Manon - Netrebko in Wien


  • Du kannst mir deinen PC ja schicken. Ich bekomme ihn mit Sicherheit wieder hin. Du müsstest danach lediglich auf ein paar kleine Eigenheiten gefasst sein. So zum Beispiel, dass er sich einfach ausschaltet, wenn du "Anna", "Anjouschka" oder ähnliche Reizwörter eintippst....


    8)

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von Wanderer
    Hm, vielleicht sollte man sich mal ein wenig auf Alagna einschießen? Oder gibt es hier im Forum keinen, der ihn :jubel: fand, sondern nur :angry: :motz: :no: :hahahaha: :kotz: ?
    Wenn man mal seine Aufnahme mit der Gheorghiu anhört, dann weiß ich immer noch nicht, warum er "früher" so viel besser gewesen sein soll. Vielleicht hat seine Stimme etwas mehr "geglänzt", aber gesangstechnisch war er doch die gleiche Brülltüte wie jetzt?


    Brülltüte :D :hahahaha:
    Naja - man lacht, obwohls so traurig ist. Gesangstechnisch - ist nämlich das Stichwort, der Typ hat hauptsächlich technische Probleme.


    Ich glaub am 5.Mai kommt Manon mit Villazon im Arte! Da kann auch der Edwin seinen von Theophilus reparierten PC ausprobieren "ANJOUSCHKA"... blue screen... :hahahaha:

  • Zitat

    Original von Wanderer
    Hm, vielleicht sollte man sich mal ein wenig auf Alagna einschießen? Oder gibt es hier im Forum keinen, der ihn :jubel: fand, sondern nur :angry: :motz: :no: :hahahaha: :kotz: ?
    Wenn man mal seine Aufnahme mit der Gheorghiu anhört, dann weiß ich immer noch nicht, warum er "früher" so viel besser gewesen sein soll. Vielleicht hat seine Stimme etwas mehr "geglänzt", aber gesangstechnisch war er doch die gleiche Brülltüte wie jetzt?


    Ich denke, hier herrscht seltene Einigkeit, dass Alagna :kotz: ist (Theophilus würde es vielleicht ein bisschen freundlicher formulieren :angel: ), also wäre das keine Diskussion, sondern eine "Zustimmungsendlosschleife". Übrigens wird zu meiner nicht geringen Verblüffung im neuen Pro:log (= Journal der WSO, für alle Nicht-Wiener) die von dir zurecht bekritelte "Manon" mit Gheorgiu & Alagna als Referenzaufnahme empfohlen X( Entweder in der WSO sitzen alle auf den Ohren oder man versucht es eben mit dem Holzhammer ("Alagna ist super, Alagna ist super, Alagna ist super..." :beatnik: :beatnik: :beatnik: )
    lg Severina :hello:


    PS: JEtzt hab' ich dch glatt meinen 500. Beitrag an den Alagna verschwendet X(

  • Zitat

    Original von severina
    Übrigens wird zu meiner nicht geringen Verblüffung im neuen Pro:log (= Journal der WSO, für alle Nicht-Wiener) die von dir zurecht bekritelte "Manon" mit Gheorgiu & Alagna als Referenzaufnahme empfohlen.


    Wie bitte? "Manon" ist alles andere, als eine meiner Lieblingsopern, im Gegenteil - und leider war die Inszenierung in Frankfurt des von mir sehr geschätzten, katalanischen Regisseurs, dessen Namen ich jetzt mal nicht erwähnen will, die schwächste Produktion, die ich von ihm gesehen habe. Trotzdem besitze ich einige Aufnahmen des Werkes. Und da würde ich doch mal die Frage stellen, wenn es um "Referenz" geht, was mit De los Angeles und Henri Legay ist, wie es mit Cotrubas und Alfredo Kraus aussieht und wie eventuell De los Angeles mit Valletti einzurodnen ist (selbst Germaine Feraldy mit Joseph Rogatchewsky oder Gedda und Sills sollten nicht unerwähnt bleiben...). G & A kommen da eigentlich nicht vor...

  • Zitat

    Original von severina
    Übrigens wird zu meiner nicht geringen Verblüffung im neuen Pro:log (= Journal der WSO, für alle Nicht-Wiener) die von dir zurecht bekritelte "Manon" mit Gheorgiu & Alagna als Referenzaufnahme empfohlen X( Entweder in der WSO sitzen alle auf den Ohren oder man versucht es eben mit dem Holzhammer ("Alagna ist super, Alagna ist super, Alagna ist super..." :beatnik: :beatnik: :beatnik: )
    lg Severina :hello:


    PS: JEtzt hab' ich dch glatt meinen 500. Beitrag an den Alagna verschwendet X(


    Oh, das mit dem 500. für Alagna tut mir leid, das war unverdiente Aufmerksamkeit für A. :D
    (Das war doch die März-Ausgabe des Pro:log, im April-Heft wäre wohl eine andere Aufnahme als Referenz gekürt worden)
    Aber wahrscheinlich sind das alle Sponsoren von A., in einem Interview hatte er doch glattweg behauptet, stets Hotelsuiten für 1000 Euro/Nacht zu buchen, irgendwoher braucht er schließlich auch das Geld (hi Theophilus, nun weißt du auch warum A. eine solch hohe Gage verlangt :D)
    Grüßelchen, Wanderer :hello:

    Einmal editiert, zuletzt von Wanderer ()

  • Soeben habe ich den samstäglichen Theaterdonner auch gelesen. Ich habe das Blatt auf dem Stapel "zu lesen am nächsten freien Tag" liegen gehabt - und bin jetzt wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen und habe den Artikel "Ministerin quält Katze" hervorgekramt. Tja auch ich lese seit einigen Wochen die "Wiener Zeitung". Nicht immer - aber immer öfter.....


    Wir sind wirklich in Edwins Schuld...


    LG


    Alfred


    PS: Mein OT-Beitrag wird in wenigen Tagen von mir gelöscht.

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • Hallo Forianer,


    im stereophonen Zeitalter gibt es wirklich nur zwei gelungene Einspielungen mit Referenzcharakter:




    Gheorghiu als Manon ist wirklich sensationell, Alagna ist nicht so besonders, bemüht sich aber sehr..., Pappano entfaltet eninen Massnetschen Klangteppich sondergleichen... einfach famos!


    Die Aufnahme mit der Sills unter Rudel hat einige Meriten, kann aber dann wirklich nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sills schon lange keine 17 mehr war.



    Herzliche Grüße
    von LT :hello:

  • Eine vernichtende Kritik gab es übrigens von der FAZ.


    Netrebko kann kein Französisch.
    Alagna kann nicht (gut) hoch singen.
    Netrebko kann nicht schauspielern.



    Was wird die FAZ wohl sagen, wenn sie eines Tages LULU (Berg) spielen wird und auf deutsch singt?


    Und wie sich Netrebko wohl fühlen wird, wenn ihr eines Tages mehr böse Kritiken gegenüber stehen als gute?


    Oder daß viele Leute zwar wegen ihr kommen, aber nur wegen ihres Aussehens?

  • Ihr wißt ja alle nicht, wie gut es euch geht, wenn man sich ÜBERHAUPTeine Oper im Fernsehen anschauen kann- im Gegensatz zu mir, der sein Leben seit einem halben Jahr im Amiland fristen muss. Hier dreht sich alles, aber wirklich auch alles im klassischen Musiksektor um kommerziellen Erfolg, da ist Österreich noch Lichtjahre davon entfernt. Oder hat schon irgendwer Herrn Holender vor der Opernaufführung auf die Bühne kommen sehen um dem Publikum das Werk (zu) erklären (müssen), bzw. alle GANZ HERZLICH zu begrüßen, wie hier leider üblich. Da kommt überhaupt kein "Zauber" auf.
    Zurück zum Thema:
    Ich liebe ihre Stimme (dieser Samt, diese Weichheit!), ich liebe ihre Art, ich liebe ihr Schauspiel, ich finde sie wunderschön- ich kann also für nichts garantieren, falls sie mir einmal über den Weg läuft!
    Mein größter Wunsch diesbezüglich: Anna als Salome (ok, jetzt werde ich sicher gesteinigt, aber auch Karajan wollte Callas als Salome haben!)
    Flotan

  • flotan:


    Houston, wir haben ein Problem...hust hust ;)


    Vor gut einem Monat hat die Netrebko an der Met gesungen.
    Livestream (audio) gabs auf der Homepage der Met.
    Solltest du mal ab und zu schauen. Vielleicht kommt bald wieder was interessantes.


    Hast du keine Schüssel?


    Was Manon angeht, hab ich was gehört, bin mir aber nicht sicher ob das stimmt.
    In Berlin wird es nochmal aufgeführt (Mai?) und das läuft dann LIVE,
    JAAAA L-I-V-E auf ARTE.

  • zur FAZ-kritik kann ich nur sagen:
    als ich die gelesen habe,dachte ich mir sofort,solche gehässigkeiten können nur von einer frau stammen.(neid?)
    lg y.

  • Zitat

    .(neid?)


    Worauf? Auf falsche Intonation und schlechte Diktion?


    Wobei ich, wie gesagt, gerade die Schauspielkünste der Netrebko ziemlich gut finde. Dass sie mit großer Gestik agiert - sicher, aber sie agiert wenigstens. Ich finde, das ist wirklich der Punkt, an dem sie am allerwenigstens angreifbar ist.


    Wer drohte oben, Netrebko würde dereinst die "Lulu" singen? - Ich fürchte, wenn sie das Stimm- und Sprachtraining für diese Rolle endlich hat, wird's mit dem Alter nicht mehr ganz hinhauen. :D


    :hello:



    P.S.: Ich bin auch für eine Alagna-Diskussion. Aber dazu braucht's ein paar Fans.
    Wer Alagna in der Wiener "Manon" also super gefunden hat - bitte melden.... :D

    ...

  • Hallo Leute,


    hab´ich da ein Opernhighlight verpasst ? :hahahaha:


    AN singt im November die Violetta an der DOB...zu Sonderpreisen (wofür ?????).


    Gruß Heldenbariton

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten
    GB


  • Am besten, Du gehst nicht hin - wo ist das Problem?


    :hahahaha:

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)


  • Hallo Liebestraum, bei einer "Referenzaufnahme" erwarte ich mir ein bisschen mehr als einen Tenor, der sich bemüht! ?( ?( ?(
    lg Severina

  • Hallo Severina,


    sicherlich weißt du selbst, dass bei den wenigsten Gesamteinspielungen von A-Z alles stimmig ist...


    So ist beispielsweise "Don Giovanni" unter Krips eine Referenzaufnahme trotz problematischer Danco (Donna Anna).




    Herzliche Grüße
    von LT :hello:


  • Naja, sofern die Netrebko in der Partie Intonationsschwierigkeiten hat, findet Sie im Orchester der Deutschen Oper immerhin einen würdigen Partner. :wacky:


    Ansonsten gebe ich aber Austria recht, man muß ja nicht hingehen. Regie dürfte aufgrund des Inszenierungsalters eh nicht vorhanden sein, vermutlich gibs kurz vorher eine kleine Orchesterprobe und dann wird das gnadenlos durchgezogen, hauptsache, man musiziert nicht vollkommen aneinander vorbei. Das ist mir wirklich eine solide Aufführung mit Hausensemble lieber, als so ein Startheater...und das hat nicht mal was mit AN zu tun.


    Gruß
    Sascha


    PS: ...und es gibt einen Lohengrin mit Wottrich. :wacky:


  • Mit einem Wort, Sascha, du hast die Qual der Wahl! :D :D :D
    lg Severina :hello:

  • Hallo,
    in der 4. Aufführung am 13. 03. hatte Hr. Alagna eine Interpretation gefunden, die großteils
    Freude bereitete. Bei einigen Höhen kamen allerdings Töne, die bestätigen, dass der
    Chevalier D.G. nicht oder nicht mehr zu Hrn. Alagna's Stärken zählt. Leider kann ich mich
    deshalb auch nicht zu den glühenden Alagna - Fans zählen.
    Im Gegensatz dazu gefiel mir Fr. Netrebko sowohl gesanglich als auch schauspielerisch
    ausgezeichnet. Sie spannt den Bogen vom lebenshungrigen jungen Mädchen bis zur
    gebrochenen Frau mit Natürlichkeit und schafft es in dieser Inszenierung (Personenführung)
    weder ordinär noch peinlich zu wirken - Kompliment!
    Neugierig bin ich schon auf die erste Manon in "Alltagsbesetzung".
    Liebe Grüße Jahnas


  • Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube....... :rolleyes:
    Naja, ich kann es morgen Abend dann höchstpersönlich überprüfen! :beatnik:
    lg Severina :hello:

  • Zitat

    Original von yago
    warum tun sich das denn an??
    wenn sie alles ganz furchtbar finden?
    mit freundlichen Grüßen yago


    Wann habe ich behauptet, dass ich ALLES ganz furchtbar finde??? ?( Mir gefällt die Inszenierung, mir gefällt das Bühnenbild, mir gefallen alle Sänger mit Ausnahme von Alagna (der für mich halt eine Katastrophe ist), ich finde de Billys Dirigat wunderbar - also das sind doch einige Gründe, sich "das anzutun", oder?
    Genauer lesen, lieber yago! :wacky:
    lg Severina

  • Aber gerne! Im Prinzip haben sich meine Eindrücke von der GP und der TV-Übertragung bestätigt, was Inszenierung und Bühnenbild betrifft, beides gefällt mir nach wie vor, bloß fiel mir verstärkt auf, dass Andrej Serban offensichtlich zum Chor nicht viel eingefallen ist. Er "kommentiert" eigentlich nur die Aktivitäten der Statisten, und das balanciert in einigen Szenen am Rande zum Slap-stick. De Billys Dirigat begeisterte mich erneut, ich habe an der WSO noch nie eine so nuancierte "Manon" gehört.
    Anna Netrebko ist stimmlich und darstellerisch für mich eine wunderbare Manon, Adrian Eröd ein ebenso kongenialer Lescaut (um seine Höhe könnte ihn mancher Tenor beneiden...) und Roberto Alagna nach wie vor der Schwachpunkt der Aufführung. Ich attestiere ihm gerne eine gewisse Steigerung, aber das bedeutet nicht viel im Vergleich zu der zumindeste für meine Ohren desaströsen Leistung bei der PR. Immerhin klang er diesmal zumindest phasenweise wie ein Tenor :stumm:, er wagte auch einige Piano-Versuche, wenn auch mit bescheidenem Ergebnis. :( Was allerdings an Intensität gewonnen hat, ist das Zusammenspiel Manon - Des Grieux, da waren diesmal ganz neue Facetten zu beobachten, besonders im 2. Bild.
    Fazit: Ein schöner und vor allem intensiver Opernabend, zur Sternstunde fehlte leider der Tenor.....
    lg Severina :hello: :(

  • danke.
    das liest sich ja doch recht positiv.
    ich hoffe,dass die videocasette,die mir jemand von der TV-übertragung leihen möchte bald ankommt.
    ich bin sehr sehr gespannt.
    bis ich wieder nach wien komme,habe ich ja noch ein paar schöne termine in essen("tristan...","Don giovanni" "lucia di lammermoor"(mit elena mosuc) u. das ballett "die roten schuhe".


    aber ende mai geht´s dann endlich nach wien:
    "zauberflöte" u. "la traviata" in der VOP und "anything goes" in graz.


    viell. krieg ich ja auch irgendwelche günstigen karten für einen STOP-besuch.
    lg in mein schönes wien
    yago

  • Im ORF-Interview sagte Natalie Dessay, die ebenfalls Manon singen wird, dass sie Anna Netrebko wirklich toll fand, die Stimme, die grandiose Darstellung auf der Bühne, die glamouröse Ausstrahlung, die gute Figur. Sie sagte das mit dem Unterton, das alles selber nicht ganz so drauf zu haben.


    Das ist die Bescheidenheit einer wirklich ganz Großen, die die Qualität, die anderen nur per Preisschild und Medienrummel umgehängt wird, tatsächlich besitzt. Am Sonntag ist die Premiere von Donizettis La fille du régiment in der Wiener Staatsoper (Live-Übertragung im Fernsehen ORF 2) mit Natalie Dessay, Juan Diego Flórez, Carlos Álvarez und Montserrat Caballé.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • ein paar wochen hat´s gedauert und nun konnte ich die "manon" auf video sehen.(u. hab´s grossteils genossen)
    danke paul.
    ich hätte zwar lieber eine moderne inszenierung(viell. kommt ja von los angeles/berlin eine dvd raus),aber anna netrebko brachte eine manon,die ans herz geht.
    ich fand sie grossartig.in jeder hinsicht.
    roberto alagna hatte einen schwachen start,hat sich aber meiner meinung danach gut gesteigert.
    adrian eröd hat mir sehr gut gefallen und auch der chor und ich fand ihn nicht grade deplaziert.(war schon ok,wo die rumstanden...)
    am schluss hat mich anna netrebko zu tränen gerührt.


    "la fille du régiment" kann ich wenigstens über 3sat empfangen.


    lg in mein schönes wien
    yago

    Einmal editiert, zuletzt von yago ()