Entdeckungen: Neue Stimmen

  • Offensichtlich sind sie alle durch das Spiel mit den Lieblings-Rolleninterpreten voll ausgelastet.

    Man sollte am besten alle Threads verbieten, die Aufmerksamkeit von diesem einen einzig wichtigen Thread abziehen...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Man sollte am besten alle Threads verbieten, die Aufmerksamkeit von diesem einen einzig wichtigen Thread abziehen...

    Das ist nicht nötig!


    Ich habe ohnehin beschlossen, mich im Forum nur noch dann zu beteiligen, wenn wieder eine substanzielle Diskussion über Opern Stimmen und Gesang versucht wird. Spiele zum Zeitvertreib brauche ich eher weniger, da ich entschieden mehr zu arbeiten habe als ansonsten.


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Wenn du so viel zu tun hast, dann solltest du dir auch die Zeit sparen, dich immer wieder (so auch heute wieder hier) an diesem Lieblingsrolleninterpeten-"Spiel" abzuarbeiten. Dass das möglicherweise weit mehr ist als ein bloßes "Spiel zuj Zeitvertreib", wird dir "klugem Kopf" wohl ohnehin verborgen bleiben. :hello:


    P.S.: Was du für Zeit durch die Einsparung von Lamentos sparen könntest...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Lieber Otello50, lieber Caruso 41,


    vielen Dank für die interessante Vorstellung von Alan Pingarrón, # 1.738 und 1.739.


    Ich habe mir die Videos in der eingestellten Reihenfolge zu Gemüte geführt. Die Stimme an sich finde ich sehr schön timbriert, und er singt auch sehr kultiviert. Insgesamt trägt er mir die Arien zu sehr vor, das heisst, mir fehlen ein wenig Leben und Emotionen. Als ich die Puccini-Arien hörte, hatte ich die Vermutung, dass die Arie aus dem Liebestrank am besten sein würde, aber ausgerechnet die fand ich dann im Vergleich zu den beiden anderen eher enttäuschend, weil die Stimme nicht so lyrisch strömt wie sie könnte. Das ist vielleicht Gemäkel auf hohem Niveau, aber es geht ja darum seine Meinung zu sagen. Unterm Strich hat mir "Nessun dorma" am besten gefallen.



    Viele Grüße aus der Provence,


    Kapellmeister Storch

  • Lieber Caruso, lieber Kapellmeister Storch die Stimme von Alan Pingarron gefällt mir sehr gut. Er ist ja auch noch recht jung und da kann auch noch alles nicht sehr perfekt sein, wobei mir Nessun dorma auch am besten gefallen hat.Und vieles ist ja auch grade bei so einem jungen Sånger Tagesform abhängig.

  • Ich habe mir die Videos in der eingestellten Reihenfolge zu Gemüte geführt. Die Stimme an sich finde ich sehr schön timbriert, und er singt auch sehr kultiviert. Insgesamt trägt er mir die Arien zu sehr vor, das heisst, mir fehlen ein wenig Leben und Emotionen. Als ich die Puccini-Arien hörte, hatte ich die Vermutung, dass die Arie aus dem Liebestrank am besten sein würde, aber ausgerechnet die fand ich dann im Vergleich zu den beiden anderen eher enttäuschend, weil die Stimme nicht so lyrisch strömt wie sie könnte. Das ist vielleicht Gemäkel auf hohem Niveau, aber es geht ja darum seine Meinung zu sagen. Unterm Strich hat mir "Nessun dorma" am besten gefallen.

    Hallo, KM Storch

    Ich habe mir auch die Arien angehört und ich gehe mit Deiner Einschätzung und Bewertung konform.

    Der Liebestrank ist mir auch etwas zu dramatisch dargeboten. Stimmlich zwar gut, aber hier vermisse ich, genau wie Du, geschmeidige, gefühlvolle Lyrik.

    Zu recht, großer euphorischer Beifall für "Nessun dorma". Sehr gut und wie man es nicht anders kennt - die beiden lang gehaltenen Schlußtöne,

    auch wenn sie so nicht in den Noten stehen.

    Was mir bei "E lucevan le stelle..." besonders gefallen hat - er singt nicht nur die Noten, er singt sehr akzuentiert und betont.

    Alles in allem - schon eine tolle Stimme, die bestimmt mit Zunahme an Volumen und vielleicht etwas dunkler werdenden Klang, entwicklungsfähig ist.


    Beste Grüße

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Zu recht, großer euphorischer Beifall für "Nessun dorma". Sehr gut und wie man es nicht anders kennt - die beiden lang gehaltenen Schlußtöne,

    auch wenn sie so nicht in den Noten stehen.

    Vielleicht solltest du richtigerweise sagen: "...wie ich es nicht anders kenne." Du solltest nämlich nicht davon ausgehen, dass alle, die hier mitlesen, keine Aufnahmen aus der Entstehungszeit des Werkes oder der unmittelbareren Zeit danach kennen. Da war es nämlich völlig üblich, sich an die von Komponisten intendierten Notenwerte zu halten und die von dir beschriebene Aufführungstradition war noch nicht so verbreitet wie heute. Wenn du mal hören willst, wie es so klingt, wie Puccini es komponiert hat, kannst du das hier tun:


  • Vielleicht solltest du richtigerweise sagen: "...wie ich es nicht anders kenne."

    Falsch! - nicht wie ich es nur anders kenne, sondern richtigerweise - wie es wohl die überwiegende Mehrheit heutzutage nicht anders kennt.

    Besser noch, auch nicht anders kennen und hören möchten. Ich habe mir das "Nessun dorma" aus Deiner GA angehört und ich will Dir gerne

    bestätigen - eine tolle und kraftvolle Stimme. Aber seine beiden Schlußtöne, würden heute wohl keinen zu Jubel und Beifallsstürmen bewegen,

    keinen vom Sitz reißen. Sondern jeder Tenor, der es wirklich kann und draufhat, wird und will hier mit tenoraler Strahlkraft brillieren wollen.

    Abgesehen davon, die Diskussion zu diesem Thema hatten wir schon. Z. B. mit dem Schlußton der Arie "Celeste Aida".

    Auch beim Duett "O soave fanciiulla" aus der Bohéme, ist wohl in den Noten am Schluß auf "Amor", das hohe C nur für den Sopran vorgeschrieben,

    während der Tenor unten bleibt. Aber auch hier ist es inzwischen üblich, daß der Tenor mit in die Höhe geht, so er es denn kann.

    Und bestimmt nicht nur ich, findet das richtig gut und passend. Ich glaube, selbst der Meister Puccini, würde da wohl nichts dagegen haben.

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Falsch! - nicht wie ich es nur anders kenne, sondern richtigerweise - wie es wohl die überwiegende Mehrheit heutzutage nicht anders kennt.

    Ich wüsste nicht, was an meiner Aussage falsch sein sollte. Nicht haltbar hingegen ist deine Behauptung, dass "die überwiegende Mehrheit" das nicht anders kennen würde. Jeder, der in den Klavierauszug schaut und Noten lesen kann, weiß, was Puccini geschrieben hat. Dass du nicht zu dieser Gruppe von Leuten, die sich dem Stück auf diese Art und Weise nähern, gehörst, beweist noch lange nicht irgendwelche Mehrheitsverhältnisse. Darüber hinaus bin ich - offensichtlich im Gegensatz zu dir - der Meinung, dass Puccini, insbesondere in seiner kompositorischen Reifephase, ein derart hervorragender Komponist war, dass er in der Lage gewesen wäre, die andere Variante zu schreiben, wenn er sie für die bessere gehalten hätte. Meines Erachtens braucht es keine "Verbesserungen", Puccini war ein Genie, was man hingegen nicht über jeden Tenor sagen kann, der gerne lange hohe Töne hält.

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  • Wir weichen hier vom eigentlichen Thread - Thema ab und ich hoffe, Caruso als Threadersteller, möge mir verzeihen.

    Die wenigsten Zuschauer /Zuhörer werden sich mit einem Klavierauszug beschäftigen oder Noten kennen.

    Und das Puccini ein hervorragender Komponist und ein Genie war, mußt Du mir bestimmt nicht erklären.

    Dagegen Deine Vermutung ob Tenöre, die "gerne und lange hohe Töne halten können" ein Genie sind oder nicht,

    kann ich nicht beurteilen - ich weiß nicht, was Du da für Leute kennst.

    Ich habe vorhin mal kurz recherchiert, selbst Größen der Vergangenheit wie Rosvaenge, Schock, Konya und viele andere,

    halten damals schon die Schlußtöne länger aus, anders, als Du es nach Noten haben möchtest.

    Dein Geschmack und Deine Erwartung sei Dir aber unbenommen. Hier zum Abschluß eine Aufnahme, wie diese Arie richtig toll und gut klingt

    und wie sie ganz sicher der Mehrheit gefallen dürfte - der Jubel der Zuschauer gibt mir recht:


    Jegliches hat seine Zeit...

  • Die wenigsten Zuschauer /Zuhörer werden sich mit einem Klavierauszug beschäftigen oder Noten kennen.

    Ok. Wenn das die Grundlage ist, auf der in diesem Thread diskutiert wird, bin ich hier leider raus. Dazu ist mir die Zeit dann doch zu schade. Frohes Schaffen weiterhin!

  • Ok. Wenn das die Grundlage ist, auf der in diesem Thread diskutiert wird, bin ich hier leider raus. Dazu ist mir die Zeit dann doch zu schade. Frohes Schaffen weiterhin!

    Nicht so dünnhäutig, Melomane! Auf die Mehrheit berufen sich meist die, denen eigene Argumente fehlen. Also: Weiterhin Ring frei!

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Liebe Melomanen!


    Kapellmeister Storch und Rodolfo und Chrissy haben mit ihren Höreindrücken der Debatte neuen Schwung gegeben.

    Dafür herzlichen Dank. Ich finde es ganz wichtig, dass in diesem Thread ein ernsthafter Austausch über die Stimmen, die Technik und über den Gesang versucht wird. Dazu gehört auch der Vergleich mit besonders herausragenden Sängern, die auch dieses Repertoire gesungen haben, respektive singen. Das geschieht leider nicht oft, ist aber durchaus mit diesem Thread intendiert. Sind wir das nicht auch den jungen Sängern schuldig? Sie wollen doch ernst genommen werden!!!


    Mein besonderer Dank gilt Melomane vor allem dafür, dass er die Diskussion auf einen entscheidenden Punkt gebracht, ohne den alles Reden über Gesang im Beliebigen bleibt: was wollte der Komponist und wie verbindlich ist die Partitur? Da hängen ja mehrere Fragen dran: Wer singt da? Was ist das für ein Rolle? In welcher Situation steht die Arie? Was verlangt der Komponist? Wie genau hat er seinen Willen in der Partitur notiert?


    Solche Fragen auf die Arie des Calaf bezogen zu beantworten, will ich mir jetzt sparen. Darüber habe ich mich im Forum bereits ausgelassen. Sogar öfter. Unter anderem als über Richard Taubers berühmte Aufnahme diskutiert wurde.


    Stattdessen möchte ich auf etwas anderes hinweisen:

    Diese Arie (wie andere Arien auch) hat sich gewissermaßen verselbständigt. Sie wird nicht nur in Aufführungen der Oper zu Gehör gebracht, sondern ganz selbstverständlich auch in Konzertsälen gesungen, in Arenen, in Fußball-Stadien, in Parks, an Seeufern und auf offenen Plätzen. Natürlich auch in Filmen und im Fernsehen und liegt inzwischen - gefühlt - in tausenden von CD-Aufnahmen vor. Meist wird der Chor weggelassen, die Instrumentierung den jeweiligen Bedingungen angepasst. Mitunter wird sogar der Part, der eigentlich einem Tenor zufällt, auf mehrere Kollegen aufgeteilt oder gleich drei, fünf oder neuen Herren versichern gleichsam im Chor "vincero" .

    Wie auch immer man die Herauslösung der Arie aus ihrem dramaturgischen und musikalischem Kontext auch beurteilen mag, dadurch kommt der Wille des Komponisten leicht unter die Räder. Die Stimmigkeit der Interpretation mit der dramaturgischen Situation scheint keine Bedeutung mehr zugemessen zu werden. Der Notentext, der in der Partitur steht, wird nicht mehr als bindend empfunden. Es geht zuvörderst um die Selbstdarstellung des Interpreten, um Wirkung und die Bedienung der Erwartungen des Publikums - und nicht selten um Anbiederung an dessen Geschmack.


    Eine solche Verselbständigung der Arie könnte einem eigentlich egal sein. Motto: Sollen sie doch in den Arenen singen, was sie wollen und wie sie es mögen. Das Problem ist aber, dass Tenöre dann oft auch in Bühnenaufführungen diese Arie in der Ästhetik und Maniera singen, die ihnen in großen Arenen so viel Beifall beschert haben. Dazu gehört offensichtlich ein Protzen mit lang gehaltenen Spitzentönen. Und ob das alles noch im Sinne des Komponisten ist und was davon durch die Partitur legitimiert ist, interessiert nicht mehr.


    Natürlich muss niemand mit der Partitur oder dem Klavierauszug in das Opernhaus gehen - zumal es in etlichen Häusern nicht mal mehr Partiturplätze gibt. Aber man kann sich ja auch vor der Aufführung informieren, was der Komponist denn genau verlangt von den Interpreten des Werkes, das man zu besuchen sich vorgenommen hat. Und dann wird mancher erstaunt sein, dass etwa Puccini für die Arie des Calaf durchaus anderes vorschwebte als man in Stadien und in vielen Aufnahmen hört. Dafür, dass er darauf aufmerksam gemacht hat, verdient Melomane Dank, nicht Beschimpfungen.


    Deshalb noch ein Wort, zu der Kontroverse, die ja in der einen oder anderen Form immer mal wieder auftaucht:

    Jeder, der in den Klavierauszug schaut und Noten lesen kann, weiß, was Puccini geschrieben hat. Dass du nicht zu dieser Gruppe von Leuten, die sich dem Stück auf diese Art und Weise nähern, gehörst, beweist noch lange nicht irgendwelche Mehrheitsverhältnisse

    Die wenigsten Zuschauer /Zuhörer werden sich mit einem Klavierauszug beschäftigen oder Noten kennen.

    Ok. Wenn das die Grundlage ist, auf der in diesem Thread diskutiert wird, bin ich hier leider raus. Dazu ist mir die Zeit dann doch zu schade. Frohes Schaffen weiterhin!

    Ausdrücklich möchte ich antworten:

    Das ist überhaupt nicht Grundlage dieses Thread sondern die persönliche Meinung von Chrissy, die er an seine Höreindrücke angeschlossen hat und die ich überhaupt nicht teile. Was dabei der Referenzrahmen sein sollte, habe ich oben deutlich zu machen versucht.


    Liebe Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Hallo, lieber Caruso

    Zunächst mal vielen Dank, daß Du das Abschweifen /Verwässern Deines eigentlichen Thread - Themas nicht verübelst.

    Das war auch nicht meine Absicht, ließ sich dann aber leider nicht verhindern.

    Danke auch für Deinen ausführlichen informativen Bericht, der in der Sache auch richtig ist, aber die Praxis sieht, bzw. hört, sich heute eben anders an.

    Ich möchte hier bitte keine neue Diskussion hervorrufen, aber wenn Du schon auf der Werktreue zum Komponisten beharrst, muß ich zu Deiner nachfolgenden Bemerkung ergänzen:

    Aber man kann sich ja auch vor der Aufführung informieren, was der Komponist denn genau verlangt von den Interpreten des Werkes, das man zu besuchen sich vorgenommen hat

    Zu den Interpreten gehören ja auch wohl die Regisseure. Und da glaube ich nicht, daß z. B. Verdi auch im Entferntesten daran gedacht hat,

    daß sein Rigoletto im Zirkusmilieu spielen könnte!!! Oder das in Puccinis Tosca am Schluß der erstochene Scarpia wieder zum Leben erweckt wird

    und ein Kinder - Erschießungskommando zugange ist.

    Und das sind leider, leider nur zwei Beispiele von vielen heutzutage mißbräuchlichen Verunstaltungen, wo solchen Leuten die Absicht des Komponisten

    rücksichtslos am A... vorbeigeht.

    Da ist die vermeintliche falsche, nicht den Noten entsprechende Gesangsinterpretation einer Arie dagegen,

    aber so etwas von harmlos...


    Herzliche Grüße

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ich möchte hier bitte keine neue Diskussion hervorrufen, aber

    Deshalb: Bitte nicht an die letzten Bemerkungen von Chrissy anknüpfen!

    Für das Thema hatten und haben wir genug andere Orte!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Ich habe mir mal kurz das Programm der Deutschen Oper Berlin für den Neustart nach dem Shutdown angeschaut. Da tauchen Namen für wichtige Partien auf, die zeigen, dass wir mit der Arbeit an diesem Thread, der NEUE STIMMEN bekannt machen soll, doch nicht so ganz falsch liegen.

    Zur Zeit gibt es ja noch als “Open Opera“ DAS RHEINGOLD AUF DEM PARKDECK“. eine halbszenische, musikalisch leicht gekürzte Fassung des Wagner-Werkes auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin mit 22 Musikerinnen/Musikern und 12 Sängerinnen/Sängern. Da wurden in den Kritiken besonders Thomas Blondelle als Loge und Derek Welton als Wotan gelobt. Beide sind als NEUE STIMMEN in diesem Thread vorgestellt worden:


    Thomas Blondelle wurde im Februar 2017 von Christian Biskup vorgestellt, der das Forum inzwischen leider verlassen hat. Informationen, Eindrücke und Meinungen über ihn finden sich hier im Thread besonders in den Beiträgen #249, 250, 493.


    Derek Welton hatte Hans Heukenkamp (ist der eigentlich noch aktiv im Forum?) im August 2018 vorgestellt. Er gehört inzwschen zu den Stützen des Ensembles der Deutschen Oper Berlin. Informationen, Eindrücke und Meinungen über ihn finden sich hier im Thread (besonders in den Beiträgen #769, 771ff., 781ff, 1279


    In der Verdi-Gala ( am 12. und 13. September 2020) mit Ausschnitten ais NABUCCO und MACBETH ist in diesen beiden großen Baritonpartien der hier vorgestellt Amartuvshin Enkhbat) aus der Mongolei zu hören. Ihn hatte ich schon im Dezember 2016 hier als NEUE STIMME vorgestellt. Inzwischen hat er vor allem in Italien eine bemerkenswerte Karriere geschafft. Einige Taminos werden wohl sein begeistert umjubeltes Debüt an der Deutschen Oper noch in lebhafter Erinnerung haben. Wer mehr über ihn und seinen erstaunlichen Weg aus den mongolischen Steppen auf die Opernbühnen Europas, Australiens und Amerikas erfahren will, sollte in den Beiträgen #178ff, 395, 404 nachschauen.


    In der Neuproduktion der WALKÜRE von von Stefan Herheim und Donalsd Runnicles singt dann Lise Davidsen die Sieglinde. Sie hatte ich im April 2017 als NEUE STIMME vorgestellt als sie außerhalb ihrer norwegischen Heimat noch niemand hatte hören können. Inzwischen hat sie die kometenhafte Karriere gestartet, die sie unter anderem bereits nach Wexford, New York, Montreal, London und Bayreuth geführt hat. Zu ihre finden sich viel Informationen, Eindrücke und Meinungen hier im Thread (besonders in den Beiträgen #335, 345, 376, 727, 799, 802, 817, 854ff.,915ff., 918f, 921f, 927, 942f, 945f, 1148, 1152f, 1155, 1254f, 1257, 1265ff, 1268ff, 1276f, 1283, 1299, 1301ff, 1308, 1374, 1465ff, 1468)


    Im weiteren Programm der Deutschen Oper werden etliche weitere NEUE STIMMEN angekündigt. Drücken wir ihnen die Daumen, dass sie auch wirklich werden auftreten und singen können. Ich fand das Studium der Vorschauen auf die neue Saison immer ganz spannend und es war meist voller Hoffnung und Erwartung. Diesmal beschleicht mich aber manchmal so ein merkwürdiges Gefühl, dass aus den Plänen doch keine gelungenen Aufführungen werden, weil noch immer die Pandemie wüten könnte.

    Für die jungen Sänger, die sich gerade anschickten, von aufstrebenden Talenten zu Sängern zu reifen, auf die man setzen kann und setzt, ist das eine ganz bittere Zeit. Unser Tamino-Freund Rheingold hatte darauf schon früh hingewiesen.


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • I

    Derek Welton hatte Hans Heukenkamp (ist der eigentlich noch aktiv im Forum?) im August 2018 vorgestellt. Er gehört inzwschen zu den Stützen des Ensembles der Deutschen Oper Berlin. Informationen, Eindrücke und Meinungen über ihn finden sich hier im Thread (besonders in den Beiträgen #769, 771ff., 781ff, 1279


    Lieber Caruso, ja, ich bin noch aktiv. Es grüßt Hans

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Lieber Hans!

    … ja, ich bin noch aktiv....

    Gut so!!

    Dann wirst Du dich ja sicher auch mal wieder mit neuen Entdeckungen oder eigenen Eindrücken von vorgestellten NEUEN STIMMEN zu Wort melden.

    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Auch ich verfolge die Diskussion regelmäßig und mit Interesse und werde sicherlich, wenn neue Entdeckungen vorgestellt werden auch wieder Kommentare geben.

    Herzlichst

    Operuns (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

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  • Lieber Operus

    … ich verfolge die Diskussion regelmäßig und mit Interesse und werde sicherlich, wenn neue Entdeckungen vorgestellt werden auch wieder Kommentare geben.

    das freut mich besonders.

    Mit der Einstellung NEUER STIMMEN ist das allerdings so eine Sache. Wo hätte man denn die Möglichkeit, in diesen Zeiten Entdeckungen auf der Opernbühne oder dem Konzertpodium zu machen? Bei mir stehen zwar einige Namen noch auf der Liste, aber - wie Du ja weißt - bis zum Ende des Jahres darf ich hier keine NEUEN STIMMEN vorstellen.


    Aber es gibt ja noch eine ganze Reihe von Sängerinnen und Sängern, die hier vorgestellt wurden und über die Du was schreiben könntest. Über Anna Devin (Entdeckungen: Neue Stimmen), die von <Orfeo> hier vorgestellt wurde, hat noch niemand außer mir geschrieben. Dabei ist das eine aufregende Entdeckung!


    Aufmunternde Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • zu Katharina Konradi, vorgestellt in #1432

    ich habe grade auf ihrer neuen Webseite gesehen, dass sie 2021 an der Bayerischen Staatsoper die Sophie im Rosenkavalier singen wird. Ihre Karriere nimmt also Fahrt auf.


    viele Grüße

    Boismortier

  • zu Katharina Konradi, vorgestellt in #1432, 1433, 1435, 1762



    Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass es auch eine CD gibt, auf der Katharina Konradi mit einem anspruchsvollen Liedprogramm zu hören ist.

    Sie singt Lieber von Schubert, Trojahn, Debussy, Boulanger, Rachmaninoff, Krenek, Laitman, Strauss.



    Hört Euch die mal an!
    Sicher werdet ihr dann verstehen, dass ihre Karriere Fahrt aufnimmt.


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • In Zeiten der Pandemie:

    Katharina Konradi mit einem Programm aus der Elbphilharmonie Hamburg


    Opernaufführungen und Konzerte gibt es nicht in Zeiten der Pandemie.

    Trotzdem werden attraktive Konzerte im Internet angeboten! So auch aus dem Großen Saal der Elbphilharmonie.

    In der zweiten Folge einer Konzertreihe singt die Hamburger Sopranistin Katharina Konradi Werke von György Kurtág und Robert Schumann.

    Am Klavier: Ihr Ehemann Roland Vieweg.

    Live aufgezeichnet und ungeschnitten für uns zu Hause auf dem Sofa!

    Sehr hörenswert!


    Programm
    György Kurtág: Attila-József-Fragmente op. 20

    Robert Schumann: Sechs Gesänge op. 107



    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • und über die Du was schreiben könntest. Über Anna Devin (Entdeckungen: Neue Stimmen), die von <Orfeo> hier vorgestellt wurde, hat noch niemand außer mir geschrieben. Dabei ist das eine aufregende Entdeckung!

    Lieber Caruso,


    Dein Wunsch ist mir Befehl. In der Tat ist die Sopranistin Anna Devin eine aufregende Entdeckung. Ich hörte sie mir in Händel-Arien an, die bei You Tube zu finden sind: Wunderschöne Erscheinung, die bereits mit Mimik und Körpersprache während ihres ganzen Vortrags Stimmung vermittelt. Ausdrucksstark und seelenvoll sind für mich die Charakteristika ihres Singens. Ausgezeichnete Technik, gewinnendes Timbre, Ausgeglichenheit in allen Lagen, großer Atem, strahlende Höhe aufbauend auf einer breiten Mittellage, Mezza voce und Piani ausgezeichnet, stilsicher in den gehörten Händel Arien. Wahrlich eine sehr interessante Entdeckung. Um einen noch breiteren Eindruck zu bekommen, wäre es gut, die Sopranistin auch in Opernarien zu hören. Hier habe ich nichts gefunden.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zu Anna Devin (vorgestellt in #1.682, #1704f, 1707,1765)


    Lieber Operus!


    Deine Höreindrücke fand ich sehr spannend. Meiner Meinung nach hast Du die Stärken von Anna Devin treffend beschrieben!

    Um einen noch breiteren Eindruck zu bekommen, wäre es gut, die Sopranistin auch in Opernarien zu hören.

    Die Händel-Arien, die Du gehört hast, sind an sich alle aus Opern.

    Aber Du willst wohl noch etwas aus dem 19. Jahrhundert!

    Kein Problem. Ich biete die Arie der Juliette aus Gounods ROMEO ET JULIETTE:



    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • zu Katharina Konradi, vorgestellt in #1432, 1433, 1435, 1762, 1763, 1764


    Ich habe sie im Dezember 2018 als Zdenka in der Arabella an der Semperoper gehört. Die Oper hat Längen, gefährliche Längen, aber Fr. Konradi hat gefallen.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Lieber Hans!

    … in der Arabella an der Semperoper gehört. Die Oper hat Längen, gefährliche Längen ...

    Das trifft!
    Gefühlt ist ARABELLA eine der aller längsten Opern!

    Ich war schon seit einer Ewigkeit mehr drin, begnüge mich inzwischen mit den zwei Duetten.

    … aber Fr. Konradi hat gefallen.

    Es freut mich zu hören, dass Du an ihrer Zdenka Gefallen gefunden hast!


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Gefühlt ist ARABELLA eine der aller längsten Opern!

    Geschmackssache. Die letzte gesehene Inszenierung in Chemnitz vor über 15 Jahren war mir zu schnell zu Ende. Arabella wird wohl in der Realität von den meisten Mozartopern, von fast allen Händelopern und sicher jeder Wagneroper (evtl. Ausnahme der Holländer?) übertroffen. Und natürlich vom Rosenkavalier und der Frau ohne Schatten. Und sicher gibt es noch Dutzende andere Opern, deren Spieldauer die Arabella übertreffen. Hat allerdings nichts zu tun mit dem Threadthema, auf welches ich wohl nicht eingehen werden kann. Abgesehen von fehlender fachlicher Urteilskraft sind neue und hoffnungsvolle Stimmen an den von mir bevorzugten Theatern und Inszenierungen nicht zu erwarten. So ist der hoffnungsvolle Alejandro Larraga Schleske noch immer in Gera, ohne darüber hinaus größeres Aufsehen erregt zu haben. Gespannt kann man sein auf Isaac Lee, der jetzt in Gera engagiert ist, und auf Juliane Bookhagen, die mir musikalisch als Niclas in Hoffmanns Erzählungen als einzige den ansonsten mißratenen Abend versüßte (ich hatte berichtet).

    Ich finde es aber trotzdem gut, daß Talenten hier eine Plattform geboten wird. Die Sänger der Vergangenheit brauchen nicht so viel Publicity wie die, die erst in 50 Jahren zu dieser Kategorie gehören werden. Deshalb gebührt Dir und den weiteren Gestaltern an diesem Thread Dank und Anerkennung.

    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

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