Überspielen LP-CD

  • Hallo Taminos,


    da ich noch eine recht große LP-Sammlung besitze (die ich wohl kaum jemals komplett auf CD überspielt bekomme), aber in Einzelfällen schon noch transferieren wollte, um dem Verschleiß entgegenzutreten.


    Also meine Frage an euch: welche Programme und Einstellungen nutzt ihr, um aus Vinyl Silber zu machen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Hat sich der Aufwand gelohnt?


    Gruß
    Uwe

  • Hallo Uwe,


    Ich fürchte, ich muß Dich enttäuschen.


    Davon ausgehend, daß es etlichen großen Schallplattenfirmen nicht gelungen ist brauchbare Überspielungen zu machen, nicht mal von den Mutterbändrn, versuche ich es erst gar nicht.


    Meine persönliche Meinung dazu ist, daß ich 3!! Nachteile miteinander kombiniere

    • Nadelrauschen und Knistern der Lp
    • Digitale Sterilität
    • geringere Dynamik



    Ich verbinde alle Nachteile der beiden Techniken.


    Meine Taktik war, im Laufe der letzten Jahre alles nachzukaufen, was irgendwie interessant und erhältlich war. Es ist richtig, es gibt nicht ALLES, aber das Meiste hab ich doch erwischt, man muß nur schauen. Anfangs hab ich vieles übersehen, weil in den Billigstserien hab ich es einfach nicht vermutet. Allein Eloquence, Nipper, EMI-Red-Line, The Originals, und wie diese Serien alle heißen mögen, bieten hunderte CDs.Kaum hat man jenes, was man sich leisten kann, ist schon dern nächste Schwung an Reissues im Handel, man muß nur aufpassen, daß man nichts doppelt erwischt, wegen der vielen Mehrfach-Reissues in den verschiedenen Serien.


    Gruß
    aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Hallo Alfred,


    Alfred schrieb:


    [Zitat]Meine persönliche Meinung dazu ist, daß ich 3!! Nachteile miteinander kombiniere:


    Nadelrauschen und Knistern der Lp
    Digitale Sterilität
    geringere Dynamik
    [/Zitat]


    Das waren auch immer meine Probleme. Ich habe schon einige Überspielungen getätigt - aber alle Ergebnisse waren nicht sehr befriedigend.


    Alfred schrieb:


    [Zitat]Meine Taktik war, im Laufe der letzten ljahre alle nachzukaufen, was irgendwie interessant und erhältlich war.[/Zitat]


    Mach ich, soweit möglich, auch, aber alles gibt es eben nicht mehr/noch nicht.


    Aber meine Hoffnung ist, das es vielleicht ja doch den einen Kniff oder das spezielle Programm gibt, das es ermöglicht, wirklich GUTE Überspielungen zu machen.


    Gruß
    Uwe

  • Ich habe eine etwas unkonventionelle Methode, um LPs zu digitalisieren... Zunächst mache ich erstmal eine möglichst perfekte (d.h. u.a. perfekt ausgesteuerte) Aufnahme auf Digitalband (aka DAT) - dies im Wesentlichen aus dem Grund, dass die Analog-Digital-Wandler der üblichen Soundkarten... naja... unter aller Sau sind; von Unzulänglichkeiten wie miserabler Bedienbarkeit mal abgesehen. Dabei setze ich natürlich perfekte Kondition des Equipments (Nadel in Ordnung, perfekt eingestellt, sorgfältige Vorreinigung der Platte undundund) voraus.


    Diese Aufnahme wird auf digitaler Ebene in den Rechner gespielt und kann dort entweder direkt, ohne weitere Bearbeitung (bei guten LPs) auf CD gebrannt werden, oder eben mit gewissen, sehr behutsamen klanglichen Manipulationen bearbeitet werden. Ich gebe zu, mir steht einiges an hervorragendem tontechnischen Wissen und Erfahrung zur Verfügung, um einigermassen zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten... Ein wichtiger Tip: Bei klanglichen Bearbeitungen lieber eine Spur weniger "Effekt" anwenden, führt i.A. zu den brauchbareren Ergebnissen: Etwas weniger Denoising, etwas weniger Equalization, und die Sache gerät einigermassen rund. - Weg kriegt man die ganzen Unzulänglichkeiten (Nadelrauschen, Knackser usw.) sowieso nicht ganz, und wenn, dann ist der Klang im Ar... Also lieber behutsam behandeln als massiv zu denoisen/decrackeln usw.


    N.B.: Auch wenn manche es nicht glauben, mit dem "Standard-Programm" Nero (speziell dessen Wave-Editor) kann man die wichtigsten Bearbeitungen ganz brauchbar vornehmen. Soll es etwas komfortabler und besser (u.a. wegen "beliebiger" PlugIns) erfolgen, hat sich bei mir die Freeware "Audacity" bewährt, die allerdings nicht in eine komfortable Brenn-Suite eingebettet ist.


    Hope that helps!


    Gruss,


    Hendrik

  • Hi,
    ich habe schon 1995-1996 viele meiner LPs auf CD übertragen.
    Allerdings habe ich bei den meisten Klassikaufnahmen mir das gespart, weil dort duch die Nachbearbeitung kaum was verbessert werden konnte, wegen vieler leiser Stellen etc. Nur ganz wenige habe ich digitalisiert, die meisten habe ich in der Zwischenzeit nachkaufen können, so z.B. auch die 4. Mahler/Haitink mit Elly Ameling, wo selbst Haitink eine neue Aufnahme gemacht hatte.


    Bei Pop-Musik fällt ein Kratzer mehr oder weniger oft kaum auf, aber bei Klassik hat mich das dann doch gestört.

    mit vielen Grüßen
    J.

  • Leider habe ich nicht so viel Glück mit alten Aufnahmen.
    Die Lully Einspielungen von Petit, Douatte und Leppard sind bis Heute nicht wieder veröffentlicht und da sie wohl kaum der Heute gebräuchlichen "historischen Aufführungspraxis" entsprechen sieht es damit auch weiterhin schlecht aus.
    Ich interessiere mich aber sehr für die verschiedenen Interpretationen und leider ist es so, dass es fast nur Werke sind die es in keiner alternativen Aufnahme gibt.


    Deshalb meine Anfrage, ist irgend jemand bereit und in der Lage mir zu helfen?
    Ich selbst besitze zwar (noch) keinen Plattenspieler habe aber auch nicht das technische Wissen und die Möglichkeiten Überspielungen selbst vorzunehmen.
    Deshalb wäre ich unendlich dankbar wenn mir jemand diesen Dienst erweisen könnte,
    es handelt sich nur um 3 1/2 Schallplatten, aber meine bisherigen Bemühungen verliefen leider immer wieder im Sande.


    Mittlerweile bin ich verzweifelt und wende mich an Euch.

  • Das klingt schon exotisch...


    Nach meiner Erfahrung kommt es im Wesentlichen auf drei Punkte an:


    a) Das Schallplattenwiedergabegerät und dort hauptsächlich der Tonabnehmer sollte exzellent sein. Außerdem muss natürlich die Schallplatte in einem brauchbaren Zustand sein.


    b) Die Qualität des Analogdigitalwandlers ist wichtig. Die allermeisten Soundkarten - und da ausgerechnet die "Berühmteren" - haben meistens lausige AD-Wandler. Von Onboardsoundlösungen spreche ich erstmal gar nicht... (Exkurs: Die DA-Wandler auf Soundkarten sind im Gegensatz meistens wieder recht ordentlich!)


    c) Wenn die Aufnahme erstmal digitalisiert ist, sollte nach Möglichkeit nicht mehr recodiert werden, um klangliche Verluste gering zu halten. Wenn doch erforderlich, dann bitte mit den besten verfügbaren Codecs...


    Sollten alle Punkte zutreffen, kommt man zu sehr brauchbaren Ergebnissen, die insgesamt sehr befriedigen. Ich verwende zum Beispiel einen umfangreich modifizierten Plattenspieler eines norddeutschen Herstellers, ausgestattet mit einem Tonabnehmer mit sog. Van den Hul-Nadel Typ I. Der holt aus der Rille genau das 'raus, was auch drin ist... Digitalisiert wird - ganz banal - mit einem DAT-Recorder, dessen AD-Wandler ausgezeichnet ist. Digital geht's dann in den Rechner, von da aus wird - eben ohne zu recodieren - auf CD gebrannt.


    Wenn es sich bei Dir wirklich nur um dreieinhalb Platten handelt, kann ich Dir das gerne erledigen, möchte Dich aber bitten, Dein Ansinnen auf den späten Frühling - wo ich nicht ganz so viel zu tun habe - zu verschieben. Erwarte Deine PM!


    Gruss,


    Hendrik

  • Vielen Dank für Deine Antwort :jubel:


    ich habe versucht Dir eine PN zu schrieben, klappt aber nicht, ist das bei Dir deaktiviert?
    Jedenfalls habe ich auch erst vor Kurzem Dein Post gelesen.
    Vielleicht bleibst Du verschohnt ;)


    Ich habe im Internet das "Blue Room Tonstudio endeckt" die machen professionelle LP-Überspielungen, anscheinend auch günstig.
    Meine 3 1/2 Platten sind jetzt dort und ich bin gespannt auf das Ergebnis (und den Preis :rolleyes: )


    Aber trotzdem vielen, vielen Dank, dass Du Dir die Mühe machen wolltest.
    (So kann ich aber dann auch mein schlechtes Gewissen umgehen :D )


    Wenn die Überspielungen gut werden dann teile ichEuch das mit, vielleicht gibt es ja noch mehr Liebhaber die gerne wollen aber nicht können...

  • Nö? Ist eigentlich nicht deaktiviert. Das heißt, da müsste man mal den Großen Alfred fragen, ob's da ein Problem gibt. Aktuell sind noch ein paar ältere PNs im Eingangskorb, aber empfangen und verschickt habe ich schon lange nicht mehr.


    Vielen Dank für Deine Mühe, mich "verschonen" zu wollen. Ich hätte sowieso darum gebeten, Dein Ansínnen in die wärmeren Monate zu verlegen, wo ich einfach weniger zu tun habe... So kommst Du schneller in den digitalen Genuß Deiner Schätze...


    Gruss,


    Hendrik

  • Hier das amtliche Endergebnis:


    ich bin total begeistert, was das "Blue Room Tonstudio" vollbracht hat übersteigt meine Erwartungen bei weitem.
    Ich rechnete mit Laufgeräuschen, ettlichen Knackern und dumpfem Klang.
    Aber ich erlebt eine gründliche Überraschung!


    Folgende LP's wurden überspielt und ein "Remastering" vorgenommen:


    Lully - Pieces de Symphonie
    The English Chamber Orchestra / Leppard 1968
    (eine der Besten Überspielungen, klingt wie neu)


    Mouret / Lully - Fanfares, Suites et Symphonies
    Orchestre de Chambre / Paillard 1961
    (ebenfalls außergewöhnlich gut geworden)


    Lully - Suite d'Amadis
    Collegium Aureum 1965
    (wieder gut geworden, keine Störgeräusche)


    Lully - Bruits des Trompettes / Sinfonies pour les Patres
    Orchestre de Chambre / Petit 1960
    (Hier haben die agressiven Bläser allerdings wohl die technischen Möglichkeiten gesprengt. Sie zerren leider etwas in den hohen Lagen, aber für eine so alte Aufnahme eigentlich immer noch gut)


    Jedenfalls werde ich weiter versuchen Platten zu ergattern, denn das Ergebnis hat mich davon überzeugt, dass es sich lohnt!


    Ach ja, bezahlt habe ich für den Spaß 52 Euro, aber das war es mir wert! :yes::yes::yes::yes::yes:

  • Hallo!


    Ich hätte da auch noch 6 seltene LPs, die übertragen werden müssten.


    @Lullist: Wie viele LPs waren das bei dir mit den 52 Euro? Und das Blue Room Tonstudio ist uneingeschrämkt empfehlenswert?


    Gibts noch andere Anbieter, die mir 6 LPs übertragen würden?


    Bin für ein paar Tipps sehr dankbar!


    Gruß,

  • Hallo van Rossum,


    Wenn es von Privatpersonen gemacht wird dann ist damit zu rechnen, das die ganzen Knacker und Laufgeräusche ebenfalls dabei sind. Ich denke das nur wenige über das entsprechende Equipment verfügen. Deshalb habe ich mich auch entschlossen dieses Tonstudio anzuschreiben, ich wollte eben das bestmöglichste Ergebnis.


    Ich habe das "Blue Room Tonstudio" über Google endeckt, die machen ein echtes Remastering, ich war mit deren Arbeit sehr zufrieden und würde es Dir auf alle Fälle nahelegen Dich dort zu erkundigen:


    http://www.blueroom-tonstudio.de/frameset.html


    Zwar sind sie in erster Linie auf Aufnahmen von Bands etc. spezialisiert aber sie machen eben professionelle Überspielungen aller Tonträger.


    Ich habe für 3 1/2 Platten 52 Euro bezahlt, es lohnt sich sicherlich nur, wenn diese Aufnahmen nicht auf CD erhältlich sind, so ging es mir ja.
    Du kannst soviele Überspielungen machen lassen wie Du willst, kommt halt drauf an was Du bereit bist zu investieren. ;)


    Darin war allerdings noch nicht der Schnitt inbegriffen (das habe ich lieber selbst gemacht - mit Nero ja kein Problem)


    Also ich kann die Koblenzer Tonmeister nur wärmsten empfehlen.
    Keinerlei Laufgeräusche, zwei oder drei letzte Knacker, fast wie Neu.


    Schreib einfach eine e-mail an Herrn Machwirth und berichte worum es geht, dann bekommst Du den Vetrag, schickst ihn zusammen mit den Platten dorthin. Auf Verlangen kannst Du die Platten professionell reinigen lassen - ich rate dazu - dann sichtet er das Material und macht Dir einen unverbindlichen Festpreis.
    Dann stimmst Du zu oder nicht - und wenn dann alles nach Deinen Vorstellungen ist, macht er sich an die Arbeit, innerhalb weniger Tage bekommt man schon die CD's.
    Sehr freundlicher Kontakt und absolut seriös.


    Viele Grüße,


    Matthias


    Wenn Du noch Fragen hast ich stehe zur Verfügung.

  • Ich schwöre auf meinen Pioneer PDR-609. Bessere Soundqualität beim Digitalisieren von Vinyl gibt es nicht! Falls dann noch die Beseitigung von störenden Knacksern oder ein sauberer Schnitt an Anfang und Ende eines Tracks nötig ist, leistet mir das Programm Adobe Audition gute Dienste. Dazu muss dann allerdings die Audiodatei noch mal auf die Festplatte des Rechners kopiert und dann nach Bearbeitung neu gebrannt werden.

  • Im Prinzip sind es 2 Schritte:
    - LP auf CD brennen (CD Brenner an Stereoanlage)
    . Nachbearbeitung mit Cooledit/Adobe Audition am PC


    Wer hat Erfahrung mit Haltbarkeit von CDs?
    Sowohl für Audio CDs aus dem Handel als auch Leer CDs.

  • Gekaufte CDs wurden bei der Markteinführung diversene künstlichen Alterungs- Simulatuons- Prozessen unterzogen.
    Dabei kam man zu dem Schluß CDs seien (weitgehend) tropensicher (letzteres iunterliegt allerdings, gewissen Einschränkungen, wie man heute weiß) und hätten eine Lebenserwartung von etwa 150 Jahren.


    Tatsache ist, daß in meiner Sammluing etliche CDs bereits seit 22 Jahren ihren Dienst zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllen.


    Anders sieht es da mit selbstgebrannten CDs aus. Mir sind Fälle bekannt, wo solche CDS bereit nach 2 Jahren Daten verloren haben, wobei gesagt werden muß, daß da jeder Player verschieden reagiert. - manche können ja überhaupt keine "selbstgebrannten" CDs lesen


    Freundliche GRüße aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Allmählich habe ich so oft LPs auf CDs übersetzt, daß ich glaube sagen zu können, daß meine auf CD überspielte LPs besser klingen als die Originalen.


    Ich habe gelernt, wie sie "auszubessern", d.h. was durch das oft drehen der LPs an Krätzer, Geräusche, usw entstanden ist (teils) entweder völlig zu eliminieren oder jedenfalls zu vermindern.
    Und ggfs kann das Klangspektrum, bei gaaaaanz vorsichtig Manipulieren (CAVEAT), etwas schöner gemacht werden.


    Es braucht aber eine Unmenge an Zeit, und deshalb lohnt sich das schnell bei wichtigen Platten, aber normalerweise werde ich es nicht schnell tun.


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von Uwe
    Aber meine Hoffnung ist, das es vielleicht ja doch den einen Kniff oder das spezielle Programm gibt, das es ermöglicht, wirklich GUTE Überspielungen zu machen.


    Lieber Uwe,


    Hier kannst Du jedenfalls Hinweise finden.


    LG, Paul

  • Für Überspielungen habe ich in der Vergangenheit, zuletzt eher selten, das Programm Diamond Cut benutzt.
    In erster Linie, um vorhandene alte Vinyls auf CD zu bringen, um diese im Auto hören zu können.
    Es waren aber keine Klassikaufnahmen dabei.
    :untertauch:


    Zweitens war das Interesse an der Spielerei mit diesem mächtigen Programm auch ein Faktor.
    Allerdings ein sehr teueres Spielzeug.

    Liebe Grüße
    der Manfred

  • Zitat

    Original von Uwe
    Also meine Frage an euch: welche Programme und Einstellungen nutzt ihr, um aus Vinyl Silber zu machen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Hat sich der Aufwand gelohnt?


    Lieber Uwe,


    Hast Du mal versucht mit Audacity Deine LPs etwas auszubessern? Bearbeiten einer digitalisierte Aufnahme lohnt sich. Nur wird es Dir am Anfang sehr viel Zeit kosten. :yes: :rolleyes:
    Audacity ist Freeware, kostet also nichts.


    LG, Paul


  • Lieber Paul,


    ich hatte schon diverse Programme ausprobiert, aber der entscheidende Faktor (bei allen Programmen) ist, dass sie wirklich VIEL Zeit in ANspruch nehmen, und gerade daran mangelt es mir am allermeisten.


    Liebe Grüße :hello:
    Uwe

  • Hallo,
    also, wenn ich eine meiner kostbaren Vinyls auf CD brenne, dann bleibt der Computer erst mal außen vor.


    Zuerst überspiele ich die – selbstverständlich absolut staubfreie – Platte auf DAT-Band, wobei ich bereits die Tracks setze. Vom DAT-Recorder Pioneer D-05 wird dann die Aufnahme per Lichtleiterkabel auf meinen CD-Recorder Pioneer PDR-509 überspielt. Der nimmt allerdings nur CD-Audio-Rohlinge.


    Befinden sich Knacker oder sonstige Fehler auf der Aufnahme, verwende ich einen CD-Audio-RW-Rohling.


    Erst dann kommt nun der PC zum Einsatz, um die Aufnahme dann mit einem der Anti-Crack-Programme weiterzubearbeiten. Hierbei gehe ich jedoch sehr sparsam mit diesen Techniken um, um das Klangbild der Original-LP nicht zu verfälschen. – Das ist dann allerdings – wie vorher schon erwähnt, sehr zeitaufwändig.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • ich habe eigens dazu einen Plattenspieler mit integriertem USB-Anschluss gekauft; damit sollte man die Platten dann direkt auf USB mitschneiden können - was auch funktioniert, allerdings mit verheerendem Ergebnis; die Aufnahmen waren komplett verrauscht und mit den Geräuschen des Plattenspielers überlagert - völlig ungenießbar.


    Die Lösung brachte dann dieses kleine Teil:

    418vD8kZlCL._AC_.jpg


    https://www.amazon.de/IKEY-AUD…-ikey-Audio/dp/B001FCFK0M

    Leider scheint dieses Gerät derzeit nicht verfügbar zu sein, ich gehe allerdings davon aus, dass es ähnliche Überspielhilfen auch von anderen Herstellern gibt. Ich bin alles andere als ein Experte in solchen Dingen, aber vielleicht kann jemand Kundigeres dazu etwas sagen.

    Das Ganze wird dann mit den Lautsprecherausgängen des Schallplattenspielers sowie dem USB-Port meines Laptops verbunden, die Aufnahme erfolgt mit Hilfe der kostenlosen Software "Audacity". Und mit diesen Aufnahmen bin ich hochzufrieden!


    Ein hilfreicher Artikel findet sich auch hier:


    https://33eindrittel.com/ratge…-digitalisieren-audacity/


    viele Grüße

    viele Grüße von Boris alias Don_Gaiferos

  • Audio Digitalisierung betreibe ich seit über zehn Jahren.

    Anfangs mit einer sehr guten internen Terratec Karte. Leider läuft die ab Win 7 nicht mehr. Dafür gibt es keine Treiber mehr.

    Jetzt eine externe Behringer UMC202HD Soundkarte.

    Aufgenommen wird mit Magix Audio & Music Lab Premium.

    Aufnahme mit 24 Bit & 96.000 Hz.

    Brennen, wenn ich eine Audio DVD erstellen möchte, mit Magix 2005. Nur mit diesem Programm kann ich eine Audio DVD erstellen.

    Klanglich ist die Audio DVD "1:1" wie das Vinyl.


    Bei der Digitalisierung ist die Audiokette sehr wichtig. Also ordentlicher Dreher, vernünftiges Abtastsystem. Klasse Phonopre, etc.

    Manche CDs gewinnen klanglich, wenn diese analog mit Magix aufgenommen & anschließend neu gebrannt werden.

    Als CD Spieler nutze ich nur DVD Spieler, diese finde ich klanglich viel besser als CD Spieler.


    Für eine klanglich erfolgreiche Audio-Digitalisierung ist die Soudkarte, der Analog-Digital-Wandler, das A&O.


    Sonnigst Nadja

  • Manche CDs gewinnen klanglich, wenn diese analog mit Magix aufgenommen & anschließend neu gebrannt werden.

    Rein interesshalber: Wie habe ich mir das vorzustellen, eine CD analog aufnehmen?

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Rein interesshalber: Wie habe ich mir das vorzustellen, eine CD analog aufnehmen?

    MSchenk ...

    Ich spiele die CD im DVD Spieler ab & nehme diese mit Magix, wie eine Kassette, auf.

    Quasi eine analoge Einspielung in den PC. So können auch kopiergeschützte oder nicht PC einlesbare CDs kopiert werden.


    Jetzt ganz kompliziert

    - CD mit dem Spieler über die Analog Anlage abspielen

    - über den Verstärkerausgang in die Soundkarte

    - von der Soundkarte ins Audio-Aufnahme-Programm

    - also genauso als wie vom Plattenspieler aufnehmen


    Das selbe Prinzip geht auch mit Musiksendungen die im Internet laufen. Das wird quasi-anlog mit dem Audioprogramm aufgenommen. Die Qualität ist viel besser. Da ich mit einer sehr hohen Bit Rate aufzeichne.


    Sonnigst Nadja

  • Liebe vinylia, Du beschreibst ja auch oben, daß das Signal digitalisiert wird, und zwar in der Soundkarte -


    ein Computer ist gar nicht in der Lage, ein Analog-Signal abzuspeichern, der kann nur Nullen und Einsen, deshalb kann weder Platte noch CD vom Computer analog gespeichert werden. Die hohe Bitrate mag zwar quasi-analog sein, ich befürchte, bei Blindtests ist das nicht zu hören.


    Ich habe auch einen qualitativ hochwertigen Plattenspieler mit gutem Tonabnehmer, der mit modernen Platten mehr Dynamik raushaut als eine CD, aber das ist flüchtig und kann per Computer nicht auf ein Medium gebannt werden.

  • Ein Stream im Netz mit, sagen wir: 128 kb/s wird durch analoges Aufnehmen doch nicht besser klingend? Die geringe Bitrate bleibt ja gleichwohl bestehen, selbst wenn man es hochaufgelöst speichert, ob nun analog oder digital. Ein verlustfreies Format wird da niemals daraus.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid