Der wohl schlimmste Opernbesuch meines Lebens: Idomeneo in Zürich, 7.2.2018

  • Eine Frage hätte ich doch noch zu den bisher 28 Beiträgen zum Thema Idomeneo in Zürich.


    Sehe ich das richtig, dass nur ein einziger von einem ganzen Dutzend erregten Forum-Mitgliedern diese Inszenierung überhaupt gesehen hat und alle anderen nur voller Wonne in das ständig gleiche Wehklagen über das RT einstimmen?


    Ich habe eine Vorstellung besucht und fand die Regieeinfälle von Frau Mijnssen auch in keiner Weise nachvollziehbar, aber deshalb gibt es doch noch lange keinen Grund, alles ganz pauschal ins Lächerliche zu ziehen und sich eines niveaulosen Jargons zu bedienen wie jaulende Sänger, bekloppte Regisseuse! Wer sich allerdings Karten für Idomeneo kauft, um "an der Züricher Oper einen netten Abend" (Originalton Figarrooo in #1) zu verbringen, sollte es beim nächsten mal vielleicht mit etwas Seichtem im Bernhard Theater versuchen.

    Diese Beiträge haben absolut nicht das Niveau, das man von einem Klassik-Forum erwartet. Das ist Stammtisch !!!!!!!!!!!!

    Lieber Souffleur, ich kann Dir gar nicht genug für diesen Beitrag danken, denn auch ich ärgere mich jedes Mal über die niveaulosen "Kritiken" des Herrn Figaroo und habe dies an anderer Stelle auch schon deutlich zum Ausdruck gebracht. Besonders die Beleidigungen der Mitwirkenden - oft auch Sängerinnen und Sänger - sind inakzeptabel. Zum Glück hat dieser Zeitgenosse hier schon lange nichts mehr geschrieben.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Liebe Mme Cortese,


    wie kannst du nur erwarten, dass das Produkt, das auf dem Plakat steht, auch drin ist? Du willst - wie wohl die meisten -etwas genießen. Du gehörst, wie dir einzelne Zeitgenossen weismachen wollen - genauso wie ich - einfach nicht mehr in diese Welt.

    Genießen darf man doch nicht!!!!! Also packt man dir ein Produkt ein, von dem dir übel wird und will dir vorgaukeln, dass dies das richtige ist. Es genügt nicht, dass du das alltägliche Übel siehst. Du musst doch ständig belehrt werden, auch wenn du mal im Theater entspannen willst.

    Es grüßt dich einer deiner "Stammtischbrüder". :hahahaha::hahahaha::hahahaha:

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Sehe ich das richtig, dass nur ein einziger von einem ganzen Dutzend erregten Forum-Mitgliedern diese Inszenierung überhaupt gesehen hat

    Sehe ich das so, daß Du diese Inszenierung kennst? Dann steht es Dir zu, Deine Meinung dazu hier zu bringen. Kennst Du sie nicht, bewegst Du Dich auf dem gleichen Niveau wie alle anderen, die nicht drin waren. Ich gebe Dir aber recht, daß man eine Inszenierung nur dann kritisch zerlegen sollte, wenn man sie selbst gesehen hat.

    Figaroooo hat den Idomeneo gesehen, und seine Kritik zeugt davon, daß er das Stück gut kennt.

    Wer sich allerdings Karten für Idomeneo kauft, um "an der Züricher Oper einen netten Abend" (Originalton Figarrooo in #1) zu verbringen, sollte es beim nächsten mal vielleicht mit etwas Seichtem im Bernhard Theater versuchen.

    Das verstehe ich nicht. Entscheidest Du, was nett ist und was nicht und was Figarooo (dessen Beiträge viel zu selten sind!!!!) anzusehen hat, um zufrieden ein Theater zu verlassen?

    Auch wenn mir persönlich die letzte "Forza del Destino" weder optisch noch inhaltlich noch musikalisch gefallen hat (war echt Sch...e!)

    Auch Du hast also schon Inszenierungen gesehen, die Du Sch...e fandest. Nur ärgerst Du Dich nicht darüber. Nicht jedem ist es gegeben, sich Sch... anzusehen und das dann auch noch schön zu finden. Übrigens hat Figaroooo diesen angedeuteten Fäkalbegriff nicht verwendet.


    La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • denn auch ich ärgere mich jedes Mal über die niveaulosen "Kritiken" des Herrn Figaroo

    Hallo, Bertarido,


    sehr gut, daß Du entscheiden kannst, welche Kritik niveaulos und welche niveauvoll ist. Glücklicherweise ist Dein Beitrag keine Zensur.

    Allerdings verstehe ich nicht, warum ein 15 Monate alter Beitrag auf einmal wieder ins Rampenlicht gerückt wird. Ich fands nicht notwendig, daß sich hier ein Neumitglied auf Stammtischniveau begibt und dann über das Niveau meckert.


    La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • sehr gut, daß Du entscheiden kannst, welche Kritik niveaulos und welche niveauvoll ist.

    Ja, lieber LaRoche,


    manch einer, der selbst niveaulose Beiträge liefert, maßt sich an, allgemein zu entscheiden, was niveaulos ist. Überheblichkeit kennt eben keine Grenzen.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Nicht jedem ist es gegeben, sich Sch... anzusehen und das dann auch noch schön zu finden. Übrigens hat Figaroooo diesen angedeuteten Fäkalbegriff nicht verwendet.

    Nein, er hat diesen Begriff verwendet:



    Was für eine verquirlte Ka**e!

    Das ist natürlich etwas völlig anderes und viel besser, überhaupt nicht zu vergleichen! :rolleyes:


    Er hat aber vor allem auch das geschrieben:


    und von der völlig bekloppten Regisseuse Jetske Mijnssen

    Ich bin kein Jurist und kann daher nicht wirklich beurteilen, wie strafrechtlich relevant diese Entgleisung ist, aber dass diese Formulierung äußerst bedenklich und absolut niveaulos ist (schon die ganze Einleitung des Beitrags mit dem darüber zitierten Satz), muss doch jeder erkennen, dessen Blick noch nicht völlig stammtischvernebelt ist.


    Auf alle Fälle gillt für denjenigen, der so etwas schreibt, das:


    Überheblichkeit kennt eben keine Grenzen.

    Und daran ändert sich rein gar nichts, wenn ihm jetzt noch mehr von der Mailfreundschaftsgruppe bzw. dem virtuellen Stammtisch beispringen. :thumbdown:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Wenn ich hier getätigten politischen, kulturpolitischen oder sonstigen Aussagen nicht widerspreche, bedeuttet dies keine Zustimmung meinerseits zu diesem Aussagen. Für Meinungen bestimmter User habe ich bestenfalls noch einen Smiley übrig. Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.

  • ad 1: Es steht gut verständlich in meinem Beitrag, dass ich eine Vorstellung besucht habe. Du auch?


    ad 2: Ich entscheide gar nichts, das macht der allgemeine Sprachgebrauch und der ist im Duden nachzulesen nett Bedeutung: freundlich und liebenswert, im Wesen angenehm, hübsch


    ad 3: Ich ärger mich wirklich nicht darüber sondern hake manche Aufführung als erledigt ab. Als Abonnent für alle Neuinszenierungen des Opernhauses ist das die meiner Meinung nach eine klügere Einstellung statt sich aufzuregen. Wenn du dich darüber ärgern musst, ist das alleine dein Problem. Aber niemand hat von dir verlangt, dass du das schön finden sollst.


    ad 4: das ist jetzt wirklich lustig: ich bin noch nicht mal Neumitglied sondern nur Gast- da hat man sich wahrscheinlich anständig zu benehmen - das hier herrschende Stammtischniveau werde ich hoffentlich niemals erreichen, weil ich aller Voraussicht nach mit Ende der Saison auch keine Mitgliedschaft beantragen werde.

    Es geht in diesem Thread eigentlich um die Aufführung von Idomeneo, nicht um eine Schlacht zwischen Gegnern des RT und allen anderen Opernliebhabern.

    der Fettdruck nur als Erklärung für alle, die erst jetzt dazustossen und nicht so richtig wissen, wo sie sich befinden.




  • Lieber La Roche,


    es stimmt, du hast in diesem Fall 100 % recht, Figarooo benutzt den von mir angedeuteten Ausdruck "Sch...e" nicht. Das würde er nie machen, dazu ist er sicher viel zu gut erzogen. Aber ich stolperte schon im ersten Satz seiner Kritik (Tirade) über den Ausdruck s.u.

    Was für eine verquirlte Ka**e!

    Darf Figarooo das? Muss man, um das zu dürfen, sich als Mitglied registrieren? Als nur! Gast hat man ja noch viele Fragen.


    Das war nun meine letzte Reaktion zu dieser ziemlich sinnlosen Auseinandersetzung. Der Ausflug ins Lager der RTL2/Sat1 Konsumenten war kurzweilig, hat aber niemanden auch nur einen winzigen Schritt weitergebracht

  • "Was für eine verquirlte Ka**e!

    Das ist natürlich etwas völlig anderes und viel besser, überhaupt nicht zu vergleichen! ":rolleyes:


    Ja, Herr Stimmenliebhaber, das ist ein Unterschied! Wenn die Kacke am Dampfen ist, dann ist das im allgemeinen Sprachgebrauch nicht anrüchig. Aber alles was mit

    Sch...e beschrieben wird, ist Fäkalsprache.


    Aber ich will mit Dir jetzt nicht streiten, auch wenn Du mit der Bemerkung "Mailfreundschaftsgruppe" schon wieder den Fehdehandschuh geworfen hast.


    La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Genau, Kacke ist was ganz anderes als Scheiße und nur "Kacke" ist in bestimmten Redewendungen im "allgemeinen Sprachgebrauch", während natürlich kein Mensch das Wort "Scheiße" benutzen würde... :no:


    Edit: "Eileitung" ist ein Wort mit einem Fehler, nämlich einem fehlenden "n", das ich jetzt nachgetragen habe. Ist also ein Flüchtigkeitsschreibfehler, und dass du mich auf diesen hinweist, unterstreicht nur deine Erklärung, dass du dich nicht mit mir streiten willst...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Wenn ich hier getätigten politischen, kulturpolitischen oder sonstigen Aussagen nicht widerspreche, bedeuttet dies keine Zustimmung meinerseits zu diesem Aussagen. Für Meinungen bestimmter User habe ich bestenfalls noch einen Smiley übrig. Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.

  • ad 4: das ist jetzt wirklich lustig: ich bin noch nicht mal Neumitglied sondern nur Gast- da hat man sich wahrscheinlich anständig zu benehmen - das hier herrschende Stammtischniveau werde ich hoffentlich niemals erreichen, weil ich aller Voraussicht nach mit Ende der Saison auch keine Mitgliedschaft beantragen werde.



    Der Ausdruck "das hier herrschende Stammtischniveau" zeigt, dass du das Forum nur von hier kennst, also nicht richtig.

    Klick mal an: den Opernführer, Artikel von Holger Kaletha, die Seite von Seicento, die Seite "der Schlaf in der Musik" von moderato, die Seite über den "Humor in der Musik" von Alfred, alles von Helmut Hofmann und vielleicht meine Satireseite. Das ist das Niveau, was hier gilt. Und wenn ich deine Beiträge so lese, wirst du dieses Niveau mit Sicherheit nicht erreichen. Dass du dich dann aus diesem Grund verabschiedest, ist nur konsequent. Falls du dich nicht verabschiedest, gibt es hier eine ungeschriebene Regel, die ich jetzt mal hier hinsetze. Es gibt im Forum ein paar Mitglieder, die noch nie ein eigenes Thema erstellt haben, aber an den anderen immer herummäkeln. Das sind für mich Mitglieder zweiter Klasse. Mal sehen, wo du landest, wenn du bleibst.

    Ich kann gut Mitmenschen umgehen (Anon.)

  • Es gibt im Forum ein paar Mitglieder, die noch nie ein eigenes Thema erstellt haben, aber an den anderen immer herummäkeln.

    Wer denn zum Beispiel? Mir fällt spontan niemand ein.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Wenn ich hier getätigten politischen, kulturpolitischen oder sonstigen Aussagen nicht widerspreche, bedeuttet dies keine Zustimmung meinerseits zu diesem Aussagen. Für Meinungen bestimmter User habe ich bestenfalls noch einen Smiley übrig. Das Regietheater-Forum habe ich überdies bei mir abgeschaltet.

  • Ich halte mich aus den Diskussionen ja weitgehend heraus, weil sie sowieso nichts bringen. Allerdings halte auch ich von den vielen Auswüchsen des Regietheaters gar nichts, vor allem dann, wenn man ein Werk nur noch an der Musik erkennt und ansonsten bei den Vorgängen auf der Bühne meint, man ist im falschen Film. Dass man dann aber deswegen "ins Lager der RTL2/Sat1 Konsumenten einsortiert wird, halte ich , gelinde gesagt, für eine absolute Unverschämtheit!

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • Nur so am Rande: auch ich habe den Idomeneo am 2. März 2018 besucht, fühlte mich aber nicht bemüßigt, auf die Hasstiraden eines profilneurotischen cand. med. zu reagieren. Bei Bellinis I Puritani im Sommer 2016 war schon das gleiche Procedere. Damals ließ ich mich noch zu einer Replik hinreißen. Doch ich bin lernfähig. Viva la musica!

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Wer denn zum Beispiel? Mir fällt spontan niemand ein.

    Ich möchte das hier nicht nennen, habe aber nach jeder Attacke von ihm auf mich ihn daran erinnert, dass er mal in dieser Hinsicht produktiv werden sollte. Du bist natürlich nicht damit gemeint, trotz aller Auseinandersetzungen bist du ja ein produktives Mitglied. Das habe ich ja auch bei der Debatte um Nemorino sehr deutlich gesagt. Zu dieser Debatte möchte ich noch dies nachtragen: ich hatte vorgeschlagen, dass man deine Beiträge moderieren sollte. Ich bin in Blogs , bei denen das mit allen Beiträgen gemacht wird. Aber für einen Einzelnen ist das Unsinn, denn wenn mir das geschehen würde, würde ich austreten. Das nehme ich ausdrücklich zurück.

    Ich kann gut Mitmenschen umgehen (Anon.)

  • Dass man dann aber deswegen "ins Lager der RTL2/Sat1 Konsumenten einsortiert wird, halte ich , gelinde gesagt, für eine absolute Unverschämtheit!

    Kein User wird in Souffleurs Posting einsortiert, sondern er beugt sich seine ganz eigenen Disziplin, fürderhin diese Chose aus der Perspektive eines RTL2 /SAT1-affinen Publikums zu betrachten und dabei an Wotan und Loge denken. Gegen diese Haltung wäre nichts einzuwenden.

  • Sehe ich das richtig, dass nur ein einziger von einem ganzen Dutzend erregten Forum-Mitgliedern diese Inszenierung überhaupt gesehen hat ...

    Das siehst Du nicht ganz richtig, lieber Souffleur. Denn Figarooo (wo steckt er überhaupt?) hat die Vorstellung bereits in der Pause verlassen. Das dürfte nach dem ersten Teil des zweiten Aktes - also etwa zur Hälfte - gewesen sein. Insofern müsste es heißen: "Sehe ich das richtig, dass nur ein einziger von einem ganzen Dutzend erregten Forum-Mitgliedern diese Inszenierung überhaupt etwa zur Hälfte gesehen hat?" ;)

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Ja, das kann ich entscheiden.

    Nana, ist das nicht sehr hochtrabend? Du kannst entscheiden, welche Kritik Du gut findest. Du kannst entscheiden, ob eine Kritik Deine Erlebnisse widerspiegelt, wozu allerdings Dein Besuch der Vorstellung (möglichst der gleichen mit der gleichen Besetzung, die der Rezensent gesehen hat) Voraussetzung ist.


    Du kannst aber nicht entscheiden, ob eine Kritik von allen Lesern für gut empfunden wird.


    Allerdings kann jeder Leser einer Kritik eine Entscheidung treffen, ob ein Besuch der rezensierten Veranstaltung für ihn einen Gewinn oder nur einen finanziellen Verlust

    darstellt.


    Herzlichst La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Ein informierter Opernfreund benötigt keine zehn Minuten, um festzustellen, dass eine Oper verunstaltet ist. Es ist Unsinn, zu behaupten, das ein Ausschnitt oder auch ein Bild nicht genügt, um das zu erkennen. Wenn ich z.B. bei historischen Stoffen Naziuniformen sehe, ist für mich "der Käse gegessen". Und so könnte man hier viele Faktoren anführen, die sofort erkennen lassen, dass hier wieder eine irre Fantasie statt der proklamierten Oper gezeigt wird.

    Auch wenn ich jetzt nur noch die Übertragungen aus der MET oder dem Royal Opera House ansehe (in Fernsehen gibt es ja auch nichts Gescheites mehr, aber da kann man ja rechtzeitig abschalten, ohne sein Geld unnötig auszugeben, um sich zu ärgern), informiere ich mich vorher, was ich da buche. Bei Neuinszenierungen bin ich vorsichtig und buche nur dann,wenn ich mehr darüber erfahren habe.

    Bei Figarooo bedauere ich sehr, dass er hier seine aufschlussreichen Beiträge nicht ehr schreibt.


    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Hallo, Bertarido,


    sehr gut, daß Du entscheiden kannst, welche Kritik niveaulos und welche niveauvoll ist. Glücklicherweise ist Dein Beitrag keine Zensur.


    Ja, das kann ich entscheiden.


    Nana, ist das nicht sehr hochtrabend? Du kannst entscheiden, welche Kritik Du gut findest. Du kannst entscheiden, ob eine Kritik Deine Erlebnisse widerspiegelt, wozu allerdings Dein Besuch der Vorstellung (möglichst der gleichen mit der gleichen Besetzung, die der Rezensent gesehen hat) Voraussetzung ist.


    Du kannst aber nicht entscheiden, ob eine Kritik von allen Lesern für gut empfunden wird.


    Immer die Zitate richtig lesen. Bertarido hat ja nur gesagt, dass er entscheiden kann, ob eine Kritik niveaulos ist oder nicht (in diesem Fall z.B. Figarooos Ausdruck "K***e" oder "bekloppte Regisseuse"). Er hat aber nie behauptet, dass er entscheidenen kann ob eine Kritik von allen Lesern als gut empfunden wird. Da verdreht La Roche den Sinn

  • Ein informierter Opernfreund benötigt keine zehn Minuten, um festzustellen, dass eine Oper verunstaltet ist. Es ist Unsinn, zu behaupten, das ein Ausschnitt oder auch ein Bild nicht genügt, um das zu erkennen

    Ganz genau. Exemplarisch stand lange Zeit für deine unumstößliche Behauptung die Verunstaltung des Wagnerischen Rings durch Otto Schenk ein. Die NY-Times erteilte dieser Verunstaltung den Ritterschlag des unsinnigen Kitsches, als Maazel 2008 daraus die Walküre dirigierte.

    Demzufolge reichen selbstverständlich für den gut informierten Opernfreund des „Wahren, Guten und Schönen“ sogar sehr viel weniger als 10 Minuten aus, um zwangsläufig zum gleichen Ergebnis zu gelangen.

  • Nana, ist das nicht sehr hochtrabend? Du kannst entscheiden, welche Kritik Du gut findest. Du kannst entscheiden, ob eine Kritik Deine Erlebnisse widerspiegelt, wozu allerdings Dein Besuch der Vorstellung (möglichst der gleichen mit der gleichen Besetzung, die der Rezensent gesehen hat) Voraussetzung ist.


    Du kannst aber nicht entscheiden, ob eine Kritik von allen Lesern für gut empfunden wird.

    Ich kann entscheiden, ob eine Kritik niveaulos ist, und aus den Gründen, die Stimmenliebhaber ausgeführt hat, gilt das für den Beitrag von "Figarooo" ganz ohne Zweifel. Ich kann es auch drastischer formulieren: Die "Kritiken" dieses Herrn sind Kübel voller Jauche, die er über die Mitwirkenden von Opernaufführungen ausschüttet.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ein informierter Opernfreund benötigt keine zehn Minuten, um festzustellen, dass eine Oper verunstaltet ist. Es ist Unsinn, zu behaupten, das ein Ausschnitt oder auch ein Bild nicht genügt, um das zu erkennen.

    Lieber Gerhard, gehe ich recht in der Annahme, dass sich diese Bemerkung auf meinen Beitrag 49 bezieht? Ich kann mich momentan nicht genau erinnern, je eine Opernvorstellung vorzeitig verlassen zu haben. Dagegen stünde meine Neugierde, ich ich mir zum Glück erhalten habe. Ein Leben ohne Neugierde kann ich mir nicht vorstellen. Es wäre die Hölle für mich. Ich bin immer (noch) auf den Schluss gespannt. Auch dann, wenn ich eine Oper x-mal gesehen habe in unterschiedlichsten Deutungen. Nach weniger als zehn Minuten kann ich kein Urteil fällen über ein Werk, das schon mal fünf Stunden dauern kann. Ich habe starke Zweifel, ob das überhaupt jemand kann, auch dann kann, wenn er für sich in Anspruch nimmt, ein "informierter Opernfreund" zu sein.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • ad 4: weil ich aller Voraussicht nach mit Ende der Saison auch keine Mitgliedschaft beantragen werde.


    Das wäre bedauerlich, denn während aus Hamburg, Berlin, den Opern im Westen, München und Wien regelmäßig berichtet wird, war das für Zürich, bevor Du damit angefangen hast, nicht der Fall. Ungern würde ich nun wieder darauf verzichten. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Lieber Rheingold,


    so sehe ich das. Neugierig bin ich auch, aber nicht auf irgendwelchen Schrott, sondern auf eine Inszenierung, die dem Original, unter dem es auf dem Plakat deklariert wird, entspricht. Und da erkenne ich schon an Ausschnitten oder - wie aus dem Beispiel hervorgeht (ich könnte noch viele Beispiele nennen, z.B. Carmen im Fitness-Studio usw.) - auch an einem Bild, dass das nicht dem Original entspricht. Uns ich bin kein Krösus, der für Unsinn Geld wegwerfen könnte.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Nach weniger als zehn Minuten kann ich kein Urteil fällen über ein Werk, das schon mal fünf Stunden dauern kann. Ich habe starke Zweifel, ob das überhaupt jemand kann, auch dann kann, wenn er für sich in Anspruch nimmt, ein "informierter Opernfreund" zu sein.

    Lieber Rheingold,


    ein halbwegs gesichertes Urteil kann in der Tat niemand nach 10 Minuten abgeben. Deshalb wunrdere ich mich auch sehr, dass es Operfreunde gibt,die meinen, das zu können. Auch aus einem kurzen Trailer oder Bildern können höchstens Grundzüge der Inszenierung und die Tendenz und Richtung, die der Regisseur gewählt hat, abgeleitet werden.

    Ach ja, lieber Rüdiger, erhalte Dir Deine jugenfrische Neugier, sie ist der Ursprung allen Lernens. Auch ich bin immer noch ungeheuer neugierig, so dass mich meine Frau oft bremsen muss, weil sonst Freizeitstreß droht. Aber ich könnte ja auf der Strecke, die mir noch bleibt entscheidendes versäumen.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Diiese doppelte Namensangabe lernte ich von Dir. So kann mich jeder etwas distanzierter mit Operus ansprechen oder persönlich mit Hans und dabei sein Verhältnis von Kontakt und Distanz ausbalanzieren. Jeder kann nach seinem eigenen Empfinden handeln und es werden keine Unterschiede gemacht. Eine Lösung, die mir sehr schmeckt.

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Hans,


    das will ich damit auch nicht sagen. Aber - wie du richtig sagst - ich erkenne doch sofort die Richtung, in die die Handlung wieder einmal verdreht ist und entscheide, dass ich mir das nicht antue. Auch aus einer noch so hochgejubelten positiven Kritik kann ich doch herauslesen, ob dies dem originalen Werk gerecht wird, wenn in der Kritik auch etwas zur Inszenierung gesagt ist.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • operus: ... ein halbwegs gesichertes Urteil kann in der Tat niemand nach 10 Minuten abgeben.


    Doch, mein lieber Hans! Hier muss ich Dir ausnahmsweise mal widersprechen. Ich habe mir, obwohl ich drei wunderbare Gesamtaufnahmen der Oper "Nabucco" auf DVD besitze, eine neue DVD dieser Oper zugelegt. Gleich die ersten 5 Minuten haben mir schon gesagt: "Solch ein Schmarrn!" Eine karge Bühne und große Pappkartons die Steinquadern darstellen sollen. Dann aber kommen die Darsteller auf die Bühne. Hebräer in Hosen mit Hosenträgern, teils mit Krawatte, und Frauen in Röcken. Der hohe Priester Zaccaria in schwarzer Hose mit Krawatte und Samtweste. Domingo als Nabucco ebenfalls in Hose mit Trägern. Ich muss mich kurzfassen: Ferner wurden große Puppen aus Drahtgeflecht auf die Bühne gefahren. Ich gehe wohl recht in der Annahme, dass es Götter sein sollten. Kurzum: Ich habe bis zum Schluss durchgehalten, alleine wegen der hervorragenden Sänger und des großartigen Orchesters samt Dirigenten. Herausragend in den Hauptrollen Liudmyla Monastyrska als Abigaille, Vitalij Kowaljow als Zaccaria und Marianna Pizzolato als Fenena. Plácido Domingo als Nabucco zwar schauspielerisch gut, aber in der Hauptrolle habe ich mit Juan Pons und Renato Bruson schon weitaus bessere Sänger dieser Partie gehört. Fazit dieser Aufnahme: Diese Inszenierung in der Neuzeit hat für mich mit dem Libretto, dass in einer ganz anderen Zeit spielt, nichts zu tun. Einmal gesehen und gehört, das reicht!

    W.S.