Boris Blacher

  • Hallo Boris Blacher-Freunde,


    Boris Blacher (1903 - 1975) ist Deutsch-Balte. Er studierte Musikwissenschaft in Berlin (1922-26). Wurde dann Lehrer am Dresdener Konservatorium und übernahm 1948 eine Kompositionsklasse an der berliner Musikhochschule, deren Direktor 1953 der Kopmonist Werner Egk war.


    Blacher ist ein schöpferischer Musiker von unverwechselbarer Eigenart, der in vorderster Linie derer steht, die wesentliches in der Musik zu sagen haben. Seine Musik wirkt kühl, frisch, unsentimental verspielt wie hingestrichelte Skizzen, in denen mit einem minimum an Mitteln, mit feinen Linien ein Gedanke, eine regung eine Foirm andeutend festgehalten ist.


    Eine Vorstellung eines Komponisten kann auch im Threadverlauf interessant werden, wenn man nur wenige Werke dieses Komponisten kennengelernt hat, wie in meinem Fall.


    So kenne und schätze ich seit Jahren eines seiner bekanntesten Werke , die Paganini-Variationen von 1947.


    Die Blacher: Paganini-Variationen habe ich schon vor Jahrzehnten in einer ansprechenden Rundfunkaufmahme mit dem Kölner RSO kennengelernt und war begeistert.
    Meine Decca - CD mit Solti / WPO (Decca) ist TOP eingespielt, sodaß man kaum glauben könnte wo man hier noch eine Verbesserung erzielen könnte.
    Meine Überraschung bei meiner neuen Blacher-CD mit Kegel war umso größer, als erstens die Tontechnik (analog) voll präsent rüberkommt und zweitens am laufenden Band Strukturen präzisie hörbar gemacht werden, die das Werk auseinandernehmen und vollkommen hörbar machen. Dabei interpretiert Kegel mit der Dresdener PH das Werk mit Hochspannung und läßt keine Stelle aus es mit Saft und Kraft darzubieten - einfach Meisterhaft.
    Sehr schön auch, dass die 16 Variationen bei Kegel in einzelne Tracks eingeteilt sind.
    Die Variation 15 ( auf die man schon wartet), ist der Ausschnitt, den Eshpai in seiner Sinf.Nr.5 zitiert. Kegel auch hier Superklasse und die Var.16 fetzt zum Schluß, dass es eine Wonne ist.


    Auch die beiden anderen Werke mit Blacher auf der CD - und mit Kegel - sind famos:
    Concertante Musik für Orchester op.10 (1937)
    Zweites Klavierkonzert op.42 (1952)


    :yes: Eine äußerst lohnende CD mit Musik des 20.Jhd., die es mal wirklich in sich hat ! Leider ist auch bei Blacher die Anzahl der angebotenen CD´s sehr klein, sodaß ich im Laufe der Jahre wenig Berührungspunkte mit Blacher hatte.
    Das soll sich durch weitere Hinweise und Empfehlungen in diesem Thread eventuell ändern.
    :] Blacher liefert wirklich echte Musik des 20.Jahrhd. - ;) ... viele Wissen worauf ich anspiele !



    Berlin Classics, 1982, ADD



    Weitere bekannte Werke von Blacher sind:
    Partita für Streicher und Schlagzeug
    Konzert für Jazz-Orchester
    Viola-Konzert
    Violinkonzert
    Dialog für Flöte, Violine, Klavier und Streichorchester
    Erstes Klavierkonzert (1947)
    Orchester - Ornament (1953)
    Nocturno "Studie im Pianissimo" op.45 (1954),
    wo er Reihenprinzipien der Zwölftontechnik mit seinen variablen Metren verbindet.
    Oratorium "Der Großinquisitor"
    6 Opern
    3 Streichquartette

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo, Wolfgang!


    Die genannte CD besitze ich, wie es der Zufall will, auch seit wenigen Tagen.


    Allerdings sind mir die enthaltenen Werke - und wenige andere, da müsste ich mal meine Kassetten durchsehen - schon seit vielen Jahren bekannt; man wird nicht oft mit ihnen konfrontiert, schon gar nicht in aktuellen Neueinspielungen. Es wurde, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, in diesem Forum (oder in dem anderen) einmal festgestellt, Blacher sei "ein gefallener Stern". Das mag damit zusammenhängen, dass sein origineller Neoklassizismus nicht in die postmodernen Tendenzen der letzten Jahrzehnte passt. Ähnlich geht es wohl auch Hindemith und all seinen Nachfolgern.


    Das zweite Klavierkonzert beweist aufs Schönste Blachers Technik der variablen Metren. Die resultierende rhythmische Unverwechselbarkeit im Verein mit der auch von Dir betonten Transparenz des Satzes verleiht der Musik Eleganz, Unterhaltsamkeit, ein gewisses Jazz-Feeling und zugleich strukturelle Schärfe.


    Stärker noch als bei den bekannteren "Paganini-Variationen" beeindruckt mich bei der "Konzertanten Sinfonie" die choralartige und rhythmisch elektrisierende Stretta - vergleichbar in der Wirkung mit dem Schluss der 2. Sinfonie von Honegger.


    Im Übrigen schließe mich Deiner Beurteilung der Kegel-Einspielung gerne an. Es ist dennoch schade, dass man sich für den Komponisten bezüglich möglicher Neueinspielungen nicht mehr interessiert.


    Orff und Egk und Boris Blacher
    fürchten meine hohnerfüllten Lacher!
    (Georg Kreisler, Der Musikkritiker)


    :D Besten Gruß, Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Zitat

    Original von WolfgangZ
    Es wurde, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, in diesem Forum (oder in dem anderen) einmal festgestellt, Blacher sei "ein gefallener Stern". Das mag damit zusammenhängen, dass sein origineller Neoklassizismus nicht in die postmodernen Tendenzen der letzten Jahrzehnte passt. Ähnlich geht es wohl auch Hindemith und all seinen Nachfolgern.


    Wozu allerdings zu sagen ist, dass nicht nur der Neoklassizismus momentan nicht so beliebt ist sondern auch die Zwölftonmusik und in beiden Fällen abgesehen von den ganz wenigen ganz Berühmten man die prominenten Vertreter als sehr schwach am Markt präsent bezeichnen muss.

    Zitat

    Stärker noch als bei den bekannteren "Paganini-Variationen" beeindruckt mich bei der "Konzertanten Sinfonie" die choralartige und rhythmisch elektrisierende Stretta - vergleichbar in der Wirkung mit dem Schluss der 2. Sinfonie von Honegger.


    Lustig, das ist genau die Stelle, die ich ziemlich lächerlich finde (die Trompete brauch ich in Honeggers 2. auch nicht wirklich) und die concertante Musik davor auch etwas seicht und vor allem ziemlich langweilig. Die Paganini-Variationen sind da viel spannender, etwas bunt aber sehr effektvoll auch durch die "variablen Metren".
    :hello:

  • Hallo, KSM!


    Zitat


    Wozu allerdings zu sagen ist, dass nicht nur der Neoklassizismus momentan nicht so beliebt ist sondern auch die Zwölftonmusik und in beiden Fällen abgesehen von den ganz wenigen ganz Berühmten man die prominenten Vertreter als sehr schwach am Markt präsent bezeichnen muss.


    Einverstanden!


    Zitat


    Lustig, das ist genau die Stelle, die ich ziemlich lächerlich finde (die Trompete brauch ich in Honeggers 2. auch nicht wirklich) und die concertante Musik davor auch etwas seicht und vor allem ziemlich langweilig. Die Paganini-Variationen sind da viel spannender, etwas bunt aber sehr effektvoll auch durch die "variablen Metren".


    Ich habe ja nicht gesagt, dass die "Paganini-Variationen" nicht bedeutender wären. Aber wenn mich etwas elektrisiert, ist das ein physischer, ein unintellektueller Effekt. Der wird erlaubt sein. Tanzen ist auch lächerlich, Drigieren bisweilen ... :D


    Besten Gruß, Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Zitat

    Original von WolfgangZ
    Der wird erlaubt sein.


    Ich arbeite ja daran, dass mich die Concertante Musik elektrisiert. Vielleicht wird es ja noch ...
    :rolleyes: :D:hello:

  • Das heißt, daß Dich die Tschaikowskij-Kantilene über harmonisch leicht eingeschränkten Bläsersynkopen nicht gerade vom Stockerl haut? Das kann ich gut verstehen...
    Aber es gibt in Blachers Spätwerk wirklich ein paar erstaunliche Sachen, die ganz karg sind, mit hingetupften Einzeltönen einen Verlauf nur noch andeuten und eigentlich minimalistisch sind in dem Sinn, daß nur das Allernotwendigste hingeschrieben wird. Abstraktion pur. Für mich sehr eindrucksvoll.
    Übrigens ist auch die (frühe) Kammeroper "Die Flut" gar nicht übel, obwohl schon wesentlich handfester als das Spätwerk. Dennoch spürt man auch da schon Blachers Willen, den auf der Hand liegenden Effekt zu verweigern.
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Das heißt, daß Dich die Tschaikowskij-Kantilene über harmonisch leicht eingeschränkten Bläsersynkopen nicht gerade vom Stockerl haut? Das kann ich gut verstehen...


    Kam aber damals beim Publikum gut an und war auch zu diesem Zweck von Blacher komponiert ( B. bezeichnete den Schluss der "Concertanten Musik" etwas abschätzig als "applaustreibend"). Und angesichts der Anfeindungen gegen seine Musik in der Nazipresse konnte er einen Publikumserfolg gut gebrauchen.


    Dass Kegel eine Blacher-Platte gemacht hat, ist insofern nicht verwunderlich, als dass er einer von Blachers zahlreichen Schülern war. Blachers Bedeutung als Lehrer überstrahlt wohl seine kompositorischen Leistungen.


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Zitat

    Dass Kegel eine Blacher-Platte gemacht hat, ist insofern nicht verwunderlich, als dass er einer von Blachers zahlreichen Schülern war. Blachers Bedeutung als Lehrer überstrahlt wohl seine kompositorischen Leistungen.


    Ich denke, daß das auf eine etwas zu einfache Formel gebracht ist: Kegel machte nicht nur diese Platte mit Orchesterwerken sondern er brachte auch Blachers bedeutendste Vokal-Komposition, das Oratorium "Der Großinquisitor"
    wohlgemerkt in der DDR zur Aufführung und Einspielung, die dem "Westberliner" Blacher alles andre als wohlgesonnen war. Der Widerstand, den es da zu überwinden galt, war ein erheblicher!


    Hätte Blacher nur dieses Oratorum und sonst weiter nichts geschrieben, wäre das schon Grund genug, ihn den bedeutenden deutschen Komponisten des
    20. Jh. zuzurechnen.

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Zitat

    Original von Kurzstueckmeister


    Ich arbeite ja daran, dass mich die Concertante Musik elektrisiert. Vielleicht wird es ja noch ...
    :rolleyes: :D:hello:


    Hallo, Ihr Spötter!


    Es ist tatsächlich nur der Schluss, der mich elektrisiert. Ansonsten finde ich auch das Klavierkonzert auf der CD die bei Weitem interessantere Komposition.


    Kommt man eigentlich an das erste Konzert heran? Ich bin mir sicher, es schon gehört zu haben.


    :hello: Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Hallo Wolfgang,


    alle drei Klavierkonzerte findest Du hier auf dieser sehr guten CD:



    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Danke, Giselher! Da gibt`s also auch noch ein drittes! :]


    Gruß, Wolfgang


    Und schon bestellt!

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!


  • Angeregt durch diesen Thread läuft bei mir auch gerade diese CD.
    Wobei das mit den 3 Klavierkonzerten so eine Sache ist. Die CD enthält:


    - Klavierkonzert Nr.1 ( 1947 )
    H. Göbel/ Symph-Orch des Bayrischen Rundf./ R. Alberth (rec. 1978 )
    - Klavierkonzert Nr.2 ( 1952 )
    - Variationen über ein Thema von M. Clementii ( 1961 )
    H. Göbel Filharmonia Pomorska / T. Ukigaya (rec. 1992 )


    Ich habe diese CD bisher noch nicht sehr oft gehört. Jetzt frage ich mich schon: Warum?


    BLACHER hat ja auch eine Reihe Soloklavierwerke geschrieben (Sonatinen, Ornamente, Sonate, 24 Préludes, etc.) Wer kennt diese Werke, wer kann Aufnahmen empfehlen?


    Gruß pt_concours

    Hören, hören und nochmals hören: sich vertraut machen, lieben, schätzen.
    Keine Gefahr der Langeweile, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, sondern vielmehr Seelenfrieden.
    Das ist mein bescheidener Rat. (S. Richter, 1978)

  • Ich kann, will und muss hier eindeutig das Violinkonzert von Blacher empfehlen! Die Kompositionstechnik der variablen Metren kommt im Stück sehr schön heraus und macht es unter der Vielzahl der Violinkonzerte zu etwas Eigenwilligem. Und zudem sehr schön anzuhören!

  • Lieber BBB,

    Zitat

    er brachte auch Blachers bedeutendste Vokal-Komposition, das Oratorium "Der Großinquisitor"


    Dieses Werk ist tatsächlich eine Meisterleistung. Ich gebe offen zu, das Werk beim ersten Hören nicht verstanden zu haben. Aber allmählich erschließt es sich und wächst immer weiter. Eine wunderbar karge Musik, die mit wenigen Strichen das Wesentliche beschreibt.


    Gegen die "Concertante Musik" habe ich übrigens nichts, sie ist ein tadellos auf den Effekt hin angelegtes Werk - warum auch nicht. Mir scheint nur, daß Blacher in anderen Werken bedeutendere Musik geschrieben hat.


    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Kurzstueckmeister


    Nein, ich meine das schon ernst. :yes:


    Na gut! :] :hello: Wolfgang


    PS: Ich habe soeben noch etwas auf Kassette entdeckt:


    Boris Blacher: Konzert für hohe Trompete und Streichorchester, 1970 - Mitschnitt der Uraufführung (gesendet vom BR am 25. Mai 1997) aus Nürnberg am 11. Februar 1971.


    Die Ausführenden: Maurice André und das Philharmonische Orchester der Stadt Nürnberg unter Leitung von Werner Egk.


    Gut zehn Minuten dauert diese einsätzige Komposition. Eher karg erscheint sie in der Gestik, statisch, schwermütig, melodisch und rhythmisch unkompliziert, beinahe minimalistisch. Der Solopart klingt nicht übermäßig virtuos, ist aber deutlich geprägt von Diskantwirkungen.

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Ihr habt mich da sehr neugierig gemacht.
    Und da ich in Zukunft sowieso vermehrt Sachen von Herbert Kegel haben will, habe ich mir die von teleton empfohlene CD heute bestellt.


    Ich werde nach Erhalt berichten!



    LG, Peter.

  • Ich bin stolzer Besitzer der Orginalausgabe der DG des 2.Klavierkonzertes mit Gerty Herzog (seiner Ehefrau) und den Berliner Philharmonikern unter Hans Rosbaud, welche 1956 in der Reihe "Musica Nova" komplett mit Partitur herausgegeben wurde.


    Dieses Konzert mit seinen variablen Metren hat mich immer begeistert und diese Aufnahme darf man wohl als "authentisch" bezeichnen.
    Mir gefällt das knackige, trockene Mono-Klangbild dieser Aufnahme nach wie vor sehr gut.


    Sie ist in einer Rosbaud-DG Gesamtedition, welche überhaupt nicht teuer ist, wiederveröffentlicht worden.


    Ich bleibe bei meiner Schallplatte, welche sich in einem traumhaft guten Zustand befindet.


    :hello:
    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Ich bin stolzer Besitzer der Orginalausgabe der DG des 2.Klavierkonzertes mit Gerty Herzog (seiner Ehefrau) und den Berliner Philharmonikern unter Hans Rosbaud, welche 1956 in der Reihe "Musica Nova" komplett mit Partitur herausgegeben wurde.


    :jubel: :jubel: :jubel:


    (ich habe das Stück zwar nicht präsent, aber man stelle sich vor, daß DG heute ein Stück von Boulez oder Lachenmann mit Partitur herausbrächte...)


    Zitat


    Dieses Konzert mit seinen variablen Metren hat mich immer begeistert und diese Aufnahme darf man wohl als "authentisch" bezeichnen.
    Mir gefällt das knackige, trockene Mono-Klangbild dieser Aufnahme nach wie vor sehr gut.


    Sie ist in einer Rosbaud-DG Gesamtedition, welche überhaupt nicht teuer ist, wiederveröffentlicht worden.


    Eine wilde Mischung, da Rosbaud leider nicht so viel für DG aufgenommen hat, aber hochgradig empfehlenswert!


    Die o.g. Paganini-Variationen waren ein Favorit von Fricsay, es gibt eine, ebenfalls noch gut anhörbare Mono-Aufnahme aus den frühen 50ern, als Füller hier drauf:




    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • :OIch muß ja was gestehen, was ich an anderer Stelle hier schon einmal geschildert habe:


    Es war 1977, mein Vater war der Musiklehrer an meiner Schule.
    In dieser seiner Eigenschaft hatte er natürlich den Schlüssel zum Schallplattenschrank. :D
    Dort lagerten Schätze.


    Meine Schule war, was Musik anging, dank meines Vaters ( http://www.leverkusen.com/whoi…oiswho.php4?view=SchlechK ) ziemlich fortschrittlich.


    Unter anderem wußte ich von dieser "Musica Nova" Box.
    Sinfonien von Hartmann ( :jubel: ) J.N. David ( :stumm: :kotz: ) , einige Blacher-Aufnahmen inkl. des Klavierkonzertes Nr.2 und der "Concertanten Musik" und noch einiges mehr war in dieser Box enthalten, zehn 25cm Platten zusammen mit den entsprechenden Partituren.


    Diese Schallplatten lagen dort in diesem Schrank etwa seit 1957 in ungespielten Zustand.


    Und das mußte ich ändern....... :D:pfeif:
    Also habe ich meinem Vater den Schlüssel , äh, entwendet und diese Schallplattenbox.................ge..ent...., na....., requiriert.


    Ist nicht aufgefallen.......... :D


    Ich war jung und mußte das tun..........


    Schön ist auch, daß ich bei Kolja Blacher schon mehrfach damit angeben konnte, diese Schallplatte, zu......äh...besitzen.
    Man ist ja eitel........ :untertauch:



    Zitat

    aber man stelle sich vor, daß DG heute ein Stück von Boulez oder Lachenmann mit Partitur herausbrächte...)


    Ja, das wäre super, damals in den 50ern war halt, was dies anging, einiges wirklich bemerkenswert.


    Zitat

    Die o.g. Paganini-Variationen waren ein Favorit von Fricsay, es gibt eine, ebenfalls noch gut anhörbare Mono-Aufnahme aus den frühen 50ern, als Füller hier drauf:


    Ja, das ist genau eine dieser Schallplatten und das Orginal-Cover in dieser CD-Wiederveröffentlichung.
    LG,


    Michael

  • Hallo Michael,


    Zitat

    Ich bin stolzer Besitzer der Orginalausgabe der DG des 2.Klavierkonzertes mit Gerty Herzog (seiner Ehefrau) und den Berliner Philharmonikern unter Hans Rosbaud


    Gerty Herzog, die Ehefrau von Boris Blacher ist auch auf der von mir vorgestellten CD von Berlin Classics, die Solistin des 2.Klavierkonzertes.
    Diesen Umstand habe ich auch erst im vorbildlich gestalteten Textheft dieser CD erfahren. Blacher schrieb fast alle Klavierwerke für seine Frau.
    Damit hat diese Aufnahme ebenfalls einen autentischen Anspruch.
    ;) Und hier mit Herbert Kegel hast Du alles in bester Stereo-Qualität.
    :hello: Damit soll nichts gegen Deine Rosbaud-Aufnahmen (DG) gesagt sein, die für Dich historische und persönliche Entdeckerqualitäten hat, was ich mit Interesse gelesen habe.
    Auch die Story mit den 10 25cm-Platten - Klasse - so etwas prägt die Musikerlaufbahn.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Zitat

    Original von teleton
    Und hier mit Herbert Kegel hast Du alles in bester Stereo-Qualität.


    Auch wenn ich keine Alternativaufnahmen kenne: Das kann ich nur lebhaft bestätigen!


    Meine eigenen Eindrücke habe ich am 21.4.08 hier kurz beschieben.


  • Das 1942-43 geschriebene Oratorium nach einer Dostojewski-Bearbeitung von Blacher selbst und Leo Borchard hat deutlichen Zeitbezug: Aus dem Text:"..tags zuvor ... an die hundert Ketzer durch den Kardinal Großinquisitor ad majorem gloriam Dei verbrannt wurden." - da ist die durchgehend gute Textverständlichkeit des Chores schon wichtig, so wie sie hier gelungen ist.
    Blacher war gerade vorher in das Lexikon der "Juden in der Musik" aufgenommen werden, nachdem die jüdische Herkunft des Staatenlosen von den Nazis lange übersehen worden war, und schrieb das Werk auf dem Gut der Eltern seines Schülers Gottfried von Einem, der später von Israel ausgezeichnet wurde, weil er mehreren Juden das Überleben ermöglich hat.
    Die Instrumentierung ist teilweise eher karg, durchgehend eher einfach, auf Transparenz und Textverstänlichkeit ausgerichtet und von jeder Schönberg- Beeinflussung noch völlig frei, harmonisch tonal, aber metrisch schon häufig ungerade und rhythmisch prägnant, obwohl er seine variable Metrik erst später entwickelt. Das Bedrohliche der Zeit wie des Texts wird musikalisch gut vermittelt.


    Kegels Aufnahme mit dem Rundfunkchor Leipzig und der Dresdner Philharmonie ist, wie gewohnt, hervorragend. Der Bariton ist Siegmund Nimsgern. Er ist mir ansonsten nicht bekannt, aber das mag an meinen noch sehr geringen Kentnissen auf diesem Gebiet liegen. Er meistert aber diese, vermute ich, nicht ganz einfache Rolle für mein Empfinden sehr gut.

  • Mit Boris Blacher ist es ähnlich wie mit Karl Amadeus Hartmann. Während sie nach dem 2. Weltkrieg verhältnismäßig einflußreich waren, und bis in die 60er Jahre hinein auch verhältnismäßig oft für Moderne aufgeführt worden sind, wahrscheinlich als "gemäßigte" Moderne, die relativ leicht zu hören sind, ohne jedoch dabei gefällig zu sein, ist es dann lange still um sie gworden. Während sich das bei Karl Amadeus Hartmann vielleicht gerade zu ändern beginnt, tut sich bei Blacher wenig, trotz einiger löblicher und sehr gelungener Reanimierungsversuche.


    Dabei kann der Einfluß Blachers vor allem als Kompositionslehrer und Förderer junger Musiker z.B. in der Orchesterakademie des Berliner Philharmonischen Orchesters kaum unterschätzt werden.


    Unter seinen Kompositionsschülern waren immerhin: Gottfried von Einem, Heimo Erbse, Fritz Geißler, Günter Kochan, Herbert Kegel!, Rudof Kelterborn, Giselher Klebe, Heinz von Cramer, Francis Burt, Isang Yun, Claude Baliff, Maki Ishii, Noam Sheriff, George Crumb, Kalevi Aho Klaus Huber und Aribert Reimann - aber außer Kalevi Aho und Isang Yun in zumindest ihren Heimatländern ist es ja um diese alle sehr zu Unrecht etwas still geworden.


    Seinen ersten Erfolg hatte Blacher mit der Concertanten Musik für Orchester, die noch 1937 in Berlin von Carl Schuricht aufgeführt werden konnte. Noch 1938 wiederholte sich der Publikumserfolg als Furtwängler noch die Uraufführung seiner Symphonie ebenfalls in Berlin durchsetzen konnte. Beides sind noch eher konservative Werke irgendwo zwischen Spätromantik und Neoklassik mit sehr gemäßigten modernen Anleihen. Dennoch wurden bald die Zeitungen angewiesen, sie nicht mehr positiv zu besprechen und bald darauf mußten auch weitere Aufführungen trotz Publikumserfog eingestellt werden, obwohl damals die Nazis seine jüdische Herkunft noch nicht bemerkt hatten, da Blacher Staatenloser war. Dennoch gelang es Karl Böhm, ihm Lehraufträge am Dresdner Konservatorium zu verschaffen. Diese wurden ihm aber schon bald wieder entzogen, da er dort, trotz seiner bedrohlichen persönlichen Situation, auch die Werke Schönbergs, Hindemiths und Milhauds vermittelte. Wie ich schon schrieb, wurde seine Herkunft wohl auch dadurch doch ruchbar. Er wurde in das Lexikon "Juden in der Musik" aufgenommen, konnte aber auf dem Gut der Eltern seines Schülers Gottfried von Einem untertauchen.
    Wie er in der Nachkriegszeit mit Leuten wie Egk auskommen konnte, ist mir ein Rätsel.


    Mit noch erhältlichen Einspielungen sieht es leider nicht gut aus. Die Klavierwerke sind hier neben der Kegel-CD ja schon erwähnt worden. Beide gefallen mir gut und die Aufnahmen seines Schüler Kegel sind natürlich besonders gelungen.
    Ich habe von noch erhältlichen Aufnahmen der Orchesterwerke diese zwei CDs, die beide von der Qualität der Interpretationen und vom Orchesterklang auch sehr gut gelungen sind:



    Hier spielt das Philharmonische Orchester Frankfurt/Oder unter der Leitung von Nikos Athinäos die Symphonie von 1938 und das Violinkonzert von 1948. Als Solist begeistert mich Blachers Sohn Kolja Blacher. Moderner wird es auf dieser Einspielung dann mit den Poemen für Großes Orchester von 1974 Tatjana Gsovsky gewidmet. Mit ihr hatte Blacher bei seinen insgesamt 9 Balletten eng zusammengearbeitet. Leider kenne ich diese noch gar nicht, nur eine einzige Orchester-Suite-Bearbeitung eines Balletts.



    Wladimir Ashkenazy spielt hier mit dem Deutschen SymphonieOrchester Berlin die Concertante Musik für Orchester von 1937, die Fürstin Tarakanowa-Suite, die Inventionen für Orchester op.46 Nr.1+2, die Musik für Cleveland op.53, die mir besonders gut gefällt, und das Konzert für Klarinette und Orchester.


    Beiden CD-Aufnahmen ist anzuhören, dass es Dirigenten und Musikern offenbar ein Herzensbedürfnis war, Blacher wiederzubeleben.


    Ich habe auch noch fast alle anderen Orchesterwerke in anderen Einspielungen oder Mitschnitten. Lohnend finde ich hier noch einiges. Als Jazz-Fan und -Musiker waren für mich auch Blachers Auseinandersetzungen mit dem Jazz besonders interessant. Solche Crossover sind m.E. selten gelungen. Blacher hat sich aber wirklich mit auch dem modernen Jazz seiner Zeit auseinandergesetzt. In vielen Werken ist der Einfluß des Jazz zu hören, ohne das Blacher einfach beides zusammenpanscht oder im selben Stück letztlich wenig verbunden nur nebeneinander stellt. Ein echtes, aber relativ geglücktes Crossover sind die Variationen über +/- 1 für Streichquartett und Jazz Combo. Aber da sind wir schon bei der Kammermusik.


    Vorläufig sei noch erwähnt ein ganz besonderes Werk, dass mir besonders am Herzen liegt, die Jüdische Chronik. 1961 (!) gelang hier eine Gemeinschaftskomposition von Boris Blacher, Karl Amadeus Hartmann und Hans Werner Henze (West) mit Paul Dessau und Rudolf Wagner-Régeny (Ost).


    :hello: Matthias

  • Lieber Matthias,
    durch diesen Deinen Beitrag habe ich enorm viel über Blacher gelernt!


    Vielen Dank dafür!
    :yes:

    Zitat

    Wie er in der Nachkriegszeit mit Leuten wie Egk auskommen konnte, ist mir ein Rätsel.


    Mir auch...... :D


    Zitat

    Als Solist begeistert mich Blachers Sohn Kolja Blacher.


    Kolja Blacher ist ein wunderbarer Geiger, ein großer Musiker und privat ausgesprochen bescheiden sowie ungemein kollegial.



    Lieber Wofgang,

    Zitat

    Und hier mit Herbert Kegel hast Du alles in bester Stereo-Qualität.


    danke für den Tip, ich wußte, daß es diese Aufnahme gibt, und Kegel(unter dem übrigens einer meiner Profs Solocellist war) ist immer eine sichere Bank für eine hervorragende Interpretation.


    Mich haben halt bis heute auch meine Kindheitserlebnisse mit diesem Werk von einer moderneren Stereo-Einspielung abgehalten.


    Glaube mir, solch eine orginale Mono-Aufnahme in der völlig intakten Orginalpressung hat ihren ganz eigenen Reiz und eine Klangqualität und Direktheit, welche mir ungemein gefällt.


    :hello:


    Michael

  • Lieber Michael,


    was ich alles schon aus deinen Beiträgen gelernt habe! Und dein Beitrag zum Thread "Verjährte Verbrechen hartnäckiger Tamino-Sammler" :hahahaha: ...ts,ts,ts so etwas war mir ja immer ganz fremd :pfeif:
    - Naja, ich hatte wohl nur zu viel Schiss gehabt. :untertauch:


    Eigentlich wollte ich aber jetzt noch auf die Kammermusik Blachers hinweisen, die ich besonders schätze.
    Eine ausgezeichnete Aufnahme seiner 5 Steichquartette haben das Peterson Quartett eingespielt:



    Das 5.Streichquartett habe ich auch noch in einer ebenfalls sehr gelungenen Aufnahme des Neuen Leipziger Streichquartetts, 1994 bei MDG erschienen.
    Das 2. Streichquartett gibt es auch noch hier:



    Außerdem auf dieser CD: Das Divertimento für Trompete, Posaune und Klavier (1946), das Divertimento für 4 Holzbläser (1951), in dem die von Blacher entwickelte variable Metrik nach Zahlenreihen gut nachhörbar wird - außerdem ein sehr schönes Stück. Besonders interessant dann aber das Oktett für Klarinette, Fagott, Horn und Streichquartett (1965), in dem 12-Tonreihen mit variabler Metrik verbunden werden. Dieses wunderbar hübsche Stück kann ich jedem Dodekaphonie-Muffel guten Gewissens empfehlen. Die Töne der Reihe sind so gewählt, dass es nicht allzu fremd klingt. Es ist aber auch nicht gefällig. Vor allem am letzten Satz kann man die variable Metrik wieder sehr gut erhören und wenn man will, genauer studieren.
    Ebenso enthalten sind eine Sonate für 2 Violoncelli (1971) und ein Duo für Flöte und Klavier (1972). Beides sind auch ausgesprochen schöne Werke.
    Es spielen ganz ausgezeichnet MusikerInnen der Orchester-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters, in der Blacher lange sehr engagiert war.
    Auf einer anderen Thorofon-Cd findet man dann noch das ebenfalls sehr zu empfehlende Klaviertrio (1970) dargeboten von den Widmungsträgern, dem Göbel-Trio. Horst Göbel, ebenfalls ein Schüler Blachers, dessen Einspielung der drei Klavierkonzerte Blachers ja in diesem Thread schon empfohlen worden sind, hatte noch eng mit Blacher zusammengearbeitet. In diesem Trio wird variable Metrik mit serieller Technik verbunden, bei der alle Parameter festgelegt sind. Kalt errechnet klingt das aber bei Blacher ganz und gar nicht und im abschliessenden Presto wird es dann sogar richtig jazzig mit Blues-Feeling vermittelnden Klavierparts und sehr fetzigen Läufen von Cello und Violine - alles streng seriell festgelegt, klingt aber in diesem Presto-Satz wie genial mit leichter Hand von modernen Jazzern improvisiert!


    Wie die Ballette, kenne ich die Opern, Kunstlieder und die elektronische Musik von Blacher leider noch gar nicht. Das kommt aber sicher noch.


    :hello: Matthias

  • Zitat

    Original von pt_concours
    BLACHER hat ja auch eine Reihe Soloklavierwerke geschrieben (Sonatinen, Ornamente, Sonate, 24 Préludes, etc.) Wer kennt diese Werke, wer kann Aufnahmen empfehlen?


    Die Klavierwerke scheinen wenig bekannt zu sein. Ich selber habe bisher nur eine Einspielung gefunden, ebenfalls mit H. Göbel:


    [jpc]4003913122032.jpg[/jpc]


    Da es mich interessiert, habe ich sie mal auf meine Liste gesetzt.


    Mittlerweile wurde ja in diesem Thread, der ursprünglich (nur?) die Orchestermusik enthalten sollte, schon etwas zu Oratorium, Kammer- und Klaviermusik gepostet, so dass ich vorschlagen würde, diesen Thread zu den allgemeinen Klassikthemen zu verschieben und ggf. den Titel zu ändern.


    Gruß pt_concours

    Hören, hören und nochmals hören: sich vertraut machen, lieben, schätzen.
    Keine Gefahr der Langeweile, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, sondern vielmehr Seelenfrieden.
    Das ist mein bescheidener Rat. (S. Richter, 1978)

  • Hallo pt_concours,


    auch bei der Klaviermusik Blachers kann man schöne Entdeckungen machen, wenn ich die Kammermusik insbesondere ab ca. 1950 auch bevorzuge und hier noch einmal das großartige Klaviertrio ganz besonders empfehlen möchte.
    Auf der CD mit Horst Göbel erhält man mit den Sonaten, den 24 Preludes und der Sonatine für 4-händiges Klavier das meiste Wichtige. Auf mehr Stücke und weitere Einspielungen ist wohl leider so bald nicht zu hoffen, eher zu befürchten, dass auch diese Aufnahme bald vom Markt verschwindet.
    Horst Göbel, der mit Blacher vertraut ist, wie heute wohl kein anderer, spielt Blacher ganz ausgezeichnet und auch seine Partnerin in der Sonatine hält das Niveau.


    Zitat

    Mittlerweile wurde ja in diesem Thread, der ursprünglich (nur?) die Orchestermusik enthalten sollte, schon etwas zu Oratorium, Kammer- und Klaviermusik gepostet, so dass ich vorschlagen würde, diesen Thread zu den allgemeinen Klassikthemen zu verschieben und ggf. den Titel zu ändern


    Ich bin wohl der Hautschuldige, aber wenn man bei Komponisten, die weniger bekannt sind und von denen nur noch wenig zu bekommen ist, diverse Unterthreads in Klavier-, Oratorium- , Kammermusik-, Kunstlied- und "Klassische Instrumentalmusikforum einrichtet, erscheint mir das wenig sinnvoll. Die gehen dann erst recht unter, erhalten kaum Postings usw. , abgesehen davon, dass dies viel mehr Arbeit macht, immer neue, sich wiederholende Einleitungen zu schreiben, weswegen das dann auch keiner mehr macht, so dass es dadurch schwieriger wird, sich einen Überblick über einen weniger bekannten Komponisten zu verschaffen. Insofern würde ich die Verschiebung und Umbenennung begrüßen. Idealer wäre noch eine eigene Rubrik "Komponistenportraits", wie schon ein Kollege im Schreker-Thread anregte.


    :hello: Matthias

  • Zitat

    Original von Matthias Oberg


    Auf der CD mit Horst Göbel erhält man mit den Sonaten, den 24 Preludes und der Sonatine für 4-händiges Klavier das meiste Wichtige. Auf mehr Stücke und weitere Einspielungen ist wohl leider so bald nicht zu hoffen, eher zu befürchten, dass auch diese Aufnahme bald vom Markt verschwindet.


    Hallo Matthias, danke für die Informattionen.


    Die CD wird bei jpc als Sämtliche Klavierwerke betitelt und enthält laut Informationen der website:
    - Klaviersonaten Nr. 1-3;
    - 2 Toccaten;
    - 2 Sonatinen;
    - 3 Klavierstücke;
    - Ornamente;
    - 24 Preludes
    - Sonatine f. Klavier 4-händig


    laut HOLLFELDER (Das grosse Handbuch der Klaviermusik) umfasst BLACHERS Klavierschaffen (Werke für Klavier solo):
    - Suite (1930)
    - 2 estnische Nationaltänze (1931)
    - 2 Toccaten (1931)
    - 2 Sonatinen op.14 (1940)
    - 3 Klavierstücke op.23 (1943)
    - Ornamente (1950)
    - Sonate op.39 (1951)
    - (Multiple Raumerzeuger für Kl. und 3 Klangerzeuger (1962))
    - 24 Präludien auf alle Tonarten (1974)



    Zitat

    Original von Matthias Oberg
    ..., aber wenn man bei Komponisten, die weniger bekannt sind und von denen nur noch wenig zu bekommen ist, diverse Unterthreads in Klavier-, Oratorium- , Kammermusik-, Kunstlied- und "Klassische Instrumentalmusikforum einrichtet, erscheint mir das wenig sinnvoll. Die gehen dann erst recht unter, erhalten kaum Postings usw. , abgesehen davon, dass dies viel mehr Arbeit macht, immer neue, sich wiederholende Einleitungen zu schreiben, weswegen das dann auch keiner mehr macht, so dass es dadurch schwieriger wird, sich einen Überblick über einen weniger bekannten Komponisten zu verschaffen. Insofern würde ich die Verschiebung und Umbenennung begrüßen. Idealer wäre noch eine eigene Rubrik "Komponistenportraits", wie schon ein Kollege im Schreker-Thread anregte.


    Ich würde die Verschiebung auch begrüßen, so der Themenstarter damit einverstanden ist. Eine eigene Rubrik KOMPONISTEN hatte ich kürzlich auch mal angeregt und möchte hier Vorschläge dazu auch nochmal unterschtützen.


    Gruß pt_concours

    Hören, hören und nochmals hören: sich vertraut machen, lieben, schätzen.
    Keine Gefahr der Langeweile, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, sondern vielmehr Seelenfrieden.
    Das ist mein bescheidener Rat. (S. Richter, 1978)

  • Gute Idee!
    Es ist wirklich lästig, in allen möglichen Threads immer wieder ein kurzes Komponistenportrait erstellen zu müssen.
    Das hält mich auch von einigen Posts ab.


    pt_concours und Matthias Oberg

    Zitat

    Eine eigene Rubrik KOMPONISTEN hatte ich kürzlich auch mal angeregt und möchte hier Vorschläge dazu auch nochmal unterschtützen.


    Zitat

    Idealer wäre noch eine eigene Rubrik "Komponistenportraits",


    Komponistenportraits gefällt mir sehr gut.
    KOMPONISTEN ist auch ok, aber für mich etwas zu,äh, schreiend. :D


    Ich würde ein Unterforum "Komponistenportraits" sehr begrüßen und Vorschläge in dieser Richtung auch unterschtützen.
    [SIZE=7]Hicks[/SIZE] :untertauch:


    :hello:
    Michael