Unbekannt - doch interessant "Die weniger bekannten Opern"

  • Liebe Taminos,


    vor einiger Zeit habe ich mal meine Opernsammlung durchforstet und festgestellt, dass ich z.Zt. knapp 1000 Opernaufnahmen mein Eigen nenne. Dabei sind ca. 300 Opernquerschnitte. Es bleiben also ca. 700 Gesamtaufnahmen. Schaue ich in die Fachliteratur, dann sind z.B. im Opernführer Harenberg, Oper der Welt (Kurt Pahlen) ca. . 500 Opern besprochen. Also müsste man doch sagen, ich besitze jede Oper. Weit gefehlt!



    Meine Liebe zur Oper hört bei Richard Strauss auf. Fast alles, was danach komponiert wurde, befindet sich nicht in meinem Besitz. Es liegt daran, dass mir einfach die „Melodie“ fehlt. Z.B. konnte ich der Musik eines Alban Berg nie etwas abgewinnen. Das ist und bleibt also „Geschmackssache“ Die Oper ist für mich eben auch immer Melodie geblieben.


    Schaut einmal in Eure Opernsammlung...


    und dann beantwortet mal die Frage, wie oft die Gesamtaufnahme des Rigoletto, der Boheme, der Traviata, des Holländers etc…etc….in Euren Regalen steht. Also ich könnte diese Frage, einfach auf die o.g. Werke so beantworten: Rigoletto: 8 Gesamtaufnahmen, 3 Querschnitte / La Boheme: 5 Gesamtaufnahmen, 3 Querschnitte/ La Traviata: 5 Gesamtaufnahmen, 2 Querschnitte/ Der fliegende Holländer: 5 Gesamtaufnahmen, 1 Querschnitt usw…usw….!


    Mal ehrlich. War der Kauf immer sinnvoll? Oft hat man doch eine schlechtere Aufnahme erworben, als die, die man eigentlich schon besitzt. Am gravierendsten fiel mir das bei einem Tamino auf, der sich besonders für Wagner interessierte und den „Ring des Nibelungen“ 19 x in seinem Besitz hatte. Immer verschiedenste Interpretationen. Da frage ich mich wirklich, was kann man dann noch an einem Werk Neues entdecken? Aber da stehen wohl viele Forenser vor der gleichen Frage.


    Unsere bekannten Komponisten haben nämlich noch ganz andere wunderbare Werke geschrieben, die nicht so bekannt sind und die es sich lohnt zu erwerben und vor allen Dingen auch zu hören. Dieser Thread soll Euch dazu ein wenig animieren, die unbekannten Werke der Opernkomponisten mit in Eure Sammlungen einzubeziehen. Ich habe mich vor vielen Jahren dazu entschlossen, auch mal weniger bekannte Opernwerke zu erwerben. Nicht jede Aufnahme war gleich eine Perle, aber es waren auch kaum „Schlechte“ darunter. Nach mehrmaligem hören erwacht oft erst das Interesse und dann freut man sich umso mehr.


    Ich möchte Euch auffordern, ein wenig mutiger in der Auswahl zu sein. Und wenn Euch etwas gefällt dann teilt es den Taminos mit. Und geht auch auf die Interpretation ein, sagt was euch an der Aufnahme gefällt und was nicht. Ihr werdet auch kaum solche Werke 8 x in Euer Regal stellen, das wird allein schon der Markt nicht hergeben.


    Alles in allem: Ich würde mich über so manchen Tip sehr freuen.


    Gruß


    Bernard :hello:

    Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die MUSIK,
    eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



    Arthur Schopenhauer

  • Beginnen wir mit der ersten Oper, die gar nicht so unbekannt ist. Emil Nikolaus von Reznicek (1860-1945) "Donna Diana"! Schon die Ouvertüre lässt aufhorchen...."Das kenn ich doch" wird so mancher sagen. Kennt ihr auch! Wer Ernst Stankovskis "Erkennen sie die Melodie" gesehen hat, der wird die Melodie als Erkennungsmelodie dieser Sendung sofort erkennen.



    Don Diego: Max Wittges, Bass
    Donna Diana: Manuela Uhl, Sopran
    Donna Laura: Heike Wittlieb, Sopran
    Donna Feniso: Susanne Kreusch, Mezzo- Sopran
    Don Cesar: Roman Sadnik, Tenor
    Don Louis: Hans-Jürgen Schöpflin, Tenor
    Don Gaston: Matthias Klein, Bass
    Perin: Simon Pauly, Bariton


    Kieler Opernchor
    Kieler Philharmonic Orchester


    Dirigent: Ulrich Windfuhr


    "Reznicek ist ein großartiger Geschichtenerzähler, ein wirklicher Musikdramatiker." klassik. com 12 / 04: "Das Werk ist, um es auf einen Nenner zu bringen, eine großartige Wiederentdeckung! Rezniceks Einfallsreichtum scheint schier unbegrenzt, dabei stets theatralisch, bühnenwirksam und eingängig, zwischen Dramatik, Komik und Sinnlichkeit wechselnd, immer wieder eine überraschende Wendung, einen unerwarteten Akzent setzend. Großes Musiktheater, Entdeckerfreude und engagierte, leidenschaftliche Interpreten."


    Gruß


    Bernard :hello:

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    eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



    Arthur Schopenhauer

  • Eine Oper, die jeder kennen sollte, der sich für Deutsche Oper, Weber und Wagner interessiert.
    Diese Aufnahme ist zwar gekürzt, aber mit viel Emphase gesungen und musiziert, emotionaler als fast alle späteren Toneinspielungen:



    Diese DVD ist durchaus auch von mehr als beachtlicher Qualität:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Bevor ich mich dem eigentlichen Thema in Form von Vorstellung von Opernaufnahmen gehe, was eventuell noch heute - wahrscheinlich aber eher morgen der Fall sein wird - möchte ich doch ein oaar grundsätzliche Fragen zu beantworten versuchen, die amadeus45 in den Raum gestellt hat.
    Zum Beispiel, wie viele Aufnahmen braucht man von einem Werk ? Das ist eine Frage, die man verschieden beantworten kann.
    Ich zum Beispiel jage nicht der "besten Aufnahme" nach (in meiner Jugend habe ich das ides sehr wohl getan) sonden möchte möglichst VERSCHIEDENE Sänger und unterschiedliche Dirigate hören. Das simuliert in gewisser Weise den Zustand, der VOR Einführung der Tonaufzeichnung existierte. Wenn man ein Werk nach 2 Jahren Pause erneut hören wollte. so war man gezwungen eine andere Aufführung zu besuchen. Gut und schön - Wozu dann aber Aufnahmen ? Ich möchte, wenn ich mich an eine gute Aufnahme erinnere, sie jederzeit wieder abrufbereit im Archiv haben - und ich möchte im Falle eines Besuches (was bei mir als introvertiertem Einzelgänger ohnedies kaum vorkommt) im Rahmen einer Diskussion über einen Sänger etc. auch genügend Material zum Thema im Hause haben.
    Zum Thema "unbekannte Opern": Nicht nur "unsere bekannten" Komponisten haben wunderbare Werke geschaffen, sondern auch zahlreiche heute eher unbekannte Komponisten. Ich sammle derlei - soweit Aufnahmen überhaupt verfügbar sind - mit besonderem Focus darauf. Vieles aber, das in meiner Sammlung ist, und ich gar nicht als besonders "exotisch" einstufe, ist bereits aus den Katalogen verschwunden oder nur als Opernquerschnitt oder "Historische Mono-Aufnahme" zu haben......


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Eine Oper, die jeder kennen sollte, der sich für Deutsche Oper, Weber und Wagner interessiert.

    Liebe Taminos,


    dem kann ich nichts hinzufügen. Marschners Opern sind wahrlich ein Genuss, und ich schätze dieser zumindest persönlich höher ein, als die eines Webers. Marschners Musik ist kraftvoll, düster teils vielleicht ein wenig spröde, ideal um seine Schauerstücke, sei es der Vampyr oder seinen fantastischen Heiling darzustellen. Spannende Werke die es, ohne Frage, wert sind öfter zu erklingen!
    Hans Heiling ist meines Wissens nach auch die einzige Oper, bei der die Ouvertüre nach der ersten Musiknummer erklingt! Eine tolle Erfahrung!
    LG
    Christian

  • Vieviele Gesamtaufnahmen muß es geben, damit eine Oper hier reinpasst?
    Ein rundes Dutzend - wie "Hans Heiling"?
    Unter raren Opern verstehe ich was anderes; die bisher genannten sind doch hier im Forum allesamt x-fach beschrieben worden.
    Bei Marschner würde ich mir "Der Templer und die Jüdin" oder den "Holzdieb" wünschen, selbst der "Vampyr" liegt mehrfach auf Tonträgern vor.


    Und bei Reznicek sollte auch der "Ritter Blaubart" nicht unerwähnt bleiben!
    (Die links zu den einzelnen Threads erpare ich mir)

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Vieviele Gesamtaufnahmen muß es geben, damit eine Oper hier reinpasst?

    und dann beantwortet mal die Frage, wie oft die Gesamtaufnahme des Rigoletto, der Boheme, der Traviata, des Holländers etc…etc….in Euren Regalen steht. Also ich könnte diese Frage, einfach auf die o.g. Werke so beantworten: Rigoletto: 8 Gesamtaufnahmen, 3 Querschnitte / La Boheme: 5 Gesamtaufnahmen, 3 Querschnitte/ La Traviata: 5 Gesamtaufnahmen, 2 Querschnitte/ Der fliegende Holländer: 5 Gesamtaufnahmen, 1 Querschnitt usw…usw….!

    Lieber Harald,


    die Frage muss letztlich Amadeus beantworten, inwieweit der "Hans Heiling" aus seiner Sicht in seine Rubrik hineinpasst. In Relation zu den von ihm selbst aufgeführten Opern-Klassikern, die den Markt regelrecht überschwemmen, finde ich den Rubriktitel "Unbekannt, doch interessant. Die weniger bekannten Opern" für den "Hans Heiling" sehr zutreffend, zumindest für sehr viele Opernfreunde. Gerade, weil der "Holländer" erwähnt wurde, juckte es mir beim "Heiling" in den Fingern, denn diese ist nun wirklich "weniger bekannt" und zwar weit weniger als m.E. berechtigt. "Der Holzdieb" passt dann wohl eher in eine Rubrik mit dem Titel "Die absoluten Opernraritäten" - ob die weitgehende Unbekanntheit des "Holzdiebes" vielleicht doch auch ein bissl beechtigt ist, sei mal dahingestellt...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Hallo,


    eine wirklich selten gespielte Oper -schon aus logistischen Gründen- ist Karl V. von Krenek.Hier gibt es nach meinem Wissen auch nur zwei Aufnahmen,nämlich eine gekürzte von den Salzburger Festspielen und eine konzertante Aufmahme vom Beethovenfest 2000 (die ich seinerzeit selbst miterleben durfte).Man wundert sich hier,wie "sanglich" und opernhaft im besten Sinne die serielle Kompositionstechnik klingen kann.(Jawohl,hier oute ich mich als Anhänger der Neuen Wiener Schule,der allerdings Krenek,streng genommem,nie angehört hat).


    Nur eine Aufnahme existiert,soweit ich weiß vom "Kaiser von Atlantis" von Viktor Ullmann.Diese Aufnahme ist in der Reile "entartete Musik" der Decca erschienen.Über Viktor Ullmann gibt es eine lesenswerte Biographie (Verena Naegele:Viktor Ullmann,Komponieren in verlorener Zeit,Dittrich-Verlag,ISBN 3-920862-40-6)


    Viele Grüße


    J.Schneider

    "Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)


  • Hans Heiling ist meines Wissens nach auch die einzige Oper, bei der die Ouvertüre nach der ersten Musiknummer erklingt! Eine tolle Erfahrung!


    Das ist nichts Besonderes, sondern bühnentechnische Notwendigkeit. Die Oper besteht aus einem Prolog und drei Akten. Der Prolog spielt in der Unterwelt - der Rest auf der Erde.
    Nach dem Prolog sind auf der Bühne Umbauten notwendig, also wird zwischen demselben und dem erstem Akt die Ouvertüre eingeschoben, gespielt bei geschlossenem Vorhang, hinter dem die Umbauarbeiten stattfinden können....


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Naja, da ich Prey nicht für einen idealen Heiling halte (weil das eher ein Bruder des Holländers als des Papagenos oder Barbiers ist), ist das für mich auch nicht die Referenzaufnahme.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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  • Karl Ditters von Dittersdorf hat über 30 Opern, bzw Singspiele geschrieben. Die bekannteste ist wol "Doktor und Apotheker" nach einem Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d.J (1741-1800) In gewisser Weise kann das Werk als Vorläufer von Lortzings heiteren Opern gesehen werden. Die Handlung ist nicht allzu komplex aber voll mit witzigen Anspielungen gegen die damalige Medizin - und manches davon gilt noch bis heute. Die Zeichnung der beiden namengebenden Figuren ist karrikuierend und deftig, vergleichbar etwa mit jener des van Bett in Lortzings "Zar und Zimmermann" oder des Don Magnifico in Rossinis "La Cenerentola"
    Man findet "bombastisch-komische " Arien und schräge Typen, aber auch die fast stereotypen beiden Liebespaare, wie schon in Mozarts Opern. Deren "Arien" haben meist coupletartigen Charakter...
    Die Inhaltsangabe findet man im Tamino-Opernführer


    DITTERSDORF, Carl Ditters von: DOKTOR UND APOTHEKER


    Zudem existiert ein - wenn auch kurzer - Diskussionsthread


    Karl Ditters von Dittersdorf: Doktor und Apotheker - Scharlatan und Ignorant(?)


    Bei jpc ist die Aufnahme inzwischen gestrichen, inwieweit Amazon liefern kann ist mir nicht bekannt,
    Beim Hersteller (Beyer Rcords) kann die Box (2.CDs) zum Preis von 36 Euro nach wie vor bezogen werden..


    mfg aus Wien
    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Lieber Bernard, so ganz habe ich noch nicht begriffen, worauf Du hinaus willst mit Deinem Thread. Zunächst lese ich die Anregung heraus, statt die 99. Traviata anzuschaffen, sich doch auch einmal "Oberto" - das könnte jetzt auch ein anderer Titel sein - vorzunehmen. Geht es ausschließlich um Stücke, die auch als CD bzw. LP oder auf DVD vorliegen? Oder soll nach solchen Werken geforscht werden, die wir nur dem Namen nach kennen bzw. vernachlässigt sehen wie eben den "Hans Heiling" - und die wir gern aufgeführt oder wenigstens aufgenommen sähen? Was verstehst Du unter unseren bekannten Komponisten? Verdi, Wagner, Mozart, Puccini? Ist - um nur ein Beispiel zu nennen - auch Mayr als "bekannt" einzustufen? Oder Hasse, Bush, Wagner-Regeny oder Gerster? Ich weiß nicht, ob es Zahlen gibt über musikdramatische Werke gibt, die überliefert sind. Es müssen etliche zehntausend sein. Ein sehr weites Feld. Ich wäre sehr dankbar, könntest Du noch einige strukturelle Anregungen machen, sonst fürchte ich, dass das schöne Thema zerfasert.


    Mit herzlichen Grüßen Reingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Nur eine Aufnahme existiert,soweit ich weiß vom "Kaiser von Atlantis" von Viktor Ullmann.Diese Aufnahme ist in der Reile "entartete Musik" der Decca erschienen.Über Viktor Ullmann gibt es eine lesenswerte Biographie (Verena Naegele:Viktor Ullmann,Komponieren in verlorener Zeit,Dittrich-Verlag,ISBN 3-920862-40-6)

    Es gibt noch mindestens eine zweite Ullmann-Biographie, die ich auch für noch gelungener halte das die von Naegele:


    Und es gibt neben dem "'Kaiser von Atlantis" noch eine weitere sehr lohnende Ullmann-Oper, die ich nur empfehlen kann:
    "Der zerbrochene Krug" - eine stark komprimierte (45 Minuten!) Vertonung des bekannten Lustspiel-Klassikers von Kleist mit einer aus seiner Zeit und seiner persönlichen Situation heraus sehr verständlichen und zutiefst bewegenden Schluss-Moral: "Fiat iustitia!"


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Zitat

    Zitat von amadeusSchaue ich in die Fachliteratur, dann sind z.B. im Opernführer Harenberg, Oper der Welt (Kurt Pahlen) ca. . 500 Opern besprochen. Also müsste man doch sagen, ich besitze jede Oper. Weit gefehlt!

    Lieber Amadeus,


    wenn du einen normalen Opernführer nimmst, hast du noch Glück, wenn er etwa 500 Werke enthält. Die meisten beschränken sich sogar auf 300 bis 350 Standardwerke, von denen manche dann auch nur grob beschrieben werden. Ich habe mir vor einigen Jahren zu meinen etwa 8 Opernführern noch den großen Wagner (ca 2400 Opern) zugelegt, denn ich damals für 10 € erstanden habe. Aber auch zu diesem gibt es einen (vielleicht sogar inzwischen mehrere) Ergänzungsband zu kaufen. Also es gäbe noch vieles zu entdecken. Selbst, wenn du den ausführlicheren Opernführer hier im Forum nimmst, anhand dessen sich eine Oper viel besser verfolgen lässt als an den recht groben Beschreibungen im Wagner, die sich oft - wie ich bei meinen eigenen Erarbeitungen für unseren Opernführer feststellen musste - noch nicht einmal an den Ablauf nach Libretto halten, findest du viele weniger bekannte und kaum gespielte Werke. Und auch bei uns sind es weit mehr als in den üblichen Opernführern. Wir werden also wohl nie alles besitzen, denn es wird immer noch Neues entdeckt.

    Zitat

    Schaut einmal in Eure Opernsammlung...
    und dann beantwortet mal die Frage, wie oft die Gesamtaufnahme des Rigoletto, der Boheme, der Traviata, des Holländers etc…etc….in Euren Regalen steht. Also ich könnte diese Frage, einfach auf die o.g. Werke so beantworten: Rigoletto: 8 Gesamtaufnahmen, 3 Querschnitte / La Boheme: 5 Gesamtaufnahmen, 3 Querschnitte/ La Traviata: 5 Gesamtaufnahmen, 2 Querschnitte/ Der fliegende Holländer: 5 Gesamtaufnahmen, 1 Querschnitt usw…usw….!

    Dazu kann ich nur sagen: Als ich mir die ersten CDs leisten konnte, habe ich mir bekannte, aber auch weniger bekannte Opern (wie z.B. Puccini: Le Villi, Edgar, Rimski-Korsakow: Schneeflöckchen und Mainacht, Schumann: Genoveva, wenig bekannte Opern von Mozart, Rossini Massenet, Wagners Feen und das Liebesverbot und auch Verdis damals kaum bekannte Frühwerke) in Querschnitten, meist in Gesamtaufnahmen) gekauft, aber jede nur in einer Einspielung.
    Vor Jahren dann kam ich auch auf die DVD und da habe ich nun von diesen Opern auch je eine DVD, teilweise als Aufnahmen aus dem Fernsehen, teilweise als günstig erstandene Kauf-DVDs. Auch hier habe ich in der Regel nur je eine Inszenierung, bei einigen wenigen häufiger gespielten Opern habe ich schon mal eine zweite Vergleichsinszenierung. Ich kann sagen, dass ich die Standardwerke also meist zweimal (CD und DVD) seltener dreimal (zwei DVD) besitze. Aber auch unter den DVD gibt es ebenso eine Reihe weniger bekannter Werke, auch viele, die ich noch nicht auf CD hatte, die ich aber hier garnicht alle aufzählen kann.
    Wie schon anderer Stelle gesagt, will ich mich in das, was du uns vorstellen möchtest, nicht hineindrängeln und warte erst einmal ab, was hier so alles vorgestellt wird. Vielleicht kann ich später noch einiges ergänzen.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Ich wäre sehr dankbar, könntest Du noch einige strukturelle Anregungen machen, sonst fürchte ich, dass das schöne Thema zerfasert.


    Lieber Rheingold,


    ich gehe bei den Benennungen erst einmal von den uns geläufigen Komponisten aus, denn das sind schon eine ganze Menge. Sei es nun Mozart, Verdi, Wagner, Puccini etc. Besonders sei hervorgehoben, dass es viele deutsche Komponisten gibt, von denen nur 1-2 Opern bekannt sind, die aber die zehnfache Menge an Opern geschrieben haben. Sonst würde bei der Menge tatsächlich das Thema zerfasert.


    Viele Grüße


    Bernard :hello:

    Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die MUSIK,
    eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



    Arthur Schopenhauer

  • Lieber Amadeus,


    Nachdem du Rheingold nun die Frage beantwortet hast, muss ich auch noch etwas nachfragen: Ist es so, dass du uns erst einmal unbekanntere Werke vorstellen möchtest, die du kennst, und wir stimmen unsere Beträge darauf ab oder möchtest du, dass auch andere hier unbekannte Werke einstellen? Dabei würden sie dir aber vielleicht einiges vorwegnehmen, was du selbst hier einbringen wolltest, und das möchte ich natürlich nicht. Später, wenn dein Vorrat erschöpft ist, kann ich vielleicht noch dieses oder jenes Werk hinzufügen. Einiges, was ich davon habe, habe ich ja schon genannt.


    Liebe Grüße
    Gerhard

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  • Ist es so, dass du uns erst einmal unbekanntere Werke vorstellen möchtest, die du kennst, und wir stimmen unsere Beträge darauf ab oder möchtest du, dass auch andere hier unbekannte Werke einstellen?


    Lieber Gerhard,


    jeder, der hierzu interessante Beiträge leisten kann, soll diese hier einstellen. Das ist ja gerade so gewollt, wenn ich dann feststellen sollte, das mir jemand meine Vorstellung vorweg genommen hat, werde ich eben eine andere Vorstellung wählen. Auswahl gibt´s genug.


    Gruß


    Bernard :hello:

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    Arthur Schopenhauer


  • Das ist schade. Jeder weiß ja, dass für mich Janacek der wichtigste Opernkomponist ist. Und Jenufa und Das schlaue Füchslein haben mit die schönsten Merlodien, die man sich nur wünschen kann.

    Mitten in der großen natürlichen Barbarei ist es den Menschen manchmal gelungen, kleine, warme, von der Liebe besonnte Plätze zu schaffen. Kleine, abgekapselte reservierte Bereiche, in denen Intersubjektivität und Liebe herrschten (Michel Houellebecq, Elementarteilchen)

  • Und Jenufa und Das schlaue Füchslein haben mit die schönsten Merlodien, die man sich nur wünschen kann.

    Absolut einverstanden! ;)


    Aber Janacek ist 10 Jahre vor Richard Strauss geboren und mehr als 20 Jahre vor ihm gestorben, "Jenufa" wurde der Straussens erster wichtiger Oper "Salome" komponiert und uraufgeführt, das wunderbare "Füchslein" zumindest vor "Helena", "Arabella" und "Capriccio".


    Wer sagt dir also, lieber Dr. Pingle, dass "Amadeus45" Janacek ausschließt, wenn seine Liebe zur Oper "erst" bei Strauss endet, hm? ;)


    Und im Vergleich zu "Elektra" ist Janacek doch richtig schöne Musik... :untertauch:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Zu den weniger bekannten, aber aufführungswerten Opern zählt sicher auch "Le damnation de Faust" (Fausts Verdammnis) von Hector Berlioz. Bei jpc sind ganze 4 Aufnahmen erhältlich, bitte mal vergleichen mit Tosca, Aida, Tannhäuser usw. Um so verdienstvoller ist es, dass die DOB Ende Februar diese Oper herausbringt. Es gibt darin ganze 3 Sängerpartien, dazu reichhaltigen Chor. Ich habe folgende preiswerte Einspielung:

    Berlioz schwelgt geradezu in betörenden Klangbildern, dabei u. a. den Rakoczi-Marsch eingearbeitet, die Gesangssolisten haben viel zu tun und wie gesagt, überwältigende Chöre.


    Das ist schade. Jeder weiß ja, dass für mich Janacek der wichtigste Opernkomponist ist. Und Jenufa und Das schlaue Füchslein haben mit die schönsten Melodien, die man sich nur wünschen kann.


    Janacek ist nicht so sehr mein Fall, allerdings habe ich im Rahmen eines Felsenstein-Opernpaketes auch diese DVD, die für einen Janacek-Liebhaber sicher interessant ist:

    Das Ganze ist nur in Schwarz-weiß und lässt musiktechnisch einige Wünsche offen, aber ganz reizend und mit Liebe zum Detail inszeniert. Die Oper hatte einen grandiosen Erfolg, nach der Premiere am 30. Mai 1956 gab es noch 217 Vorstellungen. Da die Komische Oper danach einige Jahre wegen Umbauarbeiten zu war, wurde das Stück 1964 abgesetzt und dann leider vergessen.
    Beste Grüße
    :hello:
    timmiju

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

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  • Ich möchte hier einen Komponisten auffführen, der m. E. vollkommen zu Unrecht, weit im Schatten seines Zeitgenossen Richard Strauss steht: Hans Pfitzner. Seine Opern " Die Rose vom Liebesgarten" (bis heute existiert offiziell nur eine 60jährige Aufnahme), sowie " Der arme Heinrich" (bis heute keine befriedigende offizielle Aufnahme, aber eine Aufnahme aus den 40ern mit August Seider und eine neuere Rundfunkaufnahme mit Jean Cox sind leider nicht auf CD erhätlich) bieten eine Fülle an herrlichen Melodien. Leider leiden die beiden Werke an grässlichen Libretti, aber das stört ja bei vielen Opern sonst nicht :pfeif: .....

  • und dann leider vergessen.

    Nicht "vergessen", aber die 218 Berliner Aufführungen waren weit mehr, als es bis dahin in Janaceks Heimtland gegeben hatte. Außerdem starb kurz nach Ende der Filmaufzeichnung Josef Burgwinkel, Felsensteins Pfarrer und Dachs im "Füchslein". Wenn man den Film sieht, versteht man, warum er unersetzbar war! Die Verfilmung war die Dokumentation dieser legendären Inszenierung, die anders nicht mehr zu "konservieren" war.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Zu den weniger bekannten, aber aufführungswerten Opern zählt sicher auch "Le damnation de Faust" (Fausts Verdammnis) von Hector Berlioz.


    Berlioz selbst wollte das Stückl ja szenisch aufgeführt sehen, es kam aber nicht dazu. Es ist dramaturgisch schwierig. Ich würde auch nicht von einer Oper sprechen. Es gibt allenfalls opernhafte Elemente und Szenen. Aus gutem Grund wird dieser "Faust" meistens konzertant gegeben. Für "wenig bekannt" halte ich ihn auch nicht. Auch wenn aktuell bei jpc nur vier Einspielungen greifbar sind, es gibt mindesten zwanzig - mit sehr namhaften Dirigenten wie Furtwängler, Munch, Fournet, Markevitch, Monteux, Maag, Pretre, Davis, Ozawa, Brenenboim, Solti, Gardiner, Neuhold, Dutoit. Also kein Mangel. Wenn alle Werke so oft eingespielt worden wären, könnte man wirklich froh sein, lieber timmiju. :)


    LG Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Eine gut anhörbare zeitgenössische Oper, die es bis heute offensichtlich nur auf VHS und Laserdisc, also zwei toten Formaten gibt, ist die Oper The Ghosts of Versailles von John Corigliano. Ich habe es während meiner Zeit in New York leider nicht geschafft sie live zusehen (was mich schmerzt, wenn ich mir die Besetzungsliste heute anschaue), aber eine Radioübertragung gehört und auf Cassette mitgeschnitten. Die Musik von Corigliano ist natürlich modern, aber die Gesangslinien und die Orchestrierung erinnerten mich an Puccini. Ich muss mal sehen, ob ich die Cassetten noch habe.


  • Man kennt Camille Saint-Saens als Opernkomponist meist nur von "Samson und Dalila" und wird - zumindest in deutschen Opernführern - in der Regel auch nur diese eine Oper von ihm finden. Ich möchte hier seine Oper "Heinrich VIII" vorstellen, die ich auch kürzlich in unserem Opernführer beschrieben habe.


    Diese Oper spielt in der frühen Periode Heinrichs VIII , als er noch mit Katherina von Aragon, der Witwe seines Bruders verheiratet war, die ihm keinen Thronfolger, sondern nur ein Mädchen geboren hatte, die spätere Maria I. Heinrich glaubte, den Grund im Buch Leviticus (von den auch in der Oper die Rede ist) gefunden zu haben, das besagte, dass eine solche Ehe, die eigentlich verboten war, kinderlos bliebe. Sein Vater Heinrich VII hatte diese mit der dispenz von Rom arrangiert. Nun wollte er sich von Katherina scheiden lassen. Inzwischen hatte er die Schwester von Anne Boleyn 5 Jahre lang als Maitresse gehabt, sich aber nun in Anne verliebt. Diese wollte jedoch keine Maitresse, sonder Königin sein. Als Rom die Scheidung verweigerte, kam es zum Bruch mit der römischen Kirche.
    Die Handlung mag sich in manchen Detail nicht an die historischen Tatsachen halten (in welcher Oper gibt es das schon?), König Heinrich VIII stärker überzeichnet sein, und die Liebesgeschichte zwischen dem spanischen Gesandten und Anne frei hinzuerfunden sein. Aber die Oper hat in meinen Augen eine Reihe starker Stellen, vor allem in der Begegnung der beiden Königinnen.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Es sind auch mindestens 10 CD-Aufnahmen von Berlioz' Faust problemlos erhältlich, dazu ein paar DVDs. Da muss man vielleicht etwas sorgfältiger suchen. Das Stück ist jedenfalls deutlich bekannter und häufiger aufgenommen/aufgeführt als alle "richtigen" Opern Berlioz', m.E. ist es nach der Symphonie Fantastique sein beliebtestes Werk (für mich durchaus nachvollziehbar).

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • es gibt mindesten zwanzig

    A.Ommer listet ca. 50 Aufnahmen - Stand Nov. 2007. Inzwischen sind mind. ein Dutzend Neueinspielungen hinzugekommen.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Du hast natürlich völlig Recht, lieber Harald. Wenn da nicht noch mehr zusammenkommen. Ich müsste noch zwei, drei weitere haben, die weder bei Ommer noch im Steiger aufgeführt sind. Ommer nennt ja auch die Liveaufnahmen, die es nicht auf Tonträger gebracht haben. Meine "mindesten zwanzig" sollten sich auf die offiziellen Aufnahmen beziehen. Selbst habe ich nicht recherchiert, was aktuell zu haben ist, ich bezog mich auf timmiji. Was wir gemeinsam - einschließlich Johannes - feststellen konnten, ist: Berlioz' FAUST ist alles andere als ein "weniger bekanntes Werk". Ich bleibe bei meinen Bedenken, der Thread hat seine Tücken. ;)


    LG Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • eine wirklich selten gespielte Oper -schon aus logistischen Gründen- ist Karl V. von Krenek.Hier gibt es nach meinem Wissen auch nur zwei Aufnahmen,nämlich eine gekürzte von den Salzburger Festspielen und eine konzertante Aufmahme vom Beethovenfest 2000


    Lieber Joachim,


    noch nicht zu spät, herzlich willkommen in der trauten Runde. Zu Deiner o.g. sei folgende Anmerkung gestattet. Es gibt insgesamt 3 Aufnahmen der genannten Oper. Eine Studio Aufnahme aus dem Jahre 1980 mit dem Symphonie Orchester des ORF unter dem Dirigat von Gerd Albrecht, mit Sena Jurinac, Peter Schreier etc...dabei handelt es sich um die gekürzte Fassung von 1954. Label: Orfeo


    Die 2. Aufnahme ist mit der 3. identisch. Es handelt sich dabei jedoch einmal um eine Live - und einmal um eine Studio Aufnahme. Hier ist es die Orginalfassung von 1938 (Beide Aufnahmen!) Beides Beethoven Orchester der Stadt Bonn, Dirigent: Marc Soustrot der damals bekannteste Interpret in dieser Oper war Werner Hollweg.


    Gruß


    Bernard :hello:

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    eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



    Arthur Schopenhauer

  • Seine Opern " Die Rose vom Liebesgarten" (bis heute existiert offiziell nur eine 60jährige Aufnahme), sowie " Der arme Heinrich" (bis heute keine befriedigende offizielle Aufnahme, aber eine Aufnahme aus den 40ern mit August Seider und eine neuere Rundfunkaufnahme mit Jean Cox sind leider nicht auf CD erhätlich) bieten eine Fülle an herrlichen Melodien.


    Lieber m. joho


    Bei der "Rose vom Liebesgarten" gebe ich Dir recht. Die einzigste Aufnahme ist 60 Jahre alt (stammt aus dem Jahr 1953 ist konzertant aufgeführt worden unter dem Dirigat von Robert Heger.


    Vom "armen Heinrich" gibt es allerdings 3 Gesamtaufnahmen. 1948,1982,2000! Die 48 Aufnahme ist konzertant, Dirigent Hans Altmann, die 82 Aufnahme ebenfalls konzertant, Dirigent Hiroshi Wakasugi, Orchester des WDR Köln, Die Aufnahme aus 2000 live, Dortmund, Philharmonisches Orchester Dortmund, Dirigent: Alexander Rumpf, Label: Capriccio


    vielleicht für Dich von Interesse?


    Gruß


    Bernard :hello:

    Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die MUSIK,
    eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



    Arthur Schopenhauer

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