Traditionelle Opernaufführungen im Vormarsch!!

  • Liebe Mme Cortese,


    ja, das ist doch etwas. Und das im Jahre 2019, wenn ich es richtig sehe! Warum nicht öfter so etwas auch in Deutschland? Und warum ist das Fernsehen weitgehend nur noch bereit, die entstellten Werke zu zeigen?


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Liebe Mme Cortese,


    auch ich wäre begeistert, wieder einmal ein derartiges Bühnenbild und solche tollen Kostüme live zu erleben. Leider wird es auf der Bühne der Semperoper von Mal zu Mal kahler und abschreckend.


    Viele Grüße

    Ramona1956

  • Leider wird es auf derBühne der Semperoper von Mal zu Mal kahler und abschreckend.

    Ja, liebe Ramona1956, leider. Und genau das ist der Grund, weshalb ich seit dem 23.01.2010 nicht mehr in der Semperoper war, damals in Tosca in der Inszenierung von Johannes Schaaf. Danach war Anna Bolena am 6.6.2011 mit Edita Gruberova (konzertant, es war wohl der letzte Auftritt von ihr in Dresden) unser letzter Besuch in meinem Lieblingshaus. Als Strauss-Verehrer bekam ich immer ein leichtes Frösteln, wenn ich das Haus betrat.

    Danach war ich nur noch zu einem Konzert unter Thielemann (Bruckner 3.) in der Semperoper, mehrmals aber in der Frauenkirche (Händel, Bach, Bruckner 1, Bruckner 7, Elias u.a.).


    Haerzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Lieber La Roche,


    in der von dir erwähnten konzertanten Aufführung „Anna Bolena“ mit Edita Gruberova war ich ebenfalls, dazu auch in den anderen konzertanten Opernaufführungen mit ihr (Roberto Devereux, I Puritani, Beatrice di Tenda, Lucai di Lammermoor, Lukrezia Borgia und die oben erwähnte Anna Bolena). Es waren jedes Mal Sternstunden des Operngesanges. Ich finde, die Sängerin kam im Live-Erlebnis immer viel intensiver und großartiger herüber als auf ihren CD-Aufnahmen, obwohl ich da auch einiges mit ihr besitze.


    In der Tosca war ich 1997 und 2005, habe aber Ruth Berghaus im Computer als Regisseur stehen. Diese Aufführungen habe ich leider auch als nicht so toll in Erinnerung. Im Anrecht haben wir die Oper in dieser Saison noch (in der Inszenierung von dem von dir erwähnten Johannes Schaaf). Da werden wir uns überraschen lassen.


    Beste Grüße

    Ramona1956

  • So stehen die Schönheit des Hauses und die darin stattfindenden Verunstaltungen der Opernwerke sich diametral gegenüber.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Lieber Gerhard Wischniewski,


    Und das ist der Grund, warum in den letzten Jahren bei mir die Opernbesuche immer mehr abgenommen haben und dafür Konzerte und Kammermusik in den Vordergrund gerückt sind.

    Mittlerweile habe ich mir eine umfangreiche DVD – Sammlung an Opern in ansprechenden und schönen Inszenierungen zugelegt, mit hervorragenden Sängern. Aber das Live – Erlebnis können sie eben nicht ersetzen.


    Dazu kommt, das die Spielpläne immer langweiliger werden, es wird fast nur noch auf Nummer sicher gesetzt und immer die gleichen (wenn auch sehr schönen) Opern gespielt. Aber etwas Neues wird es diese Saison noch geben: „Platee“ (Rameau) und „Die Hugenotten“ (Meyerbeer), bei denen ich nur hoffen kann, dass sie inszenatorisch kein Reinfall werden.


    Beste Grüße

    Ramona 1956

  • dazu auch in den anderenkonzertanten Opernaufführungen mit ihr (Roberto Devereux, I Puritani, Beatricedi Tenda, Lucai di Lammermoor, Lukrezia Borgia

    Ja, liebe Ramona1956, ich auch. Die erste war wohl "I Puritani", und ich sah sie damals das erste Mal. Ihren ersten Auftritt (sie kam von rechts) kann man nicht vergessen, es kam echt eine Diva herein. Sie kam nicht einfach rein, sie kam langsam geschritten, stolz, in einfach erhabener Haltung. Damals war sie noch die Sopranistin, der dieser Ruf als Diva vorausging, aber ihr Gesang war für mich der Höhepunkt. Keiner vermochte so leise zu singen wie sie, damit verschaffte sie sich auch Ruhe im Saal, keine vermochte die hohen Töne so zart anzusetzen und das crescendo zum Erlebnis werden lassen. In den Puritanern werde ich auch nicht den Auftritt von Paolo Gavanelli vergessen, der mit seiner Präsenz und seinem unverkennbaren Organ sofort alle für sich einnahm.

    Und erstmals erlebte ich, daß es Fangruppen gab, die ihr von Wien und London, von Berlin und München nachreisten. Das kannte ich bis dahin nicht, auch nicht in der Semperoper. Ein Negativerlebnis hatte ich auch bei diesem Opernbesuch - meiner Frau trat jemand auf ihr langes Kleid, und sie stürzte 3 Stufen hinab. Passiert ist nichts außer einem blaune Fleck und einem gehörigen Schreck. Und das schöne rote Kleid hat sie nie wieder getragen.


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Ja, liebe Ramona1956, leider. Und genau das ist der Grund, weshalb ich seit dem 23.01.2010 nicht mehr in der Semperoper war...

    Liebe Ramona

    Ich kann La Roche da nur zustimmen und Du selbst sagst es ja auch...

    auch ich wäre begeistert, wieder einmal ein derartiges Bühnenbild und solche tollen Kostüme live zu erleben.

    Leider wird es auf der Bühne der Semperoper von Mal zu Mal kahler und abschreckend.

    Und deshalb ist die Semperoper auch nicht "mein Theater"!

    Mit Grausen erinnere ich mich vor ein paar Jahren an die dortige "Traviata und den Rigoletto".

    Beide Opern habe ich in den vergangenen Jahren viele Male in Liberec /Reichenberg gesehen und möchte da mit der Semperoper nicht tauschen.

    Schon gar nicht die Inszenierung, Bühnenbild, Kostüme - auch nicht die Solisten!

    Persönlich kommt hinzu, daß für mich die Entfernung zur Semperoper fast doppelt so weit ist, wie nach Liberec.


    Herzliche Grüße

    CHRISSY