Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2024)

  • Aus dieser Aufnahme des Labels Bastille musique höre ich


    Franz Schubert (1797-1828)


    Schubert-Lieder


    Hans Christoph Begemann, Thomas Seyboldt


    Eine CD enthält Einführungsvorträge von Walther Dürr, dem Herausgeber der Schubert-Urtext-Edition

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Chopin: Etüden op. 10 & op. 25 - Pollini (1960)


    Aufgenommen an zehn Tagen im September 1960 in den Abbey Road Studios. Sechs Monate war der Gewinn des Chopin-Wettbewerbs gerade her.

    Diese ursprüngliche EMI-Produktion ist eine von zweien, die ich mit Pollini habe; die andere ist die mit dem Klavierkonzert unter Kletzki.
    (in den EMI-Hüllen daneben steckt Ingrid Fliter und mit Simon Trpčeski endet bei mir die schmale EMI-Reihe bei Chopin)

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

  • Schubert: Klaviersonate c-Moll D 958 & A-Dur D 959

    Der Forenpartner hat keinen Link, also mache ich das Foto eben selbst:


    IMG-3369.jpg


    Die Aufnahmen sind von 06/1985 (Paris) und 12/1983 (Wien).

    Man schrieb "dur" und "moll" noch klein.

    Gekauft im Phonohaus in Frankfurt. Wie fast alles damals.

    Ich habe vieles mit Pollini entdeckt. Schumann, wie neulich a.a.O. im Forum geschrieben, und auch Schubert. Atemberaubend, solche Stücke, wie so viele Stücke, zum ersten Mal zu hören. Könnt Ihr Euch daran erinnern? Stellt Euch das doch mal vor: diese beiden Sonaten zum aller, allerersten Mal. Uffreeschend. Da mache ich mich geich sentimental mit der noch Vorhandenen Ahnung des damaligen Erlebnisses.


    Bei Pollini fühlte sich vieles, fast alles, gut an, es passte für mich, es lag mir gut im Ohr und im Herzen. Deshalb wurde ich Fan. Und die "richtigen" Dinge blieben bis heute richtig. Das geht mir sogar bei Leonard Bernstein teils anders, und das will was heißen. Wobei sich das beim Alterswerk wendet: wo ich bei Bernstein mit glühendem Herzen dabei bin, gibt es bei Pollini Aufnahmen und Konzerte, die mir nicht gefallen (haben).

    Und nun weiter mit Schubert - was freue ich mich schon auf die 959...!

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

  • Ich vermute, dass jeder, der sich den Beitrag von Andreyev in Pierre Boulez - Die Klavierwerke anhört, plötzlich Lust bekommt, sich dem Hammer ohne Meister zu widmen ...



    Pierre Boulez


    Le marteau sans maître, für Altstimme, Altflöte, Gitarre, Vibraphone, Xylorimba, Perkussion und Viola


    West-Östliches Divan Orchester

    Hilary Summers, Alt

    Pierre Boulez, Ltg.

    AD: 2010, Staatsoper unter den Linden, Berlin

  • Bach geht ja immer - im vorliegenden Fall mag man das auch unter Jazz einordnen (in dem Fall Mea Culpa für das Posting in diesem Thread).

    Jenseits der Kategorie finde ich das auf alle Fälle sehr gelungen.


    "Über Musik zu schreiben ist wie über Architektur zu tanzen..."

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  • Bei Pollini fühlte sich vieles, fast alles, gut an, es passte für mich, es lag mir gut im Ohr und im Herzen.

    Am Ende ist ein "Dialog" (mit Einschränkungen) mit dem Interpreten. Man hört die Ausdrucksweise des Interpreten und ganz unabhängig vom Werk selbst, mag man seine Art oder nicht. Es bilden sich Vorlieben. Es ist nicht viel anders als bei der Stimmenfraktion, die sich stundenlang über den Klang einer Stimme auslassen kann. Jeder Interpret hat schon eine gewisse Art Klavier zu spielen, die einen anspricht oder nicht.


    Pollini ist großartig, es ist eine Mischung von Klarheit und Klanggefühl, die ich sonst nicht kenne. Schiff ist einer der Interpreten, die mich ungeheuer anstrengen, erst mit dem Griff zu historischen Geräten gefällt er mir ein wenig ...


    Den späten Pollini ... da bin ich noch dran ...

  • Nun zu den Streichern und ihrem Recht ...



    Béla Bartók

    Streichquartett Nr. 5 Sz. 105 (1934)


    Paul Hindemith

    Streichquartett Nr. 4 Op. 22 (1921)



    Zehetmair Quartett

    AD: 2006, Kulturbühne AmBach, Götzis


  • Georg August Lebrun

    Oboenkonzert Nr. 7 F-Dur


    Ignaz Holzbauer

    Oboenkonzert d-Moll


    Peter von Winter

    Oboenkonzert Nr. 2 F-Dur


    Ernst Eichner

    Oboenkonzert C-Dur



    Kurt Maier, Oboe

    Royal Northern Sinfonia

    Howard Griffiths

    (AD: 1995)



    Grüße

    Garaguly

  • Franz Schubert - 19. Klaviersonate D 958 in c-Moll


    Claudio Arrau:


    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Schubert: Klaviersonate a-Moll D 845 (op. 42)


    Der Link führt zur LP, die ich nicht habe. Da ich aber die originale CD-Ausgabe habe, mit diesem Coverbild und nicht mit dem schrägen der "Originals"-Serie, nehme ich eben die Vinylversion.


    Das ist eine Perle, auch mit Pollini entdeckt.

    Aufgenommen in Rom im November 1973. Ich wusste nicht, dass diese Einspielung so alt ist, dass Pollini sie so jung gemacht hatte.


    PS: das "Andante, poco moto" hat mich damals schier zerrissen. Ist das schmerzlich-schön! Eine großartige Sonate.

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

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  • Hoppsala, hier auch. Auf meinem Weg zu Bastille Musique #7 bin ich bei diesem Album zwischengelandet. Der weltgrößte Lieder-Fan wird aus mir nicht mehr (ich bin wohl auch näher bei den Rihm-Liedern, Bastille Musique #2, übrigens mit den selben Interpreten), aber natürlich merke auch ich, wie sehr das eine das andere benötigt und wie tief beides reicht.

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Seit der Platte von Mihaela Ursuleasa hänge ich am KK 3 von Ludwig van Beethoven. Hier in der Aufnahme mit Annie Fischer und Ferenc Fricsay:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Passionsoratorium (Pasticcio) "Wer ist der,so von Edom kömmt" (ca. 1750)



    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hier schon fortgeschritten ....



    Frank Bridge


    Streichsextett Es-Dur (1912)

    Lamento für zwei Violas (1912)

    Streichquintett e-Moll (1901)


    The Raphael Ensemble

    (AD: 28. - 30. August 2003)


    Grüße

    Garaguly

  • Immer Lied geht auch nicht immer.


    Felix Mendelssohn (1809-1847)


    Sämtliche Streichquartette


    Sechs hat er komponiert plus 4 Einzelsätze


    Henschel-Quartett

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




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  • Hoppsala, hier auch. Auf meinem Weg zu Bastille Musique #7 bin ich bei diesem Album zwischengelandet. Der weltgrößte Lieder-Fan wird aus mir nicht mehr (ich bin wohl auch näher bei den Rihm-Liedern, Bastille Musique #2, übrigens mit den selben Interpreten), aber natürlich merke auch ich, wie sehr das eine das andere benötigt und wie tief beides reicht.

    Ds hatte Ernst Krenek anfänglich auch nicht gedacht. Eduard Erdmann hatte mit ihm die Lieder harmonisch analysiert. Danach war Krenek ein starker Förderer Schuberts.

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928





  • Giovanni Pierluigi da Palestrina

    Ricerar del primo tuono

    Ricerar del secundo tuono


    Johann Joseph Fux

    Harpeggio E 114/1a

    Ciaccona in D K 403/2


    Joseph Haydn

    Klaviersonate Nr. 46 As-Dur


    Muzio Clementi

    Introduzione: Andante malinconico

    Studio Nr. 14 in F (Adagio sostenuto)


    Ludwig van Beethoven

    Präludium Nr. 2, op. 39/2

    Präludium f-Moll WoO 55


    Wolfgang Amadeus Mozart

    Fantasie Nr. 3 d-Moll KV 397

    Andante aus der Klaviersonate Nr. 16 C-Dur KV 545


    Claude Debussy

    No. 1 Doctor Gradus ad parnassum aus "Childern's corner"


    Jean Rondeau, Cembalo

    (AD: 8. - 12. Oktober 2021)



    Grüße

    Garaguly

  • Dreißig Jahre vor der oben von mir geposteten Aufnahme des 3. Beethoven-KKs mit Miihaela Ursuleasa entstand -ebenfalls live- diese hier mit Maria Grinberg unter der Leitung von Karl Eliasberg. Der Beginn des 2. Satzes klingt bei Mihaela Ursuleasa sehr ähnlich wie hier bei Maria Grinberg. Was freilich kein Vergleich der beiden Pianistinnen miteinander sein soll. Aber auch bei Maria Grinberg hat man das Gefühl im Largo, daß da jemand die Tür hinter sich zu macht und für sich ist. Eliasberg ist allerdings der erheblich gefühlvollere und aufmerksamere Begleiter als es Josif Comta war und der den Orchesterpart irgendwie runterpinselt, ohne der Pianistin zuzuhören.


    Hier also die wundervolle und von mir sehr verehrte Maria Grinberg:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.


  • Lieber Accuphan, solche Erinnerungen kommen bei mir jedes mal hoch, wenn ich meine Kinder zum ersten mal etwas hören sehe! Es ist auch ein wunderschönes Gefühl! Das ist zugegeben niemals ein Zufall, dass sie die Stücke, die deren Begeisterung auslösen, Sonntags beim Frühstück hören, sondern mein geschickt durchgesetzter Geheimplan ;)

    Ich folge Dir und höre Schuberts Klaviersonaten D958 & D959, gespielt von Maurizio Pollini (Das Bild Habe ich ebenfalls nicht gefunden…)

  • Ich folge Dir und höre Schuberts Klaviersonaten D958 & D959, gespielt von Maurizio Pollini (Das Bild Habe ich ebenfalls nicht gefunden…)

    Dann erstmal das


    OTctMTg3MS5qcGVn.jpeg


    Dann nehm ich mal die zweite Scheibe aus


    MC01MDQ5LmpwZWc.jpeg


    Franz Schubert


    3 Impromptus für Klavier D. 946 (1828)*

    Klaviersonate in B-Dur D. 960 (1828)


    Maurizio Pollini, Klavier

    AD: *1985 Salle Wagram, Paris, 1987, Herkulessaal München

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  • Ich bin momentan auch bei den späten Sonaten: Franz Schubert - 21. Klaviersonate D 960 in B-Dur

    Eines der ganz großen Werke der Klavierliteratur!


    Lars Vogt:

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • ch bin momentan auch bei den späten Sonaten: Franz Schubert - 21. Klaviersonate D 960 in B-Dur

    Eines der ganz großen Werke der Klavierliteratur!

    volle Zustimmung! Schon beim ersten Hören fast vom Hocker gefallen. Kein Beethoven, echter Schubert. Die Einspielung von Afanassiev aus Lockenhaus kann einem Gänsehaut vermitteln ...

  • Und nun mein Lieblings-Ohrwurm - gedichtet von Wilhelm Müller, komponiert von Franz Schubert, gespielt von Maurizio Pollini und gesungen Dietrich Fischer-Dieskau!



    Franz Schubert

    Winterreise D.911


    Dietrich Fischer-Dieskau

    Maurizio Pollini

  • Lieber Tristan, lieber astewes,


    ich bin da ganz bei Euch. Auch ich liebe Schuberts letzte Klaviersonate heiß und innig.


    Mit der Aufnahme von Valery Afanassiev



    Franz Schubert (1797-1828)

    Klaviersonate D.960

    Valery Afanassiev

    ECM, DDD, 85


    habe ich das Werk kennen- und lieben gelernt, kenne inzwischen viele andere Interpretationen (u.a. von Arthur Rubinstein, Mitsuko Uchida, Wilhelm Kempff, Maria Joao Pires, Murray Perahia aber noch nicht mit Lars Vogt), aber keine, die so viel Atmosphäre vermittelt und mich so tief berührt wie die mit Valery Afanassiev.


    Und, angeregt durch Eure kurze Unterhaltung höre ich die CD gerade...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Heute nachmittag habe ich erneut Zlata Chochieva gehört. Diesmal Rachmaninows Variationen über ein Thema von Chopin op 22 und die Klaviersonate Nr 1 in d-moll op 28.

    Die Aufnahmen wurden schon 2013 vom FONO FORUN gelobt, also brauch ich es nicht zu tun. Bei PIANO CLASSICS bewundere ich immer wieder den herrlich eingefangenen Klavierton (nicht bei allen, aber bei sehr vielen) Ich hab die Aufnahme aus der gezeigten 8CD Box (bzw deren unmittelbaren Vorgängerin) gehört. Siehe oben rechtes Bild

    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



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  • Auch Faurés Frühwerk ist interessant, wenn auch noch deutlich der Romantik verhaftet



    Gabriel Fauré


    3 Romances sans paroles, Op. 17 (1863)

    Ballade in Fis-Dur Op. 19 (1881)

    Impromptus 1 und 2, Barcarolle 1, Mazurka (1875-83)

    3 Nocturnes für Klavier, Op. 33 (1875-83)


    Lucas Debargue, Klavier

    AD: Villethierry, Stephen Paullelo Recording Studio , Frankreich

  • Gottfried Heinrich Stölzel: Brockes - Passion 1725



    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Klagend geht's bei mir heute los. Spätmittelalterliche Marienklagen, unter anderem von Oswald von Wolkenstein und dem Mönch von Salzburg.


    Ensemble für Frühe Musik Augsburg

    (AD: Januar 1994)



    Grüße

    Garaguly

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