allerhöchster Kunst des Klavierspiels ist. Wer darauf verzichten möchte, ist es selber schuld. Manche Mozart-Dimensionen erschließen sich Horowitz freilich nicht - das merkt man, wenn man im Vergleich Gilels hört. Aber dafür hat man ja schließlich beide... :) Arraus Mozart-Aufnahmen sind eine eigene Welt - je nach Aufnahmedatum auch sehr unterschiedlich. Aber Arrau ist immer ungemein lehrreich. Es gibt kaum eine Arrau-Aufnahme, die einem nicht etwas zu denken aufgibt. Freuen wir uns doch, daß wir sie alle haben!


    Beste Grüße
    Holger

  • Zitat

    Yorick: Kannst du bitte trotzdem versuchen, die stehen gebliebene Aufnahme (Anm.: Mitsuko Uchida) kurz zu charakteriesieren? Bei Amazon gibt es nämlich neben Lob auch tüchtig Schelte, sie sei langweilig etc...

    Vielleicht kann ich hier in die Bresche springen, lieber Yorick, da ich die Aufnahmen seit mehreren Jahren in meinem Bestand habe und immer wieder gerne zu ihnen greife, zumal ich in den letzten Jahren Frau Uchida auch mehrfach live im Konzert erleben konnte, u. a. mit Mozart und Schubert und mir ein guites Bild machen konnte von ihrer hohen Künstlerschaft, speziell von ihrem spannungsvollen Musizieren, geprägt von einem luziden Klang, einem fantastischen Anschlag und einer Fähigkeit, speziell bei Mozart, den Klavierton schweben zu lassen (auch in den Klavierkonzerten). Das hat gar nichts, aber auch wirklich gar nichts mit Langeweile zu tun. Nebenbei gesagt, muss man die "Rezensionen" bei Amazon manchmal wirklich mit Vorsicht genießen, wie jüngst die Ansicht eines "Rezensenten" über die Fähigkeiten Fritz Wunderlichs als Liedsänger.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo Yorick,


    Es besteht kein Grund, Dir den Mund wässrig machen zu lassen, denn in Deinem früheren Beitrag hast Du schon mit gutem Grund auf Deine Rangliste CHRISTOPH ESCHENBACH an die erste Stelle gesetzt. In den letzten Jahren hat man durch seine Erfolge als Dirigent seine früheren herausragenden Leistungen als Pianist etwas vergessen. Nicht umsonst war er 1965 Preisträger des CONCOURS CLARA HASKIL. Seine Einspielung der MOZART-Sonaten hält auch noch heute jeden Vergleich mit anderen exzellenten MOZART-Interpreten stand und für die Sonaten KV 330 und 331 und die Rondos KV 485 ud 511 habe ich noch keine mich mehr überzeugende Aufnahme gehört. Sein Spiel ist zeitlos, klar, natürlich , jugendlich frisch, sensibel und pianistisch auf höchstem Niveau. Es ist natürlich immer gut und richtig, Alternativeinspielungen zu hören, doch liegst Du mit Deiner bisherigen ersten Wahl sicherlich nicht falsch!



    Gruß


    wok

  • Vielleicht kann ich hier in die Bresche springen, lieber Yorick, da ich die Aufnahmen seit mehreren Jahren in meinem Bestand habe und immer wieder gerne zu ihnen griefen, zumal ich in den letzten Jahren Frau Uchida auch mehrfach live im Konzert erleben konnte, u. a. mit Mozart und Schubert und mir ein guites Bild machen konnte von ihrer hohen Künstlerschaft, speziell von ihrem spannungsvollen Musizieren, geprägt von einem luziden Klang, einem fantastischen Anschlag une iner Fähigkeit, speziell bei Mozart, den Klavierton schweben zu lassen (auch in den Klavierkonzerten). Das hat gar nichts, aber auch wirklich gar nichts mit Langeweile zu tun. Nebenbei gesagt, muss man die "Rezensionen" bei Amazon manchmal wirklich mit Vorsicht genießen, wie jüngst die Ansicht eines "Rezensenten" über die Fähigkeiten Fritz Wunderlichs als Liedsänger.


    Liebe Grüße


    Willi :)


    danke !


    ich würde ja gerne einen vergleich mit zacharias wagen und bitte um einen tip welche sonate ich nehmen soll.


    gruss


    kalli

  • Der Hinweis von Felix Meritis auf JEAN-BERNARD POMMIER ist sicher berechtigt, denn POMMIER ist ein vorzüglicher MOZART-Interpret, der mit seinem natürlichen, klarem, schlanken Spiel durchaus an den von mir für MOZART-Sonaten präferierten CHRISTOPH ESCHENBACH erinnert, wobei m. E. ESCHENBACH bei den Sonaten mit einer noch etwas größeren Klangabstufung aufwarten kann. [timg]http://ecx.images-amazon.com/i…W/taminoklassik-21;Amazon[/timg]Dagegen würde ich bei der Einspielung von MOZART's Konzerten für 2 Klaviere und Orchester KV 365, und auch für 3 Klaviere und Orchester KV 242 immer als erstes auf die Interpretation mit JEAN-BERNARD POMMIER mit seinem Professor, PIERRE SANCAN , einem ebenfalls hervorragenden französischen Pianisten, und im Konzert KV 242 zusätzlich noch mit CATHERINE SILIE, ebenfalls eine SANCAN-Schülerin, die zahlreiche Preise erspielt hat, zurückgreifen, zumal das ORCHESTRE LAMOUREUX unter DIMITRI CHOROFAS zusammen mit den 3 Solisten eine wunderbar aufeinander abgestimmte Performance bieten. Diese beiden so interessanten MOZART-Kompositionen sollten in dieser Interpretation eigentlich in keiner Sammlung fehlen.


    Gruß
    wok

  • Diese beiden so interessanten MOZART-Kompositionen sollten in dieser Interpretation eigentlich in keiner Sammlung fehlen.


    Eine sehr optimistische Behauptung! Diese Aufnahme ist zur Zeit offenbar nicht zu bekommen, ich habe nicht einmal einen Hinweis darauf gefunden, dass sie jemals als CD veröffentlicht wurde.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo,
    der Beitrag Nr. 1027 in Thread „Konzertbesuche und Bewertung“ hat mich zu diesem Beitrag veranlasst.
    Die Pianistin Mitsuko Uchida hat sämtl. Klaviersonaten von Mozart eingespielt.


    Es gibt einen von mir gestarteten Thread „Mozarts frühe Sinfonien“. Auffällig ist, dass alle Klaviersonaten höhere Nr. im KV haben als die frühen Sinfonien. Dafür sehe ich 2 Gründe:
    1. Die ganz frühen Sinfonien waren doch nicht ganz allein W. A. Mozarts Werk, da könnte sein Vater „mit im Spiel gewesen sein“, was für den Ruf des Wunderkindes gewiss förderlich gewesen sein mag?
    2. Erst in etwas späteren Jahren war Mozart in der Lage, solche interpretatorisch schwierigen Werke mit relativ einfachen Mitteln zu komponieren, sprich die Einfachheit so zu beherrschen, dass mustergültige Musik entstand?
    3. Wer hat noch andere/bessere Erklärungsversuche?


    Ich werde, „wenn mir danach ist“, zu einzelnen Sonaten, die mich besonders ansprechen, posten. Der Ordnung halber beginne ich jedoch mit CD 1 der Box und

    Klaviersonate Nr. 1, C-Dur, KV 279:
    Allegro – ein zwar nicht besonders sangliches Thema, aber markant und, weil mehrmals wiederholt, auch leicht erkennbar – dabei von einer fröhlichen Leichtigkeit und auch die Moll-Variation (nur kurz) verliert davon kaum etwas.
    Andante - Thema aus dem Thema des Allegro abgeleitet? Ab Laufzeit 03:12 ziemlich melancholisch, was bei 04:55 durch die unterschiedlich betonten schweren und leichten Taktteil rechts und links verstärkt wird.
    Allegro – hier habe ich keine Zweifel – das Thema ist aus dem Thema des 1. Satzes entwickelt. Besonders „neckisch“ (wie auch der Briefwechsel mit dem „Bäsle“) wenn Mozart bei Laufzeit 00:39, 01:29 und 02:45 kleine Dissonanzen in die schnellen Läufe mischt und bei 01:56 sogar ein unreiner/schräger Akkord zu hören ist; insgesamt also ein recht lustiger, „aufgeräumter“ Schlusssatz.


    Viele Grüße
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Hallo,


    Klaviersonate Nr. 2, F-Dur, KV 280
    Allegro assai – ein sehr frischer, quicklebendiger Satz mit aller mozarttypischen Fröhlichkeit und mit ebenso eingestreuten winzig kleinen Stolperstellen der Fröhlichkeit. Besonders fällt mir aber auf: Von Laufzeit 0:17 – 0:32 höre ich schon Schubert und von 0:53 – 1:09 eine Rückschau auf Bach (beide Stellen werden wiederholt) - wem ergeht es ähnlich?
    Adagio – zeigen langsame Sätze Mozarts wahren Charakter?
    Der „Gefühlsabbruch“ (in Moll) zum 1. Satz, fast endend mit einer herben Dissonanz, bewegt mich sehr. Die wenigen kurzen Dur-Einwürfe machen diesen Stimmungsumschwung noch extra deutlich.
    Presto – „Stehaufmännchen“? – das scheint mir zu simpel. Als hätte der 2. Satz einen kleinen Schatten über die unbekümmerte Fröhlichkeit des 1. Satzes gelegt? Soll der fast koboldartige Beginn darüber hinweg täuschen?


    Klaviersonate Nr. 4, Es-Dur, KV 282
    Adagio – als 1. Satz! – vorsichtig tastend, aber auch mit leicht tänzerischem Charakter, in diesen (ganz?) friedlichen Schwebe- Ruhezustand; das Tongeschlecht scheint nicht festgelegt – chromatisch unerwartete Übergänge - vom vorletzten zum letzten Akkord gibt es eine lange (Überdenkens-)Pause.
    Menuetto – scheinbar aus der Volksmusik kommende Motive, leicht fassbare Harmonik, eine klare Rhythmik und Struktur – sorglos.
    Allegro – vergleichsweise ruhige Passagen wechseln sehr schnell zu unruhig wirkenden Übergängen, ebenso die Dynamik; zum Ende ein sehr deutliches, starkes Ritardando, wie um zu beruhigen.



    In meinen 1. Beitrag habe ich übersehen, die außergewöhnliche Interpretationskunst von Mitsuko Uchida zu erwähnen – das ist faszinierend (auch - oder gerade - ohne Optik).


    Viele Grüße
    zweiterbass(1308)

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Hallo,


    Klaviersonate Nr. 7, C-Dur, KV 309
    Allegro con spirito – von Laufzeit 0:01 – 0:12 erklingt das Thema, das zwei Teile hat, ein sehr markantes (vorgetragen links) von 0:01 – 0:04 und ein spielerisches (vorgetragen rechts) bis 0:12. Dieser Gegensatz ist bestimmend für den 1. Satz der Sonate und bringt Spannung. Die 1. Wiederholung wird schon leicht variiert bis 0:34 und dann werden die variierten Teile des Themas, unterschiedlich von der Themavorstellung, rechts und links gleichzeitig vorgetragen bis 1:29 ohne den Gegensatz der beiden Teilthemen damit aufzuheben. Ab 1:30 wird 0:01 bis 0:34 zweimal wiederholt. Die anschließende Moll-Variation ist, etwas verkürzt, analog aufgebaut. Ab 3:55 erfolgt in Kurzfassung die Wiederholung ab 0:01 und dann ebenfalls in Kurzfassung die Wiederholung der Moll-Variation. Ab 4:45, wieder in Dur, sehr spielerische (Verzierungen links und rechts) Variation; der Satz endet sehr markant.

    Andante, un poco adagio – weit weg vom Zergliedern, höre ich den 2. Satz als milde Form des 1. Satzes – das Thema ist aus dem 1. Satz entwickelt, die Gegensätzlichkeit angenähert, aber ohne die Spannung des 1. Satzes zu haben, deswegen aber keinesfalls langweilig, vielmehr in sich ruhend – in dieser spannungsfreien Ruhe endet auch der Satz.

    Thema con variazione – viele Anklänge an den 1. Satz, obwohl das Thema sich noch mehr entfernt hat als im 2. Satz; deswegen heißt der 3. Satz aber m. E. nicht „con variazione“ – er ist in sich variiert und endet in einer für mich abgerundet fröhlichen Ruhe (wozu die Form auch beiträgt).


    Klaviersonate Nr. 8, a-Moll, KV 310
    Allegro maestoso – das a-Moll-Allegro-maestoso klingt m. E. mehr bedrohlich als maestoso, was sich beim Wechsel nach Dur, 0:42 – 1:29, ändert und sogar lockere Züge annimmt; aber Dur im kurzfristigen Wechsel mit Moll unterstreicht den Mollcharakter, wobei die kurzen kleinen rit. in Verbindung mit cresc. das bedrohliche maestoso verstärken, so endet auch der Satz.


    Andante cantabile con espressione – Wechsel in die Paralleltonart C-Dur, dabei höre ich das Thema des 1. Satzes rhythmisch vergrößert (Augmentation); besonders „cantabile“ höre ich das Thema aber nicht und „con espressione“ empfinde ich erst ab ca. 6:00. Ab 7:28 Wiederholung des Anfangs (mit cantabile?).


    Presto – zwischen a-Moll und C-Dur wird häufig gewechselt; dabei verwischt das sehr rasche Tempo sowohl die Charakteristik des 1. als auch des 2. Satzes – das Alles huscht wie im Spuk vorbei und endet bedrohlich-maestoso und sehr abrupt in a-Moll.



    Klaviersonate Nr. 9, D-Dur, KV 311
    Allegro moderato – das Thema finde ich im Tempowechsel und rhythmisch in Details (0:05-0:06, wird wiederholt) sehr abwechslungsreich, wozu die Verzierungen auch ihren Anteil haben. Die Interpretation und die Komposition sprechen mich in ihrer spielerischen Leichtigkeit besonders an – wie z. B. das unbeschwerte Gefühl eines Sonnenaufgangsmorgens.

    Andante cantabile – das unbeschwerte Gefühl eines Sonnenaufgangsmorgens, jetzt aber mit/in den verinnerlichten Gedanken (Ende des Satzes), dass diese sehr „frohe Empfindungen“ zeitigen können.


    Allegretto – als Folge des „Andante cantabile“ stellt sich ein – losgelöst vom angenommenen äußeren Ereignis – Glücksgefühl ein, das in dieser Musik ihren Widerhall findet.


    Viele Grüße
    zweiterbass (1342)

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler