RARITÄTEN: Selten gespielte Opern wiederaufgeführt!

  • Wer ein bisschen über die Landesgrenzen zu reisen bereit ist, bekommt in der Opera Vlaanderen CARDILLAC von Paul Hindemith:

    Und wenn man schon in Belgien ist, dann lohnt sich die Weiterreise in die französische Hauptstadt, wo die Opéra national de Paris gerade das selten gespielte Oratorium "Il Primo Omicidio ovvero Caino" des Barockmeisters Alessandro Scarlatti in einer szenischen Umsetzung zeigt:


    https://www.operadeparis.fr/sa…-19/opera/ilprimoomicidio


    Die Besprechung der Premiere bei BR Klassik macht vielleicht Lust auf einen Besuch: https://www.br-klassik.de/aktu…ier-paris-kritik-100.html

  • von Stanisław Moniuszko Oper „Halka“ gespielt.


    Das Werk wird in Polen ja sehr viel aufgeführt. In anderen Ländern eher selten. Das war ja ein Streitpunkt in Deinem Opern-Kanon, ob sie gleichwohl als bedeutendes Beispiel der Polnischen Oper des 19. Jahrhunderts in den Kanon aufgenommen werden soll. Ich weiß nicht, wie das ausgegangen ist. Ich weiß aber noch, dass ich entschieden dafür gekämpft habe!

    Ja, lieber Caruso41, ich erinnere mich noch gut daran, dass ich damals dagegen war, weil ich zu dieser Oper überhaupt kein Verhältnis hatte und eher durch die schlechte Behandlung im Musikunterricht (mit einer Polka) eine Abwehhaltung dagegen hatte.


    Inzwischen habe ich einen deutschsprachigen Mitschnitt aus den 1950er Jahren gehört (Staatsoper Berlin), für den ich nicht genug danken kann, weil er mir dieses Werk endlich erschlossen hat. Man liest zwar immer, dass Moniuszkos Vorbilder Lortzing und Auber gewesen seien, aber es handelt sich hier mitnichten um eine komische Oper, sondenr um eine ernste tragische Oper mit großartigen Momenten und auch insgesamt einer sehr guten, abwechslungsreichen Musik.

    Vom Inhalt her ist das eigentlich "Jenufa" ohen Küsterin! Wenn es die da nicht gäbe, wäre die Handlung von "Jenufa" wahrscheinlich genau so ausgegangen wie die Handlung von "Halka".


    Also ich habe meine Meinung zu "Halka" inzwischen wirklich total revidiert und das wollte ich dir mitteilen. :hello:



    Die Tonqualität ist natürlich nicht optimal, aber für mich ist es immer ein ganz besonderes Werkerlebnis, wenn ich eine nichtdeutsche Oper dennoch in meiner deutschen Muttersprache hören und erleben darf.


    Nun erwäge ich sogar, im Mai mal nach Breslau zu fahren, um mir "Halka" auch mal live zu gönnen - dort dann natürlich in polnischer Originalsprache.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Für einige hier habe ich höchstens noch ab und an einen Smiley übrig...

  • Am 12., 16., 20. und 23. Februar steht Puccinis LA RONDINE in der Inszenierung von Rolando Villazón wieder auf dem Spielplan der Deutschen Oper Berlin. Ermonela Jaho und Charles Castronovo singen die beiden Hauptrollen.


    Ich kenne etliche Leute, die das Stück nicht mögen. Ich liebe La Rondine. Einfach mal bei Youtube reinhören und ein eigenes Urteil bilden...

  • Lieber Kapellmeister Storch,


    ich kenne und besitze "La Rondine" mit Roberto Alagna und Angela Gheorgiu und weiß, dass es in den letzten Jahren mindestens noch eine weitere Inszenierung gab. Auch ich liebe "La Rondine" als eines der schönsten Werke von Puccini. Es ist ein Zwischenstück zwischen Oper und Operette (Puccini selbst, las ich mal irgendwo, weiß aber nicht mehr wo) soll es mit Operette bezeichnet haben.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Lieber Stimmenliebhaber!


    Es hat mich sehr gefreut zu lesen, dass Du die Schönheit und den Rang von Moniuszkos HALKA jetzt doch zu entdecken und zu würdigen beginnst. Dass Dich dazu ein deutsch gesungener Mitschnitt gebracht hat, scheint mir bemerkenswert. Offenbar ist das genaue Verstehen der Worte und der Handlung für Dich doch von elementarer Bedeutung. Da spielt es denn auch keine Rolle, dass mit Wenglor und Meinokat zwei Sänger singen, die den Anforderungen, die man eigentlich an diese beiden Partien stellen müsste, nicht wirklich gerecht werden können. (Beides sind fraglos gute Sänger, hier aber nicht richtig besetzt. Nach meiner Erinnerung waren Losch und Witte die Erstbesetzung.)


    Es ist sicher eine gute Idee von Dir, mal eine polnisch gesungene Aufführung anzuhören. Dirigiert in Breslau Marcin Nalecz-Niesiolowski?


    Wenn Du im Übrigen schon mal eine Vorstellung bekommen willst, was in den Partien des Jontek und der Halka drin ist, empfehle ich Dir die Aufnahmen der Arien von dem großen Bogdan Paprocki (dessen Vibrato dich vielleicht stören könnte, aber seine dramatische Kraft wird Dich sicher begeistern) oder Wieslav Ochman beziehungsweise Teresa Zylis Gara oder Teresa Kubiak.

    Sicher findest Du die auf YouTube. Da ich noch immer unterwegs bin, möchte ich mir nicht zumuten, die Videos auf dem iPhone einzustellen.


    Liebe Grüße


    Caruso41

  • Lieber Gerhard,


    Ich habe einen Teil davon gesehen. Da wäre ich gerne live dabei gewesen. Ja, das Stück war wohl von Puccini als Operette gedacht und sollte für Frohsinn in den Kriegsjahren sorgen. Bei Youtube gibt es jetzt einen neuen Mitschnitt einer konzertanten Aufführung in Riga vom Dezember 2018, in der die Premieren-Magda aus Berlin, Dinara Alieva, gesungen hat.



    Viele Grüße

  • Lieber "Caruso41",


    Offenbar ist das genaue Verstehen der Worte und der Handlung für Dich doch von elementarerBedeutung.

    Selbstverständlich ist es das bei der Werkdurchdringung und Förderung der Werkkenntnis, auf deren Grundlage dann erst ein wirkliches Werkerlebnis und somit ein Werkgenuss stattfinden kann. Als du seinerzeit begonnen hast, dich für Oper zu interessieren, waren solche Werkerlebnisse in der eigenen Muttersprache noch selbstverständlich und zur Werkerfassung ganz sicher nicht hinderlich. Bei mir war das schon nicht mehr so selbstverständlich, aber ich merke ganz deutlich, dass ich Stücke, die ich wenigstens mal in deutscher Sprache auf der Bühne erlebt (oder zumindest als Aufnahme gehört) habe, besser durchdingen kann als Stücke, bei denen dies nie der Fall war. Der Text in einer Oper erklingt eben auch akustisch und sollte auch inhaltlich akustisch erfassbar sein - das Mitlesen einer Übersetzung ist nie so intensiv und vor allem nicht parallel zur konzentrierten Betrachtung eines Bühnengeschehens möglich - beides gleichzeitig, hinkieken und mitlesen, geht nicht, zumindest nicht ohne gravierende Abstriche.

    Dirigiertin Breslau Marcin Nalecz-Niesiolowski?

    Scheint so zu sein, zumindest hat er die Premiere Mitte Dezember 2018 dirigiert. Ob er im Mai auch dirigiert, weiß ich nicht.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Für einige hier habe ich höchstens noch ab und an einen Smiley übrig...

  • Franz Schreker hat sich mit seinen Opern inzwischen schon einen Platz auf den Spielplänen gesichert.


    Im letzten Winter und Frühjahr wurde

    DER FERNE KLANG

    am Theater Lübeck in einer Einstudierung von Andreas Wolf (Dirigent) und Jochen Brigazoli (Inszenierung) gegeben.



    Jetzt folgt das Opernhaus Frankfurt mit einer Einstudierung von Sebastian Weigle (Dirigent) und Damiano Michieletto (Inszenierung). Zur Besetzung gehören:


    Grete Graumann: Jennifer Holloway

    Fritz: Ian Koziara

    Wirt des Gausthauses "Zum Schwan": Anthony Robin Schneider

    Ein Schmierenschauspieler: Iurii Samoilov

    Der alte Graumann / 2. Chorist: Magnús Baldvinsson

    Seine Frau: Barbara Zechmeister

    Dr. Vigelius: Dietrich Volle

    Ein altes Weib: Nadine Secunde


    Im April/Mai folgt am Staatstheater Hannover

    DIE GEZEICHNETEN

    Musikalische Leitung: Mark Rohde

    Inszenierung: Johannes von Matuschka

    Alviano: Robert Künzli

    Herzog Antoniotto Adorno/Capitano: Stefan Adam

    Graf Andrea Vitelozzo Tamare: Brian Davis

    Lodovico Nardi: Tobias Schabel

    Carlotta Nardi: Karine Babajanyan

    Guidobald Usodimare: Edward Mout

    Gonsalvo Fieschi: Frank Schneiders

    Pietro: Pawel Brozek

    Premiere der Inszenierung am 6. April 2019


    Das Werk kann man im Juni auch im

    Concertgebouw in Amsterdam hören!

    Musikalische Leitung: Markus Stenz

    Herzog Antoniotto Adorno: Michael Kupfer

    Vitelozzo Tamare: Markus Eiche

    Lodovico Nardi: Steven Humes

    Carlotta Nardi: Allison Oakes

    Alviano Salvago: Marco Jentzsch

    Usodimare: Jeff Martin

    Gonsalvo Fieschi: Miljenko Turk

    Radio Filharmonisch Orkest

    Die Aufführung am 1. Juni 2019 (13.00 bis 16.40) wird im Hörfunk live übertragen-

  • Raritäten gibt es auch wieder in weiteren Opernhäusern in meiner unmittelbaren Nähe"!


    Im Theater Bielefeld gibt es die wunderbare Oper auf einen Text von Maurice Maeterlinck

    Paul Dukas: Ariane und Blaubart

    Musikalische Leitung:

    Alexander Kalajdzic 

    Inszenierung: Andrea Schwalbach

    Premiere ist am 2. März 2019

    Weitere Informationen:https://theater-bielefeld.de/v…riane-und-blaubart.htmlIm



    Das Theater Bremen bringt die köstlich leichte Opéra bouffe


    Emmanuel Chabrier: L'Étoile


    Musikalische Leitung: Yoel Gamzou

    Inszenierung: Tom Ryser

    Premiere ist am 30. März 2019
    Weitere Informationen:https://www.theaterbremen.de/d…-koenigs-l-etoile.1177359



  • Am Theater Gera (kleine Bühne am Park) findet am 04.05.2019 die Premiere statt


    Der Kaiser von Atlantis


    Libretto Peter Kien, Musik Victor Ullmann


    Besetzung

    Kaiser Alejandro Lárraga Schleske

    Lautsprecher Johannes Beck

    Tod Ulrich Burdack

    Harlekin Florian Neubauer

    SoldatN.N.

    Bubikopf Sujin Bae **

    Trommler Judith Christ

    Puppenspieler Sabine Schramm Tobias Weishaupt Leonti Usolzew*

    * als Gast

    ** Thüringer Opernstudio


    Die Bühne am Park faßt nur ca. 130 Personen. Karten auf allen Plätzen 16,00 Euro. Weitere Vorstellungen am 11.05.2019 und 30.05.2019.


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Ebenfalls im Theater Gera (großes Haus) Premiere am 08.03.2019 um 19:30 Uhr


    Die Passagierin


    Oper von Mieczyslaw Weinberg (zum 100. Geburtstag)


    Besetzung

    Lisa Annette Schönmüller*

    Walter János Ocsovai

    Martha Anne Preuß

    Tadeusz Alejandro Lárraga Schleske

    Katja Miriam Zubieta

    Krystina Juliane Bookhagen **

    Vlasta Jolana Slavíková

    Hannah Dilara Baştar *

    Bronka Judith Christ

    Yvette Sujin Bae **

    Alte Frau Ina Westphal

    1. SS-Mann Kai Wefer

    2. SS-Mann Ulrich Burdack

    3. SS-Mann    Timo Rößner

    Älterer Passagier Uğur Okay

    OberaufseherinN.N.

    Kapo Madeline Hartig

    StewardN.N.

    * als Gast

    ** Thüringer Opernstudio


    Weitere Vorstellungen am 10.03.2019 um 14:30 Uhr und am 17.03.2019 um 16:00


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Ebenfalls im Theater Gera (großes Haus) Premiere am 08.03.2019 um 19:30 Uhr


    Die Passagierin

    Oper von Mieczyslaw Weinberg (zum 100. Geburtstag)

    Lieber La Roche!


    Das ist ein ungemein eindrucksvolles Werk! Lass Dir das nicht entgehen!

    Schade, dass ich die Termine nicht frei habe.

    Beste Grüße


    Caruso41

  • Die Spielpläne der drei Wiener Opernhäuser sind da. Neben einer totalen Enttäuschung (Wiener Staatsoper) und einigen Highlights (Wiener Volksoper) ist wieder einmal das Theater an der Wien hervorzuheben. Es bringt nämlich drei Opernraritäten - und das sogar szenisch:


    Im November 2019 kommt Spontinis La Vestale (Dirigent: Bertrand de Billy) in der französischen Originalfassung. Und gleich danach im Dezember 2019 kommt - man glaubt es kaum - Halka (Dirigent: Łukasz Borowicz) von Moniuszko auf Polnisch. Eine Koproduktion mit dem Teatr Wielki Warschau. Im April 2020 bringen sie zudem noch Prokofjews Der feurige Engel (Dirigent: Constantin Trinks).


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Die Oper in Genf nimmt Ende Juni / Anfang Juli 2020 eines der neben den „Soldaten“ und „Moses und Aron“ am schwersten zugängigen Werke der Opernliteratur ins Programm: Olivier Messiaens Saint François d’Assise. Ich habe erstmals Bekanntschaft mit dem Werk vor 20 Jahren gemacht, als mir ein Video Clip mit Dawn Upshaw in der Partie des Engels in die Hände fiel. Es ging eine solche Magie von der Stimme aus, dass ich Jahre später extra nach Amsterdam fuhr, um eine Aufführung mit Rod Gifry und Camilla Tilling zu sehen. Ich war leider nicht gut vorbereitet und total überfordert von der Komplexität des Werkes. Im sechsten Bild z.B. kann die dreiviertelstündige Rezitation von Vogelnamen durch den Heiligen Franziskus ermüden wenn man sich nicht auf die klangmalerische Charakterisierung jeder einzelnen Art durch das Orchester konzentriert. Der grosse Chor und das Orchester entführen den Zuhörer- /schauer jedoch in eine „Klangwelt in der sich religiöse Inbrunst mit prophetischer Ekstase verbinden“ (Rolf Fath). Bei Youtube gibt es allerhand Mitschnitte, mit deren Hilfe man sich einhören kann. Ein Beschäftigung mit dem Werk lohnt sich auf jeden Fall.

  • Und wenn man schon in Belgien ist, dann lohnt sich die Weiterreise in die französische Hauptstadt, wo die Opéra national de Paris gerade das selten gespielte Oratorium "Il Primo Omicidio ovvero Caino" des Barockmeisters Alessandro Scarlatti in einer szenischen Umsetzung zeigt:


    https://www.operadeparis.fr/sa…-19/opera/ilprimoomicidio

    Das Werk erfährt ja gerade eine wahre Renaissance: In der kommenden Saison wird es nicht nur an der Staatsoper Berlin (Übernahme der Castellucci-Produktion aus Paris) sowie am Aalto Theater Essen in einer Neuinszenierung (Dietrich W. Hilsdorf) gezeigt.

  • Zur Zeit ist man bei Hippolyte et Aricie schon bei Bühnenproben mit Kostüm, am Sonntag ist Premiere.

    Man beachte, dass kein grauer Beton, keine Klinikbetten, keine Ledermäntel und sonstige neuzeitliche Requisiten zu sehen sind. Eine ganz klassische Ausstattung


  • Lieber Souffleur,

    danke für Hinweise und Berichte über selten gespielte Opern. Diese wenigstens teilweise kennenzulernen ist weit klüger und erfüllender, als sich unlösbaren Streit über traditionell versus modern und Inszierungen zu verschleissen. Für mich ist es der größte Mangel, dass die deutsche Spieloper mit solchen Perlen wie Wildschütz, Zar und Zimmermann, Martha, Udine, Lustige Weiber von Windsor, Waffenschmied usw. mit ihren herrlichen musikaliischen und melodischen Schätzen immer mehr vernachlässigt wird. Die egomanischen, karrieregeilen Regisseure mit ihrem Dünkel sind sich offensichtlich zu schade, solche romantischen Werke anzupacken. Selbst ein Haus wie die Wiener Volksoper, die die deutschsprachige Spieloper immer gepflegt und kultiviert hat, versteigt sich jetzt zunehmend indem sie lieber einen "Fidelio" oder "Troubadur" herausbringt, der selbstverständlich mit weit besseren Voraussetzungen an der Wiener Staatsoper ständig aufgeführt wird, als ihr angestammes Repertoire zu pflegen. Dadurch wird die kulturelle Viefalt ausgedünnt und zerstört.



    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Die Staatoper Hannover wird in der kommenden Saison, die erstmals von der neue Intendantin Laura Berman verantwortet wird, mit einigen selten gespielten Opern erfreuen:


    Händels ALCINA will ich noch nicht mal zu den selten gespielten Opern rechnen. Sie wird jetzt doch recht häufig gespielt.


    Eigentlich hat auch Halevys LA JUIVE seit einigen Jahren ein gewisse Konjunktur.

    Trotzdem zähle ich sie noch zu den Opern, auf die in diesem Thread hingewiesen werden kann:




    Und dann gibt es noch zwei echte Raritäten!




  • Eigentlich hat auch Halevys LA JUIVE seit einigen Jahren ein gewisse Konjunktur.

    Ja, überall, außer in Berlin, wo sie an keinem der drei Berliner Opernhäuser gespielt wurde, seit ich denken kann (vermutlich sogar seit 1933 nicht mehr...).

    Um sie mal zu sehen, musste ich im Jahre 2000 extra nach Wien fahren.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Für einige hier habe ich höchstens noch ab und an einen Smiley übrig...

  • Das Einstellen klappt nicht. Darum Halévys JUIVE zweifach.

    Die "echten" Raritäten sind DIE GRIECHISCHE PASSION und NIXON IN CHINA. Ich werde das später korrigieren. Jetzt muss ich erst mal eilig weg!

  • ab 28. Sptember 2019 - April 2020 wird in Chemnitz Arrigo Boitos Mefistofele aufgeführt. Da Regie (Balázs Kovalik), Bühnenbild, Kostüme identisch sind mit einer Budapester Inszenierung, kann man sich wahrscheinlich anhand des Videoclips vorab informieren


  • Vor einigen Spielzeiten hat Hannover das großartige Werk geboten, aber leider nur konzertant. Wenn man es mal in Deutschland hören wollte, bot sich eine Möglichkeit wohl nur in München (2016-18). Jetzt wird es auch in Stuttgart angekündigt. Toll dass sich auch Chemnitz an den Mefistofele wagt. Musikalisch ist das sehr lohnend!

  • Lieber Stimmenliebhaber!

    Ja, überall, außer in Berlin, wo sie an keinem der drei Berliner Opernhäuser gespielt wurde, seit ich denken kann (vermutlich sogar seit 1933 nicht mehr...).

    Um sie mal zu sehen, musste ich im Jahre 2000 extra nach Wien fahren.

    Das ist wirklich nicht zu verstehen, warum keines der Berliner Opernhäuser sich an LA JUIVE wagt.


    Aber das hat Berlin mit New York gemein. Nach 1932 (mit Giovanni Martinelli und Elisabeth Rethberg) gab es keine weiteren Aufführung von LA JUIVE. Selbst dem großen Richard Tucker ist es nicht gelungen durchzusetzen, dass die MET das Werk wieder auf den Spielplan nimmt. Erst 2003 hat man das getan: mit einer Übernahme der Wiener Produktion!


    Ich habe die erste szenische Aufführung der Oper in Gent noch mit dem legendären Tony Poncet gehört.

    Inzwischen habe ich das Werk aber doch in etlichen verschiedenen Produktionen erleben können. Die szenisch und musikalisch eindrucksvollste Aufführung habe ich 1988 tatsächlich in Bielefeld gehabt. Immerhin vier oder fünf mal! In den USA gab es einen Mitschnitt dieser legendären Produktion von John Dew mit James O'Neill, dessen frühen tragischen Tod man nach dem Hören dieser Aufnahme als doppelt schmerzlich beklagen muss! Da ist neben ihm auch eine hinreißende Rachel zu hören: Christine Weidinger, die meiner Meinung nach schöner singt und ergreifender gestaltet als alle anderen Interpretinnen der Partie, die man auf CD bekommen kann. Und der ganz junge, wirklich imponierende Gidon Sacks singt den Kardinal. Sehr lohnend!


    Beste Grüße

    Caruso41

  • Im neuen Spielzeitprogramm der Staatsoper Unter den Linden wird die heutzutage wirklich selten gespielte Oper "Die lustigen Weiber von Windsor" von Otto Nicolai angekündigt. Premiere ist am 3. Okober 2019. Eine deutsche Spieloper am Nationalfeiertag, alle Achtung! Die Regie hat David Bösch (kenne ich nicht), die musikalische Leitung Daniel Barenboim und in der Rolle des Sir John Falstaff ist kein geringerer als René Pape. Musikalisch kann das großartig werden, ich hoffe die Regie zieht mit und macht keine zeitgenössische Problemoper aus dem buffonesken Werk.

    :hello: