Rache ist bitter - Guiseppe Verdi: Il Trovatore

  • Lieber Waldi :



    Warum solltest Du Sympathien verlieren nur weil Du Deine Meinung zu dieser berühmten Aufnahme schreibst ?


    Für mich war meine erste GA die unter Alberto Erede ( DECCA ; LPS )mit Tebadli , del Monaco Ugo Savarese .


    inzwischen gibt es eine CD - Zusammenstellung der ursprünglichen GA , auf der leider Teile ( warum ? ) fehlen .



    Zu dieser "Salzburger Aufnahme" .


    Man natürlich hier und da vielleicht alleine wegen der Live - Situation machen .


    LEORNORA : Sicherlich eine der besten Leistungen der Leontyne Price übrerhaupt .
    Ich denke , dass dies vor allem auch eine Rollenaufassung des künstlers selbst wie des Hörers ist .


    Soweit ich mich erinnere galt die EMI - Produktion mit Maria Callas wegen derer Leonora bis dahin als geradezu unantastbar ( di Stefno war der falsche Manrico und auch bei dem Conte di Luna hätte man sich einen anderen Interpreten sehr gut vorstellen können ) .


    Zu der möglicherweise geplanten späteren Aufnahme des "Trovatore" mit der Callas ist es bekanntlich nicht gekommen ( im Einzelnen dazu : Michael Glotz und gegen dessen meinung , 2002 , Seletzky ) .


    Wundervoll eine völlig andere Rolleninterpretation hat die junge Gwyneth Jones ( unter anderem in Düsseldorf ! - vielleicht erinnert sich Harald Kral noch daran ? - ) gesungen . Erhältlich inzwischen als Coven - Garden - Mitschnitt unter C M Giulini ( ebenfalls mit G. Simionato . Glossop ist deutlich schwächer als Bastianini ; Prevedi singt einen sehr interessanten , weil nicht reisserischen Manrico ; das "Ah si ben mio ..." ist herrlich phradiert ! )


    CONTE DI LUNA : Unter allen mir bekannten Interpreten der Rolle kommt Piero Cappuccilli in etwa als Gesamtleistung noch an Bastianini heran .
    In meiner "Idealzusammenstellung" jedenfalls würde Ettore Bastianini die Rolle des Luna bekommen .


    AZUCENA : Simionato ist stilsicher , espressiv und auch gesanglich darstellend sehr gut . Ihre Stimme hat aus meiner Erinnerung heraus noch weit in die 1960er Jahre hinein grosse Abende und Aufnahmen zugelassen . Es mag gleichwertige Interpretinnen dieser rolle geben , aber eine überzeugend bessere Sängerin der Azucena kenne ich nicht .



    MANRICO : Für mich war , ist und bleibt Franco Corelli einfach d e r
    Manrico überhaupt .


    Del Monaco war in der erwähnten Decca - GA überzeugend , aber reichte insgesamt doch nicht ganz an Corelli heran . Enttäuschend für mich ist Jussi Björling . Der Manrico war sicherlich von stilistischen Feinheiten abgesehen nicht der dramtische , leidenschaftliche Manrico .
    Leider nicht mehr in Erinnerung eines breiteren Publikums ist der zeitwelige Karajan - Mitfavoroit Francisco Lazaro , deseen Manrico ich selbst zigmal auf der Bühne erleben konnte : Grossartig . Ihm stand eben zu seiner grossen Zeit Corelli auf dem Weg ganz nach oben im Weg .


    DIRIGENT : Natürlich die ewige Kontroverse : Karajan ja oder nein . In dieser Aufnahme gelingt ihm meiner Meinung nach eine angemessene düstere , klar strukturierte Gesamtsicher der Oper ( sie ist Karajans beste Trovatore - Aufnahme ) . Was wäre die Alterbative ? Aus meiner Sicht Carlo Maria Giulini ( DGG ) und eben Alberto Erede ( Decca-GA und Eredes Opernabende ) .


    Am Rande , da der Eröffnungsabend in der "Mailänder Scala" unter Muti mit dem Weglassen des ja immer erwarteten hohen C's zumindest den Vorteil hatte , das Riccardo Muti in verschiedenen renommierten Tageszeitungen seine Sicht auf die Oper dezidiert dargestellt hat , ein Satz hierzu . Reiner Schönklang ist gerade bei dieser Oper zu gebändigter Verdi - Expressionismus . Nucci war schwach . Die Damen waren beide überzeugend . Leider gibt es meines Wissens gut , aber nicht so herausragend , das man ihretwegen eine Gesamtaufnahme gekauft hätte .


    Beste Grüsse ,



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Also ich gehe wegen allen außer Carena zu:
    Carena-Minghini-Cattaneo-Pertile-Granforte/Sabajno (1930) - großartig Pertile!


    wegen allen außer Scacciati zu:
    Scacciati-Zinetti (unterschätzt)-Merli-Molinari/Molajoli (1930)


    wegen Björling, der den Manrico so singt wie ich ihn für mich sehe: ein junger, stolzer, schlanker (stimmlich) Edelmann und Rebell zu:
    Greco (hervorragend)-Castagna-Björling-Valentino/Calusio (1941)
    und (wegen allen) zu
    Milanov-Barbieri (bin kein großer Barbieri Fan, aber hier ist sie toll)-Björling-Warren/Cellini (1952)


    wegen der Athmosphäre und des Feuers zu:
    Price-Simionato-Corelli-Bastianini/Karajan (1962)


    Tucker und Bergonzi wegen ihres herrlichen Gesangsstils und ihrer großen Technik.


    Übrigens "vier besten Sänger" - auch der Ferrando ist als fünfter nicht unwichtig - der kann im schlechtesten Fall am Anfang auch alles schon vermiesen...


  • Noch gar nicht genannt wurde der spätere im Studio entstandene "Trovatore" unter Karajan. Die Besetzung klingt sehr gut. Von wann ist diese Aufnahme?


    Zudem gibt es seit kurzem einen Live-Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper von 1978, ebenfalls unter Karajan:


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    Original von Joseph II.


    Noch gar nicht genannt wurde der spätere im Studio entstandene "Trovatore" unter Karajan. Die Besetzung klingt sehr gut. Von wann ist diese Aufnahme?


    Entstanden ist sie im September 1977.


    Wenn Du die Chöre in dieser Oper schätzt, dann vergiß die Aufnahme. Die Chöre sind gnadenlos in den Hintergrund gedrängt. Man versteht sie insbesondere in der ersten Szene (mit Ferrando) so gut wie gar nicht.


    Bonisolli muß man mögen, ich mag ihn, also gefällt mir seine Rollengestaltung.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Karajan hatte eine besondere Affinität für Verdis "Il trovatore". Deshalb gibt es auch so viele Aufnahmen.


    Die CD-Studioaufnahme stammt von 1977, und das Video, das es schon längere Zeit gibt (nur in einer ander Aufmachung) entstand 1978.



    :hello: LT

  • Hallo Forianer,


    meine Datenbank verzeichnet 11 Gesamtaufnnahmen und 9 Querschnitte, darunter auch welche in deutscher Sprache.


    In den bisherigen Beiträgen ist eigentlich alles gesagt. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass der Troubadour nicht nur aus dem hohen "C" in der Stretta besteht, sondern es ist eine ganze Oper. Und wer wie ich, nicht nur Wert auf einen Spitzenton legt, der kommt an den beiden Aufnahmen mit Bergonzi nicht vorbei. Konya hatte mit der Stretta auch seine Mühe, der spätere Domingo ebenfalls.
    Aber die Zwischentöne. Im Übrigen, auch Alagna und Carreras haben die Oper gesungen. Beim Querschnitt in deutscher Sprache gefällt mir übrigens Josef Metternich ausgezeichnet.


    Grüße aus Burgdorf


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Zitat

    Original von gerlach
    Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass der Troubadour nicht nur aus dem hohen "C" in der Stretta besteht, sondern es ist eine ganze Oper. Und wer wie ich, nicht nur Wert auf einen Spitzenton legt, der kommt an den beiden Aufnahmen mit Bergonzi nicht vorbei. Grüße aus Burgdorf


    Auch nicht an Aureliano Pertile, denn da kommt Bergonzi her.

  • Hallo,


    in diesem Fall scheine ich ja mal mehrheitsfähig zu sein. Auch ich halte Björling unter Cellini für das Mass der Dinge und ich mag auch den Salzburger mitschnitt wegen der Mischung aus Opulenz und Dramatik.


    Zum Stück an sich: Tatsächlich finde ich die Handlung auch nicht schlimmer als in den meisten anderen Opern, aber es gibt keinen rechten Kern der Sache. Der Tenor ist so passiv, dass man nicht mit ihm fühlt und so steht er häufig nur rum, außer in der Stretta, da zieht es ihn an die Rampe (Passivität gibt es oft bei Verdis Tenören, aber nie so schlimm wie hier, der Mann hat schließlich eine Waffe dabe. Und was tut er damit?). Auch die Leonora macht nichts außer Opfer sein. Da ringen sich schon mal automatisch die Hände. Und dann haben wir Spätmittelalter: Spanien, Ritter und Zigeuner. Da fallen die Herren Regisseure erbärmlich in die Klischees rein oder sie haben Angst davor und verzapfen irgendeinen Murks. Ich habe mal in den 80ern eine Aufführung in Hamburg gesehen, die hätte man so als Opernparodie im Fernsehen senden können, und die Leute hätten sich kaputt gelacht. Die Sänger liefen hin und her und sangen. Man hatte nicht das Gefühl, sie wüssten, warum sie das tun. Die Herren sangen übrigens gar nicht schlecht. Bartolini und Zancanaro, wenn ich mich recht erinnere. Aber es war alles furchtbar. Der Troubadour braucht viel Leidenschaft, die sich ins Publikum überträgt und die finden wir im Gesang öfter als auf der Bühne.
    Also hören wir uns den nur an. Ist auch schön. Und vielleicht macht es ja auch irgendwann mal einer so richtig schön. Ponnelle hat das Stück, glaube ich, nie gemacht. Er wußte bestimmt, warum.

    Der Jugendtraum der Erde ist geträumt
    Grillparzer
    Macht nix!
    grillparzer

  • Bei all euren alten, nicht zu verachtenden Referenzaufnahmen, muss ich auch mal eine Lanze für eine noch ganz junge Aufnahme brechen.



    Voller Feuer dirigiert Antonio Pappano einen Trovatore, der es in sich hat. Seine Aufnahme hat Drive, aber auch die nötigen Ruhe-Momente.
    Die Gheorgiu ist eine wirklich fabelhafte Leonora, Ex-Mann Alaggna singt mit einem temeprament aber auch mit einer Klasse, die seines gleichen sucht. Nobel timbriert gibt Hampson einen sehr guten Luna, der seine Wutausbrüche mur mühsam beherrschen kann. Diadkova singt eine gute Azucena, der es im Vergleich zu den großen alten Vorbildern etwas an eigener Klasse fehlt.
    Geradezu großartig ist D'Arcangelo als Ferrando. So gut habe ich die Rolle selten gehört.

  • Lieber WotanCB,


    definiere "ganz jung" ;) .
    Entstanden ist die Aufnahme im August und September 2001.


    Zugegeben, ich habe sie lange nicht mehr gehört. Wenn mich mein Erinnerungsvermögen nicht trügt, liegt das maßgeblich an Alagna in der Titelrolle.


    Ich habe seinen Vortrag als ausgesprochen "weinerlich" in Erinnerung, werde aber wohl morgen mal wieder in die Aufnahme hineinhören, um zu erfahren, ob ich seine Rollengestaltung noch genau so empfinde...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


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  • Naja im Vergleich zu anderen erwähnten Aufnahmen ist die doch noch ganz jung :-)


    Ich glaube danach kam nur noch eine Aufnahme mit Bocelli als Manrico raus. Die habe ich mir allerdings erspart.



    Kennt die jemand? ist von 2004. Ich war von Bocellis La Boheme noch so bedient, dass ich weder seine Tosca noch den Trovatore gehört habe.

  • Zitat

    Original von WotanCB
    Geradezu großartig ist D'Arcangelo als Ferrando. So gut habe ich die Rolle selten gehört.



    Ohne die Aufnahme gehört zu haben ist mir dazu gerade dasselbe eingefallen. :)

  • Unter meinen Troubadouren sind mir die Aufnahmen mit Calusio (Met 1941, Jussi Björling, Bruna Castagna) und Sabajno (Studio 1930, Pertile, Carena, Minghini-Cattaneo, Apollo Granforte) am liebstem. (Bei letzterer soll angeblich Gino Nastrucci am Pult gestanden haben)


    Allen Liebhabern dieser Oper seien beide Aufnahmen wärmstens empfohlen! Vom Klang her sind beide in der Version von Line Classics akzeptabel. - Die jüngere Aufnahme ist vor allem wegen Björling in seiner guten Zeit zu empfehlen, bei der älteren sind Pertile, Minghini-Cattaneo und Granforte hinreißend.


    Die Arie der Leonora im 4. Akt (D'amor sull'ali rosee) singt niemand so innig wie die Callas (Mexico 1950, Picco). Serafin nimmt sie ein Jahr später in Neapel deutlich kürzer an die Leine!


    Ansonsten mag ich sehr die Aufnahme unter Mehta mit Leontyne Price, Fiorenza Cossotto, Placido Domingo und (leider) Sherill Milnes - wenn es denn Stereo sein soll.

  • Zitat

    Original von WotanCB
    Bei all euren alten, nicht zu verachtenden Referenzaufnahmen, muss ich auch mal eine Lanze für eine noch ganz junge Aufnahme brechen.



    Voller Feuer dirigiert Antonio Pappano einen Trovatore, der es in sich hat. Seine Aufnahme hat Drive, aber auch die nötigen Ruhe-Momente.
    Die Gheorgiu ist eine wirklich fabelhafte Leonora, Ex-Mann Alaggna singt mit einem temeprament aber auch mit einer Klasse, die seines gleichen sucht. Nobel timbriert gibt Hampson einen sehr guten Luna, der seine Wutausbrüche mur mühsam beherrschen kann. Diadkova singt eine gute Azucena, der es im Vergleich zu den großen alten Vorbildern etwas an eigener Klasse fehlt.
    Geradezu großartig ist D'Arcangelo als Ferrando. So gut habe ich die Rolle selten gehört.


    Lieber WotanCB,


    ich hatte mir die Aufnahme gestern und heute noch einmal angehört und kann sowohl Deinen als auch meinen Eindruck bestätigen. ;)


    Angela Gheorghiu verfügt über einen recht dunkel timbrierten Sopran, der in der wahrhaft nicht einfach zu singenden Rolle der Leonora für mein Dafürhalten nicht an die Belastungsgrenze gehen muß.


    Anders sieht es bei den beiden männlichen Hauptrollen aus: Roberto Alagna beherrscht im Prinzip nur Dauerforte und kann seine Stimme beim in die Höhe stemmen nicht immer sauber kontrollieren. So entstehen einige stimmliche Ausreißer und "Kiekser", die in der Tat den Eindruck der von mir schon beschriebenen Weinerlichkeit erwecken.


    Auch Thomas Hampson strapaziert seinen im Kern lyrischen Bariton bis an die Belastbarkeitsgrenze, er ist der Rolle aber stimmlich gewachsen.


    Larissa Diadkova und Ildebrando d’Arcangelo gefallen mir gut in den Rollen; Antonio Pappano gefällt als guter und souveräner Begleiter.


    Für heutige (oder kurz zurückliegende) Zeiten ist das eine sehr gut besetzte Aufnahme, aber Carusos Forderung nach den "besten Sängern der Welt" wird auch hier nicht erfüllt.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Mein lieber Wolfram!


    Es gibt eine Menge sehr guter und befriedigender Troubadour-Aufnahmen. Auch zwei excellente mit Björling. Als eine der besten und ausgewogensten Aufnahmen erscheint mir eine unter Arturo Basile. In den Hauptrollen Leontyne Price, Richard Tucker, Leonard Warren, Rosalind Elias und Giorgio Tozzi. Chor und Orchester des Opernhauses Rom. Diese Aufnahme ist schwer zu toppen.


    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Hallo Herbert,


    Die Aufnahme aus Moskau mit Bergonzi live habe ich auch. Mich stört dabei nur, dass bereits geklatscht wird, obwohl die Stetta noch nicht zu Ende gesungen ist, nach dem klatschen singt Bergonzi weiter. Klatschen die Zuschauer, weil es so gut war oder sollte er aufhören?


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


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  • Bell-kanto...Vielleicht sollte man noch mal klarstellen, dass Herr Bonisolli zu Zeiten gesungen hat, in denen es noch keine elektronische Verstärkung gab.
    Er konnte laut singen und darüber haben sich auch die meisten Besucher gefreut - insbesondere die, die nicht so viel Geld für "optimale" Karten hatten.
    Er hätte sich andererseits auch schonen können, was die Kritiker wohl begrüßt hätten(?)...
    Warum war er wohl für Jahre DER Tenor der Arena di Verona, während seine damaligen Mitstreiter dankend diesen Platz gemieden haben? Weil er zu hören war.
    Fast jede Vorstellung mit ihm war in irgendeiner Form ein Ereignis. Die Besucher konnten sich sicher sein, dass er sein Bestes geben würde, dass er singen würde, als wäre es sein letzter Auftritt - also völlig unökonomisch. Im Ergebnis hatten die meisten Besucher nach den Auftritten ein Lächeln im Gesicht und einen unvergesslichen Abend erlebt.

  • Mein lieber Andreas Baum!


    So ganz kann ich das nicht stehenlassen. Da hier schon viel über Bonisolli geschrieben wurde, möchte ich nur kurz auf das Thema eingehen. Er war sehr wohl auch des BELCANTO mächtig! Natürlich war das Publikum über sein FORTE in der Arena von Verona begeistert. Aber er konnte auch anders. Sein "Spiro gentile" aus der FAVORITIN oder "Quando le sere placide" aus LUISA MILLER zeugen von seiner variablen Stimme.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Hallo,



    meine beiden Lieblingsaufnahmen sind


    Mehta, Price, Domingo, RCA


    und


    Karajan, Callas, Di Stefano, EMI



    Leider ist die Mehta-Einspielung durch geradezu groteske Verzerrungen entstellt (z.B. am Ende der Stretta).


    Das ist in allen mir bekannten Auflagen so. Es schien bisher aber nie einen Rezensenten zu stören. Es wirtd weder im Gramophone Guide, noch im Penguin Guide mit einem Wort erwähnt.


    So etwas muß doch schon beim Abhören der Bänder nach der Aufnahme aufgefallen sein.


    Musikalisch ist die Aufnahme für mich aber eine der Besten.



    Gruß



    Oiram

  • Hallo!


    Eine wunderbare Aufnahme des "Troubadour", die ich hier nicht gesehen oder übersehen habe, ist die von DECCA unter Previtali. In den Hauptrollen: Zinka Milanov, Giuseppe di Stefano, Leonard Warren, Rosalind Elias und Giorgio Tozzi. Mit Chor und Orchester der Accademia di Santa Cecilia Rom, unter der Ltg. von Fernando Previtali. Eine echte alternative Aufnahme zu der unter Basile.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Zitat von »werther«


    Hat jemand Franco Bonisolli live als Manrico erlebt ??

    Hallo zusammen,


    auch ich habe Franco Bonisolli live als Manrico erlebt - 1985 in Verona. Die hohen Töne waren beeindruckend, die Stretta musste er wiederholen. Ansonsten aber stand ein Macho auf der Bühne, der seine Leonora und alle anderen Protagonisten zu Randfiguren degradierte.


    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Eine wunderbare Aufnahme des "Troubadour", die ich hier nicht gesehen oder übersehen habe, ist die von DECCA unter Previtali. In den Hauptrollen: Zinka Milanov, Giuseppe di Stefano, Leonard Warren, Rosalind Elias und Giorgio Tozzi.

    Hallo Wolfgang,


    bist Du Dir ganz sicher, dass es sich hier um den "Troubadour" handelt? Meines Wissens gibt es nur eine Studioaufnahme mit Di Stefano (mit Callas unter Karajan). Die von Dir beschriebene Besetzung entspricht - bis auf Tozzi - der 1957 entstandenen "La Gioconda" von Ponchielli unter Previtali.


    LG
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Hallo, Manfred!


    Du hast vollkommen Recht! Das ist mir noch nie passiert! Ich bin zur Zeit sehr im Stress. Heute ist der erste Tag ohne Streuen und Schneeschippen. Ich hatte diese Aufnahme im Kopf und hätte schwören können, das es sich um den "Troubadour" handelt. Tatsächlich ist es "Die Macht des Schicksals". Ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit!



    Gruß Wolfgang




    "Errare humanum est".

    W.S.

  • Bei all euren alten, nicht zu verachtenden Referenzaufnahmen, muss ich auch mal eine Lanze für eine noch ganz junge Aufnahme brechen.



    Voller Feuer dirigiert Antonio Pappano einen Trovatore, der es in sich hat. Seine Aufnahme hat Drive, aber auch die nötigen Ruhe-Momente.
    Die Gheorgiu ist eine wirklich fabelhafte Leonora, Ex-Mann Alaggna singt mit einem temeprament aber auch mit einer Klasse, die seines gleichen sucht. Nobel timbriert gibt Hampson einen sehr guten Luna, der seine Wutausbrüche mur mühsam beherrschen kann. Diadkova singt eine gute Azucena, der es im Vergleich zu den großen alten Vorbildern etwas an eigener Klasse fehlt.
    Geradezu großartig ist D'Arcangelo als Ferrando. So gut habe ich die Rolle selten gehört.

    Diese Aufnahme interessiert mich sehr und ich wollte sie mir eben bestellen. Dabei musste ich feststellen, dass sie bei amazon 68,99 € kostet und derzeit nicht auf Lager ist.
    Man kann sie aber auch bei einem Drittanbieter gebraucht für 171,76 € kaufen. :no: Da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein.


    Bei jpc ist diese Aufnahme als Download im mp3 Format für 25,99 € erhältlich. Darüber könnte man mal nachdenken.

    Viele Grüße,


    Marnie

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