Wilma Lipp

  • Am Anfang der 2. Republik in Österreich (Mai - Juni 1945) gastierte an der Hofburg in Wien in einer Freilicht - Aufführung eine etwa 16jährige Sopranistin, in Ermöglichung ihres Lehrers Jerger, "die Rosina, im Barbier von Sevilla" - Wilma Lipp.


    So, und das weiß ich von ihr, persönlich:


    Sie wurde im 13. Bezirk geboren und machte da die Schule, übersiedelte aber dann in den 19. Bezirk, Gymnasium, also ein echtes Wiener Bürgermädel, das bei einer Geburtstagsfeier etwas sang, und ein Frau die Gast war, sagte das Kind hat Talent, die muss Gesang studieren.


    Sie machte die Handelakademie, war aber auch bei Wenko Wenkoff und in der Klasse Bahr-Mildenburg, da musste sie aber sagen, sie sei schon 16, denn sonst hätte sie sich einen anderen Lehrer nehmen müssen.


    Am Ende des Krieges hatte sie zwar schon vorgesungen, auch die Königin, aber ihre Eltern schickten sie aufs Land damit sie nicht abnimmt, und so musste man sie erst suchen - das war damals 1945 eigentlich öfter der Fall.


    So kam sie zu ihrem Lehrer Alfred Jerger, wo sie dann nochmals an der WSTO vorsang, damals im Theater an der Wien, dem Ersatzquartier. Auch hier die Königin wieder.


    Im Jänner 1948 debütierte dann, mit einem sensationellem Erfolg, diese blutjunge Sängerin als Königin der Nacht.


    Bis zu ihrem 60.Geburtstag gastierte sie, die noch unglaublich jungendfrisch aussehende, sympathische Sängerin, als Jungfer Leitzmetzerin, in der Karajan Wiederaufnahme, sie die einstige wohl wienerischte Sophie an der gleichen Oper, mit einer großartigen Kritik, wo ein Kritker meinte: Wenn man die Augen schließt und dem Timbre der Stimme lauscht, so tönt es wie aus verklungenen Tagen des damaligen "süßen Wiener Mädels" unseres Opernhauses...(1986).


    Damals war sie vielbeschäftigte und hochgeschätzte Professorin am Salzburger Mozarteum.


    War das also das Geheimnis dieser langen Weltkarriere? Wilma Lipp hat diese zweimal durchlebt:
    zuerst im Koloraturfach mit dem grandiosen Erfolg als Königin der Nacht (136mal allein im Theater an der Wien und Staatsoper), als Constanze, Zerbinetta, Gilda, Esmeralda , Musette etc.,
    dann später im lyrischen Fach, vor allem als Pamina, Margarethe und Nedda.
    Sie wurde zur ersten Wiener Sängerin, der es gelang in italienischen Rollen in Mailand und Rom Trumphe zu feriern -
    ja ihre Nedda führte sie über London sogar an die MET New York.


    Doch trotz all dieser Erfolge bleib sie Österreich, blieb sie Wien unerschütterlich treu und lebte dort, geliebt und verehrt von ihren Fans, ihre ganz intensive Karriere.


    Am Anfang wie am Schluss derselben stand neben dem Opernfach aber auch die leichte Muse der Operette.


    In den Zeiten des Theaters an der Wien nach 1945 war sie zusammen mit Erich Kunz eine resche Pepi in "Wiener Blut", mit Hilde Güden oder Gerda Scheyrer, wie Sena Jurinac ein kokettes Kammermädchen Adele in der "Fledermaus" und mit Hilde Zadek eine flotte Briefchristl im "Vogelhändler" war - am Ende ihrer Laufbahn eine liebenswerte noble Lisa, zusammen mit Rudolf Christ, hatte die ganz eigene Atmosphäre eines wehmütigen Abschieds von einer Kunstgattung:


    ich kann mich gut erinnern, als bei ihrem 3.-Akt-Lied "Ich möcht' wieder einmal die Heimat sehn" bei der Stelle "Ich möcht wiedre atmen Wiener Luft" eine wahre Applaussalve aus dem Publikum ihr entgegenkam, und man ihr so demonstrieren wollte, dass sie zu den ganz großen Sängerlieblingen unserer Stadt zählt...


    Auf ihr spezifisches Wienertum angesprochen, meinte die Kammersängerin:
    "Ich habe in allen Partien immer versucht, ich selbst zu bleiben und auch nie meine Stimme für Experimente zu missbrauchen - vielleicht war das mein Erfolgsrezept!"


    Durch ihre langjährige Professur hat sie auch hier eine Karriere gehabt.


    Als ich sie auf die einzige Partie ansprach, die meiner Meinung gefehlt hätte, und die die letzte Krönung gewesen wäre - die Feldmarschallin, da meinte sie nur:
    "Das ist sich nicht ausgegangen, wahrscheinlich war ich für die Direktoren und mein Publikum zu lange die Sophie!"


    Meine traditonell letzte Frage nach ihrer liebstgewordenen Opernrolle wurde mit liebevoll glänzenden Augen beantwortet:
    "Das ist doch wohl klar "Die Zauberflöte", mit Dermota, Kunz, Seefried und Schöffler - mit diesen auf der Bühne gestanden zu haben, wird für mich immer die höchste Erfüllung in meinem Sängerleben bedeutet haben!".


    Zum Abschuss passen wohl die Anfangsverse von Josef Weinheber in seinem Gedicht "Auf eine Wienerin":
    "Heiter ohne Schwere, wo auf Erden wäre jene stille Größe, die dich ehrt!"


    Übrigens wer den Film "Das Dreimäderlhaus" mit Hannerl Matz und Gustav Knuth sowie Rudolf Schock sieht, sieht auch Wilma Lipp in der Karlskirche, in Wien, bei der Hochzeit, Hannerl und Baron Schober, das "Ave Maria, von Schubert" singen.
    Auch singt Wilma Lipp die Gesangstücke von Hannerl Matz.


    Auf ihr blendend jugendliches Aussehen angesprochen, meinte sie: "Als Sängerin lebt man ein Leben auf Sparflamme, man darf nicht lange aufbleiben, nicht rauchen, deshalb sehen Sängerinnen im Alter so gut aus!"

  • Wilma Lipp kenne ich hauptsächlich aus der Einspielung des Mozart-Requiems mit Karajan. Ist mir unverständlich, dass diese Aufnahme offenbar so erfolgreich ist, jedenfalls wird sie alle paar Jahre neu veröffentlicht.
    Wilma Lipp singt hier leider den grauenvollsten Sopranpart, den ich in diesem Requiem je gehört habe. Man beachte insbesonere das intonationsunsichere Jaulen in "Te decet hymnus".




    Tut mir leid. Aber da hat sie einen superschlechten Tag gehabt. Und der Erfolg dieser Aufnahme regt mich auf. Mag/Möge sie als Königin der Nacht (hab sogar "die Arie" mit Furtwängler und ihr) etc. besser gewesen sein.

  • Lieber Thomas Bernhard!


    Diese Aufnahme des Mozart - Requiems steht in der Zeit, als Wilma Lipp von den Koloratur - Partien Abschied nahm.


    Karajan hat vielleicht auch da etwas Schuld, er hat ja auch bei der Marzellina Arie im Fidelio eine "Eigenart" gehabt, er geht da zum Schluss nicht hinauf sondern bleibt unten.


    Für jede Sängerin ist ein Fachwechsel eben ein Wechsel, und der war um diese Zeit, bei mir steht 1962, was ich aber nicht glaube, am Mozart Requiem drauf.


    Ich denke diese Aufnahme ist vor 1960 entstanden.


    Aber! Ihre Königin, war Jahre lang unerreicht, trotz Erika Köth und Erna Berger, Rita Streich und Roberta Peters.
    Erst Erika Mechera war (laut Wilma Lipp), wieder eine wunderbare Königin.


    Wilma Lipp hatte so eine "blonden Ton" in der Stimme - und das schon in ihrer Koloratur-Zeit, als Constanze, und später weiterhin auch.


    Ich habe von ihr die Entführung, das war übrigens die erste LP Gesamtaufnahme, mit Walther Ludwig, Emmy Loose und Peter Klein und da hat sie natürlich den hellen Ton im Timbre. Auch als Königin oder Zerbinetta hatte sie noch die hellere Stimme.


    Als sie nach 1955 die Constanze im Großen Haus, am Ring sang, da hatte sie natürlich schon eine andere Stimmfarbe.


    Auch hatte Clemens Krauss zu ihr gesagt: "Jede Stimme vergrößert sich automatisch von selbst!" Das war dann ihre Devise.


    Kaufe Dir doch von ihr einen Quer wo die Königin Arien drauf sind, dann bist Du bestimmt nicht so enttäuscht.


    Liebe Grüße aus Wien, sendet Dir Peter. :hello: :hello:

  • Von den zahllosen Opernaufnahmen, die ich mit der von mir sehr verehrten Wilma Lipp habe, will ich heute diejenige vorstellen, die im meinem (alphabetischen) Verzeichnis ganz oben steht:



    Francois Auber (1782-1871)
    Fra Diavolo


    Aufnahme: Okt. 1954, Studio
    Dirigent: Wilhelm Schüchter
    Symphonie-Orchester des NDR Hamburg
    Chor des NDR Hamburg
    Chorleitung: Max Thurn
    Dialog-Regie: Herbert Junkers
    (deutsche Fassung: Karlheinz Gutheim)


    Beppo: Kurt Marschner
    Fra Diavolo: Rudolf Schock
    Giacomo: Karl Otto
    Lady Pamela: Ursula Zollenkopf
    Lord Cockburn: James Pease
    Lorenzo: Ernst August Steinhoff
    Matteo: Sigmund Roth
    Soldier: Karl Alberti
    Un paysan: Josef Dienstbier
    Zerline: Wilma Lipp



    Verglichen mit der 44er Aufnahme unter Elmendorff aus Dresden ist dies zwar nur zweite Wahl, aber zumindest Wilma Lipp als Zerline ist ihr Geld wert!


    LG


    Harald


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo zusammen,


    dies sind zwei sehr schöne Fotos von Wilma Lipp, die Peter gern in sein Posting unterbringen wollte, aber netterweise überließ er mir die ehrenvolle Aufgabe des Einstellens. :D





    Ich habe das schöne Foto unter Copyright-Gesichtspunkten leider entfernen müssen.
    LG Peter




    Ich habe das schöne Foto unter Copyright-Gesichtspunkten leider entfernen müssen.
    LG Peter


    LG


    Maggie

  • Wilma Lipp ist zuerst eine der hervorragendsten Koloratursoprane. Später reüssierte sie auch im lyrischen Bereich durch gelungenen Fachwechsel und verlängerte so die glanzvolle Karriere. Ihre herausragende Stärke waren ihre gesanglichen Fähigkeiten. Ihr glockenklarer Sopran erreichte mühelos die Höhen, die z. B. als "Königin der Nacht" oder "Zerbinetta" gefordert sind. Wilma Lipp sang auch bei den extremsten Anforderungen immer rund, nichts klang forciert oder gar schrill, es gab auch keinerlei Verengungen im Tonumfang. Ich hatte immer den Eindruck da sind noch Reserven vorhanden und es könnte noch höher gehen. Insgesamt also eine Sopranistin, die das Prädikat "ideal" verdient.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zitat

    Original von operus
    Wilma Lipp ist zuerst eine der hervorragendsten Koloratursoprane. Später reüssierte sie auch im lyrischen Bereich durch gelungenen Fachwechsel und verlängerte so die glanzvolle Karriere. Ihre herausragende Stärke waren ihre gesanglichen Fähigkeiten. Ihr glockenklarer Sopran erreichte mühelos die Höhen, die z. B. als "Königin der Nacht" oder "Zerbinetta" gefordert sind. Wilma Lipp sang auch bei den extremsten Anforderungen immer rund, nichts klang forciert oder gar schrill, es gab auch keinerlei Verengungen im Tonumfang. Ich hatte immer den Eindruck da sind noch Reserven vorhanden und es könnte noch höher gehen. Insgesamt also eine Sopranistin, die das Prädikat "ideal" verdient.
    Herzlichst
    Operus


    Lieber operus!


    Da bin ich vollkommen Deiner Meinung, ihre Königin und Zerbinetta waren für Jahre maßgebend.


    Aber später dann im lyrischem Fach, war ihre Pamina, ihre Sophie, die sie noch aus der Koloraturzeit "migenommen" hat ideal, wie ihre Margarethe und Zerline in "Fra Diavolo".


    Mir hat sie immer gefallen, vielleicht bin ich Partei, weil meine Mutter und ich, sie persönlich gut kannten.


    Leider ist jetzt der Kontakt abgerissen, aber da Wilma Lipp, jetzt, bei München wohnt - und sie dochschon über, oder an die 80 ist, wir haben eigentlich nie gefragt, wie alt sie sei.



    Liebe Grüße aus dem verregneten Wien, sendet Dir Peter. :hello: :hello: :jubel:

  • Lieber Peter,


    Sie ist 18 Jahre älter als ich, demnach schon über der angesprochenen Jubiläumsgrenze, aber hoffentlich noch lange eine lebende Legende!


    Als Pepi in "Wiener Blut" setzte sie auch Maßstäbe. Zwar ist die Stimme für die Partie fast zu groß, aber ihr Temperament und ihr Spielwitz samt der einmaligen Musikalität machen die Interpretation trotzdem zum Erlebnis, sodaß man es fast nicht mehr anders hören will.


    LG


    Waldi


  • Lieber Waldi!


    Dann sind wir zwei davon noch entfernt, also über 80, habe mir so etwas Ähnliches gedacht,


    aber sie bleibt eine Legende, die immer jung ist, wenn wir sie hören.


    Ja als Pepi im Wiener Blut war sie eine Luxus - Besetzung, habe sie ja auch als Franzi im "Walzertraum", auch etwas zu gut besetzt,


    ist eine Aufnahme von Eurodisc, Oscar Straus, eine Plattenseite nur mit Wilma Lipp.


    Liebe Grüße Peter, regnet es bei Dir auch? Blöde Frage? War heute in der "Tutanchamun - Ausstellung, und da hat es zum Schütten angefangen.

  • Hier ist auch noch eine Gesamtaufnahme von "Martha", die hier im Forum schon lobend erwähnt wurde:



    Friedrich (Adolph Ferdinand) von Flotow
    Martha oder Der Markt zu Richmond
    Uraufführung: 25.11.1847 in Wien
    Libretto: Friedrich Wilhelm Riese


    Aufnahme: 1955, Studio BR München
    Dirigent: Hans Gierster
    Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks
    Chor des Bayerischen Rundfunks


    Lord Tristan Mickleford: Rudolf Wünzer
    Lyonel: Waldemar Kmentt
    Martha (Lady Harriet Durham): Wilma Lipp
    Nancy: Hetty Plümacher
    Plumkett: Kurt Böhme
    Richter: Richard Bitterauf


    Eine Aufnahme, die in keiner Wilma-Lipp-Sammlung fehlen sollte!


    LG


    Harald


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von Walter Krause


    Als Pepi in "Wiener Blut" setzte sie auch Maßstäbe. Zwar ist die Stimme für die Partie fast zu groß, aber ihr Temperament und ihr Spielwitz samt der einmaligen Musikalität machen die Interpretation trotzdem zum Erlebnis, sodaß man es fast nicht mehr anders hören will.


    Lieber Waldi,


    gehe ich richtig in der Annahme, dass dies die von Dir erwähnte Einspielung ist?





    Ich mag diese Einspielung sehr gern, auch wegen Wilma Lipp als Peppi aber nicht nur darum. Ich denke diese Einspielung ist wirklich gelungen, denn nicht nur die Sänger sind großartig, sondern auch die gesamte Zusammenstellung aus Sprache und Gesang ist hier sehr gelungen.


    LG


    Maggie

  • Lieb Maggie!


    Ich habe dies Gesamtaufnahme noch auf 2er LPs, und sie ist viel besser als die mit Elisabeth Schwarzkopf als Gräfin Zedlau.


    Auch Margit Schramm ist sehr gut - aber "meine" Hilde Güden" ist einfach traumhaft.


    Wilma Lipp hat Spass an der Sache, das merkt man sie macht selbst aus der Peppi eine turbulente und humorvolle Rolle.


    Liebe Grüße und Handküsse sendet Dir Peter, heute regnet es wenigstens nicht mehr. :jubel: :jubel: :jubel: :hello: :hello: :hello:

  • Liebe Maggie,


    Ja, genau das ist sie. Früher genoß ich sie auf LP, jetzt auf CD. Dürfte ich auf die Insel nur eine einzige Kassette mitnehmen, würde es diese sein!


    Und daß Wilma Lipp als Martha bei ihren Anhängern nicht fehlen darf, lieber Harald, kann ich nur dick unterstreichen!


    LG


    Waldi

  • Liebe Maggie - Lieber Waldi!


    Wir werden eine sehr große Insel aussuchen - und jeder kann eine bis zwei Aufnahmen mitnehmen.


    Was ich mitnehmen würde - ital. Oper mit Hilde Güden, und die eine Operetten Evergreens, die sie eben bei mir singt oder "Fledermaus", als Adele, Wilma Lipp (gibt es zweimal, einmal mit Hilde Güden und einmal mit Gerda Scheyrer).


    Du lieber Waldi, nimmst ja ohnedies "Wiener Blut" mit Hilde Güden und Wilma Lipp mit.


    Liebe Grüße und Handküsse an Maggie, und an Dich liebe Grüße , Waldi, Peter aus Wien.


  • Wilma Lipp im Sopransolo der 9. Symphonie und Elisabeth Höngen im Mezzosolo, Murray Dickie der verlässliche Wiener Mozart - Tenor und Gottlob Frick im Bass - Solo.


    Finde diese Aufnahme als besonders gelungen.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Lieber Peter,


    wie diskret und charmant, dass Du Damen nicht nach dem Alter fragst. Besonders, wenn diese - auch in unserer Erinnerung - zeitlos "jung" geblieben sind, wie das bei Wilma Lipp- Klappe der Fall ist. Du liegst allerdings mit Deiner Schätzung richtig. Heute lebt die große Künstlerin in Inning am Ammersee.
    Liebe Grüße nach Wien
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Peter,


    wie diskret und charmant, dass Du Damen nicht nach dem Alter fragst. Besonders, wenn diese - auch in unserer Erinnerung - zeitlos "jung" geblieben sind, wie das bei Wilma Lipp- Klappe der Fall ist. Du liegst allerdings mit Deiner Schätzung richtig. Heute lebt die große Künstlerin in Inning am Ammersee.
    Liebe Grüße nach Wien
    Operus
    :hello:

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber operus!


    bei Damen habe ich nie gefragt, habe mir da immer etwas erspart, und bin immer fair geblieben nur sage ich jetzt auch ich bin etwas über 60 und das stimmt nur bedingt.


    Du kannst ja nachschauen.


    Aber um auf Wilma Lipp zurückzukommen, das letzte Mal, als ich sie sah, sie sah noch sehr gut aus, das ist aber leider schon lange her, der Kontakt ist perönlich völlig abgebrochen, seit sie nicht mehr am Mozarteum, in Salzburg, als Professorin arbeitete, ja am Telefon schon noch, aber auch selten.


    Aber wenn ich sie auf meinen LPs höre, dann ist sie noch immer für mich "die Sophie" so herrlich jung und schön, selbst als Leitmetzerin war sie für mich, wie ein ferner Klang, an das Wiener-Mädel.


    Liebe Grüße, aus Wien, sendet Dir Peter.

  • Ich habe zwar eine andere Besetzung aber Wilma Lipp als Laura ist wirklich gut und so herrlich jung in ihrer Stimme,



    das war sie aber auch noch als Leitmetzerin, mit 60 Jahren.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :jubel: :jubel: :hello:

  • Mit sechzig Jahren sang Wilma Lipp noch die Jungfer Leitmetzerin in Salzburg und Mailand, als Kurt Moll seinen ersten Ochs auf Lerchenau sang.



    Und es klang das süße Wiener Mädel, wie Schnitzler sagt, aus ihrer Stimme noch heraus.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello: :jubel:

  • Heute wird die große Wiener Künstlerin 85 Jahre alt:

    Lipp, Wilma, Sopran, * 26.4.1925 Wien;
    Ausbildung durch die Pädagogen Friedel Sindel und Paola Novikova in Wien; abschließende Studien bei Toti dal Monte in Mailand. Sie debütierte 1943 in Wien als Rosina im »Barbier von Sevilla«. 1945 wurde sie an die Wiener Staatsoper engagiert, deren Mitglied sie dann für Jahrzehnte blieb.



    An dieser Stelle der Hinweis auf die morgige Sendung "A propos Oper" im Radio Ö1 - wie immer mit Prof. Gottfried Cerwenka:


    Dienstag, 27. April 2010 - 15:05 Uhr Österreich 1


    Apropos Oper

    mit Gottfried Cervenka.


    Gestaltung: Gottfried Cervenka


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Wilma Lipp gehört zu meinen absoluten Lieblingssängerinnen. Ob in Oper oder Operette, es ist immer ein Genuß, ihre Stimme zu hören. Hier dieser folgende "Rigoletto" mit Wilma Lipp ist eine Referenz-Aufnahme.


  • Eine meiner liebsten Opern ist die sogar von Janacek-Kennern (z.B. Kundera) verachtete Doppeloper "Die Ausflüge des Herrn Broucek", die ich immer mitsingen muss. Karlheinz Gutheim hat davon eine schlüssige Bearbeitung in deutsch gemacht, sie wurde live in München gespielt und dann in Köln vom WDR aufgenommen, unter Joseph Keilberth. Jede Hauptrolle muss je nach Episode in drei verschiedene Personen schlüpfen, nur Herr Broucek (Lorenz Fehenberger) bleibt der gleiche. Prag: da singen Malinka und Mazal. Auf dem Mond: Lunamali und Mazalun. Zur Zeit der Hussitenkriege: Amalka und Mazal. Die männliche Rolle: Fritz Wunderlich; die weibliche Wilma Lipp. Ich habe noch drei weitere Brouceks auf tschechisch, die alle ihre Meriten haben. Aber das Dreigespann Fehenberger, Wunderlich und Wilma Lipp bleibt unerreicht.


    1.11. ist Allerheiligen, also auch der Heilige aller Lehrer, der St. Sisyphus muss da geehrt werden, aber nicht in der Schule, da geht die Ehrung im Lärm unter.

  • Liebe Taminos,


    im Gedenken an die am 26. 1. 2019 im Alter von 93 Jahren in ihrem bayerischen Wohnort Inning am Ammersee verstorbene Sopranistin nenne ich nachstehend einige Aufnahmen , die sie bei deutschen Rundfunkanstalten gemacht hat.


    1. Teil


    Fra Diavolo (Auber): (Zerline) mit Ursula Zollenkopf (Lady Pamela), Rudolf Schock (Fra Diavolo), Ernst August Steinhoff (Lorenzo), James Pease (Lord Kookburn), Sigmund Roth (Matteo), Kurt Marschner (Beppo), Karl Otto (Giacomo), Karl Alberti (Ein Sergeant) und Josef Dienstbier (Ein Bauer) / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Hamburg, Funkhaus, Oktober 1954) 'Eurodisc' (LP) und 'Relief' (CD) Die Musikaufnahmen waren als Tonspur für die im damals üblichen Playback-Verfahren gedrehte Fernseh-Inszenierung des NDR gedacht (TV-Regie: Herbert Junkers). Weshalb aber am 22. 10. 1954 Christine Görner (damals im Ensemble der Hamburgischen Staatsoper) und Adolf Meyer-Bremen als Zerline und Giacomo auf dem Bildschirm zu sehen waren und ob sie ihre Rollen selbst sangen - oder nur zum Gesang von Wilma Lipp und Karl Otto die Lippen bewegt haben - ist eine offene Frage. (Den Dialog der Zerline in dem auf LP und CD veröffentlichten Mitschnitt spricht demnach Christine Görner.)


    Die Regimentstochter (Donizetti): (Marie) mit Gisela Litz (Marquise von Birkenfeld), Karl Friedrich (Tonio) und Hans-Herbert Fiedler (Sulpiz) / Das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Hamburg, Funkhaus, 1952?) Bisher unveröffentlicht. (Aufgenommen wurde eine Szenenfolge aus dem zweiten Akt.)


    Martha (von Flotow): (Lady Harriet Durham) mit Hetty Plümacher (Nancy), Waldemar Kmentt (Lyonel), Kurt Böhme (Plumkett), Rudolf Wünzer (Lord Tristan Mickleford), Richard Bitterauf (Der Richter zu Richmond) / Gisa Nerz, Rose Fink und Lotte Schädle (Drei Mägde) / Karl Hermann Bennert, Peter Schranner und Wulf von Lochner (Drei Diener) / Karl Kreile und Herbert Beisel (Zwei Pächter) / Der Chor und das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Hans Gierster (München, Herkules-Saal, Juni 1955) 'Relief' (CD)


    Orpheus und Eurydike (Gluck): (Amor) mit Lisa Della Casa (Eurydike) und Elsa Cavelti (Orpheus) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Georg Solti (Köln, Funkhaus, März 1952) Bisher unveröffentlicht.


    Die Jahreszeiten (Haydn): (Hanne) mit Heinz Hoppe (Lukas) und Gerhard Gröschel (Simon) / Annemarie Bohne (Hammerklavier) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Otto Maier / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Lorin Maazel (Köln, Funkhaus, 1. 2. 1960. Live-Aufnahme) Bisher unveröffentlicht.


    Die Ausflüge des Herrn Broucek (Janácek): (Málinka, Tochter des Sakristans von St. Veit/Lunamali, Tochter des Lukristan/Amalka, Tochter des Glöckners der Teynkirche) mit Antonia Fahberg (Piccolo in Würfls Gasthaus 'Vikarka'/Der Kultusminister/Ein Scholar), Lilian Benningsen (Fanny Nowak, Brouceks Haushälterin/Der Ernährungsminister/Frantischka, Wirtschafterin im Hause des Glöckners), Lorenz Fehenberger (Mathias Broucek, Hausbesitzer in Prag), Fritz Wunderlich (Mazal, ein junger Techniker/Mazalun, Chefkonstrukteur/Mazal, Amalkas Bräutigam), Carlos Alexander (Der Sakristan von St. Veit/Lukristan/Der Glöckner der Teynkirche), Kieth Engen (Würfl, Gastwirt/Präsident Würflun/Kostka, Ratsherr), Paul Kuen (Ein Trambahn-Kondukteur/Der Verkehrsminister/Miroslav, Torwächter) und Carl Hoppe (Der Vorsitzende des Hausbesitzerverbandes/Vacek mit der eisernen Hand) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Joseph Keilberth (Köln, Funkhaus, September 1959) Bisher unveröffentlicht. Die Oper wurde in der Textfassung von Karlheinz Gutheim aufgenommen.

    dto.: Besetzung wie in der WDR-Aufnahme vom September 1959, aber mit zwei Änderungen - Kurt Böhme (Sakristan/Lukristan/Glöckner) und Karl Ostertag (Vorsitzender/Vacek) / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper / Chorltg.: Gregor Eichhorn / Dirigent: Joseph Keilberth (München, Prinzregententheater, 19. 11. 1959, Live-Aufnahme) 'Orfeo' (CD) Ein Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks von der Deutschen Erstaufführung dieser Oper in der Gutheim-Fassung (Regie: Wolf Völker). Eine Veröffentlichung der Kölner Aufnahme wäre aus tontechnischen Gründen besser gewesen.


    Der Bajazzo (Leoncavallo): (Nedda) mit Hans Hopf (Canio), James Pease (Tonio), Hans Braun (Silvio), Alfred Pfeifle (Beppo), Karl Hermann Bennert und Wulf von Lochner (Zwei Bauern) / Der Chor und das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (München, Herkules-Saal, 1954) 'Melodram' (LP) und 'Walhall' (CD)


    Der Bettelstudent (Millöcker): (Laura) mit Rosl Schwaiger (Bronislawa), Hertha Töpper (Palmatica, Gräfin Nowalska), Karl Terkal (Symon Rymanowicz), Kurt Wehofschitz (Jan Janicki), Kurt Böhme (Oberst Ollendorf, Gouverneur von Krakau) / Die sächsischen Offiziere: Karl Ostertag (Major von Wangenheim), Siegfried Spöttel (Rittmeister von Henrici), Adolf Keil (Leutnant von Schweinitz), John Kuhn (Leutnant von Rochow) und Harry Friedauer (Cornett von Richthofen) / Pino Demschik (Bogumil Malachowski, Musikgraf von Warschau), Rudolf Wünzer (Ottokar, Palmaticas Diener), Otto Storr (Enterich, Kerkermeister), Klaus W. Krause und Kurt Walldorf (Blümchen und Knöpfchen, Schließer auf der Festung), Walter Carnuth (Ein Wirt) und Jochen Hauer (Herzog Adam von Polen) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Dialogbearbeitung und -regie: Ludwig Berger (München, Funkhaus, April 1956) 'Walhall' (CD) Die Dialoge werden teilweise von Schauspielern gesprochen.


    Viele Grüße,


    Carlo

  • Hallo,


    hier folgt der 2. Teil mit den 'deutschen' Rundfunkaufnahmen Wilma Lipps:


    Die Zauberflöte (Mozart): (Königin der Nacht) mit Teresa Stich-Randall (Pamina), Kristina Sert (Papagena) / Annelies Kupper, Elisabeth Lindermeier und Hanna Ludwig (Drei Damen) / Käthe Möller-Siepermann, Hilla Oppel und Gisela Litz (Drei Knaben) / Rudolf Schock (Tamino), Erich Kunz (Papageno), Josef Greindl (Sarastro), Hans Hotter (Sprecher), Kurt Marschner (Monostatos) / Wilhelm Lückert und Walter Kreppel (Zwei Geharnischte) / Peter Esser, Horst Otto Reiner und Kurt Lieck (Drei Priester) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Joseph Keilberth / Funkregie: Eduard Hermann (Köln, Funkhaus, 15. 12. bis 19. 12. 1954) Für die Funkaufführung schrieb Ludwig Berger das 'Märchen von der Zauberflöte', das an Stelle der Dialoge von Hermann Thimig erzählt wurde. 'Capriccio' (CD)


    Die lustigen Weiber von Windsor (Nicolai): (Frau Fluth / Freca-Renate Bortfeld) mit Rosl Schwaiger (Anna Reich / Eva-Maria Bauer), Hilde Rössel-Majdan (Frau Reich / Marlene Riphahn), Arnold van Mill (Sir John Falstaff / Hermann Schomberg), Walter Berry (Herr Fluth / Erwin Linder), Sigmund Roth (Herr Reich), Karl Terkal (Fenton / Gerd Niemitz), Kurt Marschner (Junker Spärlich) und Adolf Meyer-Bremen (Dr. Cajus) / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Hamburg, Funkhaus, 1955) Die von Friedrich Schnapp bearbeiteten Dialoge werden teilweise von Schauspielern (Namen in den Klammern) gesprochen. 'Documents' (CD)


    Hoffmanns Erzählungen (Offenbach): (Olympia) mit Martha Mödl (Giulietta), Elfride Trötschel (Antonia), Maria von Ilosvay (Niklaus), Marion Matthäus (Stimme der Mutter), Rudolf Schock (Hoffmann), Alexander Welitsch (Lindorf/Coppelius/Dapertutto/Mirakel), Walter Kassek (Andreas/Cochenille/Pitichinaccio/Franz), Willy Hofmann (Spalanzani), Robert Blasius (Schlemihl), Otto von Rohr (Crespel), Walter Schönfeld (Hermann), Ernst-August Steinhoff (Nathanael) und Anton Inkamp (Lutter) / Die Rolle der Stella spricht Annelie Jansen. / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Peter Hammers / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Eugen Szenkar (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, 28. 9. bis 1. 10. 1950) 'Gebhardt' und 'Relief' (CD)


    La Bohème (Puccini): (Musette) mit Trude Eipperle (Mimi), Karl Terkal (Rudolf), Alfred Poell (Marcel), Carl Hoppe (Schaunard), Hans Hermann Nissen (Colline), Georg Wieter (Benoit), Emil Graf (Alcindor), Karl Kreile (Parpignol), Wulf von Lochner (Sergeant) und Franz Weiß (Zollwächter) / Der Chor und das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Kurt Prestel / Dirigent: Clemens Krauss (München, Kongress-Saal des Deutschen Museums, Dezember 1951) 'Walhall' (CD)


    Gianni Schicchi (Puccini): (Nella) mit Gerti Zeumer (Lauretta), Hertha Töpper (Zita), Ilse Gramatzki (Ciesca), Dietrich Fischer-Dieskau (Gianni Schicchi), Robert Ilosfalvy (Rinuccio), Manfred Schmidt (Gherardo), Theofried Krug (Betto von Signa), Malcolm Smith (Simon), Timothy Nolen (Marco), Karlheinz Kahlstorf (Magister Spinelloccio), Carlos Feller (Amantio di Nicolao), Heiner Horn (Pinellino), Ton Thissen (Guccio) und Thomas Frohn (Gherardino) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Alberto Erede (Köln, Funkhaus, 5. 12. bis 12. 12. 1975) Ich habe von dieser Aufnahme eine LP, die 1977 von der Pressestelle des WDR herausgegeben wurde.


    Der Barbier von Sevilla (Rossini): (Rosina) mit Lilian Benningsen (Marzellina), Albert Weikenmeier (Almaviva), Robert Blasius (Figaro), Benno Kusche (Doktor Bartolo), Kurt Böhme (Don Basilio), Günther Wilhelms (Fiorillo) und Ernst-Alexander Lorenz (Ein Offizier) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Joseph Keilberth (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, Dezember 1950) Bisher unveröffentlicht.


    Gurre-Lieder (Schönberg): (Tove) mit Margarita Lilova (Waldtaube), Herbert Schachtschneider (Waldemar), Paul Kuen (Klaus Narr) und Karl Christian Kohn (Der Bauer) / Michael Heltau (Sprecher) / Der Chor der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Hans Swarowsky (Berlin, Sendesaal des Senders Freies Berlin SFB, 17. 4. 1964, Live-Aufnahme) Bisher unveröffentlicht.


    Szenen aus Goethes "Faust" (Schumann): (Gretchen) mit Edith Mathis, Marie-Louise Gilles, Hermann Prey und Ernst Wiemann / Der Chor der Frankfurter Singakademie / Der Knabenchor des Frankfurter Lessing-Gymnasiums / Das Radio-Sinfonieorchester Frankfurt des Hessischen Rundfunks / Dirigent: Erich Leinsdorf (Frankfurt, Funkhaus, 9. und 10. 5. 1969, Live-Aufnahme) Bisher unveröffentlicht. Weiß jemand Näheres über diese Aufnahme?


    Falstaff (Verdi): (Ännchen) mit Maud Cunitz (Alice Ford), Res Fischer (Mrs. Quickly), Ingeborg Lasser (Meg Page), Hans Reinmar (Sir John Falstaff), Albrecht Peter (Mr. Ford), Richard Holm (Fenton), Peter Offermanns (Dr. Cajus), Walter Kassek (Bardolph) und Willy Schöneweiß (Pistol) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Georg Solti (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, April 1950) Bisher unveröffentlicht.

    dto.: (Alice Ford) mit Lily Sauter (Ännchen), Grace Hoffman (Mrs. Quickly), Elisabeth Schärtel (Meg Page), Dietrich Fischer-Dieskau (Sir John Falstaff), Marcel Cordes (Mr. Ford), Horst Wilhelm (Fenton), Eberhard Katz (Dr. Cajus), Martin Häusler (Bardolph) und Heiner Horn (Pistol) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Mario Rossi (Köln, Funkhaus, Januar 1966) Bisher unveröffentlicht.


    Außerdem weiß ich noch von zwei Konzerten des Bayerischen Rundfunks mit Wilma Lipp im Kongress-Saal des Deutschen Museums in München: "Melodie und Rhythmus" (mit Richard Holm, dem Pianisten Willi Stech und dem 'Winged Victory Chorus' der 43. US-amerikanischen Division / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / 1. 5. 1953) und "Das Münchner Sonntagskonzert" (mit Waldemar Kmentt und Kurt Böhme / Dirigent: Hans Gierster / 13. 11. 1966) In beiden Konzerten spielte das Münchner Rundfunkorchester.


    Carlo

  • Ich würde ja mal zu gerne einen Mitschnitt der "Meistersinger"-Premiere von 1968 an der Staatsoper Berlin hören, wo sie als Eva ausgebuht wurde und daraufhin alle weiteren Vorstellungen absagte. Würde mich interessieren, inwiefern dies berechtigt war.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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