Zehn kleine N... - Dr. Pingel´s hinterhältiges Opernexperiment

  • Heute ist wieder Opernfreunds Trauertag. Sterben mussten leider Flotow, Gounod und Weber. An welcher Krankheit sie gestorben sind, vermag ich nicht anzugeben.


    Bellini: Norma
    Bizet: Die Perlenfischer, Carmen
    Borodin: Fürst Igor
    Cilea: Adriana Lecouvreur
    Cosma: Marius und Fanny
    Delibes: Lakmé
    Donizetti: Anna Bolena, Der Liebestrank, Lucrezia Borgia, Lucia di Lammermoor, Maria Stuarda, Don Pasquale
    Dvorak: Rusalka
    Flotow: Martha
    Giordano: Andrea Chénier, Fedora
    Glinka: Ruslan und Ludmilla
    Gounod: Faust, Romeo und Julia
    Humperdinck: Hänsel und Gretel, Königskinder
    Leoncavallo: Der Bajazzo
    Mascagni: Cavalleria rusticana
    Mozart: Die Entführung aus dem Serail, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni
    Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor
    Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
    Ponchielli: La Gioconda
    Puccini: Manon Lescaut, La Bohème, Tosca, Madame Butterfly, Die Schwalbe, Schwester Angelica, Turandot
    Rossini: Der Barbier von Sevilla, Moses in Ägypten, Wilhelm Tell
    Tschaikowski: Eugen Onegin, Mazeppa, Pique Dame
    Verdi: Nabucco, Macbeth, Rigoletto, Der Troubadour, La Traviata, Ein Maskenball, Die Macht des Schicksals, Aida, Otello, Falstaff
    Wagner: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Rheingold
    Weber: Der Freischütz, Oberon

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Ich habe den Teilnehmern an diesem Thread und insbesondere dem Thread- Starter Dr. Pingel versprochen, hier bis zum Finale mitzumachen. Mein Versprechen will ich halten und das noch zu Ende bringen. Nur muß es nun schneller gehen, um meinen jetzt selbst gesetzten Termin bis Jahresende zu halten. Ich wollte mehr dazu schreiben, aber mir ist heute abend die Forumsstimmung genommen worden, deshalb nur kurz und emotionslos. Es ist "La Traviata". Eigentlich war sie bei mir auf dem unteren Treppchen geplant, aber durch die unlängst gesehene Aufführung, ist sie etwas abgerutscht.

    Der Liebestrank

    Die Macht des Schicksals
    Norma

    Die Perlenfischer
    Don Giovanni
    Die Zauberflöte
    Fidelio
    Tannhäuser
    Lohengrin
    Meistersinger
    Hoffmanns Erzählungen
    Nabucco
    Ein Maskenball
    Rusalka

    Turandot

    Carmen
    Trovatore

    Cavalleria Rusticana
    Butterfly

    Aida
    La Traviata


    La Boheme
    Tosca
    Rigoletto


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Bei mir stehen nur noch zwei Namen da. Salome und Tosca. Was tun, ich will keine der beiden beleidigen, dafür liebe ich die Frauen viel zu sehr (Herzog Urbino: Ach wie so herrlich zu schauen, sind all die lieblichen Frauen).


    Was ist mit Salome. Ein Kind, welches gerne Frau wäre. Die, die sie haben wollen, bekommen sie nicht. Der den sie haben will, der will sie nicht. Sie weiß Rat, sie macht ihren Papa an, damit er ihr den Wunsch erfüllt. Den sie lebend nicht haben kann, den will sie nun tot, auf dem Tablett. Jetzt kann sie seinen Mund küssen, ihm vorwerfen, was er versäumt hat mit seinem Fluch. Zum Schluß triumphiert sie (und das mit einer der aufregendsten Musik der Musikgeschichte). Letztlich ist sie aber keine Gute. Salome ist ein böses Mädchen!!


    Die Tosca liebt, sie wird geliebt. Sie ist sogar eifersüchtig. Ihre Liebe ist so groß, daß sie zur Mörderin wird. Zum Schluß ist sie die Betrogene. Sie ist ein armes Mädchen!


    In der Musik sind für mich beide Opern mitreißend. Schon die "Leitmotiv"-Auftaktakkorde der Tosca elektrisieren, sie künden das Böse, und Scarpia wird mit wenigen Akkorden treffend charakterisiert. Das TeDeum - aufregend, das "Victoria" triumphal!"


    Auf Grund der Tatsache, daß die Tosca eine Gute ist und Weihnachten vor der Tür steht - gewinnt bei mir.


    T O S C A


    Viele Grüße von La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Bei mir stehen nur noch zwei Namen da. Salome und Tosca.


    Lieber LaRoche,


    da täte ich mir auch schwer. Das ist ja schlimmer als die Wahl zwischen Essigsäure und einem 25jährigen Glenlivet.
    Du bist wahrlich nicht zu beneiden.

  • [1.) La Boheme


    2.) Fidelio


    3.) La Traviata


    4.) Madama Butterfly


    5.) Der Freischütz


    6.) Mazeppa (Tchaikovsky)


    8.) Zauberflöte


    9.) Don Giovanni



    13.) Nabucco


    14.) Turandot


    15.) Lohengrin


    16.) Tannhäuser


    19.) Aida


    20.) Rigoletto


    Mazeppa ist weg. Eigentlich schade, überhaupt wird es zunehmend schade.
    Tschö
    Klaus[/quote][/quote]

    ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

  • gewinnt bei mir... T O S C A

    Glückwunsch, lieber La Roche. Du hast eine gute Wahl getroffen und auch "Gamasche" ist zufrieden!


    Und obwohl ich diese Oper auch über alles mag und liebe, muß sich die Tosca heute bei mir verabschieden. Wie ich finde, hast Du das alles sehr gut beschrieben.
    Mein erstes Kennenlernen dieser Oper war über die Schallplatte, die meine Eltern hatten. Es war die deutsche Aufnahme mit Sandor Konya, bei dem mir wieder die Interpretation und seine gefühlvolle, warme Stimme sofort gefiel.
    Ein paar Jahre später wurde die Tosca an meinem heimatlichen Theater gegeben und ich war zweimal drin.
    Der absolute Höhepunkt für mich war dann aber die erste Vorstellung drei Tage nach der Premiere in der Berliner Staatsoper. Ich habe viele wunderschöne Opernabende erleben dürfen, aber diese Vorstellung war eine "Sternstunde", wie man sie sich nicht besser wünschen kann.
    Mit "Anna Tomowa- Sintow, Ruggiero Orofino, Theo Adam". Am Pult der Berliner Staatskapelle "Otmar Suitner". Und natürlich ausverkauftes Haus bis auf den letzten Platz.
    Alle hatten an diesem Abend mehr als 100 % drauf. Es gab reichlich Szenenapplaus und der Schlußbeifall mit Klatschen, Jubeln und Trampeln und vielen Vorhängen, wollte kein Ende nehmen. Man war nachher selbst ganz kaputt und erschöpft, aber überglücklich. Die Medien widmeten sich ganz intensiv dieser neuen Tosca. Die Presse überschlug sich in Lobesworten. Eine große dicke Schlagzeile lautete - "Ruggiero Orofino genügt das pure Gold in der Kehle". Abgesehen davon, daß das stimmte, war dies für glühende Fans zu lesen, natürlich honigsüßer Balsam.
    Wenn ich es technisch hinbekomme, stelle ich heute abend einen Link mit einer Arie zu Ehren dieser Oper ein. Allerdings im internen Teil, weil es sich um eine private Aufnahme handelt, die ich nur unseren Mitgliedern zugängig machen möchte.
    Mit dieser Oper durfte ich am 30. Juni 1994 noch eine Sternstunde erleben. Und zwar in der Wiener Staatsoper. Als Cavaradossi - "Luciano Pavarotti".


    Der Liebestrank
    Die Macht des Schicksals
    Norma

    Die Perlenfischer
    Don Giovanni
    Die Zauberflöte
    Fidelio
    Tannhäuser
    Lohengrin
    Meistersinger
    Hoffmanns Erzählungen
    Nabucco
    Ein Maskenball
    Rusalka

    Turandot

    Carmen
    Trovatore

    Cavalleria Rusticana
    Butterfly

    Aida
    La Traviata
    Tosca


    Gerechtigkeitshalber bleibt je eine Oper von meinen beiden Lieblingskomponisten übrig:


    La Boheme
    Rigoletto


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Das halte ich für eine sehr gute Idee, um das Ganze nicht so ernst erscheinen zu lassen.
    Was ich noch richtig gut fände und vorschlagen möchte: Vielleicht sollte jeder Teilnehmer seine letzten zwei, drei Opern kurz (darf auch lang sein) kommentieren - warum, wieso, weshalb gerade diese Opern die persönliche Spitze bilden. Ich fände es sehr interessant die einzelnen Gründe zu erfahren. Und wenn man schon den 2. und 3. Platz nicht unbedingt kommentieren will, der 1. Platz sollte ein paar Worte wert sein. Ich gebe zu, da ein wenig neugierig zu sein.


    Lieber Chrissy,


    der Idee kann man sich anschließen. Warum also nicht das Weshalb, Wieso, Warum? Sicher ganz interessant vom Einzelnen zu erfahren warum ihn diese Oper so begeistert. Allerdings würde ich warten, bis jeder seine Streichliste beendet hat, um keine Verwirrung zu stiften. Nach Abschluss der Streichungen sollte dann jeder sein Statement abgeben.


    Wenn Dir das zu lange dauern sollte, könntest Du zu diesem Zweck ja einen neuen Thread aufmachen. Vielleicht unter dem Titel "Warum mir diese Oper die liebste ist" (oder so ähnlich)


    Liebe Grüße


    Bernard :hello:

    Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die MUSIK,
    eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



    Arthur Schopenhauer

  • Lieber Chrissy, der Idee kann man sich anschließen.

    Lieber Bernard
    Deine Zustimmung freut mich sehr.

    Sicher ganz interessant vom Einzelnen zu erfahren warum ihn diese Oper so begeistert. Allerdings würde ich warten, bis jeder seine Streichliste beendet hat, um keine Verwirrung zu stiften. Nach Abschluss der Streichungen sollte dann jeder sein Statement abgeben.

    Sehr richtig, volle Zustimmung. Wie Du in m. Btr. 247 sicherlich gelesen hast, bin ich bewußt nicht auf Einzelheiten oder inhaltliche Gründe eingegangen, sondern habe nur allgemein über erlebte Höhepunkte berichtet.

    Wenn Dir das zu lange dauern sollte,

    Nein, es dauert mir nicht zu lange. Ich selbst möchte nur aus persönlichem bestimmtem Grund bis Jahresende abschließen. Da muß und soll sich keiner gedrängt fühlen.
    Herzliche Grüße und Dir ein schönes WE
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Wir haben eine zweite letzte Oper: Tosca von La Roche. Das ist wirklich eine tolle Oper. Ich bin nicht der große Puccini - Fan, aber Tosca und Suor Angelica sind beide grandios.
    Das bedeutet, dass mir hierzu keine Satire einfällt, wenn man jetzt absieht von jener wahrscheinlich unwahren Anekdote, dass ein Feind einer Tosca - Primadonna am Schluss beim Sprung ein Trampolin aufgestellt haben soll und die Dame noch mehrfach erschien.
    Allerdings bleiben die Messer für chrissy schon gewetzt!

    Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris. nescio, sed fieri sentio et excrucior (Catullus)

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  • Das bedeutet, dass mir hierzu keine Satire einfällt

    Dabei eignet sich gerade diese Oper bestens dazu - könnte ganze Bücher darüber schreiben - allein schon die derzeitige Düsseldorfer Inszenierung mit dem Klempner (steht anderswo schon ausführlich hier im Forum). Wobei die Trampolin-Version auch ganz lustig ist, und und und....

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Nun geht es so langsam in die Zielgerade. Alle genannten Opern sind mir hoch und heilig, aber die Spielregeln verlangen es, Opfer zu erbringen. Auch ich möchte das Rennen bis zum Jahresende beenden.


    Beethoven: Fidelio


    Bizet: Die Perlenfischer , Carmen


    Donizetti: L'Elisir d'Amore


    Kienzl: Der Evangelimann


    Mozart: La Clemenza di Tito, Hochzeit des Figaro, Entführung aus dem Serail , Die Zauberflöte


    Puccini: Tosca, La Boheme, Turandot


    Rossini: Barbier von Sevilla


    Strauss: Salome, Der Rosenkavalier


    Tschaikowsky: Mazeppa


    Verdi: La Traviata, Aida, Der Troubadour


    Weber: Der Freischütz


    Wagner: Tannhäuser, Lohengrin, Meistersinger von Nürnberg, Parsifal


    Gestrichen werden heute zwei Opern. Ich will die drei verbliebenen Komponisten noch im Rennen belassen, d.h. nun wird es schon etwas brutal. Bei Verdi streiche ich La Traviata zugunsten der Aida. La Traviata enthält wunderschöne Arien, die eine Herausforderung für Sängerinnen und Sänger darstellen und endet mit einem herzzerreißenden Schluss. Das ist so wie bei Rosamunde Pilcher, da muss ja auch meistens am Schluss ein Taschentuch her. Also bleibt es bei der Aida, in der es ebenfalls mitreißende Gesangsnummern gibt, zudem aber eine hochdramatische Handlung und imposante Chöre, im Finale des 2. Aktes mit Ferntrompeten und einem Riesenspektakel auf der Bühne, wenn man so will. Da hat auch das Auge etwas. Das ist schon grandios.
    Und als zweites von Puccini La Boheme oder Tosca? Auch hier muss ich mich entscheiden und da wieder zugunsten der Dramatik, also Tosca. Natürlich ist alles herrliche Musik bei der Boheme, doch Tosca ist dazu noch politisch hoch brisant und ein ganz großes Theater. Das ist nicht immer "schöne" Musik, aber immer eindringliche.


    Damit ist eine Vorentscheidung gefallen und die Spannung bliebt.


    Ein schönes Wochenende
    :hello:
    timmiju

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Beethoven: Fidelio

    Berg: Wozzeck


    Bizet: Carmen


    Humperdinck: Hänsel und Gretel


    Janacek: Das schlaue Füchslein - Katja Kabanowa - Aus einem Totenhaus


    Korngold: Die tote Stadt

    Mozart: Zauberflöte [s]- Don Giovanni - Cosi fan tutte[/s]


    Poulenc: Dialoge der Karmeliterinnen

    Puccini: Tosca


    Strauss: Der Rosenkavalier

    Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg - Tristan und Isolde




    Auf dem undankbaren vierten Platz: Humperdincks Hänsel und Gretel



    :hello: Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Lieber Manfred /timmiju
    Es ist für mich sehr interessant und erfreulich festzustellen, daß wir vor allem im Finale, auf der Zielgeraden, einige Übereinstimmungen haben. Besonders interessant finde ich aber dann doch unsere unterschiedliche Betrachtungsweise bei gleich favorisierten Opern. Während Du den Schwerpunkt mehr auf die Dramatik legst, ist es bei mir wohl mehr das emotional Ergreifende und Berührende.
    Herzliche Grüße
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...


  • Dabei eignet sich gerade diese Oper bestens dazu - könnte ganze Bücher darüber schreiben - allein schon die derzeitige Düsseldorfer Inszenierung mit dem Klempner (steht anderswo schon ausführlich hier im Forum). Wobei die Trampolin-Version auch ganz lustig ist, und und und....


    Stimmt, lieber Harald, über den Klempner habe ich sehr gelacht. Bei der Aufführung, die ich gesehen habe, kam sogar Wasser.
    Unfreiwillig komisch war auch der Schluss: Tosca sprang nicht, sondern verendete oder auch nicht vor dem Vorhang. Da habe ich leise aus Martha zitiert: "Tosca, Tosca, du versandest...."

    Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris. nescio, sed fieri sentio et excrucior (Catullus)

  • Unfreiwillig komisch war auch der Schluss: Tosca sprang nicht, sondern verendete oder auch nicht vor dem Vorhang.

    .. und aus dem Publikum wurde gerufen: "Spring!" - der direkt darunter im Orchestergraben sitzende Kontrabassist zog vorsichtshalber schon mal den Kopf ein....

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Monteverdi: Poppea
    Monteverdi: Orfeo

    Mozart: Entführung
    Mozart: Zauberflöte
    Beethoven: Fidelio
    Mendelssohn: Die Heimkehr aus der Fremde
    Lortzing: Zar und Zimmermann

    Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
    Smetana: Die verkaufte Braut
    Wagner: Parsifal
    Verdi: Rigoletto
    Verdi: Aida
    Humperdinck: Hänsel und Gretel
    Mussorgski: Boris Godunow
    Puccini: Tosca
    Puccini: Turandot
    Strauss: Salome
    Strauss: Rosenkavalier
    Orff: Orpheus (nach Monteverdi)


    Nach hartem Ringen ist nun auch die Entführung aus meiner Liste gestrichen worden. Seufz... Naja, irgendwie war mir klar, dass sich die "Romantiker" bei mir bis zum Schluss halten werden.

  • Ich habe Dr. Pingels zeitliche Vorgabe erheblich überschritten, weil ich mich nicht für den St[r]ich eines der noch bestehenden Werke entschließen konnte. Dann kam der Gedanke zum endgültigen „Aus“ in mir auf: „Alea jacta est“- und das heißt jetzt auch, dass der Weihnachtsfriede gerettet ist und ich mich aus diesem Thread verabschiede, indem ich nur noch eine Oper übrig lasse:


    Händel: Giulio Cesare, Xerxes
    Mozart: Eigentlich alle, aber hier nur Cosi, Don Giovanni, Figaro, Zauberflöte
    Beethoven: Fidelio
    Weber: Der Freischütz
    Rossini: Il Barbiere, Tancredi
    Lortzing: Zar und Zimmermann, Wildschütz
    Wagner: Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Walküre
    Verdi: Nabucco, Rigoletto, Traviata, Trovatore, La forza del destino (eigentlich viel mehr)
    Puccini: Butterfly, Bohème, La Rondine
    Tschaikowsky: Pique Dame, Eugen Onegin
    Strauss: Rosenkavalier, Daphne, Schweigsame Frau
    Gounod: Faust
    Mussorgsky: Boris Godunow


    Übrig blieb (hier) also Mozarts „Don Giovanni“ (morgen würde es vielleicht „Così fan tutte“ und übermorgen „Die Zauberflöte“ oder auch der „Figaro“ gewesen sein). Eine Oper von Mozart aber auf jeden Fall. Und mir war heute nach „Don Giovanni“, der in seiner Zeit richtungsweisenden Oper mit purer Dramatik, der ich mich nicht entziehen kann.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Tarö, tarö, tarö, eine neue letzte Oper- Don Giovanni. Allerdings eine tolle Wahl - wäre ich nicht Janacekophile, wäre sie wohl auch an die erste Stelle geraten. Die Satire dazu habe ich schon geschrieben. Sie findet sich in meinem Satire - thread - und ist der Inklusions-Don-Giovanni. Freunde haben sie heute sehr gelobt; da sie von Dr. Kaletha und Thomas Pape verrissen wurde, bin ich mit ihr zufrieden (das ist das alte Mütter-Friseur-Problem: immer , wenn ich vom Friseur kam und Mutter hat gemeckert, wusste ich, dass es genau richtig war!).

    Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris. nescio, sed fieri sentio et excrucior (Catullus)

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  • Wir haben heute in einer Mülheimer Vorstadtgemeinde mit einem relativ normalen Chor und einem tollen kleinen Barockorchester den Messias aufgeführt, daher muss meine Lieblingsoper noch warten. In vieler Hinsicht hat sich die Musikwelt doch verbessert: früher sangen oder schmetterten die vereinigten Kirchenchöre zusammen mit zusammengewürfelten Musikern den Messias mehr laut als schön herunter, heute tun sich gute Sänger aus den Chören zusammen und singen mit einem kleinen, aber feinen Barockorchester dieses Werk. Fußballerisch ein Aufstieg von der Kreisklasse in die Regionalliga. Und - was ich früher verpönt hätte - die Begeisterung war so groß, dass das Halleluja wiederholt wurde. Auch wieder ein Fortschritt: geistliche Musik ist nicht nur ehrfurchtgebietend und applausverbietend, sondern Show auf hohem Niveau: ein echter Fortschritt!

    Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris. nescio, sed fieri sentio et excrucior (Catullus)


  • Wir haben heute in einer Mülheimer Vorstadtgemeinde mit einem relativ normalen Chor und einem tollen kleinen Barockorchester den Messias aufgeführt, daher muss meine Lieblingsoper noch warten. In vieler Hinsicht hat sich die Musikwelt doch verbessert: früher sangen oder schmetterten die vereinigten Kirchenchöre zusammen mit zusammengewürfelten Musikern den Messias mehr laut als schön herunter, heute tun sich gute Sänger aus den Chören zusammen und singen mit einem kleinen, aber feinen Barockorchester dieses Werk. Fußballerisch ein Aufstieg von der Kreisklasse in die Regionalliga. Und - was ich früher verpönt hätte - die Begeisterung war so groß, dass das Halleluja wiederholt wurde. Auch wieder ein Fortschritt: geistliche Musik ist nicht nur ehrfurchtgebietend und applausverbietend, sondern Show auf hohem Niveau: ein echter Fortschritt!

    Lieber Dottore, Du weißt, daß ich so gerne dabei gewesen wäre, und wenn ich das hier lese, kriege ich einen dicken Hals, weil es eben bei mir nicht geklappt hat. Ich liebe halt den Händel und ich wäre beim Halleluja nach gutem Vorbild sogar aufgestanden. Na ja, die Weihnachtsfeier mit der Familie und dem neuen, achtwöchigen Enkel war auch sehr schön - der hat aufmerksam zugehört und wurde sogar beschenkt (mit einer kleinen Schmusepuppe)! Und dann war es eben doch noch schön...


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • "Hier im ird'schen Jammertal, ist doch nichts als Plag' und Qual ....". Schon wieder eine Woche um und wieder muss ich einige meiner Lieblinge betrauern. In Wehmut trenne ich mich heute von Nicolai, Ponchielli und Rossini.


    Bellini: Norma
    Bizet: Die Perlenfischer, Carmen
    Borodin: Fürst Igor
    Cilea: Adriana Lecouvreur
    Cosma: Marius und Fanny
    Delibes: Lakmé
    Donizetti: Anna Bolena, Der Liebestrank, Lucrezia Borgia, Lucia di Lammermoor, Maria Stuarda, Don Pasquale
    Dvorak: Rusalka
    Giordano: Andrea Chénier, Fedora
    Glinka: Ruslan und Ludmilla
    Humperdinck: Hänsel und Gretel, Königskinder
    Leoncavallo: Der Bajazzo
    Mascagni: Cavalleria rusticana
    Mozart: Die Entführung aus dem Serail, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni
    Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor
    Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
    Ponchielli: La Gioconda
    Puccini: Manon Lescaut, La Bohème, Tosca, Madame Butterfly, Die Schwalbe, Schwester Angelica, Turandot
    Rossini: Der Barbier von Sevilla, Moses in Ägypten, Wilhelm Tell
    Tschaikowski: Eugen Onegin, Mazeppa, Pique Dame
    Verdi: Nabucco, Macbeth, Rigoletto, Der Troubadour, La Traviata, Ein Maskenball, Die Macht des Schicksals, Aida, Otello, Falstaff
    Wagner: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Rheingold


    Von Beileidsbezeugungen bitte ich abzusehen.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Wir sind auf der Zielgeraden. Es fällt mir mehr als schwer... Mit größter Wehmut streiche ich heute eine meiner ganz, ganz sehr heißgeliebten Lieblingsopern, die ich seit Jugendzeiten kenne und liebe. Eine interessante Handlung - hier vereinen sich Dramatik und Emotionen untermalt von einer wunderschönen, in Ohr und Herz gehenden Musik. Schon das Vorspiel läßt auf die Handlung bezogen, nichts Gutes ahnen. Verdi ist hier mit der musikalischen Charakteristik der handelnden Personen ein geniales Meisterwerk gelungen, wie ich finde.
    Meine erste Begegnung mit dieser Oper war in Jugendzeiten wieder über die Schallplatte. Es war eine deutsche Aufnahme mit " Erna Berger, Helge Rosvaenge und Heinrich Schlusnus", die ich heute noch habe.
    Mein erstes Bühnenerlebnis in Originalsprache war glücklicherweise an der Berliner Staatsoper, denn es war ein großartiger, beeindruckender Live- Einstieg für mich.
    Auf der Bühne als Duca ein echter ital. Tenor, der nicht nur hervorragend gesungen hat, sondern auch noch blendend aussah (s. m. Avatar). Ihm nahm man den Verführer ab. Ihn kannte ich schon aus der Boheme und der Butterfly. Zum ersten Mal erlebte ich die polnische Koloratursopranistin "Isabella Nawe" als Gilda und war sofort von ihrer wunderschönen, glockenhellen Stimme begeistert. Der Rigoletto an diesem Abend war als Gastsänger der bulgarische Bariton "Stojan Popov". Was hatte der für eine voluminöse, ausdrucksstarke Stimme. Diese Besetzung durfte ich 1/2 Jahr später nochmal erleben. Alle drei auch darstellerisch hervorragend. Im Laufe der Jahre habe ich inzwischen viele Aufnahmen /Aufführungen gehört /gesehen. Diese Besetzung aber ist mir als persönliches Nonplusultra dankbar und unvergeßlich im Gedächtnis geblieben. Ich habe dann diese Oper noch viele, viele Male in Berlin gesehen.


    Der Liebestrank
    Die Macht des Schicksals
    Norma

    Die Perlenfischer
    Don Giovanni
    Die Zauberflöte
    Fidelio
    Tannhäuser
    Lohengrin
    Meistersinger
    Hoffmanns Erzählungen
    Nabucco
    Ein Maskenball
    Rusalka
    Turandot

    Carmen
    Trovatore

    Cavalleria Rusticana
    Butterfly

    Aida
    La Traviata
    Tosca
    Rigoletto


    And the winner is... (mit ganz knappem Vorsprung)



    :jubel: :jubel: :jubel: La Boheme :jubel: :jubel: :jubel:
    Es wird wohl kaum einer unserer Mitglieder, die sich an diesem Thread beteiligen und ihn verfolgen, bei mir etwas anderes erwartet haben. Ich werde nach Weihnachten noch ein paar Worte dazu äußern.
    CHRISSY


    Eigentlich ist die ganze Oper "Rigoletto" ein einziger Höhepunkt. Einer der vielen ist das herrliche Quartett:


    Jegliches hat seine Zeit...

  • ich lach' mich tot, der Mann trägt nicht nur (im übertragenen Sinne) graue Hemden, sondern langweilt mich mit einem Ergebnis, das voraussehbar war, weil es schon zu Anfang der Umfrage bereits von jemanden anderen verkündet worden ist.


    Da wäre es einfacher gewesen, das kleine überschaubare Repertoire an Opern zu benennen und gleich den Sieger fest zu legen.


    :hello: LT

  • sondern langweilt mich


    Deinen dämlichen und unnötigen Kommentar kannst Du Dir sparen. Denn niemand hat Dich aufgefordert oder gezwungen hier mitzulesen und Dich somit zu langweilen. Deutlicher zu werden verbietet mir der Weihnachtsfrieden.
    Es wäre sinnvoller gewesen und vielleicht sogar interessant, wenn Du Dich hier beteiligt hättest.
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ergänzung betr. Btr. 265


    Lieber Dr. Pingel, liebe Freunde dieses Threads
    Ihr wollt bitte verstehen und akzeptieren, daß ich hier aussteige. Ich hatte Spaß und Freude an diesem nicht ganz ernstgemeinten Thread, habe in einige meiner Beiträge Zeit und Mühe investiert und versucht das Ganze etwas aufzulockern und vielleicht auch etwas persönlich einfließen zu lassen. Nur ganz sicher lasse ich mir dafür nicht dumm und dämlich kommen.
    Euch weiterhin viel Spaß und Freude
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • ich lach' mich tot, der Mann trägt nicht nur (im übertragenen Sinne) graue Hemden, sondern langweilt mich mit einem Ergebnis, das voraussehbar war, weil es schon zu Anfang der Umfrage bereits von jemanden anderen verkündet worden ist.


    Da wäre es einfacher gewesen, das kleine überschaubare Repertoire an Opern zu benennen und gleich den Sieger fest zu legen.


    :hello: LT



    Das trifft mich auch, denn auch bei mir war es klar, dass es ein Janacek wird. Ich weiß aber immer noch nicht, welcher. Übrigens auch hier ist der Weg das Ziel. Außerdem, lieber chrissy, würdige ich deine Wahl gleich mit 2 kleinen satirischen Texten, das gleicht den Schmäh doch dicke wieder aus!
    Übrigens hat Liebestraum damals, als ich vehement den 4. Satz von Beethovens 9. abgelehnt habe, zu mir gesagt: "Wie sich klein Fritzchen die Musik vorstellt....."
    Damals habe ich nur geantwortet, wer ein solch grauenvolles Klavierstück von so einem furchtbaren Komponisten als Avatar sein eigen nenne, müsse sich doch fragen lassen, wer hier das Fritzchen ist.
    Also, chrissy, erwarte vom Apfelbaum keine Birnen!
    Außerdem, Fritzchen, heißt es jemandem, nicht jemanden (jemand anderem wäre auch gegangen). Wenn man jemanden so runtermacht, sollte man wenigstens in der Grammatik tadellos sein.

    Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris. nescio, sed fieri sentio et excrucior (Catullus)

  • [/quote][/quote]

    ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

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