Alban Berg: Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Man sollte aber dazusagen, daß die Webern-Einspielung aufgrund ihres Alters technisch über weite Strecken höchst unbefriedigend ist und daß auch die Orchesterleistung nicht am heutigen Standard gemessen werden kann. Wenn man diese Einschränkungen akzeptiert, bekommt man eine der spannendsten Einspielungen des Berg-Konzertes.


    Hallo Edwin,


    was meint Du hier mit "spannend"? Hochdramatisch? besonders raffinierte Liniengestaltung? voller Hingabe? anderer Zeitzugang?


    Danke!
    :hello:

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke


  • Eure sachkundige Analyse bestreite ich nicht, da ich sie mangels ausreichender Sachkenntnis weder nachvollziehen noch widerlegen kann. Aber ich knüpfe eine andere Frage daran, die vielleicht einen eigenen Thread wert wäre, wenn es ihn nicht schon gibt:


    Was ist das entscheidende Kriterium für die "Richtigkeit" einer Aufführung?


    Natürlich gehört die Treue zur Partitur dazu. Kann man Bernstein/Stern vorwerfen, dieser im Falle des Violinkonzertes nicht gefolgt zu sein? Ist es wirklich einfach nur falsch, wenn sich ein Interpret ein Werk zu eigen macht, indem er es im Lichte seiner "eigenen Vorstellungswelt" wiedergibt?


    Ist es nicht auch ein wichtiges Kriterium, wenn ein Stück - unter Wahrung des Notentextes - beim Publikum so ankommt, dass es davon besonders berührt wird, zumal dann, wenn dies offensichtlich der Absicht des Komponisten entsprach? Einige hier scheinen ja auf diese Einspielung ähnlich stark zu reagieren wie ich. Liegen wir damit wirklich so falsch? Oder ignorieren wir damit "nur" die korrekte Exegese der Partitur unter strukturellen Aspekten?


    Mir ist klar, dass das ausschließliche Abheben auf die "Wirkung" auch als Entschuldigung für ein Karajansches Verträglichmachen einer sperrigen Partitur herangezogen werden könnte. Das ist aber nicht gemeint. Auch sonst bitte ich die Frage nicht als polemisch misszuverstehen. Ich frage mich manchmal nur, ob bei (großen?) Teilen unserer Musikkritik nicht das Pendel zu weit zugunsten des Analytischen ausschlägt.


    Mir ist klar, dass diese Fragestellung etwa so schwierig ist wie die Definition der Liebe und irgendwann zwangsläufig beim rein Subjektiven enden muss. Wahrscheinlich bringt hier der Mittelweg zwischen der Betonung der Struktur und der Emotionalität auch nicht den Tod.


    Dennoch würden mich Eure Gedanken dazu interessieren. Falls jemand einen Thread kennt, in den das passt, schiebe ich diese Diskussion gerne dahin, wenn sie sich zu weit von dem Violinkonzert entfernt oder eröffne im Bedarfsfall einen neuen.


    :hello: Jacques Rideamus

  • Hallo Jacques Rideamus


    mach doch einen eigenen treat auf mit dem Titel "Was ist eine gute Interpretation?" oder "Was ist eine authentische Interpretation?" oder was auch immer, dich genau interessiert. Formuliere dort genau diese Fragen, die Dich interessieren. Das ist ein interessante Thema!


    :hello:

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Zitat

    Original von a.b.
    Hallo Jacques Rideamus


    mach doch einen eigenen treat auf mit dem Titel "Was ist eine gute Interpretation?" oder "Was ist eine authentische Interpretation?" oder was auch immer, dich genau interessiert. Formuliere dort genau diese Fragen, die Dich interessieren. Das ist ein interessante Thema!


    :hello:


    Ist geschehen. Der neue Thread ist hier: Analyse oder Emotion - Was bestimmt eine "richtige" Interpretation?


    In diesem sollte man also beim Violinkonzert selbst und dessen Interpretationen bleiben.


    :hello: Jacques Rideamus

  • Hallo a.b.,
    mit "spannend" meine ich vor allem die Chance, Bergs Werk quasi aus erster Hand kennenzulernen. Es gibt in Weberns Aufführung eine feine Agogik, die Musik wird fast wie eine gesteigerte Deklamation vorgetragen. Sehr schön gestaltet Webern das Spiel des Kontrapunkts, also die Disziplin der in der Partitur als solche ausgewiesenen Haupt- und Nebenstimmen.
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Ich finde nach wie vor die Aufnahmen von Boulez und Abbado sehr gut, in denen der musikhistorische Bezug ebenfalls eine große Rolle spielt, aber nicht zum Interpretationsinhalt wird.


    Hallo Edwin,


    das interessiert mich sehr. Boulez mit Zukerman oder mit Menuhin?


    Liebe Grüße, Ulrich

  • Zitat

    Original von BigBerlinBear


    das Konzert wurde allerdings von Berg ganz unverkennbar aus der Schau des 20. Jahrhunderts konzipiert und dem sollte eine Interpretation auch Rechnung tragen ! Rückgriffe- und Blicke auf Vergangenes sind in diesem Werk immer retrospektiv


    Gut, aber woraus ergibt sich das? Im Hinterkopf habe ich die Erinnerung, dass gerade Berg sich selbst stets als Traditionsträger habe verstanden wissen wollen. Warum sollte dann die modernelastige Interpretation eines Zehetmair eine größere Berechtigung für sich haben als die traditionslastige Auffassung von Stern/Bernstein?


    Edwin weist ja darauf hin, dass Bernsteins Auffassung ganz offenbar auf Werkanalyse beruht und seine aus der Analyse gezogenen Schlüsse einbezieht. Wenn diese Auffassung Bergs höchsteigenem Traditionsverständnis entspricht, was sollte dann der Gültigkeit von Stern/Bernsteins Einspielung entgegenstehen? Auch Edwin hält das Verständnis des Werks als Mahler-Ausläufer nicht für vorneherein verfehlt.


    Mit gefällt's, Euch nicht, das ist okay.


    Liebe Grüße, Ulrich

  • Um ein Werk "richtig" zu interpretieren, gibt es immer mehr als nur einen Weg und speziell große Musik, wozu man Bergs Konzert zweifellos zählen muss, wird in jeder Zeit neu definiert und quasi "neu erfunden". Ein sogenanntes "letztes Wort" ist hier nicht möglich. Deshalb lehne ich auch den Begriff einer "ultimativen Aufnahme" ab.


    Ich kann z.B. einen David Oistrach noch so sehr bewundern, aber wenn er mir mit seinem süffigen, klangesättigtem Spiel Bach herüberbringen will, fühle ich mich schon arg strapaziert und man muss wirklich kein HIP-Verfechter sein um zu diagnostizieren, daß es SO nicht geht.


    ASM, die sich im Zusammenspiel mit Levine ebenfalls des Werkes angenommen hat, bringt eine Lesart ins Spiel, die geradezu überbordet
    vor unverrückbarer, felsenfester geistiger Gesundheit.


    In Bergs Partitur jedoch dominieren die vielfach gebrochnenen Verschattungen,
    offenbaren sich feinste Strukturen, die in ihrer gläsernen Zerbrechlichkeit immer wieder auseinander zu driften drohen. Davon jedoch ist weder bei Stern/Bernstein und noch weniger beii Mutter/Levine etwas zu verspüren.


    Der mir im Allgemeinen eher etwas derb zupackende Georg Solti ist in seiner Aufnahme mit einer glänzend disponierten Kyung-Wa-Chung, die HIER wirklich um ihr Leben spielt, der Solistin ein wundervoller und sensibler Begleiter.

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)



  • Lieber Ulrich,
    das ehrt nciht mich sondern die interpreten und vor allem die Komposition selbst.


    Wenn ein Werk in einer scheinbar sehr nüchternen Interpretation, die ich allerdings für angemessen halte, trotzdem stark emotionalisiert, ist es einfach ein grosses Kunstwerk.


    Saluti von Fairy Queen

  • Solti/Chung habe ich gerade noch einmal gehört. Das ist wirklich eine sehr gute Aufnahme, die die emotionale Zerissenheit und strukturelle "Zerbrechlichkeit" sehr gut zu vermitteln versteht.


    Auf ganz andere Weise höre ich aber auch eine "Zerbrechlichkeit" als hochempfindsame emotionale Angegriffenheit bei Bernstein/Stern. Diese Interpretation steht sicher einseitig auf dem einen Pol von Interpretationsmöglichkeiten in ihrem Traditionsbezug zur Mahler-Linie im Sinne des Bernsteinschen Mahler, aber das durchaus in äußerst ergreiffender und insofern gelungener Weise, wenn auch in der Art sehr einseitigen Weise. Aber die "Idee" des Werks trifft sie m.E. schon und ist auch in sich in ihrer Interpretation schlüssig, um das Kriterium JRs aus dem Tochter-Thread aufzugreiffen.


    Mit der Mutter/Levine-Aufnahme ist sie m.E. in keiner Weise zu vergleichen. A.-S. Mutter geigt das Werk munter als lebendiges, romantisches, hübsches Virtuosenstück runter. Davon, dass hier der Tod eines Kindes und die Gefühle bei der Verarbeitung eines sochen Ereignisses Gegenstand sind, ist absolut nichts zu merken. Und im Gegensatz zu Bernstein, der ja durchaus eine Idee davon hat, was er umsetzen will, wenn diese auch zugegeben einseitig ist, wäre es wohl völlig verfehlt, so etwas bei Levine auch nur suchen zu wollen. Levine ist einfach nur schwammig.


    Beide Boulez-Aufnahmen finde ich, vom Orchester her gesehen, unerreicht in ihrer strukturellen Klarheit des Orchesterklangs ohne deswegen emotionslos zu wirken. Die in der Partitur ausgewiesenen Haupt- und Nebenstimmen kann ich hier wirklich sehr gut erhören. Aber Zukerman und noch mehr Menuhin scheinen mir in ihrer Interpretation in etwas andere, "romantischere" Richtung zu gehen, als Boulez, ohne die Ausdruckskraft eines Stern oder auf ganz anderer Weise auch Chung oder wieder andere Weise Zehetmaier zu erreichen. Das Gesamtergebnis fand ich deswegen etwas disparat.


    Auf dem "modernistischen" Pol der Interpretationsmöglichkeiten schätze ich deswegen ganz besonders die Holliger/Zehetmaier-Einspielung, die ebenfalls sehr klar ist, die strukturelle "Zerbrechlichkeit" des Werks gewissermaßen für sich selbst sprechen läßt, wobei auch Bergs Kontrapunktik gut heraushörbar ist und wozu Zehetmaier hochvirtuos und doch auch ausdrucksstark den angemessenen Geigenton findet. Die von Fairy Queen angesprochene "Zerissenheit", in der auch Auflehnung stecke, finde ich hier durchaus gut erhörbar. Insofern kann ich auch diese Interpretation nicht emotionslos finden.


    Einen genaueren Hörvergleich können diese überwiegend aus der Erinnerung getroffenen Einschätzungen aber natürlich nicht ersetzen. Das muß ich mir mal für später vornehmen und dabei auch weitere Aufnahmen einbeziehen. Perlman/Ozawa, Szeryng/Kubelik, Kremer/Davis und vor allem Blacher/Abbado habe ich auch als insgesamt sehr gelungen in Erinnerung, aber schon länger nicht mehr gehört. Abbado finde ich überhaupt bei Berg eine gute Adresse. Kegel ist einmal wieder hervorragend, aber über Scherzer würde ich die Einschätzung Thomas Norderstedts teilen. Hope habe ich auch als gut in Erinnerung, aber Watkins Orchesterton weniger.


    :hello: Matthias

  • Lieber Matthias,


    da ist es Dir wirklich sehr schön gelungen, die Charakteristika der angesprochenen Aufnahmen auf das Treffendste zu beschreiben. Dafür herzlichen Dank, ich stimme in jeder Hinsicht mit Deinen Sichtweisen überein.


    Liebe Grüße, Ulrich

  • Lieber Ulrich,
    Matthias bezeichnet das eventuelle Manko der Boulez-Aufnahmen treffend:

    Zitat

    Aber Zukerman und noch mehr Menuhin scheinen mir in ihrer Interpretation in etwas andere, "romantischere" Richtung zu gehen, als Boulez, ohne die Ausdruckskraft eines Stern oder auf ganz anderer Weise auch Chung oder wieder andere Weise Zehetmaier zu erreichen. Das Gesamtergebnis fand ich deswegen etwas disparat.


    Insoferne finde ich Zukerman besser, er kommt Boulez Auffassung eher entgegen, Menuhin ist wirklich etwas (zu) sanft.
    Mich persönlich hat dieses leichte Auseinanderdriften nicht gar so gestört, weil ich das Konzert auch als Auseinandersetzung des Individuums mit einem Kollektiv betrachte und mich daher ein individuell ausgestalteter Solo-Part nicht abschreckt, wenn er nicht von der Grundbefindlichkeit gar zu weit weg ist.


    Holliger habe ich mir gestern, Tamino ist schuld, noch einmal angehört: Sehr gut, sehr genau, aber für mich eine Spur zu distanziert. Ich glaube, daß man zwar durchaus das Werk für sich sprechen lassen kann, die Musik ist stark genug, aber es fehlt mir ein wenig der persönliche Erkenntnisgewinn, also etwas, was ich über das Lesen der Partitur hinaus erfahren kann.


    Eben fällt mir auf: Hat Gielen das Werk wirklich nie aufgenommen? Ewig schade...


    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Hallo a.b.,
    mit "spannend" meine ich vor allem die Chance, Bergs Werk quasi aus erster Hand kennenzulernen. Es gibt in Weberns Aufführung eine feine Agogik, die Musik wird fast wie eine gesteigerte Deklamation vorgetragen. Sehr schön gestaltet Webern das Spiel des Kontrapunkts, also die Disziplin der in der Partitur als solche ausgewiesenen Haupt- und Nebenstimmen.
    :hello:


    Herzlichen Dank für diese Antwort!


    Wie schätzt denn Du die Davies/Kremer-Einspielung ein, die ich so schätze?
    :hello:

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Insoferne finde ich Zukerman besser, er kommt Boulez Auffassung eher entgegen, Menuhin ist wirklich etwas (zu) sanft.
    Mich persönlich hat dieses leichte Auseinanderdriften nicht gar so gestört, weil ich das Konzert auch als Auseinandersetzung des Individuums mit einem Kollektiv betrachte und mich daher ein individuell ausgestalteter Solo-Part nicht abschreckt, wenn er nicht von der Grundbefindlichkeit gar zu weit weg ist.


    Holliger habe ich mir gestern, Tamino ist schuld, noch einmal angehört: Sehr gut, sehr genau, aber für mich eine Spur zu distanziert. Ich glaube, daß man zwar durchaus das Werk für sich sprechen lassen kann, die Musik ist stark genug, aber es fehlt mir ein wenig der persönliche Erkenntnisgewinn, also etwas, was ich über das Lesen der Partitur hinaus erfahren kann.


    Eben fällt mir auf: Hat Gielen das Werk wirklich nie aufgenommen? Ewig schade...


    Lieber Edwin,


    ein ganz herzliches Dankeschön für Deine Antwort und Deine weiterführenden Überlegungen, auch zu Holliger. Das hilft mir sehr. Deine Einschätzung zu Menuhins Aufnahme trifft meine Erwartungshaltung dazu.


    Gielen hat das Konzert natürlich oft aufgeführt, hat es zum Beispiel 2005 mit Zehetmair in Freiburg dirigiert, insofern können wir vielleicht doch darauf hoffen, dass die SWR-Aufnahme noch erscheint. Er spielt es übrigens im Oktober/November diesen Jahres wieder mit Zehetmair, allerdings in Berlin mit dem Kaffeehausorchester, pardon: dem Konzerthausorchester.


    Liebe Grüße, Ulrich

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Holliger habe ich mir gestern, Tamino ist schuld, noch einmal angehört: Sehr gut, sehr genau, aber für mich eine Spur zu distanziert. Ich glaube, daß man zwar durchaus das Werk für sich sprechen lassen kann, die Musik ist stark genug, aber es fehlt mir ein wenig der persönliche Erkenntnisgewinn, also etwas, was ich über das Lesen der Partitur hinaus erfahren kann.


    Das höre ich - leider - bei Holliger genauso und auch Zehetmair ist mir bei seinen Aufnahmen aus dieser Epoche zu unruhig. Zehtmair/Gielen, noch dazu live, das wäre schon was...


    Gibt es eigentlich eine Aufnhmae mit Dmitri Sitkovetsky? Den habe ich einmal damit im Konzert gehört (ganz entsetzlich begleitet) und hat mir sher gut gefallen.

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Lieber a.b.

    Zitat

    Wie schätzt denn Du die Davies/Kremer-Einspielung ein, die ich so schätze?


    Ich gestehe, ich habe sie nicht mehr sehr genau im Gedächtnis, aber woran ich mich erinnere, ist eine obere Position bei den romantischeren Interpretationen. Muß ich wieder einmal nachhören...
    :hello:

    ...

  • Ich bin ja wahrlich kein Freund atonaler und dodekaphonischer Tonkunst, aber Bergs Violinkonzert ist ein Werk, welches ich mir sogar freiwillig (!) anhöre.


    Vor über 20 Jahren habe ich einmal eine im Radio gesendete Aufnahme auf Kassette mitgeschnitten und irgendwann in neuerer Zeit auf CD übertragen. Laut meiner Beschriftung sendete Radio DDR II das Konzert am 14. Juni 1988.


    Folgendes notierte ich mir damals zu dem Mitschnitt:


    Alban Berg: Violinkonzert
    Leonid Kogan, Violine
    Zentrales Sinfonieorchester des staatlichen Komitees für Rundfunk und Fernsehen der UdSSR
    Dirigent: Kyrill Kondraschin



    Ich weiß noch, wie ich mich wunderte, daß ausgerechnet der Staatsrundfunk der DDR eine Aufnahme des in den Westen geflohenen Kondraschin sendete. Es handelt sich dabei um eine wundervoll feinfühlige und weiche Interpretation die allerdings etwas unter der miesen Tonqualität (vielleicht der Aufnahme, sicher aber meines Kassettenrekorders) gelitten hat.


    Bedauerlicherweise scheint diese Einspielung nie auf CD erschienen zu sein; ich habe sie jedenfalls nirgendwo entdecken können. Auch das Entstehungsjahr konnte ich nicht ermitteln. Ich tippe aber vom Klang her mal auf die 60er Jahre.


    Vielleicht kennt ja jemand diese Einspielung. Ich persönlich würde den Mitschnitt gerne allen Interessierten zum Download zur Verfügung stellen, fürchte aber, daß das Urheberrecht in diesem Fall nicht unbedingt auf meiner Seite wäre. Wie schaut das aus bei "herrenlosen" Rundfunkaufnahmen?


    Beste Grüße!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .


  • Vom Berg-VC hatte ich mir ebenfalls etwas ganz anderes vorgestellt - für mich ist das "Trauerthema verfehlt", da überhaupt keine Trauer zu spüren ist ... ich denke ich benötige ganz andere Aufnahmen - - -


    Hallo Wolfgang,


    für das Berg Violinkonzert könnte ich mir vorstellen, dass die (immer noch klanglich hervorragende) Einspielung mit Perlman unter Ozawa mit BostonSO

    Deinem Klangideal nahe kommen könnte (oder natürlich auch Stern/Bernstein bei CBS/Sony (!), keinesfalls Zehetmairs sehnig-drahtige Aufnahme).


    Für das Schönberg KK bevorzuge ich mit Amfortas die einfach nur hinreißende Einspielung mit Mitsuko Uchida und Pierre Boulez, allerdings finde ich Zvi Zeitlin und Kubelik mit Schönbergs VK nicht nur "nicht schlecht" - das ist für mich in der Herausarbeitung der Konflikte und Strukturen nach wie vor der Maßstab, der erst noch zu übertreffen ist.


    Gruß aus Beuel,


    Ulrich

  • Wie schaut das aus bei "herrenlosen" Rundfunkaufnahmen?


    Herrenlos sind die meines Wissens nicht, die Rechte sind wohl teilweise an den MDR und teilweise an den rbb übergegangen. Im Zweifelsfalle würde ich dort einfach mal nachfragen, zumal Du ja genaue Sendedaten hast.


    :hello:
    Reinhard

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)


  • Mit Dir bin ich der Meinung, dass beim Berg-Violinkonzert - wie auch beim Schönberg-Violinkonzert - kein Weg an Louis Krasner vorbeiführt, wenn man sich das Werk diskografisch erarbeiten möchte. Wenn man schon die Gelegenheit hat, die Deutung durch den Auftraggeber und Uraufführungsinterpreten zu hören (man stelle sich diese Situation z.B. mal bei Mozarts Klarinettenkonzert vor).


    Louis Krasner hat sowohl das Berg- als auch das Schönberg-Werk nach den Uraufführungen weiterhin live gespielt und so existieren mehrere Mitschnitte. Der von Dir genannte Mitschnitt aus dem Jahr 1936 mit Webern ist übrigens wieder problemlos erhältlich, nämlich bei Testament:


    Ich habe in meiner Sammlung diese CD:

    Der Berg-Mitschnitt stammt vom 20. April 1938 aus Stockholm (die Aufnahme wurde vom Schwedischen Radio gemacht). Es spielen die Stockholmer Philharmoniker, Dirigent ist Fritz Busch. Das Schönberg-Violinkonzert ist ein Mitschnitt des WDR aus Köln vom 16. Juli 1954 mit dem Kölner Radio-Sinfonieorchester unter Leitung von Dimitri Mitropoulos. Wer die Kombination Krasner/Mitropoulos interessant findet: von beiden gibt es auch weitere Mitschnitte des Schönberg-Violinkonzerts, z.B. bei Orfeo.


    Das Berg-Violinkonzert liegt mir auch in den Aufnahmen Zukerman/Boulez, Szeryng/Kubelik und (shame on me, aber ich wollte gern das auf der CD ebenfalls eingespielte Werk "Gesungene Zeit" von Wolfgang Rihm kaufen) Mutter/Levine vor. Diese CDs sind für mich zwar nicht "sinnlos", wie Du schreibst, denn sie transportieren das Berg-Violinkonzert in die Stereo- und Digital-Ära. Sie haben für mich aber nicht den Stellenwert der "authentischen" Interpretation durch Krasner, darin stimme ich mit Dir überein.

  • Zitat

    Hallo Wolfgang,


    für das Berg Violinkonzert könnte ich mir vorstellen, dass die (immer noch klanglich hervorragende) Einspielung mit Perlman unter Ozawa mit BostonSO

    Deinem Klangideal nahe kommen könnte (oder natürlich auch Stern/Bernstein bei CBS/Sony (!), keinesfalls Zehetmairs sehnig-drahtige Aufnahme).


    Hallo Ulrich und Swjatoslaw,


    danke für den TIPP. An Bernstein/Stern habe ich auch immer gedacht (hier gefällt mir aber die CD-Kopplung nicht) . Aber von Permann/Ozawa lasse ich mich gerne positiv überraschen.


    Die Kopplung mit Rihm auf der Mutter/Levine-DG-CD würde mich ja noch mehr reizen. Warum "shame on me" ist ASM tatsächlich so herabwürdigenswert ? Ich finde sie hat sich in den letzten Jahren gerade bei modernen Werken sehr positiv gemausert.


    :?: Wie beurteilt ihr die Aufnahme/Interpretation des Berg - VC mit ASM/Levine (DG) ?

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Warum "shame on me" ist ASM tatsächlich so herabwürdigenswert ? Ich finde sie hat sich in den letzten Jahren gerade bei modernen Werken sehr positiv gemausert.


    Das bezog sich - etwas augenzwinkernd - auf die Meinungsäußerungen weiter oben in diesem Thread zu Mutter/Levine. Gestern habe ich den Thread komplett durchgelesen und las etwas von "das Werk mit Soße zukleistern" bzw. dass an dieser Aufnahme beteiligte Musiker des Chicago Symphony Orchestra die Einspielung regelrecht "hassen" sollen (beides frei aus der Erinnerung zitiert, nicht wörtlich). Der Wolfgang Rihm gefällt mir jedenfalls - aber da hat A.S. Mutter ja auch keine Konkurrenz durch (bessere) Vergleichseinspielungen wie bei Alban Berg.

  • Swjatoslaws Zitaten ist wenig hinzuzufügen. Ich hatte die CD vor Jahren und hab sie ganz schnell wieder abgestoßen. Es ist so unsäglich, diese endlosen Manierismen, dieses nervensägende Vibrato, es wird auch ganz schnell schlicht langweilig, was sie da spielt. Keine Empfehlung.


    Dass es von dem Rihm keine Alternative gibt, verblüfft mich jetzt selbst ein wenig, denn als Stück hatte ich das ganz nett in Erinnerung - aber letztlich eben auch nicht viel mehr, ein zentrales Stück Weltliteratur entgeht Dir, glaube ich, nicht, wenn Du es nicht kennst.

  • Dass es von dem Rihm keine Alternative gibt, verblüfft mich jetzt selbst ein wenig, denn als Stück hatte ich das ganz nett in Erinnerung


    Ich habe gerade noch einmal nachgesehen: es gibt tatsächlich nur die Aufnahme Mutter/Levine von Rihms "Gesungene Zeit". Möglicherweise liegt das daran, dass dieses Werk speziell für Anne-Sophie Mutter in Auftrag gegeben wurde (und zwar von Paul Sacher) und den Untertitel trägt "Anne-Sophie Mutter gewidmet". Es kann sein, dass sie die alleinigen Aufführungsrechte hat (bzw. dass der Inhaber der Aufführungsrechte das Werk nur ASM spielen lässt).


    Zum Berg-Violinkonzert in der Interpretation Mutter/Levine: ich habe es gerade auf dem Kopfhörer. Überprüfe die 28 Minuten Spieldauer, ob mich meine Erinnerung trügt. Ich habe die Aufnahme bei Erwerb der CD nur ein einziges Mal durchgehört - und gleich innerlich beiseite gelegt. Krasner regiert für mich nun mal bei diesem Werk. Ich sage ein wenig später mit einem edit Bescheid, ob sich mein erster Eindruck bestätigt.

  • So - hier nun mein "versprochener" Hörbericht nach insgesamt drei Hördurchgängen des Berg-Konzerts mit Mutter/Levine, Krasner/Busch und Zukerman/Boulez.


    Mir ist nicht erklärlich, warum ich mir die Zukerman/Boulez-Aufnahme jemals zugelegt habe - das ist ja nun wirklich eine sterbenslangweilige CD zum Einschlafen. Keines weiteren Kommentars wert.


    Bei A.S. Mutter weiß ich ja jedenfalls, dass diese Aufnahme ein reiner "Kollateralschaden" in meiner CD-Sammlung war, weil bei mir nun mal an dem beigegebenen Rihm-Werk Interesse bestand. Natürlich ist die Mutter-Aufnahme aufnahmetechnisch die beste von diesen drei Einspielungen - aber: Aufnahmetechnik interessiert mich immer nur als schmückende (letztlich unwichtige) Beigabe zu einer großen Interpretation. Ist die Interpretation bescheiden (um ein anderes Wort, dass mit besch... anfängt, zu vermeiden), interessiert mich die Klangqualität nicht die Bohne.


    Nach dieser überfetteten A.S. Mutter-Berieselung mit dem Berg-Konzert kam mir ein Zitat des Geigers Reinhard Goebel in den Sinn, das ich hier gern zum Besten gebe:
    "Frau Mutter ist eine egoistisch selbstzentrierte Ziege, die noch nie ein Buch in der Hand gehabt hat, ein geigendes Huhn, wie Celibidache gesagt hat."
    Quelle: http://www.arte.tv/de/Maestro/1600846.html
    Das FonoForum schrieb über ihre Interpretation der Brahms-Sonaten jüngst: "Belanglos". Das trifft es auch bei Berg.


    Und Krasner/Busch? Nach wie vor für mich die führende Aufnahme. Ich werde mir allerdings die Krasner/Webern-Aufnahme von 1936 noch zulegen (und diese dann möglicherweise sogar noch besser finden als Krasner/Busch aus dem Jahr 1938 ). Auch danke ich Dir sehr für Deinen Hinweis auf Perlman, lieber Travinius. Kremer gilt es natürlich auch noch (für mich) bei Berg zu entdecken.


    Eine interessante Alternative zu Krasner bleibt für mich nach wie vor Szeryng. Seine Aufnahme mit Kubelik ist ebenfalls hörenswert.

    3 Mal editiert, zuletzt von Swjatoslaw ()

  • Eine interessante Alternative zu Krasner bleibt für mich nach wie vor Szeryng. Seine Aufnahme mit Kubelik ist ebenfalls hörenswert.


    Ja, das empfinde ich genauso. Warum Amfortas diese Aufnahme zum "Vergessen" fand, konnte ich nicht nachvollziehen. Zwar ist die Klangqualität bereits für die Entstehungszeit nicht vorbildlich. Die Interpretation gehört für mich zu den lyrischsten überhaupt. Höre ich immer wieder.


    Schönen Dank für Deinen Hörbericht und die Mitteilung dieser Eindrücke. Trotzdem noch die Nachfrage (Boulez ist für mich stets eines Kommentars würdig): Woran liegt es bei Zukerman/Boulez?


  • Weiter oben hat (unter anderem) Fairy Queen die Einspielung mit Thomas Zehetmair kurz gewürdigt.


    Neben Berg wird man hier auch mit ausgezeichneten Deutungen des "Concerto funebre" von Hartmann und - für mich der entscheidende Kaufanreiz - mit dem Fragment von Leos Janacek belohnt. Johannes Roehl hat darauf hingewiesen und ich kann ihm nur unbedingt zustimmen.


    Der Janacek-Satz ist nur wenig bekannt; etwa zwei, drei konkurrierende Aufnahmen gibt es. Es lohnt sich aber, dieses höchst markante und vor allem stilistisch unverwechselbare kurze Werk kennenzulernen - insbesondere da sich die Anschaffung auch bezüglich Berg rentiert, selbst wenn man schon mehrere andere besitzt.


    Das obige CD-Cover ist etwas jüngeren Datums als das von der hier leider nicht mehr schreibenden Feenkönigin gewählte (beim Label apex).


    :hello: Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Schönen Dank für Deinen Hörbericht und die Mitteilung dieser Eindrücke. Trotzdem noch die Nachfrage (Boulez ist für mich stets eines Kommentars würdig): Woran liegt es bei Zukerman/Boulez?


    Die Zukerman/Boulez-Einspielung - eine Studioaufnahme, entstanden mit dem London Symphony Orchestra am 21. November 1984 - ist einfach ohne jede Spannung. Betulich, bieder, brav, zahm, langweilig. Und das gilt auch - leider - für den Orchesterpart. Boulez muss sich irgendetwas dabei gedacht haben, denn ich halte ihn für einen äußerst fähigen Dirigenten. Aber das, was er hier abliefert, empfinde ich als flügellahm: gewissermaßen Berg-Spiel mit angezogener Handbremse. Das genaue Gegenteil, was die Gestaltung des Orchesterparts angeht, ist Dimitri Mitropoulos in seiner Live-Aufnahme mit Joseph Szigeti und dem NBC Symphony Orchestra New York vom 30. Dezember 1945. Dort findest Du eine packende, zum Zerreißen gespannte Atmosphäre, die Mitropoulos herstellt. Und Szigeti folgt ihm darin bereitwillig (mit wunderbarem Spiel!). Eine herrliche Aufnahme, die ich bisher in meinen Postings in diesem Thread unerwähnt ließ, weil ich sie mir erst heute zum ersten Mal angehört habe. Sie ist in verschiedenen Mitropoulos-Boxen erhältlich, z.B. in dieser hier:


    Mir ist völlig klar, dass reine Spielzeitenvergleiche normalerweise für sich genommen nichts aussagen, aber trotzdem möchte ich mal die Spieldauern der fünf bei mir vorhandenen Aufnahmen gegenüberstellen (die schnellste Aufnahme jeweils zuerst genannt, die langsamste zuletzt):
    1. Satz
    Szigeti/Mitropoulos 10:28; Szeryng/Kubelik 10:37; Krasner/Busch 10:46; Mutter/Levine 11:31; Zukerman/Boulez 11:37
    2. Satz
    Szeryng/Kubelik 14:10; Szigeti/Mitropoulos 14:20 (den Applaus habe ich herausgerechnet); Krasner/Busch 14:38; Zukerman/Boulez 15:24; Mutter/Levine 16:12


    Es ist bestimmt kein Zufall, dass die beiden Aufnahmen, die ich schlecht finde, in ihren Spieldauern deutlich hinterherhinken. Während die drei richtig guten Aufnahmen sich in ihren Spieldauern nur in Nuancen unterscheiden.


    Noch etwas zu Zukerman/Boulez: für eine 1984er Studioaufnahme finde ich die Aufnahmequalität eher mittelmäßig. Und im zweiten Satz gibt es zum Ende hin einen ganz kurzen "Tonaussetzer". Das mag an meiner CD liegen, die möglicherweise einen kleinen Pressfehler hat. Möglicherweise ist aber auch ein (allgemeiner) Fehler beim Mastering passiert.

  • Halloo WolfgangZ,


    wenn ich mir die hier in diesem thread vorliegenden Beiträge ansehe, dann tendiere ich zu einem Neukauf zu Perlman/Ozawa. :!: Aber - Danke für den Hinweis auf die APEX-CD mit Zehetmair. Irgendwie kam mir die Zusammenstellung mit Janacek und Hartmann bekannt vor, denn ich habe die beiden APEX-CD-Boxen 20th Century Classics 1 und 2 (insgesamt 8CD´s). Und hier ist diese von Dir angebildete CD enthalten !


    8) So ist das mit CD-Boxen, da geht manchmal so einiges unter und bleibt unbeachtet liegen ... Ich werde mir das Berg-VC mit Zehetmair mal anhören und dann zu gegebener Zeit berichten, wie es heute bei mir ankommt. :) Ja, ich habe die Aufnahme noch gar nicht gehört ! (( Das seinerzeit FQ gerade diese Aufnahme goutierte, halte ich eher für eine Zufall, da sie doch in einer ganz anderen Musikwelt zu Hause ist.)) Dir und Johannes kann ich aber bezüglich Hartmann und Janacek ebenfalls nur zustimmen, dass diese Apex-CD eine wirklich sehr lohnende Anschaffung ist.


    Nicht alles ist Gold, was von Boulez kommt, das zeigt der interssante Hörbericht von Swjatoslaw; genau wie ASM/Levine.
    :hello: Danke für die Hinweise, dass diese Aufnahmen keines weiteren Komentars wert sind. Das erspart mir Zeit, Geld, Nerven und Entäuschungen. Gut das ich nach ASM nochmal nachgefragt hatte. Das hat ja eine Welle von Ablehnungen für diese offenbar mit ASM-manierissmen belegte und offenbar langweilige Aufnahme ausgelöst ! ;) Wieder interessant, da die amazon-rezensenten positiv über diese CD schreiben.


    :!: Warscheinlich hatte ich in der Vergangenheit von dem Berg-VC nach vorheriger Lektüre zuviel erwartet und hineininterpretiert, denn meine Erstaufnahme ist die Szeryng/Kubelik (DG-Eleoquence). Diese wird aber von Swjatoslaw und Ulrich als hörenswert gewürdigt ... da muß also was dran sein.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang